Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Willst du enteignen? Wie die Linken?
Ich würde die Steuern für leerstehende Wohnungen/Häuser so erhöhen, dass vermieten lukrativer wird als leer stehen lassen

Bei nicht dem Bebauungsplan entsprechende Nutzung könnte man zumindest mal Strafen verhängen, afaik kann sogar der Abriss oder eben Verkauf angeordnet werden. Und in keinem Bebauungsplan steht "Leerstand" drin.

Das ist aber trotz allem nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die meiste Wohnfläche geht nicht an Leerstand, sondern an Umfunktionierung und Umbau verloren und dem gegenüber steht ein künstlicher gesteigerter Bedarf. Maßnahmen somit:
- Änderungen, die eine Reduktion der Wohneinheiten zur Folge haben, dürften einfach gar nicht mehr genehmigt werden. Wer zwei vierköpfige Familien aus zweimal 75 m² Altbau vertreibt, um nach der Luxussanierung 150 m² an einen Topverdiener-Single zu vermieten, muss auf die Finger bekommen.
- Wirtschafts-/Arbeitsplatzfördermaßnahmen in einer Stadt, die gar keine Unterkünfte für zusätzliche Werktätige hat, gehören abgeschafft. Wir haben schließlich nicht zu wenig Wohnungen in Deutschland, sondern wir haben zu wenige Wohnungen in einigen Metropolregionen. Aber trotzdem investieren Milliarden, dass noch mehr Leute aus bestehenden Wohnverhältnissen in diese Metropolen umziehen wollen. :wall:
- Mitpreisentwicklungen gehören drastisch gebremst, -garantien ausgebaut und vor allem muss Übertragbarkeit gefördert werden. Ein erheblicher Teil des Wohnungsmehrbedarfs resultiert daraus, dass Leute in der alten Familienwohnung bleiben, bis sie ins Altersheim müssen. Nicht (nur) weil es bequemer ist, sondern vor allem weil es billiger ist. Kein Wunder, dass neue Familien keine 3-Zimmer-Wohnungen finden, wenn alleinlebende Rentner auf 90 m² hausen, weil ein Umzug auf auf 50 m² tausende Euro extra im Jahr kostet.

Und langfristig muss man dann mal zum Wohnungsbestand in staatlichem Besitz oder zumindest unter staatlicher Kontrolle zurückkehren. Hilfen nur noch, wenn dauerhaft Sozialwohnungen zur Verfügung stehen oder zumindest normalbepreiste, wobei die Mietgewinne anteilsmäßig zur Fördersumme abzuführen sind. Aber wer Privatprofite auf Steuerinvestitionen ohen sozialen Nutzen als normal erachtet, der braucht sich nicht zu wundern, wenn (nur) die Reichen immer reicher werden.
 
Ich hab die Regierungen nicht gewählt, die das gemacht haben. Diejenigen, die es gemacht haben, sollten sich vielleicht langsam mal wundern...
Diese Leute sind in der lage die Ergebnisse des handelns, der von ihn gewählten Parteien, in einen Zusammenhang zu bringen, also ihr eigenes Kreuz nach 4 Jahren plus zu reflektieren?
Ich denke darauf darf man leider vergebens warten, bis die Erde untergeht.

Bis dato verfängt gefühlt noch jedes mal die alte Ausrede "Partei XYZ, die seit X Jahren nicht, oder nicht mehr, regiert, hat, ist Schuld" und wenn doch dann wandert das Kreuz maximal von etabliert zu etabliert, da die anderen zu grün, zu rot, zu satierisch, zu klein sind um sein Kreuz zu "verschwenden", oder was auch immer dann gerade als Ausrede griffbereit liegt.
 
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Und langfristig muss man dann mal zum Wohnungsbestand in staatlichem Besitz oder zumindest unter staatlicher Kontrolle zurückkehren.
Oh boy, nein. Wie das dann abläuft dürfen wie in Stuttgart bewundern.

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Oh boy, nein. Wie das dann abläuft dürfen wie in Stuttgart bewundern.

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Solange er die Kohle bekommt, ist doch alles gut!? Willkommen in Deutschland. :ugly:
 
Auf den sozial Schwächsten lässt sich halt am besten rumtreten, wann war das mal anders?
Oder solange es nur alte weiße heterosexuelle Männer und Frauen trifft ist es ja, in beteiligten Köpfen, auch nach "modernen Verständnis", evt. einfach kein "Problem" gewesen, bzw. hat man es nicht gesehen (wer Sarkasmus findet darf ihn behalten). ;)
 
Auf den sozial Schwächsten lässt sich halt am besten rumtreten, wann war das mal anders?
Aber solange das nur alte weiße heterosexuelle Männer und Frauen trifft ist es ja auch, nach "modernen Verständnis", kein "Problem". ;)
Die Problematik ist halt, dass solche Aktionen rechts außen massiv supporten.
Geht mittlerweile medial durch z. B. nTV und socialmedia.

Brauchts ich also keine hinterher mehr wundern, dass die derzeitigen Bewohner dieses Wohnblockes eine ganz bestimmte Partei wählen werden.

Wärs nicht so traurig, könnte man fast Absicht vermuten...
 
Sehr gut, so etwas muss man viel öfter machen. Wenn 1 oder 2 Personen in 55m²+ wohnen, kündigen und eine Flüchtlingsfamilie unterbringen.
Also manchmal weiß ich auch nicht was einige Leute geritten hat...
Soll ich auch aus meinem Haus ausziehen weil wir auf 125m³ zu 3 leben?.... Hätte ja zum Glück nochn Gartenhaus.

