Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Du und auch die anderen klammern dabei aus, dass unsere direkten wirtschaftlichen Konkurrenten in USA und China 'nen feuchten Furz auf unsere Fiskaldoktrin der Schuldenbremse geben und sich darüber freuen, dass wir uns selbst einen Hinkelstein jeweils an jedes Bein hängen. Gemessen am BIP haben wir eine der besten Schuldenquoten weltweit!
Ja, die USA ein echtes Erfolgsrezept:

 
Nein, hab ich auch nicht geschrieben. Aber auch dort kann man natürlich differenzieren. Wird jemand nach 30 Jahren Arbeit arbeitlos bekommt er volles ALG I, wird jemand ständig arbeitslos und nimmt dazwischen nur die Arbeit auf um nicht ins Bürgergeld zu rutschen, gibt es für diese Person dann irgendwann kein ALG I mehr. Ist ja nicht so, dass der Staat das nicht schwarz auf weiß hätte.
Also willst du faktisch z.B. eine Menge Bauarbeiter, Landschaftsgärtner und andere Saisonarbeitskräfte bestrafen, wo es nicht unüblich ist das betriebsbedingt zum Winter gekündigt wird (da drastisch weniger Aufträge) und zum Frühjahr wieder eingestellt, mit einem System das in seiner Überprüfung und Überwachung vermutlich dann auch wieder noch mehr Bürokratie und Kosten erzeugen würde, als es dir einspart?

Oder wie stellst du dir das so vor, was diese Personen so in den 3-4 Wintermonaten arbeiten sollen, bevor sie ja wieder eingestellt werden.

Ganz ehrlich?
Bei "Schnellschießern" wie dir kann man froh sein das sie politisch noch nicht dieses Land lenken, weil es dann ein noch unerträglicher Zustand wäre, als sowieso schon zu oft.
Weil es eben nicht so einfach ist, wie sich das Personen wie du scheinbar so in ihrer Fantasy ausmalen.

Wie schon geschrieben: das System wird mittlerweile von zu vielen Leuten ausgenutzt.
Jedes System wird von einigen ausgenutzt, immer, sobald Gelegenheiten gefunden werden und die sind immer gegeben (wer suchet der findet) und nein, es wird nicht "von zuvielen" ausgenutzt.

Es ist viel ehr eine ziemlich überschaubare Personengruppe, die in diesen Staat massiv das System ausnutzt und Schäden verursacht (alleine Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung verursachen schon zusammen rund 52 Mrd. Euro an Schaden im Jahr) und die findet man ehr nicht am unteren Ende der Einkommensskala und ehr äußerst selten auf Arbeitnehmerseite.

Jede private Versicherung würde so jemand hochkant rauswerfen.
Jede private Versicherung würde eine Menge Menschen gar nicht erst versichern, wenn sie die Wahl hätte, da nicht lukrativ, aber die vorrangige Aufgabe staatlicher Absicherung ist (glücklicherweise) noch nicht die Lukrativität, sondern die generelle Sorge für eine Grundabsicherung und Grundversorgung aller seiner Bürger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, die USA ein echtes Erfolgsrezept:
Die USA interessieren sich nicht für die Schulden, die sie haben.
US Staatsanleihen will jeder haben. Die Chinesen haben davon eine Menge, weil die USA ihr Zeugs nun mal kaufen.
Die Zölle, die Trump plant, schaden der Wirtschaft. Zölle haben schon immer geschadet. Donald wird das auch merken.
Wie schon geschrieben: das System wird mittlerweile von zu vielen Leuten ausgenutzt.
Wie viele sind denn viele?
 
Zölle haben schon immer geschadet. Donald wird das auch merken.
Das ist so pauschal schlicht nicht richtig.
Wenn ein produzierendes Land mit stark subventionierten Produkten ein anderes Land zu Dumpingpreisen überschwemmt, um damit die dortige Konkurenz auszuschalten und Marktanteile zu übernehmen können Strafzölle z.B. durchaus einen Sinn ergeben.

