Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Wieviel Millionen der Profitgier des Kapitalismus zum opfer fielen wird man nie erfahren.;)
 
AW: anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

kapitalismus beschreibt die menschliche natur, wie der mensch tickt. der begriff selber ist natürlich ausgedacht

Das ist eine haltlose Behauptung. Naturvölker betreiben keinen Handel mit Stammesmitgliedern. Handel wird nur mit anderen Stämmen (Feinden) betrieben. Also von Kapitalismus und natürliches menschliches Verhalten kann keine Rede sein. Oder haben dir deine Eltern nur Essen und Unterkunft für eine Gegenleistung überlassen?

Wieso?

Ich bin mit der derzeitgen Form zufrieden. Ich finde nur die Verharmlosung des Kommunismus bedenklich, das ist alles.

Liegt vielleicht daran, dass es keinen Kommunismus gibt, so wie es keine Anarchie geben kann (Kann hypothetisch zwar schon, aber praktisch tendiert die Wahrscheinlichkeit gegen 0). Du redest eher vom Stalinismus. Diktaturen, die behaupten sie seinen Kommunismus.

Den Segen einer Solaranlage auf dem Dach erlebt jeder Besitzer nach 7-12 Jahren, wenn die Anlage abgeschrieben ist, aber dennoch weitere bis zu 30 Jahre Strom dann weitestgehend kostenfrei produziert, abgesehen von Versicherungs- und Reinigungskosten . Die gesellschaftlichen Konsequenzen werden immens sein, wenn sich praktisch jeder im Land seine eigene Energieerzeugung leisten kann, denn jeder wird damit ein erhebliches Stück unabhängiger. Energie ist der Zugang zu allem.

Mich würde mal die Energiebilianz solcher Photovoltaikanlagen interessieren. Wie viel Energie kostet die Herstellung und wie viel wird während der Lebensdauer erzeugt. Hat da jemand Zahlen?
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Mich würde mal die Energiebilianz solcher Photovoltaikanlagen interessieren. Wie viel Energie kostet die Herstellung und wie viel wird während der Lebensdauer erzeugt. Hat da jemand Zahlen?


Wie viel Energie verbraucht wird weiß ich nicht, aber je nach Modell ist die Energiebilanz nach 2,5 bis 6 Jahren ausgeglichen. Das Verhältnis wird auch mit technischem Fortschritt immer besser. Genau wie der Wirkungsgrad. Aber grundsätzlich ist das ganze heute schon sehr ausgereift. Entscheidender dürfte sein, dass man die Erträge auch für Nachts oder für den Winter speichern kann, daran sollte man arbeiten. Ich kann das nur von unserer Anlage sagen, aber wir erzeugen im Jahr locker doppelt so viel wie wir eigentlich verbrauchen. Wenn wir also die Möglichkeit hätten, den Strom zu speichern, könnten wir sogar inklusive 1-2 Elektroautos gut nur mit der Anlage klarkommen. Wenn man diese Möglichkeiten flächendeckend schaffen würde und Photovoltaikanlagen z.B. statt der Atomkraft subventionieren würde...



Die Diskussion mit Kommunismus vs. Kapitalismus ist doch müßig. Beide funktionieren in der Praxis nicht und müssen dementsprechend angepasst werden. Sei es jetzt in Form der sozialen Marktwirtschaft oder des demokratischen Sozialismus. Da die USA letzterem eine brutale Militärdiktatur vorgezogen haben wissen wir leider nicht, was auf Dauer das kleinere Übel wäre...:schief:
Erschreckend finde ich nur den Beißreflex der Rechten, wenn es zu Alternativen zum Kapitalismus geht.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Leute, Leute, es geht um den Klimawandel und nicht um Wirtschafts oder Gesellschaftssysteme.
Bitte beim Thema bleiben.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Ja, hab ich doch gesagt.
Aktuell ist es so, dass es am Südpol kälter wird, während es am Nordpol wärmer wird.
Muss ich eine Karte vom Nordpol zeigen, wie die Eisfläche abgenommen hat?
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Da kannst du nicht gegen andiskutieren. Da wird alles wild durcheinander geworfen, damit es ins verworrene Weltbild passt und man sich auch ja einreden kann, dass es keinen Klimawandel gibt. Es war mal einen Tag gefühlt zu kalt? Siehste, Klimaerwärmung kann überhaupt nicht sein. Ein Monat hat mal wieder einen Temperaturrekord aufgestellt? Kann gar nicht sein, vorletzte Woche war es drei Tage lang mal recht kühl. Klima oder Wetter? Ist doch egal, ist doch eh dasselbe.
 
