Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Giffey klammert sich ja jetzt schon ans Amt.
Sollte wohl niemanden wundern.
Wenn sie jetzt in Berlin abtritt war es das mit ihrer weiteren politischen Karriere vermutlich endgültig, nachdem sie sich auf Bundesebene schon selbst "verbrannt" und sich als "Notausstieg" in die Landespolitik geflüchtet hat. Wo sie jetzt nicht nur die SPD "abgesetzt" hat, sondern es sogar noch geschafft hat das ihr eigener Wahlbezirk ihrer "überdrüssig" geworden ist.

Aber ich wollte ganz am Anfang nur das Listening von dir "verschlimmbessern", wonach AEG und Siemens tatsächlich Berliner Kindl sind, wohingegen andere Genannten wie eben Daimler oder Krupp originär woanders herkamen.
Was ich doch auch nie bestritten, oder anders dargestellt, habe.

Also, die Berliner haben einiges erfunden wie z. B. die Pickelhaube, Glühbirnen a la Edison und Bier mit Waldmeistergeschmack (glaube ich zumindest) aber eben nicht alles.
Habe ich auch nirgends behauptet und k.a. wie du darauf kommst das diese Anmerkung in irgend einem Kontext meiner Äußerungen nötig wären?
 
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Man muss Leute wie Kurt-Georg Kiesinger oder Hans Filbinger (BaWü) bzw. Hans Erhard oder Strauß (Bayern) nicht zwangsweise mögen.
Fakt ist aber, dass solche Leute massiv diese Länder als Industriestandort beworben haben und damit auch großen Erfolg hatten.

Ein nicht unerheblicher Erfolg dieser Leute zahlreicher ihrer Nachfolger bestand darin, Bundessubventionen, Bundesinstitutionen, Bundesprojekte und Bundesinfrastruktur in ihr Land zu holen. Also sich auf Kosten aller hochrüsten zu lassen. Für den Verkehr, für den CSU-Bundesverkehrsminister in Bayern eine dreispurige Autobahn bauen, muss Schlesweig-Holstein aus eigener Tasche eine 1,5-spurige Landstraße unterhalten und sich noch anhören lassen, die Verkehrsanbindungen wären für die Industrie zu schlecht. Baden Würtemberg hat jahrelang aus Strom aus Bundesfinanzierten Atomkraftwerken an exportiert, jetzt steht die Union deutschlandweit quer wenn es auch nur um den Bau von Leitungen geht und den eigenen Atommüll will man natürlich in Niedersachsen verklappen. Von sowas wie hochfinanzierten Forschungseinrichtungen, die die Keimzelle lukrativer Industrien werden können, ganz zu schweigen. Extrem Überproportional im Süden angesiedelt und werden auch weiterhin dort angesiedelt. Nicht in Meck-Pomm. Etwas vergleichbares hatte in den letzten 30 Jahren allenfalls Sachsen - bis eine gewisse Unionskanzlerin kam und es systematisch zerstört hat.

Ich will der dortigen Industriepolitik nicht alles absprechen, aber es gibt einen großen Unterschied zwischen "einfach besser sein" und "sich systematisch die Rosinen rauspicken". Ergänzt hat man einfach verdammt viel Glück gehabt: Die traditionellen Haupteinnahmequellen von Bayern und BaWü lagen Ende der 50er am Boden, man hat neue mitten in der Wirtschaftswunderzeit hochgezogen. Mit fleißiger Hilfe vom Rest Deutschlands, der es sich damals leisten konnte. Die Zeit der traditionellen Haupteinnahmequellen der nordischen Flächenländer und der westlichen Industrieregionen war in den 70ern und 80ern abgelaufen. Als sich jeder einen Dreck um sie gekümmert und sie im (durchaus kostspieligen) Elend hat sitzen lassen.

