Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Kann mir eigentlich mal einer erklären, warum Aerosolbomben gegen Ukrainer gegen die Genfer Konvention sind?
Thermobare Waffen sind nicht generell verboten - sie sind es nur wenn sie in der Nähe ziviler Infrastruktur oder gar gegen Zivilisten verwendet werden ("Brandwaffenprotokoll" aus Genf). Bei den Taliban hat man das wohl als nicht gegeben betrachtet, in der Ukraine (sofern es solche Bombenangriffe da gab, ist ja alles nicht wirklich prüfbar) schon.
 
Das ist aber nicht nur bei den Russen so, das ist generell mit vielen ausländisch-stämmigen, die in Deutschland leben. Bei den Türken z.B. ist das oftmals nicht viel anders. Und von denjenigen Muslimen, die schon ihre Kinder regelrecht "anti-westlich" erziehen, obwohl sie in einem westlichen Land leben, fange ich besser gar nicht an.^^

Bei Personen mit türkischen Wurzeln ist das ein Phänomen, dass vor allem die dritte und vierte Generation betrifft und als Reaktion auf Ausgrenzung gedeutet wird:
Für die Einwanderer war es normal und erwartbar, dass sie "fremd" sind und nie voll dazu gehören werden. Deren Kinder hatten oft noch Sprachhandicaps, weil sie das Elternhaus unzureichend unterstützen konnte, und sie konnten oft gesellschaftlich Aufsteigen - von ganz unten auf weit unten - was für gewisse Zufriendenheit sorgte. Die dritte Generation aber, deutsch geboren als Kinder deutscher Eltern und in Deutschland als Deutsche aufgewachsen, stößt sowohl an die allgemeinen Aufstiegsdecken, die in unserer Gesellschaft bestehen, als auch immer wieder auf Alltagsrassismus gegen "Ausländer". Darauf reagieren ettliche mit Rückbesinnung auf eine verklärte Vorstellung von den Wurzeln ihrer Großeltern - wenn sie als Deutsche nicht akzeptiert und von Deutschen nur gedisst werden, dann haben, dann sind sie halt stolz drauf "Türke" zu sein. Obwohl sie teilweise nicht einmal türkisch sprechen, wenig Ahnung von türkischer Kultur haben und von Einwohner der Türkei als der letzte Dreck betrachtet werden (nämlich als Deutsche, die auch noch ein schlechtes Licht auf Türken werfen).

Aber bei Russlandsdeutschen, die weitaus besser integriert wurden und die fast allen in den letzten 30 Jahren nach Deutschland kamen, also noch Generation 1 sind, und dabei i.d.R. ihre Lebensumstände gegenüber der (Post-)UdSSR deutlich konnten, passt dieser Erklärungsansatz hinten und vorne nicht. Da muss irgendwas anderes los sein. Vielleicht sowjetische Indoktrination in der Jugend, Kulturschock, festhängen in einer selbst gewählten Informationsblase aus russischen Medien, die weiter konsumiert wurden mit voller Putinhörigkeit.


Das kann man so sagen. Grundsätzlich gehört die Einkreisung Russlands zur US Doktrin, praktisch das Fundament der amerikanischen nationalen Sicherheit.

Nukleare Abschussmöglichgeiten rund um Russland herum und ein ein Raketenshield in Osteuropa sollen Moskau am nuklearen Erstschlag hindern, was aus Sicht der Russen fatal wäre, militärisch wie auch geopolitisch.

Der Raketenschild steht in Südosteuropa, es gibt in Westeuropa keine nuklearen Waffensysteme von Bedeutung (Deutschland könnte versuchen, mit einem Tornado bis zum Kreml zu fliegen :) ) und die Flugbahnen für Gegenschläge ("Erstschläge verhindern" wäre nun wahrlich keine aggressive Maßnahme) von Russland in die USA führen Richtung Norden. Also am Raketenschild vorbei. Es gab ursprünglich auch mal andere Pläne mit Stellungen weiter nördlich, aber genau die wurden WEGEN Rücksichtsnahme auf russische Befindlichkeiten von Obama gestoppt.

