AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung
Thema Regen und Wind.
Doch der kommt auch von der Seite und das ist unangenehm. Außerdem kann dir so auch nicht Ansatzweise warm werden.
Die Kieler Definition lautet "wenn es nicht von der Seite kommt, ist es noch kein Regen". Und wie angedeutet wird einem ganz schnell
zu warm, wenn man selbst tritt. Von daher würde ich ein Velomobil, dass (scheinbar) nur Schutz von vorn und oben bietet, nicht gleich als Schwachsinn abtun. Das kann durchaus funktionieren, zumindest es wäre es ein sehr deutlicher Fortschritt gegenüber normalen Fahrrädern. Vielleicht funktioniert es auch nicht - aber da muss das fertige Produkt abwarten. Die Fahrradrischkas, die seit Jahren in Innenstädten unterwegs sind (in verringerter Zahl auch bei Regen), haben beispielsweise allesamt keine Türen und niemand scheint sie zu vermissen. Beide Varianten anzubieten und damit dem Kunden die Entscheidung zu überlassen, klingt nach einem legitimen Ansatz. Je nach Antriebsvariationen kommt auch noch der restliche Aspekt hinzu - wenn es auch ganz ohne Treten fahren soll, machen Türen einen großen Unterschied, wie vom Twizzy bekannt sein sollte.
Lesen und verstehen. Und jetzt hängt es von der Anzahl der Vulkane ab. Aktuell haben wir sehr wenige, früher, als der zusammenhängende Kontinent Pangeä zerbrach, sah das anders aus. Heute spielen Vulkane keine bedeutende Rolle, aber das kann sich jederzeit ändern.
"Jederzeit" ist in einem Thread, der über anthropogene Aspekte und damit Zeiträume spricht, missverständlich. Sagen wir "jedes Jahrmilliont"
Kann mir jemand erklären wieso Tres immer noch nicht rafft auf was wir hinaus wollen?
Er hangelt sich oft von einem Keyword zum nächsten, beachtet dabei aber nicht immer die Argumentation drum rum oder die genaue Formulierungen. Manchmal erscheinen die Grenzen zu einem guten Chatbot fließend. Das ursprüngliche "Klimaschutz und Umweltschutz sind nicht das gleiche!" hat ja beispielsweise nie bestritten, dass eine Verknüpfung geben könnte, trotzdem gehts im Streit vor allem darum...
Ich denke, wir sollten hier einmal deutliche Unterscheidungen machen, wovon und worüber wir reden.
Klimaschutz
Ist es das natürliche Klima, das sich schon immer über größere Zeiträume geändert hat?
Oder DAS Klima eines bestimmten Zeitraums, das geschützt (bewahrt) werden soll?
Das "anthropogen" im Titel stellt klar, dass wir uns mit effekten auf humanen und nicht auf geologischen Zeitskalen bewegen.
Umweltschutz
Sämtliche Eingriffe des Menschen in die Natur?
Oder nur das beseitigen von Müll und die Konzentration von Abfällen (gefilterter Russ etc) an bestimmten Orten?
Umweltschutz betrachtet prinzipiell IMMER alle Eingriffe, auch wenn es in der Praxis bestenfalls für das Nötigste reicht.
Man kann nun sagen, Umweltschutz und Klimaschutz schließen sich an bestimmten Stellen aus.
Eben weil wir zB bestimmte Stoffe in die Atmosphäre bringen müssen, die das weitere Aufheizen verhindern, damit wir den Klimawandel zumindest abmildern.
Tatsächlich aber bräuchten wir das nicht, wenn der menschliche Einfluss auf das Klima minimiert wird.
"Schutz" bedeutet grundsätzlich, dass Einflüsse verhindert werden. Wenn du Einflüsse auszugleichen versuchst, dann ist dass eher (Klima-)"Korrektur". Aber auch abseits von Geoengeneering-Hirngespinsten gibt es Bereiche mit gegenläufigen Zielen. Für den Klimaschutz müssten wir zum Beispiel möglichst große Flächen mit schnell wachsenden Bäumen dicht an dicht bepflanzen und diese dann abholzen und das CO2 einlagern (/verbauen/...). Um diese Flächen zu haben müsste umgekerht die Nahrungsversorung intensiv mit viel Chemie auf kleiner Fläche erfolgen. Der Naturschutz strebt eher eine exzessive Landwirtschaft und naturbelassene, durchmischte Wälder ohne Kahlschlag vor.
Wichtig für die allgemein Debatte ist es festzuhalten, dass klassische Aspekte des Arten-, Landschaft- und Biotopschutzes sowie Naherholungsgebiete bestenfalls zusätzliche Klimaschäden verhindern (weil sie halt Änderungen blockieren), aber keine wirkungsvollen Klimaschutzmaßnahmen darstellen und dass umgekehrt Windräder, Stromsparen und ähnliches nicht eine Art vor dem Aussterben retten werden. Das heißt Klimaschutz ist unabhängig von und zusätzlich zum klassischen Umweltschutz dringend nötig. In der Praxis sind aber viele Menschen (und die von denen gewählten Politiker) immer noch der Meinung, wenn man genug für a) gemacht hat, müsse man nichts mehr für b) machen und umgekehrt. Das ist aber grundlegend falsch. Klimaschutz sollte nicht mal im Umweltministerium angesiedelt sein, sondern braucht ein eigenes Budget.
Für mich ist das Klima ein Teil meiner Umwelt, Klimaschutz also eine Unterkategorie von Umweltschutz.
Die Definition greift ein Bißchen zu kurz, denn auch beispielsweise Hauswände gehören zu deiner Umwelt, trotzdem sind Anti-Grafittimaßnahmen kein "Umweltschutz". Möglicherweise könnte man Klimaschutz dazu zählen und als Untergruppe neben Natur-, Arten-,...schutz stellen. Also alles, was ursprünglich vorhandenens schützen möchte. Bislang wird "Umweltschutz" aber nahezu synonym mit "Naturschutz" verwendet respektive umfasst nur die klassischen Schutzaspekte, die spätestens seit den 60ern unter dem Begriff laufen. Mit diesen hat Klimaschutz wenig zu tun und aufgrund der ohnehin probelmatischten Verwechslungen (s.o.) würde ich eine etymologisch noch so naheliegende Begriffsumdeutung vermeiden. Sonst ist der Begriff am Ende eine genauso nutzlose, leere Worthülse wie "Terror" seit 9/11.