AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung
An den Neuwagen, die gekauft werden, sieht man leider auch, wer sich sowas größtenteils noch leistet: Alte Säcke mit viel Geld und oft einem eigenen Parkplatz. Alle jüngeren, die ich kenne, hassen SUVs. Aber die kaufen auch alle Gebrauchtwagen und Gebrauchtwagenkäufer kümmern die Autoindustrie einen Dreck. Volkswirtschaftlich dagegen dürften >80% der Autos "Gebrauchtwagen" sein, also schon beim mindestens 2. Halter. (Hatten wir gerade das Unterthema staatliche vs. private Wirtschaft und Lenkungswirkung?)
Die Frage ist doch ob es aus wirtschaftlicher Sicht nicht sowieso wesentlich effizienter wäre den ÖPNV und zeitlich begrenzten Leihfahrzeugverkehr zu fördern und umweltfreundlicher zu gestalten, als weiterhin so unfassbar viel Energie und Geld für den Individualverkehr und private Mobilität zu investieren.
Nö. Das ist keine Frage. Das ist einfach ein Fakt.
Aber der interessiert deutsche Verkehrsminister noch weniger als diejenigen, die sie wählen.
Ich will garnicht wissen wieviel Mrd. Euro in Deutschland jährlich von Haushalten & Staat zusammen für den Individualverkehr ausgegeben wird, würde man da von jedem Haushalt eine monatliche pauschale Abgabe nehmen könnte man vermutlich noch das letzte Hinterwäldlerdorf in Mecklenburg Vorpommern vernünftig an einen umweltfreundlichen ÖPNV anbinden, zudem würde das mit zimlicher Sicherheit auch den Bedarf an der notwendigen erzeugten Energie, für den restlichen Verkehr, deutlich reduzieren.
Allein wenn du die durch funktionierenden ÖPNV überflüssig werdenden Straßenflächen in den Innenstädten von München, Hamburg und Berlin als Bauland verkaufst, hast du den ÖPNV für das nächste Jahrzehnt finanziert.
Die These der Monopolisierung ist für mich weiterhin fragwürdig. Denn immer dann, wenn es ein Monopolist zu dolle treibt, wenden sich Kunden ab und es entstehen Alternativen.
Soweit die Einhorn-Blumenwiesen-Theorie der Wirtschaftsliberalen. Faktisch sieht es so aus, dass wir in einer hochtechnologisierten Welt leben, in der in den meisten Branchen Milliardeninvestitionen nötig wären, um aus dem nichts konkurrenzfähig zu werden. Niemand braucht die zweitschnellste GPU (einer Klasse), niemand braucht das halb so effiziente Flugzeug. Und da weder einschlägige Ingenieure noch Lizenzen auf den Bäumen wachsen, muss erst einmal verdammt viel in Entwicklung investiert werden, ehe man überhaupt auf den Markt gehen kann. Daran ändert sich selbst dann wenig, wenn der Monopolist über Jahre nahezu kompletten Stillstand abliert, denn solange alle Entwicklungen durch weitreichende Patente abgesichert sind, ist nachbauen sogar aufwendiger als neubauen. Guck dir doch den CPU-Markt an: Intel hinkt den eigenen Plänen um drei bis vier Generationen hinterher und hat de facto seit 2015 keine neue Technik vorgestellt. Und selbst AMD, die auf recht attraktive Querlizenzierungen zurückgreifen können und vor 15 Jahren noch technologischer Marktführer waren, sind weiterhin gezwungen, ihre Prozessoren zum beinahe-Selbstkostenpreis zu verramschen und können selbst damit nur einen kleinen Teil des Marktes erreichen. Wie sollte hier ein Konkurrent aus dem nichts erwachsen?
Und bislang rede ich nur vom Know-How. Guck dir mal an, welche Möglichkeiten (Fast-)Monopolisten in der globalisierten Realität haben, um etwaige Konkurrenten von Handel und Zulieferern abzuschneiden, wenn sie wollen. Es heißt aus gutem Grund "Kapitalismus" und wer das Kapital schon hat, der hat die Macht. Die Macht ALLES zu tun.
Dazu gesellen sich dann neue Techniken, die neue Firmen hervorbringen. Die Halbwertszeit großer Konzerne liegt unter 20 Jahren. Und z.B. zu CPUs gibt es mit der ARM Prozessoren natürlich gute Alternativen zu Intel und AMD.
