Berlin-Wahl: Piratenpartei schafft es ins Parlament! 9% der Stimmen erreicht!

Würde sie nicht. Guckst du mal ein paar hundert Jahre zurück, und du wirst feststellen, dass Menschen schon immer Dinge erfunden haben, ganz unabhängig davon, ob es ein Patentrecht gab, oder nicht.

Wenn ich ein paar hundert Jahre zurückgucke, dann finde ich, im Vergleich zu dem, was seit dem 19. Jhd. (und der Einführung des modernen Patentwesens) abgeht, so gut wir gar keinen technischen Fortschritt. Guck dir mal die den Fortschritt zwischen 900 und 1000 und zwischen 1900 und 2000 an. Auch relativ ist das nicht im geringsten zu Vergleichen.

Das Abschaffen des Patents hätte einen entscheidenden Vorteil: der Aufwand für eine Entwicklung skaliert mit dem Aufwand, selbige nachzumachen (Reverse Engineering). Bis die Erfindung nachgemacht wurde, hat der Erfinder ein Monopol darauf, da keine Veröffentlichungspflicht mehr besteht und er damit der einzige ist, der sowas anbieten kann. Dieses würde bei aufwändigen Erfindungen lange anhalten, während primitive Dinge schnell durchschaut werden - das Aus für 90% oder mehr der aktuellen Patente.

Z.B. die USA arbeiten afaik ohne Veröffentlichungspflicht. Wozu das führt kann man ja wunderbar beobachten. Und in vielen Bereichen ist dein Komplexitätsprinzip überhaupt nicht anwendbar. Der Aufwand z.B. zur Entwicklung eines Medikamentes liegt nunmal nicht in seiner Fertigung, sondern darin, unter Millionen von Substanzen einen Wirkstoff zu finden und ihn zu testen.

Um bei deinem nVidia-ATi Beispiel zu bleiben: was vermutest du, wie lange es dauern würde, die Funktionsweise des Chips des Konkurrenten nachzuvollziehen, wenn man in Schicht für schicht abschleifen müsste um danach unterm Rasterelektronenmikroskop die Schaltung zu ermitteln? Während der andere die Zeit dafür verschwendet, kann der andere eine sinnvolle Weiterentwicklung betreiben. Die Möglichkeit zur Lizenzierung einer Technik bestünde ja weiterhin.

Eine Lizensierung setzt einen Rechtsschutz vorraus. Wenn dein einziger Schutz vor Kopien das Unwissen deiner Konkurrenten ist, dann hast du keinerlei Möglichkeit mehr, von ihm eine Gegenleistung zu fordern, nachdem du dein Wissen weitergegeben hast. Du kannst nicht einmal verhindern, dass er selbst es mit dritten teilst.
Und Elektronikpatente bewegen sich auf wesentlich elementareren Ebenen, als die Struktur eines Chips. Die würde in Deutschland eher als Muster geschützt werden. Patentierungswürdig sind grundlegende Funktionskonzepte. Nicht umsonst richten sich z.B. die Klagen von RAMBUS wegen geklauten Designs für Speicherkontroller schnell mal gegen die Produktion eines ganzen Jahrzehnts.

Davon abgesehen:
Einen Chip komplett zu rekonstruieren dürfte selbst ohne spezielle Technik in ein paar Monaten erledigt sein. Das mag für ATI vs. Nvidia zu langsam sein, aber es gibt ja noch andere, die sicherlich gerne nächste Woche z.B. die IntelForce 580GTX in 22 nm mit 130 W Verbrauch auf den Markt bringen würden, die (abgesehen vom Shrink) nicht nur keine Entwicklungskosten verursacht hat, sondern dank 100% identischem Aufbau sogar die gesamte Softwaresuite der Konkurrenz übernehmen kann.
Und wenn so etwas erstmal Schule macht, wäre es ein leichtes, derartige Rekonstruktionen zu automatisieren, um dann innerhalb weniger Wochen Plagiate zu veröffentlichen. (gerade bei AMD und Nvidia, bei denen ein Konkurrent ja sogar den gleichen Produktionsprozess nutzen kann)


Patente sind für eine technologische Entwicklung in heutiger Geschwindigkeit in einem kapitalistischen System zwingend notwendig, da kann es gar keinen Zweifel geben. Fraglich wäre nur die Patentierung fremder Leistungen (z.B. Gene) und fragwürdiger Fortschritte (wobei da aufpassen muss, worüber man sich aufregt - denn z.B. viele, Designs, gegen dere Kopie geklagt wird, sind afaik -zu Recht- als Marke geschützt, nicht via Patent). Aber dagegen zu sein und ist nun wirklich keine Besonderheit der Piraten, das haben afaik fast alle Oppositionsparteien irgendwo in ihrem Program versteckt.


