Das sehe auch ich etwas anders bzw. differenzierter.Jäger werden in Deutschland nicht angestellt, um irgendwas zu machen, was gemacht werden muss. Das sind Leute, die wollen Tiere erschießen und nehmen dafür sogar einiges an Kosten und Unannehmlichkeiten in Kauf. Dementsprechend kann man sich leider auch nicht darauf verlassen, dass sie von sich aus sinnvoll handeln. Ganz im Gegenteil, Änderungen an den entsprechenden Gesetzen werden seit iirc bald 2 Jahrzehnten durch die Gegend geschoben und scheitern am Unwillen der Jäger (respektive an der Bereitschaft der Politiker, sich mit deren starken Lobby anzulegen).
Zweifellos gibt es, meist private, Jäger, die das aus purer "Lust" machen - diese Welt ist auch arg fremd für mich.
Viele haben jedoch das als Berufsbild gewählt, gelernt und sind bei z. B. staatlichen Forstämtern angestellt.
Unsere Welt ist nunmal arg eng geworden und Bauern, Forstbesitzer, Verkehrsschutz aber auch Privatleute nutzen deren Dienste, wenn auch in Bezug auf die Privaten, ohne es zu wissen.
Wer will schon exemplarisch als Jogger oder Hundegassigeher oder einfach als Wanderer/Radler einem ausgewachsenen Keiler begegnen?
Die Alternative wäre, alle Menschen in urbanen Strukturen einzusperren und den Wald/die Flur der Natur zu überlassen.
Nach ein paar Jahrzehnten würde sich da sicherlich wieder eine ausgewogene Fauna entwickeln.
Nur gäbe es dann eben deutlich weniger Happa-Hppa von den Feldern, kein Holz zum Bauen (ist ja egal, wir haben ja Beton) und die Freizeitaktivitäten würden sich auf den Hometrainer beschränken.
Auch eine Alternative, die ich für sehr realitätsfremd bezeichnen würde.
