Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Das meinte ich damit. Es ist ja schön und gut die Dinge so zu sehen, dass man die Welt nicht in einer miesen Kloake absaufen lassen will. Nur was nützt es einem, wenn es politisch schlicht und ergreifend keine Mehrheiten dafür gibt?

Hängt halt davon ab, wen man fragt. Unter Kolonialherren und Plantagenbestizern gab es auch keine Mehrheit für allgemein Menschenrechte.


natürlich ist es nicht egal wie was produziert wird, aber du solltest halt mal meine Antworten im Kontext lesen, wenn 8 Milliarden Menschen jeden Tag 1 Liter Kaffee oder 500g Schokolade jede Woche in sich reinstopfen, brauch es dafür auch entsprechende Ackerflächen um diese Mengen zu produzieren

500 g Schokolode/Woche ~= 7,5 kg Kakao/Jahr ~= 40 m². Das ist gar nicht mal sooo viel und die Mehrheit der Deutschen isst alters- oder gesundheitsbedingt deutlich weniger, der Schnitt liegt bei der Hälfte inklusiver aller Produkte, die Schokolade als Zutat enthalten. Das in vielen Restaurants immer noch angepriesene "argentische Rumpsteak" könnte einen größeren Hufabdruck haben. (Also ein einziges versus den gesamten Jahres-Schokoladenkonsum.)


Mensch lebt halt so vor sich hin, orientiert sich an der Norm

Die "Norm" ist keine Naturvorgabe, sondern entsteht daraus, wie die Leute leben.

Ansonsten greifen die Leute, so sich Klimakrise bei der Urlaubsplanung bewusst sind/parat haben, auf Relativierungen oder anderes Schönreden (Jobs für Einheimische, kultureller Austausch) zurück ... auch da würde ich nicht von Boshaftigkeit ausgehen. Wie Du zuvor schriebst, das Verhalten ist halt egoistisch, ignorant ...

Man kann alles schönreden. Selbst bei einigen der größten Greultaten der Menschheit haben die Täter das gemacht. Es gibt aber Grenzen, ab denen das nur noch Selbstbetrug oder schlicht Lüge ist und wenn es um regelmäßige Urlaubslangstreckenflüge gibt, sind diese weit überschritten.

Das mag sein. Vielleicht etwas verwirrend - aber hier ist kürzlich das Thema etwas weiter gefasst diskutiert worden - nämlich neben Treibhausgasemissionen, auch Zerstörung und Vergiftung der restlichen Natur, die der Mensch bisher weniger angetastet hat.
Ich bin etwas jünger als Du. Ich kann den Punkt nur wiederholen, dass der Treibhausgaseffekt bei mir in den 90ern Unterrichtsstoff war - mh, ich weiß allerdings nicht mehr wann genau, spätestens Oberstufe Ende der 90er. Ich kann mir schon vorstellen, dass die Klimakrise erstmal im akademischen Bereich und im Feuilleton besprochen wurde.

Spätestens seit der Konferenz von Rio (1992) ist Klimaschutz als eigene Entität auf der ganz großen Bühne (nicht, dass die Mehrheit sich bis heute um den Unterschied zu Umweltschutz und darum, dass man das ZUSÄTZLICH machen muss, scheren würde). Damals haben auch afaik alle deutschen Parteien (selbst Union) Klimaschutzdiskussionen geführt, auf internationaler Bühne ging es die gesamten 90er über bis zum Kyotoprotokoll. Spätestens ab da sollte jeder, der sich auch nur im geringsten um Politik, den Planeten oder unsere Zukunft kümmert, davon gehört haben. Alle, die das nicht haben, haben sich entweder aktiv verweigert oder wollten allgemein nichts komplexeres wissen. Wenn man kein mündiger Bürger sein will, muss man aber halt auch die Klappe halten und akzeptieren, dass andere wortwörtlich besser wissen, wo es hingeht.

Da schließe ich mich durchaus Iguana an: Wer nicht spätestens in den 90ern Klimwandel auf dem Radar hatte, ist genauso wenig unschuldig, wie jemand der Anfangs der 30er "nicht wusste", wofür die NSDAP steht. Natürlich taten das jeweils Millionen tatsächlich nicht. Aber nicht, weil es verheimlicht oder schwer zu erfahren gewesen worden wäre, sondern weil sie nur an sich selbst gedacht haben und weiterhin denken.

