Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Die bringt dir halt erst etwas, wenn es passiert ist. Im Auto okay, aufm Fahrrad nein ich will, dass die asozialen Fahrer ihren Schein verlieren.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Die bringt dir halt erst etwas, wenn es passiert ist. Im Auto okay, aufm Fahrrad nein ich will, dass die asozialen Fahrer ihren Schein verlieren.
Aus meiner Erfahrung als Fußgänger kann ich an der Stelle sagen: So manchem sollte auch das Fahrrad weggenommen werden. Was man da regelmäßig sieht und erlebt...
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Stimmt zwar, aber dennoch sollten wir hier nach Schadenspotenzial abwägen.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Stimmt zwar, aber dennoch sollten wir hier nach Schadenspotenzial abwägen.
Was mir spontan einfällt:
  • Schneiden von Straßenbahnen, dass diese zur Notbremsung gezwungen sind und die Fahrgäste teilweise durch den Innenraum kullern. (Manchmal geraten sie dabei selber unter die Räder...)
  • Wie eine besenkte Sau durch die Bahnhofsunterführung, obwohl dort 24/7 Fahrverbot für Fahrradfahrer ist sowie Haltestellen für Straßenbahn und Bus, dass die Leute die dort stehen zur Seite springen müssen, wenn sie nicht mitgenommen werden wollen
  • ähnliches Spiel auf dem Anger, auch wenn dort "nur" Mo - Fr von 9 bis 18:30 Uhr das Verbot ist
  • ohne Licht und Reflektoren bei Dunkelheit und/oder Nebel

Das Schadenspotenzial eines Fahrradfahrers gegenüber eines Fußgänger, dürfte auf der gleichen Stufe mit der eines Skifahrers stehen.
Nuernberg | Fahrrad rammt Fussgaenger | Radio 8
Dieter Althaus - Skiunfall – Wikipedia
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Ich hab nicht von 0 gesprochen, aber das Schadenspotenzial hier liegt in der Hauptsache bei möglichen Kopfverletzungen.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Das Schadenspotenzial eines Fahrradfahrers gegenüber eines Fußgänger, dürfte auf der gleichen Stufe mit der eines Skifahrers stehen.
Nein, Fahrradfahrer fahren 25km/h, Skifahrer bis 100km/h, dazu sind Skikanten messerscharf. Ich kann Dein Unbehagen gegenüber Fahrradfahrern verstehen, ich verstehe es aber ebenso, dass sich Fahrradfahrer über eine Welt aufregen, die zu 100% für Autos ausgelegt wurde.

Für den Weg weg vom individiellen Motorantrieb hin zu mehr Anteil von Fußgängern, Radfahrer und öffentlichen Nah- und Fernverkehr sollte man parallel den Radfahrern und Fussgängern mehr Rechte einräumen.

Aus meiner Erfahrung als Fußgänger kann ich an der Stelle sagen: So manchem sollte auch das Fahrrad weggenommen werden. Was man da regelmäßig sieht und erlebt...
Sollte ein ordentlicher Deutscher an dieser Stelle nicht einen Führerschein für Radfahrer fordern, der auch entzogen werden kann? Man kann auch jetzt schon wegen Körperverletzung anzeigen. Und Fahrverbote können ebenso ausgesprochen werden.
Fahrverbot fuers Fahrrad - Wann kommt es zum Radfahrverbot 2019

Wir sehen doch an diesen Beispiel wieder, dass ökologisch korrekte Fortberwegung nicht automatisch alle Probleme löst. Es gab und gibt in allen Bereichen Menschen, denen andere Menschen egal sind. Die muss man erkennen und "Weiterbilden". Das kann man auf alle Bereiche ausdehnen. Was nützt die beste Mülltrennung, wenn sie von ein paar Prozent sabotiert wird, usw.

Übrigens müssen wir inzwischen nicht nur mit dem CO2 Ausstoß aufhören, inzwischen empfehlen Forscher parallel mit dem Binden von CO2 zu beginnen,
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Hmm... ich fahre in der Freizeit auch sehr gerne Rad, wohne aber auf dem Land, insofern sind die typisch städtischen Konflikte hier nicht so präsent.

