AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung
Wir sind alle kleine Männer und wird uns alle gern ausklammern, aber die Realität ist, dass Kleinvieh auch Mist macht. Und auch die industriellen Verschmutzer betreiben ihre Fabriken ja nur, damit sie unseren Konsum stillen können.
Außerdem sollte langsam jedem (außer den Grünen und der Union

) klar sein, dass Regeln mit Ausnahmen nur zu einem Missbrauch der Ausnahmen und jeder Menge Bürokratie führen. Gerade eine CO2-Abgabe kann man dagegen kinderleicht bei jedem Importeuer oder Förderer fossiler Brennstoffe einkassieren, ohne sich viel Gedanken um die vielfach größerer Zahl späterer Anbieter oder gar Nutzer machen zu müssen.
Ja aber die kleinen Leute haben wenig Geld in der Tasche.
Und die großen Unternehmen machen ihre fetten Gewinne.
Da liegt das Problem aber in der Verteilung von Geld, nicht bei der Klimarechtigkeit. Also sollte man zusätzlich die Geldverteilung anpassen. (Was sich wunderbar kombinieren lässt: Einnahmen aus der CO2-Abgabe auf HartzIV-Sätze, Steuer- und Sozialabgabenfreibeträge umlegen. Dann zahlen -unabhängig vom Einkommen- die Drecksäue (inklusive Industrie), profitieren tun aber gezielt die Armen.)
Wobei das Konzept, höhere Sitzposition, erleichterter Einstieg auch für Ältere bla, bla, bla prinzipiell OK ist und auch Vorteile hat.
Das gibt es ja auch z. B. in kleiner Dacia Duster 115 PS oder in klein Suzuki Ignis mit 90 PS...
Eine Sitzposition die höher als so ziemlich jedes in Deutschland verkaufte Sofa ist, hast du schon in einem Skoda Fabia. Von absolut allen (Mini-)Vans ganz zu schweigen. Echte SUVs dagegen haben die Sitzfläche deutlich oberhalb des Knies, teilweise schon auf Hüfthöhe. Da musst du nach oben reinklettern und auch wenn das vielleicht angenehmer ist, als sich in einen flachen Sportwagen einzufädeln: Optimal ist es nicht, sondern weit jenseits davon. Außerdem rechtfertigt die Sitzposition noch lange keine unaerodynamischen Fronten, übergewichtige Karosserien und vor allem miserable Aerodynamik mancher SUVs. Jeder VW-Bus bietet seit Ewigkeiten eine hohe Sitzposition, hat trotzdem einen niedrigeren Luftwiderstand als einige SUVs. Und wenn es einfach nur um "hoch" geht, könnte man auch konventionelle Karossen höher legen. Entsprechende Kombis waren eine zeitlang sogar recht beliebt und auch wenn das den Verbrauch leicht anhebt, ist es um Welten besser als nur das Dach hochzuziehen und damit die Stirnfläche deutlich zu vergrößern.
Ich habe mich mal lange mit dem Package von Fahrzeugen beschäftigt. Z.B. lies sich bei VW feststellen, dass man umso mehr Platz hatte, je kleiner das Auto war. Der für den Fahrer relevante Innenraum wie Dachhöhe oder Armfreiheit war im Polo am größten, Golf und Passat waren fast vergleichbar, vor allem aber die Kopffreiheit wurde signifikant geringer, ab Phaeton und Touareg wurde es dann merklich weniger. Es sind ultrabreite Türen, Kardan Tunnel und den Fussraum einschränkende Motoren, die große Autos im Innenraum kleiner machen.
Mag auch von der Körpergröße abhängen und vom betrachteten Bereich. Ich habe im Passat definitiv mehr Elbogenfreiheit als in vergleichbaren Gölfen. Kopffreiheit vorn ist dagegen eher eine Funktion der Sitz"tiefen"verstellung. Das einzige Auto, aus dem ich deswegen direkt wieder aussteigen musste, war der Smart Roadster (Scheinrahmen auf Augenhöhe), aber ansonsten muss der Arsch nur weit genug runter und es passt. In einem Golf oder Polo kriegt man als großer Mensch dann aber Probleme mit der Sitzlänge - die Beine liegen relativ gestreckt parallel zum Boden und sind ja eh schon lang, also muss man ganz weit nach hinten rutschen. Und dann bekommt man in den kleinen Kisten keine ausreichende Lenkradtiefenverstellung mehr und seit dem Ende der Dreitürer muss man auch gänzlich auf Schulterblicke verzichten. (Von den Sitzen beim VW-Konzern ganz zu schweigen. Ich hab Golf, Passat, A4, Fabia, Rapid, Octavia und Superb ausprobiert. Letzterer war richtig gut, auf allen anderen musste man sich zusammenfalten)
Aber das sind natürlich auch Designentscheidungen, man könnte auch kleine und mittlere Autos sinnvoller bauen...
