Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Das Leben ist kein Wunschkonzert. Da geht es ihnen trotzdem besser als in ihren Heimatländern.
Es gibt ja keine einheitliche Kontrolle.
Wieso schafft es jemand, sich mehrfach registrieren zu lassen und doppelt Geld zu kassieren?
Wegen Datenschutz? Das kanns nicht sein. Wer zu uns kommt, muss sich biometrisch registrieren lassen und diese Daten sind europaweit für alle Behörden zugänglich. Wer sich als 2x registriert, fliegt sofort raus. Wer eine Straftat in irgendeinem Land begeht, fliegt sofort raus.
Aber selbst darauf kann sich die EU nicht reinigen. :nene:
 
Die AfD ist nicht das Problem, sondern nur ein Symptom des Problems. Das grundlegende Problem ist, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung sich nicht mehr von den etablierten Parteien vertreten fühlt.

Nein. Das Grundproblem ist, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung sich selbst über alle anderen stellt, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung "denken" ablehnt und dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung Gefühle über Fakten stellt.

Es stimmt zwar, dass "die Parteien" sich recht wenig um die Belange von recht vielen kümmern, aber das schließt die AFD mit ein. Auch die hat in ihren Wahlprogrammen keine Lösungen für die vermeintlichen Probleme, die einige Leute zu haben meinen (und erst recht nicht für die tatsächlichen). Es gibt nur zwei Punkte, die die AFD von anderen Parteien unterscheidet:
1. Sie beschränkt sie sich alleine darauf, Populismus über (längst bekannte) reale und (vollkommen egale) herbeigeredete Einzelmängel zu verbreiten, während alle anderen zumindest gelegentlich das Kompromisse erfordende Gesamtbild betrachten oder gar von Zeit zu Zeit nach Lösungen suchen.
2. Rechtsradikale Menschenfeindlichkeit.

der voranschreitende Klassismus in der Gesellschaft, der durch die etablierten Parteien nicht angegangen wird.

Und den die AFD verschärfen will.

Aus dem Grund wählen viele Mitbürger mittlerweile aus Protest die AfD - und nicht etwa, weil sie sich mit deren Politik identifizieren.

Dummheit? Dummheit.

Gutmenschentum muss man sich erst leisten können.

Klar. Deswegen haben die Pfälzer die Hessen ja auch noch 1990 abgeschlachtet, sobald sie einen gesehen haben.
Oh, wait.


Und dagegen hilft eine einfache Vermögenssteuer. Aber die einzige Partei, die das fordert

Eine Vermögenssteuer fordern aktuell zumindest Grüne, Linke, ÖDP, Piraten, Kommunisten, neo und Tierschutzpartei, vermutlich auch noch ein paar mehr (aber das waren jetzt die, die ich als Partei im Kopf hatte und bei denen schon die Suchmaschinenergebnisse eine Bestätigung lieferten). Wer für eine Reduzierung der Vermögensunterschiede ist, muss sich also keineswegs auf eine "einzige" Partei beschränkt (die ihm möglicherweise aus anderen Gründen nicht gefällt) sondern hat Auswahl.

Nur die AFD mit dem Ziel "sozialer Ausgleich" zu wählen, das ist halt sowas von bescheuert, dass eine Vormundschaft angebracht wäre. Die wollen schließlich ausdrücklich mehr soziale Ungerechtigkeit und sogar die Erbschaftssteuer abschaffen, auf dass reiche Familien noch reicher und arme Familien noch ärmer werden.


Wenn die Flüchtlinge in der EU gerechter verteilt werden würden, dann gäbe es viele Probleme nicht.

Die AFD ist vor allen in den Teilen Deutschlands erfolgreich, in die sowieso keine Flüchtlinge wollen und unterproportional wenige hinverfrachtet werden (und das auch noch eher als Födermaßnahme, da mit den Flüchtlingen auch Gelder für deren Unterbringung fließen und manch Hotelier in den Strukturschwachen Regionen den Arsch gerettet haben). Auch europaweit haben Parteien mit AFD-ähnlichem Wahlkampfprogramm vor allem da Erfolg, wo es die wenigsten Flüchtlinge gibt (oder zumindest bis zum Ukrainekrieg gab). Eine bessere internationale Verteilung derselben wäre somit duchaus angebracht, würde aber an den Wahlerfolgen nichts ändern. Die AFD lebst davon, dass sie Hass gegen das Fremde, das Unbekannte schürt. Je seltener Flüchtlinge sind, desto fremder und unbekannter sind sie und umso leichter kann die AFD ihre Volksverarschung durchziehen.

