Special PV‑Anlagen in Deutschland: Süden immer noch top - oder lohnt sich Ost‑West mehr?

Wer immer noch in einem Beitrag schreibt, daß die Nordausrichtung am unattraktivsten ist, ist entweder unwissend oder irgendwie dämlich.

Tut mir leid, aber JEDE Richtung ist nutzbar, auch wenn die Erträge ggf. in einer Richtung nicht so gut ausfallen, wie in einer anderen. Entscheidend ist auch noch die Umgebungslichtabsorbtion (also das Modulverhalten bei lichtschwächerem Verhalten) und wie man die Strings darin mit aufbaut.


Nutzen sollte man, sofern es möglich ist (und das Budget es erlaubt), jede Richtung, die man hat, also auch Norden.
Ich habe auf meinem Bungalow 4 Seite und habe alle Seiten genutzt und selbst der Norden kann noch richtig gut WATT produzieren.

Natürlich sind auch Faktoren, wie z.B. die Umgebungswärme wichtig, da Solarzellen nun mal, um so heißer es wird nicht mehr so effizient sind, als bei kühleren Temperaturen, aber den NORDEN sollte man NIE außer acht lassen. Wer so etwas macht, ist, leider, komplett dumm.
 
Also ich bin z.B mit dem Thema Balkonkraftwerk inkl. kleinen Speicher komplett durch.

Verwalter fordert ein Angebot von einem Fachbetrieb inkl. Darstellung der "Fassade". Plug&Play Installation durch einen Fachbetrieb, Brandschutz muss begutachtet werden. Damit kostet das Balkonkraftwerk das doppelte, als wenn ich die Module selbst aufhänge und anschließe (Dürfte ich mit meinem ersten Berufsabschluss).

Eigentümergemeinschaft sagt erstmal "NEIN" wegen der Optik der Module am Balkon :ugly: >50% sind Ü70 Jahre.

Deutschland im Endstadium :devil:

Keine Lust und Nerven auf den Rechtsweg.
 
Und welcher Normalbürger außer du und ich wird sich das antun? Die wenigsten, sondern wirklich rein technikaffine Menschen, die nach Optimierung streben.

Und ganz ehrlich: Ich kann es auch nachempfinden. Du hast einen Job, der in der Regel immer komplexer wird. Du hast Hobbys um die du dich kümmerst, Gesundheit musst du immer am Ball bleiben, von der Technik müssen wir überhaupt nicht reden. Und dann sollste noch deine technischen Geräte verbrauchsoptimiert einstellen, etc..

Ich hab teilweise Kunden, die bollern ihre Wärmepumpe auf 65 °C "Meine Mädels wollen es warm haben". Die scheißen auf Effizienz und sparen.

Davon mal abgesehen, dass viele Menschen überhaupt keinen Zugang haben. Ich wohn selbst in einem 70er Jahre Plattenbau. Ich kann von den ganzen technischen Spielereien nur träumen
Dem wo für sein Geld viel arbeitet und Wege sucht das Geld nicht in unnötigem Maße aus dem Fenster zu werfen vielleicht.

Die Energiepreise werden immer teurer und nicht jeder kann das nehmen was er braucht um seinen Standard zu behalten. Entweder man strengt das Köpfchen an und man säuft ab.
 
Also ich bin z.B mit dem Thema Balkonkraftwerk inkl. kleinen Speicher komplett durch.

Verwalter fordert ein Angebot von einem Fachbetrieb inkl. Darstellung der "Fassade". Plug&Play Installation durch einen Fachbetrieb, Brandschutz muss begutachtet werden. Damit kostet das Balkonkraftwerk das doppelte, als wenn ich die Module selbst aufhänge und anschließe (Dürfte ich mit meinem ersten Berufsabschluss).

Eigentümergemeinschaft sagt erstmal "NEIN" wegen der Optik der Module am Balkon :ugly: >50% sind Ü70 Jahre.

Deutschland im Endstadium :devil:

Keine Lust und Nerven auf den Rechtsweg.
Die Vermieter haben manchmal wirklich einen Knall. Da wird nur aus Unkenntnis abgelehnt. Wasserkocher mit 2000 Watt geht aber ein BKW mit 800 Watt braucht Brandschutz. Ist klar...

