Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Dann muß der Mindestlohn weiter rauf.
Wer Vollzeit arbeitet, sollte ohne aufstocken zu müssen, davon leben können.
Wie auch immer.
Prinzipiell sollte schon so sein, dass eine Arbeit ohne staatliche Stütze für den Lebensunterhalt reicht.

Aber es muss auch das Leistungsprinzip gelten.
Haste was gelernt, ob Ausbildung oder Studium gibts eben mehr als haste nix gelernt, so einfach darf der Planet schon noch bleiben.

Meine Eltern konnten damals auch nicht mir das Studium finanzieren, woher auch, Paps ungelernter Hilfselektriker und Mum Lageristin bei Lidl.
Also gabs Bafög, damals noch Vollkredit, hab noch 6 Jahre nach dem Studium brav zurückgezahlt, weil die erste Hiwi-Stelle mit sensationellen 1200 € netto entlohnt wurde - keine 10 Jahre her.

Jetzt hab ich ehrliche 3.650 € netto , Vorteil verbeamtet und zwei Kiddies und 250.000 € Schulden an der Backe für 80 m² Eigentum und drei Häuser weiter einen wirklich lieben Kerl, nix jemals gelernt, auch zwei Kiddies in einer kostenlosen 110 m² Bude und knappen 1.900 € Bürgergeld.
Unterm Strich haben wir genau gleich viel Geld zum spielen.
Das gönne ich ihm persönlich aber leistungsgerecht ist das eben halt nicht.
 
Salve.

ich finde das schon recht lustig wie sich "alles" um die Ohren geschlagen wird, allerdings habe ich bis jetzt von absolut Niemanden hier in diesem Thread in der letzten Zeit, den größten Ausgabenpunkt im Haushalt diskutieren sehen!
Der größte Posten im Haushalt ist die Rente, falls das Jemand vergessen haben sollte und das bei steigender Lebenserwartung.
Jeder sollte sich mal eine Kurve mit der gestiegenen Lebenserwartung der letzten Jahrzehnte anschauen, sich in Erinnerung rufen, das Renteneintrittsalter über 150 Jahre bei 65 Jahren lag und vielleicht mal ein bischen hin und her rechnen, vielleicht kommt dann die Erleuchtung.. Alleine in den letzten 40 Jahren ist die Lebenserwartung um locker 10 Jahre gestiegen, das Renteneintittsalter wurde für Teile um 2 Jahre erhöht für andere Teile um 2 Jahre gesenkt.

Über 100 Jahre lag das Renteneintrittsalter die meiste Zeit deutlich über der durchschnittlichen Lebenserwartung, heute liegt es "13 Jahre" darunter
Wer sich Ausgabenspielräume für Investitionen und Soziales schaffen will, wird um die Rente nicht herum kommen.
Meiner Ansicht nach müsste die Rente sofort massiv flexibilisiert werden, die Rente mit 63 Jahren auf der Stelle abgeschafft werden und ein Zielkorridoer um 70 Jahre definiert werden, der allerdings je nach Beruf und körperlicher Fitness sehr flexibel gestaltet werden muss. Auch muss es möglich sein, dass Menschen die länger arbeiten wollen, das ohne große Verwaltungshürden und Einkommenseinbußen machen können!

PS. Im Jahre 2022 waren es 112 Milliarden Euro!
 
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Es gibt zu Eingaben und Ausgaben eine schöne Visualisierung, und ja, Rente ist ein "Pfund":

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Ich sehe es eben so:
Wenn man genau hinschaut, dann steht z. B. auf der linken Seite direkt neben Verteidigung mit knappen 55 Mrd. der Ausgabenposten "Politische Führung und zentrale Verwaltung" mit 23 Mrd. Euro.
Plakativer kann man den eigenen überbürokratischen Staat ja gar nicht mehr erklären...
 
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der Ausgabenposten "Politische Führung und zentrale Verwaltung" mit 23 Mrd. Euro.
Plakativer kann man den eigenen überbürokratischen Staat ja gar nicht mehr erklären...
Das alleine ist eigentlich ein absoluter Skandal, wie Politiker aller Parteien Teile ihrer Klientel dadurch "alimentieren"!
Spassseshalber müsste man sich mal die Zahlen von vor 30-40 Jahren besorgen/recherchieren und inflationsbereinigt daneben stellen, wahrscheinlich würden wir alle vom Blitz getroffen umfallen.
 
