Special PV‑Anlagen in Deutschland: Süden immer noch top - oder lohnt sich Ost‑West mehr?

Mieterstrommodelle, kommunale Beteiligung, staatlich geförderte PV für einkommensschwache Haushalte oder bessere Anreize für gemeinschaftliche Energieprojekte.
Ich weiß nicht, wie da der Stand ist und oft ist es ja auch sehr kompliziert, genau auszurechnen, wie sehr wer da genau begünstigt wird und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Einfamilienhäuser bevorteilt werden, einfach schon, weil das leider sehr häufig der Fall ist, aber genossenschaftlichen Strom kann jeder nutzen. Vielleicht lassen sich die im Verhältnis höheren Netzkosten auch etwas durch Skalierungseffekte ausgleichen. Immerhin braucht man dann zwar weiterhin die volle Leitungskapazität, aber dafür braucht nicht jeder Haushalt einen Wechselrichter und ich denke auch, dass Speicher pro Kapazität immer ein ganzes Stück günstiger bleiben werden, wenn man die im größeren Stil anlegt. Prinzipiell bin ich aber immer dafür, eine urbanere Lebensweise mehr zu fördern, weil die enorm große Chancen für effiziente Ressourcennutzung bietet.
PV ist wichtig fürs Klima, aber sie muss demokratisch zugänglich sein. Die Energiewende darf keine Klassenspaltung erzeugen, sondern muss aktiv Teilhabe ermöglichen.
Gut, die soziale Ungleichheit, die konservative Politik erzeugt, wird von konservativen Politikern ja gerne als Argument gegen Fortschritt genommen, der der konservativen Wählerschaft das Wasser abzugraben droht. Das ist meiner Meinung nach aber ein Problem, das man mal an der Wurzel packen müsste.
 
ua. deswegen hatte ich meine Wohnung gekauft.
In der Eigentümergemeinschaft sind nun nur noch 5 weitere.

Problem war auch eine Klimaanlage.
Toll das bei 37°C einem die Optik der Balkone so wichtig ist.
Wenn du Eigentümer bist, dann würde ich nicht klein bei geben. Das wäre mir zu blöd.

Nachdem die Klimaanlage steht, können sich die Ü70 Miteigentümer mal mit ihrer miesen rechtlichen Situation beschäftigen.

Ich habe Außengeräte außerhalb von Eigentumswohnungen gesehen, welche einfach auf der Terrasse und auf den Balkon gestellt werden. Das hat optisch null was ausgemacht.

Ich bin Besitzer eines Reihenhauses und ich habe vier Split Klimas (2 Einzel; 1 Multisplit)! zum heizen und kühlen aufgebaut. Die Außeneinheiten dürfen bei uns in Rheinland Pfalz ohne Abstand zum Nachbargrundstück gesetzt werden. Der Nachbarseigentümer (Vermieter- kleinkarierter Lehrertyp von dem jeder genervt ist) konnte nichts machen. Natürlich habe ich die Geräte so platziert, dass es niemanden stört. Das gehört sich einfach so und die Nachbarn sind auch zufrieden.

An deiner Stelle würde ich einfach ein Gerät hinstellen und die Herrschaften vorab informieren. Natürlich immer freundlich bleiben und geduldig erklären. Abzusehen ist, dass es eine Empörungsrunde gibt und erfolglose Versuche das zu verhindern.
 
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Ich weiß nicht, wie da der Stand ist und oft ist es ja auch sehr kompliziert, genau auszurechnen, wie sehr wer da genau begünstigt wird und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Einfamilienhäuser bevorteilt werden, einfach schon, weil das leider sehr häufig der Fall ist, aber genossenschaftlichen Strom kann jeder nutzen. Vielleicht lassen sich die im Verhältnis höheren Netzkosten auch etwas durch Skalierungseffekte ausgleichen. Immerhin braucht man dann zwar weiterhin die volle Leitungskapazität, aber dafür braucht nicht jeder Haushalt einen Wechselrichter und ich denke auch, dass Speicher pro Kapazität immer ein ganzes Stück günstiger bleiben werden, wenn man die im größeren Stil anlegt. Prinzipiell bin ich aber immer dafür, eine urbanere Lebensweise mehr zu fördern, weil die enorm große Chancen für effiziente Ressourcennutzung bietet.

