Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Damit liegst du nicht mal so sehr daneben. Habe gestern einen Artikel gelesen, dass psychische Erkrankungen seit Corona drastisch zugenommen haben, jedoch auch vorher schon der Trend nach oben stark war.
Das jetzt aber alles aufzudröseln, würde natürlich den Thread sprengen, da die Faktoren multipel sind, wobei jedoch aus dem Artikel klar hervorging, dass die Gesellschaft als Rahmen des Zusammenlebens natürlich eine große übergeordnete Rolle als ein Verursacher spielt.
Obiges bzgl. Corona kann ich kaum beurteilen.

Aber die Gesellschaft ist ein gutes Stichwort.
DIE Gesellschaft, so erscheints mir, gibt es gar nicht mehr.
Eher kleinteilige Interessensgruppen, die für rechts und links (nicht politisch gemeint) die Scheuklappen haben und auf Teufel komm raus ihre Interessen durchgesetzt haben wollen.
Und damit meine ich nicht nur auf der Straße Festklebende.

Beispiele:

Wir haben eines der teuersten Gesundheitssysteme weltweit und gleichzeitig eines der Ineffizientesten.
Medikamente sind Mangelware in der IV. stärksten Industriemacht der Welt.

Wir haben einen der größten Militäretats weltweit und trotzdem kaum funktionierendes Gerät.

Wir sind eines der reichsten Länder der Erde und haben ein Problem die Rente jener zu finanzieren, die diesen Wohlstand bis heute aufgebaut haben.

Wir haben derzeit Zuzugsraten von über 1 Mio. Menschen/anno in unser Land und schaffen es nicht einmal die avisierten 400.000 Wohnungen/anno zu bauen, von leistbaren Wohnen will ich gar nicht erst anfangen.


Die einzige Antwort der Politik ist, noch mehr Schulden zu machen.
Nennt sich jetzt Sonderfond.
Ist aber unseren Kindern wurscht wie es heisst, die werden das abstottern müssen, jeden Cent.

Ach nee, alternativ die jetzige Industrie so schnell kaputt zu machen, dass keine Alternativen in so kurzer Zeit etabliert werden können.

Und wo genau soll dann das Geld herkommen?
Ach ja, Enteignungen + Reichensteuer, die netten Einmaleffekte, die bisher in jedem sozialistischen Land so unglaubliche Früchte getragen haben.

Fazit:
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Und wo genau soll dann das Geld herkommen?
Ach ja, Enteignungen + Reichensteuer, die netten Einmaleffekte, die bisher in jedem sozialistischen Land so unglaubliche Früchte getragen haben.
Das ist ne wilde Vermischung von zwei vollkommen verschiedenen Dingen.
"Reichensteuer" im Sinne einem zusätzlichen Steuersatz z.B. oberhalb von 100k wäre weder einmalig noch außerordentlich sozialistisch.
Enteignung dagegen tatsächlich beides.
Wir haben eines der teuersten Gesundheitssysteme weltweit und gleichzeitig eines der Ineffizientesten.
Quelle? Nicht das ich das deutsche Gesundheitssystem besonders toll finde, aber herrrausragende Ineffizienz verglichen mit z.B. der NHS würde ich jetzt nicht sofort unterschreiben.
 
Das Problem dieses Staates ist, dass in vielen Fällen langsam das Einzelinteresse über dem Gemeinwohl steht.

Guckt euch nur das Wohnungsbauproblem an. Es wäre kein Problem 400.000 Wohnungen zu bauen. Selbst die engergetischen Standards sind heute kaum ein Problem, aber baue mal 500 Wohnungen ohne das dies zusätzlichen Verkehr, Lärm und Luftbelastung schafft. Und da kann dann der einzelne Betroffene im Bauleitplanverfahren eben gegen den Bebauungsplan vorgehen. Selbst wenn er am Ende verliert gehen dafür Jahre ins Land.

