Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ich komme berufsbedingt durch viele Rentnerhaushalte. Solange man dort nicht alleine wohnt, nimmt man aktiv am Leben teil. ...
Es ist ein Ansatz. Das Menschen alleine in ihren Wohnungen verkümmern, ist gesellschaftlich ein Drama. Es gibt viele gute Ansätze, mit denen man das langfristig durchbrechen könnte. Über ssowas z.B. stolperte ich neulich. Es sind Ansätze, Rentnern, wenn sie wollen, wieder mehr Sinn im Leben zu geben. Denn Sinn ist wichtiger als Konsum. Und da gehen mir die Neoliberalen Regierungen völlig auf den Senkel. Alles wird der Effizenz und Effektivität untergeordnet.

 
Naja, du hast mich falsch verstanden. Es mangelt nicht am Angebot sondern am Interesse.

Vereinsamung ist eine Folge von alleine sein, weil keine Familie oder Freunde mehr um einen herum sind. Eigene Kinder ziehen weg und gründen eigene Familien. Die ehemalige Mutter wird zur Oma. Und wenn die dann noch weiter weg wohnt, dann ist die irgendwann alleine, wenn die Bekannten gleichen Alters bereits den Weg allen Irdischen gegangen sind. Bei Männern ist das noch deutlich krasser. Ich habe gestandene Kerle Anfang 80 erlebt, die am Ende waren, als die Frau verstarb und die Kinder, dank guter Bildung, irgendwo in der Republik wohnen. Opa ist dann alleine, pflegt kaum Kontakte, weil die Frau das primär gemacht hat, und sitzt dann, auch wegen der dem Alter geschuldeten, körperlichen Einschränkungen zuhause vor der Glotze mit tollem Skyabo. Die bekommst auch mit noch so tollen Maßnahmen nicht dazu sich zu verändern.

Man muss aber auch sagen, dass die Allermeisten das zwar selber nicht toll finden aber gleichzeitig in der Lage sind es so zu verarbeiten, dass man bis zum normalen Lebensende durchkommt ohne irre zu werden. Die Ansprüche gehen mit dem Alter obendrein deutlich zurück. Man hatte alles schon Mal, und was man nicht hatte, das vermisst man auch nicht mehr.

Ich halte diese "Oma/Opa" vereinsamt Debatte für eine Art Feigenblatt, um sich nicht mehr schlecht zu fühlen, weil man die Altvorderen irgendwann alleine lässt. Wenn jeder einzelne ehrlich mit sich ist, dann wäre es gut, wenn man sich mehr um die eigenen Alten kümmert anstatt der Politik nachzusagen, dass die sich um das eigentlich eigne Problem zu kümmern. Familie ist halt Familie, dein Bier und nicht das der anderen oder der Gesellschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist aber grundsätzlich auch ein Teil des Verteilungsproblems. Mit mehr Geld kommt halt auch mehr - auch soziale - Mobilität, mehr Kultur, mehr Bildung, etc. pp.
Bei Kindern liegt es auch anders als bei Rentnern. Darum muss man für jede Gruppe gezielt vorgehen und mannigfaltige Ansätze wählen ?Was kommt aus unserer Regierung? Weg. Neoliberale haben kein Problem, Menschen hängen zu lassen. Das ist dann ja deren Problem, "wenn sie keine Leiostung zeigen wollen"
Naja, du hast mich falsch verstanden. Es mangelt nicht am Angebot sondern am Interesse.
Das glaube ich Dir. Mein Vater wollte auch gar nichts machen und vereinsamte, abgesehen von uns Familie, völlig. Aber auch da gilt, mit viel mehr Angeboten hätte er auch etwas gefunden, was seinen Ansprüchen genügt hätte. Vermutlich, oder auch nicht ...
 
