Betrachten wir das Ganze doch mal logisch, ohne gleich wieder den Aluhut aufzusetzen:
1) Treiber für Windows 7 müssen seitens Microsoft zertifiziert werden
Das ist nun mal Fakt. Jetzt ist natürlich die Frage, warum es für die neue Hardware keine alten Treiber für Win7 gibt:
a) Eine Zertifizierung für Win7 wird seitens MS abgelehnt.
Das könnte natürlich mit dem Hintergedanken, sich nicht selbst das Wasser für Win10 abzugraben, der Fall sein.
b) Die Zertifizierung für Win7 seitens MS ist generell viel zu teuer.
Siehe a).
c) Die Zertifizierung für Win7 seitens MS ist den Herstellern zu teuer.
Bei einem Marktanteil für Win7 im Bereich von 45 bis 50% müsste da schon Punkt b) eintreffen, damit ein Hersteller sich freiwillig von fast der Hälfte des Markts trennt.
2) Generell keine Unterstützung für neue CPUs mehr unter Windows 7 (und 8.x)
Auch das ist ein Fakt und wurde so seitens MS kommuniziert. Dass ich als CPU-Hersteller natürlich nicht möchte, dass meine Hardware unter Windows 7 unterirdische Benchmarks liefert, nur weil Microsoft keinerlei Änderungen an Systeminterna mehr machen möchte, ist auch verständlich. Warum also dann überhaupt noch mit Win7 beschäftigen? Man müsste da schon selbst Treiber oder nötige Patches für die CPU liefern. Und da fraglich ist, ob AMD oder Intel den nötigen Zugriff auf Systeminterna von Windows 7 haben, um so einen "Treiber" / Scheduler / etc. überhaupt zu schreiben, geschweige denn die Zeit und Lust (aka monetären Ressourcen), lässt man das Experiment lieber gleich.
So gesehen laufen die Fäden definitiv bei Microsoft zusammen, die sich nach 8 Jahren wohl dem mittlerweile ungeliebten Windows 7 entledigen wollen (und natürlich auch dem häßlichen Entlein Windows 8.x, das ja sowieso nur noch ein Nischendasein fristet). Warum das so ist, weiß wohl nur der Nutella, äh, Nadella oder vielleicht auch der Billy-Boy. Es deutet jedenfalls alles daraufhin, dass das wohl irgendwie mit Windows 10 und dem neuen Paradigma "Cloud first" zusammenhängen muss.