Wer sich etwas näher mit Umweltthemen beschäftigt, sollte sogar schon deutlich früher vom Klimawandel gehört haben. Die ersten Konferenzen und nationalen Gutachten waren afaik in den 70ern, die internationale Diplomatie wurde in den 80ern aktiv. Klar gab es damals noch brennendere Themen, aber es wird ja bis heute immer irgendwas anderes als "wichtiger" vorgeschoben. Das entschuldigt nicht, gar nichts gemacht zu haben. Das Level "populärwissenschaftliche Berichterstattung" lag entsprechend früher (P.M. gabs afaik noch nicht und kenne ich aus den 90ern auch eher für Sensationen und halbe Märchen, aber z.B. in National Geographic wurden CO2-bedingte Klimaänderungen schon in den 60ern angesprochen), die rein akademische Debatte müsste in den 20ern oder 30ern des 20. Jhd. angefangen haben. (Die wissenschaftlichen Grundlagen für einen solchen Einfluss, also das was die Neofaschisten bis heute leugnen, waren damals übrigens schon seit einem Jahrhundert bekannt. "Neu" war nur die Erkenntniss, dass die Menschheit tatsächlich die Athmosphärenchemie auf globalem Level verändert.)

In meiner Lebenswelt ist mir die Naturzerstörung und Ausmaße auch erst nach und nach bewusster geworden.

Wenn du in den 90ern in die Schule gegangen bist, warst du naheliegenderweise schlicht zu jung und dein Informatinsfluss somit stark vom Elternhaus geprägt. So entdeckt jede Generation die großen Probleme für sich neu, während sie erwachsen wird.
Aber diejenigen, die heute höhere Renten mit frühen Einstieg auf Kosten der jüngeren kassieren wollen, die können sich nicht mit "ich war jung und naiv" rausreden. Deren Job als demokratische Bürger war es damals (zumindest im Westen), die richtigen Entscheidungsträger zu wählen und sie haben stattdessen die gewählt, die reichlich Geschenke auf Kosten kommender Generationen ausgezahlt haben. (Nicht nur beim Klima. Infrastruktur, Geopolitik, Rohstoffe, Staatsverschuldung - wäre die Welt wirklich nur von Kindern geliehen, kein Verleiher würde die so zurücknehmen, wie sie heute auf den Hof geschmissen wird.) Schuldig im Sinne der Anklage.


der Drops ist gelutscht, egal ob ökologisch, innen- oder geopolitisch gesehen und wird im Grunde wie auf der Titanic ablaufen, während wir in der ersten Klasse am Oberdeck dabei zusehen, wie die zweite und dritte Klasse vor uns absaufen wird, spielt bei uns bis zum Schluss die Musik und fließt der Champagner in strömen, der Unterschied ist nur, diesmal wird es keine Rettungsboote für Frauen und Kinder geben...

Kleiner Unterschied: Wir haben (noch) keine Eisengitter zu den unteren Decks. Sondern eine Bevölkerung, die in Panik gerät, nur weil von 20 Millionen Menschen mit akutem Fluchtgrund doch tatsächlich ein paar fliehen und dann wiederum ein kleiner Teil hier auf der Matte steht. Ich bin sehr gespannt, wer in ein paar Jahrzehnten sein wares Gesicht zeigt und Schießbefehl an der Grenze fordert und wer sich ob seiner Schuld in der Ecke zusammenkrümmt, wenn es Fluchtgründe für 2000 Millionen gibt und dass flächendeckend, sodass nicht mehr 90% in Nachbarländern hängenbleiben, sondern hier um den Faktor 1000 mehr Menschen bei uns um Rettung bitten, als es 2015-2020 waren. Und die wird man auch nicht nach ein paar Jahren zurückfliegen können, sondern erst im 3. Jahrtausend.


Na, so ein bisschen habe ich es zuvor angerissen, wofür es Mehrheiten gibt bzw. sie gewonnen werden könnte - bswp. finden günstigen und ausgebauten ÖPNV die Allermeisten gut,

Aber nur solange sie nicht die Steuern zu dessen Finanzierung zahlen sollen.

Steuersenkung auf vegane Lebensmittel (vor allem gesundes wie Obst, Gemüse, Sojaprodukte),

Dito.


