Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Erstmal ist der Mindestlohn nicht wirkungslos. Viele sind froh das sie den bekommen.

Noch mehr sind unfroh, dass sie ihn nicht bekommen. Weil sie entweder eine Ausnahme sind, weil die Regeln umgangen und nicht kontrolliert werden oder schlicht weil ihr Job wegen dem Mindestlohn entfallen ist.

Und was hat die SPD noch umgesetzt? Mal überlegen... z.B. das man nach 1 Jahr Arbeitlosigkeit nicht gleich in Hartz IV rutscht wenn man länger gearbeitet hat.

Na ganz großes Kino. Anstatt Hartz IV zu Wohle der Ärmsten zu reformieren, schafft man Alternativstrukturen für die einen-kleinen-Ticken-weniger-Armen.

Aber sonst fällt mir jetzt konkret auch nichts mehr ein.

N bissl wenig für 12 Jahre Regierungsarbeit, oder? Zumal die SPD jedes einzelne dieser Jahre der mächtigste Juniorpartner war, den es seit langem in einer Bundesregierung gibt. Man vergleiche das mal mit den vielen Projekten, die FDP und Grüne mit ihren mickrigen Stimmungsanteilen in 4 respektive 7 Jahren durchgebracht haben.

Aber um dir bei der Auflistung zu helfen:
- Milliardenzahlungen an Kohlekonzerne für die Stilllegung ohnehin unrentabler Kraftwerke
- Zuvor CO2-Zertifikatsgeschenke an die gleiche Abteilung
- Milliardensubventionen für die Autodindustrie
- Abwrackprämie
- Bankenrettung
- ÖPP-Beschleunigungsgesetz

Das wären weitere Beispiele für die Leistungen, die die SPD die letzten Jahre ""zugunsten"" der kleinen Leute gebracht hat.


War nur eine Antwort auf einen Beitrag zu den Linken.

Wie kann etwas, dass nichts mit der Linken zu tun hat, eine Antwort auf einen Beitrag zur Linken sein?

Vielleicht wäre die Abschaffung 1990 am besten gewesen? Hätten wir jetzt nicht das Problem.

Das Problem, dass themenfremde Suggestivfragen gestellt werden? Whataboutisms stören mich zwar auch sehr, aber ich denke nicht, dass die Abschaffung der NATO verhältnismäßig wäre. Zumal es vermutlich nur gegen einen kleinen Teil helfen würde.


Habe ich gerade gelesen und finde ihn ganz gut und erklärt ganz vernünftig, warum im Osten einige die derzeitige Politik der Regierung in Vezug auf Russland nicht gut finden.


WTF? "Ostdeutsche finden Russland toll, weil Russland sie von den Nazis befreit hat?" "Aber die Stasi lasten sie dem Ostblock nicht an?" "Ostdeutsche haben russische Kultur genossen?"

Für welche SED-Mumien spricht diese Pampflet denn bitte??
 
Für welche SED-Mumien spricht diese Pampflet denn bitte??
Übrigt sich die Frage mit dem Hinweis darauf das u.a. Nigel Lawson und Boris Johnson mal Herrausgeber des Spectator waren?

Das Blatt bedient vor allen neoliberal-konservative und populistische Transatlantiker Vorstellungen.
Entsprechend eindimensional-simpel sind da gerne auch mal die Ansichten / Argumente der Artikel gestrickt, da ist dieser von Frau Hoyer absolut kein Einzelfall und keine Ausnahme.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch mehr sind unfroh, dass sie ihn nicht bekommen. Weil sie entweder eine Ausnahme sind, weil die Regeln umgangen und nicht kontrolliert werden oder schlicht weil ihr Job wegen dem Mindestlohn entfallen ist.



Na ganz großes Kino. Anstatt Hartz IV zu Wohle der Ärmsten zu reformieren, schafft man Alternativstrukturen für die einen-kleinen-Ticken-weniger-Armen.



