Nordkorea & Atomwaffen-Politik allgemein: Meinen die es ernst?

Warum sollte der Süden auch? Der Norden ist soweit heruntergewirtschaftet, dass eine Wiedervereinigung quasi unbezahlbar wird.
Sonderwirtschaftszone? Zumal Nordkorea im Gegensatz zu Südkorea reich an Bodenschätzen ist, insbesondere Seltene Erden.

(Und das eine Wiedervereinigung bezahlbar ist, hat Deutschland gezeigt. Obwohl die neuen Bundesländer nur Braunkohle und brain-drain zu bieten hatten.)
 
Warum sollte der Süden auch? Der Norden ist soweit heruntergewirtschaftet, dass eine Wiedervereinigung quasi unbezahlbar wird.

Ich gehe mal stark davon aus, dass auch der Süden an ein vereinigtes Korea großes Interesse hat.
Aber eben nicht mit einem Regime unter der Führung Kims.
Das Regime muss weg, der Nord muss sich freiwillig mit dem Süden zusammenschließen.
Gemeinsam könnte man dann den Norden wieder aufbauen, der ja nur echt zu den ärmsten Ecke der Erde gehört.
 
Sonderwirtschaftszone? Zumal Nordkorea im Gegensatz zu Südkorea reich an Bodenschätzen ist, insbesondere Seltene Erden.

(Und das eine Wiedervereinigung bezahlbar ist, hat Deutschland gezeigt. Obwohl die neuen Bundesländer nur Braunkohle und brain-drain zu bieten hatten.)

Na sicher, mit begehrten Rohstoffen kann man noch mehr Geld verdienen ...

... und umso schneller noch mehr Atombomben bauen :ugly:

Der Schlüssel zur Lösung des Konfliktes liegt eindeutig in China

Woher soll denn der Kim soll schnell Vorschritte in der Atom- und Raketentechnik gemacht haben?

Ich rate mal, die Inuits sind dran schuld :D
 
Sonderwirtschaftszone? Zumal Nordkorea im Gegensatz zu Südkorea reich an Bodenschätzen ist, insbesondere Seltene Erden.

(Und das eine Wiedervereinigung bezahlbar ist, hat Deutschland gezeigt. Obwohl die neuen Bundesländer nur Braunkohle und brain-drain zu bieten hatten.)

Dafür war die ehemalige DDR (bei aller Misswirtschaft) nicht auf dem Wirtschaftsstand eines dritte Welt Land.

Ich gehe mal stark davon aus, dass auch der Süden an ein vereinigtes Korea großes Interesse hat.
Aber eben nicht mit einem Regime unter der Führung Kims.
Das Regime muss weg, der Nord muss sich freiwillig mit dem Süden zusammenschließen.
Gemeinsam könnte man dann den Norden wieder aufbauen, der ja nur echt zu den ärmsten Ecke der Erde gehört.

Naja, die Südkoreaner (insbesondere die Politiker) werden wohl mitbekommen habe, wie viel die Wiedervereinigung in Deutschland gekostet hat. Und der Abstand zwischen der alten BRD und der DDR war nicht so groß, wie zwischen Nord- und Südkorea.
 
Naja, die Südkoreaner (insbesondere die Politiker) werden wohl mitbekommen habe, wie viel die Wiedervereinigung in Deutschland gekostet hat. Und der Abstand zwischen der alten BRD und der DDR war nicht so groß, wie zwischen Nord- und Südkorea.

Ändert nichts daran, dass es das Ziel ist.
Für die Wiedervereinigung mit der DDR hat die BRD ja 10 Milliarden an Russland bezahlt, wenn ich nicht irre -- weiß die genau Zahl nicht mehr.
Sie hätten auch 10 Billionen Mark gezahlt.
Und genauso wird das meines Erachtens auch in Korea gesehen. Völlig unwichtig, wie viel das kostet, es ist das Ziel.
 
Was halt einfach mal null stimmt.

Du kennst die Verhandlungen und Standpunkte die bisher mit Nordkorea unter den 6 Augen Gesprächen gelaufen sind?

Warum sollten die USA machen? Südkorea ist ein souveränes Land und kann in seinem Land so viele Militärübungen abhalten, wie es will.

Weil das die Bedingung für Nodkorea ist ihr Atomprogramm aufzugeben und davon werden sie nie abrücken.
Außerdem ists sowieso lächerlich. Die USA wollen anderen vorschreiben ob sie Atomwaffen haben dürfen oder nich, wo die USA doch die einzigen waren die diese menscheunwürdige Waffe je eingesetzt haben.
Und das zu einem Zeitpunkt wo der Krieg gegen Japan längst gewonnen war.

Und warum Südkorea regelmäßig Militärübungen abhält, ist angesichts Nordkoreas Rhetorik wenig verwunderlich.

Angesichts der Expansionsbestrebungen der USA und der Isolierung Nordkoreas, nicht grade eine Überraschung.

Nein, Nordkorea ist natürlich das total „friedliche“ Land.

Friedlicher als die USA allemal.:rollen:

Aktion>Reaktion. Man müsste keine Systeme in Südkorea aufstellen, wenn Nordkorea nicht ständig den Süden und die USA bedrohen würden.

Man muss einfach sehen, dass sich Nordkorea gegen die USA zu wehr setzen will und keinen Regime Change oder sonstiges duldet und deswegen das Atomprogramm entworfen hat.
Ähnlich wie der Iran.

Nordkorea ist eines der wenigen Beispiele wo die USA zu Recht eingegriffen hat.

Du meinst damals im Koreakrieg? Ja damals stimme ich zu, aber nicht jetzt.
 
Du kennst die Verhandlungen und Standpunkte die bisher mit Nordkorea unter den 6 Augen Gesprächen gelaufen sind?

Natürlich und auch, dass NK sich selbst davon zurückgezogen hat. NK nutzt das doch nur, um Nahrungsmittel zu eerpressen.

Weil das die Bedingung für Nodkorea ist ihr Atomprogramm aufzugeben und davon werden sie nie abrücken.

NK hat keine Forderungen zu stellen. Ganz einfach.

Außerdem ists sowieso lächerlich. Die USA wollen anderen vorschreiben ob sie Atomwaffen haben dürfen oder nich, wo die USA doch die einzigen waren die diese menscheunwürdige Waffe je eingesetzt haben. Und das zu einem Zeitpunkt wo der Krieg gegen Japan längst gewonnen war.

A) Nicht die USA, sondern der UN-Sicherheitsrat.
B) Beim konventionellen Angriff auf Tokio am 9. März 1945 starben mehr Menschen, als in Hiroshima oder Nagasaki. Ist das jetzt „menschenunwürdiger“?
C) Japan hatte noch nicht kapituliert und bisher auch nicht eingelenkt.