Genauso machen Zölle Sinn um zu verhindern das im Handel durch Importe der Wettbewerb verzerrt wird.
 
Ja, die USA ein echtes Erfolgsrezept:
Du scheinst nicht zu begreifen, dass das wumpe ist! Wenn die den Bach runter gehen, dann gehen wir alle mit. Da kannst du dich nicht hinstellen und sagen: "Hey! Aber wir haben gut gehaushaltet. Uns betrifft das nicht."

Aber ich hake nach: Wenn die USA schon kein gutes Beispiel für dich sind, was ist dann mit China? Die haben eine fast 20 % höhere Schuldenquote als wir das haben.

Diese komplett restriktive Schuldenbremse ist in meinen Augen ein Würgehalsband an der politischen Kehle unseres Landes und somit der Volkswirtschaft. Wir brauchen an all den kaputt gesparten Bereichen wie z.B. Infrastruktur und Bildung so viel Geld, was durch simples Sparen bei Wenigen nie im Leben zusammenkommt. Wir sparen uns schlicht zu Tode und senken parallel die Einnahmen. Wohin das führt, erleben wir doch gerade hautnah!

Es ist so hirnrissig wie zu meinen, dass man nur bei den ach so faulen BG-Empfänger mehr Druck machen muss oder die Ausländer deport ... äh ... remigireren. Wie oft muss man hier noch aufdröseln, dass diese Leute nur einen Bruchteil der wirklichen Ausgaben ausmachen?
 
Das ist so pauschal schlicht nicht richtig.
Wenn ein produzierendes Land mit stark subventionierten Produkten ein anderes Land zu Dumpingpreisen überschwemmt, um damit die dortige Konkurenz auszuschalten und Marktanteile zu übernehmen können Strafzölle z.B. durchaus einen Sinn ergeben.

Genauso machen Zölle Sinn um zu verhindern das im Handel durch Importe der Wettbewerb verzerrt wird.
Doof nur wenn das andere Land auch auf Exporte angewiesen ist.
 
Ich bin auch kein Freund von Jägern aber sie tragen doch hauptsächlich zur Bestandsregulation bei oder nicht? Von Wildtierarten?

Falls du damit meinst, dass sie Überpopulationen durch Anfütterung verursachen, ein Monopol auf die Ansiedlung von Arten beanspruchen und allen anderen verbieten, die u.a. dadurch nötig werdenden Abschüsse vorzunehmen: Ja, die ""regulieren"".


Tut mir ja leid, aber das ist einfach nur grundverkehrt, was du da schreibst.
Es gibt zum einen den Jäger als Beruf

Wenn du ab sofort bei jedem einzelnen dener Beiträge auf 0,25%-Minderheiten Rücksicht nimmst, dann lasse ich diesen Einwand gelten.
Ansonsten erlaube ich mir im Sinne einer flüssigen Diskussion, auch künftig das knappe tausend berufliche Jäger im Vergleich zu 407000 Jägern insgesamt zu vernachlässigen.

In beiden Fällen aber dürfen Jäger nicht alle Bestände jagen wie sie lustig sind, sondern nur bestimmte Quoten, welche in der Regel, u.a. auch durch die vollberuflichen Jäger, überwacht und ermittelt werden und Gesetzen und Verordnungen unterliegen.

Ohhhhhhh. Die Jäger müssen sich also an Quoten halten, die Jäger festlegen? Na das verdirbt einem aber nachhaltig den Spaß, wie jeder weiß, der schon mal nur solange in die Nacht gezockt hat, wie er sich selbst vorgeschrieben hat!
Was passiert, wenn ein Politiker auch nur Andeutungen macht, mal Empfehlungen aus der Wissenschaft 1:1 zu übernehmen, anstatt sich nach der Jägerlobby zu richten, kann man ja ab und zu sehen. Aber nur wenn man genau hinguckt, weil es selten länger als ein paar Stunden dauert und seit Jahrzehnten jegliche Modernisierung des Jagdrechts scheitert.