N bissl wenig für 12 Jahre Regierungsarbeit, oder? Zumal die SPD jedes einzelne dieser Jahre der mächtigste Juniorpartner war, den es seit langem in einer Bundesregierung gibt. Man vergleiche das mal mit den vielen Projekten, die FDP und Grüne mit ihren mickrigen Stimmungsanteilen in 4 respektive 7 Jahren durchgebracht haben.

Aber um dir bei der Auflistung zu helfen:
- Milliardenzahlungen an Kohlekonzerne für die Stilllegung ohnehin unrentabler Kraftwerke
- Zuvor CO2-Zertifikatsgeschenke an die gleiche Abteilung
- Milliardensubventionen für die Autodindustrie
- Abwrackprämie
- Bankenrettung
- ÖPP-Beschleunigungsgesetz

Das wären weitere Beispiele für die Leistungen, die die SPD die letzten Jahre ""zugunsten"" der kleinen Leute gebracht hat.




Wie kann etwas, dass nichts mit der Linken zu tun hat, eine Antwort auf einen Beitrag zur Linken sein?



Das Problem, dass themenfremde Suggestivfragen gestellt werden? Whataboutisms stören mich zwar auch sehr, aber ich denke nicht, dass die Abschaffung der NATO verhältnismäßig wäre. Zumal es vermutlich nur gegen einen kleinen Teil helfen würde.




WTF? "Ostdeutsche finden Russland toll, weil Russland sie von den Nazis befreit hat?" "Aber die Stasi lasten sie dem Ostblock nicht an?" "Ostdeutsche haben russische Kultur genossen?"

Für welche SED-Mumien spricht diese Pampflet denn bitte??
Ich verstehe ja das sich alles um deine Weltanschauung dreht. Sicher hast du nach 2 Zeilen empört aufgehört?

Die Antwort zu den Linken hatte insofern damit zu tun, daß ihre Haltung zu Diktatoren und der Nato thematisiert wurde und ich denke das ihre Forderung nach Auflösung und Austritt nicht falsch sind.
Womit sich dann der Kreis zum Artikel schließt,englisches Medium, das erklären will, warum im Osten dafür einiges Verständnis existiert.

Es ist ein Unterschied ob man mit Leuten aufwächst, sie kennenlernt, Freunde hat und das Land bereist, oder verbitterte Erzählungen ehemaliger Soldaten und Kriegsgefangener hörte und sie als Barbaren betrachtet.
Ja und ich habe sowjetische, weil dies alle Völker einschließt, Kultur genossen, russische eingeschlossen.
Aitmatow, Tolstoi, Simonow, Ostrowski, um nur einige zu nennen.


Dieser Abschnitt war speziell dir gewidmet, weil du das so ungewöhnlich findest.
 
Es ist ein Unterschied ob man mit Leuten aufwächst, sie kennenlernt, Freunde hat und das Land bereist, oder verbitterte Erzählungen ehemaliger Soldaten und Kriegsgefangener hörte und sie als Barbaren betrachtet.
Ja und ich habe sowjetische, weil dies alle Völker einschließt, Kultur genossen, russische eingeschlossen.
Aitmatow, Tolstoi, Simonow, Ostrowski, um nur einige zu nennen.

Der durchschnittliche Ostdeutsche hat zu den Russen in der DDR, außerhalb der NVA / Wehrdienst, kaum erwähnenswerten Kontakt gehabt. Höhstens mal ein paar DDR-Bürger außerhalb der Kaserne geringfügig regelmäßiger zu den Offiziersrängen aufwärts, welche mehr Freiheiten besaßen.

Der gemeine russische Soldat in der Kaserne aber durfte selbige fast nicht verlassen und wenn es zwischen NVA-Soldaten und Soldaten der Roten Armee mal bei Übungen / Manövern zu Kontakten kam, blieb da nun auch nicht übermäßig viel Zeit für "Verbrüderung", abgesehen davon das sie dort auch oft genug ehr grob, recht undizipliniert und gelegentlich auch herablassend von den Soldaten der NVA, wahrgenommen wurden.