Im konkreten Fall von Berlin ist die Institutionsquote zwar hauptstadtbedingt etwas besser (etwas - Berlin hat zwar pro Fläche sehr viele Bundeseinrichtungen, aber nicht unbedingt pro Einwohner, zumal die hochbezahlte Politikerkaste ja meist nur einen Zweitwohnsitz dort hat), aber dafür schlägt umgekehrt das Stadtstaatenproblem zu. Afaik ist keine einzige Großstadt in Deutschland im Plus, nicht einmal München. Das ist einfach ein Grundsatzproblem für die öffentliche Hand, wenn man bei jedem Spatenstich erstmal einen Goldbarren für Grund und Boden rüberschieben muss und keine Flächen für billige Neuansiedlungen hat (stell dir mal Bayern vor ... komplett ohne Neubaugebiete, mit einem vor 20 Jahren rechtzeitig gestoppten Flächenfraß), wenn man den totalen Verkehrsinfarkt nur mit hochsubventionsbedürftigen, aufwendigen Maßnahmen gedeckt bekommt, wenn man Kulturdienstleistungen für 100te km Umkreis erbringt und wenn sämtliche Besserverdiener sowie die meisten Unternehmer ihren Hauptsitz und damit ihre Steuern ins Umland jenseits der Stadtgrenze schaffen. Während es sich z.B. im Rhein-Main-Gebiet noch über die Landeskasse ausgleichen kann, dass Frankfurt die Arbeit und Eschborn die Millionen hat, liegen Potsdam & Co im Falle Berlins halt in Brandenburg. (Nicht das es Brandenburg deswegen automatisch gut geht. 40 Jahre Osten gefolgt von 10 Jahren Ausverkauf und Plünderung gefolgt von 20 Jahren Brain-Drain muss man erstmal ausgleichen)

Bitte nicht böse sein, wenn man durch Städte wir München oder Frankfurt oder Hamburg fährt/geht/besucht und kommt man dann in Berlin an, ist die Letztgenannte einfach nur ein verdrecktes, riesiges Slum mit ganz wenigen Ausnahmeviertel.
Der Gesamteindruck ist, dass weder die Stadtverwaltung noch die Ordnungskräfte die Stadt irgendwie unter Kontrolle hätten.

Ich habe keine Ahnung, wo du dich in den genannten Städten bewegst, aber egal ob Köpenick, Mitte oder Pankow: da gibt es jede Menge Ecken, nach denen sich Rödelheim, Ginnheim, Grießheim oder Frankfurter Berg alle 11 Extremitäten nach ablecken würden. Wer natürlich umgekehrt Neukölln mit Niederursel vergleicht, sollte schon einen ausgeprägten Hang zu Multikulti haben, um ersteres toller zu finden, aber allgemein hat Berlin erstaunlich viele annehmbare Ecken. Nicht alle davon liegen auf der Touristenroute (was KEIN Zufall ist), aber man darf auch nicht vergessen, dass zwischen einem durchschnittlichen Flecken Berlin und dem nächstgelegenen Fleckchen Umland, dass nicht nur "für Großstadtverhältnisse ganz okay", sondern tatsächlich "schön" sein könnte, mehr Menschen leben, als in ganz Frankfurt. Der Anteil weitläufiger, hübscher, idyllischer Stadtrandviertel fällt halt automatisch etwas kleiner aus, wenn man überhaupt keinen Stadtrand hat. Bessere Vergleichsobjekte für Berlin wären somit Düsseldorf, Duisburg, Essen. Frankfurt dagegen kannst du gegen Bremen antreten lassen (und da wäre der Gewinner für mich sehr eindeutig, trotz des massiv ungleichen wirtschaftlichen Potenzials)


Und den BER würde ich übrigens in einem Atemzug mit Stuttgart 21 nennen. Nur das für ersten nicht mehrfach der (Unions-)Bundesverkehrsminster vom obersten Bahnvorsitzenden (aka dem Bundesverkehrsminister) um mehrere Milliarden Bundesmittel betrogen wurde. Der BER dagegen, sosehr er auch eine Fehlkonstruktion war, hat nach Fertigstellung wenigstens zwei extrem kostenineffiziente Prestigeflughäfen ersetzt, die bislang u.a. auch Berlin auf der Tasche lagen.


Also, meine angeheiratete Verwandtschaft aus dem Osten, die z. T. in Berlin lebte und z. T. dort immer noch lebt hat primäre Infos aus dem Westfernsehen gezogen.
Diese erzählten mir:
Wie es tatsächlich in W-Berlin im kalten Krieg aussah, wusste kaum jemand im Osten.
Eher im Gegenteil wurde bis in die 1980ger stets Storys von "Mangelwirtschaft"in Berlin im Staatsfernsehen erzählt.

