AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung
Das ist ein gute Idee!
Erzähl ich seit Jahren (bald Jahrzehnten), aber wer hört schon auf mich...
Der sinnvollste Weg bestände darin,
einfach dafür zu sorgen,
dass die Weltbevölkerung abnimmt.
Erzähl ich sogar noch länger

Ist aber weder ein schneller noch ein einfacher Schritt und deswegen nichts, worauf es sich zu konzentrieren lohnt. (Außer man betreibt Massenmord. Das ist schnell, effektiv und ressourceneffizient. Hat aber 1-2 andere Nachteile die ich hoffentlich nicht auflisten muss.)
Man könnte den Leuten in armen Regionen Geld zahlen, damit sie sich sterilisieren lassen

(Gibt es in Indien tatsächlich)
Das ganze ist natürlich nicht einwandfrei, da man ja schon eine Zwangslage armer Menschen nutzt, aber es ist mMn. das freiwilligste was möglich ist.
Man könnte entsprechende Operationen und auch nicht dauerhafte Verhütungsmethoden erstmal weltweit gratis machen. Sterisilation für Frauen fängt in Deutschland afaik bei 400 € an und kann für junge Personen jahre der Suche und unzählige Arztbesuche bedeuten, ehe sie jemand finden, der es macht. Aber selbst 100 € bei Männern sind ein überflüssiges Hinderniss, zumal die möglichen Komplikationen schon mehr als abschreckend genug sind. Sichere, zuverlässige und bei etwaigen Komplikationen leicht und ohne jegliche Folgeschäden wieder entfernbare Dinge sollte einfach jeder (mit der nötigen Anatomie) "mal eben" ausprobieren können. Aber es ist in Deutschland einfacher, günstiger und schneller, sich eine schwarze Sonne auf die Stirn tätowieren zu lassen, als eine Spirale eingesetzt zu bekommen.
Aber auch nur in Ländern mit Überbevölkerung, oder?
Weil in anderen Ländern gibt es u.a. Demographie Probleme und das Rentensystem muß ja auch irgendwie finanziert werden.
Das Rentensystem so wie wir es in Deutschland haben ist einfach eine Fehlkonstruktion, die einfach ersetzt werden muss. Das war mal für eine stetig wachsende Bevölkerung und eine extrem kurze Rentenphase von wenigen Jahren nach einer Beschäftigungsphase von ettlichen Jahrzehnten konzipiert. Heute ist es nur noch eine Last, da braucht man nicht mit Demographie kommen. Und selbige kriegt man Wanderungsbewegungen (in beide Richtungen! Da muss man sich nichts vormachen - wenn die englisch-fernen Babyboomer durch sind, werden Altersheime in Deutschland leerstehen) in den Griff.
Davon abgesehen:
Unter den Ländern mit einer Fläche von 100.000 km² oder mehr hat Deutschland die siebsthöchste Bevölkerungsdichte weltweit. Wenn einer Überbevölkert ist, dann wird. Wollte man die Weltbevölkerung auf 1/4 reduzieren (1,5-2 Milliarden würde ich maximum für ökologisch "gut" bezeichnen) und in Deutschland einen vergleichbaren Durchschnitt haben, dann müsste man die Bevölkerung hier auf 1/16 reduzieren. Also etwas weniger als die Einwohnerzahl Bremens. Alles, was mehr ist, geht zu Lasten der Ressourcen künftiger Generationen oder anderer Länder.
- Was spricht gegen Umziehn, anstatt zu pendeln? Norfalls mit der kleinen Zweitwohnung oder dem WG Zimmer? Z.B. mobiles Tinyhouse
Tinyhouses haben einen enormen Flächenverbrauch, kannst du bei deutscher Bevölkerungsdichte vergessen. Gegen den Rest sprechen meist persönliche Bindungen: Man will mit seinen nächsten zusammen sein und da in Deutschland jeder Erwachsene Arbeiten soll, gilt es dabei die Lage eines zweiten Arbeitsplatzes zu berücksichtigen.
- Was spricht gegen leichte Minimalfahrzeuge und die verstärkte Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und Fahrräder?
- Wie wäre es mit Holospaces statt in den Urlaub zu fliegen?
Es gibt ne Menge Alternativen zu fliegen, aber Bilder angucken ersetzt nur einen Bruchteil der möglichen Erfahrungen
- Wie wäre es, warme Pullover anzuziehen, anstatt auf 25°C im Winter zu heizen
- Was spricht gegen weniger Mobilität, lokale Freunde und ein Abschied des "Ich fahre mal am Wochenden von Hamburg nach München"
- Was spricht gegen viel mehr Gemüser anstatt Fleisch
Der Geschmack

(1-2 mal die Woche + Wurst zum Frühstück muss für mich sein, sorry)
- Was gegen sparsame Rechner, anstatt 500W Power Gurken
- Was spricht gegen Fegen und Wischen, anstatt den 2000KW Staubsauger anzuschmeißen?
- Was spricht gegen langlebige Produkte, anstatt billigst Wegwerfkram
- usw.
nicht reden, anfangen. Jeder kann massiv sparen, ohne das es großartig Lebensqualität kostet. Und jeder gesparte Tropfen zählt.
Jeder Mensch sollte mindestens 1500 Euro Netto zum Leben haben.
Damit kann man gut auskommen.
Allerdings kommt es drauf an wo man lebt.
In Indien können 1500 Euro schon viel mehr Wert sein als hier. Weil die Lebenshaltungskosten dort geringer sind.
Und in München oder Berlin kommt man bei den Mietpreisen damit nicht weit.
Das müßte angepasst werden.
Also eine Art Grundeinkommen.
Nur mal hypothetisch... wenn man Geld anders verteilen würde.
Aber wir kriegen sowas ja nicht mal in Deutschland hin.
Der ausgleich kommt von alleine, ein Großteil der Preise geht letztlich auf Lohnkosten zurück. Werden die angehoben, steigen auch die Preise. In Indien würden sie explodieren. (Vergl. Big-Mac-Index)
Warum kauft man Lebensmittel, in denen sich Palmöl befindet?
Weil Nutella schmeckt. Da gibt es nichts zu diskutieren!
(Warum das Zeug in so vielen anderen Dingen drinsteckt und Ferrero als ohnehin-nicht-gerade-günstig-anbieter nicht auf Bio umstellt wäre ein anderes Thema)
Warum will aber ein Milliardär Milliardär sein?
Wieso liegt das Geld irgendwo herum? Wieso wird es nicht investiert?
Die deutschen haben, wenn ich die Zahlen noch im Kopf habe, rund 5 Billionen Euro an Barvermögen, das auf irgendwelchen Konten liegt.
Wieso wird das nicht investiert? Was könnte man mit 5 Billionen alles machen?
Beinhaltet die Zahl möglicherweise auch Bausparverträgen, Rentenrücklagen sowie nicht-private Kunden von Firmen und insbesondere auch Vermietern? Da gibt es jeweils gute Gründe, auf nötige Investitionen vorbereitet zu sein. Und so wahnsinnig viel ist eine Billion halt auch nicht. Umgelegt auf die Bevölkerung knapp 12000 pro Nase. Bei einem Durchschnittseinkommen von 2400 € also gerade einmal 5 Monate. Die offizielle Empfehlung sind iirc Rücklagen für die Ausgaben von 6 Monaten zu haben und da kommen dann oben noch die Ansparungen für größere einmalige Ausgaben.