Gerade in Großstädten, wo die Mehrheit der Bevölkerung direkte Erfahrungen hat, weil man sich nicht so leicht in seiner Bubble abschotten kann, kriegt die AFD daher auch weniger Stimmen. Die Leute wissen da zu einem viel größeren Teil, was Lage ist und sie erkennen auch eher, dass das, was die AFD schwadroniert, wenig mit dem Problem und rein gar nichts mit einer Lösung zu tun hat.
 
Die AFD ist vor allen in den Teilen Deutschlands erfolgreich, in die sowieso keine Flüchtlinge wollen und unterproportional wenige hinverfrachtet werden (und das auch noch eher als Födermaßnahme, da mit den Flüchtlingen auch Gelder für deren Unterbringung fließen und manch Hotelier in den Strukturschwachen Regionen den Arsch gerettet haben). Auch europaweit haben Parteien mit AFD-ähnlichem Wahlkampfprogramm vor allem da Erfolg, wo es die wenigsten Flüchtlinge gibt (oder zumindest bis zum Ukrainekrieg gab). Eine bessere internationale Verteilung derselben wäre somit duchaus angebracht, würde aber an den Wahlerfolgen nichts ändern. Die AFD lebst davon, dass sie Hass gegen das Fremde, das Unbekannte schürt. Je seltener Flüchtlinge sind, desto fremder und unbekannter sind sie und umso leichter kann die AFD ihre Volksverarschung durchziehen.

Gerade in Großstädten, wo die Mehrheit der Bevölkerung direkte Erfahrungen hat, weil man sich nicht so leicht in seiner Bubble abschotten kann, kriegt die AFD daher auch weniger Stimmen. Die Leute wissen da zu einem viel größeren Teil, was Lage ist und sie erkennen auch eher, dass das, was die AFD schwadroniert, wenig mit dem Problem und rein gar nichts mit einer Lösung zu tun hat.
Dennoch ist Deutschland eines der EU Länder welches am meisten Flüchtlinge aufgenommen hat.
Und die meisten Flüchtlinge wollen auch noch Deutschland kommen.
Weil sie genau wissen das wir wirtschatlich stark sind und ein gutes Sozial - und Gesundheitssystem haben.
Andere Länder wehren sich dagegen Flüchtlinge aufzunehmen.
Polen hat zwar jetzt ca 2 Millionen Ukrainer aufgenommen aber Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien oder den Irak wollten sie nicht haben. Genauso wie Österreich und Ungarn.
Welche meine ja, wenn man statt Geld den Flüchtlingen nur noch Lebensmittelmarken oder Gutscheine geben würde, es abschrecken würde, nach Deutschland zu kommen. Dänemark macht das wohl genauso.
 
Welche meine ja, wenn man statt Geld den Flüchtlingen nur noch Lebensmittelmarken oder Gutscheine geben würde, es abschrecken würde, nach Deutschland zu kommen. Dänemark macht das wohl genauso.
So bürokratisch muss man es ja garnicht lösen. Alle Geldinstitute kennen bereits das "P-Konto". Bei einem solchen die Grenzwerte etwas angepasst würde vollkommen reichen um den Zugriff auf größere Mengen Bargeld (bzw. die Angst der Wähler vor selbigem) zu begrenzen, ohne dass neue Strukturen geschaffen werden müssen.
 
So bürokratisch muss man es ja garnicht lösen. Alle Geldinstitute kennen bereits das "P-Konto". Bei einem solchen die Grenzwerte etwas angepasst würde vollkommen reichen um den Zugriff auf größere Mengen Bargeld (bzw. die Angst der Wähler vor selbigem) zu begrenzen, ohne dass neue Strukturen geschaffen werden müssen.
Naja, "größere Mengen Bargeld" haben die ja sowieso nicht. Aber für die ist es relativ viel.
Teilweise wird dann auch was abgezweigt und in die Heimatländer verschickt.
Gutscheine fände ich besser.
 