Dieser "Selbstverwaltungsposten" ist ähnlich groß wie jener für Bildung rechts oben mit 29 Mrd., das muss man sich mal geben.
Du hast recht mit, "wir haben ein Problem mit der Rente" aber guck dir mal einige Einzelposten an, die mehr oder weniger alle auf einen riesigen Verwaltungsapparat mit zweifelhafter Effizienz hinweisen.

Von der Brötchen gebenden Industrie und dem Handwerk werden "Flexibilität, Wende, Konsolidierung" und weiss der Teufel nicht alles abverlangt und wenn man genau rechet gehen fast 55 Mrd. nur für eine ineffiziente Verwaltung und Selbstbeweihräucherung flöten.
Also genau so viel, wie in die Rente fließt.
Das sind ja offizielle Zahlen aus dem Finanzministerium und nix erfundenes, nur grafisch aufbereitet, statt Tortenbild auf der Finanzhomepage.
 
wenn man genau rechet gehen fast 55 Mrd. nur für eine ineffiziente Verwaltung und Selbstbeweihräucherung flöten.
Also genau so viel, wie in die Rente fließt.
Ich bin absolut bei dir, aber in die Rente fließt das doppelte. Aber du hast völlig recht das man da mal sofort ansetzen muss, aber genauso wie be ider Rente, werden das die Damen und Herren Politiker wohl gar nicht oder als aller letztes anfassen. Bei der Rente geht es um Wählerstimmen, bei der Verwaltung um die eigenen alimentierten "Schäfchen"!
 
Wie auch immer.
Prinzipiell sollte schon so sein, dass eine Arbeit ohne staatliche Stütze für den Lebensunterhalt reicht.
Das ist das Ziel und das war auch früher so. Meine Verwandten, also die Generation meiner Eltern, waren Handwerker, der einfache, normale Arbeiter.
Jeder hat genug verdient, konnte sich ein Haus bauen und darin leben. Heute bekommen sie Rente und können auch davon gut leben.
Ich frage mich, was eigentlich genau passiert ist, dass das heute nicht mehr möglich ist?
Aber es muss auch das Leistungsprinzip gelten.
Haste was gelernt, ob Ausbildung oder Studium gibts eben mehr als haste nix gelernt, so einfach darf der Planet schon noch bleiben.
Natürlich, mein Bruder hat studiert, seinen Doktor gemacht (Dr. rer nat), an der Uni gelehrt und geforscht.
Inzwischen arbeitet er in der Privatwirtschaft, weil das Umfeld an der Uni immer schlimmer geworden ist, was Fördermittel, Ausstattung und Anerkennung angeht.
In der Privatwirtschaft verdient er mehr und muss sich nicht mit Ausschreibungen, Anträgen und Erklärungen herum schlagen.
Meine Eltern konnten damals auch nicht mir das Studium finanzieren, woher auch, Paps ungelernter Hilfselektriker und Mum Lageristin bei Lidl.
Mein Vater war Facharbeiter und meine Mutter war Verkäuferin.
Also gabs Bafög, damals noch Vollkredit, hab noch 6 Jahre nach dem Studium brav zurückgezahlt, weil die erste Hiwi-Stelle mit sensationellen 1200 € netto entlohnt wurde - keine 10 Jahre her.
Heute muss man Glück haben, wenn du eine halbe Doktorstelle bekommst und fragst dich, wieso du überhaupt studierst hast.
Jetzt hab ich ehrliche 3.650 € netto , Vorteil verbeamtet und zwei Kiddies und 250.000 € Schulden an der Backe für 80 m² Eigentum und drei Häuser weiter einen wirklich lieben Kerl, nix jemals gelernt, auch zwei Kiddies in einer kostenlosen 110 m² Bude und knappen 1.900 € Bürgergeld.
Für einen studierten Doktor ist das nicht wirklich viel und eben die Schulden.
Aber auch wenn du sein Bürgergeld jetzt kürzt oder was auch immer, hast du am ende immer noch das gleiche Geld und die Schulden an der Backe.
Unterm Strich haben wir genau gleich viel Geld zum spielen.
Das gönne ich ihm persönlich aber leistungsgerecht ist das eben halt nicht.
Aber wer soll dir das Gehalt bezahlen, das gerecht wäre?
Guck dir die Krankenschwester an (hab ja welche kennen gelernt) und die haben eine 2000€ im Monat, sind aber gefragt. Sie müssten, angesichts dessen, was sie leisten, deutlich mehr verdienen. Aber wer soll sie bezahlen und wir leben in einer Gesellschaft, die Produktivität bezahlt. Eine Krankenschwester, Altenpfleger oder Kindergärtner sind zwar wichtig für die Gesellschaft, aber nicht wichtig für die Produktivität einer Wirtschaft oder interessant einer Finanzindustrie.
Salve.

