Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Das Problem sind auch nicht die gut verschlossenen Waffen in Schützenvereinen, sondern die illegalen Waffen auf dem Schwarzmarkt. Das sind schätzungsweise 20-40 Millionen Schusswaffen in der BRD.
Davon sind bestimmt auch viele mit entfernten Seriennummern.
Nur hohe Strafen schrecken vom illegalen Besitz ab.
Das ist im Prinzip das, worauf ich hinaus wollte.
Wobei die 20-40 Mio. mir irrsinnig hoch vorkommt.

Der Zugriff von Unberechtigten auf Sportschützenwaffen erfolgt leider auch im häuslichen Bereich.
Sprich, es gibt leider unter den Sportwaffenbesitzern und/oder Jägern immer wieder Protagonisten, die nicht in der Lage sind, ihre Waffen gesichert zu verräumen.
Der eine oder andere Amokläufer hatte diese Gelegenheit genutzt.
Das würde mir halt nie im Leben einfallen, dass Kinder oder Jugendliche aus dem eigenen Haushalt irgendwie da ran kommen. Alleine die Unfallgefahr ist da verdammt hoch.

Allerdings sind die Vorfälle mit Schusswaffen in den letzten Jahren wohl leicht rückläufig:

Anzahl der Straftaten mit Schusswaffengebrauch in Deutschland von 2012 bis 2021

Auch wenn es krasse Ausnahmen mit Toten gibt.
Und das meinte ich auch mit vorhin.
Deine verlinkte Statistik weist 7.955 Straftaten mit Schusswaffen in 2021 auf.
1671189284152.png

Davon ca. hälftig wurde auch geschossen.

Die nur leichte Rückläufige Statistik zeigt m. E. aber auch auf, dass die in diesem Zeitraum statt gefundenen Verschärfungen im Waffengesetz kaum einen Einfluss auf die Straftaten mit Schusswaffen hatten.
Ergo dürfte es sich tatsächlich zum überwiegenden Teil um illegale/schwarze Waffen handeln.

Dem gegenüber stehen fast 20.000 Messerattacken mit Messern im gleichen Zeitraum:

Ich will bestimmt nicht die Schusswaffe verharmlosen, jeder einzelne Schuss ist einer zu viel.
Aber ca. 5x mehr mit relativ leicht zugänglichen Messern ist halt ne Ansage...
 
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Bitte entschuldige die inkorrekte Verwendung amtlicher Bezeichnungen. Ich denke, es ist aus dem Kontext klargeworden, worum es geht.
Geschenkt...aber wenn wir uns eine sachliche Diskussion unter erwachsenen wünschen, sind die korrekten Begrifflichkeiten durchaus wichtig.
Wenn das für dich ein Argument ist, sind wir von einer sachlichen Diskussion wohl meilenweit entfernt.
Warum? Linkspartei und Grüne stellen regelmäßig - also quasi jährlich "Kleine Anfragen" zum Waffenrecht an bund-und Landesparlamente und haben auch kein Problem damit ,alle Jahre wieder die zentrale Aufbewahrung von Waffen zu fordern, obwohl diese Idee von den Expertengremien im BT schon öfter als nicht praktikabel und unsinnig abgebügelt wurde.
Gerne darf sich der geneigte Leser diese Drucksache duchschauen - ist zwar aus Bayern aber durchaus interessant:
Ins besondere die darin genannten eingezogenen illegalen Waffen (Punkt 5.3) und die tatsächlichen Delikte mit Schusswaffen in Bayern im Jahre 2020 sind wissenswert um eine Vergleichsgröße zur vermeintlichen Gefahr durch Legalwaffenbesitzer zu haben (vor allem bei dem Hintergrund der hohen Legalwaffendichte in Bayern) Punkt 6.1 und vor allem Punkt 7 sind bezeichnend.
Eine andere "Kleine Anfrage" Zum Thema Neonazis und Waffen:


Haben wir die Anschnallpflicht auf die Autofahrer abgewälzt? Ja.
Brandschutzbestimmungen auf Häuslebauer? Ja.
Lärmschutzregelungen auf Clubbetreiber? Ja.
Ernsthaft? Niveaulimbo siehe meine Meinung dazu weiter oben...
Na gut:
Anschnallpflicht: gab es nach langen Erhebungen mit erwiesener Evidenz und Wirkung auf die Schutzwirkung.
Brandschutz: müssen auch Schützenvereine aus eigenen Mitteln einhalten und finanzieren
Lärmschutz: müssen auch Schützenvereine aus eigenen Mitteln einhalten und finanzieren
Wie gesagt: Kaum jemand braucht eine Waffe.
Deine Meinung...aber bitte projeziere die nicht auf den Rest der Menschen in diesem Land! Und auch bitte Vorsicht mit der subjektiven Bewertung was jemand zu brauchen hat oder nicht - nicht, dass irgendwann mal jemand früh aufsteht und dir irgendetwas wegnimmt,verbietet oder dich enteignet weil er der Meinung ist, du hast es nicht zu brauchen;-)
Wenn jemand mit einer Waffe Spaß haben will, dann steht der in der Pflicht, einen Weg zu finden, wie er den ohne negative Konsequenzen für die Bevölkerung haben kann.
Dem trägt der Gesetzgeber Rechnung, in dem er strenge Auflagen zur Aufbewahrung der Waffen erlassen hat!
Siehe Waffengesetz § 36