Gutscheine fände ich besser.
Für was denn genau? DM, Müller, Rewe? Und in welchem Umfang? Wie Bedarf ermitteln? Alles nicht praktikabel. Außerdem haben hohe Gerichte bereits festgestellt, dass Geld und der freie Umgang damit auch eine Frage der Menschenwürde ist.

Was es zu verhindern gilt ist doch eher, dass Menschen von ihren Familien hierher geschickt werden, um dann das hier "verdiente" Geld via Money Transfer in die Heimat zu schicken. Es darf sich dieser Weg einfach nicht lohnen. Die sind aber nur ein Teil der Migranten. Der weitaus größere Teil hat, und das muss man auch mal deutlich sagen, ein legitimes Recht hier zu sein.

Wenn es also darum geht Menschen diese spezifische Motivation zu nehmen her zu kommen, dann reden wir hier über eine Minderheit. Das Gros der Leute kommt her, weil sie entweder tatsächlich verfolgt werden, vor Krieg flüchten oder aber in ihrem Land die Lebensverhältnisse - auch und meist fast immer wegen uns Industrienationen - so mies sind, dass man dahin geht, wohin deren Lebensgrundlage entschwindet.

Im gleichen Atemzug muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass wir in den kommenden Jahren jedes Jahr einen Nettozuzug von knapp einer halben Million Menschen jedes Jahr brauchen (!), um die anstehenden Umwälzungen für Wohlstand und Reichtum durch den Ausstieg der Babyboomer aus der Arbeitswelt auffangen zu können. Und da reden wir über ein Problem, dass alle großen Länder dieser Welt (inkl China!) haben. Die Nachkriegsgenerationen gehen aus dem Arbeitsmark und hinterlassen überall riesige Lücken, die man nicht durch "modernes Einwanderungsrecht mit Punktesystem" gefüllt bekommt. So viele "qualifizierte Fachkräfte" gibt es gar nicht auf der Welt, wie sie in den kommenden Jahren benötigt werden, um das Niveau zu halten. Vielen Deutschen muss endlich klar werden, dass das Nachhängen der Idee einer ethnisch reinen "Rasse" nicht nur historischer sondern auch wirtschaftspolitischer Dummfug ist.

Ich verstehe unser Land an der Stelle auch einfach nicht. Da kommen Leute hierher, freiwillig, was ich selber manchmal schon nicht begreifen kann, und wollen hier eine neue Existenz aufbauen. Sie wollen arbeiten, Kinder bekommen, sprich, leben. Und wir, die wir das dringend benötigen, wir verbauen denen und uns selber aus der Arroganz heraus etwas Besseres zu sein Bildung und den Zugang zu Arbeit. Wir sind so dumm und schaden uns nur selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was es zu verhindern gilt ist doch eher, dass Menschen von ihren Familien hierher geschickt werden, um dann das hier "verdiente" Geld via Money Transfer in die Heimat zu schicken. Es darf sich dieser Weg einfach nicht lohnen.
Und wie soll das verhindert werden?
Wenn es also darum geht Menschen diese spezifische Motivation zu nehmen her zu kommen, dann reden wir hier über eine Minderheit. Das Gros der Leute kommt her, weil sie entweder tatsächlich verfolgt werden, vor Krieg flüchten oder aber in ihrem Land die Lebensverhältnisse - auch und meist fast immer wegen uns Industrienationen - so mies sind, dass man dahin geht, wohin deren Lebensgrundlage entschwindet.

Im gleichen Atemzug muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass wir in den kommenden Jahren jedes Jahr einen Nettozuzug von knapp einer halben Million Menschen jedes Jahr brauchen (!), um die anstehenden Umwälzungen für Wohlstand und Reichtum durch den Ausstieg der Babyboomer aus der Arbeitswelt auffangen zu können. Und da reden wir über ein Problem, dass alle großen Länder dieser Welt (inkl China!) haben. Die Nachkriegsgenerationen gehen aus dem Arbeitsmark und hinterlassen überall riesige Lücken, die man nicht durch "modernes Einwanderungsrecht mit Punktesystem" gefüllt bekommt. So viele "qualifizierte Fachkräfte" gibt es gar nicht auf der Welt, wie sie in den kommenden Jahren benötigt werden, um das Niveau zu halten. Vielen Deutschen muss endlich klar werden, dass das Nachhängen der Idee einer ethnisch reinen "Rasse" nicht nur historischer sondern auch wirtschaftspolitischer Dummfug ist.