Angesichts der Expansionsbestrebungen der USA und der Isolierung Nordkoreas, nicht grade eine Überraschung.

Eher angesichts der Kriegsrhetorik aus dem Norden. Und die Isolierung hat sich Nordkorea selbst zuzuschreiben.

Friedlicher als die USA allemal.:rollen:

Klar, weil die USA hat ja zuerst Nordkorea gedroht und es war ja überhaupt nicht umgekehrt :stupid:

Man muss einfach sehen, dass sich Nordkorea gegen die USA zu wehr setzen will und keinen Regime Change oder sonstiges duldet und deswegen das Atomprogramm entworfen hat.

Nordkorea müsste sich nicht zur „Wehr“ setzten, wenn sie sich einfach mal benehmen würden. Daran scheitert es.

Du meinst damals im Koreakrieg? Ja damals stimme ich zu, aber nicht jetzt.

Es ist heute genauso richtig, wie damals. Die ganze Situation heute, ist auf den Krieg von damals zurückzuführen. Einen Krieg der vom Norden begonnen wurde.

Gegen kommunistische Länder muss man harte Kante zeigen, dass ist die einzige Sprache, die diese Leute verstehen. Deshalb haben wir den kalten Krieg gegen die SU gewonnen. Wir bräuchten mal wieder jemanden wie Reagan.
 
Ich sehe das richtig, oder? Aus den letzten 20 cm einer Austrittsdüse, die den für alle Raketentriebwerken gelten Expansionsformeln folgt, und einer großen Menge nicht-Wissen über die nordkoreanische Raketenentwicklung (kein Vorwurf, sondern eine Feststellung: Der Autor sagt selbst, dass man wenig darüber weiß und das entspricht der Tatsache), die nach Aussage des Textes selbst keinem anderen existierenden Triebwerk entsprechen, wird ein kompletter Entwicklungszyklus einschließlich Basistriebwerk, Ort der Entwicklung und beteiligter Firmen analysiert?

Jetzt bekomme ich Angst, dass aus diesem Post mein Konto-Pin und die nächste TAN herausgelesen werden können.

Ach komm, so identisch und unaussagekräftig wie du das hinstellst ist es auch wieder nicht.

Schau ich mir z.B. die Bilder amerikanischer Raketen an gibt es da sehr wohl sichtliche Unterschiede was die Anordung, Anzahl und Formgebung der Auslassöffnungen angeht:

Titan_Missile_Family.png Titan_1_ICBM.jpg

Zudem muss man nur mal bedenken wie lange die Forschung und Eigenentwicklung von Raketen benötigt. Die Nazis haben für eine Einstufige V2 mit etwa 320 bis 500 km Reichweite 10 Jahre (1934 bis 1944) benötigt, bis sie eine äußerst unausgegorene Serienreife mit vielen Blingängern erreichte (etwa 33% aller Raketen waren komplette Blingänger, 33% schlugen irgendwo in der Pampa ein und nur die restlichen 33% trafen vorgesehene Ziele) und da ist nicht berücksichtigt das es bereits zuvor im privaten Sektor in Deutschland viele Jahre an Raketenantrieben geforscht wurde.
Für mehrstufige Interkontinentalraketen wie die im Artikel angesprochene nordkoreanische Hwasong-14, oder auch die Taepondong-2 (die 2012 einen kleinen Sateliten ins All schoß) haben die Amerikaner und Sovjets ab 1945 nochmal gut und gerne 12 Jahre (1957) Entwicklungszeit benötigt und die hatten damals das know how deutscher Raketenforscher.
Allerdings waren selbst diese Raketen noch nicht ausgereift genug und für den militärischen Transport von Nuklearsprengköpfen geeignet, bis dahin dauerte es nochmal gut 4 Jahre (bis 1961).

Insgesamt also gut 27 Jahre, selbst wen man großzügig davon ausgeht das Nordkorea schon auf dem Niveau von 1950 anfängt wären das immer noch gut 11 Jahre bei dem Buget, Know How und der Wirtschaftsleistung einer UDSSR, oder USA.
Etwas wovon so ein wirtschaftlich angeschlagener "Zwergstaat" wie Nordkorea überhaupt nur entfernt träumen kann, so das es wohl ehr wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen dürfte (20-30 Jahre aufwärts).

Folglich, was ist die schnellste und günstigste Alternative für ein Land wie Nordkorea selber an die notwendigen Antriebe zu gelangen, wen man nicht mindestens (sehr positiv geschätzt) 2 Jahrzehnte für die Eigenentwicklung benötigen will?
Das kopieren und selber fertigen bereits vorhandener Antriebe.

Wer kommt dafür in Frage?
Sämtliche westliche Staaten in Europa und den USA die über die notwenidige Technologie verfügen kann man wohl problemlos ausschließen (England, Frankreich, USA, ect.).
Indien kann man wohl auch ehr ausschließen.
Russland bestünde zwar die Möglichkeit, mir erschließe sich aber nicht der Nutzen den Russland davon hätte Nordkorea in diesen Punkten zu helfen, da sich dadurch weder geostrategisch, noch militärisch für Russland ein Vorteil ergeben würde.
Auch wen man es trotzdem nicht vollständig ausschließen kann, aber ich halte es für ehr sehr unwahrscheinlich.
China kann man auch ehr ausklammern, zwar ist China ein wichtiger wirtschaftlicher und strategischer Partner Nordkoreas, für China ergeben sich aber ebenfalls keine geostrategischen und militärischen Vorteile daraus Nordkorea bei dem Vorhaben zu unterstützen, ehr im Gegenteil, China steht damit nur mehr unter Druck.
Zudem sind die Chinesen mit dem Status Quo der 1990er Jahre recht zufrieden gewesen. Nordkorea war Pufferzone zu den USA und Südkorea und die chinesische "Garantie" hinderte die USA faktisch daran Nordkorea militärisch anzugreifen, weil dies einen Krieg mit China sehr wahrscheinlich gemacht hätte.
Iran und Pakistan verfügen nicht über das know how um Nordkorea dort zu unterstüzen.

Wer bleibt also?