Und mir wäre jetzt auch nicht bekannt, dass ein Großteil in Deutschland hergestellten oder importierten Munition bei regelmäßigen Einbrüchen abhanden kommt. Irgendwie ist es also bis runter auf Ebene der Kleinhändler kein Problem, das Zeug unter Kontrolle zu halten. Erst bei Endkunden kommen Anhäufungen zu Stande, die abseits großer krimineller Vorhaben komplett überflüssig erscheinen, aber trotzdem legal sind.
Beim "Endkunden" kommt auch nichts weg...keine Ahnung auf was du hinaus willst. Waffendiebstähle sind extrem selten und wenn es dir egal ist, wenn bei der BW mal eben 60k Schuss Kriegswaffenmunition entfleuchen, dann sollten dich die paar Schachteln Zivilmuni ,die alle jahre mal wegkommen nicht jucken (Achtung Sarkasmus)

Schließt eine Reduktion legaler Waffen aus, das stattdessen was mit illegalen geschieht? Natürlich nicht.
Aber ist es viel schwerer, was mit illegalen anzustellen? Ja.
Seltsam...fast Tagtäglich werden in Deutschland Menschen mit illegalen Waffen getötet - scheint also doch nicht so schwer zu sein...z.B.
7.12.22 Frankfurt
13.12.22 Frankfurt
...nur mal fix aus frankfurt die letzten paar Tage
Vor allem ist die verdeckte Beschaffung offensichtlich so langwierig, dass die besonders bedenklichen kurzfristig radikalisierten Einzeltäter daran scheitern bzw. bislang eigentlich immer aus dem Sportschützen- oder Jägerumfeld stammten.
Kurzfristig ist beim Waffenerwerb als Sportschütze erstmal gar nicht - mindestens 12 Monate Vereins-und Verbandszugehörigkeit und nachgewiesene Trainings vor der ersten Erlaubniss machen der Idee nen Strich durch die Rechnung.
Und ich hoffe auch einfach mal, dass die bestehenden Untergrundstrukturen nicht massenhaft ungenutzte Schmuggelkapazitäten und riesige Lagerbestände haben, für denen ihnen nur wegen den legalen Angeboten die Käufer fehlen. Im Umkehrschluss würde es also schlicht genug Ware geben, wenn jeder, der heute mit nur teilweise legalen Hintergedanken eine Waffenbesitzkarte beantragt, auf einmal bei den Straßenhändlern aufschlägt.
Großes Kino den Legalwaffenbesitzern illegale Aktivitäten im großen Stil nachzureden #Diskussionsniveau ;-)
Wäre bei nicht-gewerblichen Jägern zumindest zu prüfen. Auf eigenem Gebiet vor der Haustür jagt praktisch niemand; auf dem Weg zur Jagd beim Vereinsheim vorbeizufahren würde ich bei Hobbyisten für zumutbar halten. Vor allem aber wäre es zumutbar z.B. die Munition nur über Jagdvereine beziehbar zu machen und dort auch im Abgleich mit den ohnehin erfassten Abschüssen zu protokollieren
Komisch - ich jage bei einem Verwandten im Revier, dem tatsächlich 1000HA am eigenen Grundstück beginnen...und ich bin in keinem Jagdverein - wo soll ich nochmal Waffen und Munition abholen?
Diese deine vorgeschlagenen Zustände gab es schon mal - aber die DDR will hier sicher keiner wieder haben!
Hmm. Ich hatte nach entsprechenden Wettbewerben recherchiert und nicht einmal einen Bruchteil davon gefunden. Aber gut, war die Recherche wohl doch nicht lang genug.
Nun, ich habe dir den Link zu den Sportordnungen geliefert darin stehen die Disziplin aller Verbände in denen Wettkämpfe ausgetragen werden...Deine Recherchequalität kann ich nicht beurteilen!
Stellt sich mir umgekehrt die Frage: Wieso sollte diese Vielfalt aus Sportgründen nötig sein? Es käme auch niemand auf die Idee u.a. einen 100 m, 102, 103, 105, 107 und 110 m Lauf durchzuführen. Auch Motorsportklassen gibt es nur für einen Bruchteil der verfügbaren Fahrzeug-Motorkombinationen.
Schießsport ist ein technischer Sport und wie z.B. im Motorsport gibt es auch dutzende - eher hunderte verschiedene Kombinationen und Klassen - da z.B.angefangen beim Minibike über Gokarts bis hin zu Superbike,Ralleye oder Formel1
Erweitere einfach mal deinen Horizont !
Die Qualität deiner Argumente ist kaum zu steigern, ich werde mich gar nicht erst daran versuchen...
Dito:lol:
Gut, dann gehen die Regeln etwas weiter als mir aus der Verwandtschaft komuniziert wurde (wobei es da Überlappungen mit Sammelleidenschaft geben mag, die vermutlich anders geregelt ist), aber wieso steht da noch "im Zweifel" drin? Bedarf sollte nicht erst nachsweispflichtig sein, wenn irgend jemand Zweifel anmeldet. Sondern immer. Und regelmäßig. Wer ein Auto auf öffentlichen Straßen bewegen will, geht damit auch nicht "im Zweifel" zum TÜV.
Im "Zweifel" deshalb, weil die gelbe WBK im prinzip erstmal das "Sportschützenbedürfnis" bezeugt und man damit bestimmte Waffen erwerben darf, ohne jede einzeln bei Verband und Behörde vorab zu beantragen (anmelden muss man natürlich jede Waffe). Allerdings muss auch hier jede dieser Waffen für das sportliche Schiessen zugelassen sei - also es muss eine entsprechende Disziplin in einem Sportverband existieren und das kann der Sachbearbeiter in der Waffenbehörde natürlich abfragen (falls er Zweifel an der Nutzbarkeit hat)
Die staatliche Prüfung erfolgt einmal pauschal nur für Waffenbesitz, danach kann er sich (unter den von dir genannten Auflagen) nach allem umgucken, was er will.
Die staatliche Prüfung/Kontrolle erfolgt fortwährend - das sportl. Bedürfnis wird afaik nach 5 und 10 Jahren geprüft bzw. sowieso beim Erwerb einer neuen Waffe. Die Zuverlässigkeit wird bei jedem Waffenbesitzer automatisch und Kostenpflichtig alle spätestens alle 3 Jahre geprüft (großes Führungszeugnis) - mittlerweile inklusive Verfassungsschutzabfrage!
Für die Teilnahme an bewerben braucht er aber eigentlich nur eine überschaubare Auswahl.
Das definiert in einem freien Land bitte jeder selbst
Das ist ja genau der Widerspruch zwischen "dürfen" und "brauchen", den ich kritisiere: In Deutschland werden mit unschöner Regelmäßigkeit Waffen in den Händen gefährlicher Personen gefunden, die diese aus diversen Gründen haben durften, die aber (abseits ihrer Gewaltaten/-pläne) überhaupt keinen Bedarf an dieser Waffe hatten. Das ist einfach eine überflüssiges Risiko, denn niemand hat einen (objektiven) Nutzen von Waffen, die er nicht braucht, aber die Gesellschaft trägt offensichtlich ein Risiko durch Waffen, die (objektiv) niemand braucht. Diese Waffen müssen weg.
Wenn jetzt die Waffen z.B. bei den Reichis abgenommen werden zeigt das doch, dass der Rechtsstaat funktioniert und die aktuellen Gestze ausreichen!
Wir als Gesellschaft tragen auch das Risiko, das Wir oder unsere Kinder beim verlassen der Wohnung von einem z.B. alkoholisierten Autofahret tot gefahren werden - deshalb verlangt keiner hier das Verbot von Alkohol oder Autos sondern wir arrangieren uns mit diesem Restrisiko als sog. allgemeines Lebensrisiko.
Bevor du Diskussionsteilnehmern "Bullshit"s und "stupid"s an den Kopf wirfst, solltest du vielleicht eine nicht ganz unerhebliche Information einfügen:

