Hast recht und ich verurteile so ungern Menschen. Aber seit Panama Papers bin ich äußerst skeptisch.
Es ist der Job des Wirtschaftsministers, sich um belange der Wirtschaft zu kümmern. Da muss gar nichts für fließen.
Peinlich ist nur, dass er keine knallharten Widerworte aus den Ministerien für Soziales, Arbeit, Wohnungsbau, etc. bekommt, sondern sich als fast-schon-Macher und nicht als Vorschlag-Unterbreiter hinstellen kann.
Auch Bequemlichkeit muss man sich halt leisten können und vorraussichtlich können wir das bald evt. nicht mehr und wenn man dann darüber nachdenkt was wichtiger ist, eine Backfabrik für das bequeme Sonntagsbrötchen, oder das die Menschen ihre 4 Wände warm haben, dafür aber ihr Sonntagsbrötchen selber backen müssen, wäre letzteres wohl klar vorzuziehen.
Letzteres wäre energetisch um Größenordnungen ineffizienter und somit garantiert keine Lösung für ein Energieproblem. Vermutlich wäre ein Verbot von Knack & Back (Kühlen UND einzeln aufbacken), Tiefkühlbrötchen (zweimal backen und zwischendurch wieder abkühlen und kühl halten) sowie von Backmischungen eine wirksame Maßnahme

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Sorry aber reinster Unsinn. Wenn die Leute 1x die Woche auf ihr Fertiggericht im Backofen verzichten und stattdessen Brot backen, ist das nicht ineffizienter als den Kram in einer Fabrik zu produzieren.
Wenn du schon davon ausgehst, dass die Leute sich nur von Fertiggerichten ernähren, dann bau doch bitte auch gleich die energieffiziente Mikrowelle in dein Klischee mit ein.
Würde ich meinen Fertiggericht-Konsum durch Brötchenbacken ersetzen, gäbe es nur alle 2-3 Wochen was zum beschmieren auf den Tisch.
Oder sogar nur einen angetrockneten Teigklumpen, denn auch für die brauchbarsten Fertigpizzen am Markt, die manchmal als Reserve herhalten, läuft der Ofen nur 15-20 Minuten inkl. Vorheizen und das reicht nicht für Brot. (Zugegebenermaßen braucht letzteres auch keine 250+ °C, aber energetisch könnte ich nicht einmal genug Knäckebrot für Frühstück & Co zuammenbekommen, ohne meinen Stromverbrauch zu steigern.)
Na da hast du doch dann wenigstens einen Anreiz dir für den Weizenanbau einen Schrebergarten zuzulegen, wenn dein Balkon nicht groß genug dafür ist.
Spätestens seitdem man ein paar Meter mehr Abstand zu seinen Zeitgenossen einhalten möchte und viele wochenlang praktisch gar nicht mehr aus den eigenen vier Wänden rauskommen, sind Schrebergärten nahezu überall Mangelware.
Und nur die wenigsten Gartensparten dürften in ihrer Pflanzordnung vollflächigen Getreideanbau erlauben. Und denk ja nicht, dass ein
deutscher Kleingartenverein wegen so etwas kleinlichem wie Krieg, Klimakatastrophe, erfrierender Leute oder akuten Nahrungsmangel seine Satzung ändert! Da könnte ja sonstwer kommen und am Ende sogar Koniferen größer 2,1 m fordern!! Oder seinen Rasen länger als 53 mm wachsen lassen !!! WIR DÜRFEN DEN DEUTSCHEN GARTEN NICHT DER ANARCHIE ÜBERLASSEN!!!!
Ich habe heute im Radio gehört das wir 50% vom Getreide als Viehfutter und für Biokraftstoffe verballern.
Gibt noch Reserven !
Was in solchen selbst gefälschten Statistiken irgendwie immer als nicht ganz unwichtiger Hinweis fehlt: Die meisten Deutschen stehen nicht so auf z.B. Maissilage.
Körnermais für den menschlichen Verzehr bringt aber nur
wenig mehr als ein Fünftel des Ertrages auf gleicher Fläche. Andere Futterpflanzen sind schwerer vergleichbar, aber da Mais mit zu den ergiebigsten Pflanzen überhaupt gehört, aber beim menschlichen Verzehr eine kleine Rolle spielt, dürfte bei einer 50:50 Verteilung des Ertrages bestenfalls eine 85:15, eher eine 90:10 Verteilung der Anbaufläche vorliegen (nach Ertrag gewichtet, versteht sich. Für Futterpflanzen nimmt man ja garne auch etwas mehr, dafür schlechteren Boden). Natürlich wäre es toll, dass letzte Zehntel auch noch für die menschliche Ernährung zu nehmen. Aber wenn da noch die im Gegenzug entfallenden Tierprodukte abzieht, bringt das wirklich wenig für die Nahrungsmittelverfügbarkeit.
Klar, warum sollte man auch erstmal bei der wesentlich praktikabel angehbareren Bildung ansetzen und Fleisch erschwinglich lassen...
Man sollte das eine nicht mit dem anderen Verknüpfen. Es gibt eine ganze Menge Dinge, die sich arme Menschen leisten können sollten, zu denen ihnen aber mangels Geld der Zugang verwehrt bleibt. Jetzt können wir die entweder alle künstlich billig machen, mit dem Nebenergebnis dass reiche Menschen damit um sich schmeißen und die ganze Welt uns den subventionierten Kram aus den Regalen wegnimmt, oder wir können was gegen die Armut tun (z.B. auch über das Bildungssystem).
