AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung
Selbst innerhab der aktuellen Parteien hat man noch genug Wahlmöglichkeiten, die nicht genutzt werden. Es geht ja nicht darum, radikale ohne Ahnung in Regierungsverantwortung zu bringen. Das kann nur schiefgehen, ausgehend von unserem hohen Lebensstandard gibt es trotz allem weitaus mehr, dass man kaputtschlagen kann, als Dinge, die mal aufgebaut werden müssten. Aber wenn schon überall gejammert wird, dass die bestehenden Parteien alle einander so ähnlich sind: Wieso ist es dann bitte schön so schwer, daraus diejenige auszuwählen, die am ehesten in die richtige Richtung guckt? Da sie sich alle ähneln, kann nicht viel kaputt gehen, aber diejenigen, die keine Stimmen mehr abbekommen, werden verdammt schnell aus ihren Fehlern lernen und sich neu aufstellen.
So einfach ists nicht. Viele bleiben bei dem was sie kennen und wählen entsprechend genau dasselbe, die Kandidaten rotieren aber auch kaum, ergo hat man über sehr lange Zeit denselben. Muss ja auch nicht schlecht sein, Herr Jung macht hier in Leipzig gute Arbeit z.B. Es wird sich mit dem Generationswechsel zeigen wohin es geht, so was braucht hier lange Zeit. Warte mal bis alle aktuellen Politiker die 50+ sind komplett raus aus dem Geschäft sind (bis 70 machen die vll durch, also 20 Jahre). Vorher nicht. Ich hätte das gerne eher, kann aber keinem sagen was der wählen soll etc. - das müssen die Leute selbst wissen. Ich kann dafür meinen Wohnort beliebig wechseln wenn es mir hier nicht gefällt (zumindest EU-weit).
Und genau diese Spaltung behindert gesellschaftlichen Fortschritt in Deutschland zusätzlich. Die einen haben nur wenig Spielraum, überhaupt etwas zu nutzen und diejenigen mit mehr Reserven investieren die ausschließlich in privaten Spaß, der nicht selten (überdimensionierte Autos, etc.) auch noch zulasten aller geht. Wie hieß es mal? Mit Macht kommt Verantwortung. Im Kapitalismus gilt Geld = Macht. Aber sich nicht kümmern macht auch nichts...
Wir haben hier aber keinen Elon Musk der sein großes Kapital dafür einsetzt. Wir haben hier auch praktisch keine Gründer-Szene die dies unterstützen könnte. Das Risiko will hier keiner eingehen. Es gibt hier auch kaum Investoren - auch das Kapital meiner Firma kommt aus Venture Fonds usw. die nicht hier sitzen. Das Kapital hier wird in Betongold investiert, in stabile, lang bewährte Technologien und in große Firmen die es eigentlich nicht nötig haben. Neue Technologien, dazu noch grün? Nicht hier. Etwas gründen und durchstarten? Sehr selten. Da sind andere Länder uns weeeeeeeeeeeeeit voraus, egal ob es um Israel geht (Tel Aviv ist ein sehr interessanter Ort und sie wissen das sie nur mit Technologien vorankommen, sie haben weder Fläche noch Ressourcen noch eine gute geopolitische Lage) oder USA oder auch Japan. Gerade die kleinen Länder wie Japan, SüdKorea oder Israel haben begriffen wie man voranschreitet und haben sich längst entsprechende Infrastruktur geschaffen und sie bringen die Leute dazu neue Technologien zu unterstützen - da versteht die Bevölkerung die aktuellen Probleme viel besser. Egal wie gut oder schlecht es um sie bestellt ist (finanziell), sie verstehen was passieren wird.
Und von genau diesen Leuten haben mir mittlerweile Millionen in Deutschland. Nicht alle stehen mitten in der Privantinsolvenz, aber auch wenn man mit ±0 auf dem Konto in den nächsten Monat kommt, hat man halt kaum strategische Optionen, sein Leben oder gar nebenbei noch den Planeten zu verbessern. Erinnert sich noch wer an Lindners Empfehlung, man müsse als unterbezahlte Krankenschwester einfach nur Immobilien kaufen?