Im Grunde nur die Ukraine, wo sich für Nordkorea eine günstige Situation ergeben hat.
Die Ukraine verfügt über einen Hersteller für entsprechende Raketen und das entsprechende know how aus Sovjetzeiten. Entsprechender Hersteller ist faktisch Pleite da der einzige große Abnehmer, Russland, seit der Krimanektion und dem Konflikt in der Ostukraine als Kunde weggebrochen ist und man ansonsten keinen Abnehmer hatte der diesen Einbruch abfangen könnte.
Der ukrainische Staat ist sowieso schon völlig überfordert, fianziell fast handlungsunfähig, korrupt und wirtschaftlich im starken Niedergang, so das die Kontrolle für die Ausfuhr entsprechender Technologie und Güter wohl kaum wirklich gewährleistet sein dürfte.

Das also entsprechende Technologie und Triebwerke über Schwarzmarktkanäle ihren Weg aus der Ukraine nach Nordkorea genommen haben ist keine völlig abwägige Annahme.

Weil einen so gewaltigen Sprung wie die nordkoreanische Raketenentwicklung die letzten 2 Jahre gemacht hat macht man nicht mal eben mit einer Eigenentwicklung, schon gar nicht wen man Nordkorea heißt und egal wie wenig man über deren Raketenprogramm wirklich weiß.
Wie oben beschrieben spricht dort schon alleine der Zeitraum und die wirtschaftliche / finanzielle Belastung westlicher und sovjetischer Raketenprogramme dagegen das Nordkorea durch komplette Eigenentwicklung diesen Punkt erreicht hat.
Ohne Technologie von außen wären die Nordkoreaner nicht soweit.

Natürlich ist das kein 100% Hieb- und Sichtfest untermauerbarer Beweis, das es wirklich so ist, aber unter den gegebenen Umständen und vorhanden Informationen halte ich das doch nicht für die abwägigste Theorie und der IISS-Thinktank, sowie andere Medien wie die New York Times, Spiegel, FAZ, usw. wohl scheinbar auch nicht. ;)

Der Schlüssel zur Lösung des Konfliktes liegt eindeutig in China

Woher soll denn der Kim soll schnell Vorschritte in der Atom- und Raketentechnik gemacht haben?

Ich rate mal, die Inuits sind dran schuld :D

Was sollte China davon haben Nordkorea im Atomprogramm und bei den Raketen zu helfen?
Warum China da ehr nicht in Frage kommt siehe weiter oben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na, ich glaube nicht, dass Nord Korea einen Friedensvertrag zustimmen. Schließlich ist es das Ziel Nord Koreas Korea wieder zu vereinen und die Führung zu haben.
Das ist aber mit den Süd Koreanern nicht möglich. Von daher passiert da gar nicht.

Eine Friedensvertrag mit den USA (!) wurde explizit von Nordkorea gefordert.


Woher soll denn der Kim soll schnell Vorschritte in der Atom- und Raketentechnik gemacht haben?

Ich rate mal, die Inuits sind dran schuld :D

Schnelle Fortschritte???
Nordkoreas Atomprogramm ist über ein halbes Jahrhundert alt (und fußt auf sowjetischem Know-How), die Kernwaffenforschung war vor 1,5 Jahrzehnten schon soweit fortgeschritten, dass man a) gezwungen dem Atomwaffensperrvertrag beizutreten und dann b) den Inspektoren den Zugang verweigert hat. Die Arbeit an Raketen läuft auch schon relativ lang und während mir nichts zu Kooperationen mit China zu Ohren gekommen wäre, gab es mehrere Rüstungskontakte zwischen Nordkorea und dem Iran alias einer-der-führenden-blockfreien-Entwickler-militärischer-Raketen-weltweit. (Meines Wissens nach übrigens erst nachdem DoubleU die beiden als Achse des Bösen in eine gemeinsame Schublade gesteckt hat. Abgesehen von einem gemeinsamen Feind und der fehlenden Möglichkeit, mit allen anderen Handel zu treiben, haben die beiden nämlich eigentlich keine Gemeinsamkeiten, aber erhebliche Differenzen)


Ändert nichts daran, dass es das Ziel ist.
Für die Wiedervereinigung mit der DDR hat die BRD ja 10 Milliarden an Russland bezahlt, wenn ich nicht irre -- weiß die genau Zahl nicht mehr.
Sie hätten auch 10 Billionen Mark gezahlt.
Und genauso wird das meines Erachtens auch in Korea gesehen. Völlig unwichtig, wie viel das kostet, es ist das Ziel.

Nordkorea ist kein russischer Vasallenstaat, sondern Autonom. Wem willst du den abkaufen?
Und die Wiedervereinigung wurde zu einem Zeitpunkt organisiert, als die ostdeutsche Bevölkerung für das Regime und dessen Strippenzieher schon längst nur noch eine Bedrohung und keine ausnutzbare Ressource mehr war. In Nordkorea gibt es dagegen totale Abschottung.


Ach komm, so identisch und unaussagekräftig wie du das hinstellst ist es auch wieder nicht.

Schau ich mir z.B. die Bilder amerikanischer Raketen an gibt es da sehr wohl sichtliche Unterschiede was die Anordung, Anzahl und Formgebung der Auslassöffnungen angeht:

Anhang anzeigen 965758 Anhang anzeigen 965759

Anzahl und Anordnung: Klar. Aber auch nur von Modell zu Modell je nach Bedarf. Du findest die gleichen Anordnungen bei europäischen, russischen und chinesischen Modellen - und im Falle von obigem Link geht um eine Rakete mit einem einzelnen Triebwerk. Da wird es wirklich schwierig, eine kreative Anordnung zu finden.
Bei der Formgebung muss ich dir dagegen widersprechen (es sei denn, du guckst auf die teilweise abgebildeten Feststoffbooster), obwohl deine Aufstellung bis in die Anfänge der operativen Raketentechnik zurückreicht, ist die Form sehr ähnlich. Da darf man sich nicht von der teilweisen Verkleidung täuschen lassen, die bei den größeren Modellen (und auch auf den nordkoreanischen Fotos) 80-90% der Triebwerke verdeckt.

Zudem muss man nur mal bedenken wie lange die Forschung und Eigenentwicklung von Raketen benötigt. Die Nazis haben für eine Einstufige V2 mit etwa 320 bis 500 km Reichweite 10 Jahre (1934 bis 1944) benötigt, bis sie eine äußerst unausgegorene Serienreife mit vielen Blingängern erreichte (etwa 33% aller Raketen waren komplette Blingänger, 33% schlugen irgendwo in der Pampa ein und nur die restlichen 33% trafen vorgesehene Ziele) und da ist nicht berücksichtigt das es bereits zuvor im privaten Sektor in Deutschland viele Jahre an Raketenantrieben geforscht wurde.

