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Ist auch die Frage, was da so an Konsequenzen kommt.
Es wäre wohl auch ein Verbot der Reichsbürger als krimineller Vereinigung angebracht, so das gegen entsprechende Leute besser vorgegangen werden kann.
Das Problem bei sogenannten Reichsbürgern ist doch, dass sie gar keine Vereinigung sind. Diese Leute gründen keine Partei "Stürt den Staat" und melden keinen Verein "Reichsbürger e.V." an, die man verbieten könnte. Die treffen sich einfach privat.
Was genau willst du denn noch verschärfen, wenn man für Reizgas schon einen kleinen Waffenschein benötigt und der geneigte Butterflymesserbesitzer als Schwerverbrecher in den Häfen muss?
Der kleine Waffenschein ist kein Problem, aber beim großen hat man erst nachträglich mit dem entziehen angefangen. Da könnte man die Hürden, einen zu bekommen, imho noch deutlich hochschrauben, denn faktisch ist so gut wie niemand in Deutschland auf eine Schusswaffe angewiesen.
Vor allem aber fehlen meiner Meinung nach drei Elemente:
- Aufbewahrungs- und Bezugsbeschränkungen: Ein Großteil der Waffenscheine wird für Hobbyzwecke aka Sportschützen ausgegeben. Da man dem Schießssport sowieso nur in speziellen Einrichtungen nachgehen darf, ist es vollkommen überflüssig, dass diesen Leute die Aufbewahrung und der Kauf von Waffen außerhalb dieser Einrichtungen erlaubt wird. Auch die wenigen bewaffneten Wachleute haben Arbeitgeber, die Ausrüstung verwahren und protokollieren können und selbst Jäger sind für gewöhnlich organisiert.
- Beschränkung der Stückzahl und Waffenart. Sportschießen mit Feuerwaffen ist auf sehr wenige Kaliber und Waffenformen beschränkt. Kein Sportschütze braucht mehr als je zwei und wenn er nicht professionell unterwegs ist eigentlich sogar nur eine und auch das nur, wenn er die Disziplin aktiv praktiziert. Jäger und Sicherheitspersonal haben zwar eine größere Auswahl, nutzen aber je Nase i.d.R. auch nur zwei Waffen. Das könnte man genau so festschreiben. Bislang darf dagegen afaik jeder, der erstmal einen Waffenschein hat, so viele (legal erhältliche) Waffen beliebiger Bauart und beliebigen Kalibers kaufen, wie er will.
- Am allerwichtigsten: Beschränkung der Munition. Ein Jäger gibt auf der Pirsch selten mehr als eine Handvoll Schuss ab. Ein Sicherheitsbeamter normalerweise gar keinen. Es gibt außerhalb von Schießständen absolut nirgendwo in Deutschland irgend jemanden, der einen Grund hat, mehr als 10-20 Schuss bereit zu halten und noch weniger, die mehr als 10 pro Monat verbrauchen, sodass selbst eine Protokollierung von nicht-Trainingsmunition vollkommen zumutbar ist. Nur Gefährder, Terroristen und Amokläufer "brauchen" hunderte Schuss und mit schöner regelmäßig werden die bei denen auch gefunden. Legal gekauft und besessen. DAS MUSS AUFHÖREN.
Diese krude Weltansicht, dass das alte Kaiserreich von 1871 noch existieren würde, bedarf erheblicher politischer Bildung. Und das nicht nur bei Kindergartenkindern...
Politische Bildung, die endgültig klarmacht, dass das Kaiserreich nicht mehr existiert, bekommt man zwar nicht im Kindergarten, aber spätestens in der 7.-9. Klasse. Viele auch schon früher, wenn in der Grundschule was zum Thema Regionalgeschichte und Ende der Kleinstaaterei gesagt wird. Auch Reichsbürger kennen diese Lehrinhalte, oft sogar weit besser als der Bundesdurchschnitt, aber sie glauben sie nicht. Und sie lehnen alles ab, was der Staat macht oder erzählt.
=> Mit Informationsangeboten erreicht man bei denen gar nichts. Ebensogut könntest du versuchen, mit BPB-Materialien einen Putintroll vom Existenzrecht der Ukraine überzeugen.
Ja natürlich wollen Islamisten, Deutschland islamisieren, das ist meiner Meinung nach auch der Hauptgrund für die Anschläge.
Dann hast du aber reichlich wenig Ahnung von deren Geisteshaltung. Nicht nur wäre es absolut bescheuert (also noch bescheuerter als "Islamist sein" ist

), Leute zu töten, die man bekehren will, sondern es ist im Islam ausdrücklich verboten, Unschuldigen, Bereuenden und/oder sich zum Islam bekehrenden ein Haar zu krümmen (Man beachte, wie kreativ z.B. der Iran derzeit ist, Leuten Ketzerei/Nicht-Islamität zu unterstellen, um sie aburteilen zu können)
Wofür es Gebote gibt: Wirkungsvolle Selbstverteidigung. Und alle machtgeilen Organisationen, die den Koran missbrauchen, machen das in diesem Rahmen. Sämtliche islamistischen Terroristen in Europa (und bei weitem nicht nur da) rechtfertigen ihre Taten mit einem vermeintlichen Angriff "des Westens" gegen ihre Heimat oder Muslime im allgemeinen, der es rechtfertigt, jeden zu Vernichten, den sie zu "der Westen" zählen.
So weit ich weiß kommt nichts neues.
Wozu auch?
Es sind afaik noch keine deutschen Terrornetzwerke bekannt, praktisch alles was hier unter Beobachtung steht ist Arm einer internationalen Terrororganisation oder radikalisierte Einzelperson. Die sind aber überwiegend nicht politisch aktiv und das Bisschen wird bereits vom BND mit abgedeckt. Das ist nicht wie z.B. bei Rechtsextremen, die zahlreiche Vereine, Parteien und Organisationen gründen und sich europaweit vernetzen (ironischerweise besser als manch Anti-Nationalisten). Bei denen gibt es einen politischen Rechtsradikalismus, den man beobachten kann, aber es gibt bei uns praktisch keinen politischen Islamismus. Nur Populisten, die wahlweise wenig-religiöse politische Gegner oder wenig-politische (und wenig-extremistische) Gläubige mit dieser Bezeichnung verunglimpfen. Das muss man, wenn man nicht CSU-Innenminister ist, nicht auch noch instutionalisieren.
Wie gesagt die Strafen drastisch erhöhen. Was anderes wird nicht funktionieren.
Die angedrohten Strafen sind jetzt schon drastisch. Wenn du nicht Todesstrafe, Straffolter und Zwangsarbeit wieder einführen willst, wirst du mit deinen Verschärfungsforderungen ein Problem am oberen Ende des Strafkatalogs bekommen.
Das ist den Reichsbürgern aber egal, genau wie sich die meisten anderen Kriminellen kaum um Strafhöhen kümmern. Die Grundannahme derjenigen, die der Meinung sind, besser als der Staat zu sein ist: "Die kriegen mich eh nicht".
Daher haben höhere Strafen 0 Abschreckungswirkung. Was es braucht ist mehr erfolgreiche Ermittlungen. Viel mehr. Aber wie soll das gehen, wenn die Täter in den Polizeizentralen sitzen?