ich finde das schon recht lustig wie sich "alles" um die Ohren geschlagen wird, allerdings habe ich bis jetzt von absolut Niemanden hier in diesem Thread in der letzten Zeit, den größten Ausgabenpunkt im Haushalt diskutieren sehen!
Die größten Punkte sind Sozialleistungen, Gesundheit und Rente/Pension.
Wer sich Ausgabenspielräume für Investitionen und Soziales schaffen will, wird um die Rente nicht herum kommen.
Klar, aber der Staat verschiebt die Ausgaben ja gerne in die Zukunft, wie die ansteigende Verpensionierung zeigt. Das sind Kosten, die später zum Tragen kommen und so kann man super Geschenke machen. Zahlen ja andere.
Aber was willst du machen? Rente kürzen?
Meiner Ansicht nach müsste die Rente sofort massiv flexibilisiert werden, die Rente mit 63 Jahren auf der Stelle abgeschafft werden und ein Zielkorridoer um 70 Jahre definiert werden, der allerdings je nach Beruf und körperlicher Fitness sehr flexibel gestaltet werden muss. Auch muss es möglich sein, dass Menschen die länger arbeiten wollen, das ohne große Verwaltungshürden und Einkommenseinbußen machen können!
Wo du wieder beim Dachdecker bist, der mit 60 kaputte Knie hat und nicht bis 70 durchhalten wird. Dessen Rente wird massiv gekürzt, was zur Folge hat, dass keiner mehr als Dachdecker arbeiten will.
Und der Journalist, der auch mit 80 noch seine Artikel schreibt, kriegt dann übermäßig viel Rente.
Wo ist das Gerecht?
Das sind ja offizielle Zahlen aus dem Finanzministerium und nix erfundenes
Hat Lindner die selbst frisiert? ;)
 
Wo du wieder beim Dachdecker bist, der mit 60 kaputte Knie hat und nicht bis 70 durchhalten wird. Dessen Rente wird massiv gekürzt, was zur Folge hat, dass keiner mehr als Dachdecker arbeiten will.
Und der Journalist, der auch mit 80 noch seine Artikel schreibt, kriegt dann übermäßig viel Rente.
Wo ist das Gerecht?
Das ist heutzutage kompletter Blödsinn, wir leben nicht mehr im Analogen- oder Steinzeitalter, deshalb schrieb ich auch von Flexibilisierung. Man kann ältere Mitarbeiter anderweitig einsetzen, dazu haben wir ja nun Fachkräftemangel noch und nöcher, die auch nicht weniger wird, sondern mehr! Eines der Argumente mit der immer für Zuwanderung geworben wird.
Wenn die Menschen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, da nicht flexibler werden, wird es nicht gehen, aber der Staat kann dafür Rahnemnbedinngungen schaffen.
Ich kenne unzählige Beispiele wo gerade Firmen ihren Mitarbeitern im Rahmen der momentanen Möglichkeiten höchst lukaritive Angebote machen, wenigstens Teilzeit weiter zu arbeiten. Bei meinen Cousin ist der älteste Schweißer 73 und kommt immer noch 20 Stunden die Woche, würde sogar mehr, aber es lohnt sich finanziell nicht!

Die Politik muss den Leuten klar machen, dass es so nicht weiter geht und sich alle ändern müssen, denn bezahlen kann es keiner mehr und die Menschen wollen auch nicht jedes Jahr eine halbe Millionen neue Zuwanderung.
Es wird eine Weile dauern, aber es ist eben machbar.
Die größten Punkte sind Sozialleistungen, Gesundheit und Rente/Pension.
Nein!
Der größte Punkt mit 110 Milliarden ist die Allgemeine Rentenversicherung!
Kann man auch in dem abgebildeten Schaubild sehr schön sehen!
 
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Schon komisch, dass nach einem Abendessen mit den Verfassungsrichtern so ein Urteil rauskommt,
oder auch nicht ? Bin mal gespannt ob jetzt die grünen Ideologie-Projekte oder versprochene Sozial-Leistungen
Doppel Wumms (Gas-Strompreis-Bremse usw.) und WSF (Wirtschafts-Stabilitäts-Fond) abgeblasen werden.