Du liegst gleich viermal falsch. Von hinten nach vorn:
- Die Ausfallquote der V2 im Einsatz lag an den miserablen Produktionsbedingungen. Die späten Vorserienmodelle funktionierten wesentlich zuverlässiger. Das Design als solches dürfte sogar wesentlich zuverlässiger gewesen sein, als die bislang in nordkoreanischen Tests gelieferte Performance - nur wurde die V2 halt von verhungernden Sklaven in notdürftigen Werkstätten während Bombardements produziert unter der Aufsicht von Wärtern, die Sabotage allenfalls bei Einbau von zwei Tonnen Steinbalast als solche erkannt hätten.
- Die Entwicklung eines Leitsystems hat wenig mit der Rakete als solches zu tun und Nordkorea kann aus anderen Bereichen auf Technik zurückgreifen, von der die Nazis nur träumen konnten (heute wäre es auch etwas peinlich, aus 200 km Entfernung auf Ziele mit 20 km Durchmesser zu schießen, um überhaupt was zu treffen). Ganz abgesehen davon, dass die V2 vor allem deswegen in der Pampa einschlug, weil Deutschland zu blöd zur Luftaufklärung war und sich auf Doppelspione verließ, die über lange Zeiträume hinweg "zu weit" gemeldet haben, wenn die V-Waffen noch vor London in den Acker fielen.
- Die V2 wurde nicht in 10 Jahren "und mehr" entwickelt. Konkrete Arbeit am Aggregat 4 begann erst 1939. Vier Jahre später waren erfolgreiche Prototypenstarts Routine (kann man von Nordkorea heute noch nicht ganz behaupten), fünf Jahre später war sie im operativen Einsatz. Was vor 39 ablief war primär Grundlagenforschung, um überhaupt ein lauffähiges Flüssigraketentriebwerk zu bauen - große Teile des Wissens, das man damals über Jahre erarbeitet hat, kannst du (oder eine ausreichend großer Kreis von Nordkoreanern) heute auf Wikipedia nachlesen.
- Vor allem aber: Nordkorea hat seit Mitte der 70er Jahre zugang zu Scuds aus diversen Ostblock-Quellen. Eigenbauten fliegen vermutlich seit Mitter der 80er Jahre. Seit dem Anfang des Raketenprograms, ausgehend von einer fertigen, funktionierenden Rakete hatte man vier Jahrzehnte Zeit, um die Technik zu verfeinern und für andere Größen zu skalieren.
Zum Vergleich: Die Russen hatten Mitte der 40er Jahre erstmals Zugriff auf eine operative Mittelstreckenrakete, hatten Ende der 40er die ersten Nachbauten im Test und nach eineinhalb Jahrzehnten den ersten Menschen in einer Umlaufbahn. Die Nordkorea sind nicht schnell, sie sind schnarchlangsam. Selbst das iranische Raketenporgramm, dass weder bei den Sowjets noch den Chinesen auf Sympathie hoffen konnte und auf reverse Engeneering aufbaut, kam schneller voran. Eindrucksvoll ist der nordkoreanische Fortschritt nur, wenn man die miserablen Bedingungen im und die Größe des Landes berücksichtigt. Aber dafür hat das Land halt auch quasi keine Erfolge an anderer Stelle vorzuweisen, alle Ressourcen fließen in die Entwicklung einer nukler bestückten ICBM.

Für mehrstufige Interkontinentalraketen wie die im Artikel angesprochene nordkoreanische Hwasong-14, oder auch die Taepondong-2 (die 2012 einen kleinen Sateliten ins All schoß) haben die Amerikaner und Sovjets ab 1945 nochmal gut und gerne 12 Jahre (1957) Entwicklungszeit benötigt und die hatten damals das know how deutscher Raketenforscher.
Allerdings waren selbst diese Raketen noch nicht ausgereift genug und für den militärischen Transport von Nuklearsprengköpfen geeignet, bis dahin dauerte es nochmal gut 4 Jahre (bis 1961).

Die Amerikaner haben lediglich länger gebraucht, um ihre Atomsprengköpfe klein genug zu bekommen. Und hier reden wir von Interkontinentalraketen - die wurden binnen 10 Jahren auf Basis deutscher Technik entwickelt. Die Nordkoreaner spielen, wie gesagt, nach 40 Jahren erstmals mit einer Mittelstreckenrakete herum.

Folglich, was ist die schnellste und günstigste Alternative für ein Land wie Nordkorea selber an die notwendigen Antriebe zu gelangen, wen man nicht mindestens (sehr positiv geschätzt) 2 Jahrzehnte für die Eigenentwicklung benötigen will?
Das kopieren und selber fertigen bereits vorhandener Antriebe.

Wer kommt dafür in Frage?
Sämtliche westliche Staaten in Europa und den USA die über die notwenidige Technologie verfügen kann man wohl problemlos ausschließen (England, Frankreich, USA, ect.).
Indien kann man wohl auch ehr ausschließen. Russland bestünde zwar die Möglichkeit, mir erschließe sich aber nicht der Nutzen den Russland davon hätte Nordkorea in diesen Punkten zu helfen, da sich dadurch weder geostrategisch, noch militärisch für Russland ein Vorteil ergeben würde.
Auch wen man es trotzdem nicht vollständig ausschließen kann, aber ich halte es für ehr sehr unwahrscheinlich.
China kann man auch ehr ausklammern, zwar ist China ein wichtiger wirtschaftlicher und strategischer Partner Nordkoreas, für China ergeben sich aber ebenfalls keine geostrategischen und militärischen Vorteile daraus Nordkorea bei dem Vorhaben zu unterstützen, ehr im Gegenteil, China steht damit nur mehr unter Druck.
Zudem sind die Chinesen mit dem Status Quo der 1990er Jahre recht zufrieden gewesen. Nordkorea war Pufferzone zu den USA und Südkorea und die chinesische "Garantie" hinderte die USA faktisch daran Nordkorea militärisch anzugreifen, weil dies einen Krieg mit China sehr wahrscheinlich gemacht hätte.
Iran und Pakistan verfügen nicht über das know how um Nordkorea dort zu unterstüzen.

Wer bleibt also?