Aber, was mich dann als Fußgänger, z. B. Gassigehen mit unseren Hunden schon ein wenig aufregt, ist wiederum die leider große Rücksichtslosigkeit der Fahrradfahrer, bzw. meist sind es E-Bikes, gegenüber den Fußgängern.

Da herrscht offensichtlich überwiegend die Meinung vor, einmal klingeln auf dem gemeinsamen Rad-/Fußweg genügt und man springt schnell zur Seite, damit der Radlfahrer mit Höchstgeschwindigkeit vorbeisausen kann.

Das funktioniert aber nicht bei Hunden, die so was Schnelles als Beute oder Bedrohung auffassen und schon zwei mal nicht mit einem überbreiten Kinderwagen, in dem meine beiden Enkelkinder sitzen.

Ich würde mir sehr wünschen, wenn jene Radfahrer, die so sehr auf Autos bzgl. Rücksichtslosigkeit schimpfen,

ihr Eigenverhalten reflektieren würden und entsprechend bei schwächeren Verkehrsteilnehmern die erwartete Rücksichtnahme walten lassen würden.

Ein wenig Entschleunigung würde allen gut tun...
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Da herrscht offensichtlich überwiegend die Meinung vor, einmal klingeln auf dem gemeinsamen Rad-/Fußweg genügt und man springt schnell zur Seite, damit der Radlfahrer mit Höchstgeschwindigkeit vorbeisausen kann.
Ich sagte ja, Egoisten gibt es überall. ...

Und genau diese menschliche Eigenschaft ist die größte Krux beim Bekämpfen des Klimawandels. Denn jeder meint, 7,5 Milliarden andere Menschen sollen gefälligst zuerst ihre Emissionen reduzieren. Passieren wird nix, noch nutzt man es nur, um wirtschaftliche Vorteile zu bekommen.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Das haben wir früher auch gemacht. Man hängt sich an die Schulter eines Motorradfahrers. beschleunigt auf 100km/h oder mehr, dann lässt man los, rollt durch die Radarfalle und der Motorradfahrer macht eine Vollbremsung, um nicht aufs Bild zu kommen. Damit haben wir mehrmals rückwirkend über Wochen sämtliche Bussgeldbescheide ungültig werden lassen. Der Rekord lag bei 103km/h, verbrieft mit einem Foto im Göttinger Tageblatt . Das waren spaßige Aktionen.

Und nein, kein Radfahrer fährt aus eigener Kraft in der Ebene 68km/h. Obwohl es mit diesen Konzept sehr schnelle Fahrrädern gibt, die jeder für Strecken bis 30km einsetzen könnte. Kommen hier aus Hannover vom Räderwerk. Auch eine Antwort auf den Klimawandel

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Das haben wir früher auch gemacht. Man hängt sich an die Schulter eines Motorradfahrers. beschleunigt auf 100km/h oder mehr, dann lässt man los, rollt durch die Radarfalle und der Motorradfahrer macht eine Vollbremsung, um nicht aufs Bild zu kommen. Damit haben wir mehrmals rückwirkend über Wochen sämtliche Bussgeldbescheide ungültig werden lassen. Der Rekord lag bei 103km/h, verbrieft mit einem Foto im Göttinger Tageblatt . Das waren spaßige Aktionen.

Wie sähe der "Spaß" denn aus, wenn der Radfahrer bei der Geschwindigkeit gestürzt wäre?
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

- Offtopic -
Wie sähe der "Spaß" denn aus, wenn der Radfahrer bei der Geschwindigkeit gestürzt wäre?
Fahrräder haben einen stoischen Gradeauslauf bei hohen Geschwindigkeit und sehr gute Bremsen. Was soll da passieren? Wir haben uns langsam an die Geschwindigkeit heran getastet und es für sicher befunden. Gehst Du ohne Helm eine Treppe herunter?