Was glaubt ihr warum auch der Netzausbau für Glasfaser und DSL so lahm ist. Nicht weil man nicht könnte, sondern weil es ein ewig kompliziertes Verfahren ist. Selbst wenn Du es nur im Gehweg in der Stadt verlegen willst, brauchst Du erstmal ein Baum- und Artenschutzgutachten in dem jedes Bäumchen und jeder Strauch entlang der Trasse auf seinen ökologischen Wert untersucht wird. Dann lernst Du, dass Du an 2 Straßenbäumen nicht entlang darfst, weil die Wurzeln Schaden nehmen könnten und musst in die Straße ausweichen. Da darfst Du nicht rein, weil Strom- und Gas im Weg liegen, also musst Du nun im Vortrieb arbeiten und tief unter dem Baumbereich durchpressen. Dafür brauchst Du eine Pressgrube, die muss genehmigt werden. Dafür muss dann ein Lärmgutachten, ein hydrogeologisches Gutachten , ein Baugrundgutachten, eine Kampfmitteluntersuchung und - wenn Grün betroffen ist - ein Baum- und Artenschutzgutachten beigebracht werden. Muss Grün entfernen darfst Du das natürlich nur in vegetationsarmen Zeit und außerhalb der Brutzeit. Und das ist der Prozess ohne Bürgerinitiative oder die Anspruchnahme von Privatgrundstücken - seien es 50 cm Gehweg, die fiskalisch in privater Hand sind.

Versuchst Du das Spiel nun im Außenbereich vervielfacht sich der Spaß. Hat man eine witzige Naturschutzbehörde am Werke, stellen diese Fest, dass ein Verteilerkasten das Landschaftsbild stört und die Begrenzung auf DSL6000 für die Bewohner der betroffenen Häuser kein hinreichender Grund für eine Befreiuung nach Landschaftsrecht ist. Dann kannst Du gucken wo Du den unterirdisch bauen darfst, oder lässt es halt bleiben.
 
Kann mir keiner erzählen, dass sich unter den Aktivisten keine Psychos befinden...
Wobei unter den gewaltbereiten Demonstranten die wenigsten pathologisch "Psychos" sind.
Man sagt zwar gerne "Psychos" aber das sind größtenteil gesunde Menschen.
Auch gesunde Menschen üben Gewalt aus. Und die meisten psychisch kranken Menschen sind friedlich.
 
Das ist ne wilde Vermischung von zwei vollkommen verschiedenen Dingen.
"Reichensteuer" im Sinne einem zusätzlichen Steuersatz z.B. oberhalb von 100k wäre weder einmalig noch außerordentlich sozialistisch.
Doch, weil dann jene, dies viel oder mehr verdienen, einfach nicht mehr da sein werden.
Enteignung dagegen tatsächlich beides.

Quelle? Nicht das ich das deutsche Gesundheitssystem besonders toll finde, aber herrrausragende Ineffizienz verglichen mit z.B. der NHS würde ich jetzt nicht sofort unterschreiben.
Sage nicht ich, sondern Herr Hollmann gesundheitspolitischer Sprecher der FDP:

Auszug:

Gemeinsame Kraftanstrengung erforderlich

Das System "auf Vordermann bringen, damit wir insgesamt widerstandsfähiger sind." Das ist der Ansatz von Andrew Ullmann, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Dies könne aber nicht alleine mit mehr Geld erreicht werden. Ullmann betont: "Wir haben eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt. Und gleichzeitig eines der ineffektivsten." Dazu gehöre auch, dass ländliche Regionen teilweise unterversorgt und viele Ballungsgebiete überversorgt seien. "Da müssen wir raus." Das gesamte System müsse reformiert werden – eine Gemeinschaftsaufgabe für Bund und Länder.
 
Doch, weil dann jene, dies viel oder mehr verdienen, einfach nicht mehr da sein werden.

Sage nicht ich, sondern Herr Hollmann gesundheitspolitischer Sprecher der FDP:
Na die FDP muss es ja wissen, die Partei, die wie keine zweite Vermögenden in ihren Hintern kriecht und auch schon beim Mindestlohn die große Vermögensabwanderung prophezeit hat...
Wir hatten, bis die die CDU sie in den 1990ern abgeschafft hat, jahrzehntelang eine "Reichensteuer"!
Wir hatten die letzten 30 Jahre mehr Entlastung, am oberen Ende, als auch nur im Ansatz in der Mitte, oder gar am unteren Ende und wo stehen wir heute?

