Bitte entschuldige die inkorrekte Verwendung amtlicher Bezeichnungen. Ich denke, es ist aus dem Kontext klargeworden, worum es geht.
Geschenkt...aber wenn wir uns eine sachliche Diskussion unter erwachsenen wünschen, sind die korrekten Begrifflichkeiten durchaus wichtig.
Wenn das für dich ein Argument ist, sind wir von einer sachlichen Diskussion wohl meilenweit entfernt.
Warum? Linkspartei und Grüne stellen regelmäßig - also quasi jährlich "Kleine Anfragen" zum Waffenrecht an bund-und Landesparlamente und haben auch kein Problem damit ,alle Jahre wieder die zentrale Aufbewahrung von Waffen zu fordern, obwohl diese Idee von den Expertengremien im BT schon öfter als nicht praktikabel und unsinnig abgebügelt wurde.
Gerne darf sich der geneigte Leser diese Drucksache duchschauen - ist zwar aus Bayern aber durchaus interessant:
Ins besondere die darin genannten eingezogenen illegalen Waffen (Punkt 5.3) und die tatsächlichen Delikte mit Schusswaffen in Bayern im Jahre 2020 sind wissenswert um eine Vergleichsgröße zur vermeintlichen Gefahr durch Legalwaffenbesitzer zu haben (vor allem bei dem Hintergrund der hohen Legalwaffendichte in Bayern) Punkt 6.1 und vor allem Punkt 7 sind bezeichnend.
Eine andere "Kleine Anfrage" Zum Thema Neonazis und Waffen:
Haben wir die Anschnallpflicht auf die Autofahrer abgewälzt? Ja.
Brandschutzbestimmungen auf Häuslebauer? Ja.
Lärmschutzregelungen auf Clubbetreiber? Ja.
Ernsthaft? Niveaulimbo siehe meine Meinung dazu weiter oben...
Na gut:
Anschnallpflicht: gab es nach langen Erhebungen mit erwiesener Evidenz und Wirkung auf die Schutzwirkung.
Brandschutz: müssen auch Schützenvereine aus eigenen Mitteln einhalten und finanzieren
Lärmschutz: müssen auch Schützenvereine aus eigenen Mitteln einhalten und finanzieren
Wie gesagt: Kaum jemand braucht eine Waffe.
Deine Meinung...aber bitte projeziere die nicht auf den Rest der Menschen in diesem Land! Und auch bitte Vorsicht mit der subjektiven Bewertung was jemand zu brauchen hat oder nicht - nicht, dass irgendwann mal jemand früh aufsteht und dir irgendetwas wegnimmt,verbietet oder dich enteignet weil er der Meinung ist, du hast es nicht zu brauchen
Wenn jemand mit einer Waffe Spaß haben will, dann steht der in der Pflicht, einen Weg zu finden, wie er den ohne negative Konsequenzen für die Bevölkerung haben kann.
Dem trägt der Gesetzgeber Rechnung, in dem er strenge Auflagen zur Aufbewahrung der Waffen erlassen hat!
Siehe Waffengesetz § 36
Und mir wäre jetzt auch nicht bekannt, dass ein Großteil in Deutschland hergestellten oder importierten Munition bei regelmäßigen Einbrüchen abhanden kommt. Irgendwie ist es also bis runter auf Ebene der Kleinhändler kein Problem, das Zeug unter Kontrolle zu halten. Erst bei Endkunden kommen Anhäufungen zu Stande, die abseits großer krimineller Vorhaben komplett überflüssig erscheinen, aber trotzdem legal sind.
Beim "Endkunden" kommt auch nichts weg...keine Ahnung auf was du hinaus willst. Waffendiebstähle sind extrem selten und wenn es dir egal ist, wenn bei der BW mal eben 60k Schuss Kriegswaffenmunition entfleuchen, dann sollten dich die paar Schachteln Zivilmuni ,die alle jahre mal wegkommen nicht jucken (Achtung Sarkasmus)
Die Bundeswehr ist um einen Skandal reicher. Aus dem Munitionsbestand fehlen tausende Patronen. Jetzt schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein.
www.merkur.de
Schließt eine Reduktion legaler Waffen aus, das stattdessen was mit illegalen geschieht? Natürlich nicht.
Aber ist es viel schwerer, was mit illegalen anzustellen? Ja.
Seltsam...fast Tagtäglich werden in Deutschland Menschen mit illegalen Waffen getötet - scheint also doch nicht so schwer zu sein...z.B.
