AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung
Hat jemand eigentlich mal einen guten Text, gerne auch ein Buch dafür warum Privatisierung sinnvoll ist und Staatsbetriebe ineffizient sind?
Also beim Mobilfunk etc kann ich die Privatisierung ja noch verstehen, bei Wasser z.B. überhaupt nicht.
Ein einzelnes Buch könnte ich dir dazu jetzt nicht nennen.
Grundsätzlich aber ist Privatisierung ist genauso keine Universallösung wie es die Verstaatlichung wäre.
Das liegt schlicht an der grundlegenden Handhabung und Ausrichtung beider "Systeme".
Privatisierte Systeme sind grundsätzlich darauf ausgerichtet wirtschaftlich zu arbeiten und Profit zu erzielen, das beißt sich aber spätestens dann wenn man das dort machen will wo es schwierig ist wirtschaftlich zu bleiben, weil die "Ware" auf Grund individueller Faktoren nur schwer reproduzierbar kalkulierbar ist (z.B. in Krankenhäusern, oder Pflegeheimen).
Auch ein Problem wird es dort wo ein öffentliches Interesse daran besteht das die Preise so sein müssen das auch die ärmeren Menschen einer Gesellschaft sich das noch leisten können müssen (Trinkwasser, öffentlicher Nah- / Fernverkehr, meiner persöhnlichen Meinung nach eigentlich auch inzwischen Strom ect).
Deshalb sind das eigentlich Bereiche die nicht privatisiert gehören, weil sich dort öffentliches Interesse (Bezahlbarkeit und notwendige Pflege bis zur Genesung) mit den Zielen privater Unternehmen beißen.
Das führt dann dazu das, damit die vom Staat vorgegebenen Vorgaben noch erreicht werden können getrickst wird, die Qualität leidet, oder die Preise so grenzwertig werden das es für bestimmte Personengruppen schwierig wird sich das noch leisten zu können.
Eine Verstaatlichung hat hingegen wieder das Problem das dort nicht unbedingt mit der notwendigen Effizienz und Kompetenz gewirtschaftet wird, das wird dann zu einem Problem wenn man eben zuviele staatliche Betriebe hat die nicht mehr kostendeckend und effizient arbeiten und so eigentlich nicht mehr auf dem Markt konkurenzfähig sind mit ihrem Angebot. Das führt dann meist auch dazu das diese Unternehmen mit Steuergeld stark subventioniert werden müssen, was wieder die Staatskassen stark belasten kann.
Zudem gibt es da das Problem das staatliche Betriebe den finanziell starken Staat in ihrem Rücken ggf. dafür missbrauchen können um Konkurenz am Markt durch Dumpingpreise zu verdrängen.
Kurz um, beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile, beide Systeme haben eigentlich ihre Existenzberechitgung, leider nur haben wir das Problem das die neoliberalen Vollpfosten zusehends die letzten zwei Jahrzehnte der Meinung waren das Privatisierung ein Allheilmittel wäre und staatliche Betriebe die Keimzelle der Kommunistischen Teufelei, was dazu geführt hat das städtische Wasserbetriebe, Wohnungsgesellschaften, Verkehrsbetriebe, Krankenhäuser privatisiert wurden, was definitiv nicht zum Vorteil der Bürger war.
Die Geschichte hat doch eindeutig bewiesen das Verstaatlichung das bessere Modell ist. Die Sowjetunion, DDR, NK oder Venezuela sind alles vergangene und aktuelle Beispiele.
Die sind aber alle zu erfolgreich gewesen sodass die USA sich genötigt sah dazwischen zu funken und das kaputt zu machen. Fang am besten gleich mit Marx Kapital an, danach brauchst kein anderes Buch mehr lesen.
Sorry, aber das ist reiner Blödsinn. Der Kommunismus scheiterte nicht an den USA sondern am Menschen, das hat schon Marx festgestellt, das der Mensch durch seinen Egoismus, seinen Neid und seine Gier das Hauptproblem am Kommunismus ist.
Kaum einer will nur dafür arbeiten das es allen besser geht, wenn er nicht selbst davon mehr profitiert als die Personen für die er die Arbeit macht.
Zudem funktionierte halt auch die Planwirtschaft im Ostblock nicht, da sie viel zu starr war und garnicht in der Lage war auf regionale und lokale Besonderheiten und Probleme ausreichend zu reagieren, sowie auf sich schneller verändernde Marktsituationen.
Dann war da noch der mangelnde Zugang zu Rohstoffen, sowie die überstrapazierten Staatskassen, durch hohe Rüstungsausgaben und Subventionen, usw.
Die Gründe sind mannigfalltig, alle zusammen haben aber dazu geführt das der Ostblock wirtschaftlich nur scheitern konnte, das man da dann auch noch meinte sich mit den USA ein Wettrennen um das überlegene System und die globale Vorherrschaft leisten zu müssen machte es nicht besser.
Aber auch ohne die USA hätte es eben in der praktizierten Form langfristig nicht funktionieren können.