Zudem haben ausgebildete Berufsjäger eben durchaus klar definierte Pflichen, die sie zu erfüllen haben:

Nein, ausgebildete Jäger haben überhaupt keine Pflichten. Genausowenig wie andere Ausgebildete. Berufsjäger haben die und das nennt man schlichtweg "ihren Job". Aber das auf die Gesamtheit der Jäger zu verallgemeinern wäre so schwachsinnig, wie zu behaupten, dass Youtuber der Wahrheit und Information verfplichtet werden, nur weil es da auch ein paar Kanäle der öffentlich-rechtlichen gibt, die sich an journalistische Standards halten.


Viele haben jedoch das als Berufsbild gewählt, gelernt und sind bei z. B. staatlichen Forstämtern angestellt.

Nein, siehe oben: Das sind nicht "viele". Das sind vernachlässigbar wenige.

Wer will schon exemplarisch als Jogger oder Hundegassigeher oder einfach als Wanderer/Radler einem ausgewachsenen Keiler begegnen?

Kenne Leute, die das eher belustig sehen, wenn das Wildschwein vorm Hund davon schießt. Gut, das liegt auch daran, dass man dem Rotweiler weder das Alter noch die Knochenschwäche ansieht, aber auch die nicht-Hund-besitzenden Verwandten aus der Gegend berichten von absolut null Problemen mit Wildschweinen bei Tagesausflügen, obwohl es genug gibt, dass man nachts ggf. die Fenster wegen dem Gegrunze schließen muss (und am nächsten Tagen das Beet an der Hauswand neu gestalten). Die schlimmste Wildschweinerfahrung durfte ich mal als HiWi beobachten, als glücklicherweise der Kollege bis fast zur Achsel in die Suhle greifen musste, um darunter verborgene Objekte zu bergen. Eine Suhle, die nur existierte, weil ein Jäger der Meinung war, mitten in der strengsten Schutzgebiet-Kernzone einen Zentner Mais ausbringen zu müssen.
 
Da stellt Wagenknecht in bester Kaderparteimanier gerade Wolf kalt, da diese zu pragmatisch und undogmatisch ist und führt dem Landesverband schlagartig neue, willfährige Politkomi.... äähhh... engagierte, selbstbestimmte Mitglieder zu. Entweder gibt sich Voigt komplett die Blöße oder die Koalition kommt dort auch nicht zustande. Bleibt halt Bodo länger, könnte schlimmer sein.

Wagenknecht ist Populisten (und Putin-Propagandistin) auf Bundesebene. Regierungsbeteiligugn auf Ländereben kann die nicht gebrauchen, denn müsste BSW auf einmal konkrete Sachpolitik machen und dafür das Erfolgniskonzept "Hauptsache dagegen" aufgeben. Diese Situation will sie sicherlich vorläufig vermeiden, zumindest solange bis die Bundestagswahlen auf 2-3 Monate ran sind (möglicherweise reicht es jetzt, die Koalitionsverhandlungen bis Weihnachten rauszuzögern), sodass keine Landesentscheidungen vor der für sie persönlich wichtigen Wahl mehr drohen.


Lindner entlassen! Eilmeldung

Besser drei Jahre zu spät als gar nicht.


Aber die Vertrauensfrage ohne Konsequenzen zu stellen, wäre schön befremdlich. Theoretisch könnte der Bundestag Scholz auch hängen lassen und das Vertrauen aussprechen...

Deswegen hat sie Schröder damals an konkrete Gesetzesvorschläge geknüpft: "Entweder ihr tragt meine Politik mit oder ihr sucht euch anderen Dummen". Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass Merz Interesse an anderen Optionen hat. Der weiß, dass er Neuwahlen gewinnen wird und alles andere ist ihm offensichtlich egal, das hat er in den letzten zwei Jahren Rechtspopulismus mehrfach bewiesen.


Ich habe da noch eine Frage, was passiert mit einer Partei die Stimmen erhält und die Hürde schafft und in der Regierung sitzen würde, aber sich grundsätzlich nicht an Ihr Partei Programm hält, passieren?

