Es gibt den berühmten Spruch "Satire darf alles", und sie darf auch böse sein. Satire mus nicht immer lustig oder gesellschaftskritisch sein.
Wenn eine bestimmte Quelle aber ausschließlich humorfreie Beiträge mit einer bestimmten Schlagrichtung veröffentlicht, dann ist es keine Satire mehr, sondern Propaganda. Satire setzt sich (zum Teil extrem) überspitzt, aber in jedem Fall kreativ mit den Problemen (Mehrzahl!) unserer Zeit auseinander.
Beams seine geliebten PI News, auf denen er sich ja scheinbar oft rumtreibt, musste ich auch erstmal nachschlagen. Kannte ich vorher überhaupt nicht. Aber wie es halt immer ist, ist es schwer zu diskutieren, wenn der Gegenüber so in seiner Meinung festgefahren ist. Wer beruft sich auch auf "political incorrect news"?
Da hatten wir hier in frühren Diskussionen eine ganze Reihe von Leuten, zu dem finden sich Beiträge von PI-Autoren auch auf anderen Seiten und umgekehrt -> ggf. wird die symptomatisch für unbewiesene/unbelegbare, äußerst zweifelhafte Behauptungen gebraucht.
Grundproblem "der letzten 20 Seiten" ist imho, aber dass insgesamt zu viel über Threadteilnehmer geredet wird und zuwenig über Pegida. Wenn jemand irgend eine Tatsachenbehauptung aufstellt, dann sollte man ihn auffordern, diese zu belegen - und nicht seine Glaubwürdigkeit anzweifeln. Die spielt eh keine Rolle, denn scheinbar ist hier niemand Primärquelle.
Das glaubst du doch selber nicht das sich keine anderen Interviewpartner finden lassen würden.
Nach allem, was mir bislang persönlich in dieser politischen Ecke begegnet ist und was ich in den Medien zu gesicht bekommen habe, erscheint mir das durchaus möglich. Es gibt genug Leute, die sich ein Feindbild "Medien" schaffen und dann prinzipiell nicht kooperieren, es gibt genug Rechte, die wissen, dass sie ihre wahre Meinung nur in einschlägigen Kreisen äußern und es gibt genug Chaoten und Mitläufer, die liebend gerne irgendwas niveauloses Grölen - Hauptsache sie kommen ins Fernsehen.
Ob es nun wahrscheinlicher ist, dass sämtliche größeren Medien in Deutschland z.T. unabhängig voneinander ein ganz bestimmtes, falsches Bild von einer Gruppe vermitteln wollen, um die sich ohne die Aktitivät dieser Medien niemand kümmern würde, oder ob es wahrscheinlicher ist, dass eine einzelne Demonstration mit einer bestimmten Gesinnung schwerpunktmäßig Personen mit einer bestimmten Gesinnung anzieht, was in diesem Fall die Ablehnung etablierter Medien umfasst, dass muss jeder selbst entscheiden. Ich für meinen Teil würde letzteres fast schon rekursiv annehmen: Da das Bild von Pegida durch die Berichterstattung entsprechend geformt wird, dürfte die Bewegung sogar selektiv von Leuten zulauf erhalten, die sich nicht (sinnvoll) interviewen lassen. Am Ende passt die Bewegung dann zum vermittelten Bild, selbst wenn das zu Anfang nicht der Fall war (was ich nicht beurteilen kann).
Bleibt bei mir noch die Frage: wer war zuerst da? PEGIDA oder die Rechtsradikalen die da mitlaufen?
Schliessen sich einfach radikale an eine vorhandene Sache an, ist es ungleich schwieriger dort einfach wegzubleiben.
Die Organisatoren bestehen reihenweise aus Personen mit fragwürdigem Hintergrund und in Deutschland beginnt eine Demo nun einmal mit demjenigen, der sie anmeldet. Die hart-rechte Linie gehört also definitiv zum Grundfundament, dem sich "die (selbsternannte, schweigende) Mitte" angeschlossen hat - allenfalls das "radikal" müsste man sich genauer angucken. Aber auch hier spricht das Vorstrafenregister eines Teils der Organisatoren Bände und die Redner sind auch nicht unbedingt durch Abgrenzung nach rechtsaußen aufgefallen. Wer da mitläuft, dem fehlt es entweder an politischer Bildung bzw. Kenntnis über die Bewegung, an der er teilnimmt (=blöd?), oder er hat kein Problem damit, sich für eine Bewegung einzusetzen, die Rechtsextreme anspricht.