Wie viele dieser Wettbewerbe und Training finden außerhalb staatlich genehmigter Schießanlagen statt?
Nun, ganz einfach - unterschlagen habe ich nichts ,nur deine äh-einfach erscheinende Idee scheitert eben an der Realität. Die meissten Wettbewerbe finden eben nun mal nich am eigenen Stamm-oder Vereinsschiesstand statt!
Da findet nur das Training statt und da meist noch nicht einmal alle Disziplinen weil nicht jeder Schießstand für alle Waffen/Disziplinen zugelassen ist (z.B. keine 100m oder 300m Bahnen). Wettkämpfe der Verschiedenen Wettkampfebenen Verein,Kreis, Bezirk, Land,Bund werden im ganzen Land verteilt durchgeführt - ich z.B. reise da auch schon einmal 250 Km zur Landesmeisterschaft an.
Denn nur da wollte ich den privat zulässigen Munitionsvorrat beschränken. Und zwar auf die Menge, die ein Jäger bei einer, maximal zwei Pirschen braucht. Bis zum folgenden Wochenende muss er dann halt mal beim Vereinsheim/-"munitionswart" vorbei schauen.
Nicht jeder Schütze oder Jäger hat ein Vereinsheim und wer soll bitte den Munitionswart geben - welche spezielle Qualifikation soll diese Person bitte haben damit sie zuverläassiger ist als der Waffenbesitzer selbst? Wer soll sich diese Verantwortung ans Bein binden? Und wer verhindert, dass sich der Schütze Waffe und Munition mit dem Vorwand der Wettkampfteilname im Vereinsheim abholt und dann seine vermeintliche Straftat begeht, die du ja mi der Regelung eigendlich verhindern willst?

Alle diese Fragen und Probleme die du hier Ansprichst, wurden in den von mir schon benannten Expertengremien im Bundestag gestellt und als nicht praktikabel ad acta gelegt (zumal der zu erwartende Sicherheitsgewinn in keinerlei Verhältniss zum Aufwand steht)
Mir ging es erstmal nur darum, dass 5000 Schuss im heimischen Waffenschrank illegal werden. Denn niemand verbraucht in Deutschland 5000 Schuss zwischen zwei Möglichkeiten nachzukaufen bzw. ohne sich in ein beaufsichtiges Umfeld zum Waffengebrauch zu begeben. Niemand außer diejenigen, die mit 50 Mann zu je 100 Schuss einen Auftritt hinlegen wollen, nachdem es Einkaufen und staatliche Aufsicht wie wir sie heute kennen, schlicht nicht mehr gäbe.
Blödsinnige Unterstellung...Alle diese Fragen und Probleme die du hier Ansprichst, wurden in den von mir schon benannten Expertengremien im Bundestag gestellt und als nicht praktikabel ad acta gelegt (zumal der zu erwartende Sicherheitsgewinn in keinerlei Verhältniss zum Aufwand steht) Nochmal für Dich;-)