Kann ich aus meiner Bekanntschaft, rückblickend (damals habe ich mich noch nicht so für das Thema interessierte) nicht im geringsten bestätigen. Zum einen weil der Konsum von Westprogrammen in Berlin extrem verbreitet war und zum anderen weil die Grenze für Rentner sowie Kinder mit Westangehörigen zumindest in den 80ern, afaik aber immer offen war und schon rein statistisch die meisten die Übertritte von und nach Westberlin erfolgten. Wer sich nicht komplett in sein Parteibuch eingewickelt hat, wusste also schlichtweg aus maximal zweiter Hand, was in Westberlin los war. Nicht umsonst wollten die DDRler endlich offene Grenzen.

Wie viele das nun umgekehrt offen gegenüber nur lose Bekannten ausgesprochen haben, steht auf einem anderen Blatt. Ich kenne da einige sehr direkte Personen (Punk, FDJ-Verweigerer, Kind-mit-Levis-in-den-Kindergarten-Schicker...), kann mir aber gut vorstellen, dass einige andere Leute abgesehen von einem unmittelbaren familiär-freundschaftlichen Umfeld (und selbst da wurden systematisch IMs angeworben) von vielleicht 10 Personen immer nur die Antworten erhalten haben, von denen der gegenüber dachte, dass sie politisch unverfänglich sind. Willkommen im realen Leben in einer Quasi-Diktatur.

Nur ist eben der gesamtheitliche Eindruck (und weiss Gott nicht nur bei mir), dass da massiv Geld irgendwohin verschwendet wird und als Hauptstadt einer der wichtigsten Industrienationen der Welt, die RRG Scheinweltblase in gut betuchten Grünen-Wohlstandswohnburgen am Stadtrand einfach nicht funktioniert und der Normalobürger in Berlin mit Zuwendungen zugebuttert wird, nur damit er das Maul nicht aufmacht.

Ich will bezüglich der Weltfremdheit manch RRG-Politikers nicht widersprechen, aber hast du die gleiche Frage mal Diepgen gestellt? Der hat Berlin fast solange regiert wie der nun wirklich nicht als übermäßig talentiert bekannte Wowereit und als ich hatte wirklich nicht den Eindruck, dass Berlin Anfang der 0er Jahre gnadenlos gut, finanziell grundsolide und wirtschaftlich boomend dastand, bis die SPD kam und alles heruntergewirtschaftet hat. Ganz im Gegenteil: Obwohl die Ostförderung in den 90ern wesentlich stärker war, ist Berlin erst in den 0er und den 10er Jahren aufgeblüht, hat einiges an Sanierungsstau aufgeholt (also "einiges" relativ zu dem, was z.B. in München saniert werden müsste. Relativ zu dem, was Berlin immer noch vor sich hat, ist es eher wenig) und auch wenn die Gewinne primär bei Investoren geblieben sind und heute im Stadtsäckel fehlen, ist man zumindest nicht noch weiter abgestürzt.

Meines Wissens ist Berlin "die" Startup Stadt Deutschlands und das seit Jahrzehnten.
Startups funktionieren aber nur in D. wenn die KFW die ordentlich mit Geld zuschüttet.

"Jahrzehnte"? Die Hipster-Szene hat Berlin frühestens vor 10-15 Jahren entdeckt. Und da auch nur die Start-Ups aus dem tertiären Sektor, die große Versprechen aber nur sehr selten große Erfolge und selbst dann keine großen Gewinne haben. Wie gesagt - für physisch große Gründungen hat Berlin einfach nicht die (günstige) Fläche. Und um sich mit irgendwas ans Großkapital dranzuhängen klappt auch nicht, wenn alle Firmen nur mit Zweigstellen vertreten sind, aber Zentralen woanders stehen. München und Frankfurt haben mit dem Konzept seit Jahrzehnten Erfolg, aber das ist ein selbstverstärkender Faktor, den man nicht so einfach kopieren kann.

"Die Szene" war Berlin vor >20 Jahren jedenfalls nur für Hausbesetzer, Grafittikünstler und vielleicht doch den einen oder anderen Liebhaber antiker öffentlicher Verkehrsmittel. (Wenn er die nötige Geduld aufbrachte) Kurze Zeit kamen auch noch Freizeitparkliebhaber, dann aber Trickbetrüger auf ihre Kosten.
 
