Ich kenne viele Vereine, die ihre Anlage weit ab von Siedlungen im nirgendwo haben und es dort mehr oder weniger regelmäßig zu Einbrüchen kommt.
Und hier sehe ich die größte Gefahr, das nämlich Unberechtigte in den Besitz von Schusswaffen kommen.
Ist das Recht für Schießvereine in diesem Punkt unflexibler als für andere Vereinsarten? Letzteren steht es ziemlich frei, wo sie ihre Lagermöglichkeiten unterbringen. Das muss nicht an dem Ort sein, wo sie ihren Sport auch ausüben. In der Hinsicht sind Schützenvereine natürlich herausgefordert.
(Wobei ich ganz ehrlich sagen muss: Weder eine Alarmanlage mit Live-Video noch eine Sicherheitstür, die eine halbe Stunde hält, bis die automatisch alarmierte Polizei eintrifft, sind exotische Erfindungen auf die man noch 30 Jahre warten müsste.)
Und, aus den Kriminalstatistiken geht klar hervor, dass die primäre Tatwaffen in ganz Europa das große Küchenmesser aus dem Messerblock und der 99 ct. Cutter bzw. der Latthammer für 10 € aus dem Baumarkt ist.
Diese Diskussion begann nicht mit Gewalttaten im häuslichen Umfeld oder Streit in kriminellen Millieus, sondern mit Staatstreichversuchen und Mord aus politischen Motiven. Die einzige Erweiterung bislang waren Amokläufe und ehrlich gesagt sind das auch die drei Punkte, die die breite Bevölkerung am meisten beunruhigen. In dem Bereich sieht die Statistik aber afaik anders aus, auch wenn außerhalb Deutschlands das terroristische Küchenmesser im kommen ist.
OK, das Teil kannte ich noch nicht.
Ein 8 Schuss Magazin braucht aber der Sportschütze definitiv nicht, außer es ist grottenschlecht und braucht so viele Bolzen, um überhaupt was zu treffen...
Ich kann spontan keinen Wettbewerb finden, für den ein Sportschütze überhaupt eine Repetierarmbrust brauchen könnte. Und ich sehe auch nicht, wofür man einen schaffen sollte: Bei Sport geht es darum, Hürden selbst zu überwinden, nicht eine Automatik zu besitzen, die einem das abnimmt. Letztere brauchen nur nicht-Sportler, denen es nicht um die Herausforderung geht, sondern um die Wirkung.
Und Leute, denen es um die (Massen-)Wirkung einer Armbrust geht, die braucht die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht.
=> Verbot angebracht.
(So rein aus meiner beschränkten -3 Schuss- Erfahrung mit Armbrüsten heraus: Für diejenigen, die damit auf die Jagd gehen wollen, ist ein mit derart wenig Kraftaufwand zu spannendes Exemplar auch nutzlos, oder?)
Wobei das ja völlig irre ist.
Was genau soll man mit einer Armbrust anfangen, wenn ein Gegner mit einem Messer auf einem zu rennt oder noch blöder, selbst ein Schusswaffe hat?
"Völlig irre" ist die angemessen Bezeichnung für 99% aller Menschen, die sich eine Waffe zum Einsatz gegen andere Menschen kaufen. Und genau das ist das Problem beim Waffenhandel.
Nahezu allen normalen Menschen, die keinen Bedarf an einer Verteidigungswaffe sehen, aber auch nie einen Waffenschein bekommen würden, hätten in deinem Beispiel auch durch eine nahkampftaugliche Pistole keinen Vorteil. Einen Kampf mit Waffen überlebt derjenige, der deutlich mehr Übung oder, bei ähnlichem Trainingsstand, deutlich weniger Skrupel hat. Weniger Skrupel hat aber immer der angreifende Kriminelle und wenn man den Waffeneinsatz in derartigen Szenarien nicht regelmäßig trainiert (und legale Möglichkeiten dafür sind rar), dann stehen die Chancen auch sehr schlecht, dass man mehr Übung hat. Eine Waffe, die man nicht richtig einsetzen kann oder will ist aber nur von Nachteil, denn sie gibt dem weitaus willigeren Gegner einen schwer wiegenden Grund, abzudrücken/zuzustechen.
Warum? Linkspartei und Grüne stellen regelmäßig...