Aber nochmal etwas sachliches aus der Praxis: z.B. gerade bei KK-Waffen gibt es große Schwankungen in der Qualität der Munition und die Waffen sind sehr Munitionsfühlig. Da fahren viele Schützen zum Munitionshersteller oder Händler mit entsprechendem Service und lassen ihre Waffen anschiessen - also die beste Munition einer Sorte aus einem Fertigungslos wird ermittelt. Danach wird im Regelfall das gesamte Los gekauft um möglichst lange mit der nun super passenden Munition schiessen zu können.
Ich weiß nicht, wie hoch die Zahlen tatsächlich sind, aber natürlich gehe ich von Packungsgrößen bis dreistelliger Kapazität aus (bei .22 tendentiell etwas mehr als bei .500), die auch keineswegs als Einzelpackung gekauft werden. Aber wie gesagt: Ich sehe nicht, wofür du oder irgend ein anderer Sportler oder Jägar diesen Vorrat bei sich zu Hause brauchen sollte, wo er jeglicher regelmäßigen Kontrolle entzogen ist und selbst bei einer zufälligen oder von andersweitigem Verdacht verursachten Kontrolle nicht beanstandet werden kann. Wie du selbst sagst: 5-10 Schuss für eine Pirsch (plus 6 in der Kurzwaffe) und den Rest brauchst du nur fürs Training. Das findet aber in einer Sonderanlage für Waffengebrauch statt.
Es gibt aber nun mal nicht jede Munition zu jeder Zeit in der gewünschten Menge oder Qualität zu kaufen - also muss gekauft werden, wenn der Händler was am Lager hat und den Preisgestaltung habe ich ja schon angesprochen.
Ich glaube der Handel mit den Grundsubstanzen zur Munitionsherstellung ist tatsächlich schon besser reglementiert als der mit der fertigen Munition. Bei letzterer gibt es zwar die qualitative Einschränkung auf Kaliber, die du offiziell besitzt, aber bei ersterer schrillen die Alarmglocken auch mengenabhängig. (Jedenfalls ist das so, wenn man diese Richtung verwendbare Substanzen aus ganz anderen Gründen haben will.)
Bei der Herstellung von Munition gibt es natürlich extra Erlaubnisse und Auflagen nach Sprengstoffrecht
Beschränkt ist hier komischerweise übrigens nur das Schießpulver an sich - Anzündhütchen sind frei ab 18 und Geschosse und Hülsen sind rechtlich einfach nur Metallschrott LG
Nur noch mal als Disclaimer - mir liegt es fern hier den Kollegen @ruyven_macaran runter zu machen - allerdings konnte ich seine falschen (Tatsachen)Behauptungen zum Waffenrecht nicht unkommentiert stehen lassen!
Ins besondere weil die Nancy Faser sich gerade mit ihrer Reichsbürgerrazzia profilieren will und das Waffengesetz auf ihrer Agenda dazu steht.(Andererseits ist das Thema aus den Abendnachrichten schon wieder verschwunden...so groß kann die Ausbeute an "Waffen" da nicht gewesen sein - zumal man noch nicht einmal den obligatorischen "Gabentisch" mit den beschlagnamten bösen Sachen präsentiert hat)

LG: Steam :bier:
 
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Eine Menge von dem was Steamhammer schreibt ist sehr sehr richtig und gleichermaßen notwendig ebendies zur Diskussion zu stellen.

Vornweg, ich bin (war) Sportschütze und hab das auf Weltmeisterschaftsniveau betrieben in verschiedenen Disziplinen & Kalibern, bin selbst Waffenbesitzer. Der Sport macht es ab einem gewissen Niveau einfach notwendig eine eigene Waffe zu besitzen, für den aller größten Teil der Sportschützen wird das eine Waffe im Kaliber .22 lfb sein.

Ich hab Groß- wie Kleinkaliber geschossen und ich würd trotzdem mal dringend hinterfragen warum wir mit DSB und DOSB 2 Verbände haben und ob man wirklich mit jedem Kaliber Sportschießen betreiben muss und vor allem würde ich Disziplinen wie IPSC mal gaaaanz dringend hinterfragen. Denn Sportschießen und Sportschießen ist nicht dasselbe, auch wenn es gerne vermengt wird.
Wer Angst vor einem Sportschützen in Lederkluft der Firma Sauer oder Thune und einem KK Gewehr hat, der muss umso mehr Angst vor Biathleten haben - hat aber niemand, die einen schaut man jeden Winter im Fernsehen, die anderen schert man über einen Kamm. Es findet also nicht mal eine sachliche Auseinandersetzung über das tatsächliche Risikopotential über die Sportarten statt, in denen scharfe Waffen benutzt werden.

Die Diskussion, ob 9mm wirklich Sportschießen ist, die sollte dagegen geführt werden, ebenso ob halbautomatische Gewehre in 5.56mm wirklich erwerbbar sein müssen (https://www.shoot-club.de/Selbstladebüchsen oder hier https://www.frankonia.de/waffen/langwaffen/buechsen/sl-buechsen/online-shop.html).
Die Diskussion sollte meiner Meinung nach nicht stumpf über Waffenrecht an sich, oder die Notwendigkeit des Erwerbs von Waffen geführt werden, sondern über die Notwendigkeit von bestimmten Waffen und die gesellschaftliche Akzeptanz. Man braucht keinen halbautomaten in 223 Remington für die Jagd. Einfach nein. Aber man BRAUCHT eine potente Kurzwaffe dafür (deswegen war der Vorstoß der Grünen nach Winnenden auch undurchdacht) aus Selbst- wie aus Tierschutzgründen.

Munition zu reduzieren ist ebenso sinnfrei. Im Leistungssport bin ich teilweise durch 5.000 Schuss Munition in 1-2 Monaten durch, zudem, gerade in diesem Bereich, wenn man KK / GK Munition gefunden hat die gut mit dem eigenen Lauf harmoniert, dann will man soviel man nur kriegen kann, denn zuverlässige Präzision ist ALLES in diesem Sport. Da gibts keine Kompromisse, jeder materielle Nachteil wird ab einer gewissen Ebene der Entscheider zwischen Titel und Niederlage - und ich weiß wie sich Munitionsversager in Titelwettkämpfen anfühlen - richtig beschissen.

@ruyven_macaran
Um Dir das zu verdeutlichen: Ich hab mehrere Munitionssorten im Schrank.
Eine (mehr findet man eh nicht) die fliegt wie ein Traum. Die darf niemals ausgehen, denn DAS ist die Munition für die richtig wichtigen Wettkämpfe. Wie schwierig ist es sowas zu finden? Sehr. Kann sein dass man in Fürth auf dem Schießstand steht, durch ALLE dort verfügbaren Lose geht und KEINE findet die diesem Anspruch zu 100% gerecht wird. Es geht einfach nicht regelmäßig nachzukaufen, bitte vertrau hier einfach jemandem der >20 Jahre lang auf der Suche nach der perfekten Munition ist. Finde ich ein Los das fliegt, dann kauf ich soviel ich kann.