Habe ich auch nirgends behauptet und k.a. wie du darauf kommst das diese Anmerkung in irgend einem Kontext meiner Äußerungen nötig wären?
Ich wollte auch mal was Positives über Berlin schreiben...
und "sich systematisch die Rosinen rauspicken".
Wall of Text, ich habe es mal verkürzt...
Mit der Ergänzung: Schlau gemacht...
Ich habe keine Ahnung, wo du dich in den genannten Städten bewegst,
Meist überall und über längere Zeiträume.
Berlin:
Ein Teil der Planung vom "Paul-Löbe-Haus" und auch vom Marriot, Nahe Potsdamer Platz ist aus der Feder von unserem Büro und eben Bauleitung.
Insofern war ich selbst in Summe wohl fast 1 Jahr in Berlin und mache es wie überall:
Drahtesel oder Öffis und alle möglichen und unmöglichen Ecken einer Stadt erkunden.
z. B. Bötzowviertel gefällt mir, Friedrichshain ist sehr schräg für ein Landei wie mich.
Gewohnt habe ich in der Zeit Nahe dem Digedagsplatz in Köpenick draussen.


Und den BER würde ich übrigens in einem Atemzug mit Stuttgart 21 nennen.
Ich kann dich beruhigen.
S21 wird BER bzgl. den Finanzen bei weitem toppen, nur nicht so offensichtlich.
In der Bahn AG kann man viel verstecken.
Kann ich aus meiner Bekanntschaft, rückblickend (damals habe ich mich noch nicht so für das Thema interessierte) nicht im geringsten bestätigen. Zum einen weil der Konsum von Westprogrammen in Berlin extrem verbreitet war
aber nicht "live"
und zum anderen weil die Grenze für Rentner sowie Kinder mit Westangehörigen zumindest in den 80ern, afaik aber immer offen war und schon rein statistisch die meisten die Übertritte von und nach Westberlin erfolgten.
Genau anders herum
Wer sich nicht komplett in sein Parteibuch eingewickelt hat, wusste also schlichtweg aus maximal zweiter Hand, was in Westberlin los war. Nicht umsonst wollten die DDRler endlich offene Grenzen.
Wer ein Strammer war, der durfte, der Rest eher nicht.
Wie viele das nun umgekehrt offen gegenüber nur lose Bekannten ausgesprochen haben, steht auf einem anderen Blatt. Ich kenne da einige sehr direkte Personen (Punk, FDJ-Verweigerer, Kind-mit-Levis-in-den-Kindergarten-Schicker...), kann mir aber gut vorstellen, dass einige andere Leute abgesehen von einem unmittelbaren familiär-freundschaftlichen Umfeld (und selbst da wurden systematisch IMs angeworben) von vielleicht 10 Personen immer nur die Antworten erhalten haben, von denen der gegenüber dachte, dass sie politisch unverfänglich sind. Willkommen im realen Leben in einer Quasi-Diktatur.
Na ja, meine Frau war ja auch "Staatsfeind", 1987 noch geflohen und hinterher mal in der Gauck-Behörde ein sit- und lese-in gemacht.
Plakativ übertrieben: Irgendwie war fast jeder ein IM, selbst wenn er es nicht wusste oder nicht mehr wissen wollte...

Ich will bezüglich der Weltfremdheit manch RRG-Politikers nicht widersprechen, aber hast du die gleiche Frage mal Diepgen gestellt?
Noch mal: Ich habe an keiner Stelle behauptet, die CDU hat es besser gemacht oder würd es besser machen.
Aber ein Hauptstadt nach Klientelpolitik betreiben zu wollen, ist eben auch der völlig falsche Ansatz.
Die weitergehenden Wahlanalysen brachten mittlerweile ja auch Erkenntnisse.
Nur beispielhaft, kannste dir ja ne andere Agentur gemäß deinem politischen Coleur heraussuchen:



Und da auch nur die Start-Ups aus dem tertiären Sektor, die große Versprechen aber nur sehr selten große Erfolge und selbst dann keine großen Gewinne haben.
gut erkannt
 
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Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Besonders wenn man dann noch die Kommentare liest.

Apropos rechte Schwurbler und Reichsbürger: Attila Hildmann ist ja schon letztes Jahr in die Türkei geflüchtet. :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Unabhängig von der inhaltlichen Leere des Videos, verstehe ich etwas Grundsätzliches bei den heutigen Rechtsaußen nicht.