(Mitteltunnel und Kardan ist dagegen imho eher eine psychologische Sache. Gerade bei den größeren Audi macht der sich, ebenso wie die Türverkleidungen, extrem breit. Technische Gründe hat das nicht, ist Design und sorgt dafür, dass man wenig Raum in jede Richtung hat. Andererseits braucht man den als Fahrer ja nicht. Beine rein, Füße aufs Pedal - fertig. Ob da 10 oder 30 cm Luft zur Seite sind, ist egal.)
Denke auch dann an den Verbrauch meines Jaguar E, wird mir schwindelig. Früher nutzte ich ihn für Urlaubsfahrten, heute verkaufe ich ihn nur aus Gründen der Sentimantalität nicht.
Denke ich dran, dass es Leute gibt, die jeden Tag an nem E vorbeigehen und dann in einen Daihatsu steigen, wird mir schwindelig
Wenn Verbraucher so leicht zu beeinflussen sind, dann gilt das doch auch in die umgekehrte Richtung, als für Umweltschutzmarketing. Ist die Behauptung also richtig, ist die einzige Schlussfolgerung, dass Umweltschutz noch nicht gut genug vermarktet wird.
Umweltschutz bringt nichts ein und mit etwas, dass nichts einbringt, kann man sich kein Marketing leisten.
Ich stimme dir aber zu: Schuld sind die Verbraucher selbst. Es fehlt zwar ein Angebot wirklich umweltfreundlicher Produkte, aber wenn wir beim Beispiel Autos & Verbrauch bleiben, gibt es innerhalb des typischen Nutzungsspektrums druchaus 100% Varabilität. Würden die Leute hier selektiv das kaufen, was am wenigstens schlecht ist, würden die Hersteller auch ihre Entwicklung anpassen. Es wird aber vor allem das gekauft, was richtig schlecht ist. Und die Hersteller passen ihre Entwicklung daran an...
Ist genauso wie mit Parteien: Nein, die, die wir im Moment im Bundestag sitzen haben, sind alle nicht perfekt. Aber es gibt bessere und schlechtere und wenn man jemals wirklich gute haben will, dann sollte man es heute mal mit den besseren versuchen und nicht mit "katastrophal"/AFD.
Ironischerweise ist Anti-GMO gar nicht pro-Umweltschutz, weil GMOs oftmals für besseren Ertrag und bessere Resistenz sorgen und somit den Einsatz von Ressourcen und Chemie verringern. Anti-GMO ist eigentlich nur eine Wohlfühlaktion, weil Menschen "natürlich" mit "gesund" assoziieren und irgendwelche romantischen kleinen Bauernhöfchen vor Augen haben. Mit kleinen Bauernhöfchen aber keine Massenversorgung zu bewerkstelligen, weder mit Fleisch noch mit Gemüse. Das eigentliche Problem mit GMOs sind Konzerne, Patente, Urheberrechte und Vertragsabhängigkeiten. GMOs brauchen wie alles in der Welt mehr Open Source und mehr freien Zugang zu Informationen und Errungenschaften. Die Zukunft der Menschheit könnte davon abhängen.
GMOs sind eine EXTREME Umweltgefahr. Anti-GMO mag nicht "pro Klimaschutz" sein, aber es ist definitiv der einzig ökologisch akzeptable Weg. Eben gerade weil die Konkurrenzfähigkeit der meisten Gentech-Pflanzen deutlich gesteigert wird, haben sie ein enormes invasives Potenzial. Im Prinzip ist jede Freisetzung die Ansiedlung einer neuen, besonders gut angepassten Spezies in einem Ökosystem, in dass diese überhaupt nicht reinpasst. Die ersten Entwicklungen, bei denen noch gar nicht auf Sterilität geachtet wurde (aber auch heute ist das kein zuverlässiger Prozess), sollen in Mittelamerika teilweise zur Verdrängung heimischer Kräuter durch Gentechweizen geführt haben. Bezüglich der Humanernährung klingt das erstmal toll, aber für die ursprünglichen Ökosysteme ist das der KO-Schlag. Und wenn sich sowas einmal ausbreitet, dann wird man es nie wieder los. Das ist das gleiche wie Hasen und Ochsenfrösche in Australien, Katzen und Ratten auf unzähligen Inseln, Waschbären und Grauhörnchen bei uns,...:
Man kann nur hoffen, dass nicht alzu viel einheimisches im Gegenzug ausstirbt. Aber diese Hoffnung wird selten erfüllt und wenn man hunderte Pflanzen mit neuen Eigenschaften aussetzt, dann werden unweigerlich ein paar dabei sein, die richtig schief gehen.