Neue Regierung 2025

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Gut, da muss man aber bedenken dass es relative Armut ist. Es definiert sich als weniger als 60 % des mittleren Äquivalenzeinkommens. Da kommt man nur heran, wenn man hohe Einkommen reduziert und niedrigere erhöht. Also Steuern auf hohe Einkommen hoch und Mindestlohn und niedrige Einkommen hoch.
Genau das was SPD und Linke fordern. Und ich auch schon seit Jahren sage. ;)
 
Meanwhile, Böhmermann for the NY Times:

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Genau das was SPD und Linke fordern. Und ich auch schon seit Jahren sage. ;)
Und das was wir auch brauchen. Gewerkschaften können da einen Teil beitragen indem sie eben Fixbeträge für alle Arbeitenden aushandeln anstatt prozentuale Erhöhungen, aber Mindestlohn wird perspektivisch gegen 20 Euro müssen und der Spitzensteuersatz auf 65%.
 
Ja klar das ist alles gelogen:


Gut 20% der Menschen leben in Armut oder an der Armutsgrenze.
Aber das ist bestimmt alles nur "Sozialneid".:schief:

Gut, da muss man aber bedenken dass es relative Armut ist. Es definiert sich als weniger als 60 % des mittleren Äquivalenzeinkommens.
Praktischer weise weißt der Artikel auch den Anteil an Menschen aus die "wirklich arm" sind
5,0 Millionen Menschen von erheblicher materieller und sozialer Entbehrung betroffen

6,0 % der Bevölkerung oder rund 5,0 Millionen Menschen in Deutschland waren im Jahr 2024 von erheblicher materieller und sozialer Entbehrung betroffen (2023: 6,9 %; 5,8 Millionen Personen). Das bedeutet, dass ihre Lebensbedingungen aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln deutlich eingeschränkt waren. Die Betroffenen waren zum Beispiel nicht in der Lage, ihre Rechnungen für Miete, Hypotheken oder Versorgungsleistungen rechtzeitig zu bezahlen, eine einwöchige Urlaubsreise zu finanzieren, abgewohnte Möbel zu ersetzen oder sich einmal im Monat im Freundeskreis oder mit Verwandten zu treffen, um gemeinsam etwas zu trinken oder zu essen.
Die Definition die sich am mittleren Einkommen orientiert sagt effektiv wenn jemand mehr Geld bekommt macht das jemand anderen direkt arm.
Selbst wenn es dabei alle Beteiligten super geht.

Mittleres Einkommen ist übrigens ein Median, da fallen Superreiche automatisch aus der Statistik. Das bekommt man nur runter wenn der (reale) Mittelstand weniger Geld bekommt.

Kurz: Die 6% sollte man nicht unterschlagen, aber der Wert 20% hat nichts mit dem zu tun was man gemeinhin als arm wahrnimmt.
 
Praktischer weise weißt der Artikel auch den Anteil an Menschen aus die "wirklich arm" sind

Die Definition die sich am mittleren Einkommen orientiert sagt effektiv wenn jemand mehr Geld bekommt macht das jemand anderen direkt arm.
Selbst wenn es dabei alle Beteiligten super geht.

Mittleres Einkommen ist übrigens ein Median, da fallen Superreiche automatisch aus der Statistik. Das bekommt man nur runter wenn der (reale) Mittelstand weniger Geld bekommt.

Kurz: Die 6% sollte man nicht unterschlagen, aber der Wert 20% hat nichts mit dem zu tun was man gemeinhin als arm wahrnimmt.
Und der Rest der 20% ist armutsgefährdet. Dann macht man auch keine großen Sprünge.

Das Durchschnittsgehalt in Deutschland liegt bei 3.975 Euro brutto.

Der Bruttogehalt mit Mindestlohn bei 2.220 Euro. Bei einer 40 Stunden Woche.
 
aber Mindestlohn wird perspektivisch gegen 20 Euro müssen und der Spitzensteuersatz auf 65%.
Das Geld muß ja der Arbeitnehmer auch erstmal die Stunde erwirtschaften...plus die ganzen Zusatzkosten wie Instandhaltung (Menschen, Maschinen), Transport, Versicherungen, Steuern usw.
Da biste schon um die 40€-45€, die jeder In der Produktions real verdienen muss.
Das wird ganz schön teuer für den Endkunden.
 