Gut, die soziale Ungleichheit, die konservative Politik erzeugt, wird von konservativen Politikern ja gerne als Argument gegen Fortschritt genommen, der der konservativen Wählerschaft das Wasser abzugraben droht. Das ist meiner Meinung nach aber ein Problem, das man mal an der Wurzel packen müsste.
Genau das ist der Punkt: Wenn wir akzeptieren, dass die Energiewende notwendig ist – und das tun wir ja beide – dann muss sie sozial gedacht und gerecht umgesetzt werden.

Dass Einfamilienhausbesitzer bisher stärker profitieren, liegt nicht an Photovoltaik an sich, sondern an fehlender politischer Gestaltung:
  • Mieterstrom wird durch Bürokratie und EEG-Abgaben ausgebremst.
  • Genossenschaften haben oft keinen Zugang zu geeigneten Flächen oder Unterstützung bei der Gründung.
  • Förderprogramme für Menschen mit geringem Einkommen sind entweder nicht bekannt oder schwer zugänglich.
Technisch gibt’s längst Lösungen:
  • Quartierspeicher, die Strom lokal puffern.
  • Skaleneffekte bei großen Anlagen, wie du sagst.
  • Virtuelle Zusammenschlüsse (Stichwort „Energy Sharing“).
Was fehlt, ist der politische Wille, die strukturellen Hürden zu beseitigen – nicht der Fortschritt selbst.

Und ja – ich sehe das wie du: Wenn konservative Kräfte die soziale Ungleichheit als „Sachzwang gegen Veränderung“ benutzen, dann ist das genau die Art von zynischer Logik, die wir durchbrechen müssen. Fortschritt darf nicht elitär sein – sonst wird er blockiert. Fortschritt muss Teilhabe schaffen – dann wird er getragen.
 
in 2024 wurden viermal so viele EE-Kapazitäten wie AKWs zugebaut. China nutzt Atomkraft als Reserve, nicht als Basis.
so wie ich es mitbekommen habe, bauen sie alles, weil sie soviel brauchen, weil es denen egal ist ob es EE oder AKW technik war wo der strom herkommt. china hat früh erkannt wie man den westen "unterjochen" kann, weil ebend diktaturen in jahrzehnten denken können. nicht wie wir im westen in unserer demokratie, weil es nur um die wiederwahl geht. "ohh lass pv dumping betreiben, der westen wird es wohl in 10 jahren massenhaft kaufen". china ist ein riesenabsatzmarkt für 2nd-hand diesel generatoren der us-armee.

Deutschland zahlt jedes Jahr Dutzende Milliarden Euro ins Ausland, nur um Öl, Gas und Kohle zu kaufen. In manchen Jahren waren es über 150 Mrd. € – für etwas, das man nach dem Verbrauch buchstäblich verbrennt. Dieses Geld ist weg, schafft keinen Wert im Inland, sorgt für keine Jobs, keine Technologieentwicklung, keinen Zukunftsvorteil.
wenn dem so ist, wieso läuft noch fossile energie bei uns? können wir ja abschalten, EE ausbauen auch nicht, macht ja keine arbeitsplätze. :ugly: scnr
 
so wie ich es mitbekommen habe, bauen sie alles, weil sie soviel brauchen, weil es denen egal ist ob es EE oder AKW technik war wo der strom herkommt. china hat früh erkannt wie man den westen "unterjochen" kann, weil ebend diktaturen in jahrzehnten denken können. nicht wie wir im westen in unserer demokratie, weil es nur um die wiederwahl geht. "ohh lass pv dumping betreiben, der westen wird es wohl in 10 jahren massenhaft kaufen". china ist ein riesenabsatzmarkt für 2nd-hand diesel generatoren der us-armee.


wenn dem so ist, wieso läuft noch fossile energie bei uns? können wir ja abschalten, EE ausbauen auch nicht, macht ja keine arbeitsplätze. :ugly: scnr
Wenn du auf eine sachliche Diskussion keine Lust mehr hast, ist das völlig okay – aber dann sag das bitte direkt. Ironie ersetzt keine Argumente, und Zynismus schützt nicht vor den realen volkswirtschaftlichen Folgen fossiler Abhängigkeit.


