Geld ist nur ein bunter Lappen. Was bringt Dir Geld, wenn es keine Waren gibt? Frag mal die Menschen 1945-1950 was sie mit ihrem Geld machten? Auch Gold bringt Dir dann gar nichts. Wenn zu wenig Waren da sind, haben wir ein Problem.
Gehen wir z.B. mal zu den Bauern. Die haben massive Nachwuchssorgen. Wer produziert also in 30 Jahren unser Essen? Und was bringt es, wenn Du dann als Überwachungsoffizier der neuen Stasi ein gutes Gehalt bekommst, aber nix zu Fressen hast? In der Zone hatten auch alle "Arbeit". Aber war das effektiv? Was brachten dir die "bunten Mark Lappen"?
Jetzt stell Dir vor, wir wären heute schon zu 100% automatisiert und alles was aktuell produziert wird oder an Dienstleistungen angeboten wird machen Roboter und KI. Dann ist alles nur, genau wie jetzt auch schon, ein Verteilungsproblem. Am Anfang muss aber eine Ware da sein. Ich esse Nahrung, ich wohne in einem Haus, ich kleide mich mit Stoffen und all diese Waren müssen zuerst einmal da sein. Und wenn zu wenig Waren da sind, weil zu viele "Rentnerheuschrecken alles auffressen", hätten wir ein Problem.
Unsere Volkswirtschaft hat z.B. das riesige Problem, dass wir Exportweltmeister sind. Die Waren, die wir produzieren, sind weg und nur ganz wenige Profitieren davon. Viel schlauer wäre es, wenn wir keine Exportüberschüsse mehr hätten und die Menschen hier mehr Waren bekämen. Und idealerweise gleicher verteilt als heute.
Was ist das wirkliche Problem? Das wir in einigen Jahrzehnten zu viele Rentner haben? Blödsinn. Wir haben so extreme Überproduktion und mit der üblichen Effizienzsteigerung reicht es völlig, wenn pro Arbeitendem ein Rentner kommt. Das Problem ist nur, dass unser oberstes wirtschaftliches Promille dann zu wenig Absahnen kann. Die und nur die machen Stress. Was meinste Du denn wer Merkel den Floh ins Ohr setze, dass wir mit den Syrern und Afghanen billige gut auszubeutende Menschen haben? Warum sagte man also nicht wie immer: "Asyl ist kein Problem, aber wenn der Krieg zu Ende ist, geht es zurück". Warum nicht? Weil unsere Superreichen billige Arbeitssklaven brauchen.
Um noch einmal eine andere Betrachtung zu Geld zu geben. Geld ist nur ein Mangel an Waren, sozusagen eine Schuld, in Zukunft etwas zu produzieren. Aktuell haben die Bundesbürger weit über acht Billionen bar Vermögen, also Geld, keine Sachwerte wie Häuser. Jeder Bundesbürger hat also im Schnitt 100.000,-€. Soviele Waren sind aber nicht im Lager. Das ist viel weniger. Das sind, je nach Studie, weniger als 5000,-€ pro Bundesbürger. Ich hab die aktuellen Werte nicht recherchiert, aber das sollte ungefähr so hinkommen.
Dummerweise hat die untere Hälfte quasi nur das, was am Monatsende über bleibt, oder gar merkliche Schulden. Das Geld ist aber trotzdem da und es bedeutet, das wir bei einem Durchschnittverdienst von ca. 50.000,-€ alle ca. zwei Jahre arbeiten müssten, um das abzuarbeiten, oder anders gesagt, um die Waren und Dienstleistungen zu produzieren, die man mit dem Geld kaufen kann.
Jetzt arbeitet aktuell aber nur jeder zweite im Staat, macht also vier Jahre "Versklavung" der Arbeitenden und dieses Verhältnis von Vermögen zu "wer arbeitet denn noch" wird immer schlechter. Das nennt sich Kapitalismus. Und keine unserer Regierungen der letzten Jahrzehnte und keine aktuell relevante Partei hat eine Konzept, wie man diesen gordischen Knoten löst. Und darum werden die Armen immer ärmer, solange, bis es selbst nicht mehr für das Nötigste reicht und die Reichen werden immer reicher.
Auf der anderen Seite sind die Schulden, mit denen diese acht Billionen Vermögen erzeugt wurden, im Wesentlichen nicht bei uns im Land. Diese Menschen gibt es auch noch, das macht die ganze bisher simpel gehaltene Betrachtung komplizierter. Ob die aber alle so fleißig wie die Griechen ihre Schulden abarbeiten, ist offen. Das ist unseren Superreichen aber egal. Sie haben das Geld und lassen dafür im Zweifel die Menschen hier im Land buckeln. Und da schließt sich dann der Kreis des Geldes.
Interessant für uns ist weniger, ob und wieviel Geld da ist. Viel relevanter ist, ob genug Waren zum Verteilen da sind. Denn eines haben Mächtige aus der Geschichte gelernt. Hungern darf ein Volk oder Teile davon nicht. Dann geht der Ärger los. Und das passiert gerade wieder, wenn man sich den Bürgergeldsatz anschaut und dieminimalen Renten, die Millionen Deutsche bekommen werden. Von dem Geld kann man nicht wirklich überleben. Und das ist nur und einzig ein Verteilungsproblem. Denn die Waren sind da. Aber gerade Lebensmittel werden massiv exportiert.