Darüber hinaus hast du Russen höchstens dann mal in der DDR was besser kennenlernen können, vor allen außerhalb der größeren Städte wie Berlin und Leipzig (Messe), wenn du an einer Universität in der DDR studiert hast, oder zum Studium nach Russland durftest, oder es eine politisch organisierte Veranstaltung war (Pioniere, "Kulturveranstaltungen", z.B.).

Oder halt wenn du mal irgendwo innerhalb des Ostblocks Urlaub machen konntest und dort welchen begegnet bist, was aber auch nicht so viele Ostdeutsche konnten, die ihre Urlaube in der DDR verbracht haben.

Der größere Teil der Ostdeutschen aber hat in den 40 Jahren DDR kaum direkteren, geschweige den regelmäßigeren Kontakt zu den Russen und ist hauptsächlich mit dem aufgewachsen was halt durch die SED und und DDR-Medien in Erziehung / Schule, Radio und Fernsehen und staatlich dirigierten Veranstaltungen propagiert wurde, oder halt an russischer Literatur zu lesen gab.

Das also dafür anzuführen, warum in Ostdeutschland das Bild über Russland abweicht, ist schlicht nicht hinreichend und ausfüllend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der durchschnittliche Ostdeutsche hat zu den Russen in der DDR, außerhalb der NVA / Wehrdienst, kaum erwähnenswerten Kontakt gehabt. Höhstens mal ein paar DDR-Bürger außerhalb der Kaserne geringfügig regelmäßiger zu den Offiziersrängen aufwärts, welche mehr Freiheiten besaßen.

Der gemeine russische Soldat in der Kaserne aber durfte selbige fast nicht verlassen und wenn es zwischen NVA-Soldaten und Soldaten der Roten Armee mal bei Übungen / Manövern zu Kontakten kam, blieb da nun auch nicht übermäßig viel Zeit für "Verbrüderung", abgesehen davon das sie dort auch oft genug ehr grob, recht undizipliniert und gelegentlich auch herablassend von den Soldaten der NVA, wahrgenommen wurden.

Darüber hinaus hast du Russen höchstens dann mal in der DDR was besser kennenlernen können, vor allen außerhalb der größeren Städte wie Berlin und Leipzig (Messe), wenn du an einer Universität in der DDR studiert hast, oder zum Studium nach Russland durftest, oder es eine politisch organisierte Veranstaltung war (Pioniere, "Kulturveranstaltungen", z.B.).

Oder halt wenn du mal irgendwo im Ostblock Urlaub machen konntest und dort welchen begegnet bist, was aber auch nicht so viele Ostdeutsche konnten.

Der größere Teil der Ostdeutschen aber hat in den 40 Jahren DDR kaum direkteren, geschweige den regelmäßigeren Kontakt zu den Russen und ist hauptsächlich mit dem aufgewachsen was halt durch die SED und und DDR-Medien in Erziehung / Schule, Radio und Fernsehen propagiert wurde, oder halt an russischer Literatur zu lesen gab.

Das also dafür anzuführen, warum in Ostdeutschland das Bild über Russland abweicht ist, ist schlicht nicht hinreichend und ausfüllend.

Du kennst dich aus?
Gab Städte mit Garnisionen, " gesellschaftliche" Kontakte und Kultur ist kein geringer Faktor.
Denkst du nicht das auch die US Kultur einen positiven Einfluß hatte?
Das muß aber auch nicht jeder aus dem Osten so sehen, erklärt aber warum viele im Osten eine andere Meinung zu bestimmten Aussenpolitischen Entwicklungen und der Politik der Bundesregierung haben.
 