Und den richtigen Umgang mit Geld in der Schule zu lehren ist nur eine (wenn auch wichtige) langfristige Gegenmaßnahmen. Sowas muss eigentlich ab Kindeszeiten praktiziert, also von den Eltern vermittelt werden und nach der Schulzeit brauchen wir endlich gesellschaftliche Mechanismen, die wirtschaftlichen Aufstieg ermöglichen. Was nützt es dem Kind von prekär beschäftigten Migranten in dritter Generation vorzutragen, wie man einen Garagenanbau von der Steuer absetzt? In kaum einem anderen Industrieland ist der wirtschaftliche Aufstieg so schwer wie in Deutschland und gleichzeitig werden die Unterschiede immer größer. Mindestens eins von beiden Problemen müssen wir lösen, wenn demokratische Prozesse weiterhin funktionieren sollen.
Die Eltern können nur das vermitteln was sie kennen. Wenn die Eltern keinen Plan von Finanzen haben und am Ende des Geldes immer noch etwas Monat übrig ist, können sie den Kindern da nichts beibringen. Genau so steht um Politik, Technologien, Umweltschutz etc.
Das muss von denen ausgehen die dafür gerüstet sind und dafür ausgebildet werden - Lehrer, Professoren usw. Nur sie können den Leuten das beibringen was die Eltern nicht kennen.
Der gesellschaftliche und finanzielle Aufstieg kann nur mit Bildung erreicht werden. Dabei geht es nicht nur um Abschlüsse und das stumpfe pauken bis man umfällt. Bildung bedeutet auch Erfindergeist, Risiken eingehen und was gründen, sich mit Investoren auseinandersetzen und mit vielen anderen Sachen die nur gut gebildete Leute schaffen in der aktuellen Welt. Jemand der weder von den Eltern noch in der Schule oder seiner Ausbildung je was darüber erfahren hat und auch nicht motiviert wurde, wird es da sehr sehr schwer haben. Das einzige was Eltern also hier tun müssen - die Kinder fördern und ihnen die entsprechende Bildung ermöglichen, was hier im Land gar nicht so viel kostet. Die Eltern müssen aber auch verstehen wo ihre Grenzen sind, was sie dem Kind nicht beibringen können und wo sie lieber noch mal extra viel Geld investieren müssen damit die Kinder NICHT in dem Kreis der ewig prekär beschäftigten landen und dazu noch mit Mindestlohn.
Bafög geht. Ich glaube der Deckel ist bei 13000 und die Rückzahlung ist vom Einkommen abhängig. Das finde ich vollkommen fair und würde es sogar noch ausbauen: Nachgelagerte Studiengebühren, sagen wir 3% vom Bruttoeinkommen über einen Zeitraum von 20 Jahren, beginnend 5 Jahre nach Ende des Studiums. Das tut selbst einem Hartzer nicht zu sehr weh und im Gegensatz zu einem absoluten Rückzahlbetrag blockiert es keine Existenzgründungen und die Leute, die tatsächlich vom Studium profitiert haben und z.B. ihr Start-Up für 8 stellige Summen verkaufen, bringen ordentlich Geld in die Kasse und ermöglichen damit allen eine Ausbildung, mit der man tatsächlich was reißen kann in der Welt.
Bei Studenten erwartet man eigentlich das sie ein vernünftiges Einkommen erzielen sobald sie in der Arbeitswelt ankommen. Aber eine Anpassung an die tatsächlichen Einkünfte wäre fatal. 3% über 20 Jahre, bei jemandem der ein Startup-Unternehmen gründet und es zu einer 7-8stelligen Summe bringt wären die Summen irre hoch und würden die Gründerszene hier noch weiter kaputtmachen. Bildung muss für alle zugänglich sein und komplett kostenlos. Stipendium statt Bafög ist der richtige Weg, ohne wenn und aber. Wer Wissen erwerben will soll dies auch können ohne das ihm ein Rattenschwanz an Schulden wächst. Niemals, unter keinen Umständen. Man kann Ausnahmen machen das bei den Familien die über massives Kapital verfügen die entsprechende Unterstützung wegfällt. Und damit meine ich wirklich Kapital, nicht Einkommen.
Der aktuelle Deckel von 13.000 ist an sich nicht viel, ein Student der einen vernünftigen Job bekommt kann dies in einem Jahr nach seiner Einstellung einfach bezahlen, wären etwas über 1000€ im Monat, das ist nichts für Akademiker etc. Speziell nicht wenn man vergleicht was das Studium woanders kosten kann.