So? Ich lese seit 10 Jahren von kommenden ARM-Servern. Genutzt werden sie bis heute nur in absoluten Nischen und das auch nur, weil China aus politischen Grund große Summen in eine eigene CPU-Entwicklung pumpt und nun einmal nicht auf x86 aufbauen kann. Alle marktwirtschaftlichen Konkurrenten (selbst die von Intel selbst entwickelten) sind dagegen untergegangen, obwohl sie durchaus ihre Vorteile hatten. Aber eben nicht den einen entscheidenen Vorteil des Marktbeherrschenden: Kontakte, in dem Fall in Form des gesamten Software-Ökosystems.
Es geht um die nächsten vierzig Jahre. Und Du kannst davon ausgehen, dass alles, was erreichbar ist, gefördert wird, wenn wir nicht billige und funktionierende Alternativen entwickeln und Entwicklungsländern zur Verfügung stellen. Warum sollten Hungernde und Frierende aufhören, Kohle aus dem Boden zu buddeln. Und erkläre mal Menschen in Sibieren, und da leben ein paar Millionen, dass sie ohne fossile Energien auskommen sollen. Das Gelächter wird riesig werden.
Eigenbedarf bringt keinen Gewinn. Die großen Ölschlucker sitzen in Nordamerika, Europa und Ostasien. Und diese Märkte drohen in den nächsten vierzig Jahren zu versiegen, lange vor den Quellen. Südamerika und Afrika sind schon jetzt bestrebt, teure Importe zu reduzieren. Wie gesagt: Diejenigen, die auf dem Öl sitzen, haben ganz offensichtlich Torschlusspanik. Und die wissen wieso. Das heißt nicht zwingend, dass das Zeug nicht mehr gefördert wird, aber es heißt dass es billig bleiben muss, damit Alternativen nicht die überhand nehmen. Die wirklich teuren Vorkommen wird in 20-30 Jahren niemand mehr anrühren, schon jetzt investieren alle, die mit Öl reich geworden sind* gezielt in alle möglichen anderen, zukunftsträchtigeren Geschäftsfelder. Fürs Klima kommt dieser Prozess viel zu spät, aber selbst Ölkonzerne kümmern sich heute nicht mehr um Peak-Oil und die Erschließung möglichst vieler neuer Vorkommen.
*Gazprom wirkt nicht reicht und investiert nicht in Alternativen
Es ist ökologisch wenig sinnvoll, mit einer 1000kW Lock drei Hanselns von A nach B zu fahren.
Es ist ökologisch auch kein Problem, drei Hansels mit drei Autos von A nach B zu fahren.
Aber die 30000(0) Hansels, die jeden Tag durch meinen Stadtteil stinken, weil sie lieber "im Grünen als in der dreckigen Stadt" wohnen (danke...), die sind ein Problem. Und für die lohnt sich zumindest eine Straßenbahn.
Aber im Bereich Mobilität tut sich sehr viel, warten wir die nächsten Jahre ab. Z.B. die kleinen Elektroroller können eine Revolution auslösen, weil das Auto damit wirklich für Fahrten bis 5km obsolet wird.
Als Privatgerät glaube ich nicht daran. 5 km mit dem Fahrrad sind selbst beim Fitnessgrad des Durchschnittsdeutschen keine Anstrengung; in wenig bergigen Regionen (bei 30% helfen auch die Mini-E-Roller nicht) der Krafteinsatz wird erst bei >10 km zum Thema. Aber Verkehrswege/Sicherheit und vor allem Wetter sind häufig angegebenen Gründe fürs Kurzstreckenauto und da sind die Roller auch nicht besser respektive noch schlechter dran.
Als Mietgerät für Ultra-Kurzstrecken könnten sie Verbreitung finden und damit zumindest an sonnigen Tagen KFZ-Kilometer einsparen. Aber die Dinger sorgen eben auch für ein echtes Müllproblem in den Städten und behindern andere Verkehrsteilnehmer inklusive Radfahrer. Da bin ich noch sehr misstrauisch.