Richtig, die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseiander, ein kleiner Prozentsatz in Deutschland besitzt soviel Vermögen wie 60% der Bevölkerung zusammen und 40% der Bevölkerung besitzen gar kein Vermögen.

Wie sehr willst du große Vermögen noch in diesen Land mit Samthandschuhen anfassen?
Wie lange hälst du es bitte noch für richtig das Verluste vergemeinschaftet und Gewinne privatisiert werden?
Man muss sich doch langsam mal von dieser Geisterfahrt verabschieden, Vermögende müssten nur ausreichend entlastet werden und dann würden alle von profitieren, es ist nicht eingetreten, nicht die letzten 20 Jahre und wird auf diesen Weg auch die nächsten 20 Jahre nicht eintreten.

Ich halte dabei sicher nichts von Enteignung, aber eine gerechte Besteuerung großer Vermögen braucht es definitiv und endlich einmal eine Abkehr vom Irrsinn, Vermögende Menschen wären die Wohlstandsgaranten dieser Gesellschaft, sie sind diejenigen die denn Wohlstand hier zunehmend vernichten, indem sie ihn auf Kosten aller an sich raffen und eben nicht die welche ihn schaffen, das sind kleine und Mittelständische Betriebe und Millionen arbeitende Angestellte in Deutschland und die sehen immer weniger vom Wohlstand!

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Also, wie weit willst du Vermögen noch entlasten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei unter den gewaltbereiten Demonstranten die wenigsten pathologisch "Psychos" sind.
Man sagt zwar gerne "Psychos" aber das sind größtenteil gesunde Menschen.
Das ist aber nur eine Annahme. Nur weil jemand nicht diagnostiziert wurde, heißt es ja nicht, dass gewisse Merkmale von Psychopathie, Soziopathie, narzistischen Persönlichkeitsstörung etc pp nicht vorhanden sind. Denke, dass da gesellschaftlich betrachtet, die Dunkelziffer höher ist als man meint.
 
Das Problem dieses Staates ist, dass in vielen Fällen langsam das Einzelinteresse über dem Gemeinwohl steht.
Stimmt
Guckt euch nur das Wohnungsbauproblem an. Es wäre kein Problem 400.000 Wohnungen zu bauen.
Oh, doch.
Wir reden hier von zus. Bauleistungen on top und die Branche, meine Branche, ist jetzt schon am Anschlag.
Dabei ist alles, was laufen kann und Willens ist, in Deutschland auf dem Bau zu arbeiten, schon EU-weit zusammengekarrt.
Selbst die engergetischen Standards sind heute kaum ein Problem, a
Nein, sind sie technisch nicht.
Aber eine durchschnittliche KfW 40 Wand hat nun mal irgendwas zw. 46 und 50 cm Stärke, egal ob aus Holz, Ziegel Beton+WDVS oder sonst was. und je nachhaltiger der Baustoff ist, um so schlechter sind die Dämmwerte und um so dicker wird die Wand.
Die Energieeinsparung zw. dem älteren Standard KFW50 zu KFW 40 beträgt grob 15%, der Material und Kostenaufwand das grob doppelte.
Sprich über eine angesetzte Lebenszeit von 50 Jahren bekommt man i. d. R. weder die Primärenergie oder das freigesetzte CO2 noch die Baukosten wieder rein. Das fängt bei ca. 80 oder 100 Jahren an.

Das ganze wird in Bezug von Primärenergeie und CO2 etwas besser, wenn man Holzwände mit z. B. Strohdämmung (50-60cm Wandstärke), Vollholzdecken usw. einsetzt, kostet dann aber ca. das 2-3fache wie ein Betonbau mit WDVS.

Und ganz am Schluss werden hochgedämmte Häuser für Investoren in städtischen Lagen wegen dem Flächenverbrauch der Konstruktion und somit weniger Wohnraumeffizienz völlig uninteressant.

Denn:
Das fertige Produkt Haus kostet bzgl. Grundstück 40%+ Genehmigung, Baukostenzuschüsse 5% + Planung 20%, der eigentliche Bau 15% und dann noch die MWst.