7.12.22 Frankfurt
In Frankfurt-Praunheim ist ein 38 Jahre alter Mann auf offener Straße erschossen worden. Die Polizei nahm einen 40-Jährigen fest. Täter und Opfer kannten sich offenbar.
www.hessenschau.de
13.12.22 Frankfurt
Nachdem im Frankfurter Stadtteil Rödelheim ein 56 Jahre alter Mann erschossen wurde, laufen die Ermittlungen. Bislang konnte kein Tatverdächtiger gefasst werden.
www.hessenschau.de
...nur mal fix aus frankfurt die letzten paar Tage
Vor allem ist die verdeckte Beschaffung offensichtlich so langwierig, dass die besonders bedenklichen kurzfristig radikalisierten Einzeltäter daran scheitern bzw. bislang eigentlich immer aus dem Sportschützen- oder Jägerumfeld stammten.
Kurzfristig ist beim Waffenerwerb als Sportschütze erstmal gar nicht - mindestens 12 Monate Vereins-und Verbandszugehörigkeit und nachgewiesene Trainings vor der ersten Erlaubniss machen der Idee nen Strich durch die Rechnung.
Und ich hoffe auch einfach mal, dass die bestehenden Untergrundstrukturen nicht massenhaft ungenutzte Schmuggelkapazitäten und riesige Lagerbestände haben, für denen ihnen nur wegen den legalen Angeboten die Käufer fehlen. Im Umkehrschluss würde es also schlicht genug Ware geben, wenn jeder, der heute mit nur teilweise legalen Hintergedanken eine Waffenbesitzkarte beantragt, auf einmal bei den Straßenhändlern aufschlägt.
Großes Kino den Legalwaffenbesitzern illegale Aktivitäten im großen Stil nachzureden #Diskussionsniveau
Wäre bei nicht-gewerblichen Jägern zumindest zu prüfen. Auf eigenem Gebiet vor der Haustür jagt praktisch niemand; auf dem Weg zur Jagd beim Vereinsheim vorbeizufahren würde ich bei Hobbyisten für zumutbar halten. Vor allem aber wäre es zumutbar z.B. die Munition nur über Jagdvereine beziehbar zu machen und dort auch im Abgleich mit den ohnehin erfassten Abschüssen zu protokollieren
Komisch - ich jage bei einem Verwandten im Revier, dem tatsächlich 1000HA am eigenen Grundstück beginnen...und ich bin in keinem Jagdverein - wo soll ich nochmal Waffen und Munition abholen?
Diese deine vorgeschlagenen Zustände gab es schon mal - aber die DDR will hier sicher keiner wieder haben!
Hmm. Ich hatte nach entsprechenden Wettbewerben recherchiert und nicht einmal einen Bruchteil davon gefunden. Aber gut, war die Recherche wohl doch nicht lang genug.
Nun, ich habe dir den Link zu den Sportordnungen geliefert darin stehen die Disziplin aller Verbände in denen Wettkämpfe ausgetragen werden...Deine Recherchequalität kann ich nicht beurteilen!
Stellt sich mir umgekehrt die Frage: Wieso sollte diese Vielfalt aus Sportgründen nötig sein? Es käme auch niemand auf die Idee u.a. einen 100 m, 102, 103, 105, 107 und 110 m Lauf durchzuführen. Auch Motorsportklassen gibt es nur für einen Bruchteil der verfügbaren Fahrzeug-Motorkombinationen.
Schießsport ist ein technischer Sport und wie z.B. im Motorsport gibt es auch dutzende - eher hunderte verschiedene Kombinationen und Klassen - da z.B.angefangen beim Minibike über Gokarts bis hin zu Superbike,Ralleye oder Formel1
Erweitere einfach mal deinen Horizont !
Die Qualität deiner Argumente ist kaum zu steigern, ich werde mich gar nicht erst daran versuchen...
Dito
Gut, dann gehen die Regeln etwas weiter als mir aus der Verwandtschaft komuniziert wurde (wobei es da Überlappungen mit Sammelleidenschaft geben mag, die vermutlich anders geregelt ist), aber wieso steht da noch "im Zweifel" drin? Bedarf sollte nicht erst nachsweispflichtig sein, wenn irgend jemand Zweifel anmeldet. Sondern immer. Und regelmäßig. Wer ein Auto auf öffentlichen Straßen bewegen will, geht damit auch nicht "im Zweifel" zum TÜV.