Wir haben einfach viel zu wenig Grün. 50% sind Deutschland sind Ackerflächen & Co, weitere 30% Wald, von dem knapp 80% wirtschaftsforste sind. Das heißt knapp 3/4 gehen allein für die Landwirtschaft im weiteren Sinne drauf und eigentlich sollten wir wenigsten 20% naturbelassene Flächen schaffen. Da blieben gerade mal 18000 km³ Siedlungs- und Verkehrsfläche. Praktisch haben wir heute schon 18000 km³ allein für Verkehr, bleiben 0 km³ und da steht noch kein einziges Gewerbegebäude in der Landschaft. Wo sollen also 40 bis 120 Millionen Häuschen (Haushaltsgröße von 2 zugrunde gelegt) "im Grünen" hin? Bei einer absolut perfekten Verteilung über die gesamte Bundesfläche könnte zwar theoretisch auf bis zu 100 m Abstand zum nächsten Nachbarn kommen, aber die Fläche dazwischen ist dann auch nicht Grün, sondern Acker mit Gülle und Pestiziden und noch mal einem Gewerbe- oder Industriegebäude auf halber Strecke und natürlich Straßen ohne Ende. Wenn man die (Welt-)Bevölkerung nicht drastisch reduzieren möchte (Stichwort "Familienförderung"), dann ist flächen- und energiesparendes Leben die einzige Möglicheit. Man kann höchstens noch die Art des Städtebaus variieren - imho war der sozialistische Stil mit großen Freiräumen zwischen hohen Häusern der Bundesdeutschen Zubetoniererei meilenweit voraus, aber mit der Meinung stehe ich meistens alleine da.
Der sozialistische Stil mit Hochhäusern und massiven Flächen führt zu urbanen Problemen, das ist bereits sehr bekannt und gut erforscht. Die Nachbarn kennen sich nicht mehr wenn es davon hunderte gibt. Die Flächen zwischen den Hochhäusern werden von den Bewohnern nicht als "ihre" Fläche angesehen, entsprechend kümmern sie sich kein Stück drum. Die Flächen verweisen und brauchen aufwendige Pflege die viel kostet und immer noch hässlich ist.
Das beste ist es vernünftige Häuser mit 5-6 Stockwerken (maximal) zu bauen, denen genug (aber nicht viel) Fläche zu bieten und ein angenehmes zusammenleben zu ermöglichen wo man sich kennt, wo die Sicherheit höher ist und viele andere Sachen einfach funktionieren. Leipzig ist ein sehr gutes Beispiel dafür, hier gibt es nur wenige Plattenbauten aka "Stalin-style Architektur" und genau das macht die Stadt so lebenswert. Ja, es braucht mehr Fläche, dafür löst es viele andere Probleme. Menschen sind kein Vieh was man einfach wie Legehennen in etlichen Stockwerken stapeln kann ohne das es große Probleme gibt.
Und Platz haben wir immer noch genug. Die Landwirtschaft frisst hier massiv Platz. Wir können nicht mit den USA oder Russland mithalten, wir haben keine endlosen Flächen wo es keine Menschen weit und breit gibt, aber das brauchen wir auch nicht.
Und glaub mir, das letzte was ich will ist in so einer Stadt wie Seoul leben. Riesig, dreckig, mit massiven Straßen (6 Spuren auf jeder Seite, stell dir das hier mal vor!), Wolkenkratzern und nichts dazwischen, zwischen Workaholics die sich 5 Tage die Woche totarbeiten und am Wochenende totsaufen weil sie irgendwie runterkommen müssen. SüdKorea ist ein Technologie-Wunderland, aber was die urbane Lebensqualität angeht, da klemmt es bei denen noch. Aber auch da überholen sie uns recht schnell.
Wir haben den massiven Vorteil hier das die Städte sehr sehr gut sind und genau so sollte dies bleiben - sauber, sicher, schön und bequem, dazu nicht so massiv das es zu Problemen kommt.
Die Flächen die wir hier für die Landwirtschaft subventionieren wären viel besser besser dafür geeignet dort Strom zu generieren. Unter anderem mit PV-Anlagen. Da sollte jemand mal durchrechnen was sich eher lohnt - die besagte Landwirtschaft auf der Fläche oder eine PV-Anlage.
Nö, man muss schon Anlauf nehmen. In deinem Beispiel könnte man z.B. eine richtig saftige Grundsteuer auf versiegelten Grund erheben, sodass man entweder kein Haus hinstellt und Natur wachsen lässt oder aber zwingend die Oberseite für Photovoltaik nutzen (oder vermieten) muss, um sich zu refinanzieren. Genauso, wie ich niemandem den Luxus des Verbrennerfahrens verbiete würde, sondern nur dafür sorgen, dass man dafür auch Luxuspreise zahlen muss und das deswegen nur selten machen wird.