Ach so, Edit:
Bevor jemand auf falsche Ideen kommt.
In der Sparte sozialer Wohnungsbau ist die durchschnittliche Marge eines Bauunternehmens bei 0,25 bis 0,75%.
Dafür steht ein Banker nicht mal am morgen auf und liest Zeitung.


ber baue mal 500 Wohnungen ohne das dies zusätzlichen Verkehr, Lärm und Luftbelastung schafft. Und da kann dann der einzelne Betroffene im Bauleitplanverfahren eben gegen den Bebauungsplan vorgehen. Selbst wenn er am Ende verliert gehen dafür Jahre ins Land.
Einsprüche bzgl. Wohnungsbau gibt es relativ wenige.
Der Häuslebauer im heutigen Freistellungsverfahren merkt kaum was von der Trägheit eines Amtes.
Wenn man aber eine WA mit 200 Einheiten + Kita hinstellen muss, ist man in der Gebäudeklasse V.

Ab Planfeststellungsverfahren, Bauleitplan und dann städtebaulicher Wettbewerb blabliblö gehen grob 2-3 Jahre ins Land - im Idealfall.
Die Pläne sind dann zu 100% Sch..., nicht umsetzbar und meist unrealistisch zu teuer.
Dann kommt der blöde GU (ich) und muss das ganz noch mal beplanen LP1-5, damit es überhaupt baubar wird.
Dann bauen wir und dann warten wir bis zu zwei Jahr nach Abnahme und Einzug der Mieter, bsi wir die letzten 10% bekommen, 5% musste eh 5 Jahre lang als Gewährleistungsbürgschaft liegen lassen.

Sag mal z. B. mindfactory, ach du bekommst jetzt nur 85% vom Geld für die GPU und den Rest erst dann, wenn die bei mir 2 Jahre durchgeheizt hat.
Du wirst die GPU nie im Leben erhalten..

Selbst im sozialen Wohnungsbau ist z. B. die Lärmschutzvorgabe so hoch, dass z. B. in München eine vorbeifahrende Tram in 50m Entfernung nicht mehr gehört werden darf (Prinz-Eugen-Park).
Da kostet dann ein einziges 1,26x1,41m Fenster fast 2.000 € netto im Einkauf.
 
Das ist aber nur eine Annahme. Nur weil jemand nicht diagnostiziert wurde, heißt es ja nicht, dass gewisse Merkmale von Psychopathie, Soziopathie, narzistischen Persönlichkeitsstörung etc pp nicht vorhanden sind. Denke, dass da gesellschaftlich betrachtet, die Dunkelziffer höher ist als man meint.
Sicher gibt es auch welche ohne Diagnose und unbehandelt.
Aber zu behaupten: psychisch Kranke sind ja alle gefährlich ist Quatsch. Und man tut ihnen damit Unrecht an.

Es gibt genug gesunde Menschen welche Gewalt und Morde ausüben. Oder Kriege führen.
Die sind alle voll zurechnungsfähig. In normalen Gefängnissen sitzen auch deutlich mehr Gewalttäter als in geschlossenen oder forensischen Psychiatrien.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na die FDP muss es ja wissen, die Partei, die wie keine zweite Vermögenden in ihren Hintern kriecht und auch schon beim Mindestlohn die große Vermögensabwanderung prophezeit hat...
Wir hatten, bis die die CDU sie in den 1990ern abgeschafft hat, jahrzehntelang eine "Reichensteuer"!
Wir hatten die letzten 30 Jahre mehr Entlastung, am oberen Ende, als auch nur im Ansatz in der Mitte, oder gar am unteren Ende und wo stehen wir heute?

Richtig, die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseiander, ein kleiner Prozentsatz in Deutschland besitzt soviel Vermögen wie 60% der Bevölkerung zusammen und 40% der Bevölkerung besitzen gar kein Vermögen.

Wie sehr willst du große Vermögen noch in diesen Land mit Samthandschuhen anfassen?
Wie lange hälst du es bitte noch für richtig das Verluste vergemeinschaftet und Gewinne privatisiert werden?
Man muss sich doch langsam mal von dieser Geisterfahrt verabschieden, Vermögende müssten nur ausreichend entlastet werden und dann würden alle von profitieren, es ist nicht eingetreten, nicht die letzten 20 Jahre und wird auf diesen Weg auch die nächsten 20 Jahre nicht eintreten.