Ich vermute, du meinst ein Verbot derselben - und dafür gibt es bis auf weiteres keine Mehrheit. Im Gegenteil, überall in Deutschland wird Flughafenausbau weiterhin als etwas gutes, erstrebenswertes praktiziert und proklammiert. Außer den unmittelbaren Anwohnern der Einflugschneisen ist niemand dagegen, entsprechende Parteien feiern Wahlerfolge. Und Kurzstreckenflüge (multiple im Jahr) innerhalb der EU werden quasi als Grundrecht empfunden. (Insbesondere auch von denen, die einem gleichzeitig weißmachen, dass Batterieautos ja für jeden Zweck ausreichen, weil man doch nie weiter als 300 km fährt. Sondern eben mehrfach im Jahr fliegt.)


Kannst du komplett vergessen. Das einzige Tempolimit, für dass sich gelegentlich eine hauchdünner Mehrheit ausspricht, ist 130 auf Autobahnen. Aber nur, wenn die Fragen manipulativ nach "einem Tempolimit fürs Klima" gestellt wurde. Es gibt aber gar kein "Tempo 130 für Klima" und der Grund dafür ist der gleiche, wie für die erreichte "Mehrheit": Das fahren 90-95% der Leute schon heute, freiwillig.

Es gibt also nur eine Mehrheit für "Das eigene Verhalten gar nicht ändern, aber eine kleine Minderheit einschränken". Was dem Klima nahezu gar nichts bringt. Fragt man stattdessen nach mäßig wirksamen Tempo 100, also einer mittleren Verhaltensänderung bei der Mehrheit, oder gar nach deutlich spürbarem Tempo 80, dann sind nur noch sehr wenige dafür. (Und die dürften dann keine Autofahrer sein, also erneut nur für die Einschränkung anderer stimmen. Zugegebenermaßen teils von einem vorbildhaften Ausgangspunkt.)

... auch, dann die Leute weiter für EEs begeistern (BKWs, PV Anlagen auf dem Dach) und auch Mieter:innen mitnehmen (Mieter:innenstrom!), Rekommunalisierung von Netzen und Anbietern, Maßnahmen gegen Kinder- und Altersarmut,

Auch da gilt: Kaum jemand dafür, sobald das aus seiner Tasche bezahlt werden soll.

bundesweite Ermöglichung von Mietenbremse, Sanierungsprogramme

Dafür gibt es nicht einmal Mehrheiten, wenn es auf die Allgemeinheit umgelegt wird. Du hast mitbekommen, dass Merz Kanzler ist?

So könnte mensch wenigstens mal ein Statement setzen und womöglich Verschlimmerungen verlangsamen.

Ein Statement, dass immer noch hinter dem Kurs zurückbleiben würde, den wir zur Jahrtausendwende schon einmal eingeschlagen hatten und der aktiv wieder verlassen wurden. Die Leute zahlen offensichtlich lieber 100 Milliarden fürs Ahrtal als 5 DM für Benzin.

Blöd halt nur, dass ein Teil der 100 Milliarden unweigerlich auch aus meiner Tasche geklaut wird und ich, im Gegensatz zum Benzin, als Reaktion nicht einfach weniger oder sparsamer fahren kann :kotz: .

Ich sehe für obiges am ehesten noch Die Linke geeignet

Nicht, solange die Braunkohle nicht abgewickelt ist. Die Kumpels, gerade im Osten, standen bei der Linken schon immer hoch im Kurs und was ich bislang an Klimaschutz in den Wahlprogrammen gesehen habe, wirkte immer wie von den Grünen abgeschrieben (in deren guten Tagen), tauchte nach der Wahl aber nie wieder irgendwo auf. Kein eigenes Interesse an Klimaschutz erkennbar. Stattdessen ganz viel "muss bezahlbar bleiben". "Bleiben"? Unser aktueller Lebensstil ist nicht "bezahlbar", sondern "untragbar", und jeder der anderes behauptet, will die Probleme des Status Quo zementieren. Unter Verbrauch von Mitteln, die immer dringender für Änderungen benötigt werden.


Aufm Land sieht das ganze wieder anders aus und da ist man einfach aufs Auto angewiesen. Wenn ich überlege alles mit Fahrrad oder ÖPNV erledigen zu wollen... na prost Mahlzeit - würde ich zeittechnisch gar nicht hinkriegen.