AW: anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Mich würde mal die Energiebilianz solcher Photovoltaikanlagen interessieren. Wie viel Energie kostet die Herstellung und wie viel wird während der Lebensdauer erzeugt. Hat da jemand Zahlen?
Dieses ganze Thema "Energiebilanz" ist sehr heikel zu bewerten und genaue Zahlen wird es leider nie geben. Daran kranken alle Bewertungssysteme für alternative Energien, wir vergessen aber auch oft, wieviel Energie z.B. zur Erforschung, Exploration und Förderung von Öl verschwendet wird.

Die Zahlen darüber gehen stark auseinander und gerade die billigen Solarzellen aus China, die hoch effizient hergestellte aus Deutschland verdrängt haben, werden mit geschätzt doppeltem Energiebedarf hergestellt.
Solarzellen: Produktion in China fast doppelt so klimaschadlich wie in Europa
"Silizium entscheidender Faktor bei der Umweltbilanz. Das wirkt sich auch darauf aus, wie lange die Solarzellen brauchen, um die für ihre Produktion aufgewendete Energie zu erzeugen. Werden die Anlagen in Südeuropa installiert, dann braucht eine in Europa produzierte Anlage dafür zwischen 1,4 und 1,9 Jahre. Für eine Anlage aus China liegt der Wert zwischen 1,8 und 2,4 Jahre."

Was immer in diese Zahlen alles genau einfließt, findet man sehr selten. Es wäre "sehr einfach" heraus zu bekommen, wenn wir z.B. unser Steuersystem ändern würden. Weg von der Besteuerung der Arbeit, hin zu einer Besteuerung für Ressourcen und Energieverbrauch. Der Aufwand wäre derselbe, der heute für die Mehrwertsteuerberechnung gebraucht wird. Wenn man bei jedem Produkt aufschlüsseln würde, welche Rohstoffe eingesetzt und welche Produziert würden, könnten zumindest national bewertet viel besser umweltfreundlich produzierte Waren von Ressourcenverbrauchenden herausgefunden werden. Aber z.B. geht in die Ökobilanzen nicht mit ein, welcher Flächenverbrauch mit dem Produkt einhergeht.

Und da wir keine wirklich belastbaren Zahlen haben, sondern immer nur grobe Schätzungen, ist eine Bewertung der Techniken so schwer. Dazu kommt die offene Frage, wie lange die Produkte störungsfrei funktionieren. Alte hochwertige AEG Solarzellen haben auch heute, nach 40 Jahren Nutzung, je nach Baureihe noch eine hohe Abgabeleistung, manche Baureihen sind aber schon nach 20 Jahren durchschnittlich 30% ihrer Leistung verloren, einzelne Module z.T. erheblich mehr. Die Schädigungseffekte sind vielfältig.
http://www.volker-quaschning.de/downloads/staffelstein1999_1.pdf

Den chinesischen Modulen traue ich nicht über den Weg, da fehlen die 50 Jahre Erfahrung, die man in Deutschland hatte. Und es gibt viele Faktoren, warum Solarzellen Leistung verlieren.Ob Solarzellen nun 15 oder 40 Jahren brauchen, bis sie auf 50% ihrer Nennleistungen verschlissen sind, und ob sie 1,5 oder 6 Jahre dafür benötigen, um sämtlliche Energie wieder zu produzieren, die für ihre Herstellung benötigt wurde, ist für die Bewertung aber ganz entscheidend.