Und dann hab ich Trainingsmunition. Meist eine günstigere Serie, weil kost ja Geld der Ronz, aber dafür noch mehr als von der oben genannten denn, man trainiert ja mehr als das man Wettkämpfe hat. Hier sind MuniFehler nicht ganz so schlimm, wenn die Technik passt, aber die Kugel nicht so gut fliegt, dann komm ich am Ende dennoch auf positives Trainingsergebnis.

Typischer Wettkampfverbrauch KK für Hobbyschützen sind ~6 Wettkämpfe 3x20 als Runde, und dann Kreis- Landes- Deutsche Meisterschaften in 3x20 / 3x40 und 60 Liegend. Mit entsprechendem einschießen vor allen Anschlägen sind das ~1600 Schuss Munition. Da ist kein Training dabei, kein Kadertraining, keine Auswahlwettkämpfe, keine EM/WM, das ist das reine Hobbyprogramm im KK.
Heißt, der absolute Hobbyschütze kann locker 3000 - 4000 Schuss Munition in der Saison verbraten, ohne Probleme.

Auch hier wieder, es wäre eher sinnvoll Systeme zu verbieten, die es erlauben binnen kurzer Zeit viel Munition präzise zu verschießen. Meine KK Gewehre sind Einzelrepetierer. Ich bin ein schneller präziser Schütze im Liegendanschlag, aber das ist kein Vergleich zu einem Halbautomaten. Weder in der Kadenz, noch in der Durchschlagskraft, noch in der Reichweite. Ich bin Präzisionsschütze auf 50 & 100m mit meinen Waffen, aber mit den Systemen in 5.56 bekämpft man halt relativ problemlos mehrere Ziele binnen Sekunden auf 100m - Spoiler, weil die dafür gebaut wurden. Sowas unter dem Mantel des Sports, oder der Jagd zu verkaufen halte ich für fragwürdig. Benchrestschießen z.b. ist da auch son Fall - hier sollte man sich einfach mal fragen: brauchen wir DAS, also diesen Auswuchs wirklich. Nur zu sagen, die dürfen solche Gewehre haben weils erlaubt ist, das greift meiner Meinung nach zu kurz.

Es ist egal wieviel Munition ich in meinem Schrank habe (aktuell ~ 20.000 Schuss KK Munition), mit meinen Systemen krieg ich die niemals so schnell verschossen dass es eine ernste Bedrohung darstellt.
Ums Bildlich zu sagen: Hätte der Attentäter von Las Vegas KK Sportgewehre geführt wäre dieser Amoklauf deutlich anders ausgegangen. Sportgewehre sind oft unpraktisch, überzüchtet (auf Präzision) und ungeeignet um damit einen Anschlag mit vielen Toten oder Verletzten durchzuführen. Ein Biathlongewehr ist da schon wesentlich besser geeignet. Nachladbar per Magazin, wesentlich einfacher und schneller zu repetieren, bei gleichem Kalbiber.
Hat irgendjemand die Regulierung von Biathlon gefordert? Nö... Dennoch hat Biathlon das wesentlich höhere Gefahrenpotential.

Eine Lösung wäre: Alles einstampfen was nicht olympisch ist und schon reduziert sich die Zahl großkalibriger Kurz- und Langwaffen dramatisch - Stellt sich halt die Frage nach dem gesellschaftlichen Kosten-Nutzen Verhältnis.
Auch wenn es im ersten Moment dumm klingt, aber warum sollte man Sportschießen einschränken aus Gründen der Sicherheit wenn wir uns weigern Tempolimit, Abbiegeassistenten oder vernünftige Fahrradwege zu bauen - das ist Whataboutism, aber genau DAS wird diese Debatte dominieren und der Punkt dahinter ist nicht falsch.
Warum sollen einige wenige Freiheiten aufgeben wenn der gesellschaftliche Nutzen sehr gering ist während andere zu Lasten der Gesellschaft weiterhin Ihre Privilegien behalten, dabei aber in Gänze mehr Schaden anrichten.

Falls jemand fragt: Ich halte einen Großteil der Disziplinen beim DOSB für streichenswert und eine sinnvolle Debatte über das Waffenrecht für längst überholt. Aber solange wir immer nur mit dummen Reflexen arbeiten wird das nie was. Irgendwas passiert, jemand ruft Waffenrecht. Sportschützen, Jäger & Co gehen direkt in die Verteidigungshaltung und das ganze läuft so starr ab wie die Westfront 1917. Woher ich das weiß? Naja, ist ja nicht so als wäre das nicht genau so immer und immer wieder in den letzten Jahrzehnten passiert :)
 
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Ums Bildlich zu sagen: Hätte der Attentäter von Las Vegas KK Sportgewehre geführt wäre dieser Amoklauf deutlich anders ausgegangen. Sportgewehre sind oft unpraktisch, überzüchtet (auf Präzision) und ungeeignet um damit einen Anschlag mit vielen Toten oder Verletzten durchzuführen. Ein Biathlongewehr ist da schon wesentlich besser geeignet. Nachladbar per Magazin, wesentlich einfacher und schneller zu repetieren, bei gleichem Kalbiber.
Hatte der Attentäter nicht ein Schnellfeuergewehr?

Und zum Thema Schützenvereine: Muß man denn unbedingt mit großen Kalibern rumballern?

Ich war selber im Schützenverein aber habe nur mit Luftgewehr geschossen. Ist das für einen Mann zu weich und nicht hart genug? Mir hat es jedenfalls viel Spaß gemacht und man kann auch damit seine (schieß)sportlichen Leistungen messen.
 