Im historischen Kontext waren UdSSR/Russland/die slawischen Volksgruppen so was wie der Staatsfeind Nr. 1 der Nationalsozialistischen Deppenpartei.
Ich versuche den damaligen Sprachgebrauch in Verbindung mit der jeweiligen Volkszugehörigkeit zu vermeiden...

Im Prinzip müsste Rechtsaußen alles dafür tun, dass Russland im Kontext zum Ukrainekrieg auf der Verliererseite bleibt.
Genau das Gegenteil ist der Fall. :hmm:
Also, entweder hat keiner der heutigen Rechtsaußen "Meinen Oberkrampf" gelesen, oder die Comicadaption war nicht der Burner oder keiner von denen beherrscht so weit das Lesen, das Inhalte erfasst werden können.
Rätsel über Rätsel... :ka:

Am Schrägsten ist aber, das Menschen mit Migrationshintergrund für eine Partei werben, die mit einer "Machtergreifung" alles dafür tun würden, eben diese Personen aus Deutschland "hinauszukomplimentieren".

Das ist in etwa so, als würde ich heute in das Reservat meiner Verwandten fahren und crowdfunding für eine monumentales Reiterstandbild für General Custer betreiben würde.
Der Marterpfahl oder Schlimmeres wäre mir sicher...
 
Unabhängig von der inhaltlichen Leere des Videos, verstehe ich etwas Grundsätzliches bei den heutigen Rechtsaußen nicht.

Im historischen Kontext waren UdSSR/Russland/die slawischen Volksgruppen so was wie der Staatsfeind Nr. 1 der Nationalsozialistischen Deppenpartei.
Ich versuche den damaligen Sprachgebrauch in Verbindung mit der jeweiligen Volkszugehörigkeit zu vermeiden...

Im Prinzip müsste Rechtsaußen alles dafür tun, dass Russland im Kontext zum Ukrainekrieg auf der Verliererseite bleibt.
Genau das Gegenteil ist der Fall. :hmm:
Also, entweder hat keiner der heutigen Rechtsaußen "Meinen Oberkrampf" gelesen, oder die Comicadaption war nicht der Burner oder keiner von denen beherrscht so weit das Lesen, das Inhalte erfasst werden können.
Rätsel über Rätsel... :ka:
Das verstehe ich auch nicht ganz. Aber: es war mir bekannt, dass deutsche Rechtsextreme, Kontakte zu russischen Rechtsextremen haben und schon lange vor den russischen Überfall auf die Ukraine, sich zu "Manövern" oder "Kriegsspielen" in russischen Wäldern getroffen haben.
Am Schrägsten ist aber, das Menschen mit Migrationshintergrund für eine Partei werben, die mit einer "Machtergreifung" alles dafür tun würden, eben diese Personen aus Deutschland "hinauszukomplimentieren".
Kann ich auch absolut nicht nachvollziehen.
 
Das verstehe ich auch nicht ganz. Aber: es war mir bekannt, dass deutsche Rechtsextreme, Kontakte zu russischen Rechtsextremen haben und schon lange vor den russischen Überfall auf die Ukraine, sich zu "Manövern" oder "Kriegsspielen" in russischen Wäldern getroffen haben.
Passt schon, Dumpfbeutel spielen mit gemäß der originären Ideologie Unfähigen zusammen Krieg.
 
Am Schrägsten ist aber, das Menschen mit Migrationshintergrund für eine Partei werben, die mit einer "Machtergreifung" alles dafür tun würden, eben diese Personen aus Deutschland "hinauszukomplimentieren".
Wie wurde es von Adorno schon formuliert: Autoritätsgebundene Charaktere identifizieren sich mit realer Macht schlechthin, vor jedem besonderen Inhalt.
 
Wie wurde es von Adorno schon formuliert: Autoritätsgebundene Charaktere identifizieren sich mit realer Macht schlechthin, vor jedem besonderen Inhalt.
Im Grunde findet man die Antwort auch bei Hitler selber.
Solange es nützlich ist ist der Feind "Freund" (Hitler-Stalin Pakt, das Öl für den Frankreichfeldzug kam aus der UDSSR).
Im Kampf gegen Hitler das gleiche, haben Briten, Amerikaner und Sovjets auch darüber hinweggeschaut, das man 20Jahre zuvor im weiß-roten Bürgerkrieg noch auf der entgegengesetzten Seite stand und sogar aufeinander geschossen hat.