Zuletzt hat Putin auch nur noch gewettert, dass die zugehörigen Raktenbasen für die Abfangwaffen technisch auch für Kurz- und Mittelstreckenraketen geeignet wären. (Stimmt sogar, was allerdings erst lange nach der Konstruktion echter Kurzstreckennuklearraketen und deren Stationierung in Kaliningrad durch Russland erkennbar wurde.) Allerdings sind die mobilen Abschusskapazitäten fü vergleichbare Technik viel zahlreicher und viel schwerer zu kontrollieren (nur halt schlecht für dauerhafte Bereitschaft geeignet), sodass sich am Aggressionspotential wenig geändert hat und Putin verlangte auch nie eine Beobachterrolle oder ähnliche, um sicherzugehen dass die Launcher nur mit Anti-Raketenwaffen geladen werden. Sondern immer die komplette Räumung von Standorten, also systematische Behinderung der NATO allgemein, nicht spezifischer Waffen im Rahmen des MAD-Gleichgewichts.

Bezüglich Einkreisen verweise ich allgemein nochmal darauf, was ein Kreis ist und wie Russland aussieht. "Hilfe, an 2% unserer Landesgrenzen steht die NATO! Wir sind umzingelt!!"
 
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Und wie ich auch schon schrieb: ich ke ne eine Familie in Russland deren Sohn (20) dort seinen Militärdienst macht und ausrücken sollte. Ein Major hat sich geweigert seine Soldaten zu schicken. Bisher sind sie noch in ihrer Kaserne. Kein Zwang.
Dort wird kein Mensch zwangsrekrutiert. Es gibt massenhaft Freiwillige.

Laut Einzelbericht in der TAZ von gestern (Quelle Redaktion bekannt/glaubwürdig, aber natürlich nur mit Einblick in die Gepflogenheiten an einem Standort) lässt man die Wehrdienstleistenden (dazu wird man Zwangsrekrutiert) wohl teils gruppenweise zum Unterschreiben vorausgefülter Verträge als Zeitsoldaten mit Frontverpflichtung antreten. Natürlich haben die dann auf dem Papier das Recht, sich alles sorgfältig durchzulesen, sich zu informieren und nicht zu unterschreiben. Aber nach allem, was schon seit drei Jahrzehnten aus der russischen Armee hört (und ich greife bewusst nicht Propaganda aus der Zeit davor auf) ist der Gruppenzwang wohl eher auf dem Level "Kadavergehorsam" statt nur "Korpsgeist" und das Medienangebot in Russland bekanntermaßen auch nicht sonderlich gut geeignet, um der Militärführung übermäßig kritisch gegenüber zu stehen. Man darf hierbei nicht vergessen, dass die russische Armee schon zu Friedenszeiten nicht gerade als der gesündeste Arbeitgeber galt, aber Mittel und Wege etabliert hat, um Rekruten trotzdem in den Dienst zu zwingen.


Jüdische Nazis. Eine ganz besonders gefährliche Bande. ;-)

Und jetzt werden sie von den "bolschewikischen Kapitalisten" angegriffen, das kann ja nicht gut ausgehen :ugly: .


Er ist ein skrupelloser pragmatischer empathieloser Hardliner. Ihn mit Stalin, Mao oder Hitler zu vergleichen...auweia...da fehlt aber noch ne ganze ganze Menge.

Diesen überschwenglichen Nationalismus hast du aber in ganz Osteuropa. Egal ob Russland, Ukraine, Polen,...etc. Man muss jetzt nicht auch noch auf die russische Bevölkerung knüppeln, von denen hat sicherlich auch die Mehrheit kein Interesse an dem Krieg.

Bei Polen in Polen für Polen: Ja. Bei Ukrainer in der Ukraine für die Ukraine: Offensichtlich. Aber bei (Russland-)Deutschen in Deutschland für Russland? Das ist in der Tat strange. Wir sprechen hier ausdrücklich von Leuten, die Russland so scheiße fanden, dass sie da weggezogen sind.