Na ganz großes Kino. Anstatt Hartz IV zu Wohle der Ärmsten zu reformieren, schafft man Alternativstrukturen für die einen-kleinen-Ticken-weniger-Armen.
Ich sehe da jetzt kein ganz großes Kino. Eines der Kritikpunkte an der Agenda 2010 war und ist eben auch, dass die Lebensleistung so gut wie keine Berücksichtigung mehr gefunden hat. Zuvor war anhand der gewährten Leistung ersichtlich, ob jemand schonmal gearbeitet hat (Arbeitslosenhilfe) oder nicht (Sozialhilfe) und der Unterschied war nicht nur der Name, sondern auch die Höhe. Letzteres sicherte nur das soziokulturelle Existenzminimum, während die Arbeitslosenhilfe schon etwas mehr bot.

weil ihr Job wegen dem Mindestlohn entfallen ist.
Ich wüsste nicht warum man irgendwelche Bumsbuden und die Merzsche Mittelschicht indirekt durchs Aufstocken der Löhne ihrer Beschäftigten subventionieren sollte, nur weil sie ihren Beschäftigten keine tragbaren Löhne und Gehälter zahlen, gleichzeitig aber den vollen "Genuss" ihrer Arbeitsleistung haben.
Aber mit solchen Aufstockungsspielerchen "schützt" man halt Deutschlands Wirtschaft, Betriebe und Wohlstand sowie den - O-Ton Schröder - größten und besten Niedriglohnsektor Europas. :schief:
 
Ich sehe da jetzt kein ganz großes Kino. Eines der Kritikpunkte an der Agenda 2010 war und ist eben auch, dass die Lebensleistung so gut wie keine Berücksichtigung mehr gefunden hat. Zuvor war anhand der gewährten Leistung ersichtlich, ob jemand schonmal gearbeitet hat (Arbeitslosenhilfe) oder nicht (Sozialhilfe) und der Unterschied war nicht nur der Name, sondern auch die Höhe. Letzteres sicherte nur das soziokulturelle Existenzminimum, während die Arbeitslosenhilfe schon etwas mehr bot.
Deswegen wurde die Zeit erhöht bis jemand in ALG II rutscht der vorher ALG I bekommen hat.
Aber 2 Jahre sind natürlich immer noch viel zu wenig wenn jemand 20 Jahre oder noch mehr gearbeitet hat.
Ich wüsste nicht warum man irgendwelche Bumsbuden und die Merzsche Mittelschicht indirekt durchs Aufstocken der Löhne ihrer Beschäftigten subventionieren sollte, nur weil sie ihren Beschäftigten keine tragbaren Löhne und Gehälter zahlen, gleichzeitig aber den vollen "Genuss" ihrer Arbeitsleistung haben.
Aber mit solchen Aufstockungsspielerchen "schützt" man halt Deutschlands Wirtschaft, Betriebe und Wohlstand sowie den - O-Ton Schröder - größten und besten Niedriglohnsektor Europas. :schief:
Die Schröder Regierung wollte die hohen Arbeitslosenzahlen runter bekommen, welche sie von der Kohl-Regierung übernommen hatten. Das leider um jeden Preis.
Aber heute die relativ niedrige Arbeitslosigkeit ist noch darauf zurückzuführen.
Das ist kein Verdienst von Merkel. Auch wenn die Union das meint.
 
Deswegen wurde die Zeit erhöht bis jemand in ALG II rutscht der vorher ALG I bekommen hat.
Aber 2 Jahre sind natürlich immer noch viel zu wenig wenn jemand 20 Jahre oder noch mehr gearbeitet hat.
Stimmt, für soviel Selbstmakulatur, zur Rechtfertigung dafür warum man "Sozialdemokratisch" im Parteinamen stehen hat, kann man sich natürlich dann auch fein feiern.
In etwa so sehr wie dann, wenn man mal wieder geschaft hat den ALG II Satz um 3 Euro anhebt, um den gestiegenen Lebenshaltungskosten Rechnung zu tragen.