Ich halte dabei sicher nichts von Enteignung, aber eine gerechte Besteuerung großer Vermögen braucht es definitiv und endlich einmal eine Abkehr vom Irrsinn, Vermögende Menschen wären die Wohlstandsgaranten dieser Gesellschaft, sie sind diejenigen die denn Wohlstand hier zunehmend vernichten, indem sie ihn auf Kosten aller an sich raffen und eben nicht die welche ihn schaffen, das sind kleine und Mittelständische Betriebe und Millionen arbeitende Angestellte in Deutschland und die sehen immer weniger vom Wohlstand!

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Also, wie weit willst du Vermögen noch entlasten?

Hollmann von der FDP hat zu dem Thema Besteuerung gar nix gesagt.
Das war das Thema Gesundheitspolitik und die Bitte von @Olstyle eine Aussagquelle zu:
"Wir haben eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt. Und gleichzeitig eines der ineffektivsten."
aufzuzeigen.


Vermögen ist relativ.

Manche machen unendlich Kohle in einem schlauen Bankerjob, investieren dies an der Börse und verdienen noch mehr Kohle und geben nix ab.
Da mag man dann rangehen, kein Problem.


Andere, Handwerkerbetriebe oder Planungsbüros (wie ich) investieren ihr ganzes Geld in das Büro oder Firma, sogen für dutzende durchaus gut bezahlte Arbeitsplätze, nehmen soziale Verantwortung wahr und machen ganz nebenher noch gemeinnützige Arbeit.
Auf dem Papier mag man "Millionär" sein, in der Realität gönnt man sich 2 oder 3.000 € netto als Aufwandsentschädigung und damit es was zu Hause zu beissen gibt. Selbst die Sekretärin verdient real mehr.

Ich habe wohlweislich und intensiv die bisherigen Konzepte diverser Parteien zu solchen Besteuerungen gelesen.
Das Resultat ist für mich dann immer das Gleiche:
Es würde sich nicht mehr lohnen, das Büro zu führen.
Fazit:
Wenn sowas kommt, verkaufe ich das Büro und lass es mir auf die alten Tage endlich mal gut gehen, ohne 70-80 h Woche.
Soll doch wer anders für Arbeitsplätze sorgen und sich den ganzen Mist anhören.
Ich bin dann mal weg.
 
Auf dem Papier mag man "Millionär" sein, in der Realität gönnt man sich 2 oder 3.000 € netto als Aufwandsentschädigung und damit es was zu Hause zu beissen gibt.
Dann wäre eine zusätzliche Steuerstufe bei 100k Brutto wie von mir vorgeschlagen doch garkein Problem für dich ;) .
Sage nicht ich, sondern Herr Hollmann gesundheitspolitischer Sprecher der FDP:
Das kann er sagen, aber belegt er es auch? Und lass mich raten: Die Lösung ist mehr Privatisierung?
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann wäre eine zusätzliche Sterzstufe bei 100k Brutto wie von mir vorgeschlagen doch garkein Problem für dich ;) .
Prinzipiell nicht, aber für gut die Hälfte meiner angestellten Ingenieure.
Unter 90k bekommste nix Gescheites mehr, meist sogar deutlich über 100k.
Nur noch die, die nach 38,5 h einfach den Bleistift fallen lassen und meist nur körperlich anwesend sind.

Wäre deine Grenze bei 150k, wäre mir wohler...
 
Und wo sollen die hin abwandern wenn die etwas mehr Steuern zahlen? Die wenigsten ziehen einfach so mal eben in ein anderes Land, meist nichtmal in eine andere Stadt.
Als mein alter Arbeitgeber gut 50 Ingenieure vergrault hat ist ein Einziger in die Schweiz gegangen, der Rest über die Straße oder eine Stadt weiter.
Und ganz ehrlich: Wenn ich meine sowieso schon sehr gut bezahlten Mitarbeiter (und ja ich habe welche) wegen 1-2% Gehaltsunterschied nicht halten könnte dann würde ich mir echt Gedanken über Betriebsklima und Arbeitsbedingungen machen. (Und wenn beide Top sind den MA keine Träne nachweinen)
 