Bei Kindern liegt es auch anders als bei Rentnern. Darum muss man für jede Gruppe gezielt vorgehen und mannigfaltige Ansätze wählen ?Was kommt aus unserer Regierung? Weg. Neoliberale haben kein Problem, Menschen hängen zu lassen. Das ist dann ja deren Problem, "wenn sie keine Leiostung zeigen wollen"
Sehe ich ebenso. Die neoliberale Weltansicht zersetzt leider schon seit Langem den sozialen Aspekt der Gesellschaft. Wirklich mit Leistung hat das wenig zu tun, wenn ich mir ansehe, wie vehement die Stimmen gegen eine sinnvolle Erbschaftssteuer sind.
 
Aber was wollen die Rentner denn machen, wenn man bei ihnen kürzt? Streiken?
Wobei du erst das Grundgesetz ändern müsstest und ich glaube nicht, dass es dafür eine Mehrheit gibt.
Der Vorschlag kam ja nicht von mir.
Ich hatte nur geschrieben, dass manche richtig gute Renten bekommen und andere froh sind, wenn sie irgendwie über die Runden kommen. Und da kann man nicht auch noch kürzen.
Früher gab es bei uns ein Jugendzentrum, in denen benachteiligte Jugendlichen zusammen kamen und Unternehmungen veranstaltet haben.
Das wurde wegen Geldmangels geschlossen.
Sowas brauchen wir für alle Altersgruppen.
Gab es zu meiner Zeit auch. Und gibt es teilweise immer noch.

Ich habe großen Respekt von Menschen, welche ohne (finanzielle) Gegenleistung, sich ehrenamtlich um alte und kranke Menschen kümmern. Und etwas Zeit mit ihnen verbringen.

Sonst ist ja fast alles in der Gesellschaft mit Kosten verbunden. Niemand macht was umsonst.
 
Der Vorschlag kam ja nicht von mir.
Ich hatte nur geschrieben, dass manche richtig gute Renten bekommen und andere froh sind, wenn sie irgendwie über die Runden kommen. Und da kann man nicht auch noch kürzen.
Meine Eltern, Vater Facharbeiter, 40 Jahre bei Möbel Kraft gearbeitet, Mutter in einer Wäscherei gearbeitet, bekommen zusammen 1800€ Rente.
Das ist doch nicht viel.
Wer ist denn für dich ein guter Rentenbezieher?
Ich habe großen Respekt von Menschen, welche ohne (finanzielle) Gegenleistung, sich ehrenamtlich um alte und kranke Menschen kümmern. Und etwas Zeit mit ihnen verbringen.
Absolut. :daumen:
Wir haben die Vormundschaft für ein ukrainisches Mädchen übernommen, die Vollwaise ist.
Meine Frau ist da voll dabei. Sowas finde ich stark. :)
Niemand macht was umsonst.
Darum geht es. keiner macht mehr was aus Nächstenliebe oder Solidarität. Die Eltern werden in Heime gesteckt, Tiere werden ausgesetzt und die Kinderheime laufen über, weil sich keiner mehr kümmern möchte.
 
Wenn man den Bock zum Gärtner macht:


Ist wohl kein Verlust, dass Habeck dort aufgrund von Scholz' Bitte nicht hingeflogen ist. Ich verstehe ohnehin nicht, warum solche Gipfel überhaupt in einem Land stattfinden, das seinen Reichtum aus dem Verkauf von Erdöl speist. Wenn das so weiter geht, können wir uns den Klimawandel wohl abschminken. Ganz davon abgesehen ist Dubai auch die Hölle auf Erden. Warum hier nicht auf Menschenrechtsorganisationen gehört wird, ist mir schleierhaft. Wer mehr wissen will:

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Ja, das ist ein Unterhaltungsvideo. Auch ja: Das dort gesagte trifft trotzdem zu.
 
Was für ein Schwachsinn, ich bin Arbeiter und nicht Arbeitnehmend. :klatsch:

Ich bin in erster Linie mal lohnnehmend :nicken:
Das die Gegenseite weniger Lohngeber und mehr Arbeitgeber ist, führt leider dazu, dass ich mir auch was anderes aufzwingen lassen muss, aber von einem aktiven, geradezu wollenden "Arbeitnehmen" kann da von meiner Seite her nun wirklich nicht die Rede sein. Vielleicht ist das bei den GDL-Mitgliedern anders, dann kämpfen die tatsächlich für "Arbeitnehmer". Aber sie kämpfen ganz eindeutig nicht für mich.