Wie sagte dazu auch jemand aus der Berliner SPD damals, über die 3 Euro Erhöhung des Regelsatzes: "Das ist ein Döner im Monat mehr, welchen man als ALG II Empfänger jetzt wieder essen kann.
Also nicht wenig Geld." :schief:

Die Schröder Regierung wollte die hohen Arbeitslosenzahlen runter bekommen, welche sie von der Kohl-Regierung übernommen hatten. Das leider um jeden Preis.
Aber heute die relativ niedrige Arbeitslosigkeit ist noch darauf zurückzuführen.
Das ist kein Verdienst von Merkel. Auch wenn die Union das meint.
Die hat man, ausnahmsweise, mal nicht von der Union geerbt, die sind nicht zuletzt das Ergebnis der Wende und dem Zusammenbruch des Ostblocks gewesen, sowie einer Bundes-, Landes- und Lokalpolitik die damals schon sehenden Auges verpennt hat die Wirtschaft mal zur Inovation und Moderinisierung anzuregen und stattdessen auf weiter so gesetzt hat, plus einen Haufen Steuergeld, welches man sinnlos als Subventionsgeschenke in die Wirtschaft, für Projekte verbraten hat, die absehbar nicht tragfähig sein würden.

Das war dann entsprechend also auch nicht nur ein Ergebnis von politischer Verfehlung der Union auf Bundesebene, sondern ebenso das von SPD, FDP, Linken und Grünen auf Landes- und Lokalpolitischer Ebene, die damals nicht mehr Kompetenz und Energie an den Tag gelegt haben, als die Union himself.

Aber man muss es ihnen allen halt, wie auch heute noch, nachsehen... ;)
Schon in den 80er und 90er Jahren war man in der Deutschen Politik mehr damit beschäftigt sich an den verbliebenen Früchten des "Wirtschaftswunders" gütlich zu tun und in der in den 80ern massiv aufkeimenden thatcher-liberalen Manier (viel Markt, maximal wenig Staat, regelt alles) mit dem persönlichen Klingelbeutel bei der Wirtschaft und deren Lobbys vorstellig zu werden.
Da blieb einfach keine Zeit und Kraft mehr sich mit schwierigen und dringenden politisch-gesellschaftlichen Themen zu befassen, oder gar eine Vision für eine tragfähige Zukunft von Staat, Bevölkerung un der Wirtschaft zu erarbeiten.

Die waren dann das Problem von Zukunftsrainer, ähm, meine Zukunftsdeutschland, so wie auch der Klimawandel. :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Stimmt, für soviel Selbstmakulatur, zur Rechtfertigung dafür warum man "Sozialdemokratisch" im Parteinamen stehen hat, kann man sich natürlich dann auch fein feiern.
Wieso? Habe ich hier irgendwo geschrieben das ich das gut oder ausreichend finde?
Ich habe nur geschrieben das sie da nachgebessert haben. Vorher war es nämlich noch beschissener.
 
Die Schröder Regierung wollte die hohen Arbeitslosenzahlen runter bekommen, welche sie von der Kohl-Regierung übernommen hatten. Das leider um jeden Preis.
Wirklich?
Durch den höchsten Billiglohnsektor in Europa?
Geschrieben von Peter Hartz?
Dazu noch Riester, für den Gatten von Frau Ferres?
Zuviel Zufälle.
 
Schon in den 80er und 90er Jahren war man in der Deutschen Politik mehr damit beschäftigt sich an den verbliebenen Früchten des "Wirtschaftswunders" gütlich zu tun und in der in den 80ern massiv aufkeimenden thatcher-liberalen Manier (viel Markt, maximal wenig Staat, regelt alles) mit dem persönlichen Klingelbeutel bei der Wirtschaft und deren Lobbys vorstellig zu werden.
Eines der vielen Ironien der Geschichte: In Deutschland wurde 1991 die Börsenumsatzsteuer und 1992 die Stempelsteuer im Rahmen des ersten Finanzmarktförderungsgesetz gestrichen, weil sie ja angeblich dem Finanzplatz Schland und hier insbesondere Frankfurt a.M. schade. In Großbritannien wurde 1986, also noch unter Thatcher, eine Börsenumsatzsteuer eingeführt und mir wäre neu, dass darunter der Finanzplatz London gelitten hätte.
 