Ich hab ja gestern Günther Jauch gesehen. :ugly:
... und musste mich schwer beherrschen nicht laut zu lachen, als ich das Geschwafel von Rösler gehört habe. :lol:

Halte dir einfach vor Augen, das Rösler mitlerweile die zweitwichtigste Position im Staat inne hat (nach Schäuble) und ist einem nicht mehr zum Lachen zu mute.


Dass man auch jeden Ausdruck "verweiblichen" will, ist echt schlimm. :D
Wie ist das noch beim Feuerwehrmann? :daumen:

Feuerwehrmanninnen :daumen:


Unwichtig?..unwichtig Selbstbestimmt zu leben und zu entscheiden...unwichtig die Macht dem Volke zurückzugeben? Na dann...genau das mein ich!

Das Volk hat die Macht und bestimmt über sich selbst, wir leben schließlich in einer Demokratie. Oftmals hat man sogar Zweifel, ob die Mehrheit der Bürger mit ihren Einflussmöglichkeiten nicht sogar hoffnungslos überfordert sind. Ob es eine formelle Abstimmung über das Grundgesetz gab oder hätte geben müssen, ist dabei unerheblich. Mit der ersten gewählten oder zumindest der ersten wiedergewählten Bundesregierung, die es NICHT im Auftrag des Volkes geändert hat, hat selbiges seine Zustimmung deutlich gemacht.


Die starke deutsche Mark war auch immer ein zusätzlicher Ansporn für die Unternehmen innovative qualitativ-hochwertige besserer Produkte zu entwickeln und sich nicht zu lange auf den Lorbeeren auszuruhen.

Nö. Eine starke Währung ist ein Ansporn für alle Unternehmen, die sich nicht am innovativsten/hochwertigsten/teuersten Ende des Marktes, an dem selbst geringe Qualifizierungsvorteile drastisch erhöhte Lohn- und Produktionskosten rechtfertigen, ins Ausland abzuwandern.
 
So wie die Unteroffiziersfrau? :ugly:

Gibt sogar einen eingetragenen Verein und wenn du willst kannst du auch am 04.-06.11.2011 zum Bundeskongress der Feuerwehrfrauen in Frankfurt. :P
 
War ja auch nie eine öffentliche Aussage der Piratenpartei. ;)

Letztens haben sie das auch noch mal klar gestellt.
Es werden keine Fahrkartenautomaten mehr geben, niemand zahlt, wenn er mit dem Bus oder Bahn im Nahverkehr fahren will.
Dafür wird aber eine Pauschale erhoben, 30€ pro Jahr pro Bürger sollen erhoben werden, egal ob jemand fährt oder nicht, bezahlen müssen alle, auch der Firmenchef, der nie mit dem Bus fährt. Ausgenommen sollen Hartzer sein.
 
Das würde nicht nur Fahrkartenautomaten ersparen sondern auch einiges an Schalterpersonal, denn Fahrplanauskünfte bekommt man ja jetzt schon über Automaten oder per Netz, da würde dann je nach Bahnhof noch an einiges an Personal eingespart werden können. Naja wieder ein paar Arbeitslose mehr, nur gut das die ja dann umsonst Bahn und Bus fahren können. :D

PS: Was ist ein Hartzer? Meinst du Haschisch-Konsumenten, die Einwohner vom Harz-Gebirge, oder ALG2-Empfänger? ;)
 
Du sparst auch die Leute, die die Fahrkarten kontrollieren und eben die Leute, die die Forderungen schreiben, an die Schwarzfahrer, denn die fallen ja ebenso weg.
Natürlich auch die ganzen Unterhaltungs und Instantsetzungkosten.
Der Hartzer ist der gemeine ALG 2 Empfänger. :D
 
Richtig die fallen auch weg, das siehst du genau richtig und somit wieder Menschen die diese Tätigkeiten einmal hatten, das zu prüfen oder zu reparieren - eine Spirale ins Nichts: Einsparungen der Firmen durch Personal, aber Mehrbelastung durch den Staat da so wieder mehr ALG2-Empfänger entstehen. Wie kommen die eigentlich auf 30 € pro Anno und Bürger? :ugly:

PS: Nein der "Hartzer" ist eine abfällige Bezeichnung für einen ALG2-Empfänger! Wohnst du doch in einem Plattenslum und schaust Talkshows von einschlägigen Sendern? :P
 