Ich verstehe unser Land an der Stelle auch einfach nicht. Da kommen Leute hierher, freiwillig, was ich selber manchmal schon nicht begreifen kann, und wollen hier eine neue Existenz aufbauen. Sie wollen arbeiten, Kinder bekommen, sprich, leben. Und wir, die wir das dringend benötigen, wir verbauen denen und uns selber aus der Arroganz heraus etwas Besseres zu sein, Bildung und den Zugang zu Arbeit. Wir sind so dumm und schaden uns nur selbst.
Das eine sind eben Flüchtlinge und das andere Imigranten welche als Fachkräfte hier arbeiten sollen und wollen.
Wobei auch Flüchtlinge, wenn sie sich gut integrieren, hier eine Chance haben sollen.

Mein Sohn ist mit einer Äthopierin befreundet. Die ist seit 7 Jahren in Deutschland und spricht perfekt Deutsch. Und macht jetzt eine schulische Ausbildung im sozialen Bereich. Außerdem singt sie in der Kirche. Sie ist sehr gut integriert.
 
Das eine sind eben Flüchtlinge und das andere Imigranten welche als Fackkräfte hier arbeiten sollen und wollen.
Es gibt unter den Flüchtlingen sehr gut ausgebildete Fachkräfte. Die meisten Syrer mittleren, bis höheren Alters, die ich kennengelernt habe, sind gebildete und fleißige Menschen, mit Geschäftssinn. Darunter waren Ärzte, Anwälte oder Leute, die relativ schnell eine Gastronomie in Umgebung eröffnet haben.

Das Problem ist nur, dass Deutschland Diplome aus dem Ausland nicht direkt anerkennt, sodass ausgebildete Fachkräfte hier nicht in ihrem Bereich arbeiten dürfen.
 
Es gibt unter den Flüchtlingen sehr gut ausgebildete Fachkräfte. Die meisten Syrer mittleren, bis höheren Alters, die ich kennengelernt habe, sind gebildete und fleißige Menschen, mit Geschäftssinn. Darunter waren Ärzte, Anwälte oder Leute, die relativ schnell eine Gastronomie in Umgebung eröffnet haben.
Es gibt aber auch unter den Flüchtlingen viele junge Männer ohne Schulabschluß. Außerdem sind die teilweise radikal und schwer traumatisiert. Also nicht ungefährlich.
Das Problem ist nur, dass Deutschland Diplome aus dem Ausland nicht direkt anerkennt, sodass ausgebildete Fachkräfte hier nicht in ihrem Bereich arbeiten dürfen.
Das stimmt. Das soll ja auch mit dem neuen Einwanderungsgesetz geändert werden.
 
Es gibt aber auch unter den Flüchtlingen viele junge Männer ohne Schulabschluß. Außerdem sind die teilweise radikal und schwer traumatisiert. Also nicht ungefährlich.
Und weil man das nicht immer erkennen kann, da es einem Menschen ja nicht auf der Stirn geschrieben steht, wäre es wichtig gleich zu schauen, wie diese Menschen psycho-sozial aufgefangen werden können. Aber da unser gesamter sozialer Bereich, samt dem therapeutischen Sektor, aus dem letzten Loch vor (Über-)Belastung pfeift, bleibt es wohl nur bei meiner utopischen Bedarfsanalyse.
 
Und weil man das nicht immer erkennen kann, da es einem Menschen ja nicht auf der Stirn geschrieben steht, wäre es wichtig gleich zu schauen, wie diese Menschen psycho-sozial aufgefangen werden können. Aber da unser gesamter sozialer Bereich, samt dem therapeutischen Sektor, aus dem letzten Loch vor "Über-" Belastung pfeift, bleibt es wohl nur bei meiner utopischen Bedarfsanalyse.
Ja leider ist es nahezu unmöglich die alle zu erkennen und auch zu behandeln. Höchstens wenn sie sich freiwillig melden.
 
