Würde sie nicht. Guckst du mal ein paar hundert Jahre zurück, und du wirst feststellen, dass Menschen schon immer Dinge erfunden haben, ganz unabhängig davon, ob es ein Patentrecht gab, oder nicht.
Wenn ich ein paar hundert Jahre zurückgucke, dann finde ich, im Vergleich zu dem, was seit dem 19. Jhd. (und der Einführung des modernen Patentwesens) abgeht, so gut wir gar keinen technischen Fortschritt. Guck dir mal die den Fortschritt zwischen 900 und 1000 und zwischen 1900 und 2000 an. Auch relativ ist das nicht im geringsten zu Vergleichen.
Das Abschaffen des Patents hätte einen entscheidenden Vorteil: der Aufwand für eine Entwicklung skaliert mit dem Aufwand, selbige nachzumachen (Reverse Engineering). Bis die Erfindung nachgemacht wurde, hat der Erfinder ein Monopol darauf, da keine Veröffentlichungspflicht mehr besteht und er damit der einzige ist, der sowas anbieten kann. Dieses würde bei aufwändigen Erfindungen lange anhalten, während primitive Dinge schnell durchschaut werden - das Aus für 90% oder mehr der aktuellen Patente.
Z.B. die USA arbeiten afaik ohne Veröffentlichungspflicht. Wozu das führt kann man ja wunderbar beobachten. Und in vielen Bereichen ist dein Komplexitätsprinzip überhaupt nicht anwendbar. Der Aufwand z.B. zur Entwicklung eines Medikamentes liegt nunmal nicht in seiner Fertigung, sondern darin, unter Millionen von Substanzen einen Wirkstoff zu finden und ihn zu testen.
Um bei deinem nVidia-ATi Beispiel zu bleiben: was vermutest du, wie lange es dauern würde, die Funktionsweise des Chips des Konkurrenten nachzuvollziehen, wenn man in Schicht für schicht abschleifen müsste um danach unterm Rasterelektronenmikroskop die Schaltung zu ermitteln? Während der andere die Zeit dafür verschwendet, kann der andere eine sinnvolle Weiterentwicklung betreiben. Die Möglichkeit zur Lizenzierung einer Technik bestünde ja weiterhin.
Eine Lizensierung setzt einen Rechtsschutz vorraus. Wenn dein einziger Schutz vor Kopien das Unwissen deiner Konkurrenten ist, dann hast du keinerlei Möglichkeit mehr, von ihm eine Gegenleistung zu fordern, nachdem du dein Wissen weitergegeben hast. Du kannst nicht einmal verhindern, dass er selbst es mit dritten teilst.
Und Elektronikpatente bewegen sich auf wesentlich elementareren Ebenen, als die Struktur eines Chips. Die würde in Deutschland eher als Muster geschützt werden. Patentierungswürdig sind grundlegende Funktionskonzepte. Nicht umsonst richten sich z.B. die Klagen von RAMBUS wegen geklauten Designs für Speicherkontroller schnell mal gegen die Produktion eines ganzen Jahrzehnts.
Davon abgesehen:
Einen Chip komplett zu rekonstruieren dürfte selbst ohne spezielle Technik in ein paar Monaten erledigt sein. Das mag für ATI vs. Nvidia zu langsam sein, aber es gibt ja noch andere, die sicherlich gerne nächste Woche z.B. die IntelForce 580GTX in 22 nm mit 130 W Verbrauch auf den Markt bringen würden, die (abgesehen vom Shrink) nicht nur keine Entwicklungskosten verursacht hat, sondern dank 100% identischem Aufbau sogar die gesamte Softwaresuite der Konkurrenz übernehmen kann.
Und wenn so etwas erstmal Schule macht, wäre es ein leichtes, derartige Rekonstruktionen zu automatisieren, um dann innerhalb weniger Wochen Plagiate zu veröffentlichen. (gerade bei AMD und Nvidia, bei denen ein Konkurrent ja sogar den gleichen Produktionsprozess nutzen kann)
Patente sind für eine technologische Entwicklung in heutiger Geschwindigkeit in einem kapitalistischen System zwingend notwendig, da kann es gar keinen Zweifel geben. Fraglich wäre nur die Patentierung fremder Leistungen (z.B. Gene) und fragwürdiger Fortschritte (wobei da aufpassen muss, worüber man sich aufregt - denn z.B. viele, Designs, gegen dere Kopie geklagt wird, sind afaik -zu Recht- als Marke geschützt, nicht via Patent). Aber dagegen zu sein und ist nun wirklich keine Besonderheit der Piraten, das haben afaik fast alle Oppositionsparteien irgendwo in ihrem Program versteckt.
Ich hab ja gestern Günther Jauch gesehen.

... und musste mich schwer beherrschen nicht laut zu lachen, als ich das Geschwafel von Rösler gehört habe.
Halte dir einfach vor Augen, das Rösler mitlerweile die zweitwichtigste Position im Staat inne hat (nach Schäuble) und ist einem nicht mehr zum Lachen zu mute.
Dass man auch jeden Ausdruck "verweiblichen" will, ist echt schlimm.

Wie ist das noch beim Feuerwehrmann?
Feuerwehrmanninnen
Unwichtig?..unwichtig Selbstbestimmt zu leben und zu entscheiden...unwichtig die Macht dem Volke zurückzugeben? Na dann...genau das mein ich!
Das Volk hat die Macht und bestimmt über sich selbst, wir leben schließlich in einer Demokratie. Oftmals hat man sogar Zweifel, ob die Mehrheit der Bürger mit ihren Einflussmöglichkeiten nicht sogar hoffnungslos überfordert sind. Ob es eine formelle Abstimmung über das Grundgesetz gab oder hätte geben müssen, ist dabei unerheblich. Mit der ersten gewählten oder zumindest der ersten wiedergewählten Bundesregierung, die es NICHT im Auftrag des Volkes geändert hat, hat selbiges seine Zustimmung deutlich gemacht.
Die starke deutsche Mark war auch immer ein zusätzlicher Ansporn für die Unternehmen innovative qualitativ-hochwertige besserer Produkte zu entwickeln und sich nicht zu lange auf den Lorbeeren auszuruhen.
Nö. Eine starke Währung ist ein Ansporn für alle Unternehmen, die sich nicht am innovativsten/hochwertigsten/teuersten Ende des Marktes, an dem selbst geringe Qualifizierungsvorteile drastisch erhöhte Lohn- und Produktionskosten rechtfertigen, ins Ausland abzuwandern.