Ich hab meine Position mit Daten und Konsequenzen unterlegt. Wenn du ernsthaft drüber sprechen willst, bin ich gern weiter im Gespräch. Wenn du’s lieber ins Lächerliche ziehen willst, beenden wir’s an dieser Stelle – dann ist für mich alles gesagt.
 
Dass Einfamilienhausbesitzer bisher stärker profitieren, liegt nicht an Photovoltaik an sich, sondern an fehlender politischer Gestaltung:
Als Mieter dürft Ihr doch ein BKW mit Speicher aufstellen. Der Gesetzgeber hat den Eigentümern untersagt dies aus optischen Gründen abzulehnen, wie auch die Gründe die sonst angebracht werden.

Ein normaler Mieter kann somit schon an der Energiewende teilnehmen. Das Gesetz ist in dieser Angelegenheit auf eurer Seite. Dann bräuchte es nur den Mieterwillen das Recht wahrzunehmen.

Aber natürlich habt ihr nicht die Freiheiten, die ein Eigentümer hat. Das tut mir auch leid.
 
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Genau das ist der Punkt: Wenn wir akzeptieren, dass die Energiewende notwendig ist – und das tun wir ja beide – dann muss sie sozial gedacht und gerecht umgesetzt werden.
Ja, absolut. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass man auch ohne ein eigenes Dach Möglichkeiten hat, an der Energiewende teilzunehmen. Aber ja, da ist definitiv noch Luft nach oben.
 
@takan @BiTbUrGeR hat ja bereits die Importkosten genannt. Wenn ich es nicht überlesen habe, wurde noch nicht genannt, dass bei den Preisen der Fossilen Energieträger die Einpreisung von Klimakrisefolgeschäden fehlt. Die sind mit der Zeit angestiegen und werden noch weiter ansteigen. Stürme, Fluten, Dürren ... werden häufiger und sorgen für Schäden u.a. an Infrastruktur sowie auch für Missernten. Damit werden immer höhere Kosten enstehen. Mensch erinnere sich: das 1,5 Gradziel ist gerissen worden und aktuell läuft es auf weitere Klimaerhitzung hinaus und damit auch weitere (vom Menschen befeuerte) Naturkatastrophen.
Als zweites sind die Kosten für Umweltschäden bei Förderung (bspw. durch Fracking), Transport (Pipelinelecks, Tankerunfälle) und Weiterverarbeitung (Raffinerieunfälle) in die Preise der fossilen Energieträger nicht einberechnet.

ich rede doch nicht das pseudo umweltschützer angst um paar vögel haben die sie mal im lexikon gefunden haben. ich rede von realen kritikpunkten die "grüne" getrost ignorieren "ach passt schon". wenn nationale energie-politik so kopflos ist wie unsere und sich schweden darüber aufregt... weiß ja nicht was wir deutschen ohne die fossilen energieträger sowie akw's aus dem ausland machen würden. glaube wir würden die grünen mit mistgabeln und fackeln verjagen.
Kritik an den Grünen habe ich auch. Allerdings sollte mensch so genau und fair sein und benennen, dass nach der Schröder-Fischer/rot-grünen-Koalitionen, also ab 2005 die Parteien SPD, CDU, CSU und FDP die Regierungen (mit)geführt haben, die die Energiewende verschleppt und sabotiert haben. Die Wähler:innen, die für solche Politik nach 2005 gestimmt haben, sollten sich an die eigene Nase fassen bzw. da Klimakrise alle Parteien angeht, kann mensch es sogar trotz/unabhängig der eigenen Wahl rechtfertigen, entsprechend SPD, CDU, CSU und FDP für deren Versagen zur Rechenschaft ziehen und sie auf Spur (der Energiewende - zu der auch Netz- und Speicherausbau gehören) zu bringen.

Und ja, wie die Welt mit noch massiverer Verfeuerung von fossilen Energieträgern aussähe, das können Dir Klimawissenschaftler:innen sagen. Es sollte auch bedacht werden, dass Deutschland Energie aus EE exportiert - auch nach bspw. Frankreich, wenn deren AKWs aufgrund Wartung oder mangelnder Kühlung aufgrund mangelndem Flusswasser heruntergefahren werden müssen.