Vorerst: Nichts.
Bei der nächsten Wahl: In der Theorie würde sie niemand wiederwählen und sie wäre weg vom Fenster.
In der Praxis: SPD, Grüne und Union existieren immer noch, die zwar ihrem tatsächlichen Programm recht treue, in ihren Wahlversprechen aber Teils das Gegenteil suggerierende FDP ebenfalls und bei der Linken hat die Hälfte, die ihre Wahlversprechen (z.B. "zur Linken gehören") gebrochen hat, derzeit sogar mehr Zuspruch.


Also könnte eine Partei durchaus durch das Parteiprogramm, arglistig, Betrug an den Wähler betreiben?

Ich weiß nicht, ob Strafrecht bezüglich Arglist an dieser Stelle anwendbar wäre. Die Gesetze zu unlauterer Werbung eher nicht. Aber im Wahl- und Parteienrecht gibt es afaik nichts dazu. Wir haben keine direkte Demokratie in Deutschland, man wählt kein Programm. Sondern man wählt Menschen und ob die sich nun mit einem Programm präsentieren (und was drin steht) oder einfach nur mit blöden Sprüchen und Bildchen (wie sie mittlerweile die Mehrheit der Wahlentscheidungen bestimmen :kotz:), ist deren freie Entscheidung. Diese Darstellung können sie danach auch wieder ändern, aber sie bleiben die gleichen Menschen und die wurden gewählt. Z.B. das Wahlprogramm der AFD widerspricht in vielen Aspekten sogar den Gesetzen der Natur, in einigen sich selbst und in der verbal/suggestiv geäußerten Form der Verfassung und zahlreichen internationalen Abkommen. Wenn die an die Macht kämen, müssten sie also davon abweichen. Aber trotzdem ist es legal, denn in der parlamentarischen Demokratie bestimmt eben dieser Wahlprozess überhaupt erst, was legal ist und da kann man schlecht einschränkende Vorschriften machen.


Und da haben sie dann doch erfolgreich das Tempolimit eingeführt :ugly:

Also auf Habecks Steuergeschenken an die Wirtschaft trifft vieles zu, aber garantiert nicht "Limit".


Hat einer von euch bei der Pressekonferenz der Grünen, ganz am Schluss, als alle gehen, auch die Frage gehört, ob Linder jetzt Bürgergeld beantragt? Oder ist das Fake?

Hab die Pressekonferenz nicht gesehen, aber die Frage wurde auf alle Fälle nicht ernsthaft von jemandem gestellt, der irgend einen Hauch Ahnung von Demokratie, Politik oder Hartz IV hat.
Lindner ist schließlich immer noch Abgeordneter, kriegt als Ex-Minister weiterhin Zahlungen und mehrfacher Millionär. Schon einer dieser drei Aspekte würden jeden Anspruch auf Stütze zunichte machen.


Respekt, Scholz lobt die Wirtschafts- und Energiepolitik der Ampel und schiebt die Schuld zum Scheitern komplett der FDP zu. Das ist doch mal konsequente Selbstkritik und Analyse der Lage.

Wenn man abgleicht, wieviele ihr unliebsamme Gesetze die FDP verhindert hat und wie viel der gebetsmühlenartig eingeführten Wirtschaftsförderung umgesetzt wurde, dann kann man die FDP tatsächlich für einen erhelbichen Teil der Politik der letzten drei Jahre verantwortlich machen, obwohl sie soviel Einfluss in einer demokratischen Regierung nie hätte bekommen dürfen.


Ganz ehrlich... mittlerweile würde ich sie gerne an der Macht sehen. Nicht weil ich sie mag oder unterstütze, sondern nur, damit die ganzen Blauen mal sehen, dass eine AFD an der Macht alles noch viel schlimmer macht. Aus der Opposition heraus kann man viel in den Raum rufen, kritisieren, jammern, populistische Parolen schreiben. Aber wenn man dann das Ruder in der Hand hat, muss man auch liefern können. Und damit würden sie krachend scheitern.
Ich glaube erst dann, werden die Blauen merken was für ein Rotz die veranstalten wollen.