@ruyven_macaran : Ich denke, ich kann die Antwort von vielen deiner Erwiderungen darauf beschränken, dass Realpolitik im Grunde sehr wenig mit Wahlkampfversprechen zu tun hat und einige deiner Ansichten ggf. nicht ganz korrekt sind (die Verpflichtungen aus einer NATO-Mitgliedschaft sind bspw. nicht unbeding "freiwillig").

Es gibt verpflichtende Dinge, die aus einer NATO-Mitgliedschaft folgen und die schriftlich in den NATO-Verträgen festgehalten sind und es gibt eine freiwillige Selbstverpflichtung zu Rüstungsausgaben in abstrakter Höhe. Deine Aussage ist in den Teilen, in denen sie mir gar nicht widerstpricht, durchaus richtig, aber ändert somit nichts an der Korrektheit des gesagten.

Und bezüglich Wahlversprechen gibt es fünf grundsätzliche Möglichkeiten:
1. Man hält sie einfach ein.
2. Man opfert einen Teil einem Koalitionspartner, der gegenteiliges versprochen hat und kann im Gegensatz einen anderen Teil umsetzen, den der Koalitionspartner eigentlich ausgeschlossen hat. Idealerweise in einem Verhältnis, dass den jeweiligen Wahlergebnissen entspricht.
3. Man akzeptiert, dass die eigenen Wahlversprechen von der überwältigenden Mehrheit nicht gewählt wurden, dafür also keine Mehrheiten zu finden sind und geht in die Opposition.
4. Man hat unhaltbare Dinge versprochen, weil man zu blöd für Politik ist.
5. Man hat etwas versprochen, was man (entweder fehlender Realisierbarkeit oder wegen der eigenen Grundeinstellung) gar nicht umsetzen will und hält es auch nicht.

1. ist sehr selten und die Grünen machen es definitiv nicht.
2. ist recht häufig, aber die Grünen machen es (insbesondere verglichen mit dem FDP-Anteil in der Politik) definitiv nicht.
3. ist die gängige Alternative für alle, die 2. nicht schaffen, aber die Grünen machen es offensichtlich nicht.
Wer 4. oder 5. macht sollte nicht regieren und daher auch nicht gewählt werden.

Ich halte im Übrigen an meiner Argumentation zum Schaden der Schuldenbremse fest. Wir haben selbst in Deutschland schon stark mit den Folgen des Klimawandels - bspw. durch Dürrezeiten oder sinkende Grundwasserspiegel (die mitunter zu einem Mangel an Trinkwasser führen) - zu kämpfen. Das Thema Klimaschutz ist faktisch dringender als ein übertriebener Anspruch an die Staatsfinanzen. Das Problem ist eher, dass wir tiefgreifende gesellschaftliche Änderungen brauchen, zu denen auch eine grundlegende Neuverteilung von Vermögen gehört und eine Neugestaltung unseres Wirtschaftssystems gehört. Der Club of Rome hat immerhin schon vor mehr als 50 Jahren in "Die Grenzen des Wachstums" deutlich gemacht, dass wir uns unser Wirtschaftssystem langfristig nicht leisten können.

Beim letzten Teil stimme ich dir zu. Aber solange die Deutschen noch immer größere Autos kaufen, solange sich der Staat weiter von diversen Konzernen über den Tisch ziehen lässt, solange die wichtigsten Themen Black Friday und Cyber Monday sind, solange es keine effektive Erbschaftssteuer gibt, keine Belastung von Finanztransaktionen, solange staatliche Subventionen an Gewinn machende, Dividenden ausschüttende Firmen ausgezahlt werden, solange ... ... ... (viele weitere PunktPunktPunkt), solange ist es einfach Bullshit zu behaupten, wir stünden vor der Wahl "Schuldenbremse oder Klimawandel". Es gibt SEHR viel mehr Möglichkeiten, bei deren Wahl die CO2-Emissionen sinken und die Staatsverschuldung stabil bleibt.

