das macht sich doch nur bei denen nicht bemerkbar, die "sehr gut" verdienen. wenn jemand zb. 800€ brutto hat, dann sind die paar abzüge ein witz. wie soll dieser dann noch leben können ?
Unterhalb von 800€ wirds knapp, das stimmt. Aber der Durchschnittsverdienst liegt iirc bei 2200€ (brutto) und da sind schon einige Abzüge dabei. Im Gegensatz zu Steuern werden die Sozialabgaben, gerade für Krankenkasse und Rente, ja relativ weit unten auf einen absoluten Wert gedeckelt bzw. ab einer gewissen Einkommensgrenze kann man komplett befreit werden. Trotz allem gebe ich dir recht, das eine Erhöhung der Mehrwertssteuer für Geringverdiener ein Problem wäre - deswegen bin ich ja auch für Luxussteuern, die gezielt die oberen Schichten treffen und so die soziale Ausgleichsfunktion, die bisher die lohnabhängigen Abgaben übernehmen, beibehalten. Eine Energiesteuer würde auch überproportional obere Schichten treffen, denn die meisten Luxuselemente der modernen Energiegesellschaft verbrauchen zusätzlichen Strom.
Unterm Strich profitieren Geringverdiener aber auch vom geänderten Werteverhältniss: Arbeitskraft wird, im Vergleich zu vielem anderen, deutlich billiger. D.h. wo der Mittelstand sich heute erst das Wochenendhaus und den Drittwagen zulegt, fließt das Geld in Zukunft vielleicht eher in eine Haushälterin als Luxuselement. Ehe ein Unternehmen teure Maschienen anschafft oder Mitarbeiter teuer von a nach b bringt, stellt es lieber 1-2 mehr ein. Das hebt allgemein das Lohnniveau am unteren Ende.
Sollte trotz allem ein sinken des Lebensstandard in unteren Schichten drohen, gäbe es weitere Umschichtungsmaßnahmen. Ich wäre z.B. dafür, denn ÖPNV komplett über Abgaben zu finanzieren. Davon würde der kleine Mann auf der Straße direkt profitieren, seine täglichen Pendelkosten würden auf Null sinken (wenn sie ein bißchen mitdenken, könnte es sich für viele Lohnen, das Auto ganz abzuschaffen) - aber wer bislang mit einem A8 zur Arbeit fahren musste, um klarzustellen, dass er sich mehr als einen 5er BMW leisten kann, der hat gar nichts davon
oder was ist mit den sozialhilfeempfängern jeglicher art ? die haben auch nichts davon, denn die haben so oder so keine abzüge. dort müsste man alle sätze stark anheben.
Das stimmt - ist aber ein Nullsummenspiel für den Staat: Man gibt den Leuten so viel mehr Geld, wie sie direkt wieder abführen müssen. Lebensstandard und die Bilanz aus Staatseinnahmen und -ausgaben bleiben gleich, nur die umlaufenden Beträge steigen leicht.
Die Wahl gefällt mir. Die Pirtatenpartei wird hier vielleicht oft gewählt. Bei richtigen Walen haben die aber (noch) wenig Gewicht.
Unsere Bundesregierung wird hier und so wie es aussieht auch in der Realität abgewählt!
Es gibt meiner Meinung nach nur drei Möglichkeiten wie wir nach der nächsten Bundestagswahl regiert werden.
1. Grün-Rot ( mit Joschka Fischer wäre das nicht so abwegig)
Der ist politisch in Rente und seine zwischenzeitlichen Aktivitäten für russische Ölkonzerne (bei Genosse Schröder) würden auch nicht zu den aktuellen Grünen passen - der gehörte schon immer eher zu den außenpolitischen und systemkritischen Flügeln der Partei, nicht zu den Ökos.
2.Rot-Grün (Mal sehen wen die SPD aufstellt...)
Sehr gute Frage. Imho niemanden gutes. Aber auf der anderen Seite: Merkel ist Geschichte, wird das aber nicht einsehen. Rösler hat fast so wenig Charakter, wie er Chancen hat. Also muss sich ein SPD-Kandidat nur gegen Özdemir/Roth/Künast durchsetzen - und das ist nicht schwer (a hat wegen dem Namen noch keine Chance, b wegen der Persönlichkeit, c scheint unzureichende Unterstützung in der Partei zu haben)
Exkl. der noch kommenden Zahlungsverpflichtungen, z.B. in Form von Beamtenpensionen, welche die derzeitige Verschuldung der öffentlichen Haushalte um ein Vielfaches übersteigt.
Ich bin mal auf der sicheren Seite geblieben

Diese Verpflichtungen sind ja auch nichts neues, derartigen kommt die Bundesregierung seit Jahrzehnten bei. In Zukunft ist ein gewisser Anstieg zu erwarten, aber wie viel das unterm Strich an neuen Krediten bedeutet, vermag ich nicht zu beurteilen.
Wie kommst du auf 7 Millionen?
Selbst in einem Interview letztens im Deutschlandradio Kultur war "nur" von vier bis fünf Millionen die Rede.
7 Millionen war meine letzte Zahl zu Personen, die ALGII oder Zuschüsse zum Lohn beziehen oder sich in Maßnahmen befinden.
3+2 Millionen halte ich für eine sehr konservative Schätzung. Zumindest hier in S-H ist es so, dass HartzIVer gleich mal in einen 1-2 monatigen Kurs gesteckt werden müssen (oder alternativ 6 Monate @1€), wenn sie ihren Antrag stellen. Weiß noch nicht (plane auch nicht, es herauszufinden), ob das bei Folgeanträgen auch so ist, aber sinnvoll wäre es. Das würde bedeuten, dass ca. 1/4 der Arbeitslosen allein durch diese Maßnahmen aus der Statistik fliegen und aus 3,3 Millionen gemeldeten 4,4 Millionen Jobsuchende werden würden. Dazu kommen die, die aus freiwilligen Stücken einen 1-2€-Job machen und diejenigen, die HartzIV bezuschussend beziehen. Und die ALG1 Empfänger. Und diejenigen, die Mietzuschüsse,... beziehen.
Vielleicht sind es nur 6 - aber es sind verdammt viele.
ist schon klar, denn wer geld hat, brauch auch nichts befürchten. wenn die luxussteuer zb. dann mal doch etwas zu viel kavier und sekt streichen sollte, gehts halt ab ins ausland.
Das ist das Grundproblem aller großen Änderungen. Man müsste sie eigentlich auf EU-Ebene durchsetzen - aber es gibt da so ein nicht-ganz-kleines Land in Mitteleuropa, dass in der Vergangenheit sehr effektiv eine zunehmende Kompetenzverlagerung verhindert hat. (zugegeben: Frankreich, Italien und England waren auch nicht immer viel besser)
Allgemein wäre ich bei allen großen Änderungen dafür, dass sie gleitend über ggf. viele Jahre eingeführt werden müssen - auch wenn sich das z.B. bei Atomausstiegen nicht bewährt hat :-/
werden zb. produkte aus der unterhaltungselektronik teurer, werden auch diese entweder aus dem ausland bestellt
Dagegen hilft Zoll
oder die masse an raubkopierern wächst um ein vielfaches im bezug auf software, filme, mp3's.
Das wäre eigentlich gar kein Problem. Die großen Publisher liegen eh nicht in Deutschland, d.h. das Geld, dass bislang dafür ausgegeben wurde, war ein Verlust für die deutsche Volkswirtschaft. Wenn es in Zukunft eingesparrt und stattdessen z.B. in deutsche Wasserkühlungskomponeten gesteckt wird, bessert sich als die Wirtschaftslage