So, geht noch etwas zur Photovoltaik (PV)?
Der Artikel macht ein wichtiges Thema auf. Es ist gut und wichtig, die Leute auf dem Laufenden zu halten, was die aktuellen Entwicklungen von EE betreffen, damit die Menschen bessere Entscheidungen treffen können. Früher hieß es eben, dass Südausrichtung das beste sei, ja sich alleinig lohne. Wie im Artikel genannt gibt es allerdings im Sommer bereits Überkapazitäten an Solarenergie. Erstmal ist das doch eine super Sache und ich würde das aufgrund der lahmen Politik und Trägheit vieler Bürger:innen durchaus als eine positive Überraschung werten. Wie auch immer - von stärkerem Vorteil für PV-Neubesitzer:innen kann es mittlerweile sein, wenn sie auch auf Ost-West-Dächer bauen können. Ein weiterer Hintergrund dazu ist, dass PV+Technologie stetig weiterverbessert wird. Heute können die PV-Module bereits diffuses Licht, also bereits Sonnenstrahlen bei Bewölkung, gut ausnutzen. Dadurch werden auch Nicht-Süd-Ausrichtungen bezüglich PV-Anlagenbau profitabler.
 
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les nochmal deinen part über arbeitsplätze. das ist sowas von banane du pflaume. ich kann dir ausn stehgreif 5 leute aus meinem umfeld aufzählen die in einem kohlekraftwerk schuften. allein die produktion erschafft wie viele arbeitsplätze. fernwärme-netze müssen gewartet werden. neue rohre gelegt werden und häuser angeschlossen zu werden. allein dieser dienstleistungsbereich ist riesig.
auch wenn wir energie autark sind, sind wir immer noch abhängig von exporten, auch in diktaturen (z.b. in die usa, trump sei ja ein diktator :ugly: , china, russland um die ecke von kasachstan).

das gleiche kann ich von dir behaupten. in ersten beitrag, redest was von mikroplastik durch windräder und willst gleich nur stunk anstelle dem inhalt den ich schreibe. bei manchen kann ich nur mit sarkasmus und zynismus reagieren. wie in deinem fall.
Persönliche Beleidigungen ersetzen keine Argumente. Ich diskutiere gern kontrovers, aber nicht auf diesem Niveau.

Ich habe nie behauptet, dass fossile Energien keine Arbeitsplätze schaffen – sondern darauf hingewiesen, dass die jährlichen zweistelligen Milliardenbeträge für fossile Importe keine langfristige Inlandswertschöpfung erzeugen. Das ist ein volkswirtschaftlicher Unterschied, den du entweder nicht verstehen willst oder ins Lächerliche ziehst.

Dass du mir Aussagen in den Mund legst, die ich nie getroffen habe („Mikroplastik durch Windräder“, „nur Stunk machen“), zeigt mir, dass hier kein echter Austausch mehr möglich ist.

Für mich ist das Gespräch damit beendet.
@takan @BiTbUrGeR hat ja bereits die Importkosten genannt. Wenn ich es nicht überlesen habe, wurde noch nicht genannt, dass bei den Preisen der Fossilen Energieträger die Einpreisung von Klimakrisefolgeschäden fehlt. Die sind mit der Zeit angestiegen und werden noch weiter ansteigen. Stürme, Fluten, Dürren ... werden häufiger und sorgen für Schäden u.a. an Infrastruktur sowie auch für Missernten. Damit werden immer höhere Kosten enstehen. Mensch erinnere sich: das 1,5 Gradziel ist gerissen worden und aktuell läuft es auf weitere Klimaerhitzung hinaus und damit auch weitere (vom Menschen befeuerte) Naturkatastrophen.
Als zweites sind die Kosten für Umweltschäden bei Förderung (bspw. durch Fracking), Transport (Pipelinelecks, Tankerunfälle) und Weiterverarbeitung (Raffinerieunfälle) in die Preise der fossilen Energieträger nicht einberechnet.