Ich sehe mittlerweile auch, dass die Allgemeinen Gewerkschaften wie ver.di und Co. Teil des Problems sind, weil sie ausschließlich Politik für ihre eigene Klientel machen anstelle ihrem gesellschaftlichen Zweck wahrzunehmen und neue Berufsfelder zu erschließen. Die Unterschiede zwischen einem tarifvertraglich geregeltem Beruf und einem nicht tarifvertraglich geregeltem Beruf sind recht deutlich und im Übrigen auch einer der Gründe, warum der Mindestlohn überhaupt erst notwendig war.

/sign.


Glücklicherweise sind derartige Zahlen für Staaten absolut irrelevant. Deutsches BIP betrug 2022 4 Billionen €. Bei derartigen Größenordnungen steigt nunmal die Fähigkeit jedes Bürgers, das irgendwie ins Verhältnis zu setzen, komplett aus.
Deutsche Schuldenquote beträgt aktuell ~67%. Um das Einzuordnen: China 77%, USA 122%, Japan knackige 260%.

Und weiter? Griechenlands Schulden"quote" betrug 2008 103%, 2012 waren es 170%. In der gleichen Zeit sind die Schulden selbst aber nur um 50% gestiegen. Ein Quotient aus zwei Dingen, von denen man nur einen Kontrolle hat und wo man ausgerechnet diesen deutlich erhöhen muss, wenn der andere sich verschlechter (aka: In Krisen fleißig investieren) ist absolut nichts, wo man sich drauf ausruhen kann, sondern wo man massig Polster ansammeln sollte. Ist ja schön, wenn die Wirtschaft gut läuft (auch wenn das deren Meinung ja nie der Fall ist), in dem Fall sollte man kurze Zeit später überschüssiges Guthaben zur Verfügung haben. In der Hoffnung, dass die Wirtschaft gut laufen wird, das Geld schonmal vorab auszugeben, ist dagegen immer ein Risiko. Das ist beinahe der einzige Punkt, wo VWL und BWL mal zum gleichen Schluss kommen dürften.

Vergleiche übrigens Klima: Da sind gerade jede Menge Leute dafür, jetzt fleißig weiter fossile Energieträger zu verbrennen, damit wir das nötige Geld haben, um technische Lösungen zu entwickeln. Also lass und das doch machen, damit es künftigen Generationen besser geht! Jetzt den Fortschritt abzwürgen, wäre doch viel schlimmer!! – deiner Logik nach, wenn man sie von der einen Form der Belastung künftiger Generationen auf eine andere Form überträgt.

Einfach mal mehr Schulden aufnehmen, und dieses Geld dann in der Gesellschaft verteilen, gerne auch mit der Gießkanne.

Wie wäre es, wenn man statt der Gießkanne mal ein Klimageld, finanziert aus Abgaben der Krisen- und Allgemeinprofiteure und der Großverbraucher auszahlt? Helf mir mal weiter, gab es da nicht eine Partei, die sowas versprochen hat? Das jeder, der sparsam und klimafreundlich lebt, unterm Strich sogar mehr rausbekommt, obwohl die Energiepreise steigen?
Komisch, dass ich bislang ausschließlich mehr bezahle, während Herr Habeck sich dafür einsetzt, dass Großverbraucher ihren Strom besonders billig bekommen.

Naja, man kann zukünfttigen Generationen ein funktionierendes Land mit gut laufender Wirtschaft hinterlassen, dann sind die Schulden irrelevant, da sie ja bedient werden können.
Hinterlässt man ihnen aber nichts außer Scherben, wirds schwieriger.

Eine Wirtschaft, die nur wegen Subventionen gut läuft, hilft wenig bis gar nicht dabei, Schulden abzubezahlen. Was sollen zukünftige Generationen denn bitte mit Kohlekraftwerken, Ölkonzernen, 3-Tonnen-SUV-Bauern, chemischer Großindustrie, Massenproduzenten für Stahl, Zement, etc.?

