Wenn man sich schon an die Bedeutung eines Begriffes ..., gibt es bis auf die unterschiedlichen politischen Ziele sehr viele Gemeinsamkeiten, vor allem in der gewaltorientierten Vorgehensweise.
Wie der-sack288 dargelegt hat, gibt es außer der gewaltorientierten Vorgehensweise keine einzige Gemeinsamkeit. "Faschismus" mit "extremistisch" gleichzusetzen bringt aber niemanden weiter. Zum einen brauchen wir nicht zwei Wörter für die gleiche Sache, zum anderen aber sehr wohl eins für gewaltorientierte Gruppierungen mit starker Orientierung auf Führungspersonen und strenger innerer Hierarchie. Das heißt in der Tat nicht, dass "Faschisten" auch Rassisten/Antisemiten sein müssen. Parallelen z.B. zum Führerkult Nordkoreas könnte man durchaus ziehen. Aber auf Anarchisten, die explizit jegliche Form von Autorität ablehnen und gerade deswegen Aggression gegenüber Nationalisten und der Polizei zeigen, passt der Begriff einfach nicht.
Wieso berichtet man eigentlich nicht über die täglich brennenden Autos, Mülltonnen und verschmierten Kirchen oder Kaufhäuser in Hamburg? Du meinst doch, dass sie viel mehr als flanierende Nazis ausmachten.
Wenn es in Hamburg Gruppierungen gibt, die systematisch vor laufenden Kameras auftauchen und jeden Tag Autos anzünden, würde es mich in der Tat überraschen, dass die Medien nicht darüber berichten. (Wobei: Alles, was "täglich" passiert, ist langweilig

)
Aber offensichtlich wird so konsequent nicht darüber berichtet, dass ich keinen einzigen Hinweis darauf finden könnte, dass es die von dir behaupteten Handlungen überhaupt gibt => Ohne Thema kein Bericht
Diese linksradikale Gewalt gab es auf ziemlich vielen Veranstaltungen und PEGIDA-Ablegern.
? Du meinst wenn dann vermutlich Gegenveranstaltungen...
Rechtsextremes Gedankengut gab es weder bei den Reden noch bei der Mehrheit der sonstigen Teilnehmer.
Ne repräsentative Erhebung dazu würde mich wirklich mal interessieren. Schon rein technisch: Wie findet man heraus, was für ein Gedankengut eine Mehrheit hat?
Du scheinst dir da ja verdammt sicher zu sein und kannst uns sicherlich aufklären.
Ich habe bereits betont, dass auch wenige Nazis hier in Düsseldorf waren. Die machten aber selbst wenn ich es großzügig Überschlage nicht einmal 1/10 aus.
1/10 ist imho bei weitem zuviel, wenns um Nazis geht.
Nur mal so zum Vergleich:
Sachsen, wo einige Leute massive Angst vor Überfremdung zu haben scheinen, hat eine Ausländerquote von 2,2%. Davon ein Drittel EU-Bürger, knapp ein weiteres Drittel entfallen auf Russen, Polen, Chinesen und Vietnamesen. Damit bleiben weniger als 0,7% Ausländer aus dem restlichen Teil der Welt, von dem wiederum <1/3 der Staaten eine mehrheitlich muslimische Bevölkerung haben dürfte.
Meinst du, diese selbstgerechte Antifa hätte sich nur die Glatzköppe zum Verkloppen ausgesucht, würde die Polizei nicht für Schutz sorgen?
"Die" Antifa sucht sich für gewöhnlich niemanden zum Verkloppfen, sondern ist politisch und informierend aktiv
Es gibt kaum etwas, was ich stärker als das bezweifeln kann. Mittlerweile dürfte bekannt sein, dass die Nazis dort in der absoluten Minderheit sind. Die Rentner, die neben mir liefen und Familien mit Kinderwagen fielen auch nicht wirklich durch rechte Parolen auf.
Übrigens gab es in Deutschland mittlerweile recht häufig Übergriffe auf Menschen, die an Pegida oder Ablegern teilnhemen wollten. Was ist das, wenn nicht Faschismus?
Müsste man sich im Einzelfall angucken. Ohne Hinweise auf die Hintergrundstrukturen der Übergreifer zu haben, kann man jedenfalls nicht auf Faschismus schließen und die meisten anderen Klassifizierungen berücksichtigen die Kriterien der Zielauswahl, so dass man ohne genaue Angaben zu den Opfern auch nichts sagen kann. Wenn es Nazis gewesen sein sollten, würde man erstmal von radikalem Antifaschismus sprechen, aber das beschreibt auch nur die Tat - nicht den Täter.
