Willst du enteignen? Wie die Linken?
Ich würde die Steuern für leerstehende Wohnungen/Häuser so erhöhen, dass vermieten lukrativer wird als leer stehen lassen
Bei nicht dem Bebauungsplan entsprechende Nutzung könnte man zumindest mal Strafen verhängen, afaik kann sogar der Abriss oder eben Verkauf angeordnet werden. Und in keinem Bebauungsplan steht "Leerstand" drin.
Das ist aber trotz allem nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die meiste Wohnfläche geht nicht an Leerstand, sondern an Umfunktionierung und Umbau verloren und dem gegenüber steht ein künstlicher gesteigerter Bedarf. Maßnahmen somit:
- Änderungen, die eine Reduktion der Wohneinheiten zur Folge haben, dürften einfach gar nicht mehr genehmigt werden. Wer zwei vierköpfige Familien aus zweimal 75 m² Altbau vertreibt, um nach der Luxussanierung 150 m² an einen Topverdiener-Single zu vermieten, muss auf die Finger bekommen.
- Wirtschafts-/Arbeitsplatzfördermaßnahmen in einer Stadt, die gar keine Unterkünfte für zusätzliche Werktätige hat, gehören abgeschafft. Wir haben schließlich nicht zu wenig Wohnungen in Deutschland, sondern wir haben zu wenige Wohnungen in einigen Metropolregionen. Aber trotzdem investieren Milliarden, dass noch mehr Leute aus bestehenden Wohnverhältnissen in diese Metropolen umziehen wollen.

- Mitpreisentwicklungen gehören drastisch gebremst, -garantien ausgebaut und vor allem muss Übertragbarkeit gefördert werden. Ein erheblicher Teil des Wohnungsmehrbedarfs resultiert daraus, dass Leute in der alten Familienwohnung bleiben, bis sie ins Altersheim müssen. Nicht (nur) weil es bequemer ist, sondern vor allem weil es billiger ist. Kein Wunder, dass neue Familien keine 3-Zimmer-Wohnungen finden, wenn alleinlebende Rentner auf 90 m² hausen, weil ein Umzug auf auf 50 m² tausende Euro extra im Jahr kostet.
Und langfristig muss man dann mal zum Wohnungsbestand in staatlichem Besitz oder zumindest unter staatlicher Kontrolle zurückkehren. Hilfen nur noch, wenn dauerhaft Sozialwohnungen zur Verfügung stehen oder zumindest normalbepreiste, wobei die Mietgewinne anteilsmäßig zur Fördersumme abzuführen sind. Aber wer Privatprofite auf Steuerinvestitionen ohen sozialen Nutzen als normal erachtet, der braucht sich nicht zu wundern, wenn (nur) die Reichen immer reicher werden.