Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Wieso habe ich aber dann kein Flugzeug? :ugly:
Musst Du Bauer werden:

 
... Reich sind die alle nicht ...
Im oberen Drittel bist Du auch noch weit von reich entfernt. Der Median ist unerträglich tief, wenn man gerade an der Grenze zum oberen Drittel ist, ist das immer noch ein recht moderates Einkommen.

Median sind je nach Statistik ungefähr 44.000,-€ Brutto, Durchschnitt 53.000,-.€ pro Jahr.

Schau Dir hier die Q3 Gehälter an, dann liegt man höher als 75% der Mitbürger. Das ist ganz weit weg von "reich". Wenn wir nach Firmengröße gehen und uns die mittleren Firmen raussuchen, bei denen der Median ungefähr stimmt, ist man mit gut 60.000,-€ Brutto im Jahr an der Grenze zu den oberen 25%. Das ist so ganz und gar nicht "reich". Dazu müssen dann ordentliche Dividenden und Mieteinnahmen kommen.

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Quelle:
Es ist so wichtig, darüber zu reden. Denn vielen ist gar nicht klar, wie sich am oberen Ende bereichert wird. Da wird nicht drüber geredet, und mittlere Einkommen werden allzu oft als hoch eingestuft, während man am oberen Ende nur leise kichert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss Leuten, die als Single 2500 netto verdienen, eben mal an ihre gesellschaftliche Verantwortung erinnern!
:lol:

Empfehlung für Alleinerziehende: Steuerklasse 2 und nicht verheiratet,
Empfehlung für Verheiratete: Steuerklassen 3, 4 und 5.
+Elterngeld +EltergeldPlus + Kindergeld
Singles Steuerklasse 1.
Die Lebenshaltungskosten sind zu hoch, die Verteilung von staatlichen Mitteln zu intransparent und nicht die Abgaben der Singles zu gering. Aber wenn die Herde auf sich selbst losgeht, hat der Hirte nichts zu befürchten, auch wenn er selbst der Verursacher von Problemen und Konflikten ist. Das Sündenbockprinzip ist dir nicht geläufig? (rhetorische Frage)
 
Genauso haben das die Sozialdemokraten in Dänemark gemacht.
Dort spielen die Populistenparteien keine Rolle mehr, weil deren Narrativ die Sozialdemokraten übernommen haben.
Ich hab keine Ahnung, ob das auch für Deutschland gelingt, aber sowohl die Union als auch die FDP versucht das.
Die Politik von der SPD und den Grünen klappt aktuell ja nicht.
Was natürlich auch an den Medien liegt, die alles kaputt reden, was die Regierung macht.

Ich hatte nie den Eindruck, dass Populisten in Dänemark eine große spielen würden. Die meisten Dänen scheinen ihre Bürgerpflichten dafür noch zu ernst zu nehmen. Vor grob 10-15 Jahren legten neue, rechte Parteien dort zu, ja. Aber die schienen mir weniger populistisch als Merz zu sein (gut, das ist jetzt keine wirklich hohe Hürde) und sie fanden Anklang, weil die Wähler ihre Pläne mochten. Nachdem die sogenannten Sozialdemokraten größere Teile der Pläne übernehmen haben, hat sich das wieder geändert, aber trotzdem sind in Dänemark jetzt die Rechten an der Macht. Es sind halt nur Rechte, die sich "Sozialdemokraten" nennen, aber einen großen Fortschritt gegenüber dem, was "aufgehalten wurde", sehe ich dagegen nicht.

In Deutschland dagegen sind es eben wirklich Populisten, die auf dem Vormarsch sind. Die haben keine Pläne, die man übernehmen könnte (bzw. die Pläne, die sie haben, hört man nur in geschlossenen Tagungen :ugly:), die haben einfach nur dumme Sprüche und Lügen. Die sollte tunlichst niemand übernehmen und das würde auch nichts bringen. Neue Lügen sind schnell erfunden und es werden noch extremere sein, sobald die bisherigen von der Mehrheitsgesellschaft akzeptiert wurden. Das zeigt die gesamte bisherige Geschichte der AFD. Erinnert sich noch wer daran, als das eine Partei war, welche die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der restlichen EU drosseln wollte? Drei "die Union übernimmt AFD-Forderungen"-Runden später ist die AFD stärker denn je und arbeitet an der ethnischen Säuberung (vorerst) durch Deportation; Höcke bereite die mediale Machtübernahme vor.


Möglichst dauerhafte Lösungen gibt es für so etwas im Grunde nur durch eine Politik der sozialen Zufriedenheit, weil ein "wohlstandstechnisch satter" konservativ-rechts eingestellter Bürger auch ein zumeist "fauler" Bürger ist.