Anscheinend kennst du dich mit der linken Szene nicht besonders aus. Die Übergriffe auf die Polizei gibt es selbst bei vielen Veranstaltungen, auf denen keine Nazis marschieren. Da werden Polizisten angegriffen, weil sie Polizisten sind. Das braucht man sich auch nicht schönzureden. Und da gibt es eben keinen Unterschied mehr zur Hautfarbe. Da ist dann eben der Mann in grün der mit der Hautfarbe, die nicht ins beschränkte Weltbild passt.
Ich würde nicht behaupten, dass ich mich gar nicht auskenne, aber ich freue mich immer über neue interessante Informationen. (Wenns sich zu weit von Pegida entfernt, was bei nicht-rechten Demonstrationen wahrscheinlich ist, ggf. per PN)
Macht es auch nicht gerade besser. Ebenso Zustände, die nicht geguldet werden sollten.
Es gibt viele Zustände, die nicht geduldet werden sollten (Vergewaltigungen, unbezahlte Überstunden, parken auf Radwegen), aber die sind bei weitem nicht alle gleich schlimm und eben weil es soviele gibt, berichten Medien bevorzugt über die schockierensten. Kann man sich dran stören, aber fakt ist:
Eine Tageszeitung, an der man 56 Stunden zu lesen hat, nützt auch niemandem etwas und eine Redaktion dafür zu kritisieren, dass sie weniger wichtige Themen aussortiert, zeugt nur davon, dass man den Sinn redaktioneller Arbeit nicht verstanden hat.
Es ist überhaupt keine Umschreibung. Denn gerade über diese "bereits erfüllten" Punkte, ließe sich sehr ausgiebig diskutieren.
Dafür ist dieser Thread da...
Abgesehen davon finde ich sie gar nicht so undeutlich.
Na dann kannst du mir ja vielleicht weiterhelfen. Welche Forderung (Handlung/Gesetze/...) stellt Pegida an welchen Politiker, wenn sie für folgenden Punkt auf die Straße geht?
"12. PEGIDA ist FÜR sexuelle Selbstbestimmung!"
Ich weiß es echt nicht.
(Anm.: Zufällige Auswahl aus den ersten vier Punkten, auf die mein Blick fiel.)
Um etwas mehr zu wissen, bräuchte man eben mehr Infos. Machst du den Inhalt einer Partei lediglich anhand ihrer Punkte im Wahlomat aus? Na, herzlichen Glückwunsch.
Für gewöhnlich gucke im Wahlprogramm nach, wenn ich sonst keine Informationen vorliegen habe. Aber sowas Pegida hat kein Wahlprogramm und auch nichts vergleichbares..
Ich finde schon, daß die Aussagen von 1000 Personen mehr über die Stimmung im Volks sagen als die Aussage einer Einzelperson.
Die Aussagen von 1000 selektierten Personen (und ein online-Poll ist immer vorselektiert, da ihn ausschließlich Personen mit Affinität zu einer bestimmten Seite und von diesen fast ausschließlich Personen mit Interesse zu einem bestimmten Thema überhaupt nur bemerken. Und von denen stimmen dann auch noch selektiert diejenigen ab, die der Meinung sind, ihre Meinung fände zuwenig Gehör bzw. gerade diese werden weitere Personen mit gleicher Meinung benachrichtigen) sagen etwas über die Stimmung von 1000 Personen aus. Bezogen auf ein Volk von 80 Millionen ist das genauso wertlos, wie die Aussage einer Einzelperson. Je nach dem, wie die Meinungsbildung bei den 1000 bzw. dem einen abgelaufen ist, kann die Einzelmeinung sogar zufällig repräsentativer sein. (Auch wenn man das anhand der Einzelmeinung nicht beurteilen kann.)
Das Problem hierbei ist, daß deine weiterführende Argumentation einzig und allein auf deiner Ansicht aufbaut, daß die angeführten Umfrageergebnisse nichts aussagen...
Du solltest den Diskussionsverlauf noch einmal nachlesen. Der Teil, auf den du dich hier beziehst, hat überhaupt keinen Bezug zu irgendwelchen Umfragen. Er geht auf deine Sugestion zurück, dass die negativen Konsequenzen, die ein(!) Redner(!) mit einem sehr speziellen(!) Arbeitgeber aufgrund seiner Rede auf einer Pegida-Demo wiederfahren sind, allen(!) drohen, ungeachtet(!) ihres weiteren Umfeldes, die an einer Pegida-Demo einfach nur teilnehmen(!).