Es wäre mir neu, dass ältere da keine Internetanschlüsse bekommen. Wenn die das aber nicht wollen ist es deren Problem. Meine Großeltern wollen es auch nicht und können daher auch keine Informationen aus dem Internet bekommen. Da ist aber nicht die Bundesregierung oder sonst wer schuld sondern nur sie selbst.

Viele Rentner in Russland sind froh, wenn sie sich mal Fleisch leisten können und vor dem Winter genug Holz für den Ofen im Schuppen ist. Und das z.T. auch in den Wohnblöcken der Großstädte. "Computer"? ""Internet""? Da geht es um mehr als nur mangelnde Technikafinität. Und selbst wenn sie sowas hätten: Das Angebot an russischsprachigen, freien Medien ist klein (und keineswegs ohne Makel) und Englischkenntnisse hat dann endgültig keiner mehr.


Ah ja... Schon schlimm, wenn ein attackiertes Land in seiner Not alles versucht, möge es teils auch absurd erscheinen, hm?
Einfach mal versuchen sich in die Lage der Opfer zu versetzen! Empathie vorausgesetzt!

Man kann Verzweiflungstaten nachvollziehen (genauso wie (P)U(ti)ntaten) und sie trotzdem schlecht heißen. Das die Ukraine nach dem Ende der vereinheitlichen globalen Finanzinfrastruktur jetzt auch die internationale Kommunikation in Blöcke fordert, ist definitiv eine der schlechteren Ideen. Da werden gerade die Grundlagen für einen neuen kalten Krieg geschaffen und das mit äußerst beschränktem Nutzen. Wenn man Russlands Kommunikation einschränken will, dann soll man die Leitungen dahin kappen - das ist eine klassische bilaterale Sanktion. Aber die Grundsysteme des Internets zur Waffe einiger weniger zu machen ist eine ganz schlechte Idee für Frieden, Wissen und Freiheit auf der Welt.


Und du meinst weil du es nicht verifizieren kannst stimmt es also nicht.

Er meint "solange immer nur geschwurbelt wird, kann es niemand überprüfen". Und da muss ich ihm recht geben - diffuse Berichte über "gesperrte Oppsitionelle", die jeder immer wieder ohne Quellenangabe verbreitet, sind einfach nur klassische Stimmungsmache. Auch wenn sie in diesem Fall vermutlich berechtigt ist, handelt es sich dabei schlicht um schlechten Journalismus, der es unmöglich macht, sich weiter zu informieren, weil über die konkreten Ereignisse gar nicht berichtet, sondern nur die Bewertung dieser wiedergekäut wird.

@DJBovidenurin: Laut ARD-Brennpunkt wurde heute der Internetsender "TV Doschd" verboten. Vielleicht kann man da was nachvollziehen.
(ab 11:00, Verbot bei 12:25 https://www.daserste.de/information...n/brennpunkt-krieg-gegen-die-ukraine-120.html)


Zudem weiß ich ja nicht ob dir bewusst ist, dass sich in den Jahren vor Aussetzung der Wehrplicht die Mehrheit darum bemüht hat ausgemustert zu werden bzw. zu verweigern. Scheinbar teilen also mehr Leute meine Sichtweise

Hey: Es gibt viele Gründe, nicht zum Militär zu gehen. Ich hab verweigert weil ich keinen Bock auf frühes Aufstehen habe und Befehle verabscheue. :D .


Thermobare Waffen sind nicht generell verboten - sie sind es nur wenn sie in der Nähe ziviler Infrastruktur oder gar gegen Zivilisten verwendet werden ("Brandwaffenprotokoll" aus Genf). Bei den Taliban hat man das wohl als nicht gegeben betrachtet, in der Ukraine (sofern es solche Bombenangriffe da gab, ist ja alles nicht wirklich prüfbar) schon.

Thx. Ich frag an der Stelle mal nicht, wie man die ausdrücklich als nicht-Soldaten eingestuften Taliban von "ziviler Infrastruktur" abgrenzen wollte :ugly: .

