Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
und das, was sich links gerade gebildet hat, vermutlich die neue Lafontäne-Ramelow Initiative, über 50% kommen könnte, ist nicht unwahrscheinlich.
Wo hast du das her? Oskar ist auf Wagenknecht Kurs und die SPD hätte schon vor Jahren zusammen mit der Linke den Kanzler stellen können, wollte man aber nicht. Sich unter Merkel bücken war schönen.
Du musst ein sehr optimistischer Mensch sein. Ich vermute, sollte sich die Politik der Ampel nicht ändern, dass sie bei der nächsten Bundestagswahl abgestraft werden.
Die Ampel könnte ab Morden Superpolitik machen, es interessiert keinen mehr.
Die FDP fliegt aus dem Bundestag und Wagenknecht kommt rein. Die Linke ist sowieso draußen.
Ich glaube nicht, dass es für schwarz/rot reichen wird. Nur mit den Grünen zusammen und dafür ist weder Merz noch Söder der Kandidat. Söder bekämpft die grünen.
Es bleibt also nur eine Koalition Union und Afd.
 
Wo hast du das her?
Das ist schiere schreiende Ironie. Erst wurden "die Linken" von der SPD abgespalten, dass die faschistischen Linken bei Wagenkneck gesammelt und jetzt muss wieder was neues für die "richtigen Linken" kommen. Vielleicht wäre "linke Volksfront" ein guter Name. Wobei sich dann vermutlich als Gegenpol die "Volksfront der Linken" bilden würde.

Es ist alles so traurig, wenn wir brauchen linke Politik als Gegengesicht zu Neokapitalismus und gegen die sich weiter öffnende wirtschaftliche Schere. Aber das wird nicht mehr passieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist alles so traurig, wenn wir brauchen linke Politik als Gegengesicht zu Neokapitalis,mus und gegen die sich weiter öffnende wirtschaftliche Schere. Aber das wird nicht mehr passieren.
Das finde ich auch, daher Wähler ich die Piraten.
Aber die Linke hat sich ja selbst zerrstört und die SPD ist auf dem gleichen Weg.
Europaweit sind die Rechten weit vorne und die sozialistische Mitte verschwindet. In Frankreich ist sie schon weg und in Dänemark regieren Sozialdemokraten mit rechter Hand.
Wir brauchen erst mal eine Politik die sich positiv auf unsere Wirtschaft auswirkt!
Wir brauchen eine Politik, die die Schuldenbremse entsorgt und endlich investiert, damit das Kapital wieder nach Deutschland kommt.
Und ich wette darauf, dass die Union ab 2025 die Schuldenbremse deutlich reformieren wird, das aber natürlich nicht jetzt macht, weil sie der aktuellen Regierung nicht helfen will.
 
Wo hast du das her? Oskar ist auf Wagenknecht Kurs und die SPD hätte schon vor Jahren zusammen mit der Linke den Kanzler stellen können, wollte man aber nicht. Sich unter Merkel bücken war schönen.
Früher hatte die SPD eine Chance auf rot-rot-grün. In ihrer Arroganz hatten sie das immer abgelehnt.
Aber spätestens seit dem Ukrainekrieg hätte die Zusammenarbeit nicht mehr geklappt.
Da die außenpolitischen Ansichten doch zu verschieden sind.
 
Das finde ich auch, daher Wähler ich die Piraten.
Aber die Linke hat sich ja selbst zerrstört und die SPD ist auf dem gleichen Weg.
Europaweit sind die Rechten weit vorne und die sozialistische Mitte verschwindet. In Frankreich ist sie schon weg und in Dänemark regieren Sozialdemokraten mit rechter Hand.

Wir brauchen eine Politik, die die Schuldenbremse entsorgt und endlich investiert, damit das Kapital wieder nach Deutschland kommt.
Und ich wette darauf, dass die Union ab 2025 die Schuldenbremse deutlich reformieren wird, das aber natürlich nicht jetzt macht, weil sie der aktuellen Regierung nicht helfen will.
Wir hatten letztes Jahr die höchsten Steuereinnahmen überhaupt. Wäre das Geld sinnvoll investiert worden, müssten wir uns nicht über die Einhaltung der Schuldenbremse unterhalten.
 
Richtig. Desweiteren gibt es immer weniger Menschen die in die Rentenversicherung ein bezahlen. Glaube 2040 oder 2045 kippt das System um, wenn sich nichts ändert.
Nö, umkippen nicht. Ich glaube, ab dem Zeitraum hast du einen Arbeitnehmer auf einen Rentner.
Umkippen wird es, wenn der Staat die gesamten Einnahmen in das Rentensystem buttern muss, bzw. noch extra Schulden machen muss.
Hat eine Partei dafür eine Lösung?
Gibt es eine Partei, die sich da ran traut?
 