Basierend auf welcher Einschätzung? Deiner?
Dem halte ich entgegen: Meine Einschätzung, und die lautet: Wir haben noch einiges an Spielraum. So bis ~100% Staatsverschuldung

100% welcher in Stein gemeißelten, belastbaren Bezugsgröße?
Ich habe die Neuverschuldung der letzten Jahre mit der zurückliegenden Verschuldung verglichen. Ein Zuwachs von 400 Milliarden Euro in zwei Jahren Ampel entspricht dabei den gesamten 80er und 90er Jahren zusammengenommen, nur war eine quasi-Staatspleite mit drin oder auch den ersten 10 Jahren nach der Euroeinführung, nur war da eine globale Bankenkrise mit drin oder aber es war mehr, in diesen zwei Jahren, als der Bund in sämtlichen "normalen"/nicht-Krisen-Zeiten seit der Staatsgründung zusammengenommen je gemacht hat. Wenn man jeder Generation also in gleichem Maße das Recht zugestehen möchte, ihren Nachfolgern ein "leckt uns" zu hinterlassen, dann haben wir in den letzten zwei Jahren das Budget bis wenigstens 2070 verprasst.

Selbst wenn man die globalen Notlagen mit einbezieht und das ganze exponentiell betrachtet (also davon ausgeht, dass jede Generation der nachfolgenden eine viel größere Menge aufhalst, als sie von der vorangehenden Generation übernommen hat - seit Corona sollte jeder Wissen, dass das bedeutet, das man irgendwann vor einer unüberwindbaren Wand steht), dann wären für die gesamte Ampel-Legislaturperiode nur 300 Milliarden Neuverschuldung "fair" (oder besser gesagt: Kommenden Generationen gegenüber genauso unfair, wie es vorangehende Generationen gegenüber der jetzigen waren), wovon 400 Milliarden jetzt eben schon ausgegeben sind.
Wäre die "Gießkannen"- und "alles für den Klimaschutz"-Logik richtig, müsste daraus folgen, dass Deutschland die nächsten Jahre eine so super geil brummende Wirtschaft hat, dass der Haushalt sogar positiv abschließt und das Klima ist sowieso gerettet.
Was, das ist nicht der Fall? Stattdessen sind die Reichen noch reicher geworden? Dann macht die Ampel wohl keine lohnenden/sinnvollen Investitionen, sondern scheißt auf die ohnehin schon größten Haufen.


Doch wird das nicht geschehen weil die Rentner eine große Wählergruppe darstellen.

Wenn die Grünen jetzt genau so eine alles-für-die-Rentner-versklavt-die-Jugend-nach-uns-die-Sintflut-Partei sind, wie die CDU, dann sollten sie sich nicht wundern, dass sie von mir auch genau so viele Stimmen bekommen.

Außerdem dürfte man aus Gerechtigkeitsgründen nicht bei allen Rentner gleich viel kürzen.
Die einen haben deutlich mehr Geld als andere.

Für gewöhnlich macht man solche Kürzungen prozentual und am unteren Ende gibt es als Dämpfungsmechanismus auch noch aufstockend HartzIV.
Letzteres wollten die Grünen übrigens auch abschaffen, stattdessen haben sie nur den offiziellen Namen geändert.


Ich komme berufsbedingt durch viele Rentnerhaushalte. Solange man dort nicht alleine wohnt, nimmt man aktiv am Leben teil. Stirbt bspw. ein Lebenspartner, dann ist das meist auch das Ende der gesellschaftlichen Aktivität. Frauen sind meist noch anders als Männer. Die sind eher dabei das alte aber dann neue Leben umzugestalten. Aber ab 80 hört auch das dann bei den meisten auf. Ich will damit sagen, dass da draußen bestimmten Menschen sind, die solche Angebote annehmen würden, aber das Gros der Leute, was ich jedenfalls so mitbekomme, wird das gar nicht in Anspruch nehmen.