Es gibt keinen rationalen Grund ein BKW abzulehnen. Es gibt für alles TÜV geprüfte Lösungen.

Wenn du einen Mietvertrag hast der sicher ist, dann würde ich der Schikane was gegensetzen. Der Gesetzgeber hat grünes Licht gegeben, und fertig. Alle Gründe die du nennst sind bereits rechtlich zu deinen Gunsten entschieden wurden. Der Vermieter darf das nicht ablehnen.

Kann aber auch verstehen, dass man das vielleicht nicht will. Allerdings, einfach installieren und sich vom Vermieter (vermutlich erfolglos) wegklagen lassen, hätte auch was. Heißt: Beweislast umkehren und vor vollendete Tatsachen stellen. Den Rechtsweg müssen dann die Eigentümer bestreiten und da werden die Herrschaften schnell herausfinden, dass sie den Kürzeren ziehen.

Dafür muss man aber der Typ sein und den Sturm aushalten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nichts rentiert sich so schnell, wie eine Solaranlage (3-4 Jahre). Die Teile halten 30 Jahre!

Selbst bei einer Nordausrichtung ist die Rentierung mit 7-8 Jahren noch voll ok.

Wer sich hingegen eine Solaranlage mietet (Enpal), der hat kaufmännisch die Verliererkarte gezogen. Das ist schon kriminell, was manche Verkäufer da abziehen.

:top:
Gab ein Artikel wo ,mal 30 jahre alte Anlagen noch ~80% Ausbeute liefert.

Vor Enpal kann man eigendlich nur warnen.
Eigentümergemeinschaft sagt erstmal "NEIN" wegen der Optik der Module am Balkon :ugly: >50% sind Ü70 Jahre.
ua. deswegen hatte ich meine Wohnung gekauft.
In der Eigentümergemeinschaft sind nun nur noch 5 weitere.

Problem war auch eine Klimaanlage.
Toll das bei 37°C einem die Optik der Balkone so wichtig ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was hier wieder für ein Müll geschrieben wird. Ich habe mir mal ein Wirtschaftlichkeitstool geschrieben für PV-Anlagen, weil ich eben als Energieingenieur arbeite.

25 kW-Anlage, 1200 €/kW, 45 % Eigenverbrauchsquote, 2 % Betriebs- und Instandhaltungskosten, 100 € Versicherung und da ist noch kein PV-Zähler mit dabei. 35 Cent Stromkosten, 3 % Vergütungsausfall, 3 % Mehrertrag zum simulierten Wert, bei 2 % Preissteigerungen Energiekosten und 2 % allgemeine Inflation, 3 % Zinskosten, rechnet sich eine Anlage im 10.!!!! Jahr. Und das sind noch gute Werte.

Wenn du jetzt noch die AfA rein haust, bist du bei 15 Jahren!
Gut, dass mich meine 41 kWp Anlage unter 450€/kWp gekostet hat:P
Dazu kommt dieses Jahr noch ein 10kWh Speicher für 2500€ und so rentiert sich die Anlage, trotz Speicher, sehr schnell.
 
Wer Behauptungen aufstellt muss sie auch belegen können. Und keine Ausreden von wegen "keine Lust" :haha:

Sorry, aber das ist ein Fail auf deiner Seite denn du hast ne Bringschuld hier.
Also nochmal, nachbessern oder du nimmst die Behauptungen zurück :daumen:
ich habe hier sicherlich keine bringschuld und wissen zurück nehmen nur weil dir es gerade so passt, ja ne ist klar. eigentlich passt es nicht, aber medizinprodukte haben sehr lange testphasen. wir reden hier also von zweistelligen jahreszahlen. ergo gab es schlicht im jahr 2021 keiner datenlage, trotzdem wette ich darum das viele derjenigen die hier rumpampen diese ungetesteten produkte verwendet habe. da stellt sich mir die frage warum etwas einfach so akzeptiert wird wenn es schlicht offensichtlich ekine daten gibt, wohingegen ich hier eine studie nach der anderen raus holen soll, natürlich peer reviewt.... denk mal drüber nach.
 