Gerade der ""konservativ"" rechts eingestellte Mittelstandsbürger hätte allen Grund zum satt sein und lebt so gut wie nie zuvor. Aber seine Gier ist trotzdem größer denn je und der Abstand zu den "da unten" hat sich etwas reduziert und das reicht schon, um dem erstbesten Populisten hinterherzurennen und Umsturzgedanken zu pflegen. Klar kann man AFD-Wähler solange mit Geschenken zuschmeißen, bis sie wieder ruhiger werden. Aber wie lange kann sich die Gesellschaft in einer Zeit voller echter Herausforderungen leisten?


Faktenbasiert? Die Altparteien waren schon vor dem Großwerden der AfD nicht sonderlich faktenbasiert. Die AfD verstärkt diesen Umstand zwar stark, ist aber nicht dafür ursächlich. Die etablierten Parteien bemühen sich ja auch nicht um Besserung. Eher im Gegenteil. Zumindest habe ich schon seit Jahren keinen Politiker mehr gesehen, der öffentlichkeitswirksam seine Politik zu erklären versucht und für diese geworben hat. Ein sinnvoller politischer Dialog findet in der Gesellschaft kaum noch statt.

Hey: Ich hab "erleichtern" geschrieben, nicht "herbeiführen" :ugly:
Natürlich ist die Offenheit für Populismus ein Grundproblem der gesamten deutschen Politik und es war nur eine Frage der Zeit, bis sich Rechtsextreme Populisten ins gemacht Bett setzen. Während die älteren Parteien aber nur einseitig den Fokus gesetzt und mit stark vereinfachten Darstellungen manipuliert haben, setzt die AFD systematisch auf Unwahrheiten, Falschdarstellungen und Quellenverleumdnung. Das schafft Blasen voller Lügen, in denen Leute gar nicht mehr für die Wahrheit zugänglich sind, wo es vorher nur Blasen mit mangelnder Weitsicht gab, in der Leute einen Teil der Wirklichkeit ignoriert haben.

Hat man die angestochen, war schnell die Luft raus, solange jemand überhaupt zu politischem Denken bereit war. Es ist noch keine 15 Jahre her, da waren zum Beispiel die Grünen gegen die Förderung von Batterieautos, weil das ohne die nötige (auch heute nicht absehbare) erneuerbare Energien nur schweine teure, leicht klimaschädliche Subventionen für die Autoindustrie sind. Die Linke hat damals noch sinnvoll Punkte in Sachen Europapolitik angesprochen, anstatt Russlandbeweihräucherung zu machen, die FDP auf Bürgerfreiheiten geachtet, etc.. Leider all das schon nicht mehr auf der großen Bühne, aber es war noch da. Heute? Heute muss man erstmal 20 Minuten klarstellen, was von dem AFD-verbreiteten Geschwätz komplett falsch ist, ehe man zu einer eigenen Message kommen kann. Aber die Aufmerksamkeitsspanne ist von 10 auf 5 Minuten gefallen.

Das machen die etablierten Parteien doch aber auch nicht? Ist man also blöd, egal was man wählt?

Nö. Man ist blöd, wenn man sich nicht selbst informiert, sondern Demokratie verweigert, solange der Kanzler nicht persönlich vorbeikommt.

Außerdem vergessen viele die starke Kluft zwischen Stadt und Land. Der Osten besteht nicht nur aus Berlin, vielleicht noch Dresden, Leipzig und Co., sondern auch hauptsächlich aus sehr vielen Kleinstädten und Dörfern, in denen die Bevölkerung wenig Lust auf die herablassende städtisch-geprägte Politik hat. Zudem sind "Land"-Communities auch viel persönlicher und man wählt ggf. nicht das Programm, sondern die Person - auch wenn die vielleicht eine fragwürdige Ideologie hat.

Also kurz: Anstatt sich mit Inhalten zu beschäftigen, klüngelt man lieber und unterstellt auch noch allen ""Städtern"" (Synonym für "Leute mit anderer Meinung") sie würden das gleiche machen und einem nur böses wollen. Und mit der Scheiße in der Rübe kommen dann Wahlentscheidungen wie AFD = stärkste Partei zustande :kotz: .

Meines Erachtens muss unsere politische Elite endlich von ihrem hohen Ross unterkommen, sich um die Probleme der Sozialschwachen und der Landbevölkerung kümmern und mit dem Volk in einen sinnvollen Dialog treten.

Aufgabe der Politik ist es, alle Probleme zu lösen, soweit dies [gleichzeitig] möglich ist.
Aufgabe der Politik ist es meiner Meinung nach nicht mit denen zu labern, die sich gerade ganz besonders viele Probleme einbilden und anfangen, zusätzliche zu verursachen, wenn sie nicht die volle Aufmerksamkeit bekommen.

Das geht ganz einfach. Auf dem Papier hatten wir die Wende. Wirtschaftlich sieht das immer noch ganz anders aus. Keine Ostunternehmen im DAX, unfassbar geringe Eigentumsquote, deutlich niedrigere Durchschnittslöhne, kaum bis gar keine Repräsentation in Führungspositionen usw. Das sind halt alles Fakten.

