AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung
Das ist schon irgendwie paradox
Da denkt man eine Verringerung der Luftverschmutzung ist allgemein etwas gutes. Und die erzählen dann das es die Klimaerwärmung beschleunigt.
Solche Fehler machen viele Leute, die nur die oberflächsten Berichterstattungen verfolgen (also fast alles). Da wird immer alles pauschal in "gut" und "böse" einsortiert und dann widmet man sich wieder "wichtigen" Themen (also Geld). In der Realität gibt es nun einmal verdammt viele Probleme und unterschiedliche Maßnahmen wirken sich unterschiedlich auf diese aus. Das Partikel in der Athmosphäre eine abkühlende, auch eine Klimaerwärmung verlangsamende Wirkung haben, ist spätestens seit dem 19. Jhd. bekannt (Krakatau), auch wenn man bis heute nicht alle Partikelarten exakt modellieren kann, weswegen auch immer wieder irgendwelche selbsternannten Geo-Ingenieure deren gezielte Ausbringung vorschlagen. (Ohne zu berücksichtigen, dass der Aufwand zur Ausbringung oft 30 bis 50% der Abkühlseffekte wieder zunichte macht und das ganze mehr kostet als unzählige andere, effektivere Maßnahmen, die alle wegen "zu teuer" nicht stattfinden.)
Aber so positiv Dreck in der Luft für die globale Durchschnittstemperatur ist, so negativ ist er auch für die Gesundheit. Partikelreduktion ist also aus Gründen des Luft-/Gesundheitsschutzes dringend geboten, aber das hat nichts mit Klimaschutz zu tun. (Ähnliches Beispiel: FCKWs waren schlecht für die Ozonschicht und damit für die menschliche Gesundheit, aber für das Klima waren sie besser als manche der seitdem genutzten Ersatzstoffe.)
Ähnliche Verwechslungen gibt es bei Klima- und Umweltschutz. (Haben fast gar nichts miteinander gemeinsam -außer chronische Unterfinanzierung und Rückstellung gegenüber Industrieinteressen, beides auf Initiative der gleichen Parteien-, für die meisten Ökosysteme ist das bisschen Klimabelastung scheiß egal im Vergleich zu den gigantischen direkten anthropogenen Belastungen), Umwelt- und Artenschutz (letzterer wird nur manchmal als Zugpferd für ersteren missbraucht, weil sich um bedrohte Ökosysteme sonst gar keiner kümmert), Arten- und Tierschutz (oft sogar exakt gegenläufige Interessen) usw.
Mir ist das Theater um den Klimawandel viel zu groß, Fakt ist doch es wird uns hier in Europa quasi gar nicht betreffen,
Wir sind jetzt schon von zunehmend größeren Überschwemmungen, Ernteausfällen, Sturmschäden, Hitzewellen/-toten und Veränderungen in Art-Verbreitungsmustern betroffen. Von der Wasserversorgung und für uns neuen Krankheitsbildern ganz zu schweigen.
Das einzige, womit du recht hast: Es gibt Länder, die weitaus ärmer dran sind. Insbesondere sind wir nicht wortwörtlich arm dran, sondern können uns nötige Gegenmaßnahmen leisten. Das kann die Mehrheit der Welt nicht. Die Folgen DAVON werden aber wiederum bei uns aufschlagen und bei uns bricht ja schon die Politik zusammen, wenn mal 10 Prozent der Bevölkerung eines Winzsstaates wie Syrien versucht, sich im nächsbesten Kontinent eine neue Heimat zu suchen.
sehr trockene und warme Länder werden Probleme kriegen, die haben sie jetzt aber sowieso schon, genauso wie viele Inselstaaten, doch wie viele Menschen sind tatsächlich davon betroffen? Wird wohl gerade einmal eine niedrige 3 stellige Millionen Zahl sein, denn eine Meeresspiegelerhöhung ist für Küstenstädte leicht machbar, ein einfacher Blick in die Niederlande genügt, außerdem wird diese Erhöhung noch Jahrhunderte dauern.