Kritik an den Grünen habe ich auch. Allerdings sollte mensch so genau und fair sein und benennen, dass nach der Schröder-Fischer/rot-grünen-Koalitionen, also ab 2005 die Parteien SPD, CDU, CSU und FDP die Regierungen (mit)geführt haben, die die Energiewende verschleppt und sabotiert haben. Die Wähler:innen, die für solche Politik gestimmt haben sollten sich an die eigene Nase fassen bzw. da Klimakrise alle Parteien angeht, entsprechend SPD, CDU, CSU und FDP zur Rechenschaft ziehen.

Und ja, wie die Welt mit noch massiverer Verfeuerung von fossilen Energieträgern aussähe, dass können Dir Klimawissenschaftler:innen sagen. Es sollte auch bedacht werden, dass Deutschland EE Energie exportiert - auch nach bspw. Frankreich, wenn deren AKWs aufgrund Wartung oder mangelnder Kühlung aufgrund mangelndem Flusswasser heruntergefahren werden müssen.


So, geht noch etwas zur PV?
Der Artikel macht ein wichtiges Thema auf. Es ist gut und wichtig, die Leute auf dem Laufenden zu halten, was die aktuellen Entwicklungen von EE betreffen, damit die Menschen bessere Entscheidungen treffen können. Früher hieß es eben, dass Südausrichtung das beste sei, ja sich alleinig lohne. Wie im Artikel genannt gibt es allerdings im Sommer bereits Überkapazitäten an Solarenergie. Erstmal ist das doch eine super Sache und so aufgrund der lahmen Politik und Trägheit vieler Bürger:innen durchaus eine positive Überraschung. Wie auch immer von stärkerem Vorteil für PV-Neubesitzer:innen kann es mittlerweile sein, wenn sie auf Ost-West-Dächer bauen können. Ein weiterer Hintergrund ist, dass PV+Technologie stetig weiterverbessert wird. Heute können die Module bereits diffuses Licht, also bereits Sonnenstrahlen bei Bewölkung, gut ausnutzen. Dadurch werden auch Nicht-Süd-Ausrichtungen profitabler.
@inhuman_nature
Danke für die fundierten Ergänzungen – besonders zur Einpreisung externer Kosten und zur politischen Verantwortung. Genau das ist der Punkt: Fossile Energien sind nur scheinbar „billig“. In Wahrheit zahlen wir über Umweltschäden, Klimafolgekosten und Gesundheitslasten einen viel höheren Preis – nur eben nicht an der Zapfsäule, sondern in der Infrastruktur, in der Landwirtschaft und in der Lebensqualität.

Und ja – PV- und Speichertechnik entwickeln sich schnell weiter. Dass wir heute über Überkapazitäten im Sommer diskutieren, ist ein Luxusproblem, das zeigt, wie gut der technologische Fortschritt wirkt – wenn man ihn nicht künstlich bremst.

Die Aufgabe bleibt: Die Energiewende muss sozial, ökologisch und wirtschaftlich intelligent gestaltet werden – und nicht durch Polemik oder Schuldumkehr verzerrt werden. Und genau deshalb braucht es solche Diskussionen, wie wir sie hier führen. Danke dafür!
 
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Die Vermieter haben manchmal wirklich einen Knall. Da wird nur aus Unkenntnis abgelehnt. Wasserkocher mit 2000 Watt geht aber ein BKW mit 800 Watt braucht Brandschutz. Ist klar...

Es gibt keinen rationalen Grund ein BKW abzulehnen. Es gibt für alles TÜV geprüfte Lösungen.

Wenn du einen Mietvertrag hast der sicher ist, dann würde ich der Schikane was gegensetzen. Der Gesetzgeber hat grünes Licht gegeben, und fertig. Alle Gründe die du nennst sind bereits rechtlich zu deinen Gunsten entschieden wurden. Der Vermieter darf das nicht ablehnen.

Kann aber auch verstehen, dass man das vielleicht nicht will. Allerdings, einfach installieren und sich vom Vermieter (vermutlich erfolglos) wegklagen lassen, hätte auch was. Heißt: Beweislast umkehren und vor vollendete Tatsachen stellen. Den Rechtsweg müssen dann die Eigentümer bestreiten und da werden die Herrschaften schnell herausfinden, dass sie den Kürzeren ziehen.

Dafür muss man aber der Typ sein und den Sturm aushalten.