Aber wir sollte zum Klimawandel zurückkommen, auch wenn Fahrradfahren eine der Lösungen ist.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Ich sagte ja, Egoisten gibt es überall. ...

Und genau diese menschliche Eigenschaft ist die größte Krux beim Bekämpfen des Klimawandels. Denn jeder meint, 7,5 Milliarden andere Menschen sollen gefälligst zuerst ihre Emissionen reduzieren. Passieren wird nix, noch nutzt man es nur, um wirtschaftliche Vorteile zu bekommen.

Richtig,

und deswegen werden wir mit erhobenen Hauptes,

mit Pauken und Trompeten untergehen.

Der "Point of no Return" ist doch schon längst überschritten,

jetzt wird nur noch maximale Knete für die nächsten hundert Jahre gemacht.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Adi du hast genau so wenig Ahnung wie die, die den Klimawandel leugnen also hör auf so einen Mist zu schreiben.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Der typisch deutsche Sicherheitsabstand von PKWs zu Fahrrädern mit 10 m halte ich für äußerst optimistisch.
Bin ja meist mit dem PKW unterwegs, fahre ich dann mal Fahrrad (nein, ich habe kein E-Bike) kommt mir der Sicherheitsabstand gefühlt wie 0,1 m vor.
Versucht man dann diesen sicherheitstechnischen Lernprozess als PKW Fahrer umzusetzen, erntet man hektisches Gehupe der PKW Mitstreiter, weil man ja mehr als 10 Sekunden Zeit verlieren könnte...^^

Ich habe freundlicherweise den Abstand zu anderen Autos genommen, weil so ein Velomobil ja schonn etwas größer als ein normales Fahrrad ist.
Allerdings muss ich sagen: Die Autofahrer, die sich tatsächlich hinter einem einordnen, halten in der Regel auch den gleichen Abstand. Das Problem ist die typische Halbierung bei Leuten, die "gleich überholen wollen" (auch wenn das auf absehbare Zeit nicht möglich ist) und die versetzt "neben" einem Fahren, aber noch nicht ganz vorbeipassen. Letzteres ist die typische Situation für Radfahrer und dann sind es halt nur noch 5 m, das gleiche kannst du aber zum Beispiel auch mit Rollerfahrern auf der Landstraße oder mit langsamen PKW an 4-5 m breiten Straßen, die knapp zu schmal für zwei Spuren sind. Da werden aus sonst 20 m Sicherheitsabstand (bei den entsprechend höheren Geschwindigkeiten) dann 10 m, wie beim Radfahrer "an dem man im Zweifelsfall vorbeipasst (ja klar... langliegende Radfahrer sind auch SOOO schmal) aus 10 m 5 m werden.

Viel mehr stört mich aber fehlender seitlicher Abstand beim überholen, gerade von großen SUVs und (Nicht-ganz-so-)Kleintransportern. Ob ich quer vorm zu dicht auffahrenden Auto liege habe ich nämlich noch weitestgehend selbst unter Kontrolle, ob ich vom Spiegel umgenietet und der Hinterachse überrollt oder vom Windstoß ins nächste Hindernis geschubst werde nicht.


Ja ganz einfach die Rechtslage ändern und Dashcams für Fahrradfahrer erlauben. Dann die Aufnahmen einreichen lassen und die Grenzen für den Führerscheinentzug deutlich absenken.

Erstmal die Geldstrafen deutlich anheben. Sonst kriegst du die ganzen Beamten zur Bearbeitung nicht bezahlt. Vom plötzlichen Bedarf an ÖPNV und (dann leider gar nicht mehr verfügbaren) Taxen ganz zu schweigen.


Wenn ein Radweg vorhanden ist fahre ich nicht auf der Straße.