Dreimal dürft ihr raten ....
Reitschuster? Dein Ernst? :ugly:
 
Wo ist das Problem ? Im "Welt" Artikel steht auch nix anderes.
Oder ist das in euren Augen auch keine "seriöse" Quelle ?

 
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Das ist heutzutage kompletter Blödsinn, wir leben nicht mehr im Analogen- oder Steinzeitalter, deshalb schrieb ich auch von Flexibilisierung. Man kann ältere Mitarbeiter anderweitig einsetzen, dazu haben wir ja nun Fachkräftemangel noch und nöcher, die auch nicht weniger wird, sondern mehr! Eines der Argumente mit der immer für Zuwanderung geworben wird.
Dann werde doch mal konkreter.
Wo willst du einen Dachdecker einsetzen, der 45 Jahre Gehwegplatten geschleppt hat?
Nein!
Der größte Punkt mit 110 Milliarden ist die Allgemeine Rentenversicherung!
Kann man auch in dem abgebildeten Schaubild sehr schön sehen!
Die Frage ist doch, wie du das senken willst, gerade wenn es u9m die Baby Boomer geht, die in den nächsten Jahren in Rente gehen?
Die Summe schnell auf 200 Milliarden ansteigen.
 
Das alleine ist eigentlich ein absoluter Skandal, wie Politiker aller Parteien Teile ihrer Klientel dadurch "alimentieren"!
Spassseshalber müsste man sich mal die Zahlen von vor 30-40 Jahren besorgen/recherchieren und inflationsbereinigt daneben stellen, wahrscheinlich würden wir alle vom Blitz getroffen umfallen.
Ich vermute das Konnexitätsprinzip sagt Dir nichts. Wenn der Bund per Bundesgesetz eine neue Aufgabe der Verwaltung erschafft, dann ist grundsätzlich die Ebene der Verwaltung, die für das Gesetz verantwortlich ist auch für die Finanzierung verantwortlich. Das eigentliche Tun ist aber in vielen Gesetzen auf Länder und Gemeinden übertragen und die bekommen dafür das Geld vom Bund. Dieses Geld ist ein Hauptteil des angesprochenen Budgets.
 
Es gibt zu Eingaben und Ausgaben eine schöne Visualisierung, und ja, Rente ist ein "Pfund":

Anhang anzeigen 1444327
Ich sehe es eben so:
Wenn man genau hinschaut, dann steht z. B. auf der linken Seite direkt neben Verteidigung mit knappen 55 Mrd. der Ausgabenposten "Politische Führung und zentrale Verwaltung" mit 23 Mrd. Euro.
Plakativer kann man den eigenen überbürokratischen Staat ja gar nicht mehr erklären...
Gute Grafik. Wo kann man sich die in größer angucken?

Dann werde doch mal konkreter.
Wo willst du einen Dachdecker einsetzen, der 45 Jahre Gehwegplatten geschleppt hat?
Bei uns legen eher Landschaftsgärtner Gehwege.

Aber sonst hast du Recht. Viele Handwerker sind mit Anfang 60 schon kaputt.
Die Frage ist doch, wie du das senken willst, gerade wenn es u9m die Baby Boomer geht, die in den nächsten Jahren in Rente gehen?
Die Summe schnell auf 200 Milliarden ansteigen.
Die Beamten sollten auch mit einzahlen. Aber ob das alleine reichen würde glaube ich nicht.
 
Gestern Abend hatte ich Maischberger geguckt.

Mein Beileid

Da war Friedrich Merz zu Gast.

Mein doppeltes Beileid.

Edit: Und natürlich der Ampel massiv zu schaden. Einige sind der Ansicht das die Ampel das nicht mehr lange durchhält.

Friedrich Merz ist machtgeil und möchte am liebsten Kanzler werden.

Hat Merz in der vergangenen zwei Jahren jemals einen anderen Eindruck gemacht? Der hat sich nicht bei den inhaltlichen Schwerpunkten, sondern auch bei der Regierungsfähigkeit massiv richtig AFD orientiert.
Noch trauriger ist eigentlich nur, dass Scholz dennoch kein wesentlich besseres Bild abgibt.


