Korea ist aber unter amerikanischem Schutz. wäre das nicht der Fall, hätte der Norden sicherlich schon angegriffen.
Der Norden konnte seinen Krieg nur dank Unterstützung der Sowjetunion führen und Südkorea hat mittlerweile eine der modernsten Armeen der Welt. Beide auf sich gestellt würden vermutlich in ähnlicher Starre verharren, wie heute. Die US-Präsenz ist ein Gegengewicht für die chinesische und zum Teil auch russische Unterstützung oder zumindest deren Möglichkeit. Quasi ein "Stellvertreterfrieden".
Aber...
Daher kann man das meines Erachtens nicht vergleichen.
Wer gibt denn der Ukraine den Schutz, dass Russland nicht in 5 Jahren erneut angreift?
Das kann doch letztendlich nur die Nato, oder was meinst du?
... wie schon gesagt ist so eine Balance zwischen den Konfliktparteien in der Ukraine nicht gegeben. Und es gibt auch keine externen Garanten, die es ersetzen könnten. Es bleiben nur drei Möglichkeiten für dauerhaften Frieden in der Ukraine:
- Grabesfrieden indem Putin die Ukraine und das ukrainische Volk wie geplant vernichtet.
- Frieden durch russischen Rückzug nach einem Regime-Wechsel in Moskau.
- Frieden durch ein zu schaffendes Gleichgewicht zwischen den Konfliktparteien: Die Ukraine muss soweit aufgerüstet werden und der russischen Armee so starke Schäden zufügen, dass Putin seinen Angriff aufgeben muss und mittelfristig auch keinen erneuten Versuch zur Vernichtung der Ukraine starten kann, weil ihm schlicht die Mittel fehlen.
Option 1 bringt neben dem (moralisch fragwürdigen) Frieden in der Ukraine unmittelbar Krieg in Moldau, auf dem Balkan und im Baltikum mit sich; die für Option 2 nötigen internen Spannungen in respektive der zu ihrer Erzeugung nötige internationale Druck auf Russland ist in weiter Ferne. Daher bleibt Option 3 als plausibelster Weg.
Das mit dem eingreifen lässt sich so pauschal nicht sagen. Die UN könnte die Blauhelme mit einem sehr robusten Mandat ausstatten. Da wird sich aber mindestens eine Partei im Sicherheitsrat dagegen wehren, wenn nicht schon im Vorfeld solche Gedanken von UN Truppen für abwegig erklärt werden.
Im Rahmen von Friedensverhandlungen sollte die eine Partei wohl prinzipiell zustimmungsbereit sein und wenn man die Eskaltionsmechanismen direkt festschreibt, kann die ihre Meinung später auch nicht mehr ändern. Aber man braucht halt trotzdem erst einmal Blauhelme im benötigten Umfange und der ist unmachbar-gigantisch: Die Truppe müsste nicht nur die heutige, geschwächte russische Armee stoppen können, sondern auch eine künftige nach 20-30 Jahren Aufrüstung. Und das muss zuverlässig gewährleistet sein, also auch wenn 1-2 größere Akteure später von ihrer Unterschrift genauso wenig wissen wollen, wie heute gewisse osteuraische Garanten "für die territoriale Integrität der Ukraine".
Dir ukrainer überholen doch ihre alten tupolev-drohnen. Die können wohl nicht nur aufklärung sondern auch kamikaze mit max. 45kg sprengstoff an board und 1000km bei um die 1000 km/h ist doch schonmal was...
Drohnenangriffe sind ein probates Mittel für die Ukraine im Kampf gegen Aggressor Russland. Alte Sowjet-Modelle werden für Kamikaze-Einsätze umgebaut.
www.merkur.de
Die Dinger sind in etwas so groß, unauffällig und schnell wie ein Kampfjet der 50er Jahre. Und deutlich weniger manövrierfähig. Mit 1000 km / 1000 km/h und seinerzeit zusätzlich "1000 kg" wollte man mal vor 80 Jahren Kriege gewinnen, aber heute dürften die Dinger auf gerader Linie und gegen zu schützende Ziele eingesetzt leichtes Fressen für die Luftabwehr sein. Selbst wenn sie wider erwarten ohne komplexe Ausweichkurse (die den Aktionsradius drastisch einschränken würden) aus der Ukraine rauskämen, wären sie schlicht der letzte valide Einsatzgrund für die letzten expliziten Abfangjäger, die bekanntermaßen den Stolz der russischen Luftwaffe darstellen. Und verglichen mit der Größe Russlands sind auch 1000 km immer noch ziemlich wenig.
Nein, sonst hätte man längst Schuldige benannt und würde diese nun jagen.
Ob es anders herum um den Ukraine Krieg oder einen der internen Konflikte geht wird sich zeigen.
Falls ihr von der Schießerei in dem Theater sprecht: Suizid-Missionen passen nicht zur Ukraine und lassen sich nach der wohl auch inner-russisch erfolgten Berichterstattung nur noch schlecht der Ukraine selbst in die Schuhe schieben. Da hat wohl jemand im Propagandaministerium nicht schnell genug reagiert und kann jetzt maximal Unterstützung vorwerfen, was aber eh niemand glauben wird.
Aber Russland hat bekanntermaßen Probleme mit einer Reihe islamistischer Widersacher, zu denen Methoden und Ziele wie die Faust aufs Auge passen und bei denen ich mich schon länger Frage, wann jemand die Ressourcenabzweigung in Richtung Ukraine als günstige Gelegenheit erkennt. Merkwürdig ist nur, dass man so kurz nach der Wahl aktiv wurde.
Entweder davor oder unabhängig erscheint mir naheliegender. Andererseits: Mir erscheint es ja auch nicht naheliegend, massenhaft unschuldige Zivilisten zu erschießen und am Ende auch sich selbst umbringen (entweder direkt oder als "SEK assisstierter Suizid"). Also sollte ich vielleicht nicht über Rationalität von Terroristen urteilen.