Nur ein winziger Teil der Deutschen "lebt" auf dem Land. Mittlerweile dürfte sogar über die Hälfte in Metropolregionen und Großstädten hängen, vom Rest arbeitet der Großteil zumindest in Mittel- und teils Kleinstädten. Das ist alles hinreichend dicht, damit sich ein ÖPNV lohnen kann. Man müsste halt aber mal die Wählen, die einen einrichten wollen, anstatt diejenigen, die mehr Straßen und mehr Subventionen für Autos predigen. 99% der Deutschen, die täglich mit dem Auto fahren "müssen", müssen das nur, weil die Mehrheit in ihrer Gegend ÖPNV ablehnt oder aber weil sie absichtlich weit weg von ihren Arbeitsort "ins Grüne" gezogen sind. Um selbst schön zu leben, während sie auf Straßen vor anderer Leute Haustür bestehen.

Wirklich Hardcore aufs Landleben festgenagelt sind nur Arbeiter in der Landwirtschaft nebst Angehörige, also wenns hoch kommt eine niedrige sechstellige Zahl an Menschen. Und genau die wiederum leben auch wieder in räumlicher Nähe zu ihrem Job, sodass tägliche Privatfahrten überflüssig sind. Bei allen andern ist es nur eine Frage der Planung oder des Willens - wobei "Planung" nichts weiter als "Willen der Gesamtbevölkerung" ist.
 
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Das in vielen Restaurants immer noch angepriesene "argentische Rumpsteak" könnte einen größeren Hufabdruck haben.
von argentinischen Rindfleisch war auch nicht die Rede und bei deiner Kakao, zusätzlich Kaffee, Bananen, Avocado, Mango, Ananas etc. Rechnung darfsde dann mal 8 Milliarden, wie in meinem Zitat schon erwähnt multiplizieren, oder sind wir hier der Nabel der Welt ?

*edit*
und ich wiederhole gerne nochmal den Fakt dass ein Durschnittsdeutscher mit einem Bruttogehalt von 4500€ etwa 24t Ressourcen im Jahr verbraucht und wir für eine lebenswerte Zukunft auf 6-8t weltweit runter müssen, ansonsten war es das mit unserer tollen und glorreichen Zivilisation und daran ändern wie gesagt auch keine Windräder, E-Autos oder Wärmepumpen irgendetwas oder was man euch sonst für nen bullshit als weltrettende Maßnahme verkauft

 
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Dekadenz für alle ?
Ne, nicht wirklich. Umverteilung und Reduzierung von Zerstörung und Emissionen.

gerade und vor allem weil es uns fast 100 Jahre lang ebenso gezeigt wurde wie dieser an Menschenverachtung durchgesetzt und die Natur ohne Rücksicht auf Verluste ausgebeutet wurde, dazu muss man sich nur mal mit den ökologischen Folgen der Industrie in der DDR oder der gesamten Sowjetunion befassen, bestes Beispiel mit dem Aralsee und läuft Heute kein deut besser in Russland oder halt im Rest der Welt ab
Das sehe ich ebenso kritisch und ist nicht mein Vorbild.

nein was wir brauchen ist unter den Naturgesetzen eine regelbasierte Kreislauf und Ressourcenwirtschaft, wo jedem auf diesem Planeten gleich viel an Ressourcen im Jahr zusteht, egal ob Putzfrau oder Präsident und am liebsten wäre mir eine globale Föderation mit einem Weltrat, ohne Grenzen und wo Experten in ihrem jeweiligen Fachgebiet diesem Rat inne wohnen und von Ständen der jeweiligen Länder hineingewählt werden
Wäre das nicht auch kommunistisch? ;) Egal, wie es bezeichnet würde, inhaltlich sehe ich es auch so. Mein voriger Vorschlag war weniger ein Entwurf von notwendigen Vorschlägen als einer im Sinne von befürworteten Voschlägen. Persönlich wäre ich für radikalere Ansätze - so wie Du es auch formuliertest.

Aber diejenigen, die heute höhere Renten mit frühen Einstieg auf Kosten der jüngeren kassieren wollen, die können sich nicht mit "ich war jung und naiv" rausreden. Deren Job als demokratische Bürger war es damals (zumindest im Westen), die richtigen Entscheidungsträger zu wählen und sie haben stattdessen die gewählt, die reichlich Geschenke auf Kosten kommender Generationen ausgezahlt haben. (Nicht nur beim Klima. Infrastruktur, Geopolitik, Rohstoffe, Staatsverschuldung - wäre die Welt wirklich nur von Kindern geliehen, kein Verleiher würde die so zurücknehmen, wie sie heute auf den Hof geschmissen wird.) Schuldig im Sinne der Anklage.
Das sehe ich auch so. In die Richtung habe ich (hier im Thread) auch geschrieben.