Der Sport macht es ab einem gewissen Niveau einfach notwendig eine eigene Waffe zu besitzen, für den aller größten Teil der Sportschützen wird das eine Waffe im Kaliber .22 lfb sein.
Es ist auch nicht so als ob entsprechende Langwaffen, in solider / guter Qualität, bzw. bei größeren Kaliber günstig wären.
Je nachdem was man schießt können die Preise (mit Zubehör) hoch bis auf das Niveau eines Neuwagen gehen.

Zum Beispiel so eine "Haenel Repetierbüchse RS9" (Zivilversion), in der Bundeswehr als G22A2 Scharfschützengwehr genutzt, wie sie ein Bekannter von mir, mit Jagdschein, besitzt kostet, ohne "Schnickschnack", alleine schon rund 9.000 Euro.
 
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Und zum Thema Schützenvereine: Muß man denn unbedingt mit großen Kalibern rumballern?
Große Kaliber sind wenn du zuverlässig Leute umbringen willst nicht gefährlicher.

Btw
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Erlebst du sowas auch @Don-71
 
Große Kaliber sind wenn du zuverlässig Leute umbringen willst nicht gefährlicher.
Klar sind sie das. Oder hast du schon mal gehört, dass jemand mit einer Luftpistole oder Luftgewehr erschossen worden ist?

Umso größer das Kaliber = umso mehr Schaden

Natürlich kommt es auch drauf an wie gut der Schütze ist und wo er hinzielt.
 
Klar sind sie das. Oder hast du schon mal gehört, dass jemand mit einer Luftpistole oder Luftgewehr erschossen worden ist?
Mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit tötet man damit niemanden, aber um jemanden damit schwer zu verletzten reicht auch ein Luftgewehr, je nach Druck der Waffe und verwendeter Munition.

Der Bruder meines Vaters hat durch eines, in seiner Kindheit, ein Auge verloren, weil sie mit einem Luftgewehr eines Freundes rumgeblödelt haben und sich dabei ein Schuss löste, der sprichwörtlich "ins Auge ging" und das war noch eines der "schwächeren", Luftgewehre, was damals in den 1950er Jahren auf dem Dorf noch so ziemlich jeder Bauer besaß, um Marder, Füchse und Vögel zu vertreiben, die es auf die Hühner absehen.

Auch Luftgewehre sind eben keine "Spielzeugwaffen".

Nein, nur weil das Loch größer ist, ist der Schaden nicht unbedingt größer.
Größere Kaliber kommen vorne rein und hinten raus, kleine Kaliber machen in deinem Körper Pudding. Also ganz vereinfacht gesagt.

Naja, nur solange wir nicht anfangen, bei der Größe, von den wirklich großen "großen" Kalibern zu sprechen, dann kommt nicht nur die Kugel raus, sondern auch noch eine ganze Menge anderer Körperinhalte. :fresse:
 
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Danke für deinen Beitrag @hoffgang - auch wenn ich nicht mit deiner Meinung zu Halbautomaten und Großkaliber übereinstimme akzeptiere ich sie.
Gerade was Verbote und gesetzliche Bestimmungen angeht, hat unsere FDGO zum Glück einen großen Einfluss und gerade beim Thema Waffenrecht bin ich da recht liberal eingestellt.
Schusswaffen nur für zuverlässige,überprüfte und ausgebildete Bürger! Alle anderen Einschränkungen kann man diskutieren aber Verbote, die die Freiheit der Bürger einschränken, dürfen nicht aus dem Bauch heraus diktiert werden sondern müssen eine haltbare Begründung haben! Und da liegt bei den pösen AR15"Sturmgewehren" der Hase im Pfeffer...keine dieser legalen Waffen (obwohl seit Jahrzehnten in ziviler Nutzung bei uns) ist afaik jemals bei einer Straftat in der BRD verwendet worden! Darüber hinaus gibt weder die jährliche PKS https://www.bka.de/DE/AktuelleInfor...r/PolizeilicheKriminalstatistik/pks_node.html noch das ebenfalls jährlich erscheinende " Bundeslagebild Schuswaffenkriminalität" https://www.bka.de/DE/AktuelleInfor...enkriminalitaet/waffenkriminalitaet_node.html eine Begründung für ein Verbot her.
Im Übrigen ist das Sportschießen mit Großkaliberwaffen historisch eigendlich die einzige und ursprüngliche Form - sportl. schiessen mit KK haben die Nazis eingeführt und das Luftgewehrschießen ist den Waffenverboten der Alliierten nach Ende des 2.WK geschuldet. GK war selbst zuletzt bis afaik 1972 im olympischen Programm (abgeschafft wurde es, um den vielen Staaten entgegen zu kommen,die ihren Bürgern keine entsprechenden Waffen zugestehen wollten/wollen - offiziel natürlich wegen Aufwand und Sicherheit)
Hatte der Attentäter nicht ein Schnellfeuergewehr?

Und zum Thema Schützenvereine: Muß man denn unbedingt mit großen Kalibern rumballern?

Ich war selber im Schützenverein aber habe nur mit Luftgewehr geschossen. Ist das für einen Mann zu weich und nicht hart genug? Mir hat es jedenfalls viel Spaß gemacht und man kann auch damit seine (schieß)sportlichen Leistungen messen.
Der Attentäter hatte 23!! Gewehre und 1 Pistole dabei - darunter 14 AR15 und 8 AR10- durch sog."Bumpstocks" auf behelfsmäßige Dauerfeuerfähigkeit modifiziert - bei uns und auch mittlerweile afaik auch in den USA illegal.
Und nur zur Einordnung (nicht etwa zur Relativierung) der Möglichkeit mit "Schnellfeuerwaffen" Schaden anzurichten:
Las Vegas: 23 z.T. vollautomatische Schusswaffen, Zeit 1h 20min, 58 Tote und 869 Verletzte
Nizza: 1 LKW , 5 min, 86 Tote und über 400 Verletzte

@RyzA wer mit dem LG stehend freihändig z.B. 10,9er schießt, hat meinen vollen Respekt! Da gibt es bei mir auch keine Differenzierung (weich/hart)
Jede Schießsportdisziplin hat ihre Bewandnis und die Anforderungen an Schütze und Material unterscheiden sich ebenso stark - sowohl in der körperlichen, als auch in der mentalen Fittness .