Oder anders formuliert, bzw. wie du ja schon richtig schreibst, wenn es darum geht an die Macht zu kommen ist unter modernen rechten Autokraten die eigene Idiologie plötzlich erstmal völlig nebensächlich.
Vor 40 - 60 Jahren wäre das vielleicht noch ein wenig anders gewesen, aber gerade die letzten 30 Jahre ist die Rechte dort auch "sehr flexibel" geworden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Prinzip müsste Rechtsaußen alles dafür tun, dass Russland im Kontext zum Ukrainekrieg auf der Verliererseite bleibt.
Genau das Gegenteil ist der Fall. :hmm:
Also, entweder hat keiner der heutigen Rechtsaußen "Meinen Oberkrampf" gelesen, oder die Comicadaption war nicht der Burner oder keiner von denen beherrscht so weit das Lesen, das Inhalte erfasst werden können.
Rätsel über Rätsel... :ka:
Den heutige Rechten geht es auch nicht mehr um den gescheiteten, dessen Name nicht genannt werden muss, sondern einfach um das "Dagegen sein". Die Regierung findet Putin blöd, also sind wir für Putin. Die Regierung findet Trump doof, also finden wir den gut. Die Regierung findet Windkraft toll, also sind wir dagegen. Das kann man endlos weiter führen und findet man in der Afd auch so wieder.
Am Schrägsten ist aber, das Menschen mit Migrationshintergrund für eine Partei werben, die mit einer "Machtergreifung" alles dafür tun würden, eben diese Personen aus Deutschland "hinauszukomplimentieren".
Guck dir Alice Weidel an. Sie ist Mitglied einer Partei, die ihren Lebensstil und ihre sexuelle Ausrichtung grundlegen ablehnt.

Das verstehe ich auch nicht ganz. Aber: es war mir bekannt, dass deutsche Rechtsextreme, Kontakte zu russischen Rechtsextremen haben und schon lange vor den russischen Überfall auf die Ukraine, sich zu "Manövern" oder "Kriegsspielen" in russischen Wäldern getroffen haben.

Kann ich auch absolut nicht nachvollziehen.
Deutsche Rechte haben auch kein Ziel in dem Sinne. Wie immer hetzen sie gegen anders denkende, gegen Juden, Homosexuelle, usw. Jetzt haben sie Putin als neuen Freund entdeckt, aus den von mir oben genannten Gründen.
 
Den heutige Rechten geht es auch nicht mehr um den gescheiteten, dessen Name nicht genannt werden muss, sondern einfach um das "Dagegen sein". Die Regierung findet Putin blöd, also sind wir für Putin. Die Regierung findet Trump doof, also finden wir den gut. Die Regierung findet Windkraft toll, also sind wir dagegen. Das kann man endlos weiter führen und findet man in der Afd auch so wieder.
Ja egal ob amerikanische, französische, italienische, ungarische oder deutsche Rechte. Sie sind gegen das System und finde die Unterstützung der Ukraine sch**sse. Lieber mit Putin kuscheln.
 
Den heutige Rechten geht es auch nicht mehr um den gescheiteten, dessen Name nicht genannt werden muss, sondern einfach um das "Dagegen sein". Die Regierung findet Putin blöd, also sind wir für Putin. Die Regierung findet Trump doof, also finden wir den gut. Die Regierung findet Windkraft toll, also sind wir dagegen. Das kann man endlos weiter führen und findet man in der Afd auch so wieder.
Deswegen ist "Rechts" bei der AFD auch imo weniger zutreffend als "Populistisch".
Wenn die aktuelle Regierung nur anfängt genug Zäune zu bauen wird man auch plötzlich die Einwanderung für sich entdecken.
 
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Mit der Ergänzung: Schlau gemacht...

"Dumm" ist es nicht, sich von anderen aushalten zu lassen, da hast du sicherlich recht. Erst recht nicht, wenn man damit langfristig durch kommt. Aber "lobenswert" oder "vorbildlich" sind genauso unpassende Adjektive. Im Falle von Berlin, das schon immer ein Zuschussgeschäft war, trifft zugegebenermaßen der Kritikteil ins schwarze. Aber wenn ich gleichen Argumente manchmal gegen norddeutsche Länder gerichtet höre, habe ich immer den Eindruck, da motzt einer das Opfer an, weil es weniger Geld hat, als der Räuber.

z. B. Bötzowviertel gefällt mir, Friedrichshain ist sehr schräg für ein Landei wie mich.
Gewohnt habe ich in der Zeit Nahe dem Digedagsplatz in Köpenick draussen.