Wie verzweifelt manche nach Gründen suchen, wie sie regenerative Energiequellen verteufeln können, ist schon irgendwie bezeichnend. Was ist die Motivation? Nur das neue, ungewohnte ablehnen, oder doch ganz andere, sehr viel mondänere Eigeninteressen?
 
Darf ich kurz einhaken? Die Quelle, auf die du dich beziehst – Blackout-News – ist leider keine anerkannte, journalistisch oder wissenschaftlich geprüfte Plattform. Sie wirkt zwar fachlich aufbereitet, wird aber eher als Meinungssammlung mit klarer ideologischer Schlagseite eingeordnet. Weder gibt es belegte Studien zu diesem Mikroplastik-Vorwurf durch Windkraftanlagen, noch wird das Thema in der seriösen Wissenschaft oder Umweltforschung so behandelt. Falls es wirklich belastbare Hinweise gäbe, würden Umweltbundesamt, Fraunhofer oder Umweltinstitute dazu sicher etwas sagen. Hast du vielleicht eine Quelle, die aus einer solchen Richtung kommt, und als Wissenschaftlich fundiert gilt?

  • Zum Mikroplastik: Es gibt aktuell keine wissenschaftlich bestätigte Studie, die nachweist, dass Windkraftanlagen signifikant Mikroplastik in die Umwelt emittieren – und erst recht nicht in Mengen, die im Fleisch von Wildschweinen messbar wären.

  • Zur Argumentationshygiene: Wer eine These aufstellt, trägt die Belegpflicht. Es ist nicht deine Aufgabe, eine unbelegte Behauptung zu widerlegen, sondern ihre stichhaltige Begründung einzufordern.
 
Wie verzweifelt manche nach Gründen suchen, wie sie regenerative Energiequellen verteufeln können, ist schon irgendwie bezeichnend. Was ist die Motivation? Nur das neue, ungewohnte ablehnen, oder doch ganz andere, sehr viel mondänere Eigeninteressen?
:ka:
Verstehe ich auch nicht.
Alleine das man Geld sparen kann wäre für mich ein Grund sich mit dem / einem Thema zu befassen.
 
Verstehe ich auch nicht.
Alleine das man Geld sparen kann wäre für mich ein Grund sich mit dem / einem Thema zu befassen.
man kann ja cui bono fragen und es erklärt ja dann wieso welt nur gegen was berichtet, anstatt zu sagen was falsch läuft (tut sie auch, aber zu wenig). auf der anderen seite will der eine oder andere mal jürgen trittin in arsch treten für die kugel eis, die es kosten sollte. :ugly:

für EE ist das netz nie geplant worden und mit dem ausbau/neubau temp bei uns in deutschland kann man es zeitig vergessen. wenn man international guckt will südkorea z.b. erst ab 2045 co2 neutral sein im stahlsektor. vorallem will es sein !=muss es sein. japan, obwohl die zweimal genuked worden war inklusive dem super-gau, schaltet wieder seine akw's ein, weil die es ein wenig mehr raffen.
 
@takan

Allles ganz hervorragende Gründe reg. Energiequellen zu verteufeln... oder?

Ich meine, da wird von Plastikabrieb und mõglichem Folgen für Natur in der Umgebung von Windkraftanlagen geraunt...

Leuts. Wieviel Gummiabeieb haben die unzähligen LKWs die Kohle, Öl, Benzin, usw. durch die Gegend schippern? Und Folgen für die Natur? Ernsthaft? Wenn man alleine den Abbau von fossilem Brennstoff und Uran ins Verhältnis setzt? Noch gar nicht von den Spätfolgen anzufangen?


Was ist das für eine krude Argumentation?

Und dann natürlich noch das allzeit beliebte 'die anderen machen ja auch nix, also können wir auch in Ruhe weitermachen mit dem Irrsinn!'
 