Im "Zweifel" deshalb, weil die gelbe WBK im prinzip erstmal das "Sportschützenbedürfnis" bezeugt und man damit bestimmte Waffen erwerben darf, ohne jede einzeln bei Verband und Behörde vorab zu beantragen (anmelden muss man natürlich jede Waffe). Allerdings muss auch hier jede dieser Waffen für das sportliche Schiessen zugelassen sei - also es muss eine entsprechende Disziplin in einem Sportverband existieren und das kann der Sachbearbeiter in der Waffenbehörde natürlich abfragen (falls er Zweifel an der Nutzbarkeit hat)
Die staatliche Prüfung erfolgt einmal pauschal nur für Waffenbesitz, danach kann er sich (unter den von dir genannten Auflagen) nach allem umgucken, was er will.
Die staatliche Prüfung/Kontrolle erfolgt fortwährend - das sportl. Bedürfnis wird afaik nach 5 und 10 Jahren geprüft bzw. sowieso beim Erwerb einer neuen Waffe. Die Zuverlässigkeit wird bei jedem Waffenbesitzer automatisch und Kostenpflichtig alle spätestens alle 3 Jahre geprüft (großes Führungszeugnis) - mittlerweile inklusive Verfassungsschutzabfrage!
Für die Teilnahme an bewerben braucht er aber eigentlich nur eine überschaubare Auswahl.
Das definiert in einem freien Land bitte jeder selbst
Das ist ja genau der Widerspruch zwischen "dürfen" und "brauchen", den ich kritisiere: In Deutschland werden mit unschöner Regelmäßigkeit Waffen in den Händen gefährlicher Personen gefunden, die diese aus diversen Gründen haben durften, die aber (abseits ihrer Gewaltaten/-pläne) überhaupt keinen Bedarf an dieser Waffe hatten. Das ist einfach eine überflüssiges Risiko, denn niemand hat einen (objektiven) Nutzen von Waffen, die er nicht braucht, aber die Gesellschaft trägt offensichtlich ein Risiko durch Waffen, die (objektiv) niemand braucht. Diese Waffen müssen weg.
Wenn jetzt die Waffen z.B. bei den Reichis abgenommen werden zeigt das doch, dass der Rechtsstaat funktioniert und die aktuellen Gestze ausreichen!
Wir als Gesellschaft tragen auch das Risiko, das Wir oder unsere Kinder beim verlassen der Wohnung von einem z.B. alkoholisierten Autofahret tot gefahren werden - deshalb verlangt keiner hier das Verbot von Alkohol oder Autos sondern wir arrangieren uns mit diesem Restrisiko als sog. allgemeines Lebensrisiko.
Bevor du Diskussionsteilnehmern "Bullshit"s und "stupid"s an den Kopf wirfst, solltest du vielleicht eine nicht ganz unerhebliche Information einfügen:
Wie viele dieser Wettbewerbe und Training finden außerhalb staatlich genehmigter Schießanlagen statt?
Nun, ganz einfach - unterschlagen habe ich nichts ,nur deine äh-einfach erscheinende Idee scheitert eben an der Realität. Die meissten Wettbewerbe finden eben nun mal nich am eigenen Stamm-oder Vereinsschiesstand statt!
Da findet nur das Training statt und da meist noch nicht einmal alle Disziplinen weil nicht jeder Schießstand für alle Waffen/Disziplinen zugelassen ist (z.B. keine 100m oder 300m Bahnen). Wettkämpfe der Verschiedenen Wettkampfebenen Verein,Kreis, Bezirk, Land,Bund werden im ganzen Land verteilt durchgeführt - ich z.B. reise da auch schon einmal 250 Km zur Landesmeisterschaft an.
Denn nur da wollte ich den privat zulässigen Munitionsvorrat beschränken. Und zwar auf die Menge, die ein Jäger bei einer, maximal zwei Pirschen braucht. Bis zum folgenden Wochenende muss er dann halt mal beim Vereinsheim/-"munitionswart" vorbei schauen.
Nicht jeder Schütze oder Jäger hat ein Vereinsheim und wer soll bitte den Munitionswart geben - welche spezielle Qualifikation soll diese Person bitte haben damit sie zuverläassiger ist als der Waffenbesitzer selbst? Wer soll sich diese Verantwortung ans Bein binden? Und wer verhindert, dass sich der Schütze Waffe und Munition mit dem Vorwand der Wettkampfteilname im Vereinsheim abholt und dann seine vermeintliche Straftat begeht, die du ja mi der Regelung eigendlich verhindern willst?