Die AFD-Fans empfinden es nicht als "Rotz", wenn Grundrechte aufgehoben sind, weite Teile der Bevölkerung aufgrund von Aussehen oder Haltung um ihr Leben fürchten müssen und Deutschland international isoliert wird. Die finden das gut. Und sie glauben der AFD auch blind, wenn die für sämtliche Missstände irgendeinen Sündenbock finden und das würden die auch an der Macht. "Die Muslime", "die Grünen", "die Juden" - irgendwer wäre halt Schuld, wenn die AFD den Karren an die Wand fährt und dann wird zu noch grundlegenderen Reformen aka Verfassungsaufhebung geblasen, um diese Feinde vernichten zu können. Und das steht absichtlich nicht in Anführungszeichen, in iirc Sachsen wurden erst vor ein paar Tagen wieder ein paar AFD-Politiker verhaftet, die Waffen, Kampfausrüstung und Pläne zur ethnischen Säuberung für den "Tag X" vorbereitet haben.

Von daher sind Neuwahlen zum jetzigen Zeitpunkt, wo im Prinzip nur Schwarz-Rot und Schwarz-Blau in Frage kommen, Merz aber sämtliche Forderungen der Rechtsextremen aufgreift und sämtliche Vorstellungen der SPD angreift, keineswegs ein Grund zum feiern.
 
Wenn Merz - was nicht passieren wird - mit der AfD koaliert, halbiert sich die CDU, mindestens. So blöd sind die nicht.

Die sind "blöd" oder vermutlich eher rechts genug, um zu Klatschen, wenn Merz der AFD nach dem Mund redet.


Auf Pump gelebt haben bisher aller Regierungen. Ohne geht es auch nicht.
Ich finde das festhalten an der Schuldenbremse falsch.
Und wenn gespart werden soll dann bitte nicht bei den Ärmsten!

Schuldenbremse bedeutet nicht zwingend sparen, auch wenn es da gerade bei den klimaschädlichen Subventionen (die im wesentlichen an die reichere Hälfte gehen) einiges Potential gäbe. Schuldenbremse kann auch bedeuten, dass man die Einnahmen anpasst, anstatt nur den Armen hohe Lasten aufzubürgen. Aber das hat Lindner ja alles konsequent verhindert. Genauso wie Ausgleichsmaßnahmen für z.B. hohe Energiekosten bei armen Menschen und die damit einhergehende Belebung von Konsum und Konjunktur.


Den Schulden stehen aber auch Werte in den Büchern gegenüber. Aber wie viel Wert hat so eine Autobahn mit Brücken und so?

Solange sie stand oder jetzt?


Deshalb bin ich schon laaaange nicht mehr wählen gegangen!

Wenn die Wahlberechtigten zu faul sind, sich alle vier Jahre einmal 10 Minuten durch den Wahl-O-Mat zu klicken, weitere 5 Minuten die Wahlversprecher der Top 5 zu überfliegen und am Ende 15 Minuten das Programm des Favoriten zu überprüfen, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn Faschismus bei rauskommt.
Die Herrschaft des Volkes kann nicht funkionieren, wenn das Volk zu faul zum herrschen ist, dann braucht man statt Demokratie einen Diktator, damit irgendwer den Job übernimmt.


Das Ziel muss m. M. nach zu allererst darin liegen, ein Wirtschaftwachstum deutlich jenseits von +2% (jetzt rote Null) und eine Art Vollbeschäftigung (< 1-2 Mio. Arbeitslose + Bürgergeldempfänger), jetzt 2,7 Mio + 5,5 Mio. Bürgergeldempfänger zu schaffen.
Dann ist der Bund wieder in der Lage, ...

"Dann" also nie. Denn unbegrenztes Wachstum kann es in einer begrenzten Welt nicht geben und diverse Parameter zeigen auf absehbare Zeit wegen der verfehlten Politik der letzten 20-60 Jahre sogar nach unten.