Off Topic:
Über die Mikroplastikbelastung von Wildschweinen kann ich nichts sagen. Aber die radioaktive Belastung dieser ist, dank Atomtests und Tschernobyl, teilweise selbst jetzt noch erschreckend hoch.


On Topic:
Ich habe seit Anfang des Jahres eine 16 kWp Anlage auf dem Dach, Ost-West Ausrichtung, 8 kWp pro Dachseite. Und Stand jetzt sage ich, das hätte ich schon viel früher installieren sollen. Dank 10 kWh Speicher habe ich seit März kein Strom aus dem Netz bezogen. Bin also seit dem Selbstversorger. Und ich denke bzw hoffe, dass das bis Ende August bzw September so bleibt. Und diese teilweise Unabhängigkeit war auch mein eigentlich Ziel. Warum muss denn jede Investition immer nur rein auf Geld bezogen werden? Wenn man schon die Möglichkeit hat, was spricht dagegen einfach zu sagen. Man investiert in eine Zukunft mit regenerativer Energie? Man ist Teil eines Systems und unterstützt auch die, die nicht die Möglichkeit zu haben, sich eine PV Anlage auf das Dach zu bauen. Und dazu eine gute Anmerkung, die ich die Tag erst gelesen habe, Solarenergie muss nicht durch die Straße von Hormus.

@BiTbUrGeR Womit hast du eigentlich die Berechnungen/Auswertungen aus Post #52 gemacht?
 
:ka:
Verstehe ich auch nicht.
Alleine das man Geld sparen kann wäre für mich ein Grund sich mit dem / einem Thema zu befassen.
Was bei der Photovoltaik-Debatte oft zu kurz kommt, ist die soziale Frage: Wer kann sich überhaupt eine PV-Anlage leisten – und wer trägt die Kosten, wenn andere davon profitieren? Tatsächlich gibt es berechtigte Kritik, dass die bisherigen Fördermodelle eher einkommensstarke Haushalte begünstigen.

Denn wenn immer mehr Haushalte eigenen Solarstrom erzeugen, entziehen sie sich teilweise der Finanzierung des öffentlichen Stromnetzes – durch geringere Netzentgelte und Umlagen. Die Fixkosten für Netzbetrieb, Infrastruktur oder Umlagen (z. B. für erneuerbare Energien) werden dadurch auf weniger Schultern verteilt. Das kann bedeuten: Wer keine PV-Anlage hat, etwa weil er zur Miete wohnt oder sich das nicht leisten kann, zahlt im Verhältnis mehr.

Das darf man nicht einfach wegwischen. Es ist ein Verteilungsproblem – und das braucht sozial gerechte Lösungen: Mieterstrommodelle, kommunale Beteiligung, staatlich geförderte PV für einkommensschwache Haushalte oder bessere Anreize für gemeinschaftliche Energieprojekte.

PV ist wichtig fürs Klima, aber sie muss demokratisch zugänglich sein. Die Energiewende darf keine Klassenspaltung erzeugen, sondern muss aktiv Teilhabe ermöglichen.

Und darauf entsprechend bezogen sind teils kritische Positionen schon gerechtfertigt. Wenn man denn dann wenigstens bei eben diesen nachvollziehbaren Bedenken bleiben würde wäre das natürlich für die Diskussionskultur zuträglich.
Off Topic:
Über die Mikroplastikbelastung von Wildschweinen kann ich nichts sagen. Aber die radioaktive Belastung dieser ist, dank Atomtests und Tschernobyl, teilweise selbst jetzt noch erschreckend hoch.


On Topic:
Ich habe seit Anfang des Jahres eine 16 kWp Anlage auf dem Dach, Ost-West Ausrichtung, 8 kWp pro Dachseite. Und Stand jetzt sage ich, das hätte ich schon viel früher installieren sollen. Dank 10 kWh Speicher habe ich seit März kein Strom aus dem Netz bezogen. Bin also seit dem Selbstversorger. Und ich denke bzw hoffe, dass das bis Ende August bzw September so bleibt. Und diese teilweise Unabhängigkeit war auch mein eigentlich Ziel. Warum muss denn jede Investition immer nur rein auf Geld bezogen werden? Wenn man schon die Möglichkeit hat, was spricht dagegen einfach zu sagen. Man investiert in eine Zukunft mit regenerativer Energie? Man ist Teil eines Systems und unterstützt auch die, die nicht die Möglichkeit zu haben, sich eine PV Anlage auf das Dach zu bauen. Und dazu eine gute Anmerkung, die ich die Tag erst gelesen habe, Solarenergie muss nicht durch die Straße von Hormus.

