compisucher
Lötkolbengott/-göttin
Ich bin weniger mit diesem Kompromiss zufrieden.Ja, ich kann mit dem Ausgang an sich auch gut leben. Etwaig mögliche Energie wird erzeugt und es entsteht de facto nicht mehr Abfall.
Mich stört dennoch, dass sich um die Klärung grundsätzlicher und sicherlich in späteren, ähnlich gelagerten Fällen wichtiger Fakten billig herumgemogelt wurde.
Ebenso, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erneut Zahlungen an die Betreiber gehen und am Ende erneut nicht kommuniziert wird, wie teuer diese Maßnahme zur Strompreissenkung tatsächlich war - egal ob sie als solche wirkt oder nicht.
Warum?
Vorab meine Position:
Technologisch fasziniert mich Kernenergie, sehe diese aber mit den mittlerweile erreichbaren Potentialen bei den Regenerativen Energiequellen als veraltet zum Zwecke der Stromgewinnung an.
Meinung:
Es wurde mit diesem Kompromiss letztendlich nur eine Beruhigungspille an die Bevölkerung verteilt.
Der "Blackout" ist Mittlerweile in alle Munde und dieser Angst muss was entgegengesetzt werden.
Schaffen diese drei AKWs im Regulärbetrieb 5-6% der elektrischen Gesamtproduktion in D., wird im Streckbetrieb lediglich ca. 4% erzielt.
Ich halte es für ein Gerücht, dass diese geringe Teilleistung einen nennenswerten Beitrag dafür leisten kann, einen potentiellen Blackout zu verhindern.
Lediglich das Argument, so viel wie möglich Eigenenergie zu erzeugen, damit die Preise nicht weiter explodieren, ist Eines.
Aber was passiert denn in 2023 und Winter 2023/24?
Die Situation, regenerative Energiequellen aufzubauen hat sich ja nicht verbessert.
Im Gegenteil.
Wir warten als Bauunternehmen mittlerweile 6-8 Monate bis PV geleifert wird, Stromspeicher für den kommunalen Wohnungsbau, also in Bezug auf die benötigte Größe und nicht der EFH Kleinkinderkram hat Lieferzeiten von AB 12 Monaten.
Da wir deutschlandweit tätig sind:
Baugenehmigungen für Windkraftanlagen werden im Schnitt der Republik nach 9 Monaten erteilt, die für größere Biogasanlagen nach ca. 12 Monaten.
Von den fehlenden Leuten, die das alles bauen sollen, will ich gar nicht erst anfangen
Sprich:
Realistisch betrachtet, wird Ende 2023 kaum mehr regenerative Energie zur Stromerzeugung in D. vorhanden sein, als heute.
Mit etwas Glück werden die 4% der AKWs ersetzt werden, aber das wird es schon gewesen sein.
M. M. nach hätte man entweder oder machen sollen.
Abschalten und der Bevölkerung klar machen müssen, dass massiv Energie eingespart werden muss und das wäre dann deutlich mehr als der Pulli oder die 19°.
Oder Brennstäbe einkaufen und der Industrie und vor allem den Genehmigungsbehörden mehr Zeit zu beschaffen, um alle regenerative Pläne überhaupt umsetzen zu können.
All die Diskussionen werden also im April 2023 erneut durch die Mühlen der Presse getreten und keiner wird seriös am Horizont Entwarnung für Ende 2023 prophezeien können.
Und wie das dann im Verhältnis stünde zu den legalen 30g...