Ich bin der Meinung, dass PCGH eher Intelfeindlich testet, da die die Leistungsaufnahme auf die TDP begrenzt wird, was besonders den i7 8700T, 8700, 8700K, 9700K und i9 9900K schadet. Am Ende kann man die CPUs mit dieser Methode allerdings besser vergleichen, man muß eben im Hinterkopf behalten, dass sich die Intel CPUs (je nach Board) noch deutlich steigern können.
Ich kann mir eher vorstellen, ohne es beweisen zu können, dass die Tests sich mehr zugunsten Intels ausrichten, denn von dieser Seite fließt dann doch etwas mehr Geld in die Taschen von PCGH und Co..
Der aktuelle Test hat doch gezeigt, dass das verwendete Intel-Modell - Intel Core i9-9900K oder so - davon in den Min-FPS profitiert hat. So gesehen steckt da schon etwas Ironie dahinter. ^^
Außerdem haben sie intensiv über die Sicherheitslücken berichtet, ohne in jedem Bericht zu erwähnen, dass diese, für Normalos, keine Auswirkungen haben (außer die Leistungsverluste durch Spectrepatches).
Ja, Meltdown (Rogue Data Cache Load) [CVE-2017-5754] ist in Wahrheit auch nicht das Übel, für was es anfangs hingestellt wurde - jedenfalls nicht für Skylake, Kaby Lake und Coffee Lake. Aber Spectre V2 (Branch Target Injection) [CVE-2017-5715] geht dagegen richtig aggressiv zu Werke, auch bei Haswell.
Ich denke auch nicht, dass Spectre V3a (Rogue System Register Read) (formerly terminology: Meltdown-BR) [CVE-2018-3640] und Spectre V4 (Speculative Store Bypass) [CVE-2018-3639] viel Einfluss nehmen, aber in ZombieLoad, RIDL, YAM (Microarchitectural Fill Buffer Data Sampling) [CVE-2018-12130], Foreshadow (L1 Terminal Fault) [CVE-2018-3615] und Fallout (Microarchitectural Store Buffer Data Sampling) [CVE-2018-12126] sehe ich aktuell den Auslöser für die größten Verluste.
Was die SSD-Performance anbelangt... Vergesst den Zombie! Ich sehe in Microarchitectural Load Port Data Sampling [CVE-2018-12127] den wahren Auslöser, denn das steckt im Namen schon drin. Meine aktuellen CPU-Messungen zeigen, dass die CPU selbst die SSD bremst und das zeigen auch Takt-Absenkungen und -Anhebungen, was in zuvor kaum eine Geige gespielt hatte. Und der Auslöser dafür ist die Energieeffizienz der CPU. Bisher dachte ich, dass sich dieses Empfinden, die Exergie nehme zu, also die Abwärme, in lediglich auf Sandy Bridge beschränke, doch meine Messungen zeigen eindeutig, dass je nach Algorithmus die Wirkleistung, also das Verhältnis aus Instruktionen pro Taktsignal, um bis zu einen Drittel abnimmt. Man muss kein Mathematiker sein, um zu erkennen, dass die CPU für die gleiche Operation bis zu einen Drittel mehr Taktfrequenz braucht und deshalb fühlt sich meine CPU bei 2,5 GHz in fast so an, wie als hätte ich noch 'n alten AMD-Hammer-Dual-Core oder ähnliches im Einsatz.
Dass die Energieeffizienz so drastisch abgefallen ist lässt sich anhand meiner Vorher-zu-Nachher-Messungen eindeutig auf den Cache eingrenzen, der nämlich um exakt einen Drittel weggebrochen ist. Das bestätigt meinen lange vermuten Verdacht nun auch in Zahlen. Dass das Übertakten des Arbeitsspeichers nun deutlich mehr Bildraten serviert, was bei 3.000 auf 3.800 MHz und 3.200 auf 3.600 MHz nun eigentlich keine Geige mehr spiele in Full-HD von alten Games. Aber das allein hat mir schon genügt, um das Problem am Speicherdurchsatz zu erkennen. Nun kenne ich die Wahrheit: Der Cache in Durchsatz und Latenz. Die Latenz selbst wird die Ursache dafür sein, weshalb die CPU sich stockend anfühlt und der Durchsatz, wieso sie bei bisher so einfachen Aufgaben wie das erstmalige Starten von Firefox und Opera sogleich nahezu aussetzt. Dafür kann unter anderem Microarchitectural Data Sampling Uncacheable Memory [CVE-2019-11091] verantwortlich sein. Das erklärt auch, warum das OC auf SKL-X ohne der Anhebung des VCCIO keine Mehrleistung mehr bringt.