Weil ein Argument nicht besser oder schlechter wird, weil es jemand anderes schon einmal gebraucht hat. Irgendwas abzutun mit "das hat XYZ auch schon gesagt" (für 99% deiner Aussagen ließe sich vermutlich jemand vom rechtes Rand der CSU oder direkt aus der AFD finden) ist nichts weiter als eine Abwertung des Gesprächspartners.
Deine Meinung...aber bitte projeziere die nicht auf den Rest der Menschen in diesem Land! Und auch bitte Vorsicht mit der subjektiven Bewertung was jemand zu brauchen hat oder nicht - nicht, dass irgendwann mal jemand früh aufsteht und dir irgendetwas wegnimmt,verbietet oder dich enteignet weil er der Meinung ist, du hast es nicht zu brauchen
Keine Meinung, sondern Tatsache. Bedarf kann objektiv beurteilt werden. Wenn du der Meinung bist, dass mein Urteil falsch ist, kannst du Argumente vorlegen - aber "ich will" respektive "ich hab Spaß dran" sind verdammt schwache Argumente gegenüber "Staatsstreich geplant".
Und ja: Bei mir gäbe es eine ganze Menge Dinge, die ich habe und die ich nicht zwingend brauche. Aber das tödlichste potentielle Mordwerkzeug darunter dürfte ein schweizer Taschenmesser sein, gefolgt von tödlich-einschläfernden Studienunterlagen.
Beim "Endkunden" kommt auch nichts weg...keine Ahnung auf was du hinaus willst.
Du hattest eingewendet, Schützen- und Jagdvereine wären unfähig, Waffen und Munition vor Einbrüchen zu schützen.

Ich nehem zur Kenntniss, dass du dieses Argument zurückziehst und kein Problem mehr darin siehst, Munition und Waffen in diesen Einrichtungen genauso sicher zu lagern, wie dies z.B. kleinen Händlern problemlos gelingt.
Seltsam...fast Tagtäglich werden in Deutschland Menschen mit illegalen Waffen getötet -
Du betonst, dass in ganz Bayern 2020 nur 8 Menschen durch Waffen getötet wurden, aber jetzt auf einmal finden ständig Massenmorde statt?
Aber über "Niveaulimbo" jammern, wenn jemand drei Beispiele von Einschränkungen Einzelner zum Schutz der Allgemeinheit auflistest, weil das angeblich zu weit vom Thema "Schutz der Allgemeinheit vor Waffen durch Einschränkung von Waffenbesitz" ablenkt.
Großes Kino den Legalwaffenbesitzern illegale Aktivitäten im großen Stil nachzureden #Diskussionsniveau
Schritt 1:
Üble Nachrede mit Unterstellung nicht getätigter Aussagen
Schritt 2:
Auf Diskussionsniveau verweisen
Schritt 3:
Keinen Diskussionspartner mehr haben.
(Was nicht deine Aussagen über Waffenreglementation im Sportschützenebereich diskreditieren soll. Ich habe etwas dazu gelernt, wenn auch überwiegend Details. Aber wenn die wesentlichen Punkte meiner Aussagen ignoriert, ins lächerliche gezogen, diskrediert, geleugnet oder durch Eigenerfindungen ersetzt werden, macht eine Diskussion wenig Sinn.)
Die Diskussion, ob 9mm wirklich Sportschießen ist, die sollte dagegen geführt werden, ebenso ob halbautomatische Gewehre in 5.56mm wirklich erwerbbar sein müssen (
https://www.shoot-club.de/Selbstladebüchsen oder hier
https://www.frankonia.de/waffen/langwaffen/buechsen/sl-buechsen/online-shop.html).
Die Diskussion sollte meiner Meinung nach nicht stumpf über Waffenrecht an sich, oder die Notwendigkeit des Erwerbs von Waffen geführt werden, sondern über die Notwendigkeit von bestimmten Waffen und die gesellschaftliche Akzeptanz. Man braucht keinen halbautomaten in 223 Remington für die Jagd. Einfach nein. Aber man BRAUCHT eine potente Kurzwaffe dafür (deswegen war der Vorstoß der Grünen nach Winnenden auch undurchdacht) aus Selbst- wie aus Tierschutzgründen.