Zahlen sehen oder Daten bewerten sind zwei unterschiedliche Dinge. Die Fläche alleine sagt gar nichts aus. Am Nordpol ist zwischen Sommer und Winter ein extremer Unterschied, die Fläche hat wenig mit der Dicke zu tun und der Salzgehalt ist ebenso sehr wichtig, um beurteilungen zum Schmelzverhalten zu geben.

Aber Südpol schmilzt genau wie am Nordpol Eis ab. Die Temperatur des Eises steigt aber langsam, darum fliesst es schneller. Dazu kommt als gegenläufiger Effekt, dass die Luft minimal wärmer und damit absolut feuchter wird (man muss immer genau zwischen relativer und absoluter Wasserbelandenheit der Luft unterscheidnen), die abgeregnete Wassermenge und der Eisaufbau steigt. In der Summe gibt es am Südpol auch ein Abschmelzen, aber die Tendenz ist eine reduzierte Eisdicke bei gleichzeitig steigender Fläche.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Interessierter User,
Dein Beitrag mit Nr. 560 ist so ziemlich das treffenste, was du bisher hier hinterlassen hast. Bis auf den Teil mit den Platten, stimme ich dir einhundertprozentig zu (wer hätte das gedacht). :daumen:
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

.... stimme ich dir einhundertprozentig zu (wer hätte das gedacht). :daumen:
:D

Hallo Chleriker,

man muss bei einen "wir sind uns einig" ganz klar zwischen natürwissenschaftlichen Ergebnissen und Folgerungen daraus unterschieden. Ich war ein Jahr auf Praktikum im Cern, das ist drei Jahrzehnte her und es lehrte mich eines. Ob Menschen streng gläubige Moslems, Linksradikale, Rechtsextreme oder Neoliberalisten sind, ändert überhaupt nichts an einer gemeinsamen Übereinkunft, dass z.B. A>B ist. Da waren wir uns immer alle ganz schnell einig. Messwerte sind unbestechlich. Auf das Klima bezogen gibt es eine einfach und klare Basis, die, abgesehen von wenigen nicht weiter ernst zu nehmenden Menschen, auf großen wissenschaftlichen Konsenz stößt.

1. These: "CO2 ist ein Klimawirksamen Gas, eine Erhöhung der Konzentration erwärmt die Erde"
Diese Minimalbasis ist unzweifelhaft. Komplexer wird es danach

2. Offen: Wieviel wird es wärmer, wo genau, welche Sekundäreffekte gibt, wie Methanausstoß durch tauenden Permafrostboden, Vegetationsänderungen, Artensterben, Artenverlagerungen, Änderungen von Winden und Meeresströmung, Luftfeuchtigkeit, lokale Regenzeiten, etc. Das sind alles Punkte, in denen es erheblich ungenauer wird. Einig sind sich alle, dass es global bewertet große Veränderungen geben wird, welche lokanen Konsequenzen das hat ist aber sehr unbestimmt.

3. Konsequenzen: Und genau hier kommen die politischen und gesellschaftlichen Unterschiede der Protagonisten wieder zum Tragen. Während wir tagsüber alle gemeinsam bei der Forschung zu den selben Ergebnisse kamen, war die Interpretation der "notwendigen" Veränderungen völlig unterschiedlich. Der eine wollte gar nichts machen, weil sich ein System selbstständig dem neuen Gleichgewicht anpassen wird, der zweite wollte massive staatliche Repressalien, um den Status Quo einzufrieren, der dritte wollte moderate Verändeurngen, um auf neue Gegebenheiten vorbereitet zu sein, dem vierten waren die Ergebnisse noch nicht valide genug und er will weiterforschen...

Und genau an Punkt 3. stehen wir politisch. Das ärgerliche ist nämlich, dass die Hauptverursacher, also Europa und die USA die geringsten Veränderungen bekommen werden, Russland und Kanada mal außen vor gelassen. Auch China kommt glimpflich weg. Wo ist aber die politische Lobby für Afrika, für Asien, Mittel- und Lateinamerika? Es geht um hunderte von Milliarden, eher Billionen und damit haben wir uns längst von wissenschaftlichen Bewertungen, die ziemlich eindeutig sind, hin zu politischen Notwendigkeiten bewegt. Und da sind die Unterschiede gigantisch. Während bei uns 20 Jahre gegen eine Stromleitung geklagt wird, baut China in 5 Jahren einen Dreischluchtendamm. Ob der nun gut ist, weil scheinbar sauberer und sehr gut regelbarer Strom gewonnen wird, oder ob das ganze eine ökologische und soziale Katastrophe ist mit dem Risiko, mehrere Millionen Städte über Nacht bei einem Dammbruch "umzuvolken" (um diesen jetzt ja positv belegten Begriff gleich mal anzuwenden, weil es ja so unglaublich positiv ist, Millionen Menschen mit einer riesigen Flut ins Meer umzusiedeln) ist keine wissenschaftliche Bewertung mehr.

Und genau da stehen wir beim antrophogenen Klimawandel. Die Fakten sind wissenschaftlich klar, und es stört die politische Entscheidungsfindung enorm, wenn diese Ergebnisse einfach mal als falsch hingestellt werden, ohne auch nur einen einzigen Beleg oder Messung dafür zu haben. Es wird einfach behauptet, um gar nicht mehr in die Verlegenheit zu kommen, politische Entscheidungen treffen zu müssen. Das ist die beliebte "Kopf in den Sand stecken" Methode. Völlig offen ist natürlich trotzdem, we wir darauf reagieren.

Ich z.B. behaupte seit Jahren, dass es "das sinnvollste" ist, Öl, Gas und Kohle weiterhin hemmungslos zu verschwenden. Warum? Weil wir dann absolut weniger verbrauchen. Je eher es zum Crash kommt, je eher die Rohstoffe wirklch alle sind, umso eher wird, wenn es nicht eh schon zu spät ist, massiv in alternative Techniken investiert. Senken wir aber den Verbrauch jetzt merklich, dann werden wir noch 200hundert Jahre diese Rohstoffe abbauen und in 200 Jahren ganz andere Möglichkeiten haben, um z.B. auch die riesigen Kohlemengen in 5km tiefe unter der Nordsee abzubauen. Absolut würde dann viel mehr verbraucht werden. Das ganze klingt zynisch, ist aber bei unvernünftigen Wesen der einzige Weg. Erst, wenn es akut keine fossilen Energieträger mehr gibt, bewegen sich die Menschen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

@interessierterUser & Cleriker:

Ich hab mir mal durchgelesen, was IU so schreibt. Kurzgefasst, der Mensch sei im Grunde nicht reif für den Kommunismus, weil er einfach in der Masse zu egoistisch und ich-bezogen wäre. Der Kommunismus wäre aber in seinen Augen dennoch die erstrebenswerteste Art des Zusammenlebens.

Die meisten Menschen mit einem sozialen Gewissen und Gefühl für Gerechtigkeit sind in der Jugend eher links orientiert und finden die Konzepte von Sozialismus und Kommunismus attraktiv. Einige kämpfen dann auch mehr oder weniger engagiert und radikal dafür. Auch wenn ich selbst nie so engagiert war, zähle ich mich selbst da absolut dazu.