Ach weißt du. Damals bevor der Mindestlohn eingeführt wurde, haben die Arbeitgeber auch immer wieder damit gedroht, dass sie Leute entlassen müssen. Aber nichts in der Richtung ist passiert. Und alle haben das ganz gut verkraftet. Das Leben ist nun mal teurer geworden. Und in anderen Branchen die Tariflöhne steigen auch ständig.
Dann kann die Höhe des Mindestlohns auch angepasst werden.
Ich habe lediglich ohne Wertung dargestellt, wo die Kernproblematik ist.
Mindestlohn erhöhen hat in Boombranchen keinen Einfluss.
Im Beispiel Chemieindustrie mit vielelicht nur noch 10% Lohnanteil am Produkt und eh nur Fachkräften kostet dann der Eimer xyz eben paar ct. mehr.

Ganz anders sieht es dann aber eben im Dienstleistungsektor aus.
Nehmen wir mal das Gastgewerbe.
Die kämpfen jetzt schon damit, dass ihre Pizzen, Schnitzel und sonstwas deutlich teurer geworden sind und ihre Kunden ebenso das Geld zwei mal anguggen, bevor sie es im Lokal ausgeben.
Es ist ja logisch, dass eine weitere Erhöhung des Mindestlohns 1:1 an eben diese Kunden weitergegeben werden müssen.
Die Frage, die sich hier mir dabei stellt ist, ob man sich da nicht ins eigene Knie schießt.
Wenn der Lokalpächter mangels Kundschaft, welche die erneut höheren Preise nicht mehr zahlen wollen oder können, aufgeben muss, haste keinen Mindestlohn für die Angestellten mehr sondern paar Arbeitslose mehr.

Frag doch mal beim Dönerman um die Ecke die Bedienung, ob sie Mindestlohn effektiv bekommt - du wirst erstaunt sein.

Es geht soviel ich weiß auch um Sondervermögen.
Das sind aber zwei paar Stiefel.
Für beides, Reform der Schuldenbremse in EU Einklang als auch Sondervermögen, ist eine 2/3 Mehrheit im Bundestag und eine Zustimmung in der Länderkammer erforderlich.
Das ist machbar, jetzt sogar noch eher als später.
Denn beide russlandfreundlichen Parteien AfD wie Linke werden sich bei einem Sondervermögen (für die Bundeswehr, wie aktuell diskutiert) quer stellen.
Bei allem sich aber auch bewußt sein, irgendwann muss das Geld an irgendwen zurückgezahlt werden.
Die dafür zwingend erforderlichen Stuererhöhungen werden dann jene Leute treffen, die heute noch unter 40 Jahre alt sind.
Weil er vielleicht gemerkt hat, dass der normale Haushalt nicht reicht? Und er nicht massiv im Sozialsystem einsparen will?
Dass der normale Haushalt nicht reicht, hat die Ampel schon in den ersten 6 Monaten gemerkt.
Es liegt auf der Hand, das selbst unter Ampel kein Geld in nicht nahchaltige Sozialsysteme fließt, das über additive Schulden finanziert wird.
Nein, er hätte problemlos nach Brüssel gehen können, weil schon im Sommer 2022 klar war, dass z. B. alleine Habecks Wirtschaftstransformation um die 600 Mrd. kostet - ging ja damals durch die Presse.
Hätte er die damals bekommen, hätte er kein Fiakso erlebt, sondern fröhlich alle Firmen, die er mag, gepimpert.
Allerdings war auch allen klar, dass additive 600 Mrd. eine völlig irrwitzige Summe ist, also wurde weiter gewurschtelt.

Die keine Förderung bekommen sind ja diejenigen welche vermehrt ins Ausland investieren. Sind dann selber Schuld.
Wenn du als Firma statt 30ct die Kwh nur 15 KWh (Frankreich) oder gar nur 7 ct. KWh Strom (USA) zahlen musst, brauchst du keine Förderung.
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e nach dem wie westlich das Land orientiert ist, ich weis nicht wenn man eine Frau tief in einer chinesischen Provinz mit Minirock und Stöckelschuhen im Reisfeld rumlaufen sehen würden, die würden nicht herab sehen, die würden denken die ist verrückt. :stupid: :ugly:
Was in dem Kontext auch "normal" ist. Dort wirst aber kaum Menschen finden, die dich schräg anschauen, wenn du so durch die Straßen gehst. Von Stöckelschuhen kann da auch gar keine Rede sein. Es reichen in manchen Teilen der Welt schon ein Rock knapp über dem Knie und Sneaker, um verachtende Blicke zu erzeugen.