Alle diese Fragen und Probleme die du hier Ansprichst, wurden in den von mir schon benannten Expertengremien im Bundestag gestellt und als nicht praktikabel ad acta gelegt (zumal der zu erwartende Sicherheitsgewinn in keinerlei Verhältniss zum Aufwand steht)
Mir ging es erstmal nur darum, dass 5000 Schuss im heimischen Waffenschrank illegal werden. Denn niemand verbraucht in Deutschland 5000 Schuss zwischen zwei Möglichkeiten nachzukaufen bzw. ohne sich in ein beaufsichtiges Umfeld zum Waffengebrauch zu begeben. Niemand außer diejenigen, die mit 50 Mann zu je 100 Schuss einen Auftritt hinlegen wollen, nachdem es Einkaufen und staatliche Aufsicht wie wir sie heute kennen, schlicht nicht mehr gäbe.
Blödsinnige Unterstellung...Alle diese Fragen und Probleme die du hier Ansprichst, wurden in den von mir schon benannten Expertengremien im Bundestag gestellt und als nicht praktikabel ad acta gelegt (zumal der zu erwartende Sicherheitsgewinn in keinerlei Verhältniss zum Aufwand steht) Nochmal für Dich
Aber nochmal etwas sachliches aus der Praxis: z.B. gerade bei KK-Waffen gibt es große Schwankungen in der Qualität der Munition und die Waffen sind sehr Munitionsfühlig. Da fahren viele Schützen zum Munitionshersteller oder Händler mit entsprechendem Service und lassen ihre Waffen anschiessen - also die beste Munition einer Sorte aus einem Fertigungslos wird ermittelt. Danach wird im Regelfall das gesamte Los gekauft um möglichst lange mit der nun super passenden Munition schiessen zu können.
Ich weiß nicht, wie hoch die Zahlen tatsächlich sind, aber natürlich gehe ich von Packungsgrößen bis dreistelliger Kapazität aus (bei .22 tendentiell etwas mehr als bei .500), die auch keineswegs als Einzelpackung gekauft werden. Aber wie gesagt: Ich sehe nicht, wofür du oder irgend ein anderer Sportler oder Jägar diesen Vorrat bei sich zu Hause brauchen sollte, wo er jeglicher regelmäßigen Kontrolle entzogen ist und selbst bei einer zufälligen oder von andersweitigem Verdacht verursachten Kontrolle nicht beanstandet werden kann. Wie du selbst sagst: 5-10 Schuss für eine Pirsch (plus 6 in der Kurzwaffe) und den Rest brauchst du nur fürs Training. Das findet aber in einer Sonderanlage für Waffengebrauch statt.
Es gibt aber nun mal nicht jede Munition zu jeder Zeit in der gewünschten Menge oder Qualität zu kaufen - also muss gekauft werden, wenn der Händler was am Lager hat und den Preisgestaltung habe ich ja schon angesprochen.
Ich glaube der Handel mit den Grundsubstanzen zur Munitionsherstellung ist tatsächlich schon besser reglementiert als der mit der fertigen Munition. Bei letzterer gibt es zwar die qualitative Einschränkung auf Kaliber, die du offiziell besitzt, aber bei ersterer schrillen die Alarmglocken auch mengenabhängig. (Jedenfalls ist das so, wenn man diese Richtung verwendbare Substanzen aus ganz anderen Gründen haben will.)
Bei der Herstellung von Munition gibt es natürlich extra Erlaubnisse und Auflagen nach Sprengstoffrecht
Beschränkt ist hier komischerweise übrigens nur das Schießpulver an sich - Anzündhütchen sind frei ab 18 und Geschosse und Hülsen sind rechtlich einfach nur Metallschrott LG
Nur noch mal als Disclaimer - mir liegt es fern hier den Kollegen
@ruyven_macaran runter zu machen - allerdings konnte ich seine falschen (Tatsachen)Behauptungen zum Waffenrecht nicht unkommentiert stehen lassen!
Ins besondere weil die Nancy Faser sich gerade mit ihrer Reichsbürgerrazzia profilieren will und das Waffengesetz auf ihrer Agenda dazu steht.(Andererseits ist das Thema aus den Abendnachrichten schon wieder verschwunden...so groß kann die Ausbeute an "Waffen" da nicht gewesen sein - zumal man noch nicht einmal den obligatorischen "Gabentisch" mit den beschlagnamten bösen Sachen präsentiert hat)
LG: Steam