Höchstens wenn sie sich freiwillig melden.
In sehr vielen Kulturkreisen wird das als Schwäche ausgelegt, daher zeigt das niemand und niemand gibt das zu.
Ich kann mich noch an meinem Großvater erinnern, der 6 Jahre lang in russischer Kriegsgefangenschaft war und erst Anfang der 50er Jahre nach Hause kam. Der hat nie auch nur ein Wort darüber gesagt. Der muss so dermaßen traumatisiert gewesen sein. Ich will mir nicht ausmalen, was er alles gesehen hatte.
Und so ähnlich geht es bestimmt auch syrische oder afghanische oder jetzt ukrainische Flüchtlinge,
 
In sehr vielen Kulturkreisen wird das als Schwäche ausgelegt, daher zeigt das niemand und niemand gibt das zu.
Ich kann mich noch an meinem Großvater erinnern, der 6 Jahre lang in russischer Kriegsgefangenschaft war und erst Anfang der 50er Jahre nach Hause kam. Der hat nie auch nur ein Wort darüber gesagt. Der muss so dermaßen traumatisiert gewesen sein. Ich will mir nicht ausmalen, was er alles gesehen hatte.
Und so ähnlich geht es bestimmt auch syrische oder afghanische oder jetzt ukrainische Flüchtlinge,
Dann bekommt man das wohl nur mit wenn mal wieder einer "durchtickt".
 
Es bedarf nicht vieler Worte, denke ich:

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->
*klick*

und schon ist hier aufgeräumt, wunderbar =)
 
Nein. Das Grundproblem ist, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung sich selbst über alle anderen stellt, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung "denken" ablehnt und dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung Gefühle über Fakten stellt.
Das möchte ich bezweifeln.
Und den die AFD verschärfen will.
Klar will die AfD die Arm/Reich-Schere weiter verschärfen. Das ist den Leuten aber egal, weil die Partei ausschließlich aus Protest gewählt wird. Die anderen Parteien tun ehrlicherweise aber auch nichts dagegen und lassen somit zumindest passiv das weitere Auseinanderdriften der Arm/Reich-Schere zu.
Dummheit? Dummheit.
Nein. Die AfD ist derzeit die einzige Protestpartei, die die Machtbasis (Sitze im Bundestag und den jeweiligen Landtagen) der etablierten Parteien angreifen kann. Daher ist, wenn man wirklich Protestwählen will, die AfD - auch, wenn ich das Wort hasse - "alternativlos".
Klar. Deswegen haben die Pfälzer die Hessen ja auch noch 1990 abgeschlachtet, sobald sie einen gesehen haben.
Oh, wait.
Was willst du mir jetzt damit sagen? Übertreibungen sind immer ein recht schlechtes Argument. Ich zumindest kann sehen, dass sich das soziale Klima über die letzten Jahrzehnte abgekühlt hat, was m.E. stark damit zu tun hat, dass wir als Menschen immer kapitalistischer denken und Sachverhalte mehr und mehr wirtschaftlich sehen.
Gerade in Großstädten, wo die Mehrheit der Bevölkerung direkte Erfahrungen hat, weil man sich nicht so leicht in seiner Bubble abschotten kann, kriegt die AFD daher auch weniger Stimmen. Die Leute wissen da zu einem viel größeren Teil, was Lage ist und sie erkennen auch eher, dass das, was die AFD schwadroniert, wenig mit dem Problem und rein gar nichts mit einer Lösung zu tun hat.
Das ist Unsinn. Gerade in den benachteiligten Bezirken sind die Wahlergebnisse der AfD hoch. In der letzten Berlin-Wahl konnte die AfD bspw. in Marzahn-Hellersdorf fast 20 % erringen. Das ist im Grunde eine Auswirkung von Gentrifizierung. Dass die priviligierten Bürger in den nicht benachteiligten Bezirken nicht die AfD wählen, ist verständlich. Das ist grundsätzlich wieder die Sache, dass wirtschaftliche Zwänge den Menschen formen.
Im gleichen Atemzug muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass wir in den kommenden Jahren jedes Jahr einen Nettozuzug von knapp einer halben Million Menschen jedes Jahr brauchen (!), um die anstehenden Umwälzungen für Wohlstand und Reichtum durch den Ausstieg der Babyboomer aus der Arbeitswelt auffangen zu können. Und da reden wir über ein Problem, dass alle großen Länder dieser Welt (inkl China!) haben. Die Nachkriegsgenerationen gehen aus dem Arbeitsmark und hinterlassen überall riesige Lücken, die man nicht durch "modernes Einwanderungsrecht mit Punktesystem" gefüllt bekommt. So viele "qualifizierte Fachkräfte" gibt es gar nicht auf der Welt, wie sie in den kommenden Jahren benötigt werden, um das Niveau zu halten. Vielen Deutschen muss endlich klar werden, dass das Nachhängen der Idee einer ethnisch reinen "Rasse" nicht nur historischer sondern auch wirtschaftspolitischer Dummfug ist.