Ich schiesse sportl. alles was Waffen und Sportordnungen und Zeit hergeben bis zu den Landesmeisterschaften. Für DM oder höher fehlt es mir Leistung und/oder Lust (einige Limits hab ich hier und da schon erreicht)
.22er SpoPi und Revolver
9mm Pistole,
45 ACP Pistole,
357er Revolver und Pistole
Repetier-und Doppelflinte
SLB .223Rem und .308
GK Rep.Büchsen in 6,5 Creedmoor, .303 British und 8x57IS
Einzellader KK,Rep.Büchse KK, Unterhebel KK und SLB KK

Und nicht vergessen - Schießsport als Breitensport soll auch Spaß machen...da bin ich lieber hier und da nicht der allerbeste ,habe aber auch keinen Bock ,zwangsweise jeden Tag mehrere Stunden ein und die selbe Disziplin bis zum Erbrechen zu trainiern um ganz oben mitspielen zu können.
Es ist ein Hobby (ok, ich betreibe es wohl auch als Berufung - bin auch Vereinsvorstand) und soll Spaß machen!
@hoffgang - Bis zur WM Ebene? RESPEKT!
Wir haben ein recht erfolgreiches Ordonnanzgewehrteam und einer "meiner" Jungs hat gerade die DM des DSB in der Disziplin gewonnen. Ist auch extrem imposant was die leisten - auf 100 -300m mit Kimme/Korn.

LG Steam
 
Große Kaliber sind wenn du zuverlässig Leute umbringen willst nicht gefährlicher.
Das stimmt so nicht. Mehr Reichweite, höhere Präzision auf größere Entfernung, zudem ist die Wundwirkung höher, v.a. bei Jagdmunition. Schau Dir die Nachteile einer MP-7 an, kleines Kaliber, hohe Penetration gegen Körperpanzerung, geringe Wundwirkung. Und vergleich das mit einem MG-3.
.22lfb ist tödlich, da gibts keine Diskussion. Aber es ist halt kein Vergleich zu großkalibrigen Pistolen oder Gewehren.

Schusswaffen nur für zuverlässige,überprüfte und ausgebildete Bürger! Alle anderen Einschränkungen kann man diskutieren aber Verbote, die die Freiheit der Bürger einschränken, dürfen nicht aus dem Bauch heraus diktiert werden sondern müssen eine haltbare Begründung haben! Und da liegt bei den pösen AR15"Sturmgewehren" der Hase im Pfeffer...keine dieser legalen Waffen (obwohl seit Jahrzehnten in ziviler Nutzung bei uns) ist afaik jemals bei einer Straftat in der BRD verwendet worden!
Ich sehe das aus der Sicht des Bedarfs. Niemand, wirklich NIEMAND benötigt die zivile Variante eines G36, oder ein AR-15 Derivat. Einfach niemand. Das Potential das aus einer solchen Waffe hervorgeht ist enorm, das zeigen die Vorkommnisse in den USA regelmäßig.

Ich schieße diese Teile sehr gerne, ein gutes AR-15 ist einfach ein Traum, aber ich würde mir nie zum Spaß eine davon in den Tresor stellen. Wozu auch, es gibt keinen vernünftigen sportlichen oder gesellschaftlichen Nutzen.
Was mich auf die Palme bringt ist die generelle Ignoranz gegenüber dem Schießsport, die Überregulierung von Sportlern die vergleichsweise harmlose Waffen zuhause haben und das komplette Unwissen über den Rest des Sports. Ein KK Sportgewehr und ein GK Standardgewehr sind zwei gaaaanz verschiedene Biester. Mit letzterem schieß ich halt im Schnellfeuer in 90 Sekunden 10 Schuss auf 300m und das zuverlässig in den 10er Bereich und das im Kaliber 6mm BR. Das ist ne andere Hausnummer was Gefährdungspotential angeht und dennoch findet das in den letzten Jahren der Debatte nie eine Betrachtung.


Im Übrigen ist das Sportschießen mit Großkaliberwaffen historisch eigendlich die einzige und ursprüngliche Form - sportl. schiessen mit KK haben die Nazis eingeführt und das Luftgewehrschießen ist den Waffenverboten der Alliierten nach Ende des 2.WK geschuldet. GK war selbst zuletzt bis afaik 1972 im olympischen Programm (abgeschafft wurde es, um den vielen Staaten entgegen zu kommen,die ihren Bürgern keine entsprechenden Waffen zugestehen wollten/wollen - offiziel natürlich wegen Aufwand und Sicherheit)
Das stimmt, aber wenn man sich die aktuellen olympischen Disziplinen anschaut, dann muss man die Frage stellen dürfen ob GK Pistole wirklich ein Sport ist den wir als Gesellschaft akzeptieren möchten, oder bei dem wir die Frage stellen, ob das wirklich sein MUSS. Das sind keine einfachen Fragen, aber ein stumpfes Verbot, bzw. sinnlose Verschärfungen helfen halt niemandem wenn Sie keine Akzeptanz finden, bzw. die Umsetzung nicht zu kontrollieren ist. Ka wie oft bei Dir das Amt bereits geprüft hat, bei mir wurde seit Einführung des Gesetzes noch keine Kontrolle durchgeführt.
 