Iran verfügt über das nötige Know-How (Israel, Brasilien und Japan übrigens auch), die Liste der westlichen Staaten ist lang und du schließt die anderen Staaten aus geopolitischen Gründen aus. Geopolitisch geht Nordkorea aber auch der Ukraine am allerwertesten vorbei. Das "Pleite"-Argument zieht auch nicht, da Nordkorea quasi keine Devisen hat und somit niemanden vor einer Pleite bewahren kann. Ich gebe der Argumentation "Nordkorea konnte (und kann!) Hilfe gut gebrauchen" durchaus recht. Aber es gibt in über zwei Dutzend Nationen auf der Welt, in der Personen mit interessantem Know-How leben. Mit Ausnahme des Irans hätte keiner dieser Staaten einen Grund, Nordkorea zu helfen, aber in jedem dieser Staaten kann Nordkorea es auf dem Schwarzmarkt versuchen. Die Ukraine würde ich hier nicht einmal sonderlich weit oben auf die Liste setzen. Einzig wenn es um den Erwerb ganzer Triebwerksteile geht, dürfte das dort herrschende Chaos ein Vorteil sein. Aber mit 1-2 Triebwerken ist es nicht getan, viel wichtiger ist das wissen wie man 30 weitere baut.
Zumal das ukrainische Triebwerk, auf das verwiesen wird, ja eben nicht für eine Einzel-Triebwerkskonfiguration geeignet ist. Nordkorea muss auch in diesem Fall das komplette Treibstroffsystem neu designen (und das ist mit der schwierigste Teil, nachdem man erstmal ausreichend hitzefeste Stähle für die Düse hat - was bei Nordkorea der Fall ist)

Natürlich ist das kein 100% Hieb- und Sichtfest untermauerbarer Beweis, das es wirklich so ist, aber unter den gegebenen Umständen und vorhanden Informationen halte ich das doch nicht für die abwägigste Theorie und der IISS-Thinktank, sowie andere Medien wie die New York Times, Spiegel, FAZ, usw. wohl scheinbar auch nicht. ;)

Wieso "andere Medien wie die New York Times, Spiegel, FAZ, usw."? Der Spiegel zitiert die NYT, die NYT zitiert IISS und IISS hat nur eine Analyse von einer einzelnen Person veröffentlicht, die sich auf wenige Bilder stützt. Verifikationen gibt es keine. Der gleiche Autor hat übrigens 2016 noch von iranischer Technik in Nordkorea gesprochen:
38 North: North Korea–Iran Missile Cooperation | IISS

Für mich sieht das ganze nach "juchu, wir haben ein Indiz in einem Meer von Unwissenheit, dass und seit Jahren nervt" aus. Und alle stürzen sich drauf.
 
Natürlich und auch, dass NK sich selbst davon zurückgezogen hat. NK nutzt das doch nur, um Nahrungsmittel zu eerpressen.

"2002 brandmarkte Bush Nordkorea neben dem Iran und Irak als Teil der sogenannten "Achse des Bösen". Washington verlangt seitdem von Pjöngjang, seine Nuklearanlagen stillzulegen, weigert sich jedoch, in bilaterale Gespräche einzutreten, und weist Nordkoreas Forderung nach einem gegenseitigen Nichtangriffspakt zurück."

Den Rückzug Nordkoreas aus diesen 6 Parteien Gesprächen ist mit großer Sicherheit nicht die Schuld Nordkoreas, das kannst du vergessen.
Die hatten dafür gute Gründe und zwar war die Bush Regierung damals so kriegslüstern wie schon lange keine US Regierung mehr.

""Es gibt für uns keinen Grund, wieder an den Sechs-Parteien-Gesprächen teilzunehmen, solange die Bush-Regierung die DVRK als ‚Vorposten der Tyrannei’ bezeichnet.""

A) Nicht die USA, sondern der UN-Sicherheitsrat.

Das wäre mir jetzt neu.
Warum Truman den Abwurf der Atombombe befahl - WELT

NK hat keine Forderungen zu stellen. Ganz einfach.

Ja, absolut logisch. Nur die USA darf Forderungen stellen, alle anderen haben sich gefälligst zu unterwerfen.

B) Beim konventionellen Angriff auf Tokio am 9. März 1945 starben mehr Menschen, als in Hiroshima oder Nagasaki. Ist das jetzt „menschenunwürdiger“?

Nein ist es nicht, weil mit der Atombombe die Büchse der Pandora geöffnet wird.
Die Atombombe wurde nur abgeworfen, weil sich die USA Stalin damals "beweisen" musste.

C) Japan hatte noch nicht kapituliert und bisher auch nicht eingelenkt.

Aber sie waren kurz davor kapitulieren zu müssen, das war nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen.

Eher angesichts der Kriegsrhetorik aus dem Norden. Und die Isolierung hat sich Nordkorea selbst zuzuschreiben.

Klar ein Land isoliert sich ja von selbst, ohne dass es dafür Gründe gibt.:ugly:

Klar, weil die USA hat ja zuerst Nordkorea gedroht und es war ja überhaupt nicht umgekehrt :stupid:

Seit dem letzten Koreakrieg hat Nordkorea genau wen angegriffen?

Nordkorea müsste sich nicht zur „Wehr“ setzten, wenn sie sich einfach mal benehmen würden. Daran scheitert es.

Genau, so wie Lybien, Irak, Afghanistan, Syrien. etc.. Klar.

Gegen kommunistische Länder muss man harte Kante zeigen, dass ist die einzige Sprache, die diese Leute verstehen.

Gegen kapitalistische Länder muss man harte Kante zeigen, das ist die einzige Sprache die sie verstehen.:rollen:
Aber der Kapitalismus ist doch die einzig richtige Art zu leben, das haben wir doch gelernt.

Wir bräuchten mal wieder jemanden wie Reagan.

Um dann in einer atomaren Wolke zu Staub zu verfallen, ja das ist ne super Idee.:daumen:
 
"2002 brandmarkte Bush Nordkorea neben dem Iran und Irak als Teil der sogenannten "Achse des Bösen". Washington verlangt seitdem von Pjöngjang, seine Nuklearanlagen stillzulegen, weigert sich jedoch, in bilaterale Gespräche einzutreten, und weist Nordkoreas Forderung nach einem gegenseitigen Nichtangriffspakt zurück."

Den Rückzug Nordkoreas aus diesen 6 Parteien Gesprächen ist mit großer Sicherheit nicht die Schuld Nordkoreas, das kannst du vergessen.
Die hatten dafür gute Gründe und zwar war die Bush Regierung damals so kriegslüstern wie schon lange keine US Regierung mehr.

Es war Nordkorea, das (allen Gesprächen zum Trotz) sein Atomprogramm weiterbetrieben hat. Die machen das doch nur, um (wie so oft in der Vergangenheit) Nahrungsmittel zu erpressen. Wozu soll man mit so einem Land reden? Zumal es ständig den Süden bedroht.

""Es gibt für uns keinen Grund, wieder an den Sechs-Parteien-Gesprächen teilzunehmen, solange die Bush-Regierung die DVRK als ‚Vorposten der Tyrannei’ bezeichnet.""

Stimmt, die Bezeichnung „Vorposten der Tyrannei“ ist eigentlich ein ziemlicher Euphemismus, für das was Nordkorea ist.