"Draußen"? Musste erstmal Googlen, aber Karlshorst ist nicht Köpenick und die Stadtgrenze ist in diesem Jahrhundert noch einmal 30-40% weiter vom Stadtzentrum entfernt. Relativ zu JWD ist Digedagsplatz in etwas soweit "draußen", wie die Zeil in Frankfurt. Keine Ahnung, ob es dort trotzdem annehmbar ist oder nicht, Potential könnte es zwischen Tierpark und Wuhlheide eigentlich haben. Die beiden sind definitiv schön. Gemeint habe ich mit Köpenick aber eher die andere Seite letztgenannter ab Bellevue respektive jenseits der Spree. Als jemand, der beim Anblick von Plattenbauten keine Panikattakcken bekommt, würde ich selbst die Allendes schön finden (Bausubstanz ggf. vorher nochmal prüfen)

Genau anders herum

Wie meinen?

Wer ein Strammer war, der durfte, der Rest eher nicht.

Bei Rentnern hat keiner gefragt. Man wäre ja froh geblieben, wenn die bei ihrer ausgereißten Verwandtschaft im Westen geblieben wären, aber unterschätze nie den Dickkkopf einer Ost-Oma :ugly: .

Na ja, meine Frau war ja auch "Staatsfeind", 1987 noch geflohen und hinterher mal in der Gauck-Behörde ein sit- und lese-in gemacht.
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Meine Bekannten haben bewusst darauf verzichtet, nachzulesen. Es gingen eindeutig Informationen aus ihrem Freundeskreis nach draußen, aber 15-20 Jahre nach der Wende wollten sie die Sachen nicht wieder aufrollen und ggf. weiterhin freundschaftliche Beziehungen opfern. Wenn ich irgendwann mal zu viel Zeit habe, werde ich mal fragen, ob es zu mir auch eine Akte gibt :ugly: .

Aber ein Hauptstadt nach Klientelpolitik betreiben zu wollen, ist eben auch der völlig falsche Ansatz.

Der Satz gilt immer, egal was du als drittes Wort einsetzt. Trotzdem werden Union, SPD und FDP gewählt. (Da Grüne und Linke auch in die Richtung tendieren, ist es allerdings auch etwas mühselliger, was anderes zu finden)
Vielleicht würde es im Falle vom Selbstdarsteller-Magneten Berlin helfen, den Schwaben das Wahlrecht zu entziehen, damit nicht nur nach Oberflächlichkeiten ausgesucht wird.
*duck und renn*


Unabhängig von der inhaltlichen Leere des Videos, verstehe ich etwas Grundsätzliches bei den heutigen Rechtsaußen nicht.

Im historischen Kontext waren UdSSR/Russland/die slawischen Volksgruppen so was wie der Staatsfeind Nr. 1 der Nationalsozialistischen Deppenpartei.
Ich versuche den damaligen Sprachgebrauch in Verbindung mit der jeweiligen Volkszugehörigkeit zu vermeiden...

Im Prinzip müsste Rechtsaußen alles dafür tun, dass Russland im Kontext zum Ukrainekrieg auf der Verliererseite bleibt.

Die Ukraine war aus Sicht der Originalnazis Teil des gleichen Komplotts und somit genauso "Feind". Die heutigen Nachäffer stehen also vor der schwierigen Aufgabe, im Kampf definierter Feind gegen definierter Feind die zum schwarz-weiß-Denken nötige "gute Seite" auszumachen und das ist ohne Hirn gar nicht so einfach. Tatsächlich sind einige Rechtsextreme (wohl vor allem aus der Ecke 3. Weg) ja knallhart pro-Ukrainisch bis hin zu Kampfeinsatz, wäre andere sich bei Wagner verdingen wollen.