Meine Beobachtung, nicht nur bei Rentnern:
Der typische Deutsche lernt neue Leute fast nur dort kennen, wo er beinahe zwangsläufig mit ihnen zusammengeschmissen wird. In der Schule, in der Uni (da wegen starken Durchmischung oft besonders viele) in Sportvereinen und auf Arbeit. Die ersten drei Punkte fallen mit steigendem Alter nach und nach Weg und mit der Rente dann auch Punkt Nummer 4. Ab da ist der Freundeskreis ein feste Größe und die einzigen Änderungen, die sich noch ergeben, sind biologischer Art - mehr und mehr landen im Grab oder sind zumindest körperlich nicht mehr in der Lage, zu Treffen zu kommen. Wenn dann ein Haushaltmitglied stirbt, bricht auf einen Schlag auch noch der gesamte nicht gemeinsame Teil des Freundeskreis weg und am Ende bleiben sehr einsame Menschen übrig.
Es gibt aber positive Anzeichen, dass ich das mit den neuen Medien ändert. Hier im Forum haben wir ja auch einige Rentner, die aber zumindest virtuell neue Kontakte schließen. (Ob sie sich auch physisch mal treffen - keine Ahnung)
Es ist aber meiner Erfahrung nach kaum möglich, so etwas von außen zu ändern. Ältere Leute haben auch ihre eigenen Vorstellungen davon, wie ihr Leben zu führen ist und wenn dieser Lebenswandel keine Möglichkeiten für neue Kontakte beinhaltet, dann ist dem so. Irgendwo hinzugehen, nur um neue Leute kenenzulernen, würde ein Eingeständnis des eigenen Versagens voraussetzen (sofern man die Einsamkeit nicht allgemein als okay empfindet), und das kann man nicht von außen erzwingen.


Ein bißchen mehr Geld, auch über das Grundeinkommen hinaus, würde den Menschen weiterhelfen.
Viele gesellschaftliche Angebote sind auch nicht ganz kostenlos.

Die meisten sind sehr billig und viele Rentner haben relativ viel Geld übrig, einfach weil ihre Konsummöglichkeiten eingeschränkt und ihre Zukunftsinvestitionen inexistent sind. Das ändert aber nichts. In meinem familiären Kreis gibt es nur Rentner, die mit ihrer Rente gut auskommen können, aber die machen trotzdem nichts soziales. Die einzigen nach Rentenbeginn neu geknüpften Kontakte (wäre es einer weniger, wäre die Mehrzahl unangemessen), von denen ich aktuell weiß, sind beim Radfahren entstanden. Und das ist nun wirklich ein sehr billiges Hobby.

Andere Betätigungen wären noch billiger, würden sogar eine Aufwandsentschädigung einbringen: Wir haben ohne Ende Bedarf und Plätze für Ehrenämtler in Deutschland, bei denen es überwiegend um "Zeit haben" geht. Das klingt einfach optimal für Rentner und wer vor der Rente in so einer Position tätig war, macht sie in der Regel auch gerne und lange weiter. Da wird eigentlich nur aus Verantwortungsgründen abgegeben, weil man eben nicht will, dass der Laden ohne Nachfolger zugrunde geht, wenn man mal gesundheitliche Probleme hat. Aber das sich jemand sowas neu sucht? Sehr selten.
 
rgendwo hinzugehen, nur um neue Leute kenenzulernen, würde ein Eingeständnis des eigenen Versagens voraussetzen (sofern man die Einsamkeit nicht allgemein als okay empfindet), und das kann man nicht von außen erzwingen.
Ich kenne konkret einen Mann, der nach dem Tod seiner Frau in eine Einrichtung zog, wo man zwar seine eigene 2 Zimmer Wohnung hat aber täglich betreut wird. Dort bietet man auch Aktivitäten für alle Bewohner, wo er einfach aus Neugierde mal hinging. Da traf er dann eine Frau, dessen Mann auch (zeitlich wie mit gleicher Krankheit seiner Frau) verstorben war. Die wohnen jetzt zusammen. Es kommt in dem Fall wohl auf die Menschen als auch das Umfeld an. Allerdings sind die beiden Personen eine deutliche Minderheit, wenn ich alle meine älteren Kontakte betrachte. Die meisten leben lieber allein und verhalten sich wie von mir bereits dargestellt.
 

Eine neue Pisa Studie ist da. Die Schüler sind so schlecht wie noch nie.
Manche vermuten den Corona Lockdown als Grund.
Aber das fing schon eher an.
Deutschlands Bildungssystem hat versagt.
 