Man wird aktuell wohl kein unfreieres Land finden.


Doch nicht der Abwurf, die Forderung, dass NK keine A-Waffen haben soll. Das fordert nicht die USA, sondern der UN-Sicherheitsrat.

Ja, absolut logisch. Nur die USA darf Forderungen stellen, alle anderen haben sich gefälligst zu unterwerfen.

Die Forderungen kommen (wie gesagt) vom UN-Sicherheitsrat.

Nein ist es nicht, weil mit der Atombombe die Büchse der Pandora geöffnet wird.

Tot ist tot, oder nicht? Oder macht es einen Unterschied, wie man gestorben ist? Sind die A-Bomben Toten in Hiroshima jetzt Opfer 1 Klasse und die konventionellen Bomben Toten in Tokio Opfer 2. Klasse?

Die Atombombe wurde nur abgeworfen, weil sich die USA Stalin damals "beweisen" musste.

Und weil man damit Menschenleben, Ressourcen und Zeit gespart hat.

Aber sie waren kurz davor kapitulieren zu müssen, das war nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen.

Und so ging es deutlich schneller.

Klar ein Land isoliert sich ja von selbst, ohne dass es dafür Gründe gibt.:ugly:

Klar gibt es Gründe. Das Verhalten von Nordkorea. Das ist der Grund, warum sich diese Land isoliert.

Seit dem letzten Koreakrieg hat Nordkorea genau wen angegriffen?

Den Süden, mehrfach.

Genau, so wie Lybien, Irak, Afghanistan, Syrien. etc.. Klar.

Nordkorea steht da schon ziemlich unangefochten an der Spitze. Oder welches dieser Länder hat mit einem Atomkrieg gedroht?

Gegen kapitalistische Länder muss man harte Kante zeigen, das ist die einzige Sprache die sie verstehen.:rollen:

Man vergleiche mal Nord- mit Südkorea. Mir fällt es ziemlich leicht, welches Land in so ziemlich allen relevanten Punkten überlegen ist.

Aber der Kapitalismus ist doch die einzig richtige Art zu leben, das haben wir doch gelernt.

Guck ich mir so den HDI an, jop absolut. Vergleiche ich NK mit SK, dann ist SK (dank Kapitalismus) quasi in allen relevanten Punkten überlegen.

Um dann in einer atomaren Wolke zu Staub zu verfallen, ja das ist ne super Idee.:daumen:

Dank Reagan mussten wir das nicht. Weil er den Roten gezeigt hat, wo ihr Platz ist.
 
Du liegst gleich viermal falsch. Von hinten nach vorn:

Seh ich schon etwas anders:

- Die Ausfallquote der V2 im Einsatz lag an den miserablen Produktionsbedingungen. Die späten Vorserienmodelle funktionierten wesentlich zuverlässiger. Das Design als solches dürfte sogar wesentlich zuverlässiger gewesen sein, als die bislang in nordkoreanischen Tests gelieferte Performance - nur wurde die V2 halt von verhungernden Sklaven in notdürftigen Werkstätten während Bombardements produziert unter der Aufsicht von Wärtern, die Sabotage allenfalls bei Einbau von zwei Tonnen Steinbalast als solche erkannt hätten.

Die Serienproduktion der V2 ab 1943 wurde bereits weitestgehend unter Tage verlegt, Luftangriffe spielten bei der Produktion also ehr eine untergeordnete Rolle und waren weniger das Problem. Das gilt natürlich nicht für den Transport von Teilen zu den Fertigungsstätten und fertigen Raketen hin zu den Einsatzorten, aber selbst das ist ehr ein vernachlässigbarer Faktor und wirkt sich maximal auf den Austoß, nicht jedoch auf die Qualität der Raketen selbst aus.

Was Sabotage angeht liegst du schlicht falsch. Da Kreiselinstrumente, die Antriebe und andere wichtige Teile als äußerst kriegswichtig eingestuft wurden wurden für deren Fertigung nur bedingt Sträflinge herrangezogen, lediglich in der Endmontage erfolgte die Produktion überwiegend durch Zwangsarbeiter und K.Z-"Sträflinge" (echt jetzt die zensieren K.Z ...) durchgeführt, die Endkontrolle wurde aber aber wieder von ehr fachkundigen deutschen Personal durchgeführt, so das Sabotage im größeren Umfang wohl ehr aufgefallen wäre.
Auch in der Fachwelt ist man der Auffassung das das die Unzuverlässigkeit der V2 ehr aus den noch unausgereiften Triebwerken herruhte und nicht hauptsächlich auf Sabotage.

- Die Entwicklung eines Leitsystems hat wenig mit der Rakete als solches zu tun und Nordkorea kann aus anderen Bereichen auf Technik zurückgreifen, von der die Nazis nur träumen konnten (heute wäre es auch etwas peinlich, aus 200 km Entfernung auf Ziele mit 20 km Durchmesser zu schießen, um überhaupt was zu treffen). Ganz abgesehen davon, dass die V2 vor allem deswegen in der Pampa einschlug, weil Deutschland zu blöd zur Luftaufklärung war und sich auf Doppelspione verließ, die über lange Zeiträume hinweg "zu weit" gemeldet haben, wenn die V-Waffen noch vor London in den Acker fielen.

Natürlich war gerade die Steuerung der Raketen damals noch zimlich unausgereift und man kann wohl zurecht sagen primitiv und hauptsächlich dafür ursächlich das sie eine enorme Streuung aufwies und natürlich stehen dort heute wesentlich zuverlässigere und genauere Möglichkeiten zur Verfügung.

Das mit der Aufklärung ist allerdings völliger Blödsinn. Es hat wenig damit zu tun das man zu blöd zum aufklären gewesen wäre, als das man schlicht dazu nicht mehr in der Lage war. Ein Aufklärungsflugzeug ohne Lufthoheit kam damals nunmal nicht besonders weit und wurde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit abgeschossen und die Lufthoheit war im Westen ab 1943 schon lange Geschichte.

Und wo du das mit den Doppelspionen her haben willst ist mir ein Rätsel, aber um eine V-Waffe mit der annähernd richtigen Entfernung auf London abzufeuern brauchte man keine Doppelspione. Die Entfernungen waren schon damals recht gut bekannt, das Problem war nur das man halt teilweise Kilometerweite Abweichungen wegen der primitiven "Leittechnik" hatte, da brauchte es keinen Doppelspion der falsche Angaben machte.