(Am anderen Ende der Gleichung muss man diese Summen dann natürlich fair in die Gesellschaft zurückfließen lassen, damit sich eben jeder ein Bisschen Luxus erlauben kann und nicht einige wenige weiterhin alles und der Rest gar nichts.)
Da kennst du die Deutschen schlecht. Die würden diese Luxussteuern und Abgaben bezahlen aber nichts damit machen. Die werden auch Verbrenner fahren bis es denen zu teuer wird überhaupt ein Auto zu halten, aber ein E-Auto holen die sich nicht. Konservativ wäre die richtige Beschreibung, verbohrt und verklemmt trifft es aber auch ganz gut.
Es ist leider nicht "der Plan". Es wäre ein Plan, aber diesen will scheinbar niemand umsetzen. Und deswegen muss man Leuten, die "Energieverbrauch senken ist nicht" postulieren, halt klar machen:
Wir haben aktuell zwei Optionen auf dem Tisch
1. Weitermachen und die Welt vor die Hunde gehen lassen
2. Den Schalter auf aus stellen
Option 1 werden wir definitiv nicht wählen. Option 2 ist definitiv machbar. Wer Option 2 nicht mag, soll Option 3 auf den Tisch packen samt einer Aufführung, wie er selbst diese umsetzt.
1. Wahrscheinlich. Die Welt wird schon nicht untergehen, es wird halt nur ungemütlich. Da viele aber kein Bock haben irgendwas zu tun (inklusive Deutschland) - ist das eine ziemlich normale Option. Die werden erst dann was tun wenn der Rhein so breit wird wie Amazonas
2. Nicht machbar - ohne Industrie 4.0 und massiv steigenden Stromverbrauch sind wir hier in der Steinzeit, niemand wird etwas abschalten, eher zuschalten.
3. Deswegen Option 3 - endlich auf Atomstrom und Kohle verzichten während wir den Stromverbrauch so hoch treiben wie nötig um unseren Wohlstand zu sichern ohne Verzicht, dafür mit Technologiewechsel. Und uns dabei selbst mit Strom versorgen anstatt den Atomstrom und Kohlestrom der Nachbarn einzukaufen.
Median-Vermögen Norwegen: 150000 Dollar/Nase
Durschnitts-Vermögen Norwegen: 300000 Dollar/Nase
Median-Vermögen Deutschland: 50000 Dollar/Nase
Durchschnitts-Vermögen Deutschland: 220000 Dollar/Nase
Staatsschulden Norwegen: 23000 Dollar/Nase
Staatscchulden Deutschland: 27000 Dollar/Nase
Also wenn das "genauso" wohlhabend ist, dann würde ich gerne meine Grafikkarte bei dir gegen eine "genauso" wertvolle eintauschen und dadurch auf eine 2080 Ti upgraden
Hauptgrund für das "hinbekommen" sind aber einfach geologischen Voraussetzungen und die niedrige Bevölkerungsdichte. Norwegen hat ohne Ende Wasserkraft pro Einwohner und nutzt diese auch seit Ewigkeiten, da ist die Umstellung des Verkehrs einfach nur volkswirtschaftlich naheliegend. Wir müssen erstmal die Kraftwerke für die Versorgung von Batterieautos bauen, bis dahin zahlen wir sowohl ökonomisch als auch ökologisch drauf.
Ökosau Ökoeber
Wie man sieht, sind die Durchschnitts-Vermögen und Staatsschulden nicht so weit auseinander. Ja, Norwegen hat mehr Geld in dem Sinne, aber nicht viel mehr. Also ja, wir sind ungefähr genau so wohlhabend, dazu muss man bedenken das hier Industrie sitzt die weit mehr Einfluss und Reichweite und auch Geld hat als das was in Norwegen ist. Öl mal ausgenommen da wir alle ja davon weg wollen.
Deswegen ist draufzahlen im ökonomischen Sinne kein Problem, aber im ökologischen schon - genau deswegen muss da in dem Bereich was passieren.
Wir haben hier nichts im Land außer unsere Kultur, unsere Technologien und Wissen. Das müssen wir nutzen, wenn wir Industrie 4.0 verpeilen hängen uns die anderen ab und dann sehen die Zahlen weiter oben ganz anders aus.