Ich habe keinen Mietvertrag, die Wohnung gehört mir. Bei der vorletzten Eigentümerversammlung wurde das beschlossen was ich oben geschrieben habe. Balkonkraftwerk möglich, aber eben nur unter den genannten Voraussetzungen. Also Montage durch "Fachfirma", Brandschutzgutachten usw.

Werd mich nächstes Jahr mal rechtlich beraten lassen und dann ggf. Mit vorheriger Ankündigung einfach ein BK montieren. 😉
 
Solange bis der Staat dir deine PV Anlage abschalten darf, weil sonst das Netz überlastet ist. Entsprechende Gespräche darüber finden bereits statt. Je mehr PV Anlage desto höher das Risiko auf Netzinstabilität, wenn sie alle plötzlich zur gleichen Uhrzeit einspeisen wollen. Dann hast du dir für viel Geld eine Anlage geholt, welche zur besten Zeit stillgelegt ist.

Um das zu verhindern muss das Netz entsprechen ausgebaut werden. Aber auch hier wirds lustig. Es gibt nämlich ebenso Gespräche darüber ob man PV Anlagen Betreiber zur Kasse bittet. Diese sollen dann ein Teil zum Netzausbau beitragen, sie sind ja schließlich auch Einspeiser und damit Kostenverursacher.

PV Anlage ein no-brainer zu nennen ist wie das Elektroauto als "die Zukunft" zu bezeichnen. Beides klappt nämlich nur solange, solange es noch eine Nische bleibt. Je größer es wird, desto größer werden die Probleme. (PS: Ich beziehe mich hierbei auf Deutschland. In anderen Ländern gelten andere Grundvoraussetzungen, welche die genannten Probeme nicht in dem Maße haben)
Die alte Ölheizung deswegen drin zu lassen, ist allerdings auch keine dauerhafte Lösung, zumal man davon ausgehen kann, dass eine Tankfüllung Heizöl, die über den Winter reicht, mittelfristig fast unerschwinglich wird. Vor allem für Rentner. Mit Gas im Prinzip dasselbe.
Einen Ausweg aus dem Dilemma sehe ich aktuell auch nur in Solarenergie + Wärmepumpe.
 
Ich habe keinen Mietvertrag, die Wohnung gehört mir. Bei der vorletzten Eigentümerversammlung wurde das beschlossen was ich oben geschrieben habe. Balkonkraftwerk möglich, aber eben nur unter den genannten Voraussetzungen. Also Montage durch "Fachfirma", Brandschutzgutachten usw.

Werd mich nächstes Jahr mal rechtlich beraten lassen und dann ggf. Mit vorheriger Ankündigung einfach ein BK montieren. 😉
Die Anforderungen die von dir verlangt werden sind mumpitz.

Plug and Play Balkonkraftwerke sind bereits so aufgebaut, dass jeder Laie sie anschließen darf.

Solche Forderungen würde ich in die Tonne treten und dann zum nächsten Baumarkt fahren, um ein Set zu kaufen. Dann baust du einfach eins auf. Da musst du keinen Fragen.
 
Mensch kann ja auch recherchieren und ein Produkt von einem namhaften Hersteller mit Prüfsiegel kaufen, dass auch über ein vernünftiges, stabiles Haltesystem verfügt. Bei Nachfrage kann mensch dann ja mit den Leuten reden und so können die dann in Erfahrung bringen, dass Du Dir dazu Gedanken gemacht hast und nicht irgendetwas angebracht hast. Und wer weiß, vielleicht kommt doch noch Interesse an Deinen Erträgen und damit verbundenen Stromkostenersparnissen auf ...
 
Während es bis zu 39° draußen hat gibt es so einige, die immer noch bei Gas und Öl bleiben wollen... toll. Unabhängig von Klimaproblemen kann ich nur sagen, dass sich die PV massiv für uns gelohnt hat. Mit einem E-Auto kann man die Produktion so richtig gut ausnutzen und ich sage mal von Ostern bis Oktober fahren wir außer bei längeren Reisen, wo man mal unterwegs nachladen muss, nur mit Strom vom eigenen Dach. Dadurch ist die Amortisationszeit erstaunlich niedrig. Was auch praktisch ist, da das von Fossilfans erzeugte Klima ja leider nun mal da ist, kann man mit dem Strom auch wunderbar die Klimaanlage umweltfreundlich betreiben, denn immer wenn man an solchen Tagen wie jetzt Kühlung braucht, hat man auch den dafür nötigen Strom.