Wie viele Schleswig-Holsteiner Unternehmen sind denn im DAX? Wie viele Führungskräfte leben in Bremen, wie viele in Berlin? Hast du dich mal mit einem aus Ostwestphalen oder Nordhessen über die tollen Karrieremöglichkeiten unterhalten? Niemand streitet ab, dass es "im Osten" Probleme gibt. Aber es sind nicht "Ostprobleme". Es sind Probleme von Gegenden, in denen eine Wirtschaft zusammengebrochen ist (oder gar nicht erst existiert hat) und wir leben einem System, in dem Aufstieg und Verbesserung kaum möglich ist, weil man die Ressourcen für Verbesserungen nur hat, wenn es einem schon gut geht. Aber das gilt eben auch für Teile Westdeutschlands. Und es gilt für Teile des Osten nicht. (Naja - für einen Teil, Berlin halt.)

Und jeder, der was anderes verbreitet, betätigt sich halt einfach nur populistisch, hetzt Leute auf und lenkt so von den Problemursachen ab, was eine Lösung derselben weiter erschwert. Solche Leute auch noch zu wählen oder ihnen nach dem Mund zu reden, wenn man besagte Problemlösungen selbst dringend nötig hätte, ist einfach nur eins:
Bescheuert.
 
Zum Abschluss des Tages noch die Redebeiträge unseres Finanzministers bei der heutigen Bauerndemo - u.a. bei Phoenix "der Tag" nachzusehen - in den Tagesthemen und heute journal gesehen.
Well Done! Alles dabei - treten nach unten, Schelte gegen die Mainstreammedien, Klimakleber und ein Hufeisen wird auch noch geworfen. Vor den Ereignissen der letzten Tage besonders gelungener Zug.
Wüsste echt gerne, ob er wirklich denkt, mit solchen Äußerungen die FDP wieder jenseits der 5% zu geben oder gar Regierungsfähigkeit suggerieren zu können. Dann mal gute Nacht...
 
tja.

causa_lindner.jpg

 

Die AfD zieht erste personelle Konsequenzen aus dem Geheimtreffen.
Aber wenn die sich von dem trennt, könnte sie sich gleich auch von Björn Höcke trennen.

Tino Chrupalla kann sich an nichts mehr erinnern:

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Chrupalla auf Nachfrage: „Ich kann mich an nichts erinnern.“ Der „Zeit“ sagte er in Anspielung auf die Erinnerungslücken, die Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in der sogenannten Cum-ex-Affäre anführt: „Ich bin wie Scholz, ich erinnere mich an nichts mehr.“
Quelle: Chrupalla kann sich „an nichts erinnern“

Aber witzig finde ich das eigentlich nicht!:stupid:
 
Nö, ich wollte nur mal den Mythos von den "oberen 30%", "den oberen 10%", "den Reichen" aufgreifen und zeigen, dass diese Gruppen überwiegend keine Champus saufenden Millionäre mit Haus an der Costa del Sol sind.
Geht's dir zu gut? Niemand redet von den "oberen 30%". Es geht explizit und aus gutem Grund um die oberen 10% und das reichste %. Kennst du die gaußsche Normalverteilung? Die ist beim Thema Verteilung von Vermögen und Einkommen leider ziemlich kaputt.
 
Um wieder zur Tagespolitik zu kommen. Aktuell läuft eine Petition, um Höcke nach Artikel 18 die Grundrechte zu entziehen. Man muss also gar nicht eine ganze AfD verbieten, auch wenn das sicherlich angemessen wäre, man kann aber die schärfsten Hetzer und Spalter mit einem Entzug des aktiven Wahlrechtes belegen. Das ist eine wirklich schöne Option, und wenn man das auf die eindeutig verfassungsfeindlichen Mitglieder der AfD anwendet, können die beiden verbleibenden AfD Mitglieder ja gerne in den Bundestag einziehen.

Jetzt bin ich wirklich gespannt, wie Bundestag und Bundesregierung auf diese Petition, die inzwischen 900.000 Unterschiften hat, reagieren werden. Da mir Artikel 18 in seiner Tiefe nicht bewusst war, anbei eine Erläuterung dazu. Wirklich spannend. Wir haben gute Optionen gegen faschistische Demokratiefeinde.

 
Da kommt man sich erst so richtig arm vor wenn man sowas liest.
Ne, das ist dann der Hinweis dass mal wieder eine Gehaltsverhandlung ansteht ;)

Für Vergleichswerte ist der Entgeltatlas ganz gut:

Der hat für viele Berufe recht realistische Werte.
 
Ne, das ist dann der Hinweis dass mal wieder eine Gehaltsverhandlung ansteht ;)

Für Vergleichswerte ist der Entgeltatlas ganz gut:
Ganz schlechte Zeit für Gehaltsverhandlungen. Bei uns in der Maschinenbaubranche ist grad Ebbe. Ich muss schon froh sein das wir noch keine Kurzarbeit machen.
 
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