@BiTbUrGeR Womit hast du eigentlich die Berechnungen/Auswertungen aus Post #52 gemacht?
Hallo @RetroSchrauber, danke für dein Feedback

Die Berechnungen habe ich in der Tat mit genau dem Tool erledigt welches ich ganz am Anfang der Diskussion unter der Eröffnung geschickt hatte.
 
@takan

Allles ganz hervorragende Gründe reg. Energiequellen zu verteufeln... oder?

Ich meine, da wird von Plastikabrieb und mõglichem Folgen für Natur in der Umgebung von Windkraftanlagen geraunt...

Leuts. Wieviel Gummiabeieb haben die unzähligen LKWs die Kohle, Öl, Benzin, usw. durch die Gegend schippern? Und Folgen für die Natur? Ernsthaft? Wenn man alleine den Abbau von fossilem Brennstoff und Uran ins Verhältnis setzt? Noch gar nicht von den Spätfolgen anzufangen?


Was ist das für eine krude Argumentation?

Und dann natürlich noch das allzeit beliebte 'die anderen machen ja auch nix, also können wir auch in Ruhe weitermachen mit dem Irrsinn!'
jopp, vorallem wenn EE befürworter lesen was kritiker schreiben, dann kann man schon ein pullen und krude thesen sich aus dem finger ziehen.

ich rede doch nicht das pseudo umweltschützer angst um paar vögel haben die sie mal im lexikon gefunden haben. ich rede von realen kritikpunkten die "grüne" getrost ignorieren "ach passt schon". wenn nationale energie-politik so kopflos ist wie unsere und sich schweden darüber aufregt... weiß ja nicht was wir deutschen ohne die fossilen energieträger sowie akw's aus dem ausland machen würden. glaube wir würden die grünen mit mistgabeln und fackeln verjagen.
 
jopp, vorallem wenn EE befürworter lesen was kritiker schreiben, dann kann man schon ein pullen und krude thesen sich aus dem finger ziehen.

ich rede doch nicht das pseudo umweltschützer angst um paar vögel haben die sie mal im lexikon gefunden haben. ich rede von realen kritikpunkten die "grüne" getrost ignorieren "ach passt schon". wenn nationale energie-politik so kopflos ist wie unsere und sich schweden darüber aufregt... weiß ja nicht was wir deutschen ohne die fossilen energieträger sowie akw's aus dem ausland machen würden. glaube wir würden die grünen mit mistgabeln und fackeln verjagen.
Ich verstehe deine Sorgen um die Energiepolitik – viele teilen die. Aber gerade bei fossilen Energieträgern zahlen wir jährlich über 150 Mrd. € ins Ausland. Das ist ein riesiger Kapitalabfluss, der weder gut für unsere Wirtschaft ist, noch für unsere Versorgungssicherheit. Erneuerbare Energien dagegen schaffen langfristig stabile Kosten, lokale Jobs und mehr Unabhängigkeit. Klar gibt’s dabei auch Herausforderungen – z. B. beim Naturschutz oder in der Speicherfrage – aber die Alternative wäre, weiterhin fossile Energie von autokratischen Staaten zu kaufen. Wirklich zukunftsfähig ist das nicht.