Aber ist der Einsatz von Kriegswaffen gegen Zivilisten nicht grundsätzlich geächtet? Brandwaffen sind eine Sonderkategorie, weil man sie außer zu einigen Spezialzwecken auch nicht gegen Soldaten einsetzen darf. Aber thermobare Bomben führen ihre Wirkung ja eben nicht auf Wärme zurück (auch wenn die resultierenden, großen Verpuffungen natürlich auch heiß sind).
 
guten morgen.

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Er meint "solange immer nur geschwurbelt wird, kann es niemand überprüfen". Und da muss ich ihm recht geben - diffuse Berichte über "gesperrte Oppsitionelle", die jeder immer wieder ohne Quellenangabe verbreitet, sind einfach nur klassische Stimmungsmache. Auch wenn sie in diesem Fall vermutlich berechtigt ist, handelt es sich dabei schlicht um schlechten Journalismus, der es unmöglich macht, sich weiter zu informieren, weil über die konkreten Ereignisse gar nicht berichtet, sondern nur die Bewertung dieser wiedergekäut wird.
Wieso? Die meisten Leser sind eben nicht so technisch versiert. Und IP´s werden in der Regel nirgendwo veröffentlicht. Quellenangaben? Man kann ja nachgucken ob die besagten Seiten offline sind oder nicht.
Ich glaube das auch ohne es selber überprüfen zu müssen. Vor allem wenn das überall in der Presse steht.
 
Wieso? Die meisten Leser sind eben nicht so technisch versiert. Und IP´s werden in der Regel nirgendwo veröffentlicht. Quellenangaben? Man kann ja nachgucken ob die besagten Seiten offline sind oder nicht.
Ich glaube das auch ohne es selber überprüfen zu müssen. Vor allem wenn das überall in der Presse steht.
Um die Web-Seiten zu erreichen brauche ich entweder einen Domainnamen oder eine IP-Adresse.
IP-Adressen werden im DNS veröffentlicht (im für die Zone autoritativen Server) und zur Kommunikation genutzt, ohne IP-Adressen kannst du im Internet gar nicht kommunizieren, der Name ist nur dafür da, dass Menschen sich das merken können.
Und zur Presse: Ich habe schon in so vielen Medien den größten Blödsinn gelesen, dass ich heute gar niemandem mehr vertraue.
 
Um die Web-Seiten zu erreichen brauche ich entweder einen Domainnamen oder eine IP-Adresse.
IP-Adressen werden im DNS veröffentlicht (im für die Zone autoritativen Server) und zur Kommunikation genutzt, ohne IP-Adressen kannst du im Internet gar nicht kommunizieren, der Name ist nur dafür da, dass Menschen sich das merken können.
Und warum fragst du dann danach:
Nur leider schreibt hier keiner IP-Adressen oder Domainnamen, die dann über die Resolver falsch aufgelöst werden etc. Alles nur Blabla ohne technischen Hintergrund.
???
Und zur Presse: Ich habe schon in so vielen Medien den größten Blödsinn gelesen, dass ich heute gar niemandem mehr vertraue.
Ich schon. Wenn man etwas Medienkompetenz besitzt kann man das auch.
 
Passend zum Thema Medienvertrauen: "wir gucken mal russisches Fernsehen"
Die Behauptung die Ukraine beschieße die eigene Hauptstadt um die NATO zum Eingreifen zu bringen hab ich selbst von den größten Apologeten hier noch nicht gehört :nene:
 
Und warum fragst du dann danach:
Weil mir die Domainnamen nicht bekannt sind, sodass ich die Adressen kennen könnten
Ich schon. Wenn man etwas Medienkompetenz besitzt kann man das auch.
Wir haben momentan in Russland und auch hier Kriegsberichterstattung. Warum sollte ich da irgendeiner Partei trauen?
Jeder sagt da genau das, was genehm ist. Ich traue da weder Angaben der russischen Regierung noch der ukrainischen.
 