Natürlich hat Norwegen andere Voraussetzungen, jedes Land ist anders, wir müssen aber mit dem arbeiten was wir haben und das ist kein Hindernis, das ist eher eine Chance. Aber da wir wie ich bereits sagte unsere PV-Branche hier ermordet haben, ist diese vertan.
Da müssen wir halt extra draufzahlen, ist aber nicht so als ob wir hier kein Geld hätten dafür.
Ich betrachte mich nicht als Ökosau, aber mein Heimstudio/Arbeitsplatz verballert ordentlich Strom und dank beklopptem Sommerwetter hat sich der Verbrauch mittels Klimaanlage verdoppelt in den Sommermonaten

Konnte vor 15 Jahren ja keiner ahnen das man hier ohne Klimaanlage keine 2 Gedanken zusammenbekommt in der eigenen Bude im Sommer xD Die übertaktete Hardware mag Umgebungstemperaturen über 30°C jetzt auch nicht wirklich.
Ich muss nicht zur Arbeit, fahre ausschließlich Fahrrad oder elektrifizierte ÖPNV (inklusive Taxi hier aka Clevershuttle), fliege seltener als 1x im Jahr (könnte sich ändern) etc. Das wiegt die Nachteile von einem ineffizienten Arbeitsplatz auf, ich könnte diesen auf pure Effizienz trimmen aber da müsste ich viel Hardware ersetzen (Tube Preamps fressen gut Strom und andere Sachen auch die man gerne hat).
Man sollte sich halt nur bewusst sein was man so macht und wie der eigene Fußabdruck aussieht was CO2 angeht etc.
Busse kriegst du gut mit Batterien versorgt. Die haben die schöne Angewohnheit, regelmäßig an stationären Einrichtungen vorbeizukommen. Innerstädtisch bräuchte man bei Ausbau jeder Haltestelle nicht einmal Batterien, sondern könnte mit Kondensatoren auskommen. In den 50ern gab es mal Lösungen mit Schwungradspeicher, die damals zwar nur für wenige Kilometer ausreichten, aber eben auch extrem schnell geladen werden konnten.
Theoretisch ja. Hier ist alles so getaktet das Busse kaum stehen bleiben. Induktionsladung wäre das einzige was gehen würde, hier haben die doch keine Zeit sich richtig anzuklemmen. Dort wo die Taktung anders ist und die Fahrzeuge an den Endhaltestellen stehen ist das n wenig anders. Machbar ja, auf kurzen Strecken auch ohne Probleme, auf langen Strecken nicht machbar. So n Flixbus mit Batterie wäre lustig xD
Mischen wird halt schwer, wenn Wasser, Biomasse und Geo weitestgehend wegfallen. Wir haben nur die Wahl Windkraft, für die wir großflächige Partnerschaften in Europa und leistungsfähige Ausgleichsnetze brauchen, die eine Umverteilung über Strecken von mehr als einem Tiefdruckgebiet-Durchmesser erlauben oder Photovoltaik, für die wir entweder leistungsfähige Langzeitspeicher benötigen oder aber Preise, die gegenüber dem heutigen Niveau nicht auf 15-20%, sondern auf 1% fallen. Letztere werden wir aber in den nächsten 2-3-5 Jahrzehten nicht sehen.
Ja wir müssen halt damit klarkommen was hier machbar ist. Andere Länder haben da Vorteile oder Nachteile, je nach dem was bei denen halt machbar ist. Einige Regionen können Wasserkraft gar nicht nutzen, andere können praktisch ihren gesamten Bedarf damit abdecken und unabhängig vom Wetter und Jahreszeiten sein. Wir nicht, also müssen wir eben mehr Geld investieren.