Naja, nur solange wir nicht anfangen, bei der Größe, von den wirklich großen "großen" Kalibern zu sprechen, dann kommt nicht nur die Kugel raus, sondern auch noch eine ganze Menge anderer Körperinhalte. :fresse:
Natürlich reden wir hier vom üblichen Kalibern. ;)

Schau Dir die Nachteile einer MP-7 an, kleines Kaliber, hohe Penetration gegen Körperpanzerung, geringe Wundwirkung.
Wie gesagt wenn die Munition in dir drin Pudding macht oder du massive innere Blutungen hast ist ein „sauberes“ Loch besser.
Hast du das Buch von Winkelsdorf gelesen?
 
Wie gesagt wenn die Munition in dir drin Pudding macht oder du massive innere Blutungen hast ist ein „sauberes“ Loch besser.
Ja, das ist der Unterschied zwischen Munition die aufpilzt und jener (Vollmantelgeschosse z.b.) die das nicht tun. Hat erstmal nichts mit dem Kaliber zu tun, denn in 5.56 bzw. 223. Remington gibt es unterschiedliche Geschosstypen welche die Wundwirkung beeinflussen.
Trotzdem ist das Potential von 223. Remington deutlich größer als das von .22 lfb.

Wenn du zuverlässig Menschen töten möchtest, dann nimmt man ein präzises, flugstabiles Kaliber mit einer guten Kombination aus Durchschlagskraft und Wundwirkung, das sollte man als Soldat wissen, denn es dominieren im Militär einige weniger Kaliber die seit Jahrzehnten sehr effektiv gegen Menschen eingesetzt werden, allen voran 7,62x45.
 
@RyzA wer mit dem LG stehend freihändig z.B. 10,9er schießt, hat meinen vollen Respekt! Da gibt es bei mir auch keine Differenzierung (weich/hart)
Jede Schießsportdisziplin hat ihre Bewandnis und die Anforderungen an Schütze und Material unterscheiden sich ebenso stark - sowohl in der körperlichen, als auch in der mentalen Fittness .
Nicht auf jeder Scheibe aber eine 190´er Serie habe ich damals geschafft.
Ich schiesse aber lieber aufgelegt weil ich sonst Rückenprobleme bekomme.
Das ist dann natürlich leichter. ;)

Wenn du zuverlässig Menschen töten möchtest, dann nimmt man ein präzises, flugstabiles Kaliber mit einer guten Kombination aus Durchschlagskraft und Wundwirkung, das sollte man als Soldat wissen, denn es dominieren im Militär einige weniger Kaliber die seit Jahrzehnten sehr effektiv gegen Menschen eingesetzt werden, allen voran 7,62x45.
7,62 ist mir auch ein Begriff. Damit habe ich mit dem G3 beim Bund geschossen.
 
Hat erstmal nichts mit dem Kaliber zu tun
Wenn das Geschoss nicht in dir stecken bleibt hast du als getroffener schon einiges gewonnen.
Wenn du zuverlässig Menschen töten möchtest, dann nimmt man ein präzises, flugstabiles Kaliber mit einer guten Kombination aus Durchschlagskraft und Wundwirkung, das sollte man als Soldat wissen
Ein Amoklauf oder Attentat ist aber kein Gefecht und ein unschuldiger Zivilist hat keinen ballistischen Schutz.
Außerdem ist es als Soldat nicht mein vorrangiges Ziel den anderen zu töten sondern nur ihn aus dem Spiel zu nehmen, wenn er dabei stirbt passiert das halt.
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7,62 ist mir auch ein Begriff. Damit habe ich mit dem G3 beim Bund geschossen.
Du hast 7,62x51 geschossen, nicht x45
 
Für Armbrust wie Bogen braucht man im potentiellen Verteidigungsfall entweder ausreichend Abstand und/oder den "Hinterhaltsvorteil".
Und dann wird das Argument "Selbstverteidigung" schon echt schwer...

Das ist m. E. eine typische Waffe für "zuerst schießen und dann fragen".
Bei sowas hätte ich jetzt echt kein Problem damit, das es auf die Liste kommt.
Das sind lautlose Waffen und daher eher Angriffswaffen. Und außer Hawkeye fällt mir niemand ein, derunter Druck auch trifft.
 
Ein Amoklauf oder Attentat ist aber kein Gefecht und ein unschuldiger Zivilist hat keinen ballistischen Schutz.
Richtig, trotzdem gilt dasselbe. Wenn du in kurzer Zeit viele Ziele effektiv bekämpfen kannst bist du erfolgreicher.
Deswegen, ein AR-15 mit Teilmantelgeschoss - das ist eine soviel widerlichere Kombi als alles was olympische Sportschützen jemals zusammenkriegen.


Außerdem ist es als Soldat nicht mein vorrangiges Ziel den anderen zu töten sondern nur ihn aus dem Spiel zu nehmen, wenn er dabei stirbt passiert das halt.
Du solltest durch nSAK durch sein, du kennst also die effektivste Methode. Dass du in deinem G36 Vollmantelgeschosse hast ist der Unterschied, damit überlebt man vllt ne Dublette in die Körpermitte. Tausch die Munition gegen ne andere Geschossart und... man überlebt es nicht.
 
das ist eine soviel widerlichere Kombi als alles was olympische Sportschützen jemals zusammenkriegen.
Richtig, aber wir reden grade von Sportschützen die laut mancher Leute nur Kleinkaliber schießen sollten weil alles andere bei Missbrauch zu gefährlich ist, wir reden also von dem Zeug was viele zu Hause haben und das sind halt keine Teilmantelgeschosse.
Wenn ich die 9mm überlebe weil das einfach durchgeht und ein Loch hinterlässt oder ob
die .22er gar nicht durchgeht und im Körper ggf noch abprallt und da Achterbahn fährt ist ein großer Unterschied.
 
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