Wenn man sich die Teilnehmerzahlen von Pegida und Ablegern anguckt, würde ich davon ausgehen, dass ohne den harten Kern der rechten Szene die derzeitige Größe überhaupt nicht möglich ist. Wäre Pegida wirklich bundesweit in der Breiten Bevölkerung verankert, müsste es überall vergleichbare Demos geben. Tut es aber nicht, die Leute reisen konzentriert an und das machen nicht fast-apolitische, "schweigende Mehrheiten". Die gehen eigentlich nie auf die Straße - sondern schweigen eben. Sehr mobil und gut organisiert sind dagegen rechte Kameradschaften, die können in kurzer Zeit ein paar tausend Teilnehmer für Veranstaltungen aus einigen 100 km Umkreis mobilisieren, wenn sie das für richtig halten.
Bevor man sich daran macht, die Meinung der Pegida-Demonstranten als Meinung einer Minderheit zu klassifizieren und sich auf diese Weise mit dem "Phänomen" Pegida auseinandersetzt, sollte geklärt werden, daß Pegida die Mehrheit der Deutschen repräsentiert. Es ist eine schweigende Mehrheit, wie an der massigen Überzahl von Gegendemonstranten der meisten Pegida-Demos zu erkennen ist, aber es ist dabei zu berücksichtigen, daß die Initiatoren der Gegendemos sich auf die breite der Unterstützung von Politik und Medien verlassen können.
Es kann nicht sein, daß in einem ach so demokratischen Staat die Mehrheit der Bürger von der Führung als haßerfüllte, kalte Wesen bezeichnet wird.
Gibt es für diese Behauptung irgendwelche belastbaren Belege (= etwas härteres, als einen Online-Quickpoll unter 1000 Zeit-Online-Ansurfern)?
Wie oben dargelegt spricht zumindest die geographische Verteilung massiv dagegen, dass Pegida eine größere bundesweite Gruppe vertritt. Entweder ist es ein lokales Phänomen, oder eine Versammlung von winzigen Minderheiten, die aus größerer Entfernung anreisen.
Auf alle Fälle ist die Zahl derjenigen, denen die Pegida-Themen so wichtig sind, dass man dafür/dagegen auf die Straße gehen würde, bundesweit bei "dagegen" deutlich größer.
Erfahrungen über persönliche Nachteile, die sich aus der Teilnahme an solchen Demos ergeben, hat jüngst ein Pfaff´ gemacht.
Nach Pegida-Auftritt: Predigtverbot für Pfarrer - Panorama - Süddeutsche.de
Hast du den Link auch gelesen?
Nachteile haben sich nicht aus einer "Teilnahme", sondern aus einer öffentliche Rede ergeben. Dass die Kirche sehr auf die öffentliche Präsentation ihrer Mitglieder bedacht ist und hart reagiert, wenn diese so etwas wie eigene Meinungen entwickeln, sollte bekannt sein. Als Pfarrer sowieso.
Immerhin kann man festhalten, dass er sein Ziel erreicht hat. Willkommen im erfolgreich gegen Modernisierung verteidigten, traditionellen Abendland, in der man das macht, was die Kurie vorgibt
Was ist real, die "Islamisierung" oder die "Gefahr durch radikalen Islamismus"?
Dass der radikale Islamismus gefährlich ist, weiß jeder und streitet auch niemand ab.
Es gibt aber keine Gefahr, dass Deutschland Islamisiert wird, oder hat dich schonmal ein Dönerverkäufer versucht zu bekehren?
Missionierende Muslime (primär Salafisten) kann man mittlerweile in vielen Fußgängerzonen finden. Aber mit Islamismus hat auch das nichts zu tun, denn da wird niemand zu irgend etwas gezwungen.