Edit: Sorry, war noch am Tippen. Viel kam aber nicht dazu. :ugly:
 
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Ne, nicht wirklich. Umverteilung und Reduzierung von Zerstörung und Emissionen.
nur reicht es nicht wirklich aus unseren Reichen ihre Milliarden und Millionen zu nehmen und vermeintlich auf uns hier umzuverteilen, kannst wie gesagt davon ausgehen dass jeder hier runter auf Grundsicherungsniveau muss, damit wir das Ziel von 6-8t im Jahr erreichen und ggf. wäre selbst das noch zu viel

da sich im Grunde jeder Grundsicherungsempfänger jede Woche sein Pfund Kaffee, Kilo Bananen und sonst nochwas aus Übersee leisten kann
Wäre das nicht auch kommunistisch? ;) Egal, w
ja kannsde von mir aus auch sonstwie nennen, ändert nichts an dem Fakt dass wir das umsetzen müssen, wie es am Ende heisst kann im Grunde egal sein

aber die internationale Linke steht nicht ansatzweise dafür was ich hier geschrieben habe, deswegen ist die bei uns auch nicht wählbar und würde wie gesagt bei der ignoranten Bevölkerung weltweit, eh keine demokratischen Mehrheiten bekommen

und ich wiederhole auch gerne nochmals, das Mutter Natur keine Demokratie kennt und man mit ihr nicht diskutieren oder irgendwelche Kompromisse schließen kann, außer denen sich an ihre Naturgesetze zu halten, sprich entweder im Einklang mit allem auf diesen Planeten leben oder als Menschheit untergehen, gibt da nicht so viele Optionen
 
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Wäre das nicht auch kommunistisch? ;) Egal, wie es bezeichnet würde, inhaltlich sehe ich es auch so. Mein voriger Vorschlag war weniger ein Entwurf von notwendigen Vorschlägen als einer im Sinne von befürworteten Voschlägen. Persönlich wäre ich für radikalere Ansätze - so wie Du es auch formuliertest.
Na für mich stellt sich zuerst die Frage wer bzw wie definiert man "Experten"? Aber gut. Es steht jedem frei für sein persönliches Leben einen radikalen Ansatz zu wählen um seinen Klimaabdruck radikal zu senken. Ich denke da gibt es für jeden hier eine individuelle Grenze bis wohin diese Radikalität geht.
 
Ich denke da gibt es für jeden hier eine individuelle Grenze bis wohin diese Radikalität geht.
oder einfach mal die Augen aufmachen und sich mit den weltweiten Umwelt und Klimaauswirkungen befassen, da brauchsde auch keinen wirklichen "Experten" für, ansonsten dann noch die Fakten abgleichen was wir an Weltbevölkerung haben, wie groß die Bevölkerungen der jeweiligen Länder die dabei sind auf selbige dicke Hose zu leben und du kannst dir die weiteren Auswirkungen für uns, selbst ausmalen

aber wenn man es sich so einfach wie @Don-71 macht, von wegen man erzähle ihm schon seit 50 Jahren das die Welt untergehen würde, was willsde da noch sagen, kann euch gerne hier mal die Auswirkungen des Klimawandels an online Berichten, nur die letzten Wochen teilen und die man kaum bis gar nicht im TV zu sehen bekommt, aber glaub da habt ihr eher nicht so Bock drauf und schadet nur eurem begrenzten heile Welt Bild
 
da sich im Grunde jeder Grundsicherungsempfänger jede Woche sein Pfund Kaffee, Kilo Bananen und sonst nochwas aus Übersee leisten kann
Es müssten eben mal die realen Kosten (eben samt Natur+Klimaschäden) eingepreist werden. Und wie Du meintest, durchgerechnet werden, wie der gleiche ProKopf-Verbrauch für Alle aussähe.
ja kannsde von mir aus auch sonstwie nennen, ändert nichts an dem Fakt dass wir das umsetzen müssen, wie es am Ende heisst kann im Grunde egal sein

aber die internationale Linke steht nicht ansatzweise dafür was ich hier geschrieben habe, deswegen ist die bei uns auch nicht wählbar und würde wie gesagt bei der ignoranten Bevölkerung weltweit, eh keine demokratischen Mehrheiten bekommen
Ich denke schon, dass viele Linke unweltbewusster sind als früher. Linke haben zumindest Gleichheit im Fokus. Bei den Anderen fielen die Ärmeren noch weiter hinunter. Die Klimaliste finde ich auch noch sympathisch. Die wird aber noch weniger gewählt. Wir auch immer - diese wären meine realpolitischen/parlamentarischen Präferenzen.
 