Über 50% der Menschheit lebt in Küstenregionen, die von einem Meeresspiegelanstieg betroffen sind (jedenfalls war das vor 15 Jahren die Zahl. Mittlerweile dürften es >60 sein); berücksichtigt man die schlechte Infrastruktur in Zentral-Asien, -Südamerika und -Afrika sowie die identischen Bebaubuungsmuster in Nordarmerika, dürften wenigstens 75% des immobilien Vermögens der Menschheit betroffen sein. Und nin, die Niederlande sind kein gutes Beispiel, denn zum ersten haben die selbst zunehmend mehr Probleme, zweitens haben die weitaus mehr finanzielle Möglichkeiten als 95% der Menschheit, drittens haben sie ihre Städte bereits mit der entsprechenden Prämisse eines relativ hochliegendes Meeresspiegels gebaut und viertens haben sie reichlich Süßwasserzufluss aus höher liegenden Regionen. Viele der Boomregionen in Asien, Afrika und Südamerika haben dagegen heute schon Grund- und Abwasserprobleme. Da reicht es nicht, einen Deich drum rum zu bauen und alles abzupumpen, was oben drüber hüpft (und dass selbst das im Best Case nicht funktioniert, sieht man ja alle paar Jahre an Rhein/Donau/Elbe/Oder). Diese Städte mit allein locker 1-2 Milliarden Menschen müssten auf eine komplett neue Versorgungsinfrastruktur gestellt werden, komplett neue Ressourcen im Landesinnneren anzapfen (sofern es die gibt. respektive dann noch gibt.)
Und Deiche als solche brauchen übrigens auch Platz. Nimm dir mal als 1.-Welt-Beispiel Manhattan (die gesamte Kanalisation, Stromversorgung und das U-Bahnnetz liegen schon ZU tief) und zeichne einen 200 m Streifen für Deich mit Vor- und Hinterlandbebauung rund um. Allein was in diesem Stadteil eines (aus asiatischer Sicht) mittelkleinen US-Städtchen an Grundstücken geräumt werden müsste, hat heute einen größeren Wert als eine ganze Reihe kleinerer Nationen dieses Planeten zusammengenommen. Oder die Klimaschutzmaßnahmen aller Nationen aufaddiert, for that matter.
Nö, über eins sollte sich mittlerweile jeder im klaren sein:
Flächendeckende technische Lösungen für den Klimawandel mögen technisch vielleicht denkbar sein. Aber sie sind selbst jetzt noch so abartig viel teurer, dass jede, wirklich jede Alternative Handlungsoption die bessere ist.
(Wenn man den Handeln wollte. Was "die Menschheit" ja offensichtlich nicht will.)
Bayern kann seine Stromversorgung nicht mehr sicherstellen
Sollen die Bayern doch heulen gehen. Können nicht behaupten, es hätte niemand bescheid gesagt. Wenn sie ihre Stromversorgung nicht sicherstellen
wollen, dann ist das verdammt noch mal deren Problem. "können" tut man das nämlich definitiv. Und zu einem Bruchteil der Kosten für die man Hamburg Klimawandel-sicher machen "könnte". Mit dem Unterschied, dass man letzteres als Bayer ja auch einfach sein lassen kann. Oder sich über den Länderfinanzausgleich auslassen. Oder...
da bis dahin die Stromtrassen noch nicht fertig sind
Welche Stromtrassen denn? Es sind alle "zwei minus x" Stromtrassen fertig, die die CSU gebaut haben wollte. Eigenen Bedarf verpeilt? Da "kann" man den Almheinis auch nicht helfen. Hätten sie vielleicht weniger Kreuze und mehr Energiesparmaßnahmen installieren sollen. Oder Windkrafträder statt zusätzliche Gewerbegebiete bauen sollen. Oder halt doch mal mit jemandem zusammenarbeiten oder/und einsehen, dass auch nicht-Bayern ab und zu was richtig denken.
Nein ist er nicht, wenn man nicht die Dummheit besitzen würde den Scheiß in der Erde zu verbuddeln, einfach mal über uns schauen und sehen was du da Tagsüber am Himmel erblickst, eine Rakete mit großer Traglast entwickeln und den Scheiß Richtung Sonne schießen.