Eine neue Pisa Studie ist da. Die Schüler sind so schlecht wie noch nie.
Manche vermuten den Corona Lockdown als Grund.
Aber das fing schon eher an.
Deutschlands Bildungssystem hat versagt.
Kleben ist halt wichtiger, als Lernen, Studieren und/oder auszutüffteln, was man sinnvolles basteln kann...
 
Verschlechtert sich das Pisa Rating nicht seit Jahren in Deutschland ständig?
Wenn ich manchmal so Lehrlinge bei mir auf Arbeit erlebt habe, wo man an einfachste mathematischen Aufgaben scheitert.
Sei es Flächenberechnungen, Prozentrechnung eine absolute Katastrophe(kannte ich aus meiner Lehrzeit von vielen Mitschülern aber auch...)

kA woran das liegt. Vielleicht auch an den Überkonsum von Medien heutzutage. Vielleicht ist dann einfach kein Platz für konzentriertes Lernen.
 
Die meisten sind halt nur noch faule Schwe*ne...oder die antiautoritäre Erziehung, oder wie der Quatsch heißt.
Das Schulsystem war ja schon immer nicht cool, aber wir hatten sa noch deurlich weniger "Mitspracherecht".
Das die Schüler für "Fridays for Future" auf die Straße gegangen sind hat damit nichts zu tun.
Und Corona-Lockdown ist auch nicht der Hauptgrund. Weil die Verschlechterungen schon vorher angefangen haben. Vielleicht hat das aber dem miserablen Zustand noch den Rest gegeben.
Home-Unterricht hat nur schlecht funktioniert. Weil die Schulen weder dafür ausgetattet als auch die Lehrer schlecht darauf vorbereitet waren. Das haben wir den bisherigen Bundesregierungen zu verdanken.

Und das sind garantiert auch nicht alles "faule Schw**ne". Die jungen Leute haben es heutzutage echt schwer. Guck dir doch mal an was man ihnen hinterlassen hat (in Bezug auf Umweltverschmutzungen und Klima) und in der Welt abgeht. Die müssen später in einer wahrscheinlich noch viel schlechteren Welt zurechtkommen.
Weil scheinbar kein ernsthaftes Interesse daran besteht was zu verändern. Von den "Eliten" dieser Welt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und das sind garantiert auch nicht alles "faule Schw**ne". Die jungen Leute haben es heutzutage echt schwer. Guck dir doch mal an was man ihnen hinterlassen hat (in Bezug auf Umweltverschmutzungen und Klima) und in der Welt abgeht. Die müssen später in einer wahrscheinlich noch viel schlechteren Welt zurechtkommen.
Weil scheinbar kein ernsthaftes Interesse daran besteht was zu verändern. Von den "Eliten" dieser Welt.
Jo, durch den Klimawandel hat sich z.B. Mathe, Physik und Chemie grundlegend geändert...bei Deutsch verstehe ichs ja irgendwo noch, da kommt ständig ne Reform und kein Schwan*, weiß, wie es in 2 Jahren wieder geschrieben wird...

Ich sehs ja bei meinen Nichten, Schlau aber Mathe ein kompletter Reinfall...genau das einzige Fach, das man nach der Schule noch gebrauchen kann.
 
Jo, durch den Klimawandel hat sich z.B. Mathe, Physik und Chemie grundlegend geändert...bei Deutsch verstehe ichs ja irgendwo noch, da kommt ständig ne Reform und kein Schwan*, weiß, wie es in 2 Jahren wieder geschrieben wird...
Es ging darum ob die protestieren gehen. Du meintest ja es würde daran liegen mit den schlechten Noten.

Ich sehs ja bei meinen Nichten, Schlau aber Mathe ein kompletter Reinfall...genau das einzige Fach, das man nach der Schule noch gebrauchen kann.
95% was man an Schulmathematik lernt braucht man später nicht mehr.
Kommt auch drauf an was und ob man danach studiert. Oder in welchen Berufen man arbeitet.
Eine Friseurin braucht jedenfalls kein Algebra um klar zu kommen.
Ein Klempner auch nicht.
 
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