Das kannst du sicher die nächsten 10 Jahre so laufen lassen. Spahn hatte ja gesagt, dass der Klimaschutz nicht so extrem ist, man hätte ja Zeit.
Wir haben also in den nächsten 10 Jahren drei Jahrhundertfluten, vier Dürrejahre und der Staat muss im letzten Jahr 100 Milliarden Soforthilfe reinpumpen.
Wie lange hält der Staat das durch, wenn die nächsten 10 Jahre 10x schlimmer werden?

Merz & Co würden sagen: "Länger als bis zur nächsten Wahl."


Ganz ehrlich. Schulden hatten bisher alle Regierungen gemacht.
Und jetzt in Krisenzeiten hat man eine Schuldenbremse.
Die ist sehr hinderlich.

In Boomzeiten braucht man keine Schuldenbremse.
In durchschnittlichen Zeiten, und wir haben aktuell keine akuten, kurzfristigen Krisen hier, schon. Sonst landet man wieder da, dass alle Schulden machen und so kommenden Generationen noch mehr aufhalsen, als sie durch Klimazerstörung, Umweltverschmutzung, Flächenfraß, Infrastrukturverschleiß, etc. etc. etc. ohnehin schon machen.


Jetzt hab ich ehrliche 3.650 € netto , Vorteil verbeamtet und zwei Kiddies und 250.000 € Schulden an der Backe für 80 m² Eigentum und drei Häuser weiter einen wirklich lieben Kerl, nix jemals gelernt, auch zwei Kiddies in einer kostenlosen 110 m² Bude und knappen 1.900 € Bürgergeld.
Unterm Strich haben wir genau gleich viel Geld zum spielen.
Das gönne ich ihm persönlich aber leistungsgerecht ist das eben halt nicht.

Jo: Das ein bereits von unserem Schulsystem gestrafter mit runtergelassener Hose vorm Amt steht, während du >>250000 Vermögen und Aussicht auf eine ordentlichen Pension hast, klingt in der Tat unfair :P .
 
In Boomzeiten braucht man keine Schuldenbremse.
In durchschnittlichen Zeiten, und wir haben aktuell keine akuten, kurzfristigen Krisen hier, schon. Sonst landet man wieder da, dass alle Schulden machen und so kommenden Generationen noch mehr aufhalsen, als sie durch Klimazerstörung, Umweltverschmutzung, Flächenfraß, Infrastrukturverschleiß, etc. etc. etc. ohnehin schon machen.
Akute Krisen müssen aber kurzfristig bewältigt werden. Und dafür muß man flexibel sein.
 