Topic:

Hätte Russland keine Atomwaffen würde sie den Ar*** von der Nato voll bekommen.
Dann könnte man ihre Konvois einfach bombardieren.
Nur leider haben sie welche.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Türkei zeigt klare Kante

Die Türkei hat den Versuch Russlands abgewiesen, weitere Kriegsschiffe durch die türkischen Meerengen ins Schwarze Meer zu bringen. Moskau habe Anträge auf Durchfahrt für Schiffe gestellt und sie zurückgenommen, nachdem die türkische Seite sie freundlich dazu aufgefordert hätte. Das sagte Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am Dienstagabend im Interview mit »Habertürk«.
Quelle: Türkei hat russischen Antrag auf Fahrt durch Meerengen abgewiesen

Allerdings finde ich es etwas merkwürdig, dass sie als Nato Mitglied, zuvor russische Flugabwehrwaffen gekauft haben.
 
Dann dreh doch mal deine Denkweise um. Würdest du für Deutschland kämpfen wenn diese von heute auf morgen in Polen einmaschieren würden (ich weiß ist seeeeehr fiktiv, troztdem sollte klar sein was ich meine)? Oder würdest du für Deutschland kämpfen wenn der Gegner 10 fach überlegen ist, aber die Regierung einfach nicht dran denkt zu kapitulieren?
Das ist komplex und abhängig davon, in wie weit die Bundesrepublik mobilisiert.
Es besteht die theoretische Möglichkeit, der vollständigen Mobilisierung, welche dann eben "alle wehrhaften Männer (und heutzutage wohl auch Frauen)" beträfe.
Für meinen Teil ist die Sache einfach, trotz 57 Lenzen gehöre ich offiziell immer noch der Reserve an - Thema durch bei mir. Und natürlich werde ich dann die Bundesrepublik bzw. einen Nato Staat verteidigen.
Ich habe darauf einen Eid geschworen und ein Soldat bricht nicht den Eid.
Ohne dieses elementare Grundprinzip soldatischer Ordnung geht keiner freiwillig in ein Gefecht mit nur bedingter Chance des Überlebens.

Die Überlegenheit ist in einem Krieg fast zweitrangig.
Es gewinnen i. d. R. jene Soldaten das Gefecht, die an ihre Sache glauben.
Oder nehmen so viele Gegner mit in Grab, dass es keinen Sieg für jene ist.
Ist gar nicht so weit hergeholt. Mein Opa wurde im 2. WK mit 16 Jahren in den letzten Kriegswochen noch an die Waffe gezwungen. Er hatte wahnsinniges Glück mit seinem befehlshabenden Offizier, der sofort bei Sichtung der Britten die weiße Flagge gehisst hat. Nach dir hätte er also noch bis in den Tod kämpfen sollen?
Jeder hat in seiner Familie ähnliche Storys aus WK II.
Der kleine Unterschied wäre, dass deinem Opa zu der Zeit schon sonnenklar war, dass der Krieg nicht mehr gewonnen werden kann und die Sache, für die er sterben soll, nicht ausreichend ist, sein Leben dafür zu opfern.
Sorry aber welche Einstellung ist hier ekelhaft? Ekelhaft ist es Leute dazu zu zwingen ihr Leben aufs Spiel zu setzen für etwas das sie nicht wollen.
Dass ist der Punkt.
Frage mal die russischen Soldaten, die gerade irgendwo in de Ukraine kämpfen.
Ich hege starken Zweifel daran, das die Meisten einen sinn in ihrem aktuellen Handeln sehen.
Die ganzen freiwilligen Ukrainer haben diesen Sinn und genau deswegen sind sie so standhaft.
Zudem weiß ich ja nicht ob dir bewusst ist, dass sich in den Jahren vor Aussetzung der Wehrplicht die Mehrheit darum bemüht hat ausgemustert zu werden bzw. zu verweigern. Scheinbar teilen also mehr Leute meine Sichtweise (übrigens hab ich 10 Monate Wehrpflicht abgeleistet, freiwillig natürlich nicht, hätte drauf verzichten können, aber meine Familie kannte leider keinen Arzt wie das bei einigen meiner ehemaligen Klassenkameraden der Fall war).
Wie angeklungen, war ich Berufssoldat.
Ich halte nicht viel von einer allgemeinen Wehrpflicht.
In Friedenszeiten ist das herausgeworfenes Geld an Menschen, die kein Interesse für die Sache haben und im Ernstfall wäre die Kampfkraft mehr als bescheiden.

