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Schaffe89
Guest
Von heute auf morgen erwartet sicher niemand neue Software. Aber die Voraussetzung für das Auftauchen neuer Anwendungszwecke für solche Prozessoren, auch im Mainstream, ist das Vorhandensein entsprechender Prozessoren. Wenn es überall nur 2C4T-, 4C4T- und 4C8T-CPUs gibt, wird die Software, die höhere Kernzahlen auslasten kann, immer speziell und auf eine bestimmte Gruppe von Anwendern beschränkt bleiben.
Nur welche software soll das sein, die 24 Threads auslasten kann und im Homuser-segment Sinn ergibt? Mir will da keine einfallen.
Streaming+ Rendering+Gaming+Filme schauen, Multitasking für Profis?
Ich kann mir das nur als Produktivsystem (Filme, Musik, Videos) etc. vorstellen, die Software die so viele Threads auslasten kann gibt es aber schon deutlich länger und die kommt aus der Film und Musikbranche und dafür gabs auch vor Jahren schon ordentliche Workstations, teilweise Dual-Socket Systemen, die recht günstig zu erwerben sind, wenn man zwei Generationen tiefer gegriffen hat, da bekam man auch seine 28 Cores und 56 Threads.
So Bildbearbeitung, Office, Powerpoint, ein oder zwei virtuelle Maschinen, Browsing, Datenbanken, Spiele, etc. werden so etwas nicht brauchen können, da ist bei ausreichendem Core Count eher Takt und IPC gefragt, da bringen mehr Kerne eben nichts.
Uuuund nochmal: Was lässt dich glauben, dass sie dafür in einer geeigneten Position sind? Sie haben ein konkurrenzfähiges Produkt am Markt, ja, aber Intels ist grob gleich schnell und gleich teuer. Die nächste Generation müsste einen ordentlichen Sprung machen, um das in einer Art zu verändern, die die Core-Reihe zur bloßen Alternative degradiert.
Welcher Sprung denn? Den Sprung kann es nur geben, wenn die Software auch mit so vielen Kernen umgehen kann und das kann sie nicht, also welchen Sprung soll man sich daraus nun erwarten? Ja, toll Cinebench, Packer, hier und da mal was rendern.
Man kann mit mehr Kernen die Core-Reihe nicht zur bloßen Alternative degradieren, dafür ist der Nutzen von mehr Cores einfach zu gering.
Man erinnere sich an das CB Review von Threadripper, da kam der 16Kerner kaum über den Intel 10 Kerner hinaus und war oft langsamer.
AMD ist in einer geeigneten Position um mit Ryzen 2 die Preise etwas anzuheben.
Zen 2 soll mehr IPC und mehr Takt bringen, damit kann man Intels Coffeelake 8 Kerner durchaus schlagen, der irgendwann im Herbst offenbar aufschlägt.
Man muss sich voll auf geringe Latenzen, schnellen RAM, hohe Taktraten und gute Softwareunterstützung konzentrieren, da kann man Intel denke ich durchaus schlagen. Nur weiter Kerne draufzuklatschen wird rein gar nichts bringen, deswegen kauft man doch keinen AMD.
Man muss in der Spieleleistung überzeugen, so wie früher der Athlon, dann geht was.
Grundsätzlich stimmt das zwar, der Ruf einer Produktreihe rührt aber nicht ohne Grund oft vom Flaggschiff her.
Bulldozer hatte auch doppelt so viele Kerne als ein Sandy Bridge und wurde trotzdem nicht gekauft, weil er in Spielen schlechter war in Anwendungen gar nicht mal so übel.
Und rein grundsätzlich schließen sich viele Kerne und hoher Takt ja nicht aus - Threadripper erreicht immerhin bereits Taktraten, die mit seinem Mainstream-Pendant mithalten können.
Ich denke dass sich das auf dem Mainstreamsockel mit ~100 Watt Limit durchaus stückweit ausschließt.
Grundsätzlich richtig, du übergehst damit aber, dass es hier letztlich um den Markt für Epyc geht. Sicher ist AMD der Consumer-Markt nicht egal und ein Flaggschiff auf Augenhöhe mit Intel oder oberhalb davon hilft den Verkäufen dort und damit auch dem eigenen Ruf.
Aber wer schaut auf den Professionellen Markt? Der Kunde schaut doch am Ende sowieso nur auf die Spieleleistung und die gibts eben nicht mit vielen Kernen, sondern mit eher geringen und möglichst hohem Takt.
Wann kommt so eine Lösung von AMD? Mit Zen2 müssen sie da auf jeden Fall liefern.