Auf politischer Ebene ist es so, dass die Rechtspopulisten und -extremisten seit Jahren sehr erfolgreich im Deutschrussichen Milieau auf Stimmenfang gehen. Die AFD gibt ihr Wahlprogramm z.B. von Anfang an auch auf Russisch aus. Über Gründe kann ich nur spekulieren, denn die typischerweise assoziierten Dinge wie Muslimen- und allgemein Fremdenhass, Führerkult, Ostblock-Sentimentalismus und Anti-EU-, Anti-NATO-Grundhaltung sind ja eben explizit das, was Russlanddeutsche zurücklassen woll(t)en. Denen, die da jetzt trotzdem zujubeln, könnte man mit Fug und Recht vorwerfen, sie wären Wirtschaftsflüchtlinge, die ihre Geburtsorte nur verlassen haben, um vom deutschen Sozialsystem zu profitieren.

Aber wäre ja nicht das erstemal, dass die AFD genau das Gegenteil von dem Macht, was sie predigt. Sich vom Pöbel wählen lassen, um Elitenförderung durchzusetzen, gegen internatinoale Kooperation hetzen und systematisch EU-weit mit Faschisten zusammenarbeiten, christliche Kernfamilie hochhalten und homosexuelle in die erste Reihe stellen, Einheit schwören und alle zwei Jahre irgendwas abspalten und sobald es gegen Juden geht, versteht man sich auch mit Muslimen blendend. Wieso also nicht auch gegen Ausländer und Schmarotzer hetzen, während man mit Migranten in der sozialen Hängematte schaukelt?
 
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Carsten Stahl hat die Schnauze gestrichen voll. Ich musste paarmal richtig lachen. :lol:
 
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Carsten Stahl hat die Schnauze gestrichen voll. Ich musste paarmal richtig lachen. :lol:
Carsten Stahl war - bei aller Würdigung seines Engagements, aber guter Wille allein genügt nun einmal nicht - schon immer nicht der Hellste und ein wenig seltsam. Spätestens seit Beginn der Pandemie ist komplett durch den Wind.

An sich ist die Sache ziemlich einfach: Die Wähler wissen, wer all die Jahre vorher koaliert hat und vermutlich auch weiterhin zusammenarbeiten will. Jeder, der seine Stimme für eine der früheren Koalitionsparteien abgegeben hat, war also entweder für eine Fortsetzung der Koalition oder hat diese zumindest billigend in Kauf genommen.
Und das war nun einmal eine deutliche Mehrheit, auch wenn die CDU kräftig zugelegt hat.

Wenn die CDU einen Regierungsauftrag für sich beanspruchen will, muss sie im selben Atemzug einräumen, dass dieser auch jedem erteilt wurde, der sich vielleicht bereit findet, mit ihr zu koalieren - und das wäre in jedem Fall ein Mitglied der vorherigen Koalition.

Das gilt rational und gänzlich unabhängig von persönlichen Präferenzen.
 
Carsten Stahl war - bei aller Würdigung seines Engagements, aber guter Wille allein genügt nun einmal nicht - schon immer nicht der Hellste und ein wenig seltsam. Spätestens seit Beginn der Pandemie ist komplett durch den Wind.
Stimmt. Solche Videos von ihm nehme ich auch nicht wirklich für ernst.
Aber ich hatte mir mal nur zum Spaß "Privatdetektive im Einsatz" ein paar Folgen angeguckt. Und gut gelacht. :D
An sich ist die Sache ziemlich einfach: Die Wähler wissen, wer all die Jahre vorher koaliert hat und vermutlich auch weiterhin zusammenarbeiten will. Jeder, der seine Stimme für eine der früheren Koalitionsparteien abgegeben hat, war also entweder für eine Fortsetzung der Koalition oder hat diese zumindest billigend in Kauf genommen.
Und das war nun einmal eine deutliche Mehrheit, auch wenn die CDU kräftig zugelegt hat.

Wenn die CDU einen Regierungsauftrag für sich beanspruchen will, muss sie im selben Atemzug einräumen, dass dieser auch jedem erteilt wurde, der sich vielleicht bereit findet, mit ihr zu koalieren - und das wäre in jedem Fall ein Mitglied der vorherigen Koalition.

Das gilt rational und gänzlich unabhängig von persönlichen Präferenzen.
Die CDU wurde hauptsächlich von den Rentnern gewählt. Und einen klaren Regierungsauftrag sehe ich auch nicht. Dafür hätte sie die absolute Mehrheit haben müssen.
 
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