Hat eine Partei dafür eine Lösung?
Und das ist ein sehr gute Frage!
Nö, umkippen nicht. Ich glaube, ab dem Zeitraum hast du einen Arbeitnehmer auf einen Rentner.
Umkippen wird es, wenn der Staat die gesamten Einnahmen in das Rentensystem buttern muss, bzw. noch extra Schulden machen muss.

Gibt es eine Partei, die sich da ran traut?
Deswegen sagte ich ja, dass unsere Wirtschaft angekurbelt und Arbeitsplätze generiert werden müssen. Geht's der Wirtschaft gut, geht es den Bürgern gut. Soweit zumindest der Wunsch. Wer das im Endeffekt hinbekommt ist zweitrangig.
 
Nö, umkippen nicht. Ich glaube, ab dem Zeitraum hast du einen Arbeitnehmer auf einen Rentner.
Darum wird sich das Renteneintrittsalter weiter nach oben verschieben.Pribnzipiell ist es sinnvoll, vom jeweiligen Durschnittsalter ene zu definierende Anzahl Jahre abzuziehen, z.B. 15 Jahre vor dem durchschnittlichem Tod beginnt die Rentenzahlung. Das wird dann für manche Berufsgruppen nicht so einfach, dann muss man halt zurückschrauben, noch einen 3-Tage Job die letzten Jahre machen oder ähnliches.

Schon jetzt arbeiten immer mehr Renter weiter, damit sie über die Runden kommen. Und das wird noch mehr werden. Alternativ könnte man natürlich auch anders umverteilen, aber soll sozialisitsche Gedanken wirden ja zum Glück in keiner Partei diskutiert. Alle haben akzeptiert, dass es extrem wichtig ist, unseren Milliardären jedes Jahr noch erheblich viel mehr zu geben. Das ist so Gotteswille oder so ähnlich nennen das die Konvervativen Parteien.

Das Problem ist auch weniger das Geld, die offene Frage ist, ob wir genug Waren für alle produzieren. Und das sollte mit Automatisierung und Robotik eigentlich kein Problem sein.
 
Darum wird sich das Renteneintrittsalter weiter nach oben verschieben.Pribnzipiell ist es sinnvoll, vom jeweiligen Durschnittsalter ene zu definierende Anzahl Jahre abzuziehen, z.B. 15 Jahre vor dem durchschnittlichem Tod beginnt die Rentenzahlung. Das wird dann für manche Berufsgruppen nicht so einfach, dann muss man halt zurückschrauben, noch einen 3-Tage Job die letzten Jahre machen oder ähnliches.
Am besten noch das eigene Grab vorher selber buddeln. :schief:
Das Problem ist auch weniger das Geld, die offene Frage ist, ob wir genug Waren für alle produzieren.
Klar ist das Geld das größte Problem. Da von den Sozialausgaben der Rententopf am meisten ausmacht. Und die Ausgaben werden weiter steigen wenn man nichts ändert.
Und das sollte mit Automatisierung und Robotik eigentlich kein Problem sein.
Damit wieder Arbeitsplätze wegfallen?
 
Geld ist nur ein bunter Lappen. Was bringt Dir Geld, wenn es keine Waren gibt? Frag mal die Menschen 1945-1950 was sie mit ihrem Geld machten? Auch Gold bringt Dir dann gar nichts. Wenn zu wenig Waren da sind, haben wir ein Problem.

Gehen wir z.B. mal zu den Bauern. Die haben massive Nachwuchssorgen. Wer produziert also in 30 Jahren unser Essen? Und was bringt es, wenn Du dann als Überwachungsoffizier der neuen Stasi ein gutes Gehalt bekommst, aber nix zu Fressen hast? In der Zone hatten auch alle "Arbeit". Aber war das effektiv? Was brachten dir die "bunten Mark Lappen"?

Jetzt stell Dir vor, wir wären heute schon zu 100% automatisiert und alles was aktuell produziert wird oder an Dienstleistungen angeboten wird machen Roboter und KI. Dann ist alles nur, genau wie jetzt auch schon, ein Verteilungsproblem. Am Anfang muss aber eine Ware da sein. Ich esse Nahrung, ich wohne in einem Haus, ich kleide mich mit Stoffen und all diese Waren müssen zuerst einmal da sein. Und wenn zu wenig Waren da sind, weil zu viele "Rentnerheuschrecken alles auffressen", hätten wir ein Problem.