- Die V2 wurde nicht in 10 Jahren "und mehr" entwickelt. Konkrete Arbeit am Aggregat 4 begann erst 1939. Vier Jahre später waren erfolgreiche Prototypenstarts Routine (kann man von Nordkorea heute noch nicht ganz behaupten), fünf Jahre später war sie im operativen Einsatz. Was vor 39 ablief war primär Grundlagenforschung, um überhaupt ein lauffähiges Flüssigraketentriebwerk zu bauen - große Teile des Wissens, das man damals über Jahre erarbeitet hat, kannst du (oder eine ausreichend großer Kreis von Nordkoreanern) heute auf Wikipedia nachlesen.

Ich bezog mich aber nicht nur auf das konkrete Aggregat 4 sondern auch schon auf die Vorgänger, also durchaus 10 Jahre. Aggregat 4 war letztlich nur eine größere Version mit überarbeiteten Antrieb, ect. der Vorgängermodelle.

- Vor allem aber: Nordkorea hat seit Mitte der 70er Jahre zugang zu Scuds aus diversen Ostblock-Quellen. Eigenbauten fliegen vermutlich seit Mitter der 80er Jahre. Seit dem Anfang des Raketenprograms, ausgehend von einer fertigen, funktionierenden Rakete hatte man vier Jahrzehnte Zeit, um die Technik zu verfeinern und für andere Größen zu skalieren.

Nur weil Nordkorea seit den 1970er Jahren Zugriff auf sovjetische Modelle hatte heißt das noch nicht das man auch seit diesem Zeitpunkt bereits an eigenen Entwicklungen arbeitet die über Eigenschaften verfügen die über die Vorlage hinaus gehen.
Eine wirklich eigenständige Raketenentwicklung mit leistungsfähigeren Modellen findet erst seit etwa Ende der 1980er Jahre statt.
Zudem ist es ein himmelweiter Unterschied ob man eine einstufige Kurz- und Mittelstreckenrakete baut, oder aber im Vergleich dazu eine ICBM bauen zu will, die in der Lage ist einen bis mehrere Miniaturatomsprengköpfe über 5000km und mehr tragen zu können und dann auch noch recht zielgenau dort zu treffen wo man es gerne hätte.

Zum Vergleich: Die Russen hatten Mitte der 40er Jahre erstmals Zugriff auf eine operative Mittelstreckenrakete, hatten Ende der 40er die ersten Nachbauten im Test und nach eineinhalb Jahrzehnten den ersten Menschen in einer Umlaufbahn. Die Nordkorea sind nicht schnell, sie sind schnarchlangsam. Selbst das iranische Raketenporgramm, dass weder bei den Sowjets noch den Chinesen auf Sympathie hoffen konnte und auf reverse Engeneering aufbaut, kam schneller voran. Eindrucksvoll ist der nordkoreanische Fortschritt nur, wenn man die miserablen Bedingungen im und die Größe des Landes berücksichtigt. Aber dafür hat das Land halt auch quasi keine Erfolge an anderer Stelle vorzuweisen, alle Ressourcen fließen in die Entwicklung einer nukler bestückten ICBM.

Soviel langsamer sind sie nicht, bedenkt man vor allem die geringen Ressourcen die dafür zur Verfügung stehen und das man erst seit Ende der 1980er Jahre über simple Nachbauten und kleinere Anpassungen vorhandener Modelle eine wirkliche Eigenentwicklung betreibt.

Die Amerikaner haben lediglich länger gebraucht, um ihre Atomsprengköpfe klein genug zu bekommen. Und hier reden wir von Interkontinentalraketen - die wurden binnen 10 Jahren auf Basis deutscher Technik entwickelt. Die Nordkoreaner spielen, wie gesagt, nach 40 Jahren erstmals mit einer Mittelstreckenrakete herum.

Da man erst seit etwa Ende der 1980er Jahre ein wirklich eigenes Programm betreibt sind es etwa 27 bis 30 Jahre. ;)

Iran verfügt über das nötige Know-How (Israel, Brasilien und Japan übrigens auch), die Liste der westlichen Staaten ist lang und du schließt die anderen Staaten aus geopolitischen Gründen aus. Geopolitisch geht Nordkorea aber auch der Ukraine am allerwertesten vorbei. Das "Pleite"-Argument zieht auch nicht, da Nordkorea quasi keine Devisen hat und somit niemanden vor einer Pleite bewahren kann.

Er redet ja auch von Mitarbeitern / Managern die die Dinger unter der Hand für Geld veräußern, nicht davon das Nordkorea auf staatlicher Ebene Geschäfte mit der Firma macht und um jemanden ein paar Millionen für ein paar Aggregate und Baupläne zu geben werden die Devisen von Nordkorea wohl gerade noch ausreichen, den das Nordkorea gar keine Divisen hat stimmt so schlicht nicht. Durch den Handel mit und über China mit Scheinfirmen hat Nordkorea durchaus einen Zugang zu Devisen gehabt. ;)

Ich gebe der Argumentation "Nordkorea konnte (und kann!) Hilfe gut gebrauchen" durchaus recht. Aber es gibt in über zwei Dutzend Nationen auf der Welt, in der Personen mit interessantem Know-How leben. Mit Ausnahme des Irans hätte keiner dieser Staaten einen Grund, Nordkorea zu helfen, aber in jedem dieser Staaten kann Nordkorea es auf dem Schwarzmarkt versuchen.

In jedem anderen Land, außer aktuell der Ukraine und vieleicht Pakistan dürfte es aber auch um ein vielfaches schwieriger sein solche Dinge illegal über den Schwarzmarkt und ohne Aufmerksamkeit des Staates aus dem Land nach Nordkorea zu bekommen.
Würde ich jetzt mal behaupten wollen.

Die Ukraine würde ich hier nicht einmal sonderlich weit oben auf die Liste setzen. Einzig wenn es um den Erwerb ganzer Triebwerksteile geht, dürfte das dort herrschende Chaos ein Vorteil sein. Aber mit 1-2 Triebwerken ist es nicht getan, viel wichtiger ist das wissen wie man 30 weitere baut.

Dafür gibt es Baupläne die man sicher auch besorgen kann.

Zumal das ukrainische Triebwerk, auf das verwiesen wird, ja eben nicht für eine Einzel-Triebwerkskonfiguration geeignet ist. Nordkorea muss auch in diesem Fall das komplette Treibstroffsystem neu designen (und das ist mit der schwierigste Teil, nachdem man erstmal ausreichend hitzefeste Stähle für die Düse hat - was bei Nordkorea der Fall ist)

Bedenkt man die vielen Fehlschläge der vergangenen paar Jahre bei Test könnte das durchaus auch dafür sprechen das diese Anpassung nicht das ausgereifteste ist.
Natürlich nur Spekulation.