Entwickel doch mal bitte für 1 € eine 1 € Rakete und einen 101% absturzsicheren 1 € Behälter, mit dem 1 t Atommüll auf Erd-Fluchtgeschwindigkeit beschleunigen kann. Kannst du nicht? Zumindest nicht für das Budget? Willkommen im Club. Das kann keiner - für kein Budget das niederiger ist, als die gleiche Strommenge einfach mit erneuerbaren Energien zu produzieren (Zwischenspeicher eingeschlossen).
Laut Wiki nimmt ein 120-Tonnen-Castor nimmt 19 Brennelemente auf, man braucht rund 600 Stück für einen 1-GW-Reaktor. Macht rund 4000 Tonnen Transportmasse pro Füllung, wenn man einen Absturzschutz aus 10 m (!) Höhe haben möchte. Willst du aber nicht, du willst das ganze in einen Erdorbit und von da aus weiter Richtung Sonne beschleunigen, mit der Möglichkeit jederzeit einen sicheren Missunsabbruch zu gewährleisten. Was müsste man da drum rum machen? Keine Ahnung ehrlich gesagt. Aber normalerweise verglüht selbst großen Objekten in der Erdumlaufbahn mehr als 90 % der Masse (40000t). Und der Rest ist in keinem Zustand, der einen Einschlag aushalten würde, ganz abgesehen davon dass du eine deutlich höhere Geschwindigkeit als für LEO nötig anstrebst UND das Ganze auch Raketenexplosionen verkraften muss. Ich rechne mal Faktor 5 oben drauf? Faktor 10 würde sich sicherer anfühlen, aber ich will nicht übertreiben. Sind wir bei 100000 Tonnen Transportlast, um den den Abfall einer einzigen Reaktorfüllung zu entsorgen.
Die Parker Solar Probe, als jüngster/modernster Start hat 685 kg in Richtung Sonne gestartet, man brauchte eine Delta IV Heavy um die nötige Fluchtegeschwindigkeit zu erreichen. In der Vergangenheit hatten wir schon 1,7 Tonnen auf einer Atlas V und 550 kg auf einer Delta II, wobei da viel mit Ionentriebwerken im Erdorbit gearbeitet wurde, was wohl eine eher schlechte Idee für schnelle Müllentsorgung ist. Vielleicht könnte man mit weiterer Optimierung sowas wie 2 Tonnen auf einer Falcon 9 schaffen, das ist aber auch die Grenze des Möglichen. Für eine einzige Reaktorfüllung wären demnach das Äquivalent von 50000 Starts nötig. Selbst für die Reaktoren nur in Europa erhält man PRO TAG größere Zahlen als alle Raumfahrtprogramme der gesamten Menschheitsgeschichte zusammen. Das sind Dimensionen, bei denen man mal nachrechnen müsste, ob Abbaut, Aufbereitung und Entsorgung des Brennstäbe am Ende nicht sogar mehr Energie frisst, als die daraus gewonnene elektrische Energie.
TL;DR: Atommülle mit Raketen zu entsorgen ist WAHNSINN. Nicht nur ökologischer, sondern auch ökonomischer. Hamster in Laufrädern sind eine billigere Energiequelle.
(Windkraft sowieso. Die ist ja schon billiger als das Atomkraftwerk selbst, ohne einen einzigen Brennstab)
Es war nur ein Rekordsommer seit den Wetteraufzeichnungen, schon mal von der Insel Grönland gehört und weshalb sie so heißt?
Euphemismus oder Werbemaßnahme, so ganz einig ist man sich nicht. Aber abgesehen von der äußersten Südküste war da auch zu Zeiten der Wikinger nicht viel Grün und das bisschen dürfte krautig gewesen sein. Es gab im Umkreis von ein paar 100 km zwar nichts grüneres, aber es hat seinen Grund, dass man seinerzeit nach Nordamerika weitergefahren ist und nie größere Siedlungen in ""Grün""land entstanden sind. Das hätte nämlich nicht einmal neben Boris Palmer grün gewirkt.
Die Ernährung in Europa wird auch in 50 Jahren bei 1,5° Temperaturerhöhung nicht gefährdet sein.
Die EU ist doch schon heute nicht in der Lage, ohne Importe auszukommen und sämtliche bedeutenden Anbaugebiete weiter östlich sind massiv Dürre gefährdet.