Der Cache wird so dermaßen gebremst und vergewaltigt, dass ich keinen Zweifel daran hege, wenn der eines Tages daran lädiert. Ich sehe keine rosigen Zeiten mehr auf uns zukommen. Selbst die GPUs, egal ob NVIDIA oder AMD, sind davon massiv betroffen, und umso neuer desto stärker, so scheint es jedenfalls. Microsoft und NVIDIA arbeiten jetzt etwas aus und es soll auch schon eine kleine Abhilfe im Fast-Ring stehen, aber was konkret, weiß ich auch nicht. Intel hält sich arrogant, wie diese Pisser einem abservieren, bedeckt, und auch AMD scheint sich bzgl. ihrer GPUs noch nicht geäußert zu haben.
PS: man kann seine "Kritik" auch zivilisiert verpacken.
Ich denke, dieses System versteht keine andere Sprache [mehr]. Ich habe es lange mit freundlichen Worten versucht rüber zu bringen, doch so viel Ignoranz stößt bei mir auf Konfrontation. Die US-Medien zeigen sich nicht in so zurückhaltend, dort wird dieses Thema ernsthaft aufgegriffen und ich denke, man hat es nur den Amis zu verdanken, dass Microsoft sich bereits vor einem Vierteljahr angefangen hat zu bewegen, auch den Fällen im Feedback Hub gewissenhaft nachgeht, und nun auch NVIDIA Seite an Seite steht, denn würde es in den USA so laufen wie hierzulande, dann wären wir heute noch keinen einzigen Schritt weiter - auch wenn die Lösung noch fern ist. Ich gebe mich zuversichtlich, weil das Beispiel um die Builds 1803 und 1809 gezeigt haben, dass das schon einmal dagewesene Problem unter der Build 1709 schnell in den Griff zu kriegen ist, auch wenn es diesmal dramatischer scheint.
Was ich nicht verstehen kann ist... Wieso rollt Microsoft die zuvor zurückgezogenen Patches für die Build 1809 nun unter anderer KB-Nummer erneut aus und das inzwischen in der 3. Generation gegen Spectre-NG und Co.? Und inzwischen werden diese Patches in bis zur Build 1709 ausgerollt. Wer sich das Zeug installiert ruiniert sich das System in fast so ausartend wie auf der Build 1903.
Ich bin dafür, dass die Nutzer der System selbst entscheiden dürfen, was sich davon installieren möchten, anstatt es aufgezwungen zu kriegen. Damit rufe ich Microsoft auf, dass sie die Verteilung solcher Patches einstellen und dem Nutzer die Option zur Hand geben, spezifische Updates abwählen zu dürfen.
Wir haben echt alles durchprobiert, um zu sehen, was welchen Einfluss nimmt. Ja selbst die aktuellen Treiber Intels, Management Engine, INF und Rapid Storage Technology, kosten Performance. INF und IRST wirken negativ auf die SSD-Performance und ME klaut mal bis zu satte 30 FPS in bestimmten, alten Games. Das muss nun wirklich nicht sein.
Die Anhänge zeigen die systematische Zerstörung von Hardware-Performance. (Die Chronologie von Microsoft Windows 10 Pro 10.0.18362.53 Build 1903 (
blau) nach Microsoft Windows 10 Pro 10.0.18362.207 Build 1903 (
rot).)
Das da werde ich gegen Intel verwenden, um meinen Anspruch auf Schadensersatz zu geltend zu machen!