Ein Problem, dass sich mir kaum stellt :ugly:


Was mir spontan einfällt:
  • Schneiden von Straßenbahnen, dass diese zur Notbremsung gezwungen sind und die Fahrgäste teilweise durch den Innenraum kullern. (Manchmal geraten sie dabei selber unter die Räder...)
  • Wie eine besenkte Sau durch die Bahnhofsunterführung, obwohl dort 24/7 Fahrverbot für Fahrradfahrer ist sowie Haltestellen für Straßenbahn und Bus, dass die Leute die dort stehen zur Seite springen müssen, wenn sie nicht mitgenommen werden wollen


  • Da muss ich aber ganz ehrlich sagen: In Deutschland sind viele Bushaltestellen miserabel platziert und die Wartenden scheißen noch größere Haufen auf die Radfahrer als umgekehrt. Wenn die Fläche zwischen Hauswand und Straße im Bereich der Haltestelle nur 1 m breiter als sonst ist (oder noch weniger), der Radwege aber nicht davor auf die Straße und dahinter wieder hochgeführt wird, dann geht es naturgemäß eng zu. Wer sich dann zum warten nicht auf den Fußweg oder schmal entlang der Straße aufstellt, sondern dicke Grüppchen bildet, sodass nur noch 60 cm lichter Freiraum sind, der muss sich nicht wundern, wenn mit Radfahrer mit geringem Abstand vorbeikommen. Die können gar nicht anders.

    Und auch wenn einige Radfahrer, die ich definitiv nicht in Schutz nehmen möchte, sich noch weitaus riskanter verhalten und Fußgänger tatsächlich zum springen zwingen: Ich selbst nehme auf den Komfort von Leuten, die sich einen Dreck um mein Vorkommen scheren, auch wenig Rücksicht. Wenn da genug Platz ist, um Abstand zum Radweg zu halten und jemand stellt sich auf 5 cm rann, dann gehe ich davon aus, dass ihm 5 cm Abstand genügen. Zur eigenen Sicherheit fahre ich zwar mit maximaler Bremsbereitschaft an, aber ich bremse garantiert nicht auf Schrittgeschwindigkeit ab oder fange gar an zu schieben, damit sich so ein Depp nicht erschrickt. Das gleiche gilt auch auf getrennten Rad- und Fußwegen, wenn mal wieder eine Gruppe von 3-4 Fußgängern der Meinung ist, das nebeneinander und halb auf dem Radweg gehen die einzige Möglichkeit ist. Wenn es möglich ist, da auf meinem Streifen so zu fahren, wie ich das möchte, dann mache ich das auch. Wer damit ein Problem hat, wird durch große Schilder und eine dicke Markierung auf dem Boden davor gewarnt, dass hier Radfahrer fahren. Ich spring ja auch nicht einfach auf die Straße und erwarte, dass alle anderen eine Vollbremsung machen, nur von Radfahrern wird das immer wieder verlangt.

    Das Schadenspotenzial eines Fahrradfahrers gegenüber eines Fußgänger, dürfte auf der gleichen Stufe mit der eines Skifahrers stehen.
    Nuernberg | Fahrrad rammt Fussgaenger | Radio 8
    Dieter Althaus - Skiunfall – Wikipedia

