@takan @BiTbUrGeR hat ja bereits die Importkosten genannt. Wenn ich es nicht überlesen habe, wurde noch nicht genannt, dass bei den Preisen der Fossilen Energieträger die Einpreisung von Klimakrisefolgeschäden fehlt. Die sind mit der Zeit angestiegen und werden noch weiter ansteigen. Stürme, Fluten, Dürren ... werden häufiger und sorgen für Schäden u.a. an Infrastruktur sowie auch für Missernten. Damit werden immer höhere Kosten enstehen. Mensch erinnere sich: das 1,5 Gradziel ist gerissen worden und aktuell läuft es auf weitere Klimaerhitzung hinaus und damit auch weitere (vom Menschen befeuerte) Naturkatastrophen.
Als zweites sind die Kosten für Umweltschäden bei Förderung (bspw. durch Fracking), Transport (Pipelinelecks, Tankerunfälle) und Weiterverarbeitung (Raffinerieunfälle) in die Preise der fossilen Energieträger nicht einberechnet.
Kritik an den Grünen habe ich auch. Allerdings sollte mensch so genau und fair sein und benennen, dass nach der Schröder-Fischer/rot-grünen-Koalitionen, also ab 2005 die Parteien SPD, CDU, CSU und FDP die Regierungen (mit)geführt haben, die die Energiewende verschleppt und sabotiert haben. Die Wähler:innen, die für solche Politik gestimmt haben sollten sich an die eigene Nase fassen bzw. da Klimakrise alle Parteien angeht, entsprechend SPD, CDU, CSU und FDP zur Rechenschaft ziehen.
Und ja, wie die Welt mit noch massiverer Verfeuerung von fossilen Energieträgern aussähe, dass können Dir Klimawissenschaftler:innen sagen. Es sollte auch bedacht werden, dass Deutschland EE Energie exportiert - auch nach bspw. Frankreich, wenn deren AKWs aufgrund Wartung oder mangelnder Kühlung aufgrund mangelndem Flusswasser heruntergefahren werden müssen.
So, geht
noch etwas zur PV?
Der Artikel macht ein wichtiges Thema auf. Es ist gut und wichtig, die Leute auf dem Laufenden zu halten, was die aktuellen Entwicklungen von EE betreffen, damit die Menschen bessere Entscheidungen treffen können. Früher hieß es eben, dass Südausrichtung das beste sei, ja sich alleinig lohne. Wie im Artikel genannt gibt es allerdings im Sommer bereits Überkapazitäten an Solarenergie. Erstmal ist das doch eine super Sache und so aufgrund der lahmen Politik und Trägheit vieler Bürger:innen durchaus eine positive Überraschung. Wie auch immer von stärkerem Vorteil für PV-Neubesitzer:innen kann es mittlerweile sein, wenn sie auf Ost-West-Dächer bauen können. Ein weiterer Hintergrund ist, dass PV+Technologie stetig weiterverbessert wird. Heute können die Module bereits diffuses Licht, also bereits Sonnenstrahlen bei Bewölkung, gut ausnutzen. Dadurch werden auch Nicht-Süd-Ausrichtungen profitabler.