Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ja, ich kann mit dem Ausgang an sich auch gut leben. Etwaig mögliche Energie wird erzeugt und es entsteht de facto nicht mehr Abfall.

Mich stört dennoch, dass sich um die Klärung grundsätzlicher und sicherlich in späteren, ähnlich gelagerten Fällen wichtiger Fakten billig herumgemogelt wurde.
Ebenso, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erneut Zahlungen an die Betreiber gehen und am Ende erneut nicht kommuniziert wird, wie teuer diese Maßnahme zur Strompreissenkung tatsächlich war - egal ob sie als solche wirkt oder nicht.
Ich bin weniger mit diesem Kompromiss zufrieden.
Warum?

Vorab meine Position:
Technologisch fasziniert mich Kernenergie, sehe diese aber mit den mittlerweile erreichbaren Potentialen bei den Regenerativen Energiequellen als veraltet zum Zwecke der Stromgewinnung an.

Meinung:
Es wurde mit diesem Kompromiss letztendlich nur eine Beruhigungspille an die Bevölkerung verteilt.
Der "Blackout" ist Mittlerweile in alle Munde und dieser Angst muss was entgegengesetzt werden.

Schaffen diese drei AKWs im Regulärbetrieb 5-6% der elektrischen Gesamtproduktion in D., wird im Streckbetrieb lediglich ca. 4% erzielt.
Ich halte es für ein Gerücht, dass diese geringe Teilleistung einen nennenswerten Beitrag dafür leisten kann, einen potentiellen Blackout zu verhindern.
Lediglich das Argument, so viel wie möglich Eigenenergie zu erzeugen, damit die Preise nicht weiter explodieren, ist Eines.

Aber was passiert denn in 2023 und Winter 2023/24?
Die Situation, regenerative Energiequellen aufzubauen hat sich ja nicht verbessert.
Im Gegenteil.
Wir warten als Bauunternehmen mittlerweile 6-8 Monate bis PV geleifert wird, Stromspeicher für den kommunalen Wohnungsbau, also in Bezug auf die benötigte Größe und nicht der EFH Kleinkinderkram hat Lieferzeiten von AB 12 Monaten.

Da wir deutschlandweit tätig sind:
Baugenehmigungen für Windkraftanlagen werden im Schnitt der Republik nach 9 Monaten erteilt, die für größere Biogasanlagen nach ca. 12 Monaten.

Von den fehlenden Leuten, die das alles bauen sollen, will ich gar nicht erst anfangen

Sprich:
Realistisch betrachtet, wird Ende 2023 kaum mehr regenerative Energie zur Stromerzeugung in D. vorhanden sein, als heute.
Mit etwas Glück werden die 4% der AKWs ersetzt werden, aber das wird es schon gewesen sein.

M. M. nach hätte man entweder oder machen sollen.

Abschalten und der Bevölkerung klar machen müssen, dass massiv Energie eingespart werden muss und das wäre dann deutlich mehr als der Pulli oder die 19°.

Oder Brennstäbe einkaufen und der Industrie und vor allem den Genehmigungsbehörden mehr Zeit zu beschaffen, um alle regenerative Pläne überhaupt umsetzen zu können.

All die Diskussionen werden also im April 2023 erneut durch die Mühlen der Presse getreten und keiner wird seriös am Horizont Entwarnung für Ende 2023 prophezeien können.
 
Realistisch betrachtet, wird Ende 2023 kaum mehr regenerative Energie zur Stromerzeugung in D. vorhanden sein, als heute.
Ne du hast nen Denkfehler in deinen Text.
Es wird wohl kaum mehr gebaut als eh auf der Roadmap steht, aber das was auf der Roadmap steht wird schon gebaut werden und du vergisst die ganzen privaten Anlagen die man nirgends nachvollziehen kann die aber trotzdem da sind.
 
Ne du hast nen Denkfehler in deinen Text.
Es wird wohl kaum mehr gebaut als eh auf der Roadmap steht, aber das was auf der Roadmap steht wird schon gebaut werden und du vergisst die ganzen privaten Anlagen die man nirgends nachvollziehen kann die aber trotzdem da sind.
Du, es werden im Moment in unserem Bereich (München) fast 40% aller schon genehmigten Bauvorhaben (und damit auch viele PV Anlagen) auf Eis gelegt bekomme es ja live mit.
Und Bayern ist noch sehr wohlhabend...
Den Bauherren geht die Kohle aus.

Wer macht den da eine Roadmap?
Wolkenkuckucksheim?
Frau Geywitz?
Es muss sich nur eben jeder an die fein austarierte, mir aber unbekannte Roadmap auch halten...

Und woher kommt dann das Baumaterial und die Handwerker für die Roadmap?
Wir bestellen JETZT Fertigteile für z. B. Keller auf Lieferung Anfang August 2023 und haben KEINE feste Lieferzusage.
 