Es müssten eben mal die realen Kosten (eben samt Natur+Klimaschäden) eingepreist werden.
Die lassen sich nur leider nicht ein preisen. Mit Geld lässt sich ein angerichteter Umweltschaden bzw lässt CO2 nicht einfach kompensieren. Das ist ja der vermeintliche Fehler in dem man meint man kann das bezahlen.

Btw erst von "Experten" in einem Weltrat reden und diese anschließend negieren.

Ich denke schon, dass viele Linke unweltbewusster sind als früher. Linke haben zumindest Gleichheit im Fokus. Bei den Anderen fielen die Ärmeren noch weiter hinunter.
Gleichheit ist gut und schön aber das Klima ist weniger eine Frage des Geldes sondern in meinen Augen des Verzichtest für jeden. Und da bin ich wieder bei meinem Co² Konto mit dem auch Geld um verteilt werden kann. Bzw Geld wird anders als Co² nicht mehr ganz so wichtig für die persönliche Lebensführung.
 
@Andreas1975 ansonsten darfst du/ihr auch gerne mal damit befassen was weltweit die letzten Jahrzehnte an Regen- und Boreale Urwälder gerodet wurde und wie dahingehend der Stand der Dinge ist, unter der Berücksichtigung das von 8 Milliarden, gerade einmal 2-2.5 so leben wie wir hier
Und wie Du meintest, durchgerechnet werden, wie der gleiche ProKopf-Verbrauch für Alle aussähe.
ja bei 2000€ Brutto etwa, kannsde sicher davon ausgehen das du dir vielleicht einmal im Monat nen Pfund leisten kannst, dementsprechend teuer wird dieser dann auch sein müssen, aber muss dann wie gesagt so ein Art Ressourcenkonto geben,

ich zum Beispiel mag keinen Kaffee und würde Kakao vorziehen und der Ressourcenpreis richtet sich dann halt nach ökologischer Agrarfläche, des benötigten Wassers und ggf. dem Transport durch Windkraft Schiffe als auch natürlich die Löhne derer die das alles ermöglichen
 
Btw erst von "Experten" in einem Weltrat reden und diese anschließend negieren.
du willst auch nur verstehen was du verstehen willst oder ? wie wäre es einfach mal deinen vermeintlich gesunden Menschenverstand zu benutzen und den IST Zustand zu analysieren, das schließt natürlich Experten in ihrem Fach die die weichen für uns als Menschheit zum besseren stellen, nicht wirklich aus
Bzw Geld wird anders als Co² nicht mehr ganz so wichtig für die persönliche Lebensführung.
allein den CO² Verbrauch zu senken wird uns nicht retten, wenn du bisher irgendwas von dem verstanden hättest was ich hier am schreiben bin, wobei dieser automatisch sinken wird, wenn wir weltweit weniger konsumieren, hängt dann doch irgendwo miteinander zusammen,

aber der CO² Ausstoß ist nicht ausschlaggebend, sondern eben der weltweite Ressourcenverbrauch, deshalb ändert auch keine vermeintliche "grüne" Energiewende irgendetwas, was euch hier einige unserer tollen Politiker verkaufen wollen
 
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Und da bin ich wieder bei meinem Co² Konto mit dem auch Geld um verteilt werden kann. Bzw Geld wird anders als Co² nicht mehr ganz so wichtig für die persönliche Lebensführung.
Ah, habe nicht alle kürzlichen Beiträge genau gelesen. CO2 Berücksichtigung fände ich gut. Allerdings müsste wohl mehr berücksichtigt werden, wie @IguanaGaming schreibt - bspw. so was wie Flächenverbrauch ...

Edit: da hat er (?!) es quasi kurz zuvor selbst geschrieben.
 
Ah, habe nicht alle kürzlichen Beiträge genau gelesen. CO2 Berücksichtigung fände ich gut. Allerdings müsste wohl mehr berücksichtigt werden, wie @IguanaGaming schreibt - bspw. so was wie Flächenverbrauch ...
Das eine bedingt das andere. Schau Iguana wirft mir ja immer vor ich slle mich mit dem und diesen befassen spricht aber selber darüber, dass es unerheblich wäre wie zum Beispiel Kaffee oder Kakao angebaut werden. Dem ist nicht so. Ein naturverträglicher Agroforst anbau ist um weiten besser als der konventionelle Anbau von Monokulturen für die ibestehende Urwälder gerodet werden. Der CO² Abdruck für diesen Kaffee oder Kakao ist wesentlich geringer. Der Wasser und Flächenverbrauch auch da anders zu bewerten. Das Co² Konto schränkt den persönlichen Verbrauch automatisch ein bzw lässt einen zu naturverträglichereren Alternativen ausweichen. Ich halte Co² und deren erechnetes äquivalent für einen sehr guten Maßstab.