Unsere Volkswirtschaft hat z.B. das riesige Problem, dass wir Exportweltmeister sind. Die Waren, die wir produzieren, sind weg und nur ganz wenige Profitieren davon. Viel schlauer wäre es, wenn wir keine Exportüberschüsse mehr hätten und die Menschen hier mehr Waren bekämen. Und idealerweise gleicher verteilt als heute.

Was ist das wirkliche Problem? Das wir in einigen Jahrzehnten zu viele Rentner haben? Blödsinn. Wir haben so extreme Überproduktion und mit der üblichen Effizienzsteigerung reicht es völlig, wenn pro Arbeitendem ein Rentner kommt. Das Problem ist nur, dass unser oberstes wirtschaftliches Promille dann zu wenig Absahnen kann. Die und nur die machen Stress. Was meinste Du denn wer Merkel den Floh ins Ohr setze, dass wir mit den Syrern und Afghanen billige gut auszubeutende Menschen haben? Warum sagte man also nicht wie immer: "Asyl ist kein Problem, aber wenn der Krieg zu Ende ist, geht es zurück". Warum nicht? Weil unsere Superreichen billige Arbeitssklaven brauchen.

Um noch einmal eine andere Betrachtung zu Geld zu geben. Geld ist nur ein Mangel an Waren, sozusagen eine Schuld, in Zukunft etwas zu produzieren. Aktuell haben die Bundesbürger weit über acht Billionen bar Vermögen, also Geld, keine Sachwerte wie Häuser. Jeder Bundesbürger hat also im Schnitt 100.000,-€. Soviele Waren sind aber nicht im Lager. Das ist viel weniger. Das sind, je nach Studie, weniger als 5000,-€ pro Bundesbürger. Ich hab die aktuellen Werte nicht recherchiert, aber das sollte ungefähr so hinkommen.

Dummerweise hat die untere Hälfte quasi nur das, was am Monatsende über bleibt, oder gar merkliche Schulden. Das Geld ist aber trotzdem da und es bedeutet, das wir bei einem Durchschnittverdienst von ca. 50.000,-€ alle ca. zwei Jahre arbeiten müssten, um das abzuarbeiten, oder anders gesagt, um die Waren und Dienstleistungen zu produzieren, die man mit dem Geld kaufen kann.

Jetzt arbeitet aktuell aber nur jeder zweite im Staat, macht also vier Jahre "Versklavung" der Arbeitenden und dieses Verhältnis von Vermögen zu "wer arbeitet denn noch" wird immer schlechter. Das nennt sich Kapitalismus. Und keine unserer Regierungen der letzten Jahrzehnte und keine aktuell relevante Partei hat eine Konzept, wie man diesen gordischen Knoten löst. Und darum werden die Armen immer ärmer, solange, bis es selbst nicht mehr für das Nötigste reicht und die Reichen werden immer reicher.

Auf der anderen Seite sind die Schulden, mit denen diese acht Billionen Vermögen erzeugt wurden, im Wesentlichen nicht bei uns im Land. Diese Menschen gibt es auch noch, das macht die ganze bisher simpel gehaltene Betrachtung komplizierter. Ob die aber alle so fleißig wie die Griechen ihre Schulden abarbeiten, ist offen. Das ist unseren Superreichen aber egal. Sie haben das Geld und lassen dafür im Zweifel die Menschen hier im Land buckeln. Und da schließt sich dann der Kreis des Geldes.

Interessant für uns ist weniger, ob und wieviel Geld da ist. Viel relevanter ist, ob genug Waren zum Verteilen da sind. Denn eines haben Mächtige aus der Geschichte gelernt. Hungern darf ein Volk oder Teile davon nicht. Dann geht der Ärger los. Und das passiert gerade wieder, wenn man sich den Bürgergeldsatz anschaut und dieminimalen Renten, die Millionen Deutsche bekommen werden. Von dem Geld kann man nicht wirklich überleben. Und das ist nur und einzig ein Verteilungsproblem. Denn die Waren sind da. Aber gerade Lebensmittel werden massiv exportiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier ein wunderbarer Artikel zum Thema. Einfach lesenswert. Prägnant, detailliert, pointiert. Eine Soziologie Professorin beschreibt in knappen Worten die Situation. Dem ist nichts hinzuzufügen. Aber wir können die Schlüsselthesen gerne diskutieren.

 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück