inhuman_nature
Software-Overclocker(in)
Quasi. Die konsumieren ja nicht mit der Absicht, dass halb Los Angeles abfackelt o.ä..du meinst wenn die Welt sieht wie halb Los Angeles oder jedes Jahr Südeuropa am abfackeln ist und meint sich trotz alledem jedes Jahr mehrmals in einen Flieger zu hocken und jedweden Scheiß aus Übersee jeden Tag zu konsumieren ?
Entweder sie haben die Klimakrise bei der Urlaubsplanung nicht parat, denken an das Gute, was sie sich vom Urlaub erhoffen (Erholung, leckeres Essen, evtl. Treffen von Bekannten ...) ... oder sie denken das, was Don-71 schrieb: "Es ist/wird schon nicht so schlimm."
Im allgemeinen dürften viele Menschen hierzulande mittlerweile wissen, was Sache ist. Deswegen brachte ich die These der Gedankenlosigkeit ein. Mensch lebt halt so vor sich hin, orientiert sich an der Norm und denkt nicht an die fatalen Folgen des vermeintlich Normalen.
Ansonsten greifen die Leute, so sich Klimakrise bei der Urlaubsplanung bewusst sind/parat haben, auf Relativierungen oder anderes Schönreden (Jobs für Einheimische, kultureller Austausch) zurück ... auch da würde ich nicht von Boshaftigkeit ausgehen. Wie Du zuvor schriebst, das Verhalten ist halt egoistisch, ignorant ...
Das mag sein. Vielleicht etwas verwirrend - aber hier ist kürzlich das Thema etwas weiter gefasst diskutiert worden - nämlich neben Treibhausgasemissionen, auch Zerstörung und Vergiftung der restlichen Natur, die der Mensch bisher weniger angetastet hat.Davon rede ich ja, deshalb habe ich ja Umweltschutz fett geschrieben. Ich bin in Kelsterbach am Main aufgewachsen, da konnte kein Mensch zu meiner Zeit im Main baden gehen (1980) ohne ernsthaft zu erkranken.
Als ich 1991 in Heidelberg angefangen habe zu studieren, war der Neckar ein Jahr später zum Baden freigegeben und das passierte nach und nach bei allen großen Flüssen in DE.
Natur und Umweltschutz waren zu dieser Zeit prägend. klar hörte man auch etwas von Treihausgasen, aber Klimawandel und Erderwährmung fanden zu dieser Zeit, wie dann später besprochen und durch sehr aufwändige Klimamodelle errechnet noch lange nicht in der Öffentlichkeit statt!
Ich bin etwas jünger als Du. Ich kann den Punkt nur wiederholen, dass der Treibhausgaseffekt bei mir in den 90ern Unterrichtsstoff war - mh, ich weiß allerdings nicht mehr wann genau, spätestens Oberstufe Ende der 90er. Ich kann mir schon vorstellen, dass die Klimakrise erstmal im akademischen Bereich und im Feuilleton besprochen wurde.
In meiner Lebenswelt ist mir die Naturzerstörung und Ausmaße auch erst nach und nach bewusster geworden. 2005/2006 habe ich bspw. als Reaktion auf Lebensmittelverschwendung und Massentierhaltung nur noch Bio-Fleisch gegessen und aus Ermangelung an Geld allermeist vegetarisch, ab 2009 vegan. Ein Auto habe ich nie besessen, geflogen das letzte Mal 2009 ...
Es dauert ein bisschen Zeit und benötigt Mühe, ein treffenderes Verständnis über Gesellschaft und Verhältnisse zu erlangen. Vor jungen Menschen, die eine solche Analyse früh verinnerlicht haben und sich an dieser orientieren, habe ich Respekt. Je älter die Menschen werden, desto höher, finde ich, sollten die Ansprüche sein, die mensch an diese bezüglich Reflexionsvermögen und Verhaltens(änderungen) stellen kann.
Um auf die erweiterte Perspektive zurückzukommen - Klima + Natur - so ist die in @IguanaGaming s Beiträgen aufgeführte Problematik, massive, globale Naturzerstörung, schon früher besprochen worden.(Club of Rome ... oder das von mir angeführtes Schlaglicht, die Rede in Rio) Offenbar ist sie zu jenen Zeiten aber nicht so ernst genommen worden, sondern es wurde sich auf zwischenzeitliche Bemühungen und kleine Erfolge ausgeruht. Dann kommt eben der Punkt, dass die Problematik mit den Fundamenten (auch) hiesiger Lebensweise zusammenhängt und sich dieses eingestanden werden müsste bzw. Konsequenzem daraus gezogen werden müssten. Auch, wenn das, was @IguanaGaming in den Augen mancher schwer erträglicher Verzicht sein mag, so wäre dies immer noch besser als gar das eigene Zuhause aufgrund einer Flut, Sturm, Erdrutsches, Feuer zu verlieren und künftig Trinkwassermangel und hohe Nahrungsmittelpreise zu haben, (bis zum Kollaps des Golfstroms) Hitzewellen zu ertragen. Aber an letzteres scheinen viele Leute kaum zu denken ... Und das ist ja noch alles aus unmittelbar menschlicher Sicht formuliert. Es geht ja noch viel mehr verloren - Stichwort 6. größtes Massenaussterben der Spezies/Krise der Biodiversität/Artenvielfalt.
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