Wenn eine Armee wie die Unsere in der Dimension von nur ca. 200.000 Mann für ein 80 Mio. Volk bleiben sollte, müssen jene bestausgerüstete und absolute Profis sein.
Meine Idealvorstellung wäre, die Möglichkeit der int. Verträge voll auszunutzen und eine Berufsarmee in der erlaubten Größe von 380.000 Mann vorzuhalten.
Das Ganze wird durch die Komponente unterstützt, dass ein verpflichtendes soziale Jahr für alle jungen Menschen eingeführt wird, damit bei möglichen Katastrophen ausreichen Reserve bei Feuerwehr, THW, Sanitätsdienst u. vgl. besteht.
Es gibt ja nicht nur Krieg, sondern auch andere, primär Umweltkatastrophen im weitesten Sinne.
Gerade die Überschwemmungen im Ahrtal hat ja plakativ aufgezeigt, dass auch unser THW mit völlig veraltetem Gerät und personell völlig unterbesetzt operieren muss.
Da besteht mind. ebenso großer Handlungsbedarf wie bei der BW.
Aus jenen die freiwillig ihr "soziales Jahr" bei der BW absolvieren möchten, wird eine Mobilmachungsreserve in ähnlicher Dimension wie die Kampftruppe aufgebaut (300 - 400.000 Soldaten).
In einem hypothetischen Ernstfall 600-800.000 modern ausgerüstete Soldaten sind m. E. ausreichend für eine glaubwürdige Abschreckung im Vorfeld und ebenso ausreichend, um effektiv NATO Boden gegen jeden mir bekannten potentiellen Gegner in einem konventionellen Krieg zu verteidigen.
 
Allerdings finde ich es etwas merkwürdig, dass sie als Nato Mitglied, zuvor russische Flugabwehrwaffen gekauft haben.
Tja, bei Geld hört bekanntlich jede Freundschaft auf. Vielleicht waren die Russen mit ihrem System einfach billiger...:ka:

Laut Radiomeldungen (bin grad mit'm Auto unterwegs) soll der irre Iwan jetzt sogar ein Krankenhaus in Charkiw beschossen haben:pissed: Wenn das stimmt, gehört der "Zar" aber sowas von in den Gulag.

Und zwar in den Duschtrakt zum Seife aufheben...

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Laut Radiomeldungen (bin grad mit'm Auto unterwegs) soll der irre Iwan jetzt sogar ein Krankenhaus in Charkiw beschossen haben:pissed: Wenn das stimmt, gehört der "Zar" aber sowas von in den Gulag.
Ich habe heute morgen in BR 5 gehört, dass es ein Krankenhaus in Schytomyr gewesen sei, das getroffen wurde.
Vielleicht trifft auch beides zu und es ist eine "neue" Strategie.
 
Nato Truppen waren schon lange vor Ort.

Bestimmt hast Du fuer diese NATO-Truppen in der Ukraine eine nachpruefbare, mindestens aber serioese Quelle?

Nein, aber ich bin an dem ganzen Protokollkram interessiert, lese RFCs, mache Tests usw.

Schoen, dass Du einen Eroberungsfeldzug, der gerade ein paar Autostunden von Dir entfernt stattfindet, als Jugend forscht-Projekt betrachtest.
 
@RyzA

Ab einer bestimmten Kriegssituation sind sie es, das haben die britischen Militärs auch so gesehen im 2.WK und so Flächenbombardements von deutschen Städten befohlen siehe Dresden und Hamburg. Das Hitler vorher schon britische Zivilisten beschossen hat ist ein Grundprinzip von Kriegen. Man nehme dem Feind Augen und Ohren (also sämtliche Kommunikation), Versorgungsmöglichkeiten (Infrastruktur) und Unterstützung vom eigenen Volk (Drangsalierung der Bevölkerung mit allen verfügbaren Mitteln). Putin geht genauso vor ...
 
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