Weiter so wie bisher (Benziner, Diesel) ist aber auch keine Option, es sei denn Ihr befürwortet das Aussterben der Menschen und sehr vielen weiteren Arten. Denn ohne von Menschen gemachte Treibhausgase (CO2, Methan, usw.) wäre die Lage längst nicht so dramatisch. E-Autos sind sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluß, aber so viel Alternativen für den Individualverkehr gibt es nicht. Synthetische Kraftstoffe erzeugen ebenfalls CO2, mal von den hohen Herstellungskosten abgesehen. Wasserstoff muss auch erst einmal hergestellt werden, und das kostet auch eine Menge (elektrische) Energie. Bisher ist der Wirkungsgrad für den gesamten Zyklus (Herstellung und Verbrauch) eben NOCH schlechter als bei den batteriebetriebenen E-Autos.
Bislang haben wir nicht einmal im Sommer genug saubere Energie für Batterieautos und bis wir sie im Winter haben, wird noch viel Zeit vergehen. Bis dahin gibt es also nur einen Weg, Mobilität klimafreundlicher zu gestalten: Viel weniger Auto fahren. Alles andere ist Greenwashing.
Wenn endlich mal 30 Jahre Verzögerung beim Ausbau erneuerbarer nachgeholt wurden, kann man sich die Sache erneut angucken – ich schätzte das wird wenigstens 2-3 Jahrzehnte dauern. Bis dahin sind alle heute gekauften Autos verschrottet oder in Rente, der Forschungsstand zu E-Fuels könnte um 300% gestiegen sein, der zu Batterien und Brennstoffzellen um 30%, der zu Ladetechniken für PKW um 100% und bei Netzspeichern teilweise um Faktor 10 und mehr, der bei Verbrennungsmotoren vermutlich um <10%.
Je nachdem, wie sich dieser Wissensgewinn in diesen einzelnen Bereichen auf "ach, so funktioniert das also
auch nicht" und "Heureka!" aufteilt, kann die Antwort auf die optimalen Auto-Technologie komplett anders ausfallen als heute. Fest stehen aber zwei Dinge für alle Ansätze:
- Sie alle werden sauberen Strom brauchen
- Sie alle werden Platz brauchen, den wir vielerorts nicht haben
Erneuerbare und ÖPNV ausbauen lohnt sich also definitiv. Also sollten wir unser Geld da reinstecken und den Rest techonologieoffen abwarten. Man stelle sich z.B. mal die Reichweitendiskussion vor, wenn wir Milliarden an Steuergeldern (!) nicht in privatwirstschaftliche (!) Schnellladernetze, sondern in ein brauchbares Netz von (Auto-)Fernreisezügen investiert hätten. Dann sähe die Überlegungsgrundlage für manchen schon ganz anders aus.
Ich frage mich wann jemand die "Handy" Regel noch anwendet wird für die Akkuschonung.
Also max. bis 85% laden und max. 20% leerfahren.
Reserven gegen Über- und Tiefentladung haben alle Batterieautos und in niemand liegen bleiben wird und da die Ladeleistung im mittleren Bereich am höchsten ist, halten die Nutzer freiwillig weiteren Abstand zu den Extremwerten des freigegebenen Ladehubs. In der Zeit, die man braucht um von 80 auf 100% zu laden kann man bei den meisten Autos auch ein zweites Mal von 10% auf 80% laden und somit zwischen den beiden Stopps 70% Akkukapazität verfahren, während ein Volllader nur 20% mehr Reichweite rauskitzeln würde. => Mit 100% losfahren, dann immer von 20% auf 80% und erst auf der letzten Etappe bis 10% Reserve leer fahren.
Denn ALLE E-Fuels sind um das 2-4 fache ineffizienter als ein Akku der direkt den E-Motor speißt.
Solarzellen liefern in unseren Breiten im Sommer die 3-3,5-fache Energiemenge wie im Winter. Unter gewissen Umständen fällt die Reichweite pro m² mit E-Fuels also schon heute besser aus. Für die Zukunft pokern E-Fuel-Fans auf eine Verringerung der Ineffizienz und/oder auf Importe.
Aber hauptsache mitreden wollen, auch wenn man keine Ahnung hat
full ack!
Was mich so tierisch aufregt ist, dass wir doch am besten möglichst alle aufs Fahrrad oder eben Pedelec umsteigen sollen weil ja noch umweltfreundlicher als Elektroautos. Nur werden im Winter viele Radwege, Feldwege etc. gar nicht oder nur unzureichend geräumt und gestreut
Was ist einfacher:
- PWh zusätzlicher sauberer Energie herbeizaubern
- Winterdienst verbessern
?
(Davon abgesehen: Wenn du wirklich über eine quasi reine Feldweg-Route fahren kannst, würde ich dir schlicht passende Reifen zu empfehlen. Auf lockerem, nicht 3000ma überfahrenen und strukturiert wieder eingefroren Schnee zu radeln macht einfach Spaß, auch wenn es etwas mehr anstrengt, und am Fahrrad sind sogar Spikes erlaubt. Aber das ist nur ein Tipp, kein Verkehrskonzept - die wenigsten wohnen in Fahrradreichweite zur Arbeit und haben dazwischen durchgänig unberührte Schneelandschaft. Auf vereisten Innenstadtwegen mit kreuzenden Straßen und dazwischen liegenden Schneehaufen bringt der beste Reifen nichts.)
Erneuerbare Energie nutzt die Energie der Sonne, die auf die Erde einstrahlt. Auch Wind, Gezeiten, Wasser und Bio-Kraftwerke nutzen alle die Sonne. Nur Geothermal nutzt die Energie aus der Erde selbst.
Anm.: Gezeitenkraftwerke nutzen die Rotationsenergie der Erde.
500km bedeudet eine Ladepause von max. 15 Minuten. Die sollte man sowieso bei 500km einplanen.
Ich habe (noch) keine PV und noch nichtmal ne Wallbox. Nur eine moderne Gemeinde (15.000 Einwohner).
15 Minuten von Ab- bis Wiederauffahrt = 10 Minuten zwischen Beginn Ladevorgang bis abziehen Kabel @3C (was schon ein sportlicher Ladeschnitt ist) = 50% Akkuhub.
Damit das 500 km Reichweite im Langstreckenverkehr bringt, bräuchte man also ein Batterieauto, dass mit vollem Akku 1000 km schafft, bei heute üblichen maximal 100 kWh in den dicksten Luxusschlitten also ein Verbrauch von 10 kWh pro 100 km. Da nenn mir mal bitte das Modell, das dies bei Tempo 130 auf der Autobahn schafft. Real liegt man da eher bei 20 kWh, die überwiegende Masse (hah!) von SUVs kratzt sogar regelmäßig an den 30 kWh. Und hat nicht einmal 100 kWh.