Bayern ist am Arsch weil man beim Thema elektrische Energie gepennt hat wie kaum einer sonst.
Verpennt ist richtig, am Arsch wäre leicht übertrieben.
Z. B. große Arbeitgeber (BMW/AUDI) arbeiten sehr erfolgreich daran, einen größeren Teil ihrer Energie auf regenerativ umzubauen.
Aber auch hier sprechen wir von Zeithorizonten von 2-3 Jahren.
Es geht um Anlagen zur Stromerzeugung, nicht um Häuslebauer.
In D. werden ca. 70% der Stromerzeugung PV und 60% der Wärmeerzeugung mittels WäPu im Kontext Wohnanlagen und Industrie-/Gewerbebau (und nicht EFHs) errichtet.

Einzig Windkraft und Wasserkraft sind deutlich von der restlichen Bauinduistrie abgekoppelt.
Biogas und Hackschnitzel ist fast ein Nischenprodukt - immer noch...

Windkraft ist komplex im Genehmigungsverfahren und jeder halbwegs betroffene Volldepp hebt Einspruch dagegen - deutschlandweit...^^
Bitte mal kurz über dieses eher optimistische Papier für 2023 drüberfliegen und selbst eine Meinung bilden:
 
Z. B. große Arbeitgeber (BMW/AUDI) arbeiten sehr erfolgreich daran, einen größeren Teil ihrer Energie auf regenerativ umzubauen.
Naja ohne Windkraft kannst du PV bauen wie du willst, die Lücke im Winter wird zu groß und man muss sich ja einfach mal den Knick seit der 10H Regel ansehen. Klagen konnte man vorher schon, aber 10H war der Killer für die Windkraft in Bayern.

Naja die CSU, ich wundere mich tatsächlich nicht mehr warum der NS ausgerechnet aus Bayern kommt.
 
Die Kraftwerkbetreiber sind ja nicht vollkommen dumm. Ergo waren die Versorgung mit Brennstoff und auch die Wartung ziemlich genau auf den 1.1.23 ausgelegt. In wie weit der "Streckentrieb" überhaupt mehr Energie bedeutet oder nur eine anders verteilte Abgabe war irgendwie schon lange kein Thema mehr bei der Diskussion. Vermutlich "weil die Antwort die Bevölkerung verunsichern könnte" um es mal mit de Maizière zu sagen.

/sign.
Emsland wird wohl schon Anfang Dezember nicht mehr in der Lage sein, 100% Leistung zu fahren. Bis Januar könnte man auf 80% runter sein, Schätzungen zum Gesamtoutput 2023 belaufen sich auf 1 TWh. Also nicht einmal zwei Promill des deutschen Jahresverbrauchs. Neckarwestheim hat wohl etwas mehr Potenzial und Isar 2 könnte, nicht zuletzt weil es jetzt wegen der für die Verlängerung nötigen Wartung erstmal 1-2 Wochen vom Netz muss, auch noch mal ein paar Tage Volllast geben.

Aber ich würde mich nicht wundern wenn RWE Emsland einfach trotzdem im Januar oder Februar endgültig abschaltet, denn der Reaktor für den die FDP den Bruch der Regierung riskiert hat, ist derart ausgelutscht dass er wohl bald gar nicht mehr geregelt werden kann. Einmal zu weit runtergedreht und er hätte so wenig Restaktivität, dass er nicht in erprobten Verfahren wieder angefahren werden kann. Zum Glück nicht noch irgendwelche staatlichen Zuschüsse, dass heißt die Kraftwerksbeteiber müssen selbst die vermutlich teils hohen Prämien zahlen, um überhaupt noch das nötige Betriebspersonal beisammen zu halten und werden sich dreimal überlegen, wie lange sich das rechnet.


Kotzen könnte ich trotzdem. Denn mit der aus rein politischen Gründen verlängerten Betriebserlaubnis für diese keine aktuellen Sicherheitsanforderungen erfüllenden, vorgeschriebene Prüfungen weglassenden Schrottreaktoren hat Lindner jetzt jede Chance zunichte gemacht, dass wir Belgien irgendwie davon abhalten können, ihre Risssammlungen wieder in den aktiven Betrieb zu übernehmen, Frankreich zur Stilllegung von 20 Jahren über dem Verfallsdatum liegenden Kraftwerken drängen können oder Tschechien zu Nachbesserungen an ihrem billigen Russenschrott überreden. DAS Signal von Deutschland:
Scheiß egal, in welchen Zustand deine Nuklearanlage ist. Scheiß egal, ob sie überhaupt was zur Energieversorgung beiträgt. Wenn du sie schon allein für Wahlkampfzwecke laufen lassen willst, dann ist das vollkommen okay!
 