Wenn du als Firma statt 30ct die Kwh nur 15 KWh (Frankreich) [...] zahlen musst, brauchst du keine Förderung.
Stimmt. Die bekommt man ja ohne Antrag durch die steuerliche Subvention. Aber das hat bald eh ein Ende in der Grand Nation.
 
Für 15€ die Stunde setz ich mich auch wieder an die Kasse, was jeder **** kann, und bin den ganzen Stress als Marktleiter los, geilo! :banane:
Na dann mache das doch. Viel Spaß!

Ich finde jedenfalls nicht das es legitim sein sollte die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens auf Dumpinglöhne aufzubauen und darauf zu setzen das die entstehenden GAPs dann vom Sozialstaat, der Sozialgemeinschaft, der Gesellschaft ausgeglichen werden.

MfG
 
Ich finde jedenfalls nicht das es legitim sein sollte die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens auf Dumpinglöhne aufzubauen und darauf zu setzen das die entstehenden GAPs dann vom Sozialstaat, der Sozialgemeinschaft, der Gesellschaft ausgeglichen werden.
Endlich mal einer der Wenigen die mich hier verstehen.

Laut Wirtschaftsliberalen soll der Staat sich möglichst überall raushalten. Aber wenn sie Dumpinglöhne zahlen und sie die Menschen ausbeuten, dann ist der Staat wieder gut. Man kann es sich drehen wie es einen gerade passt!:schief:
 
Und das was wir auch brauchen. Gewerkschaften können da einen Teil beitragen indem sie eben Fixbeträge für alle Arbeitenden aushandeln anstatt prozentuale Erhöhungen, aber Mindestlohn wird perspektivisch gegen 20 Euro müssen und der Spitzensteuersatz auf 65%.
Die 20 €/h zahlst du und ich am Ende der Nahrungskette.
Bleiben wir mal beim beliebten Döner Kebab.
Der Endpreis ist erst mal irrelevant, variiert von Region zu Region.
Nehmen wir also exemplarisch an, der Döner kostet 5 €.

Fakt ist - kann man nachlesen - der Wareneinsatz (also Zutaten wie Brötchen, Salat und Fleisch) liegt bei ungefähr 30%.
Sprich 70% sind Personalkosten.
Dann ist der Lohnanteil 3,50 €.

Darin enthalten ist -theoretisch - der aktuelle Mindestlohn, vereinfacht 13 €/h.
Bedeutet, die Dönerproduktion dauert in Summe 16 min (Anliefern, Lagern, auspacken, brutzeln, herrichten, Bude sauber nachen etc.)
Machste jetzt daraus 20 € haste eine faktische Presisteigerung um Lohnanteil von 54%
3,50*1,54 = 5,39 € Lohnanteil/Döner
Kostet also dann der Döner bei dir künftig 5,39+1,5 = 6,89 € statt 5 €
Preisssteigerung um 28%, einfachste Mathe 3. Klasse.

Mahlzeit!

Spitzensteuerstaz hatten wir beide schon einmal woanders, die 65% auf Einkommen oberhalb von 100 k sind grob 35 Mrd. /Anno mehr.
Bei einem Bundeshaushalt jenseits der 1.400 Mrd. brauche ich jetzt nicht über den Einfluss dieser Summe aufs Gesamtpaket reden.
Erhöhung Steuersatz für ALLE ab 30.000 € Brutto um 3% macht aber knappe 420 Mrd. €/anno - merkste, wo der Hebel ist?
Beim kleinen Mann...