Das kann er sagen, aber belegt er es auch?
Nö, aber bei einem Bundeskanzler, der kein Gedächnis mehr hat und wie ne Schlaftablette durchs Amt eilt und einer Außenministerin, die kein einziges Wort richtig aussprechen kann außer ihrem Vornamen,; von den anderen Pappnasen will ich erst gar nicht anfangen; da darf der Gesundheitsfuzzi von der FDP auch mal eine steile Behauptung aufstellen.
Wenn man so die Presse und die darin geschilderten Mängel im Gesundheitssystem so liest (was macht eigentlich dieser Weltuntergangsprophet Lauterbach so den ganzen Tag?), darf man sachlich feststellen, das es besser sein könnte, oder?
Und lass mich raten: Die Lösung ist mehr Privatisierung?
Nicht wirklich, der Artikel ist ja verlinkt, bitte selber lesen.
Geschwafel von Politikern über 5 min. ohne klare Aussage interessieren mich eh nicht mehr.
 
Nicht wirklich, der Artikel ist ja verlinkt, bitte selber lesen.
Geschwafel von Politikern über 5 min. ohne klare Aussage interessieren mich eh nicht mehr.
Warum stellst du das Geschwafel dann vorher als Fakt dar?
Edit: Sein Vorschlag ist noch viel absurder, die Leute sollen doch gefälligst aufhören zum Arzt zu gehen:
Mehr Investitionen in die Gesundheitsbildung, "damit die Leute wieder ein besseres Gefühl für ihren Körper haben" und so auch besser verstehen, ob "bei einem kleinen Eitertüpfchen im Auge" gleich ein Arzt konsultiert werden muss oder man sich eventuell auch selbst helfen kann.
Ein Zeiten von "Dr. Google" und angesichts mangelhafter Vorsorge (die in der Regel Geld spart!) ein absolut hirnrissiger Ansatz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wo sollen die hin abwandern wenn die etwas mehr Steuern zahlen? Die wenigsten ziehen einfach so mal eben in ein anderes Land, meist nichtmal in eine andere Stadt.
Ist halt ein Problem, die persönliche Komfortzone gegen Risiko einzutauschen.
Als mein alter Arbeitgeber gut 50 Ingenieure vergrault hat ist ein Einziger in die Schweiz gegangen, der Rest über die Straße oder eine Stadt weiter.
Mit dem in der Schweiz würde ich gerne ein unverbindliches Gespräch führen...
Evtl. ist er ja irgendwie in meiner Branche zu gebrauchen.
Und ganz ehrlich: Wenn ich meine sowieso schon sehr gut bezahlten Mitarbeiter (und ja ich habe welche) wegen 1-2% Gehaltsunterschied nicht halten könnte dann würde ich mir echt Gedanken über Betriebsklima und Arbeitsbedingungen machen. (Und wenn beide Top sind den MA keine Träne nachweinen)
Du redest gerade über 1-2%, die Meisten fantasieren aber bei einer solchen Gelegenheit über 20 oder 30%, damit so einen Mist wie bedingungsloses Grundeinkommen finanziert werden kann.
Gefühlt steuern wir dabei zu einem hochverschuldeten Wohlfahrtsstaat mit lauter Leutz, d i nix anderes mehr können, als auf dem Smartphone Schwachsinnigkeiten austauschen.

Und ja, bei 1-2% würde sich der Schmerz in Grenzen halten.

Das Betriebsklima ist übrigens erstaunlich gut. :)
Die Meisten arbeiten schon mehr als 10 Jahre mit mir zusammen.
Drei hatten sogar 20 jähriges letzten Herbst, sozusagen Mitfirmengründer.
Da lasse ich mich nicht Lumpen, gab ein ganzes Monatsgehalt extra dafür.
Bin also einigermaßen ertragbar.
 
Mit dem in der Schweiz würde ich gerne ein unverbindliches Gespräch führen...
Evtl. ist er ja irgendwie in meiner Branche zu gebrauchen.
Der macht jetzt afair Softwaretests in der Medizintechnik, das hilft dir glaub ich wenig.

Großes Argument für ihn war aber auch dass er um die Ecke in Laax/Flims mit dem MTB den Gletscher runter donnern kann, also eben auch nicht nur Geld.
 