Wir haben Glück und haben die Kombi aus Ost-, West- und Südausrichtung, da wir zusätzlich zum Dach des Hauses noch ein Nebengebäude im Garten haben, auf das wir in Südrichtung Panels plazieren konnten. Das sorgt tatsächlich für eine ziemlich durchgehende Versorgung von morgens bis abends, und für die Nacht ist dann der Speicher da.
 
Verbieten dürfen sie es meines Wissens nicht, aber wenn er sich eh Rechtsbeistand holt ist es ja uninteressant darüber zu spekulieren. Fachmännische Installation betrifft nur Anlagen die dafür auch gedacht sind. Solche zum einstecken, und das sind ja die meisten Komplettpakete, erfordern ja keine elektro Installation.

Aber unabhängig davon ob recht und Unrecht. Aus dem Grund können mir Eigentumswohnungen in Gemeinschaften gestohlen bleiben. Dieses gequatsche jedesmal... Oh mein Gott
 
Verbieten dürfen sie es meines Wissens nicht, aber wenn er sich eh Rechtsbeistand holt ist es ja uninteressant darüber zu spekulieren. Fachmännische Installation betrifft nur Anlagen die dafür auch gedacht sind. Solche zum einstecken, und das sind ja die meisten Komplettpakete, erfordern ja keine elektro Installation.

Aber unabhängig davon ob recht und Unrecht. Aus dem Grund können mir Eigentumswohnungen in Gemeinschaften gestohlen bleiben. Dieses gequatsche jedesmal... Oh mein Gott
Ein Brief von ChatGPT verfassen lassen mit den rechtlichen Paragraphen und dann ab zum Baumarkt. Wer braucht da einen Rechtsanwalt?
 
Ein Brief von ChatGPT verfassen lassen mit den rechtlichen Paragraphen und dann ab zum Baumarkt. Wer braucht da einen Rechtsanwalt?
Der, der nicht irgendeinen ungeprüften Kram verschicken und anschließend auch noch ernst genommen werden will. Wir haben auch so einen Kunden, der sich wie ein Anwalt aufspielt (er ist keiner, aber er googelt wohl gerne entsprechende Formulierungen).

Unser Syndikus hat uns dazu geraten, ihm die Schreiben vorzulegen aber normalerweise kommt dabei raus: nicht mal darauf antworten, da dieser Mensch sich was zusammenfantasiert.
 
Mensch kann ja auch recherchieren und ein Produkt von einem namhaften Hersteller mit Prüfsiegel kaufen, dass auch über ein vernünftiges, stabiles Haltesystem verfügt. Bei Nachfrage kann mensch dann ja mit den Leuten reden und so können die dann in Erfahrung bringen, dass Du Dir dazu Gedanken gemacht hast und nicht irgendetwas angebracht hast. Und wer weiß, vielleicht kommt doch noch Interesse an Deinen Erträgen und damit verbundenen Stromkostenersparnissen auf ...

Meines Wissens nach ist das noch nicht eindeutig rechtlich zwecks Fassaden/Erscheinungsbild bei WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft) geregelt. Klar kann man miteinander reden.

Verbieten dürfen sie es meines Wissens nicht, aber wenn er sich eh Rechtsbeistand holt ist es ja uninteressant darüber zu spekulieren. Fachmännische Installation betrifft nur Anlagen die dafür auch gedacht sind. Solche zum einstecken, und das sind ja die meisten Komplettpakete, erfordern ja keine elektro Installation.

Aber unabhängig davon ob recht und Unrecht. Aus dem Grund können mir Eigentumswohnungen in Gemeinschaften gestohlen bleiben. Dieses gequatsche jedesmal... Oh mein Gott

Wie oben geschrieben, es ist nicht verboten nur die behämmerten auflagen sind gegeben.