Edit: Ich fahre jetzt los um fair gehandelten Bio Kaffee aus Agraforst an die Frau zu bringen.
 
Das eine bedingt das andere. Schau Iguana wirft mir ja immer vor ich slle mich mit dem und diesen befassen spricht aber selber darüber, dass es unerheblich wäre wie zum Beispiel Kaffee oder Kakao angebaut werden. Dem ist nicht so. Ein naturverträglicher Agroforst anbau ist um weiten besser als der konventionelle Anbau von Monokulturen für die ibestehende Urwälder gerodet werden. Der CO² Abdruck für diesen Kaffee oder Kakao ist wesentlich geringer. Der Wasser und Flächenverbrauch auch da anders zu bewerten. Das Co² Konto schränkt den persönlichen Verbrauch automatisch ein bzw lässt einen zu naturverträglichereren Alternativen ausweichen. Ich halte Co² und deren erechnetes äquivalent für einen sehr guten Maßstab.

Edit: Ich fahre jetzt los um fair gehandelten Bio Kaffee aus Agraforst an die Frau zu bringen.
Es gibt sicherlich schonende Anbauweisen, die Speziesvielfalt zulassen. Es ginge letztlich um die allgemeine Verbrauchs/Prouduktionsmenge von bspw. Kaffee und Kakao und die müsste runter. (Theoretisch) könnten Reichere FairTrade Kaffee literweise (weiter) konsumieren ...
 
Es gibt sicherlich schonende Anbauweisen, die Speziesvielfalt zulassen. Es ginge letztlich um die Verbrauchs/Prouduktionsmenge und die müsste runter. (Theoretisch) könnten Reichere FairTrade Kaffee literweise (weiter) konsumieren ...
Und das können sie mit einem Co² Konto halt auch nur begrenzt. Btw Kaffee ist auch als FairTrade Bio nicht unbedingt wesentlich teurer als konventionell angebauter Kaffee. Teurer Kaffee bedeutet nicht automatisch ökologisch besser angebauter Kaffee. Die Produktionsmengen im Agraforst sind naturgegeben begrenz. Was aber für ein Luxusgut wie Kaffee oder Kakao völlig in Ordnung ist. Vielen ist halt gar nicht mehr bewusst das das Luxuslebensmittel sind.
 
Btw Kaffee ist auch als FairTrade Bio nicht unbedingt wesentlich teurer als konventionell angebauter Kaffee
vielleicht nicht teurer, aber bei konventionellem Anbau wird einfach weniger Ackerfläche benötigt um den selben Ertrag zu erzielen

ansonsten solltest du vielleicht mal meine Antworten gründlich lesen und nochmals nein, ein CO² Ausstoß Konto ist nicht das selbe wie ein ressourcenbasiertes Konto, vor allem beim Thema Wasserverbrauch bei Pflanzen, denn wenn ein Gebiet nur begrenzte Wasserressourcen zur Verfügung hat, bringt dir auch ein CO² Konto nichts


natürlich ist es nicht egal wie was produziert wird, aber du solltest halt mal meine Antworten im Kontext lesen
Schau Iguana wirft mir ja immer vor ich slle mich mit dem und diesen befassen spricht aber selber darüber, dass es unerheblich wäre wie zum Beispiel Kaffee oder Kakao angebaut werden.