Es gibt das berühmte Zitat, das man (fälschlicherweise) Churchill zuschreibt, das frei ungefähr "wer mit 20 kein Sozialist ist, hat kein Herz, wer mit 40 immer noch Sozialist ist, hat kein Hirn" lautet (vgl. auch If You Are Not a Liberal at 25, You Have No Heart. If You Are Not a Conservative at 35 You Have No Brain | Quote Investigator). In der Tat wird man mit zunehmendem Alter immer mehr von der Erfahrung, die man mit anderen Menschen macht, desillusioniert und man begreift auch immer mehr, dass der Mensch einen Antrieb für sein Schaffen braucht - und für die allermeisten Menschen reichen ideelle und altruistische Motive nicht aus, um sich mit voller Kraft für etwas einzusetzen. Sie brauchen einen für sich selbst messbaren Vorteil - eine Eigenschaft, die uns allen - und auch nahezu allen anderen Tieren - von der Evolution fest einprogrammiert wurde, weil es einfach auch das Erfolgsmodell des Lebens ist.

Heißt das nun, wir sind zum kalten Kapitalismus verdammt?

Nun, es gibt natürlich Mechanismen im Menschen selbst (Mitgefühl, Vernunft usw.), die das abmildern und entsprechend soziale, staatliche und auch zwischenmenschliche Mechanismen, die den evolutionären Egoismus in Zaum halten. Aber leugnen oder gar ablegen wird man ihn einfach nicht können - und insbesondere ist das ja auch gar nicht wünschenswert, denn es würde zur absoluten Stagnation und in der Folge zum Untergang führen.

Es sei denn ....... nun, es sei denn, es gäbe keinen Grund mehr für einen Wettbewerb um physische Ressourcen. Denn das ist es ja, wonach die meisten streben. Angenommen es würde uns unbegrenzt Energie zur Verfügung stehen. Mit genügend Energie kann man letzten Endes alles produzieren, sogar seltene Elemente. Man kann alles überall hin transportieren, man kann dafür sorgen, dass die Umwelt nicht geschädigt wird usw. Letztlich also alles eine Frage der Energie. Wenn wir unbegrenzt Energie hätten, dann gäbe es keinen Grund, irgendjemandem etwas nicht zu geben, man kann sich alles jederzeit kostenlos produzieren. Physische Dinge wären schlagartig völlig wertlos für den Menschen.

Nur in einer solchen Utopie kann der Kommunismus existieren. Es wäre eine Welt, in der man nur nach Wissen, Erfahrung und anderen, rein spirituellen Dingen streben muss, denn alle weltlichen, greifbaren Dinge sind dann völlig wertlos und bringen keinen Vorteil mehr. Nur das Streben nach Macht und Ansehen würden natürlich weiterhin das Potential für Auseinandersetzungen bieten.

Gene Roddenberry hat eine solche Welt ansatzweise in Star Trek beschrieben (leider nicht konsequent und später auch zunehmend verwässert). Man kann von einer solchen Utopie träumen, aber so lange wir die technischen Herausforderungen, für eine unbegrenzte Energiequelle, nicht gelöst haben, bleibt sie halt genau das: Eine Utopie.

Und genau so lange es eine Utopie ist, wird der Kommunismus ohne Androhung von Gewalt und Repressionen gegen den Menschen, der sich sonst einfach selbst immer gegen andere Menschen durchsetzen und verbessern will, nicht funktionieren.

Also, mein Kopf sagt jetzt, wo ich fast 50 Jahre bin: Der Kommunismus funktioniert schlicht nicht. Ein Sozialstaat, ja, aber nur wenn der Mensch genügend Freiheit hat, um um die begrenzten Ressourcen dieser Welt zu konkurrieren.

Ist das gut für die Welt? Nein. Kenne ich einen Ausweg? Auch nein. Was ist die Folge? Wir werden uns weiter den Kopf einschlagen, die Welt zerstören und hoffentlich auch in der Lage sein, sie danach wieder aufzubauen. Wenn nicht, dann sind wir halt am Ende. Punkt.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

...Der Kommunismus wäre aber in seinen Augen dennoch die erstrebenswerteste Art des Zusammenlebens. ....
Nein, das funktioniert nicht, aber ein paar Aspekte aus dem Ganzen sollten in eine soziale Marktwirtschaft einfließen.
Darauf wollte ich hinaus. Ich will zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft

Und genau darum geht es zum Thema Klimawandel. Wir müssen weltweit den Verbrauch von Rohstoffen irgendwie
besteuern. Nur so gibt es Anreize zum minimierten Verbrauch. Das betrifft nicht nur fossile Brennstoffe, das betrifft
viele Rohstoffe, z.B. Phosphorlager, die bald abgebaut sind mit extremen Folgen für die Landwirtschaft . Und es wird
heute weiter gnadenlos überdosiert und damit verschwendet, weil der Abbau so billig ist und Kapitalisten an den
Gewinn im nächsten Quartal denken. Mir fehlen überall die langfristigen Startegien.