Die Grünen und die SPD müssen sich nur der BSW öffnen und endlich linke Politik machen.

a) würde das nicht für eine Mehrheit reichen
und
b) will SW keine linke Politik machen, sondern vor allem imperialistsiche Propaganda verbreiten


Ah ja, also willst du ALG I abschaffen?

Und offensichtlich Maschinengewehre an den Grenzen aufpflanzen.


Und wenn die damit generierten Einnahmen höher sind als die Schuldenaufnahme dazu war, dann kann man die Schulden bedienen und hat am Ende den Gewinn dennoch gesteigert. Aber mit unternehmerischem Sinn brauchst du hier nicht zu argumentieren.

Nö, mit BWL bei einer VWL-Frage zu argumentieren wäre in der Tat bescheuert/Zeitverschwendung.


Wie schon geschrieben: das System wird mittlerweile von zu vielen Leuten ausgenutzt.

Liefer mal Quellen für diese steile Behauptung.
 
Schuldenbremse bedeutet nicht zwingend sparen, auch wenn es da gerade bei den klimaschädlichen Subventionen (die im wesentlichen an die reichere Hälfte gehen) einiges Potential gäbe. Schuldenbremse kann auch bedeuten, dass man die Einnahmen anpasst, anstatt nur den Armen hohe Lasten aufzubürgen. Aber das hat Lindner ja alles konsequent verhindert. Genauso wie Ausgleichsmaßnahmen für z.B. hohe Energiekosten bei armen Menschen und die damit einhergehende Belebung von Konsum und Konjunktur.
Sehe ich auch so. Aber nach unten treten nach den Ärmsten ist ja immer leicht.
Darin ist die Union allerdings auch nicht besser.
"Dann" also nie. Denn unbegrenztes Wachstum kann es in einer begrenzten Welt nicht geben und diverse Parameter zeigen auf absehbare Zeit wegen der verfehlten Politik der letzten 20-60 Jahre sogar nach unten.
Es wird immer erwartet das die Wirtschaft weiter wächst. Da frage ich mich immer wieder: wie lange und bis wohin soll sie denn noch wachsen?
 
Wenn man abgleicht, wieviele ihr unliebsamme Gesetze die FDP verhindert hat und wie viel der gebetsmühlenartig eingeführten Wirtschaftsförderung umgesetzt wurde, dann kann man die FDP tatsächlich für einen erhelbichen Teil der Politik der letzten drei Jahre verantwortlich machen, obwohl sie soviel Einfluss in einer demokratischen Regierung nie hätte bekommen dürfen.
Dann wird es ja jetzt besser werden.
 
Also willst du faktisch z.B. eine Menge Bauarbeiter, Landschaftsgärtner und andere Saisonarbeitskräfte bestrafen, wo es nicht unüblich ist das betriebsbedingt zum Winter gekündigt wird (da drastisch weniger Aufträge) und zum Frühjahr wieder eingestellt, mit einem System das in seiner Überprüfung und Überwachung vermutlich dann auch wieder noch mehr Bürokratie und Kosten erzeugen würde, als es dir einspart?

Wo erzeugt das mehr kosten als jetzt? Jetzt rennen die jeden Winter eh zum Amt.
Und man kann für solche Branchen auch Ausnahmeregelungen treffen, die abseits von "Arbeitslosigkeit" laufen (da dies ja scheinbar jedes Jahr regelmäßig passiert).
Jedes System wird von einigen ausgenutzt, immer, sobald Gelegenheiten gefunden werden und die sind immer gegeben (wer suchet der findet) und nein, es wird nicht "von zuvielen" ausgenutzt.

Man kann es drehen und wenden wie man möchte: wir haben ein Ausgabenproblem. Einfach immer mehr Abgaben zu verlangen wird irgendwann nicht mehr funktionieren.
Wenn man Dinge abschafft können sie nicht mehr ausgenutzt werden, wenn man Dinge kürzt wird es unattraktiver diese auszunutzen.
 