Edit:
Ein anderer Hebel, der effizienter wäre, wäre tatsächlich eine Sonderabgabe auf Multimillionäre oder Milliardäre von 3% ihres GESAMTvermögens - das ist eine ganz andere Kategorie.
Hier variieren die Schätzungen zw. 300 und 600 Mrd./anno, vermutlich weil keiner wirklich weiss, wie viel Vermögen da in den Händen tatsächlich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Darin enthalten ist -theoretisch - der aktuelle Mindestlohn, vereinfacht 13 €/h.
Bedeutet, die Dönerproduktion dauert in Summe 16 min (Anliefern, Lagern, auspacken, brutzeln, herrichten, Bude sauber nachen etc.)
Machste jetzt daraus 20 € haste eine faktische Presisteigerung um Lohnanteil von 54%
3,50*1,54 = 5,39 € Lohnanteil/Döner
Kostet also dann der Döner bei dir künftig 5,39+1,5 = 6,89 € statt 5 €
Preisssteigerung um 28%, einfachste Mathe 3. Klasse.

Mahlzeit!
Milchmädchenrechnung incoming... Niemals ist das eine zutreffende Kalkulation für Arbeitsleistung als ob produktiv nur ein Döner, inklusive aller Faktoren, alle 16 Minuten hergestellt wird. In dem Falle wäre nicht das angemessene Endgeld das Problem, sondern die fehlende Produktivität/Effektivität.^^

Davon ab verstehe ich gar nicht warum solche Beispiele hier im Detail beschrieben werden müssen. Sind wir uns denn in dem Punkt nicht einig, das die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen nicht auf Grundlage von staatlichen Ausgleichen in Form von Sozialleistungen(Stichwort Lohnaufstockung bei niedrigen Einkommen), die die gesamte Gesellschaft zahlt, fußen darf/sollte?

MfG
 
Und zack wird über die Schuldenbremse diskutiert...aber vor 3 Wochen noch blockieren... unfassbar
Nichts Relevantes, von dem was Merz gesagt hat, hat er bis jetzt gehalten. Tatsächlich kann man nur an die Vernunft von Wähler*innen appellieren, solch einem Lügner nichts zu glauben. Aber dafür dürfte es jetzt wohl zu spät sein.

MfG
 
Milchmädchenrechnung incoming... Niemals ist das eine zutreffende Kalkulation für Arbeitsleistung als ob produktiv nur ein Döner, inklusive aller Faktoren, alle 16 Minuten hergestellt wird. In dem Falle wäre nicht das angemessene Endgeld das Problem, sondern die fehlende Produktivität/Effektivität.^^
Keine Milchmädchenrechung, weil die einzige Kerninformation die man braucht und für jeden im Netz abgreifbar ist, ist wie hoch der "Materialanteil + Energie" an einem Döner ist = ca. 30%
Ganz offizielle Zahl der Nahrungs- und Genussmittelbranche.
Also sind der Rest Personalkosten - eigentlich ganz einfach.

Davon ab verstehe ich gar nicht warum solche Beispiele hier im Detail beschrieben werden müssen. Sind wir uns denn in dem Punkt nicht einig, das die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen nicht auf Grundlage von staatlichen Ausgleichen in Form von Sozialleistungen(Stichwort Lohnaufstockung bei niedrigen Einkommen), die die gesamte Gesellschaft zahlt, fußen darf/sollte?
Exemplarische Beschreibung des Themas, weil es offensichtlich von den Meisten hier gar nicht verstanden wird.
 
Netz abgreifbar ist, ist wie hoch der "Materialanteil + Energie" an einem Döner ist = ca. 30%
Ganz offizielle Zahl der Nahrungs- und Genussmittelbranche.
Also sind der Rest Personalkosten - eigentlich ganz einfach.
Da fehlen noch , Miete, Versicherung, Beiträge zur IHK und Genossenschaft, Investitionskosten für Imbiss Ausstattung (Abschreibung), Schulung Mitarbeiter etc etc. .
Ja eigentlich ganz einfach.
 
Praktischer weise weißt der Artikel auch den Anteil an Menschen aus die "wirklich arm" sind

Die Definition die sich am mittleren Einkommen orientiert sagt effektiv wenn jemand mehr Geld bekommt macht das jemand anderen direkt arm.
Selbst wenn es dabei alle Beteiligten super geht.

Mittleres Einkommen ist übrigens ein Median, da fallen Superreiche automatisch aus der Statistik. Das bekommt man nur runter wenn der (reale) Mittelstand weniger Geld bekommt.

Kurz: Die 6% sollte man nicht unterschlagen, aber der Wert 20% hat nichts mit dem zu tun was man gemeinhin als arm wahrnimmt.
Wobei da nicht unbedingt steht warum, sie nicht zahlen können.

Im Detail ist es ganz interessant:


 
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