Es müssen auch nicht überall 100A Schnelllader stehen. Unter jedem Bürgersteig liegen Stromkabel für die häusliche Versorgung. An jeder Laterne ist genug Strom, um Batterien mit 2KW laden zu können. Das hilft schon, für den Angestellten, der acht Stunden parkt, und den Einkaufenden, der damit die Reichweite leicht erhöht. Und Parkhäuser mit Ladestationen auszustatten ist gar kein Problem. Man muss es nur wollen.
Du sagst es: "für die häusliche Versorgung". Die sind schon einem Zweck gewidmet und dort bereits über Mischkalkulation knapp ausgelegt, ganz abgesehen davon dass du Abzweiger auch erstmal setzen und somit alle Straßen aufreißen musst. Leicht zugänglich wären tatsächlich Laternen, ja. Aber die stehen nicht an jedem Parkplatz, sondern in der Regel 5 bis 10 Autolängen auseinander und mit 400 W pro Fahrzeug lädts du in acht Stunden nicht einmal den Weg von und zur Arbeit auf. Davon abgesehen bin ich schon vor längerer Zeit mal alle meine vergangen Wohn- und Arbeitssituationen sowie, soweit ich sie kenne, die von Bekannten und Verwandten durchgegangen. Ergebnis: In weniger als 10% der Fälle stehen überhaupt Laternen unmittelbar an der Fahrbahn und selbst da wäre nicht immer die Installation von Ladesäulen möglich. In den meisten Fällen sind die Masten dagegen auf der straßenabgewandten Seite der der Fuß- und Radwege platziert, man müsste also wieder Erdkabel neuverlegen um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu behindern und in einem gar nicht mal so kleinen Teil ist selbst dass nur einseitig gegeben. In meiner jetzigen Umgebung sind sogar mehrer Blocks in jede Richtung fast alle Straßenbeleuchtungen an Hauswänden abgespannt, ganz ohne Mast. Da hast du gar keinen Strom an der Straße.
Es war überhaupt kein Problem zu beschließen, dass jeder Neubau in Großstätten eine eigene Tiefgarage bekommen muss. Was das kostet und Platz wegnimmt. Es ist nur ein Fingerschnipp zu beschließen, dass alle neuen Tiefgaragenplätze an jedem Parkplatz eine Schnellladestadion haben müssen.
Es nimmt keinen Platz weg, dass ist ja der Grundgedanke

Und für die Schnellladestationen (nicht-Schnell würde auch reichen), brauchst du eben dennoch einen Hausanschluss, der die resultierenden Ströme verkraftet. Und die betragen dass doppelte bis vierfache dessen, was man für die Wohnungen selbst benötigt, aber die gesamte großräumigen Zuleitungen in die Wohngebiete sind nur für letzteres dimensioniert. Das ist nicht wie auf dem Land am Arsch der Welt, wo die Stromverkabelung vor allem von Weiterleitungsbedürfnissen dominiert wird, also sowieso eine dicke Leitung am Haus vorbeiführt. In Großstädten musst du große Teile des Netzes komplett neu machen. Das ist teuer und vor allem nicht im Einflussbereich des Häuselbauers, sondern dem der Städte. Und die haben kein Geld und werden deswegen nie solche Verordnungen erlassen.
Ganz abgesehen davon: Wer in der Stadt wohnt, fährt im Alltag vermutlich eher wenig Kilometer mit dem Auto. Ist jedenfalls in meinem Umfeld so, Autos in der Stadt sind nunmal unpraktisch. Die vielen Kilometer kommen bei denen zusammen, die in die Stadt hinein pendeln. Für die brauchst du keine Ladestationen in Tiefgaragen, sondern bei den Arbeitgebern respektive in deren Umgebung. Könnte man auch vorschreiben, aber dann brüllen ja wieder die "kleinen und mittelständischen" Unternehmen...
Aktuell liegen wir trotz EEG immer noch um 10-15% Anteil der EE im Vergleich zum gesamten Primärenergieverbrauch. Und die Statistik ist ungenau, weil wir sehr viele Energieaufwenig hergestellte Prosukte importieren. Expotrtieren tun wir dagegen relativ energiearm gewandelte und veredelte Stoffe.
https://www.handelsblatt.com/politi...tml?ticket=ST-635679-VeQqyyLc7rLFihPWVy9E-ap1
.. in den Ansprüchen. Nicht jeder muss einen Tesla fahren. Es wird gerade für die Elektromobilität hoffentlich einen Schritt zurück zu sinnvoll Fahrzeugen geben, die stadtgerecht sind. Ich überlege z.B. ernsthaft, zum Elektrofahrrad ein Kleinstfahrzeug zu kaufen, den Rest dann mit der Bundesbahn und Elektroroller zu erledigen. Was ich dann an Strom verbrauche, kompensieren LED Beleuchtung und sparsamere elektrische Verbraucher im Haushalt. Aber noch nutze ich mein 4l Auto und fahre immer langsamer und weniger.