Sofern jemand Geld von der Allgemeinheit bekommt, kann er auch - sofern in der Lage - eine Arbeit übernehmen, die ihm die Allgemeinheit vermittelt hat.
Er hat aber über das Sozialsystem auch Geld in die Allgemeinheit eingezahlt und sollte daher - zumindest für die ALG-I-Zeit - vernünftige Jobangebote bekommen anstelle von Angeboten, die ihn ins Prekariat degradieren. Der erhebliche Dumpinglohnsektor, den wir uns über die letzten Jahrzehnte aufgebaut haben, ist wirtschaftlich gesehen keine Stärke, sondern eine Schwäche.
Also sind all unsere Nachbarländer neoliberale Dystopien und nur Deutschland ist das einzige Land, in dem man leben kann?
Unsere Nachbarlänger haben nur nicht so starke Sozialsysteme wie wir, die in dem Maße, das bei uns herrscht, soziale Ungleichheiten kaschieren. Deutschland entwickelt sich - wie viele andere westliche Industriestaaten - auch immer mehr in eine neoliberale Dystopie. Vermögen ist bei uns sehr unregelmäßig verteilt.
Oder man lässt die Sozialsysteme einfach nur für die eigene Bevölkerung und andere Unions-Bürger und holt nicht hunderttausende neue Sozialfälle ins Land. Dann würden die Sozialsystem auch eher funktionieren.
Die Hauptprobleme unseres Sozialsystems befinden sich einerseits eher auf der Einnahmenseite - schlecht bezahlte Arbeitnehmer zahlen auch nur geringe Sozialabgaben, diverse Berufs- und Einkommensgruppen zahlen gar nicht in das Sozialsystem ein - und andererseits an der dysfunktionalen Bevölkerungspyramide. Die "Sozialfälle" sind dagegen Peanuts.
Länder müssen ihre Staatsbürger halt zurück nehmen. Deshalb mussten wir doch auch die deutschen Staatsbürger zurücknehmen, die z.B. in Syrien Straftaten begangen haben.
Nein; müssen sie nicht. Warum sollten Staaten, die ganz ausdrücklich nicht unserem Wertekodex folgen, das tun? Da werden die Leute im Zweifel bei der Einreise abgefangen und im nächsten Flieger zurückgeschickt.
Auch Pakistan zeigt, wie es geht:
Top Beispiel. Warum lösen wir es nicht gleich wie die VAE und richten Konzentrations- und Arbeitslager ein?
Dann muss man Gesetze ändern.
Doof nur, dass du als Einzelstaat keine supranationalen Gesetze oder Konventionen ändern kannst.
Die Linke könnte auch rausfliegen.
Die Linke ist quasi schon rausgeflogen. Die haben ihre Auflösung zum 06.12.2023 beschlossen, weil die Anzahl an MdB nach Abzug der Wagenknecht-Idioten rechtlich nicht mehr reicht, um eine Fraktion zu bilden. Damit ist die Linke tot und deren Mitglieder sitzen nur noch fraktionslos im Bundestag.
Hoffentlich gehen die Bürger dann endlich mal auf die Straße.
In Deutschland? Never. Das kriegt der Deutsche kulturell einfach nicht hin. Die Deutschen sind die Verkörperung von "nach unten treten, nach oben buckeln". Man sieht doch fast tagtäglich, wie die Mittel- und Unterschicht sich von der Oberschicht gegeneinander ausspielen lassen.
Am Ende leben wir in einer Demokratie und wenn deine Forderungen der Mehrheit nicht gefallen bist du weg vom Fenster.
Ob man das noch als "reine" Demokratie bezeichnen kann, ist zumindest fragwürdig. Einerseits benötigt man für gesellschaftliche Partizipation auch ein gewisses Einkommen. Ein erheblicher Teil der Unterschicht ist schlicht von der gesellschaftlichen Partizipation ausgeschlossen. Andererseits sorgt starke Ungleichverteilung für erhebliche Demokratiedefizite. Beispiele dafür sind bspw. (1) der Umstand, dass die Medien durch wenige einflussreiche Familien kontrolliert werden und (2), dass Führungs- und politische Ämter hauptsächlich nach Vitamin B verteilt werden. Wir sind zwar noch eine Demokratie, allerdings mit starken plutokratischen Tendenzen.
Ich glaube, dass der Wähler durchaus in der Lage ist sich intelligent zu entscheiden.
Das glaube ich nicht. Ansonsten würden die Leute endlich aufhören, Union und FDP zu wählen - also die Parteien, die Politik machen, die oft nicht im Sinne der Allgemeinheit ist. Zudem werden - und das ist sogar wissenschaftlich bewiesen - die Menschen immer dümmer. Mittlerweile sinkt der durchschnittliche IQ der Menschheit und Social Media pp. sorgt dafür, dass Aufmerksamkeitsspannen kontinuierlich sinken. Zudem: Wer wird schon gern Arzt, Polizist oder Feuerwehrmann, wenn man auch Influencer werden kann?
Wir müssen nämlich dringend auch mal die Sozialpolitik neu denken. Denn Umverteilung funktioniert nur, wenn es genug Menschen gibt, die entsprechend viel verdienen, das um zu verteilen ist. Und da sehen wir eben, dass die höheren Einkommen bereits massiven Anteil am Steueraufkommen haben.
Das ändert trotzdem nichts daran, dass die Reichen und Superreichen (und hier rede ich - bevor mir das ggf. noch vorgeworfen wird - ausdrücklich nicht von der Mittelschicht) einen verhältnismäßig geringen effektiven Spitzensteuersatz zahlen. Reiche und Superreiche haben zudem auch ganz andere Möglichkeiten, Vermögen und Einkommen zu verschleiern und Steuern zu vermeiden - man siehe sich nur Skandale wie Cum Ex oder die Panama-Papers an. Es gibt aus gutem Grund sehr laute Rufe nach mehr Steuergerechtigkeit.
Nein, sehr nützlich da sie für Generationengerechtigkeit sorgt. Man kann sie für Krisen aushebeln und auch für investive Maßnahmen.
Nur doof, dass der Klimawandel nicht von einer verfassungsändernden Mehrheit als Krise wahrgenommen wird.
Bürgergeld halte ich für eine grandiose Fehlentscheidung.
Die Anreize nicht mehr zu arbeiten, sind sehr groß.
Ich nicht. Einige Berufe werden über die Zeit einfach durch Automatisierung und AI aussterben. Das werden zunächst hauptsächlich die ohnehin schon sehr schlecht bezahlten Berufe wie bspw. diejenigen im Einzelhandel oder der Gastronomie sein, die in der Regel stark vom Mindestlohn abhängig sind, um überhaupt noch "arbeitswert" zu sein. Ab einem gewissen Zeitpunkt werden wir nicht um ein bedingungsloses Grundeinkommen herumkommen, wenn wir einen gesellschaftlichen Frieden beibehalten wollen.