Ich verstehe unser Land an der Stelle auch einfach nicht. Da kommen Leute hierher, freiwillig, was ich selber manchmal schon nicht begreifen kann, und wollen hier eine neue Existenz aufbauen. Sie wollen arbeiten, Kinder bekommen, sprich, leben. Und wir, die wir das dringend benötigen, wir verbauen denen und uns selber aus der Arroganz heraus etwas Besseres zu sein Bildung und den Zugang zu Arbeit. Wir sind so dumm und schaden uns nur selbst.
Ich sehe das problematisch. Einwanderung ist kein Allheilmittel - erst recht nicht, wenn es um Länder geht, die historisch keine Einwanderungsländer sind. Eines der besten Länder zur Beobachtung solcher Probleme dürfte Japan sein. Bei denen ist so ziemlich alles noch schlimmer als bei uns (Geburtenzahlen, Demographie, etc. pp.). Die tun sich auch sehr schwer damit, sich einzugestehen, dass sie Einwanderung brauchen und sind auch entsprechend rassistisch gegenüber Einwanderern. Gerade aufgrund deren Geschichte hassen die bspw. Südkoreaner besonders und haben da regelmäßig "Demonstrationen", bei denen unsere Neonazis neidisch werden würden, weil sie bei der Intensität schon längst vom Verfassungsschutz eingesackt werden würden.

Mit mehr Einwanderung wird die politische Rechte bei uns nur noch stärker werden. Da ich davon ausgehe, dass zumindest ein erheblicher Teil der Leute, die "rechts" wählen, das grundsätzlich nur aus Protest tun und sich von der etablierten Politik ignoriert fühlen, müsste man, um Einwanderung schmackhaft zu machen, sich auch um die Probleme dieser Leute kümmern, die m.E. im Klassismus liegen. Eines der Hauptprobleme unserer Gesellschaft liegt erwiesenerweise darin, dass wir kaum soziale Durchlässigkeit haben und es kaum noch möglich ist, Vermögen aufzubauen. Bei uns wird's zwar nicht so schlimm sein wie in den USA, wo ca. 60 % der Bevölkerung von Paycheck zu Paycheck leben, wir werden uns aber sicherlich in diese Regionen bewegen, wenn unsere Politik weiterhin die unteren Bevölkerungsschichten - die wir uns mitunter selbst durch bspw. Schröders Politik aufgebaut haben (wir haben einen enormen Dumpinglohn-Sektor erschaffen) - ignoriert.

(Gezielte) Einwanderung kann m.E. auch nur ein Teil der Problemlösung sein. Die andere Seite von gezielter Einwanderung liegt ja darin, dass man den Ursprungsstaaten der Einwanderer weiteres Vermögen in Form von Humankapital entzieht. Gerade dann, wenn es hier um Staaten aus dem sogenannten "globalen Süden" geht, die ohnehin schon unter Kolonialismus gelitten haben und weiterhin unter Neokolonialismus leiden, ist das besonders fatal, weil man diese Staaten dann noch weiter schwächt und es ihnen noch schwerer macht, selbst aufstreben zu können. Das heißt auch, dass diese Länder weiter verarmen werden und die Have-Not's von dort weiterhin in den "globalen Norden" strömen werden in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Diesen Trend wird man mit massenhafter gezielter Einwanderung nur verschärfen.