    Wie Rotkaeppchen schon angemerkt hat: Skifahrer, die in gefährliche Unfälle verwickelt sind, fahren im Schnitt wesentlich schneller als Radfahrer. Das Potenzial für hohe Geschwindigkeiten ist natürlich bei beiden ähnlich hoch, aber Skifahrer begegnen einem naturgemäß da, wo steile Hänge und (relativ) freie Pisten hohe Geschwindigkeiten ermöglichen, während Radfahrer das Tempo meist aus eigener Kraft erreichen müssten (aber nicht können) und außerdem durch diverse Hindernisse und mangelnden Platz davon abgehalten werden. Ich habe jedenfalls noch nie davon gehört, dass es tödliche Kollisionen durch Langläufer gegeben hat und die "Kampfradler", über die sich zumindest meine Oma immer beschwert hat, waren vielleicht mit 15, maximal 20 km/h unterwegs...
    Das ist je nach persönlichem Empfinden beängstigend, wenn man mal wieder null Orientierung im Verkehr hatte und so einer plötzlich in 20 cm Abstand an einem vorbeisaust, ggf. noch deutlich größer ist durch das Rad unterm Hintern, aber es hat eine viel geringere kinetische Energie als ein flotter Abfahrtskifahrer mit 40-50 km/h. Die Höhe beziehungsweise der andere Schwerpunkt wirkt zusätzlich günstiger für den Fußgänger: Ein Skifahrer kommt als gebückte, kompakte Kugel an, meist mit einem harten Helm vorne, sodass er seine gesamte Energie mit einem Schlag ins Opfer packt. Ein Radfahrer dagegen, vor allem einer der aus dem Sattel geht weil er gerade richtig reintritt oder bergab beweglicher sein will, hat einen deutlich höheren Schwerpunkt als ein Fußgänger. Der kann einen umhauen, ja, aber er wird mit einem Großteil seiner Energie über einen hinweg weiterfliegen und sich selbst am meisten wehtun, wenn er auf die Kollision nicht vorbereitet war. (und wenn er darauf vorbereitet war, dann ist er entweder ein echtes Arschloch, oder er war eigentlich der Aufmerksamere, dem ein Fußgänger vors Rad gelaufen ist)
    Außerdem wird ein Radfahrer ein Hinderniss immer entweder nur streifen (und dadurch wenig Schaden anrichten) oder aber zuerst mit dem Vorderrad treffen, dass dadurch abgelenkt wird einen Teil des Schwungs zur Seite lenkt oder aber, häufiger, den Fahrer nach oben über den Lenker katapultiert. In den schlimmsten Fällen würde ein Fußgänger also nur 15 kg Fahrrad (25 km/h) und einen Stoß im Schulterbereich von einem vorbeifliegenden Radfahrer erhalten. Das reicht für einen Sturz mit in seltenen Fällen üblen Folgen, ist aber eine Größenordnung weniger als 90 kg Skifahrer, die einem mit 50 km/h ihren Helm durch die Nieren rammen.


    Hmm... ich fahre in der Freizeit auch sehr gerne Rad, wohne aber auf dem Land, insofern sind die typisch städtischen Konflikte hier nicht so präsent.

    Aber, was mich dann als Fußgänger, z. B. Gassigehen mit unseren Hunden schon ein wenig aufregt, ist wiederum die leider große Rücksichtslosigkeit der Fahrradfahrer, bzw. meist sind es E-Bikes, gegenüber den Fußgängern.

    Da herrscht offensichtlich überwiegend die Meinung vor, einmal klingeln auf dem gemeinsamen Rad-/Fußweg genügt und man springt schnell zur Seite, damit der Radlfahrer mit Höchstgeschwindigkeit vorbeisausen kann.

    Das funktioniert aber nicht bei Hunden, die so was Schnelles als Beute oder Bedrohung auffassen und schon zwei mal nicht mit einem überbreiten Kinderwagen, in dem meine beiden Enkelkinder sitzen.

    Ich würde mir sehr wünschen, wenn jene Radfahrer, die so sehr auf Autos bzgl. Rücksichtslosigkeit schimpfen,

    ihr Eigenverhalten reflektieren würden und entsprechend bei schwächeren Verkehrsteilnehmern die erwartete Rücksichtnahme walten lassen würden.

    Ein wenig Entschleunigung würde allen gut tun...

    Verkehrsmittel und -wege dienen vor allem dem Transport von A nach B. Entschleunigung wäre schön, ist aber nicht immer möglich. Wenn also jemand mit einem berechtigten Beförderungsanliegen auf jemandem trifft, der einen Verkehrsweg für sein Freizeitvergnügen mit Hund zweckentfremdet, dann rechtfertigt das zwar kein Arschlochverhalten, aber eigentlich bist du in diesem Moment derjenige, der keinerlei Rücksicht gegenüber einem gleichberechtigten Nutzer dieses Weges gezeigt hat. Genauso wie der Radfahrer eigentlich verpflichtet wäre, dich nicht zu gefährden, bist du verpflichtet deinen Hund so zu führen, dass ihr niemanden behindert.

