Hast du sicher recht, nur was ich meine ist die Vorhaltung von Flächen, die entweder für Nahrungsmittelproduktion fehlen, oder der Natur " entrissen" werden.
Am Ende ist es Stück für Stück irgendwo ein Baustein.
Es gibt da sicherlich ne ganze Ecke von Bausteinen und "weniger" ist fast bei jeder einzelnen davon besser. Aber in der politischen oder besser gesagt populistischen Debatte wird es immer auf "Tierhalt = abgrundtief böse" runtergebrochen. Und das haut hinten und vorne einfach nicht hin. Wenn man sich z.B. anguckt, wie extrem hoch die Ausschussquote bei empfindlicherem Obst in einigen Supermarktauslagen ist (Erdbeeren - 50% der Schalen Müll weil angeschimmelt. Bananen nach spätestens zwei Tagen Müll, weil braun.) oder wie gering der Anteil des tatsächlich verzehrten am verkauften (einige Köhle und Salate, wo 20-40% von dem, was in den Einkaufswagen packt, nie einen Teller sieht), dann können einige Formen von Tierhaltung sogar eine recht gute Bilanz haben: Man verwertet fast alles, was selbst auf schlechtem Land wächst und von dem fertigen Tier wird zwar einiges minderwertiges für nicht-menschlichen Verzehr umgeleitet, aber so gut wie gar nichts weggeschmissen. Nicht zu vergessen auch die Tendenz einiger vieler nicht-Tier-Esser ihren Speiseplan mit exotischem Grünzeug aufzupeppen. Wenn das als Ersatzhandlung stattfindent, kann ein Umstieg auf vegetarische oder gar vegane Kost die Klimabilanz gegenüber heimischer Omnivorie sogar verschlechtern.
Da muss man sehr viel differenzierter betrachten als nur das Klischee von der gesunde-Möhren-gnabbernden und dem 1-€-Nackensteaks-von-Aldi-Verkohler. (Warum gibt es eigentlich keine Frauenquote bei der Berichterstattung über schlechte Ernährung? Warum sind die Beispiele IMMER Männer?)
Muss dann aber wohl ehr eine persönliche lokale Geschichte des Filialbetreibers sein?
Weil gehört und selbst kennen tue ich das sonst nicht aus Edeka Märkten.
Nummernautomaten habe ich auch schon rumstehen, aber noch nie in Verwendung gesehen. Zugegebenermaßen mache ich auch seit 28 monaten einen großen Bogen um alle Läden/Uhrzeiten, in/zu denen auch nur halb so viele Leute anzutreffen sind.
Dass im selben Unternehmen im selben Job tatsächlich zwei verschiedene Gehälter abhängig vom Geschlecht gezahlt werden konnte irgendwie noch nie jemand zeigen.
Ist auch schon seit Ewigkeiten verboten.
Wie das im selben Unternehmen aussieht weiß ich ehrlich gesagt nicht.
3/4 Stellen spielen keine Rolle weil wohl der Bruttostundenverdienst verglichen wird.
Es wird wohl zwischen bereinigten und unbereinigten Gender-Pay-Gap unterschieden.
Wird es. Aber die plakativ überall rumgereichten, deutlich zweistelligen Zahlen sind immer der unbereinigte, der einfach die unterschiedlichen Tätigkeitsarten und Arbeitszeiten wiederspiegelt. Aber selbst der "bereinigte" ist alles andere als clean. Elternzeit z.B. wird bestenfalls als nicht-Arbeitserfahrungszeit berücksichtig, i.d.R. aber gar nicht. Wer zwei Jahre nicht in seiner Branche tätig ist, verliert aber nicht nur zwei Jahre Aufstieg, sondern er vergisst auch zwei Jahre lang und bildet sich zwei Jahre lang nicht fort. Ehe dieser Rückstand wieder aufgeholt ist, vergeht teils ein weiteres Jahr und dass ist Mutter, die maximal lang zu Hause geblieben ist, mit 40 eben auf einer Karrierestufe mit einem 37 jährigen kinderlosen. Klar, dass sie da auch weniger verdient - und wenn sie sich mit 20 Jahren Berufserfahrung, also mit 48 bei Annahme eines Studiums mit etwas Generation P im Verlauf, einen neuen, besser bezahlten Job suchen möchte, dann tritt sie gegen 45 Jährige kinderlose mit gleicher Berufserfahrung an - aber noch 15% mehr Restarbeitszeit vor der Rente. Wen von beiden möchte man lieber 1-2 Jahre in sein Unternehmen einarbeiten, ehe er maximal produktiv ist? Natürlich den, bei dem man dann mehr davon hat.
Das sind ganz objektive Nachteile als Arbeitnehmer, die zum überwiegenden Teilen Frauen auf sich nehmen, und die sich natürlich in einem niedrigeren Lohn widerspiegeln. Aber bei bereinigten Gender-Vergleichen wird halt nur "gleiche Tätigkeitsbezeichnung, müsste gleichen Lohn geben" betrachtet. (Darüber hinaus ist bei so einem Lebenslauf gewisses Misstrauen der Arbeitgeber gegenüber der späteren Verfügbarkeit auch kein reines Vorurteil mehr, sondern begründet. Wenn bei einem Paar die frühkindliche Erziehung so einseitig verteilt war, dann ist es auch später oft der Partner, der länger in Elternzeit war, der z.B. auf kranke Kinder aufpasst, etc.. Heißt aus Sicht des Arbeitgebers: Nimmt er die Person mit derartiger Lücke im Lebenslauf, kriegt für den gleichen gezahlten Lohn vermutlich 1-2 Wochen weniger Arbeitskraft im Jahr, weil Eltern Anspruch auf Sonderfreistellung haben.)
Gender-Pay-Gap sagt doch nur aus das eine Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen gibt. Und es mehrere Ursachen dafür gibt. Das muß ja nicht mal Diskriminierung sein.
So sollte das betrachtet werden. So wird es aber in der Diskussion nicht geführt, im Gegenteil. "Gender Pay Gap", und zwar fast immer der unbereinigte, wird ständig als Kampfbegriff für eine angeblich systematische Diskriminierung von Frauen durch alle Männer ins Feld geführt und dient als Begründung für eine organisierte staatliche und auch privatorganisatorische Benachteiligung von Männern.