Rechtsbeistand muss nicht sein, wenn sich jemand mit sowas wirklich auskennt oder gar selbst schon geregelt hat, gerne her mit den Infos :)

Ansonsten bin ich komplett bei Dir, dieses "Blabla" mit engstirnigen Leuten die nicht mal interesse an veränderungen oder an etwas neuem zeigen, nervt einfach. Spätestens bei den Abstimmungen ;)

Hat allerdings auch Vorteile. Schäden an z.B. Fallrohren/Dach/Fassade/Tragenden Mauern/Tiefgarage usw. zahlt dann die Allgemeinheit aus den Rücklagen und man steht nicht alleine voll im Futter.

Ein Brief von ChatGPT verfassen lassen mit den rechtlichen Paragraphen und dann ab zum Baumarkt. Wer braucht da einen Rechtsanwalt?

Möchte da rechtlich schon safe sein ;) Wie gesagt, keine Lust auf Theater und Kopfschmerzen im nachhinein.
 
Der, der nicht irgendeinen ungeprüften Kram verschicken und anschließend auch noch ernst genommen werden will. Wir haben auch so einen Kunden, der sich wie ein Anwalt aufspielt (er ist keiner, aber er googelt wohl gerne entsprechende Formulierungen).

Unser Syndikus hat uns dazu geraten, ihm die Schreiben vorzulegen aber normalerweise kommt dabei raus: nicht mal darauf antworten, da dieser Mensch sich was zusammenfantasiert.
Wer gut fragt bekommt auch von ChatGPT eine astreine Antwort.

Und zwar auf Niveau eines Jura Absolventen.

Hier ist der Brief von ChatGPT mit Rollenzuweisung (bin Anwalt und brauche deinen Rat als Kollegen).


Betreff: Ankündigung der Installation eines Balkonkraftwerks (800 Watt) gemäß § 20 WEG

Sehr geehrte Miteigentümerinnen und Miteigentümer,

hiermit teile ich mit, dass ich beabsichtige, auf dem zu meiner Wohnung gehörenden Balkon ein sogenanntes Balkonkraftwerk mit einer Einspeiseleistung von 800 Watt zu installieren. Die Anlage soll an der Balkonbrüstung angebracht werden und entspricht in ihrer äußeren Erscheinung handelsüblichen Modulen mit schwarzem Rahmen.

1. Rechtsgrundlage

Gemäß § 20 Abs. 2 Satz 1 WEG (Wohnungseigentumsgesetz) kann jeder Wohnungseigentümer angemessene bauliche Veränderungen verlangen, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen, dem Einbruchsschutz, der Förderung erneuerbarer Energien oder der Verbesserung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge dienen. Die geplante Maßnahme fällt unter die Förderung erneuerbarer Energien und ist somit privilegiert.

Nach überwiegender Auffassung ist die Installation eines Balkonkraftwerks als geringfügige bauliche Veränderung anzusehen, wenn sie weder die Substanz des Gebäudes noch die Rechte der anderen Eigentümer in erheblichem Maße beeinträchtigt. Eine Zustimmung der Gemeinschaft ist in solchen Fällen nicht erforderlich (§ 13 Abs. 2 WEG in Verbindung mit § 20 Abs. 3 WEG).

2. Technische und optische Ausführung

Die Leistung der Anlage beträgt 800 Watt, womit die gesetzlichen Vorgaben für sogenannte Steckersolargeräte (vormals 600 Watt, ab 2024 800 Watt zulässig) eingehalten werden.
  • Die Module werden ohne Bohrungen montiert, z. B. mittels Balkonhaken oder Klemmhalterungen.
  • Die Anlage ist rückstandslos zurückbaubar und wird keine Veränderungen am Gemeinschaftseigentum verursachen.
  • Es erfolgt eine Anmeldung beim Netzbetreiber sowie im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

3. Zusammenfassung

Ich beabsichtige keine erhebliche bauliche Veränderung im Sinne des § 20 Abs. 1 WEG, sondern nehme lediglich eine privilegierte Maßnahme zur Förderung erneuerbarer Energien vor. Da keine wesentliche Beeinträchtigung der anderen Eigentümer erfolgt, ist aus meiner Sicht keine Beschlussfassung erforderlich.

Ich bitte um Kenntnisnahme und stehe bei Rückfragen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

[Unterschrift]

[Vor- und Nachname]
 
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