(Vollzitat zur Betonung)
Genau darum geht es mir. Sehr viele Waffen werden nicht wirklich für irgend einen Zweck benötigt. Klar gibt es Leute, die sie dafür gerne benutzen, aber das ist kein Bedarf, das ist eine Vorliebe. Und wenn es hilft, die Verbreitung von tödlichen Werkzeugen in Händen von Gefährdern zu reduzieren, dann kann eine Einschränkung von Vorlieben durchaus verhältnismäßig sein.
@ruyven_macaran
Um Dir das zu verdeutlichen: Ich hab mehrere Munitionssorten im Schrank.
Eine (mehr findet man eh nicht) die fliegt wie ein Traum. Die darf niemals ausgehen, denn DAS ist die Munition für die richtig wichtigen Wettkämpfe. Wie schwierig ist es sowas zu finden? Sehr. Kann sein dass man in Fürth auf dem Schießstand steht, durch ALLE dort verfügbaren Lose geht und KEINE findet die diesem Anspruch zu 100% gerecht wird.
Mir geht es nur um die Lagerung zu Hause. Ein Reichsbürger mit dem Ziel Staatsstreich oder ein morgen-wird-er-Amokläufer darf gerne 1000000 Schuss Munition besitzen. Aber er sollte eine zweite Person benötigen, z.B. einen Munitionswart, ehe er Zugriff darauf erhält und dieser Munitionswart wäre dann auch verpflichtet, Anlass und Verwendung festzuhalten einschließlich flüchtiger Plausibilitätsprüfung. Idealerweise so, dass dies entsprechende Stellen auch von außen einsehen können, sodass Positivkontrollen möglich wären (z.B. du nimmst aus Fürth "2000 Schuss zum Wettbewerb nach Halle" mit und der Hallenser Munitionswart könnte stichprobenartig bei Teilnehmer prüfen, ob du auch mit 2000 Schuss dort ankommst oder 1000 einen dann illegalen Abzweig genommen haben).
Aber vorerst wäre es schon viel wert, dass die Lagerung zu Hause überhaupt begrenzt wird. Denn Beschlagnahmungen wie z.B. bei den hops genommen Reichsbürgern sind bislang nur möglich, weil diese allgemein krimineller Aktivitäten beschuldigt werden und dann alles mögliche beschlagnahmt wird. Wären genau die gleichen Kanallien vor drei Wochen auf der Fahrt nach Berlin zufällig in eine Straßenkontrolle geraten und dabei 10000 Schuss Großkaliber auf dem Rücksitz aufgefallen, dann hätten sie mit Gruß weiterfahren können, solange sie eine Waffenbesitzkarte für das Kaliber haben.
Währenddessen sperrt die Hamburger Polizei Leute ein, die eine Taucherbrille im Rucksack haben.
Auch hier wieder, es wäre eher sinnvoll Systeme zu verbieten, die es erlauben binnen kurzer Zeit viel Munition präzise zu verschießen.
Das wäre sicherlich sinnvoller. Allerdings sehe ich die Möglichkeiten im Sportschützenbereich begrenzt, wenn man nicht komplette Arten von Disziplinen verbieten will, und auch (schlechte) Jäger brauchen manchmal mehr als einen Schuss. Vor allem aber ist eine Wirkungsvolle Begrenzung von Waffentypen bei Sammlern kaum möglich und zeigt keinerlei Wirkung auf die Übungsmöglichkeiten von Besitzern illegaler oder selbstgebauter Waffen. Bei Munition dagegen könnte man teils sogar Einsatzzwecke vorfiltern. Vor allem aber verschießen nur diejenigen, gegen die man vorgehen möchte, größere Mengen Munition außerhalb besonderer Anlagen.
Eine Lösung wäre: Alles einstampfen was nicht olympisch ist und schon reduziert sich die Zahl großkalibriger Kurz- und Langwaffen dramatisch - Stellt sich halt die Frage nach dem gesellschaftlichen Kosten-Nutzen Verhältnis.
Auch wenn es im ersten Moment dumm klingt, aber warum sollte man Sportschießen einschränken aus Gründen der Sicherheit wenn wir uns weigern Tempolimit, Abbiegeassistenten oder vernünftige Fahrradwege zu bauen - das ist Whataboutism, aber genau DAS wird diese Debatte dominieren und der Punkt dahinter ist nicht falsch.