"Dann" also nie. Denn unbegrenztes Wachstum kann es in einer begrenzten Welt nicht geben und diverse Parameter zeigen auf absehbare Zeit wegen der verfehlten Politik der letzten 20-60 Jahre sogar nach unten.
So weit ich das im Überblick habe, habe ich an keiner Stelle irgendwas von unbegrenztem Wachstum geschrieben :)

Selbstverständlich sind mir die wirtschaftstheoretischen Überlegungen bzgl. Wachstumskurven und deren prognostizierter Endlichkeit durchaus bekannt. Gibt ja darüber sogar Abhandlungen, welche in Teilen mit dem Wirtschaftsnobelpreis goutiert wurden.
Nur - selbst die größten Kritiker eines ewig andauernden Wirtschaftwachstums setzen die globale Sättigung an Industrie- wie Konsumgüter voraus. Die Marktmechanisem setzen überdies Anreize aus "ich brauchs nicht, wills aber haben" ebenso als Dauerbrenner eines kontinuierlichen Wachstums.
Sprich, sofern die geeigneten Produkte vom letzten Punkt erzeugt werden, wird es ein Wachstum geben - auf welchem Level ist naturalmente Glaskugel.
Wie dem auch sei, in der aktuellen wirtschatflichen Umgebung sind ein Wachstum von 2% , bei geeignet erzeugten Produkten, jetzt keine Riesenherausforderung.

EU 2023
Deutlich erkennbar - Länder mit Aufholbedarf und zugleich attraktiven Produkten oder Löhnen haben ordentliches Wirtschaftswachstum, gesättigte Länder mit ettablierter Industrie ohne neue Ideen krebsen hinterher.
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Dito weltweit.
Maßstab, ob man es mag oder nicht, sind in dem Fall die USA, ettablierte Industrie mit gesättigtem Markt aber denenoch 2% oder mehr auch in der Prognose auf 2025.
Hört sich blöd an, aber auch GB ist da auf richtigem Kurs.
Es ist selbstredend, da bin ich bei dir, dass Deutschland auf absehbare Zeit und vermutlich nie mehr ein Wirtschaftwachstum jenseits der 2% erreichen wird.
Indien als kommender global Player wird unaufhaltsam davonrauschen und binnen weniger Jahre/Jahrzehnte die Wirtschaftskraft von Europa haben. Sozusagen China 2.0.
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Der Kernpunkt aller Argumentationen ist ja stets "Schulden oder nicht".

Da ist meine Position:
Schulden für Zukunftsinvestitionen (z. B. ÖPNV, Bahn, Bildung, Umwelt/Klimawandel, Digitalisierung, Transformation, auch Militär):
JA

Schulden für Sozialleistungen jeglicher Art (z. B. Renten, Bürgergeld usw.):
NEIN
 
Also das Bürgergeld kürzen?
Man kann nicht einfach Bürgergeld kürzen.
Das ist wieder eine Angstphantasie.
Das Sozialgesetzbuch gibt klare Leitplanken, für einige betreffenden Gesetze bedarf es sogar eine 2/3 Mehrheit im Bundestag.
Da hat Master Heil ganz gut vorgesorgt.

Man kann kurzfristig, wie die Ampel es gerade selber noch macht, erweiterte Sanktionen bei Missachtung von Auflagen beschließen. wie auch immer die dann aussehen mögen.
Und man kann mittelfristig dafür sorgen, dass die Beträge nicht weiter steigen.
Flankieren muss man das, so wie es die SPD möchte und ich da übereinstimme, den Mindestlohn derart gestaltet wird, dass es für die Betroffenen deutlcih attraktiver wird, einer Beschäftigung nachzugehen.

Was recht sicher unter der CDU erfolgen wird ist, dass das Bürgergeld für unkrainische Flüchtlinge ausläuft/beendet wird.
Hier ist einfach die Schieflage, dass in D. nur ca. 30% der urkianischen Flüchtlinge einer Arbeit nachgehen, während es im benachbarten Ausland bis zu 60% sind.
 