.... Man kann von einer solchen Utopie träumen, aber so lange wir die technischen Herausforderungen, für eine unbegrenzte Energiequelle, nicht gelöst haben, bleibt sie halt genau das: Eine Utopie. ...
Das sehe ich positiver. Mit für jedem einsetzbarer EE und 3D-Druckern kann heute jeder schon ganz schnell und ganz
billig sehr viele Dinge zumindest für den Eigenbedarf und als Testmuster herstellen., Wenn wir das fünfzig Jahre weiter
spinnen, könnten wir dem "Replikator" ziemlich nahe kommen. Und genau dann spielt materieller Besitz keine Rolle mehr,
weil man es "auf Kopfdruck" bekommt. Jana, zumindest kleine Dinge, die Luxusjacht natürlich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Ist das gut für die Welt? Nein. Kenne ich einen Ausweg? Auch nein. Was ist die Folge? Wir werden uns weiter den Kopf einschlagen, die Welt zerstören und hoffentlich auch in der Lage sein, sie danach wieder aufzubauen. Wenn nicht, dann sind wir halt am Ende. Punkt.

In ca. 500 bis 900 Millionen Jahren wird die Sonne bereits so aufgeheizt sein, dass ein Leben auf dieser Erde zumindest für den Menschen (und die meisten höheren Säugetiere) nicht mehr möglich ist.

Wenn wir bis dahin keine anderen Planeten besiedelt haben, ist es mit der Menschheit eh hin.

Darüberhinaus ist alle ca. 100 Mio. Jahre mit einem Ereignis wie der K/T-Grenze zu rechnen (das ca. 66 Mio. Jahre her ist).

Lange Rede, kurzer Sinn. Die Menschheit ist bisher mit ihrem Planeten nicht sorgsam umgegangen. Ich habe die Befürchtung, dass die Menschen sich in absehbarer Zeit nicht ändern werden.

Auf kurz oder lang, wird die Menschheit (so wie anderen Spezien schon vor ihr) untergehen.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

In ca. 500 bis 900 Millionen Jahren wird die Sonne bereits so aufgeheizt sein.
Ach Kaaruzo,

die Menschheit hat eher das Problem, die nächsten 500 bis 900 Jahre ohne Selbstzerstörung zu überleben....
Der Klimawandel ist dabei eines der geringsten Probleme, wenn man dagegen ABC-Waffenbestände auf
der Welt sieht und die allgemeine Unvernunft um gemeinsamen Umgang.

Aber in diesem Thema geht es nur um den antrophogenen Klimawandel, dessen Ursache und Konsequenzen
immer noch von vielen Menschen nicht verstanden wird.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Was gibt es denn am Klimawandel nicht zu verstehen?

Wir zerstören unsere Umwelt und nehmen uns damit die Lebensgrundlage.

Ich vermute, die Menschheit wird sich selbst vernichtet haben, noch vor dem nächsten Impakt auf der Erde oder bevor die Sonne so aufgeheizt ist, dass das Leben für uns auf der Erde unmöglich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Was gibt es denn am Klimawandel nicht zu verstehen?
Dann lies Dir dieses veröffentlichte! Paper durch und finde die Fehler.
Autor: Ralf D. Tscheuschner, Dr.rer.nat., Dipl.-Phys
Fachzeitschrift: FALSIFICATION OF THE ATMOSPHERIC CO[SUB]2[/SUB] GREENHOUSE EFFECTS WITHIN THE FRAME OF PHYSICS
Gesamter Text: http://www.gegenwind-husarenhof.de/sonstiges/Teuschner.pdf

Ich musste beim Lesen schallend lachen, aber dieser Stumpfsinn wird
auf vielen Seiten wie Eike als Beleg dargestellt, dass es gar keinen Einfluss
von CO2 auf das Klima gibt.