    Fairerweise gegenüber beiden Seiten muss ich aber sagen: Viele Wege sind als gemeinsamer Fuß- und Radweg ausgeschildert, die überhaupt nicht als solcher geeignet sind oder ausgeschildert werden dürften. Man soll mindestens einen halben Meter Abstand vom Bordstein halten und mindestens einen Meter Abstand zu Fußgängern, jeweils ab Lenker. Dazwischen noch 60 cm Fahrrad und daneben mindestens ein halber Meter Fußgänger plus noch einmal einen halben Meter Abstand von dem zum äußeren Wegesrand wäre also das absolute Minimum, damit sich beide auf einem Weg überhaupt überholen können. Also 3,1 m und da geht bereits jegliches "Nebeneinanderlaufen" oder "Fußgänger in verschiedene Richtungen" nur, wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen (sonst könnte man ja auch gleich getrennt ausschildern).
    In der Praxis sieht man aber häufig Wege, die nicht einmal 2 m breit sind, aber als gemischter Weg gekennzeichnet. Da kann man nicht einmal an Häusern vorbeiradeln, weil jederzeit jemand aus einer Tür treten könnte. Und in Schrittgeschwindigkeit hinter jemandem herzuckeln ist nun wirklich keine gleichberechtigte Nutzung durch Radfahrer, sondern nur die faule Alternative zu Schieben, die eigentlich überall erlaubt sein sollte. Das unter solchen Umständen viel zu viele weiterhin Auto fahren, braucht niemanden zu wundern - als Faustregel würde ich mal sagen: Wenn ein Radfahrer überhaupt auf einem Weg sein darf und trotzdem klingeln muss, läuft auch oder vor allem beim Fußgänger, eher aber dem Verkehrsplaner was falsch. Man stelle sich vor, Autofahrer müssten alle paar Meter hupen, um auf der Straße Auto fahren zu können...
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Zur Klarstellung der individuellen Situation in meinem Falle:

Diese Wege hier in Tirol sind sicherlich keine Wege mit "berechtigtem Beförderungsanliegen" im Sinne von Berufspendler, o. ä. sondern sind als Wanderwege mit "Duldung" des Radverkehrs.
Sprich, hier finden reine Freizeitaktivitäten statt.
Vom Gesetzgeber her gilt in Österreich, dass bei gemeinsamen Rad- und Verkehrswegen der Fahrradfahrer maximal 20 km/h fahren darf,
auf Wanderwegen mit Duldung des Radverkehrs, der Radfahrer zwingend absteigen muss.

Der eigentliche Aufreger meinerseits ist, dass 90% der Radlfahrer dies mißachten und von diesen 90% Radlfahrer 100% Touristen sind, die meinethalben in Berlin,
München oder sonstwo sich lauthals über den Autoverkehr aufregen, in der "freien Natur" aber sich wie die Axt im Walde gegenüber schwächeren "Verkehrsteilnehmern" verhalten.

Ich persönlich kann damit umgehen, aber Familien, die mit ihren kleinen Kindern oder Kinderwagen vom Weg geklingelt werden, eben nicht.

Diese egoistische Rücksichtslosigkeit ist mir vollkommen unverständlich und solche Touristen dürfen sich gerne alternative Reiseziele suchen, die braucht kein Mensch hier.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

In Deutschland sind viele Bushaltestellen miserabel platziert und die Wartenden scheißen noch größere Haufen auf die Radfahrer als umgekehrt.
Vielleicht sollten Radfahrer sich auch einfach mal an die Regeln halten, die sie allerorts gerne von allen anderen verlangen: Verkehr - Radweg an Bushaltestelle: Bei Gefaehrdung bekommen Radler Punkte - Wirtschaft - Sueddeutsche.de
Radverkehrsfuehrung an Haltestellen
Aber manchmal hat man den Eindruck, dass sich Radfahrer als Götter auf zwei Rädern fühlen...
 
Zurück