Gegen Tempolimit wird i.d.R der Nutzen des schnelleren Vorankommens ins Felde geführt, gegen Abbiegeassistenten und Fahrradwege Geld- oder Platzmangel. Ob dieser Gegenargumente schwer genug wiegen, um die der Gegenseite aufzuwiegen, füllt ganze Threads (ich teile z.B. ersteren Punkt, aber nicht den mittleren und kaum den letzten), aber es sind zumindest harte Faktoren. Die fehlen bei einem Hobby oder nicht der Fitness dienenden Sport halt grundsätzlich, weil es reine Unterhaltungstätigkeiten sind und Unterhaltung ist immer nur ein weicher Aspekt.
Bessere Vergleiche wären vielleicht
- Tauchverbote in Seen
- Begrenzung von Alkoholherstellung zum Eigenkonsum
- Tanzverbote
- Regeln, wer in welchem Alter mit Personen welchen Alters Sex haben darf
Solche Einschränkungen gibt es bereits und genau wie bei Sportschützen und Jägern kann man gegen sie eigentlich nur ein Argument ins Felde führen: "Lass die doch ihren Spaß haben". Und in allen sechs Fällen gibt es Leute, die null gültige Argumente für eine Reglementierung sehen, während andere sich für ein Totalverbot aussprechen. Die Qualität von deren Szenarien und Begründungen für diese Verbote könnte aber unterschiedlicher kaum sein.
Das sind lautlose Waffen und daher eher Angriffswaffen. Und außer Hawkeye fällt mir niemand ein, derunter Druck auch trifft.
Für die Prepperfraktion zählt i.d.R. (neben der leichten Beschaffbarkeit) vor allem die Wiederverwendbarkeit der Munition.
In wie weit jemand, der die Fähigkeit, über Jahre hinweg täglich 2-3 Menschen töten zu können, für sein größtes Problem hält, auch geistig geeignet ist, eine tödliche Waffe zu führen...
Wenn ich auch mal etwas einwerfen darf: Es wird sich meines Erachtens viel zu sehr auf die Waffen selbst und viel zu wenig auf die Inhaber von Waffenbesitzkarten konzentriert. Was erfolgen - und gegebenfalls verschärft - werden muss, ist das Kontrollsystem, welches sicherstellt, dass die Inhaber 1.) bei Ausstellung alle Tassen im Schrank und die nötige Kompetenz haben und 2.) dies nach Zeitraum X immer noch der Fall ist.
Wir bekommen es nicht einmal hin, den Pflegegrad von Menschen mit altersbedingten Beeinträchtigen zuverlässig zu ermitteln. Wie willst du da die Tassenzahl von einer Million Waffenberechtigten regelmäßig im Auge behalten? Und bei geistig klaren, aber moralisch problematischen Leuten, besteht gar keine Chance. Die sagen dir halt was du hören willst.
Dazu kommen Etliche, die möglicherweise irgendwann einmal tatsächlich Sportschützen waren, aber schon seit Jahren keinen gezielten Schuss mehr abgegeben, jedoch immer noch ihr Arsenal zu Hause haben. Und dazu Weitere, die von vornherein einfach nur unter dem Deckmantel des Schießsports funktionsfähige Schießeisen sammeln
Zumindest die beiden könnte man mit meinem Munitionsvorschlag auch drankriegen

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Was ich sagen will: Die sittliche Eignung und Kompetenz müsste im Vorfeld viel gründlicher geprüft und viel häufiger nachkontrolliert bzw. nachgewiesen werden. und es müsste einfacher sein, unsichere Kandidaten wieder zu entwaffnen.
Riesige Arsenale in vernünftigen Händen bereiten mir weniger Sorge als eine einzige Schusswaffe in ungeschickten Händen oder - noch schlimmer - in denen eines ideologisch Verblendeten.
Das einzig erinnerungswürde an Project: Peacemaker hat sicherlich weiterhin Gültigkeit, aber man sollte die Kombination nicht aus den Augen verlieren: Ein Arsenal in den Händen eines ideologisch Verblendeten, der durch die Kontrollen kam, entspricht einer bewaffneten Kampfgruppe ideologisch Verblendeter. Und nachdem mal wieder eine solche nur durch Glück und geheimdienstliche Methoden aufgeflogen ist, häufen sich deswegen die Forderungen an die Politik, da mal kategorischer die Grundvoraussetzungen zu begrenzen.