Man kann nicht einfach Bürgergeld kürzen.
Das ist wieder eine Angstphantasie.
Das Sozialgesetzbuch gibt klare Leitplanken, für einige betreffenden Gesetze bedarf es sogar eine 2/3 Mehrheit im Bundestag.
Da hat Master Heil ganz gut vorgesorgt.

Man kann kurzfristig, wie die Ampel es gerade selber noch macht, erweiterte Sanktionen bei Missachtung von Auflagen beschließen. wie auch immer die dann aussehen mögen.
Und man kann mittelfristig dafür sorgen, dass die Beträge nicht weiter steigen.
Gibt nicht irgendein Gericht die Höhe des Bürgergeldes vor?
Flankieren muss man das, so wie es die SPD möchte und ich da übereinstimme, den Mindestlohn derart gestaltet wird, dass es für die Betroffenen deutlcih attraktiver wird, einer Beschäftigung nachzugehen.
Das sage ich ja schon die ganze Zeit.
Aber @seahawk z.B. meinte, wenn der Mindestlohn weiter steigt, auch das Bürgergeld steigen müsse.
Weil die irgendwie aneinander gekoppelt sind.
Dann würde die Differenz natürlich immer gleich bleiben. :ka:
Was recht sicher unter der CDU erfolgen wird ist, dass das Bürgergeld für unkrainische Flüchtlinge ausläuft/beendet wird.
Hier ist einfach die Schieflage, dass in D. nur ca. 30% der urkianischen Flüchtlinge einer Arbeit nachgehen, während es im benachbarten Ausland bis zu 60% sind.
Ja die müssen schneller in Arbeit gebracht werden.
 
Gibt nicht irgendein Gericht die Höhe des Bürgergeldes vor?
Nein, oder nicht ganz.
Das Bürgergeld grundsätzlich legt tatsächlich die Regierung fest.
§1SGB II:
1731062653280.png


Die (jährliche) Anpassung und der Regelsatzerf olgt i. d. R. nach dem Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz und ist NICHT gekoppelt an den Mindestlohn (anderes Gesetz):
1731062725048.png


Das sage ich ja schon die ganze Zeit.
Aber @seahawk z.B. meinte wenn der Mindestlohn weiter steigt auch das Bürgergeld steigen müßte.
Weil die irgendwie aneinander gekoppelt sind.
Dann würde die Differenz natürlich immer gleich bleiben. :ka:
s. o.
ist so sachlich nicht richtig

Zum Bürgergeld obendrauf werden nachfolgende Leistungen teilweise oder auch gänzlich ausbezahlt:

z. B.
1731062928477.png
 
Es geht aber um die jährliche Fortschreibung.


Und da geht die relevante Inflation zu 70% und die Steigerung der Löhne zu 30% ein.

Will sagen die Erhöhung ergibt sich zu Inflationsausgleich x 0,7 + Lohnsteigerung x 0,3 + ergänzende Fortschreibung (Schätzung der Entwicklung beider Faktoren für das nächste Jahr)

Einfaches Beispiel. Sagen wir die Inflation wäre 0 und die Löhne steigen um 10%, dann steigt das BGE um 3%.

Damit ist das Delta der Steigerung BGE-Lohn 7%.

Und jetzt mal mit Inflation, da wird es dann sehr spannend.

Sagen wir Inflation 4% und die Löhne steigen um 7%:

Dann steigt das BGE um 2,8 + 2,1 -> 4,9% -> Inflationsbereinigt +0,9%

Inflationsbereinigt wächst das Delta der Löhne zum BGE also nur um 2,1%.

Aber es geht schlimmer:

Inflation 8% - Löhne steigen um 3% (wie Anfang der Ukrainekrise z.B.)

BGE: 5,6% + 0,9% -> 6,5% -> Inflationsbereinigt -1,5%

Löhne: Inflationsbereinigt -5%

Delta BGE - Lohn: -3,5%
 
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