Quelle 1
Quelle 2
Quelle 3
 
Aber gerade bei fossilen Energieträgern zahlen wir jährlich über 150 Mrd. € ins Ausland. Das ist ein riesiger Kapitalabfluss, der weder gut für unsere Wirtschaft ist, noch für unsere Versorgungssicherheit. Erneuerbare Energien dagegen schaffen langfristig stabile Kosten, lokale Jobs und mehr Unabhängigkeit. Klar gibt’s dabei auch Herausforderungen – z. B. beim Naturschutz oder in der Speicherfrage – aber die Alternative wäre, weiterhin fossile Energie von autokratischen Staaten zu kaufen. Wirklich zukunftsfähig ist das nicht.
gibt halt nichts umsonst.
wenns keine akkus gibt und die mehrfache überkapazität brauchen wir dennoch solch uralt technik wie akw's. solange jeder hinz und kunz gegen den ausbau/neubau/modernisierung des netzes klagen darf, nope wird das nichts. solange an einer preiszone für deutschland festgehalten wird genau so. wie viel geld kostet denn 100% EE inklusive akkus für ne dunkelflaute über ein paar tage?

was wir machen wird als paradebeispiel in anderen ländern genommen, wieso man es nicht macht, und auf fossilen brennstoffen kleben bleibt. hab schon oft genug aus der bubble gehört "china macht aber auch", china macht aber auch paar dutzen reaktoren fertig...
 
gibt halt nichts umsonst.
wenns keine akkus gibt und die mehrfache überkapazität brauchen wir dennoch solch uralt technik wie akw's. solange jeder hinz und kunz gegen den ausbau/neubau/modernisierung des netzes klagen darf, nope wird das nichts. solange an einer preiszone für deutschland festgehalten wird genau so. wie viel geld kostet denn 100% EE inklusive akkus für ne dunkelflaute über ein paar tage?

was wir machen wird als paradebeispiel in anderen ländern genommen, wieso man es nicht macht, und auf fossilen brennstoffen kleben bleibt. hab schon oft genug aus der bubble gehört "china macht aber auch", china macht aber auch paar dutzen reaktoren fertig...
Du hast recht: Nichts gibt es umsonst. Aber gerade das ist der Punkt, weshalb wir über fossile Importe reden müssen.

Deutschland zahlt jedes Jahr Dutzende Milliarden Euro ins Ausland, nur um Öl, Gas und Kohle zu kaufen. In manchen Jahren waren es über 150 Mrd. € – für etwas, das man nach dem Verbrauch buchstäblich verbrennt. Dieses Geld ist weg, schafft keinen Wert im Inland, sorgt für keine Jobs, keine Technologieentwicklung, keinen Zukunftsvorteil.

In einer offenen, industriellen Volkswirtschaft wie Deutschland ist so ein dauerhafter Kapitalabfluss ein strukturelles Problem:

  • Er schwächt die Handelsbilanz und somit den Euro.
  • Er macht uns politisch erpressbar – siehe Russland 2022.
  • Und er behindert Investitionen in unsere eigene Infrastruktur (Netze, Speicher, Innovation).
100 % Erneuerbare sind teuer, ja – aber sie sind Investitionen:

  • Die Module, Windräder, Speicher bleiben im Land.
  • Die Wartung, Technik, Digitalisierung schaffen Arbeitsplätze hier.
  • Der „Brennstoff“ Sonne und Wind kostet 0 €, für Jahrzehnte.
Was ist also langfristig günstiger?

  • Jedes Jahr 80–150 Mrd. € ins Ausland überweisen?
  • Oder in 10 Jahren 500 Mrd. € in Netze, Speicher und EE stecken, die dann 30–40 Jahre lang kostenfrei Strom erzeugen?
Das mit der Preiszone, mit Genehmigungsverfahren, mit dunklen Flauten – das sind alles reale Hürden. Aber die Antwort darauf kann doch nicht sein: „Dann eben fossile Energie aus dem Ausland für immer weiter kaufen und selbst technologisch stehen bleiben.“

China? Die bauen zwar AKWs, aber sie bauen vor allem gigantisch viel Solar und Wind – in 2024 wurden viermal so viele EE-Kapazitäten wie AKWs zugebaut. China nutzt Atomkraft als Reserve, nicht als Basis.

Andere Länder schauen übrigens sehr wohl nach Deutschland – aber nicht, weil sie es „so nicht machen wollen“, sondern weil wir Dinge ausprobiert haben, die sie sich jetzt abschauen (EE-Marktmechanismen, Ausschreibungen, Netzregelung, Smart Grids).
 
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