Für mich sieht das ganze nach "juchu, wir haben ein Indiz in einem Meer von Unwissenheit, dass und seit Jahren nervt" aus. Und alle stürzen sich drauf.

Natürlich ist es sehr spekulativ und ohne das valide Quellen aus dem nordkoreanischen Raketenprogramm und / oder Bezugspersonen die Nordkorea mit Teilen und Wissen beliefert haben ist im Grunde alles reine Spekulation auf Basis von maximal vagen Indizien.
Allerdings ist diese These valider als das Nordkorea inerhalb von 2 Jahren zaubern gelernt hat und eine Rakete aus dem Hut gezaubert hat. ;)

Einigen wir uns einfach darauf das es eine unbelegbare These von vielen ist, die nicht völlig abwägig ist, aber auch nicht belegbar ist, so wie faktisch nahezu alles was das nordkoreanische Raketenprogramm betrifft. :P
 
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Na ja, die Russen haben sich die Krim geschnappt.
Was für eine Halbinsel oder Insel ist den da vor der Küste?
Ach ja, Taiwan. :D
 
Ganz einfach, damit haben die Chinesen einen Brückenkopf in dieser Region ;)

Die Chinesen wollen doch nicht den Ami vor der Haustür haben,

was macht man also?
Hm. jetzt muss mal kurz nachdenken :D

Sorry, aber das macht einfach absolut null Sinn. Sie haben doch schon eine Pufferzone und die USA werden Nordkorea sicher nicht angreifen solange sie damit auch einen Krieg gegen die chinesische Atommacht riskieren würden, die ihre militärische Hand über Nordkorea hält.
Also warum bitte sollte Nordkorea bzgl. Raketen und Nuklearprogramm helfen und sich so nur einen Haufen Streß, wie sie ihn aktuell haben, ans Bein binden und die vormals kalkulierbare Situation unkalkulier- und händelbar machen?

Vieleicht solltest du selbst nochmal kurz darüber nachdenken. ;)
 
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Es war Nordkorea, das (allen Gesprächen zum Trotz) sein Atomprogramm weiterbetrieben hat.

Ja die haben es weiterbetrieben, weil sie nicht davon überzeugt waren dass die Zusicherungen der USA irgendeinen Pfifferling wert sind.

Guck ich mir so den HDI an, jop absolut. Vergleiche ich NK mit SK, dann ist SK (dank Kapitalismus) quasi in allen relevanten Punkten überlegen.

Überlegen vielleicht, dafür sind aber auch alle Ressourcen aufgebraucht, sämtliche Gewässer vergiftet und der unweigerliche Crash eines solchen Systems ist auch nicht mehr weit.

Stimmt, die Bezeichnung „Vorposten der Tyrannei“ ist eigentlich ein ziemlicher Euphemismus, für das was Nordkorea ist.

Stimmt weil ja in einer Scheindemokratie andere Länder durch Freiheitsbomben regelmäßig in Schutt und Asche gelegt werden.
Denn man muss ja dem Gelddrucken irgendwie mit realen Werten wieder hinterherkommen.
Neue Häuser, Waffen etc..

Die USA stehen bei China mit 1,15 Bilionen US Dollar in der Kreide, da bietet es sich als Militärmacht an China durch eine scheinbare unmittelbare Gefahr aus Nordkorea unter Druck zu setzen.
Wie Bannon sagte steht China im Fokus und nicht Nordkorea und wer glaubt, dass das Abschotten das die USA mit Strafzöllen etc.. vorantreibt eine Idee von Trump ist, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
China wird auch gedrängt den Handel mit Nordkorea einzufrieren, das schädig China Handel schon ein beträchtliches Stück ein, denn aus Nordkorea bezieht China einige Rohstoffe.
Rohstoffe die die USA gerne hätten, deswegen werden sie wenn Nordkorea entnuklearisiert wurde, bei der ersten Gelegenheit das Land mit amerikanischen Stützpunkten und Truppen besetzen.

Da wird dasselbe laufen wie derzeit in der Ukraine mit einem neuen US Stützpunkt nahe der Krim.
Die USA verfolgen wie in den 80er Jahren eine Zerstörung der Sowjetunion, nur dass die jetzt China und Russland heißt.
Denn die USA ist vollständig pleite, da hilft nur ein Krieg oder eine Schwächung Chinas, durch einen Krieg in Nordkorea.
China und Nordkorea wünschen eine Einstellung der Militärübungen der USA mit Südkorea, im Gegenzug dazu eine Entnuklearisierung Nordkoreas, dem stimmen die USA aber nicht zu.
Das heißt ein Krieg ist, wenn diese Spielchen der USA auf Dauer so weitergehen, nur eine Frage der Zeit.

Die Forderungen kommen (wie gesagt) vom UN-Sicherheitsrat.

Der UN-Sicherheitsrat ist ein Verbrecherklüngel mit 5 Veto Mächten die quasi alle Entscheidungen blockieren können.
Somit haben kleine Länder rein gar nichts zu melden. Wer Atomwaffen besitzt darf aber ruhig auch was fordern.:schief:

Nordkorea steht da schon ziemlich unangefochten an der Spitze. Oder welches dieser Länder hat mit einem Atomkrieg gedroht?

Du solltes dir mal bewusst werden aus welchen Gründen Nordkorea diese Drohungen ausspricht.

Na ja, die Russen haben sich die Krim geschnappt.

Und die USA große Teile der Ukraine und die Hälfte Syriens.
rolleyes4.gif

Und dass ohne dass der böse Russe die Amerikaner eingeladen hat.

Die Ausbreitung der USA auf dem gesamten Erdball mit Militärstützpunkten und Vasallenstaaten wird sogut es nur irgendwie geht in den Mainstreammedien verschwiegen.
Besonders bei ARD und ZDF.

Nightslaver schrieb:
Also warum bitte sollte Nordkorea bzgl. Raketen und Nuklearprogramm helfen und sich so nur einen Haufen Streß, wie sie ihn aktuell haben, ans Bein binden und die vormals kalkulierbare Situation unkalkulier- und händelbar machen?

Um gegen die USA Druck aufbauen zu können und mehr fordern zu können.
Trotz allem Kriegsgeschrei kann sich die USA so einen Krieg nie leisten, die haufenweise toten US Soldaten und Verbündete Zivilisten würden die Regierung in den Vereinigten Staaten so beschädigen, dass diese vermutlich von Einheimischen mit Waffengewalt hingerichtet wird.

Die USA haben ja x mal vergeblich mit False Flag Übungen versucht den Waffenbesitzt in den Vereinigten Staaten zu beschränken.
 
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