Das Problem ist ja auch, dass zu uns - gerade, weil wir kein Einwanderungsland sind und in der Hinsicht ohnehin sehr schlecht aufgestellt sind (siehe bspw. die Anerkennung ausländischer Abschlüsse - größtenteils nur geringerqualifizierte Einwanderer kommen, die den Fachkräftemangel nicht bremsen werden können. Gerade die Jobs, die keiner machen möchte, werden langfristig ohnehin durch Automatisierung ersetzt. Die SB-Kassen im Supermarkt, an denen man sein Zeug selbst einscannt, sind da nur der Anfang. Landfristig wird an einem bedingungslosen Grundeinkommen kein Weg mehr vorbei führen.

In der Hinsicht sehe ich auch, dass wir unser Bildungssystem massiv stärken müssen. Dazu zählt, dass gerade die Bildung in sozialen Brennpunkten erst- und nicht - wie jetzt - letztklassig sein muss, damit benachteiligte Bevölkerungsgruppen eine Chance haben, vernünftige Berufe wahrnehmen zu können. Wir müssen m.E. auch für sinnvolle Weiterbildungsmaßnahmen im Erwachsenenalter und mitten im Berufsleben sorgen. Schließlich finde ich, dass gerade wir in Deutschland uns von unserem Abschlusswahn trennen und mehr auf Berufserfahrung setzen müssen. Eine Abkehr von dem Wahn haben wir derzeit hauptsächlich im IT-Bereich, weil der Fachkräftemangel dort enorm ist.

Schließlich, weil ich davon ausgehe, dass Einwanderung nur ein Teil der Lösung sein kann, müssen wir auch dafür sorgen, dass die Geburtenraten bei uns wieder steigen. Wie das passieren soll, ist natürlich die schwierige Frage. Was mir - neben finanziellen Anreizen - in den Sinn kommt, wären bspw. soziale Anreize wie bspw. Begegnungsstellen. Gerade, wenn ich meine Jugend mit heute vergleiche, fehlen immer mehr Begegnungsstellen für Jugendliche wie bspw. Jugendklubs oder - sichtbare (!) - Vereine bzw. sind diese stark zurückgegangen.
Es gibt unter den Flüchtlingen sehr gut ausgebildete Fachkräfte. Die meisten Syrer mittleren, bis höheren Alters, die ich kennengelernt habe, sind gebildete und fleißige Menschen, mit Geschäftssinn. Darunter waren Ärzte, Anwälte oder Leute, die relativ schnell eine Gastronomie in Umgebung eröffnet haben.
lol. :lol:

Gebildete Akademiker werden Gastronomen. Deutschland ist halt ein beschissenes Einwanderungsland.
Das Problem ist nur, dass Deutschland Diplome aus dem Ausland nicht direkt anerkennt, sodass ausgebildete Fachkräfte hier nicht in ihrem Bereich arbeiten dürfen.
Darin war Deutschland leider schon immer miserabel drin. Im Grunde frage ich mich allerdings auch, ob die deutschen Eliten wirklich ausländische Fachkräfte anziehen wollen. Ich hab's jetzt bspw. durch meinen Job mitbekommen, dass Unternehmen im Gesundheits- und Pflegesektor vermehrt (Fach?) Kräfte aus dem Ausland generieren, damit sie auf unserem Arbeitsmarkt nicht mehr Geld zahlen müssen. In diversen Bereichen ist der sogenannte Fachkräftemangel halt auch der Mangel an Bereitschaft, ein angemessenes Gehalt zahlen zu wollen, oder aber die Bereitschaft, überhaupt ausbilden zu wollen. Aus dem zweiteren Grund subventioniert der Staat ja schon Handwerksbetriebe, damit die überhaupt ausbilden.
Es gibt aber auch unter den Flüchtlingen viele junge Männer ohne Schulabschluß. Außerdem sind die teilweise radikal und schwer traumatisiert. Also nicht ungefährlich.
Yo. Ist halt oft auch Afrika, wo Bildung kein Grundrecht ist, sondern fast ausschließlich etwas für die dortige Oberschicht. Das Problem ist, dass der Zuzug solcher Leute nicht aufhören wird, bis der Neokolonialismus durch den Westen aufhört und die Leute sich dort Existenzen aufbauen können.
In sehr vielen Kulturkreisen wird das als Schwäche ausgelegt, daher zeigt das niemand und niemand gibt das zu.
lol.