... also wirklich, das macht einen echt sprachlos.
Sowas fördert doch recht ein Kreuzchen bei den Wahlen eher rechts....
 
Darf ich fragen, wie viel m² du/ihr habt?
2 Personen 50 m2. Wir haben uns auch Nachhaltigkeitsgründen massiv verkleinert.

Also manchmal weiß ich auch nicht was einige Leute geritten hat...
Soll ich auch aus meinem Haus ausziehen weil wir auf 125m³ zu 3 leben?.... Hätte ja zum Glück nochn Gartenhaus.

... also wirklich, das macht einen echt sprachlos.
Sowas fördert doch recht ein Kreuzchen bei den Wahlen eher rechts....
Das Thema wird sowieso bald kommen, denn den Wohnungsmangel wird man durch Neubauten nicht lösen können, was man dafür braucht ist eine Mobilisierung des verfügbaren Wohnraums, also eine Orientierung des Wohnraumbedarf an m² pro Kopf.
 
Also manchmal weiß ich auch nicht was einige Leute geritten hat...
Soll ich auch aus meinem Haus ausziehen weil wir auf 125m³ zu 3 leben?.... Hätte ja zum Glück nochn Gartenhaus.

... also wirklich, das macht einen echt sprachlos.
Sowas fördert doch recht ein Kreuzchen bei den Wahlen eher rechts....
Die Problematik ist der Vorsatz "muss man öfters machen".
Wer genau ist "man"?
Der Staat?
Im konkreten Fall sind es ja "nur" Mieter und dann eben noch solche aus finanziell nicht gut bestellten Schichten.
Darüber hinaus auch noch Mieter, die seit Jahrzehnten in einem nicht sanierten Gebäude wohnen -müssen-.
Weil sie kein andere Alternative haben.
Viele betrachten diesen Wohnraum mutmaßlich als ihre Heimat.
Sie werden heimatlos, keine besonders emphatische Entscheidung.

"muss man öfters machen" hat leider einen diktatorischen Ansatz und hat nicht mehr viel mit Demokratie zu tun.
 
"muss man öfters machen" hat leider einen diktatorischen Ansatz und hat nicht mehr viel mit Demokratie zu tun.
Das doch inzwischen ein generelles Problem in verschiedenen Szenen, die meinen sie stünden für mehr Gleichbehandlung, Gerechtigkeit und "eine gesellschaftliche Inklusion".

Es artet in reinen Dogmatismus aus und autokratisches Gebaren aus, im Namen der "guten Sache".
Erinnert mich an die französische Revolution, folgte auch im Kern einer guten Sache, endete damit das im Verlauf immer wilkürlicher Menschen der Kopf von den Schultern abgetrennt wurde, weil jemand fand der Nachbar hat 10 Franc zuviel an Vermögen und 27qm zuviel an Grund, als man selbst.

Und das der "gute" seahawk hier im Herzen selbst ein halber Rassist ist fällt ich ihm schon gar nicht mehr auf...
 
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2 Personen 50 m2. Wir haben uns auch Nachhaltigkeitsgründen massiv verkleinert.
Was statistisch gesehen immer noch zu viel wäre.
Der Wohnraum bis ca. 1980 betrug im Schnitt 17,6 m²/Person und explodierte erst in den letzten Jahren auf ca. knapp unter 40 m²/Person im Schnitt in D..

Die aktuelle Rechtslage definiert im Übrigen bei Neubezügen von Bürgergeld-Beziehern derzeit 16 m²/Person.
Theoretisch müsste jeder Bürgergeld-Bezieher für mehr auch selber draufzahlen, wovon faktisch abgesehen wird, da es praktisch keinen Wohnraum 32 m² für 2 Personen als Neubau nach ca. 1990 mehr gibt.

Was genau würdet ihr denken, wenn "man" sagt, dass ihr in 32 m² umziehen müsst?

Im Übrigen, Nachhaltig ist relativ.
Was für eine Bauweise hat eure Wohnanlage?
Mit was heizt ihr?
Wie gut sind die U-Werte?

Nehmen wir mal an, ihr seid aus einem Ziegel-Altbau mit 75 m² und Fernwärme in einen 50 m² Beton-WDVS mit Gas umgezogen.
Dann habt ihr soeben ca. 175 to zusätzliches CO2 allein bei der Bauwerkerstellung unterstützt...
Vom Betrieb über 20 Jahre ganz zu schweigen.
 
Was statistisch gesehen immer noch zu viel wäre.
Der Wohnraum bis ca. 1980 betrug im Schnitt 17,6 m²/Person und explodierte erst in den letzten Jahren auf ca. knapp unter 40 m²/Person im Schnitt in D..

Die aktuelle Rechtslage definiert im Übrigen bei Neubezügen von Bürgergeld-Beziehern derzeit 16 m²/Person.
Theoretisch müsste jeder Bürgergeld-Bezieher für mehr auch selber draufzahlen, wovon faktisch abgesehen wird, da es praktisch keinen Wohnraum 32 m² für 2 Personen als Neubau nach ca. 1990 mehr gibt.
In Honkong soll man auch 3qm pro Nase, ohne Fenster, als ausreichend lebenswert erachten und in Restchina 12qm feucht-schimmliges Zimmer + Gemeinschaftsbad und Küche, im Keller, als menschenwürdig.

Für manch einen hier scheint sowas wohl ebenso ein erstrebenswertes Ziel darzustellen...
 
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