Richtig die fallen auch weg, das siehst du genau richtig und somit wieder Menschen die diese Tätigkeiten einmal hatten, das zu prüfen oder zu reparieren - eine Spirale ins Nichts: Einsparungen der Firmen durch Personal, aber Mehrbelastung durch den Staat da so wieder mehr ALG2-Empfänger entstehen. Wie kommen die eigentlich auf 30 € pro Anno und Bürger? :ugly:

Genau, diese Menschen müssen sich eben den neuen Bedingungen anpassen, ist doch nicht schwer. Früher arbeiteten 50 Millionen Menschen in den Kohleminen, heute ein paar weniger, trotzdem gibts immer wieder Jobs, es entstehen auch neue Jobs, bedenke, dass sich so ein Fahrkartenautomatüberprüfer auch weiterbilden kann, zum WKA Überprüfer. ;)
Das mit dem 30€ hatte der Piraten Spitzenkandidat ausgerechnet, was die Betriebe im Jahr an Einnahmen haben, rein über den Fahrkartenverkauf, da gibts sicher eine Statistik.

PS: Nein der "Hartzer" ist eine abfällige Bezeichnung für einen ALG2-Empfänger! Wohnst du doch in einem Plattenslum und schaust Talkshows von einschlägigen Sendern? :P

Ist mir aber zu umständlich, Hartzer ist einfach zu tippen, leicht zu verstehen und jeder weiß, wer gemeint ist, nur weiß man Hartzer schreibt, muss das nicht abfällig sein, das liegt ja alleine am Betrachter.
 
50 Mio. Arbeiter in Kohleminen von welchen Land sprichst du denn? :what:

Klar entstehen neue Jobs, merke ich jeden Tag. :ugly: Die Arbeitslosen sind dann aber erstmal da und belasten den Staat und das ist das Problem und nicht ein lapidares ... naja früher oder später finden die schon einen anderen Job, das ist eine Meinung die ich von einem Politiker erwarte, denn kurzfristiges Denken (allgemein eine Wahlperiode) bin ich von denen gewohnt.

PS: N.e.g.e.r (wird ja zensiert) hab ich auch nie abfällig gemeint, aber nun bekomme ich böse Blicke wenn ich das sage. ;)
 
50 Mio. Arbeiter in Kohleminen von welchen Land sprichst du denn? :what:

Keine Ahnung, war halt vor meiner Zeit.

Klar entstehen neue Jobs, merke ich jeden Tag. :ugly: Die Arbeitslosen sind dann aber erstmal da und belasten den Staat und das ist das Problem und nicht ein lapidares ... naja früher oder später finden die schon einen anderen Job, das ist eine Meinung die ich von einem Politiker erwarte, denn kurzfristiges Denken (allgemein eine Wahlperiode) bin ich von denen gewohnt.

Tja, was soll ich denn jetzt dazu sagen?
Wenn es neue Jobs gibt, bzw. sich Veränderungen abzeichnen, muss man sich eben anpassen, Weiterbildung hilft hier, aus einem Bäcker kann man auch einen Rotorblattbauer machen, so ist das nicht, nur wenn man immer sagt: "neee, keine Lust" oder "neee, dann muss ich am umziehen" darf man sich dann nicht wundern, wenn man "auf der Strecke" bleibt.
Klar hat Globalisierung nicht nur Vorteile, bzw. die Vorteile sind nur für wenige wirklich Vorteile, aber man muss halt mit schwimmen, geht ja nicht mehr anders, sonst geht man unter.

PS: N.e.g.e.r (wird ja zensiert) hab ich auch nie abfällig gemeint, aber nun bekomme ich böse Blicke wenn ich das sage. ;)

Ich habe nichts gegen *****, stört mich nicht, es gibt deutlich abfälligere Ausdrücke.
Farbiger finde ich z.B. abfälliger, da ein weißer doch viel mehr Farben beinhaltet, nicht nur weiß.
Dunkelhäutig kann man auch sagen, ist aber recht lang, außerdem stellt sich dann die Frage, wie man das genau definiert.
Daher bleibe ich bei "schwarzer", auch wenn das vielleicht nicht politisch korrekt ist.
"Hartzer" ist auch nicht politisch korrekt, mir reicht das aber. ;)
 
Keine Ahnung, war halt vor meiner Zeit.

