Das sind unsere Verdündeten. In Litauen sind deutsche Soldaten stationiert. Und sie entscheiden sich für Streumunition und Antipersonenminen. Das sind ziemlich harte Schritte. Solche Eskalationen sind es, die auf Dauer für hitzige Debatten sorgen könnten und sich auf die Kriegsbereitschaft in europäischen Staaten auswirken könnten.
Litauen ist in einer ganz anderen Position als wir. Auch die hybride Kriegsführung, die uns noch recht neu ist, erleben die bereits seit Jahren und deutlich intensiver. Dennoch, Antipersonenminen sind Antipersonenminen. Aber "whatever it takes", wie Merz ankündigte.
Moral in einer Kriegssituation muss man sich erst einmal leisten können und wollen.
Erst recht, wenn man sich -wie in der Ukraine- einem Feind gegenüber sieht, der nicht gerade für Skrupel oder Achtung von Menschenrechten bekannt ist.
Die Debatte um humane Kriegsführung bzw. entsprechenden Waffeneinsatz ist sehr schwierig.
Waffeneinsatz mit einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit, das dadurch Unbeteiligte bzw. Zivilpersonen unmittelbar zu Schaden kommen können ist m.E abzulehnen und zu ächten.
Nur was passiert, wenn der Kontrahent systematisch und damit kalkuliert solche Waffenwirkungen einsetzt?
Oder wenn der Kontrahent die moralbedingte Zurückhaltung seines Gegenübers ausnutzt und zum Beispiel militärische Einrichtungen direkt in oder nahe von Siedlungsgebieten platziert?
Apropos Moral:
Immerhin scheint Trump nun ganz aktuell Russland mit Sanktionen, Zöllen usw. zu drohen, da Russland -selbst für einen Trump erkennbar- die derzeitige Situation mit noch intensiveren Angriffen für sich zu nutzen versucht.
US-Präsident Donald Trump droht Russland mit weitreichenden Sanktionen. Zugleich fordert er Friedensverhandlungen mit der Ukraine.
www.zdf.de
Auch wird wahrscheinlich die russische Ablehnung des Vorschlages von Selensky (den er von der EU übernommen hat) bzgl. einmonatiger Einstellung von Luft- und Seeangriffen eine gewisse Rolle gespielt haben. War ein guter Schachzug.
Wenn Trump den ukrainischen Präsidenten nonchalant bezichtigt keine Waffenruhe zu wollen, Russland aber einen konkreten und zeitnah umsetzbaren Vorschlag ablehnt, dann muss er eigentlich auch so reagieren, um nicht völlig (bzw. noch völliger) aus dem Rahmen zu fallen.
Er müsste sogar noch weitergehen und die Schleusen für die militärische Unterstützung der Ukraine wieder öffnen und einen drauf legen!
Russland wird nämlich jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit versuchen wollen, die "Spezialoperation" noch mehr zu intensivieren, um die Ukraine in ihrer absehbar prekären Lage zeitnah zu erschöpfen und damit zur Kapitulation zu zwingen.
Im Grunde hat Trump mE nun ganz konkret ukrainisches Blut an seinen Fingern!