Ergänzung zum Thema AKWs:
Heute morgen kam die Meldung bei BR24, dass Isar 2 heute vom Netz geht, ca. 1 Woche repariert + auf Streckbetrieb vorbereitet wird.
Aber mit dem Restbrennmateriel bereits im März 2023 wieder vom Netz gehen wird.

Der Netzwerkbetreiber kann kein genaues Datum nennen, taxiert die mittlere Leistung in dem Restzeitraum im Mittel auf ca. 50% und meint, dass allerspätestens Mitte März Schicht wäre.

Der Betreiber hält sichtlich nicht viel vom Streckbetrieb, verweist auf die hohen Personalkosten in Relation zum erzeugten Strom und die Tatsache, dass das AKW im Abklingbetrieb zur Kühlung nach dem offiziellen Abschalten über mehrere Monate extern aus dem Netz an Energie benötigt.
De Umfang der benötigten Energie fürs AKW aus dem Netz nach März 2023 wäre ca. 1/5 der zw. Nov. 2022 und März 2023 erzeugten Energie.

Effizient klingt für mich anders...
 

wieviel Cannabis bekommt man eigentlich aus einer Pflanze?
Da könnte man anbauen und den Kram etwas günstiger verticken und nen bissel Moneten machen.

Unterschiedlich, je nach Sorte und Aufwand, den man bereit ist zu betreiben. Aber von dem, was ich so mitbekommen habe in Bezug auf "Homegrown": 3 Pflanzen dürften für Intensiv-Kiffer nicht ausreichen. Für hin und wieder am Wochenende ein ordentliches Tütchen mit 2 Freunden, quasi statt der Flasche Jim, Jack oder Johnny, sollte das aber locker reichen.

Wenn das Ganze dann irgendwann abgesegnet ist, werde ich mir definitiv auch die erlaubte Zahl an Pflanzen heranziehen.
 
Ich hab davon ja überhaupt keine Ahnung, was heißt "nicht genug"?
Man munkelt, das schöne Pflanzen bis zu 3 m hoch werden.
Das Netz ist voll von diversen Angaben.
In Kalifornien sind durchs auch mal 500g bis 1kg drinnen.
Darüber halte ich für Legenden...
Ist aber nur annähernd umzurechnen,
weil die meist von Gramm/m² bzw. von Unzen/sqarefeet Anbaufläche sprechen.

In unseren Breiten und Klimata gehe bei einer behüteten Outdoorpflanze von einem realistischen Ertrag von ca. 150-250 g Zeugs aus.
 
Und indoor kommt es dann eben drauf an. Kleine Pflanzen, die man im Grunde wie den ollen Basilikum per Hand wässert, ohne groß chemisch zu düngen und mit einer kleinen UV-Lampe, da wird es wohl deutlich weniger Ertrag sein. In einem Gewächshaus mit automatisierter Befeuchtung, rund um die Uhr 360° Beleuchtung, Temperaturregelung etc. etc. kriegt man natürlich höhere Erträge. Das wäre mir persönlich aber viel zu viel Aufwand für hin und wieder ein kleines Feierabendtütchen.
 
Und indoor kommt es dann eben drauf an. Kleine Pflanzen, die man im Grunde wie den ollen Basilikum per Hand wässert, ohne groß chemisch zu düngen und mit einer kleinen UV-Lampe, da wird es wohl deutlich weniger Ertrag sein. In einem Gewächshaus mit automatisierter Befeuchtung, rund um die Uhr 360° Beleuchtung, Temperaturregelung etc. etc. kriegt man natürlich höhere Erträge. Das wäre mir persönlich aber viel zu viel Aufwand für hin und wieder ein kleines Feierabendtütchen.
Sehe ich auch so...
Vor allem das Wegräumen bei noch unklarer Rechtslage, wenn Besuch kommt.
 
What??? Ich hab mit max. 5 Gramm gerechnet...damit das mal für nen Döner reicht, wenn man vertickert.
Nutzen will ich den Kram ja nicht.
 
What??? Ich hab mit max. 5 Gramm gerechnet...damit das mal für nen Döner reicht, wenn man vertickert.
Nutzen will ich den Kram ja nicht.
Yo, mei...
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Ob solche Kawenzmänner dann auch unter die "3-Pflanzen-Regel" fielen, oder eben nur 3 Pötte von der Größe von Fensterbank-Basilikum - das wäre eine spannende Frage :D Und wie das dann im Verhältnis stünde zu den legalen 30g...

Naja, alles noch ungelegte Eier. Insbesondere wegen dieser EU-Rechtslage, an der evtl. alles zu scheitern droht. Warten wir mal die nächsten konkreten Schritte und Entwicklungen ab.
 
Cannabis ist nicht so meins, aber ich gönn's aufrichtig jedem, der sich darauf freut.

Die willkürliche Kriminalisierung bestimmter weicher Drogen, während andere als Tradition gehandelt werden, ist einfach nur lächerlich.
 
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