Hier ein Kommentare zu dem Paper, das Bild des Schreibers entsprach
ungefähr meiner Körperhaltung, als ich es gelesen hatte. Das ist eine sehr
lesenswerte Antwort, ich musste noch mehr lachen.
Chronik eines angekundigten Skandals – Gerlich und Tscheuschner wurden peer-reviewt – Primaklima
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Was redet er da von der Thermodynamik?
Die "erneuerbaren Energien" erzeugen ja nicht aus dem Nichts. Für die Photovoltaik und für die Windkraftwerke liefert die Sonne die entsprechende Energie. Wir zapfen also direkt oder indirekt die Sonnenenergie ab. Ales schön im Rahmen der Gesetze der Thermodynamik.

Und der eine Absatz ist schlicht falsch. Die Erde strahlt einen Teil der Sonnenenergie wieder ab. Die Gase in der Atmosphäre blockieren das Abstrahlen, vor allem Methan und Wasserdampf, aber auch CO². Je mehr davon da sind, desto mehr wird blockiert.
Da mag man sich den Rest gar nicht erst durchlesen, was da für ein Unsinn verzapft wurde. :nene:
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

InteressierterUser,
du bist der Meinung besagte Rohstoffe gehören weltweit besteuert. Ich sehe nur nicht wie man das durchsetzen könnte. Wenn man sieht wie stockend es bei den Klimakonferenzen zugeht, oder selbst bei so alten Konflikten wie im nahen Osten, dann denke zumindest ich erstmal an Zwang. Nur wer sollte den auf wen ausüben? Wieder Sackgasse. Zurück zur Politik also, eine friedliche Lösung finden. Wer macht Politik? Lobbyisten und die Wirtschaft. Wer müsste investieren? Die Wirtschaft. Wer will das nicht? Die Wirtschaft. Sackgasse.

Deswegen deine Schlussfolgerung mit dem zügigen Verbrauch. Kann ich nachvollziehen. Dieser Plan setzt aber voraus, dass unser Klima so lange mitspielt. Sollten wie Kohle und Co nur so aus dem Fenster werfen, sagen wir mal die nächsten 30 Jahre, wie würde sich das in dieser Zeit auswirken? Gerade die Regionen die um die letzten sicheren Zentimeter bangen hätten wohl ein Problem mit dieser Strategie. Andererseits wäre Energie in diesem Zeitraum günstig und könnte sich sogar positiv auf Forschung und Entwicklung auswirken. Was dann allerdings teuer wäre, die EE. Den Menschen würde es also erschwert werden, sich unabhängig zu machen, oder sich vorzubereiten. Also so ganz reif ist dieser Plan nicht. Aus diesem Grund mein Vorschlag mit der Kernenergie. Energie möglichst günstig machen, Endlager (wirkliche) bereitstellen und mutiger günstigen Energie Wind und Wasserkraft ausbauen wo es geht. Wenn wir dann wirklich so weit sind, radikal alles an Kernkraft, sowie fossilen Energieträgern über Bord werfen und anfangen umzusiedeln. Drumherum kommen sie/wir eh nicht.

Was ich besonders gut fand an den letzten Seiten ist die Tatsache, dass sich alle einig zu sein scheinen, dass langfristiges Überleben nicht ohne ein umdenken im gesamten möglich ist. Also vom einzelnen unbedeutenden Wähler, bis zu den Regierungen der Welt. Ist eigentlich nur die Frage: Wenn wir das können, trotz unterschiedlicher Perspektiven, warum können es ausgerechnet die nicht, die die Fäden in der Hand halten?
 
Zurück