Aber es muss auch das Leistungsprinzip gelten.
Haste was gelernt, ob Ausbildung oder Studium gibts eben mehr als haste nix gelernt, so einfach darf der Planet schon noch bleiben.
Welches Leistungsprinzip? Die menschliche Gesellschaft war noch nie eine Meritokratie. Das Argument ist fast so schlimm wie Schwurbelei, auch wenn Leistung einen gewissen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg hat. Gerade in der Oberschicht kommt es jedoch deutlich mehr auf Vitamin B und konstante Erbschaftsstrukturen an, die sich aufgrund der Gestaltung unserer Gesellschaft immer weiter verhärten. Reichtum führt zu mehr Reichtum. Reichtum sorgt dafür, dass man Intelligenz im sozialen Sinne vererben kann und die Oberschicht allein dadurch schon einen völlig anderen Start ins Leben genießt. Das ist nicht nur bei der Oberschicht so, das trifft selbst im Vergleich von Unterschicht/Arbeiterklasse einerseits und Mittelschicht/Akademiker andererseits zu. Mit aufsteigender sozialer Stufe steigen exponentiell auch die Möglichkeiten, die man im Leben hat. Das hat absolut nichts mit "Leistungsprinzip" zu tun.
Der größte Posten im Haushalt ist die Rente, falls das Jemand vergessen haben sollte und das bei steigender Lebenserwartung.
Jeder sollte sich mal eine Kurve mit der gestiegenen Lebenserwartung der letzten Jahrzehnte anschauen, sich in Erinnerung rufen, das Renteneintrittsalter über 150 Jahre bei 65 Jahren lag und vielleicht mal ein bischen hin und her rechnen, vielleicht kommt dann die Erleuchtung.. Alleine in den letzten 40 Jahren ist die Lebenserwartung um locker 10 Jahre gestiegen, das Renteneintittsalter wurde für Teile um 2 Jahre erhöht für andere Teile um 2 Jahre gesenkt.
Das ist Unsinn. Du bist ab einem bestimmten Alter - je nach ausgeübten Job - einfach kaputt. Gerade bspw. auf dem Bau kannst du froh sein, wenn du es bis 50+ durchhältst.
Ich frage mich, was eigentlich genau passiert ist, dass das heute nicht mehr möglich ist?
Der neoliberale Turbokapitalismus hat sich durchgesetzt? Spätestens nach dem Fall der UdSSR hatte man auch keinen Grund mehr, an der bzw. einer Form von sozialen Marktwirtschaft festzuhalten - der Klassenfeind, gegen den man das eigene System verteidigen musste, war immerhin tot. Mittlerweile haben wir unerträgliche Ausmaße erreicht. Selbst als recht gutverdienender Akademiker wird's schon schwer, sich in einer größeren Stadt ein Haus bauen zu können.
Natürlich, mein Bruder hat studiert, seinen Doktor gemacht (Dr. rer nat), an der Uni gelehrt und geforscht.
Inzwischen arbeitet er in der Privatwirtschaft, weil das Umfeld an der Uni immer schlimmer geworden ist, was Fördermittel, Ausstattung und Anerkennung angeht.
In der Privatwirtschaft verdient er mehr und muss sich nicht mit Ausschreibungen, Anträgen und Erklärungen herum schlagen.
Siehe oben - neoliberaler Turbokapitalismus. Die Universitäten sind maßlos unterfinanziert und werfen ihre "Kinder" den kapitalistischen Mitspielern zum Fraß vor. Forschung wird mittlerweile unverhältnismäßig stark von der Privatwirtschaft finanziert.
Aber wer soll dir das Gehalt bezahlen, das gerecht wäre?
Guck dir die Krankenschwester an (hab ja welche kennen gelernt) und die haben eine 2000€ im Monat, sind aber gefragt. Sie müssten, angesichts dessen, was sie leisten, deutlich mehr verdienen. Aber wer soll sie bezahlen und wir leben in einer Gesellschaft, die Produktivität bezahlt. Eine Krankenschwester, Altenpfleger oder Kindergärtner sind zwar wichtig für die Gesellschaft, aber nicht wichtig für die Produktivität einer Wirtschaft oder interessant einer Finanzindustrie.
Das Problem ist ja nicht nur, dass nur Produktivität bezahlt wird, sondern auch, dass Produktivität sich auf die produzierenden Unternehmen bezieht und nicht auf die Mitarbeiter, die tatsächlich produzieren. Die Gewinne durch gesteigerte Produktivität gehen daher nicht bzw. nur in sehr geringem Umfang in die Taschen der Mitarbeiter (die dadurch auch höhere Beträge in das Sozialsystem einzahlen würden), sondern hauptsächlich in die Taschen der Anteilseigner und der Führungsriege.
Das ist heutzutage kompletter Blödsinn, wir leben nicht mehr im Analogen- oder Steinzeitalter, deshalb schrieb ich auch von Flexibilisierung. Man kann ältere Mitarbeiter anderweitig einsetzen, dazu haben wir ja nun Fachkräftemangel noch und nöcher, die auch nicht weniger wird, sondern mehr! Eines der Argumente mit der immer für Zuwanderung geworben wird.
Wenn die Menschen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, da nicht flexibler werden, wird es nicht gehen, aber der Staat kann dafür Rahnemnbedinngungen schaffen.
Das stellst du dir viel zu einfach vor. Du kannst Menschen in einem gewissen Alter nicht mehr umerziehen oder um- bzw. weiterbilden. Das funktioniert mitunter nicht einmal im selben Berufsfeld. Wir (Anwaltskanzlei) haben seit etwa 6 Monaten eine neue Assistenzkraft, die vorher beim sehr altmodischen Feld-, Wald- und Wiesenanwalt gearbeitet hat. Die kommt mit unseren nicht einmal super-modernen digital-analogen Mischarbeitsweisen immer noch nicht klar.
Wo ist das Problem ? Im "Welt" Artikel steht auch nix anderes.
Oder ist das in euren Augen auch keine "seriöse" Quelle ?
Nö. Welt gehört Axel Springer und ist daher von vornherein keine seriöse Quelle. Spätestens seit dem Reichelt-Skandal sollte das auch jedem bewusst sein.
Die Beamten sollten auch mit einzahlen. Aber ob das alleine reichen würde glaube ich nicht.
Das reicht vorn und hinten nicht. Langfristig wird da nur eine gesunde Bevölkerungspyramide helfen, die wir - Stand jetzt - voraussichtlich nur durch mehr gezielte Einwanderung erreichen werden.
 