Das wird doch auch in unserem Kulturkreis als Schwäche ausgelegt, weil's nicht "männlich" ist. Themen wie bspw. häusliche Gewalt von Frauen gegen Männer oder auch die Vergewaltigung von Männern durch Frauen werden gar nicht oder nur sehr beschränkt diskutiert. Der Mann muss halt stark und keine "Pussy" sein.
 
Gerade psych. Erkrankungen unterliegen in unserer Gesellschaft hier nach wie vor einem Stigmata. Über Depressionen oder Borderline offen zu reden fällt vielen schwer, weil es auch mit berechtigten Sorgen zusammenhängt, da man sich verletzbar macht. Die Sorge ist teilweise sogar leider berechtigt, wenn ich mir anschaue, wie abgestumpft manche Menschen allein schon damit umgehen, wenn jemand eine Lese- und Rechtschreibschwäche aufweist...
Zumal auch gesellschaftliche Tendenzen als Ursache für psych. Erkrankungen gelten.
 
Das wird doch auch in unserem Kulturkreis als Schwäche ausgelegt, weil's nicht "männlich" ist. Themen wie bspw. häusliche Gewalt von Frauen gegen Männer oder auch die Vergewaltigung von Männern durch Frauen werden gar nicht oder nur sehr beschränkt diskutiert. Der Mann muss halt stark und keine "Pussy" sein.
Klar, ist das bei uns so, trotzdem habe ich aber nicht alle geschrieben, da ich nicht alle Kulturkreise beurteilen kann.
 
Es gibt unter den Flüchtlingen sehr gut ausgebildete Fachkräfte. Die meisten Syrer mittleren, bis höheren Alters, die ich kennengelernt habe, sind gebildete und fleißige Menschen, mit Geschäftssinn. Darunter waren Ärzte, Anwälte oder Leute, die relativ schnell eine Gastronomie in Umgebung eröffnet haben.

Das Problem ist nur, dass Deutschland Diplome aus dem Ausland nicht direkt anerkennt, sodass ausgebildete Fachkräfte hier nicht in ihrem Bereich arbeiten dürfen.
Alltagsrassismus halt.
 
Das ausländische Diplome nicht anerkannt werden, und somit eine Abwertung impliziert wird, würde eher in die Kategorie strukturellem Rassismus seitens Behörden gehören.
Es ist grundsätzlich kein struktureller Rassismus wenn, Berufsstandrads nicht unseren Stand entsprechen und ein Beruf daher nicht einfach direkt anerkannt werden kann. Wenn es deshalb zu Behandlungsfehlern, oder Verletzungen des Kunden, kommt kannst du dich nicht damit rausreden das du das ja in deiner Heimat nie gelernt hast.

Was daran viel mehr ein Problem ist, ist das es in Deutschland in den meisten Berufen / Studiengängen keine Möglichkeiten gibt einen Beruf als "Modul" (nur in Teilen) nachzuschulen, wenn z.B. nur einzelne Teilbereiche unterschiedlich sind, der Rest aber nicht (was oft der Fall ist). Heißt man muss halt die komplette Ausbildung / Studium i.d.R. nochmal nachmachen, selbst wenn nur einzelne Inhalte fehlen, die irgendwann im zweiten Lehrjahr, oder dritten, Bestandteil des Lehrplans sind.

Und das ist auch was man der Politik vorwerfen kann, das man schon lange die Möglichkeiten hätte schaffen können für eine Anerkennung fehlende Inhalte als Modul nachzuschulen, statt dafür halt die komplette Lehre / Studium nochmal machen zu müssen, um im selben Beruf arbeiten zu können, welchen man in der eigenen Heimat grundsätzlich schon einmal gelernt hat.

@anderes Thema:
Die CDU, unter Herrn Linnemann, will einen Entwurf einbringen, nachdem Bürgergeldempfänger künftig zu "gemeinnützige Arbeit" zwangsverpflichtet werden sollen. Der Reichsarbeitsdienst im Dritten Reich lässt grüßen.

 
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