Wir haben, gemessen am verfügbaren Platz, auf alle Fälle zu viel Nutzvieh für das Tierwohl, wir haben zuviel Nutzvieh für den Futtermittelanbau, wir haben zuviel Nutzvieh für die Abnahmepreise der Bauern, wir haben zuviel Nutzvieh für das Klima, wir haben zuviel Nutzvieh für die Gesundheit der Bevölkerung und wir haben viel zu viel Nutzvieh für das Grundwasser.
"Weniger Nutzvieh" klingt damit durchaus nach einer guten Idee. Die Packungs Steaks darf ja ruhig weiterhin 4 € kosten - aber dann halt für 300 g, womit zwei Durchschnittsdeutsche inklusive Beilagen gut ernährt sind und nicht für den 1 kg Nackenbeutel, der heute für die gleiche Zahl an Leuten auf dem Grill landet.
Schon mal was von Wegwerfgesellschaft gehört, du "Gebildeter", in der jährlich Tonnen an Verpackungen, Lebensmittel und Elektrotechnik weggeworfen wird ?
"Wegwerfgesellschaft" beschreibt die Entsorgung von kaum gebrauchten Dingen, nicht von Neuware. Wenn ein Smartphone nach zwei Jahren ersetzt wird, schmeißt es nicht die Industrie weg. Wenn von den oben beschriebenen 1 kg Beuteln Steaks für 4 Personen sicherheitshalber 3 gekauft wurden und dann 1 kg in den Müll fliegen, weil der weibliche Teil der Gäste überraschenderweise doch nur normal viel ist, schmeißt das nicht die Industrie weg. Wenn statt der 100 g Tafel Schokolade mit 1 g Papier/Folie drum rum die besten von Rocher gekauft werden mit Plastikfolie um Plastikbox mit Plastikeinsetzen drin, die plastikabgedeckt sind, um in einem Plastikrahmen die in plastikbeschichtetes Papier eingewickelten Moncherie zu tragen, dann schmeißt das auch nicht die Industrie weg. (Von den großen Rocher-Eiern mal ganz zu schweigen.) Zwar kann man Ferroro in dem Fall vorhalten, das Zeug produziert zu haben, aber wer kauft es nochmal?
Dieses Prinzip gilt für die gesamte Palette vom Kik-T-Shirt, dass nach zwei Wochen "out" ist bis zum SUV, der 40% mehr Luft und 50% mehr Masse bewegt als PKW, die vor 20 Jahren die gleiche Transportleistung erbrachten: Verschwenden tut in Deutschland vor allem der Endverbraucher. Der Industrie kann man nur Vorwerfen, dass sie vieles über große Entfernungen ranschafft, anstatt ein paar mehr Leute vor Ort anzuheuern.
Vermutlich weil der Scheiß aus der Fleischtheke vom Rewe oft auch aus den gleichen Fleischfabriken kommt (im Rewe nur aufgeschnitten wird und hinter die Theke gepackt), wie die abgepackte Wurst und Rewe sich dafür noch mal einen satten Obolus oben drauf packen lässt, so als würdest du bei einem echten Fleischer mit eigener Schlachtung kaufen, gerne auch mehr.
Abgesehen davon hat nicht mal annähernd jeder Discounter, oder Supermarkt, nicht mal jeder Rewe, eine Fleischtheke und reine Fleischereifachgeschäfte sind inzwischen, besonders in den Städten, aber auch zunehmend auf dem Land, oft auch Mangelware.
Neben der reinen Verfügbarkeit sind auch Zeitaufwand und Haltbarkeit ein Thema:
Unter Schutzathmosphäre abgepacktes Fleisch nehme ich im Supermarkt für die nächsten 3-7 Tage mit.
Wenn ich mein Hack dagegen morgens vom Schlachter hole und es vielleicht noch 35 °C sind, ist das spätestens am nächsten Abend ggf. schon reif für die Tonne. Ich müsste also 2-3 die Woche zusätzlich einkaufen gehen. Bzw. die meisten würden spätestens dann, um alleine den Zeitverlust durch das Kaufen selbst auszugleichen, nicht mehr gehen sondern fahren, auch wenn der Laden nur 3-4 km weg ist. Da hat man ratzfatz mehr Energie in die Beschaffung investiert, als jemals in einer Verpackung stecken könnte. (Und die Tuperware jedesmal wieder richtig sauber zu bekommen, um wenigstens den einen Tag Haltbarkeit zu garantieren, läuft auch nicht ganz ohne Energieeinsatz ab.)
Bei trockenen, einermaßen haltbaren Gütern ist unerpackt schon eher ein Ansatz. Ich habe nie verstanden, wieso man größeres Obst und Gemüse (das nach dem Einkauf eh nochmal gewaschen oder geschält wird) in Plastiktüten stecken muss.
Wäre schon lange mal an der Zeit endlich bei der Schwurbler"medizin", mit ihren Zuckerkügelchen und "alternativen Heilpraktikern" anzusetzen...
Hatten wir schon letztes Jahr das Thema: Als symbolische Anerkennung von Wissenschaft zwar überfällig. Aber Fakt ist leider auch, dass für viele der Halbhypochonder in Deutschland der Placeboeffekt eine vollkommen ausreichende und darüber hinaus Nebenwirkungsfreie Behandlung darstellt und Homöpathie da eine verdammt beliebte Verabreichungsform ist, die trotz der absurden Preise für ein paar Tropfen Wasser mit Zucker immer noch weniger kostet, als echte Medikamente.
Die paar Millionen einzusparen droht also, mehr Millionen zu kosten. Verweis auf obige Ausführungen zu fehlender Bildung

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