Renault TWIZY – Elektroflitzer fuer die Stadt
Stadgerechte Fahrzeuge sind die mit den zwei Rädern. Mehr passt nicht, mehr braucht man nicht. Ggf. ein dreirdädriges, wenn man keinen Fahrradanhänger und kein zweirädiges Lastenrad mag, aber trotzdem Getränkekisten holen will. Ich selbst hätte das Auto auch schon abgeschafft, wenn ich nicht so gern da wäre, wo möglichst keine Menschen sind und somit auch kein ÖPV hinfährt. Aber in der Stadt steht das Ding die meiste Zeit nur rum (verursacht damit aber auch keine Umweltzerstörung, sondern nur ein Bisschen Platzverbrauch)
Beispiel Atomkraft. Wie kann es sein, dass man Kraftwerke aufbaut ohne vorher zu klären, was mit den Abfällen passiert?
Nennt sich ausdrücklich und höchstamtlich "Ausnahmegenehmigung" mit der Verpflichtung, möglichst schnell ein Endlager einzurichten.
Diese hätte Merkel übrigens jederzeit entziehen und damit die Betriebsgrundlage für AKWs ganz legal beenden können, anstatt Abschaltungen anzuordnen, die den Steuerzahler Milliarden kosten.
Ist doch nicht mit der Datenmenge zu vergleichen, die autonomes Fahren mit sich bringt.
Lern es bitte endlich mal:
AUTONOMES Fahren erzeugt exakt null Datenverkehr. Das ist die Definition von autonom. Was du (und diverse 5G-Advokaten) herbeibeschwörst, ist ferngesteuertes Fahren und das ist so oder so Rotz.
Im übrigen beinhaltet autonomer ÖPNV auch autonome Züge, die vergleichsweise leicht beherrschbar sind -seit Jahren- aber trotzdem immer noch die absolute Ausnahme. Ich bin bislang nur mal in Nürnberg damit gefahren.
Meistens geht das leider auch kaum. In der Stadt ist der Wohnraum teurer, also ziehen schlechter verdienende ins Umland. Dann ist wiederum häufig ein Auto von Nöten, weil der Tag durchgetaktet ist und es mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu lange dauert.
Tjo, und genau ist das Problem: Wohnraum ist teuer, dabei gehen dessen Kosten letztlich fast nur auf (Handwerker)Löhne zurück,also etwas von dem eigentlich viel haben möchte, und das gleiche gilt für ÖPNV, bei dem die Energiekosten ebenfalls nur einen kleinen Anteil haben. Energieintensives Autofahren dagegen, dass man angeblich tunlichst vermeiden will, ist spottbillig. Weil fossile Energien (und auch Autos als solche) massiv subventioniert werden, während Löhne hoch mit Abgaben belastet sind.
Was wird man für ein altes Auto an Steuern bezahlen, wenn endlich die Abgabe hin auf gesundheitliche Schädigungen bestimmt werden? Am Tag 10,-€ Schadstoffsteuer wäre nicht zuviel, oder? Aber mit CSU Verkehrsministern wird rein gar nichts passieren, außer heißer Luft. Na gut, Schauer hat es immerhin geschafft, dass die EU dioe NOx Grenzwerte weiter reduziert. Da hat er mal richtig Erfolg gehabt.
Eine Steuer pro Tag (oder auch pro Kauf) bestraft vor allem diejenigen, die wenig fahren, aber ab und zu eben doch ein Auto brauchen. Die, die viel fahren und das echte Problem sind, juckt sie im Vergleich zu den anderen Kosten eher wenig. Lenkungswirkung ist somit gleich null. Das gilt auch für z.B. Parkplatzabbau in Städten zu Lasten von Anwohnern, diverse Kauf- und Verschrottungsanreize, etc.
Wer AutoFAHREN reduzieren will, der muss die FAHRkosten, also den Spritpreis steigern.