*edit*
ist aber im Grunde auch Rille, weil sich eh nix zum besseren ändern wird und alle business as usual weltweit nach uns die Sintflut weitermachen werden un hier im Thread sieht man aufgrund der Antworten ebenso als bestes Beispiel nichts anderes an der Grundhaltung, daher einfach nur verschwendete Energie, vor allem mentale

und wenn ihr das hier schon nicht auf die Kette bekommt im hochgelobten Wissens- und Bildungsland Deutschland bzw. wir in Europa, wie soll das dann erst bei den restlichen 8 Milliarden weltweit aussehen








 
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Nur ein winziger Teil der Deutschen "lebt" auf dem Land. Mittlerweile dürfte sogar über die Hälfte in Metropolregionen und Großstädten hängen, vom Rest arbeitet der Großteil zumindest in Mittel- und teils Kleinstädten. Das ist alles hinreichend dicht, damit sich ein ÖPNV lohnen kann. Man müsste halt aber mal die Wählen, die einen einrichten wollen, anstatt diejenigen, die mehr Straßen und mehr Subventionen für Autos predigen. 99% der Deutschen, die täglich mit dem Auto fahren "müssen", müssen das nur, weil die Mehrheit in ihrer Gegend ÖPNV ablehnt oder aber weil sie absichtlich weit weg von ihren Arbeitsort "ins Grüne" gezogen sind. Um selbst schön zu leben, während sie auf Straßen vor anderer Leute Haustür bestehen.

Wirklich Hardcore aufs Landleben festgenagelt sind nur Arbeiter in der Landwirtschaft nebst Angehörige, also wenns hoch kommt eine niedrige sechstellige Zahl an Menschen. Und genau die wiederum leben auch wieder in räumlicher Nähe zu ihrem Job, sodass tägliche Privatfahrten überflüssig sind. Bei allen andern ist es nur eine Frage der Planung oder des Willens - wobei "Planung" nichts weiter als "Willen der Gesamtbevölkerung" ist.
Na wenn du meinst das die Mehrheit ÖPNV ablehnt... wie gesagt ich selbst wohne aufm Land und arbeite in ner Kleinstadt. Günstiger kommste nicht von A nach B als mit ÖPNV- bringt mir nur nichts. Da dieser quasi nur für Schulkinder hier existent ist und ich entweder zu spät auf Arbeit komme oder den Nachwuchs nicht aus der Kita abgeholt bekomme. In der Kleinstadt fahren natürlich regelmäßig Busse.

Thema ins Grüne ziehen:
Man mag es auch kaum glauben, aber es gibt tatsächlich Leute die sich ein Haus nicht in oder an Stadt/Stadtrand leisten können -> diese ziehen öfter ins Umland... muss man sich halt durchrechnen was einem günstiger kommt.
Dann kann ein Job von heute auf morgen weg sein... Kündigung, Pleite etc. - dann kannst du auch neben deinem Betrieb mal gewohnt haben... bringt dir dann nur nichts mehr und du musst eventuell einen längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen... nicht jeder kann im HomeOffice sitzen

Ländliche Regionen prägen mit ihren Siedlungen und Kulturlandschaften das Bild unseres Landes. 91 Prozent der Fläche Deutschlands sind ländlich geprägt! Über die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt in ländlichen Regionen (57 Prozent).
Quelle: https://www.bmleh.de/DE/themen/laendliche-regionen/laendliche-regionen_node.html
Jetzt kann man natürlich streiten ab wann es ländlich zählt. Aber sind jedenfalls mehr als ne sechsstellige
 
Hängt halt davon ab, wen man fragt. Unter Kolonialherren und Plantagenbestizern gab es auch keine Mehrheit für allgemein Menschenrechte.
Du wiederholst dich. Was ist dein Ansatz eine Veränderung herbeizuführen? Immer wieder den Ist-Zustand zu formulieren und zu hoffen, es würde sich dadurch Erkenntnis und Mitmenschlichkeit allenthalben in unserer Gesellschaft breit machen, ist doch etwas zu naiv in meinen Augen.

und wenn ihr das hier schon nicht auf die Kette bekommt
Und was machst DU genau, außer einfach nur anzuklagen?
 
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rein gar nichts, ich bin nur hier um anzuklagen
Habe mir den Thread der letzten paar Seiten noch mal durchgelesen.
Sorry, aber das ist eben zu wenig.
Entweder jeder leistet seinen Beitrag oder es wird nix.
Das ist nicht auf die perönlich gemünzt, sondern bitte als generelle Aussage zu verstehen.

Wir sind exemplarisch als ganze Familie proaktiv drann, den CO2 Ausstoß/Person deutlich zu minimieren.
Nicht perfekt, geht gar nicht, aber jeder Einzelne von uns liegt (z. T. sehr) deutlich unter 5to/anno, all in.
Und dies schon seit Jahren.

Mein Erwartungshaltung (OK, Hoffnung) an alle (inkl. meinereiner) ist die, das wenn man was beklagt, auch mit gutem Beispiel vorangeht.
 
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