Warum stellst du das Geschwafel dann vorher als Fakt dar?
Weil wir nachweislich eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt haben, konkret der unrühmliche Platz 3 der Welt:


Und unter den 10 besten in Europa ist Deutschland nicht zu finden:
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Quelle:

Für mein dafürhalten ist die Aussage somit korrekt.
Hätten wir das 2. teurste wie die Schweiz und aber dafür das beste in Europa, sähe es dann doch anders aus, oder?

PS: Ich wohne in Ösiland und hab mein Büro in D.
Zw. D. und Ösiland sind schon gewaltige qualitative Unterschiede zu Gunsten Österreichs, und das rankt hier auf Platz 9 herum...

Kurzum, die Aussage ist m. E. erst mal OK.


Edit: Sein Vorschlag ist noch viel absurder, die Leute sollen doch gefälligst aufhören zum Arzt zu gehen:
Ein Zeiten von "Dr. Google" und angesichts mangelhafter Vorsorge (die in der Regel Geld spart!) ein absolut hirnrissiger Ansatz.
DAS ist wiederum eine ganz andere Geschichte, darum "Geschwafel".
Nur weil ich ein Zitat von dem FDP Fuzzi für korrekt halte, heisst das noch lange nicht, das alles was gelb ist, so richtig glänzt.
Der macht jetzt afair Softwaretests in der Medizintechnik, das hilft dir glaub ich wenig.
Nein, könnte mich mutmaßlich nicht mal auf seinem Niveau unterhalten...
Großes Argument für ihn war aber auch dass er um die Ecke in Laax/Flims mit dem MTB den Gletscher runter donnern kann, also eben auch nicht nur Geld.
Richtig, das Gesamtpaket muss passen.
Na ja, in der Schweiz wird man aber auch nicht arm in so einer Position sein.
Alle, die ich kenne und da arbeiten, verdienen schon ordentlich.
Da die Lebenshaltungskosten und insbesondere Mieten dort sehr hoch sind, wird er da sicherlich nicht für unter 80.000-100.000 SFR hingegangen sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nö, aber bei einem Bundeskanzler, der kein Gedächnis mehr hat und wie ne Schlaftablette durchs Amt eilt und einer Außenministerin, die kein einziges Wort richtig aussprechen kann außer ihrem Vornamen,; von den anderen Pappnasen will ich erst gar nicht anfangen; da darf der Gesundheitsfuzzi von der FDP auch mal eine steile Behauptung aufstellen.
Darf er das?
Die FDP hat 4 der 16 Jahre Merkel mitregiert (2009-2013) und in der Zeit sowohl den Gesundheitsminister gestellt (Rösler, später Bahr), als auch den Wirtschaftsminister (Brüderle, später Rösler), sie hätte es doch also im Gesundheitswesen alles anpacken können, warum hat sie es nicht, wo die Problematik damals genauso bestand wie heute?

Das einzige was die FDP in der Zeit unter Rösler und Bahr geschafft hatte waren Pharmariesen die im Ministerium an Gesetzen fleißig mitschreiben durften und Medikamentenpreise so zu gestalten wie sie lustig waren.

Die FDP ist, neben Union und SPD, die letzte Partei die irgendwelche "steilen Thesen" aufstellen sollte, weil es sowieso nur erstunken und erlogen ist und / oder gequirlte Kacke, sobald der Mund aufgeht!
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber zu behaupten: psychisch Kranke sind jalle gefährlich ist Quatsch. Und man tut ihnen damit Unrecht an.
Habe ich doch gar nicht behauptet. Wo hast du das rausgelesen?

Außerdem würde ich niemals psychische Erkrankungen pauschalisieren. Das Spektrum von Depressionen zu narzistischer Persönlichkeitsstörung oder Psychopathie als solches ist sehr breit.
Und oft sind tatsächlich (Serien-)Mörder Psychopathen. Das sind zudem oft Leute, die nach außen hin sehr gut gesellschaftlich funktionieren und zurechnungsfähig wirken. Das deckt sich mit den Erkenntnissen der Kriminalpsychologie. Das sollte man aber alles differenziert betrachten
 
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