Eigentum und drei Häuser weiter einen wirklich lieben Kerl, nix jemals gelernt, auch zwei Kiddies in einer kostenlosen 110 m² Bude und knappen 1.900 € Bürgergeld.
Wo nimmt man eigentlich immer diese ganzen Fantasie Zahlen bezüglich Bürgergeld/Hartz IV her? Kindergeld wird auf das Bürgergeld/Hartz IV angerechnet, wenn es ein Eigenheim ist, dann bekommt er nicht mal Miete, ergo 502€ Bürgergeld/Hartz IV + 357€ bis 471€ Kindergrundsicherung, stand dieses Jahr = 1444€ (im Optimal-Fall).

Wo kommen da 1900€ zustande?
Edit: Zumal ja die Kindergrundsicherung nicht für einen selbst ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nö. Welt gehört Axel Springer und ist daher von vornherein keine seriöse Quelle. Spätestens seit dem Reichelt-Skandal sollte das auch jedem bewusst sein.

Das reicht vorn und hinten nicht. Langfristig wird da nur eine gesunde Bevölkerungspyramide helfen, die wir - Stand jetzt - voraussichtlich nur durch mehr gezielte Einwanderung erreichen werden.
Deswegen der Zusatz "in euren Augen "

Man hätte auch in den vergangenen 30 Jahre Familien fördern können, viele der Unter und Mittelschicht können oder wollen sich keine Kinder leisten.Stand jetzt muss ich dir leider Recht geben, kurzfristig bekommt man das Problem nur noch so in den Griff. Dafür braucht es aber wie du schon sagst gezielte Einwanderung von jungen Leistungsträgern. So wie es jetzt läuft ist eher das Gegenteil der Fall und das Sozialsystem wird noch mehr belastet.
 
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