Die Hauptstrecken sind alle elektrifiziert. Diesel gibt es auf einigen wenigen Routen mit alten, engen Tunneln und auf wenig befahrenen Strecken. Entsprechend würde der Verbrauch durch eine Vollelektrifizierung nicht übermäßig ansteigen und umgekehrt würde auch nicht so wahnsinnig viel CO2 eingespart werden bzw. wären Speichertechniken, für die gerade die Bahn exzellente Voraussetzungen bietet, eine attraktive Alternative. Viel wichtiger ist, dass wir allgemein einen viel größeren Durchsatz mit viel weniger Verzögerungen bewältigen müssen. Das erfordert viel mehr Ausbau und auch mehr Strom als die Umstellung der aktuellen Dieselstrecken. Beim Strom hätte die Bahn, ein hinreichend leistungsfähiges Netz vorausgesetzt, aber einen großen Vorteil: Kaum jemand will gezielt nachts fahren. Auch die Güterzüge machen das nur wegen der Gleiskapazitäten. Im Gegensatz zum Straßenverkehr könnte die Bahn daher einen recht großen Teil ihres Bedarfs aus Solarstrom decken. (Das Problem der Jahreszeiten bleibt aber. Die sind ja so schon die vier größten Feinde der DB)
Naja wenn wir den Verkehr auch auf mittleren und langen Strecken ausbauen wollen und die Fahrgastzahlen steigen sollen (vom Auto in den Zug) wird der Verbrauch schon merklich ansteigen. Und es sind nicht nur Nebenstrecken nicht elektrifiziert, das beste Beispiel hier ist Chemnitz. Eine Stadt mit ~240.000 Einwohnern, hat keine elektrifizierten Gleise. Das als Nebenstrecke zu bezeichnen ist schon hart. Dort gibt es halt keinen ICE, hatte mal eine Direktverbindung nach Berlin aber die ist schon sehr lange Geschichte. So was hängt die Region auch deutlich ab wenn man für knapp 100km nach Dresden oder Leipzig eben mit dem RB eiern muss und ne Stunde braucht (wo wir hier von Leipzig nach Berlin nur 75min für die dreifache Strecke brauchen). Die fühlen sich da leicht rückständig wenn sie den Bahnhof betreten

So viel zu der DB. Das Unternehmen ist auf einer Stufe mit Telekom und DHL was Service angeht - es gibt keinen, man spielt immer Lotterie wenn es darum geht das dort etwas pünktlich und kundenfreundlich ablaufen sollte.
Schiffe lassen sich kinderleicht auf Windkraft umstellen, da braucht es nicht einmal Strom für

Nur eine deutliche Verschiebung von Lohn- hin zu Energiekosten, damit langsamere 0-CO2-Verbindungen wirtschaftlich konkurrenzfähig sind. (Bei den zusätzlichen Kosten für die Schiffe sehe ich, im Gegensatz zu einigen anderen, keine Probleme. Die Kähne kriegt man durch das welweite Überangebot an Stahl und Werften hinterhergeworfen, wenn die Betriebskosten drastisch sinken, werden zwei langsame Schiffe also voll konkurrenzfähig zu einem Heizer sein.)
Könnte man, aber es dümpelt eine riesige Flotte rum die eben umgerüstet werden muss. Viele fahren ja mit Generatoren und Elektroantrieb dahinter, ist also nicht schwer diese umzurüsten. Und genug Platz für Batterien hat man auf den großen Schiffen auch, nur wären diese aktuell irre teuer. Da müssen die Preise erstmal sinken damit sich das lohnt. Aber da gibt es bereits Ansätze, selbst die Wellenenergie können die Schiffe nutzen. Die Branche ist aber die letzte die umsteigen will, sie fahren lieber billig in Russland tanken xD
Naja: Teuer, unpraktisch, laut und dreckig waren die coolen Autos schon immer. Aber heute sind die teuren, unpraktischen, lauten und dreckigen Kisten eben nicht mal mehr cool und das liegt nicht mal am Klimawandel
Naja unpraktisch würde ich coole Autos nicht nennen, so n Ford F-150 Raptor ist alles andere als unpraktisch xD Teuer, durstig wie ne Horde Biker, zu groß für fast alles etc. isser aber

Mir geht es ja um Städte, aufm Land sollen die weiterhin mit den Autos rumeiern - aber in der Stadt ist schlicht kein Platz für und für die Umwelt macht das Auto in der Stadt keinen Sinn. Dort konzentrieren sich auch die Abgase und Feinstaub - das was auf dem Land keinen stört weil es verfliegt, hat in der Stadt für massive Probleme gesorgt. Klimawandel ist nur ein Faktor.
Ich hoffe mal die Preise für das parken steigen hier, wenn so ein Parkplatz in der Stadt 500€ im Monat kostet (nicht unrealistisch gemessen an den aktuellen Mieten pro m² und Preisen in anderen Teilen der Welt wie in Tokyo) werden die Leute sich 10x überlegen ob so ne Karre die richtige Lösung ist um den eigenen Hintern zu bewegen. Das dürfte auch die Dörfler dazu bewegen ihre Autos im Dorf zu lassen.