Das glaub ich dir gern. :D



Tja, was soll ich denn jetzt dazu sagen?
Wenn es neue Jobs gibt, bzw. sich Veränderungen abzeichnen, muss man sich eben anpassen, Weiterbildung hilft hier, aus einem Bäcker kann man auch einen Rotorblattbauer machen, so ist das nicht, nur wenn man immer sagt: "neee, keine Lust" oder "neee, dann muss ich am umziehen" darf man sich dann nicht wundern, wenn man "auf der Strecke" bleibt.
Klar hat Globalisierung nicht nur Vorteile, bzw. die Vorteile sind nur für wenige wirklich Vorteile, aber man muss halt mit schwimmen, geht ja nicht mehr anders, sonst geht man unter.
Am besten was du darüber denkst! ;)

Du verstehst wohl immer noch nicht das Weiterbildung und Umschulung (Aus einem Bäcker einen Rotorblattbauer zu machen dauert 2 Jahre, als Umschulung. ;)) langfristige Lösungen sind die den Staat belasten. Das hat auch nichts mit der Moral eines Menschen zu tun diesen Job zu machen oder nicht. Was dieses Problem der Erhöhung der Arbeitslosen mit Globalisierung zu tun hat versteh ich auch nicht wirklich? :ugly:
 
Du verstehst wohl immer noch nicht das Weiterbildung und Umschulung (Aus einem Bäcker einen Rotorblattbauer zu machen dauert 2 Jahre, als Umschulung. ;)) langfristige Lösungen sind die den Staat belasten. Das hat auch nichts mit der Moral eines Menschen zu tun diesen Job zu machen oder nicht. Was dieses Problem der Erhöhung der Arbeitslosen mit Globalisierung zu tun hat versteh ich auch nicht wirklich? :ugly:

Wieso belastet das den Staat?
Der Bäcker, der keinen Job mehr bekommt, muss selbst Informationen sammeln, welche Jobs interessant sind, bzw. in was er noch gut sein kann.
Soweit ich weiß, sind die Förderleistungen für Hartzer (ach ja, ALG 2 Einstreicher :D) sowieso gestrichen worden. Schließlich muss ja jeder seinen Beitrag zur Bankenrettung leisten. :ugly:
 
Ganz einfach ... der Mensch ist erstmal entlassen, also arbeitslos und somit ein Kostenfaktor für den Staat (ALG I) das kann er bis zu 2 Jahre durchziehen, falls er nichts anderes findet macht er halt eine Weiterbildung oder Umschulung in der Zeit und die zahlt er nicht aus seiner Tasche zumindest nicht alles.

Förderleistungen sind nicht gestrichen worden, wo du so etwas wieder her hast. :what:
 
Ganz einfach ... der Mensch ist erstmal entlassen, also arbeitslos und somit ein Kostenfaktor für den Staat (ALG I) das kann er bis zu 2 Jahre durchziehen, falls er nichts anderes findet macht er halt eine Weiterbildung oder Umschulung in der Zeit und die zahlt er nicht aus seiner Tasche.

Und?
Dafür zahlst du doch auch in die Arbeitslosenkasse ein.
Schau mal auf deine Abrechnung, dort ist inzwischen ein großer Posten aufgelistet, was Sozialabgaben angeht.

Förderleistungen sind nicht gestrichen worden, wo du so etwas wieder her hast. :what:

Hatten wir das nicht mal belabert? :what:
Weil schwarz/gelb den Rettungsschirm spannen mussten, musste überall gespart werden, die Arbeitslosen musste ihren Beitrag zahlen, indem Förderleistungen gestrichen wurden. Firmen musste bis heute nichts zahlen (alles andere wäre ja auch nicht durchsetzbar, bei schwarz/gelb :ugly:).
 
Und?
Dafür zahlst du doch auch in die Arbeitslosenkasse ein.
Schau mal auf deine Abrechnung, dort ist inzwischen ein großer Posten aufgelistet, was Sozialabgaben angeht.

JA klar, aber trotzdem ist das Staatsgeld und da du ja weißt das Abgaben nicht zweckgebunden sind erübrigt sich auch dieser Hinweis! ;)



Hatten wir das nicht mal belabert? :what:
Nein ... also wir beide bestimmt nicht. ;)


Weil schwarz/gelb den Rettungsschirm spannen mussten, musste überall gespart werden, die Arbeitslosen musste ihren Beitrag zahlen, indem Förderleistungen gestrichen wurden. Firmen musste bis heute nichts zahlen (alles andere wäre ja auch nicht durchsetzbar, bei schwarz/gelb :ugly:).
Komisch, dann erkläre mir mal bitte wie ein Bekannter (ALGII-Empfänger) noch vor 3 Monaten eine Umschulung zum Baumaschinisten machen konnte ... ist ja gestrichen worden laut deiner Aussage. Es wird nicht mehr alles bewilligt wahllos, soll heißen es sind nur die Bedingungen zur Bewilligung verschärft worden nichts anderes. ;)
 
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