Eines der vielen Ironien der Geschichte: In Deutschland wurde 1991 die Börsenumsatzsteuer und 1992 die Stempelsteuer im Rahmen des ersten Finanzmarktförderungsgesetz gestrichen, weil sie ja angeblich dem Finanzplatz Schland und hier insbesondere Frankfurt a.M. schade. In Großbritannien wurde 1986, also noch unter Thatcher, eine Börsenumsatzsteuer eingeführt und mir wäre neu, dass darunter der Finanzplatz London gelitten hätte.
Es ging dabei ja auch nicht um die 1 zu 1 Kopie von Thatcher, als dadrum ihre grundsätzliche Einstellung dem Markt gegenüber, die man in großen Teilen Westeuropas freudig übernahm. ;)

Aber ja, Thatcher hat eine Börsenumsatzsteuer eingeführt und geschadet hat es London als Finanzplatz nicht, aber dafür hat die gute Thatcher ja während ihrer Amtszeit auch an ganz anderen Stellen weit kräftiger mit den Rotstift dirigiert, allen vorran im Sozial- und Gesundheitssystem.

Die Auswirkungen der Rotstiftoffensive von Thatcher dürfen die sozial Schwachen in GB bis heute "genießen", allen vorran besonders die die in Rente gegangen sind und nur kleine Renten bekommen.

GB ist, auch dank Thatcher, nicht umsonst ein Spitzenreiter was Kältetote angeht:


Im Winter sterben in Großbritannien mehr Menschen infolge der Kälte als in Rußland oder in Finnland. Angesichts des niedrigen Rentenniveaus reichen die Hilfen der Labour-Regierung nicht aus.

 
Zuletzt bearbeitet:
aber dafür hat die gute Thatcher ja während ihrer Amtszeut auch an ganz anderen Stellen weit kräftiger mit den Rotstift dirigiert, allen vorran im Sozial- und Gesundheitssystem. ;)
Zum Glück ist sie zum Schluss über ihre eigene Politik, namentlich der Kopfsteuer, gestolpert. Wer weiß was sie sonst noch losgelassen hätte.

GB ist, auch dank Thatcher, nicht umsonst ein Spitzenreiter was Kältetote angeht:
Ich bin gespannt was hierzulande noch auf einen zukommt, wenn die Spätfolgen der schröderschen SV-"Reformen", mitsamt Milliardengeschenken an Versicherungskonzerne durch Riester und Rürup, erst richtig greifen. Dazu noch das Trauerspiel mit den ganzen prekären und atypischen Beschäftigungsverhältnissen im Zuge von Hartz 1, die es in der Form und vorallem den Umfang zuvor in der Bundesrepublik nie gegeben hat und die zu einem nicht geringen Teil, reguläre Arbeitsplätze verdrängt haben.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Glück ist die marktradikale Hexe zum Schluss über ihre eigene Politik, namentlich der Kopfsteuer, gestolpert. Wer weiß was sie sonst noch losgelassen hätte.


Ich bin gespannt was hierzulande noch auf einen zukommt, wenn die Spätfolgen der schröderschen SV-"Reformen", mitsamt Milliardengeschenken an Versicherungskonzerne durch Riester und Rürup, erst richtig greifen. Dazu noch das Trauerspiel mit den ganzen prekären und atypischen Beschäftigungsverhältnissen im Zuge von Hartz 1, die es in der Form und vorallem den Umfang zuvor in der Bundesrepublik nie gegeben hat und die zu einem nicht geringen Teil, reguläre Arbeitsplätze verdrängt haben.
Nicht vergessen fie ganzen " Ich AGs" im Osten, die sich häufig aus der Arbeitslosigkeit gründeten und kaum Rente erhalten werden und davon ihre steigenden Krankenkassenbeiträge stemmen müssen.
Da kommt einiges suf uns zu.
 
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Klasse gemacht der Sketch.
Auch mit der Anspielung auf die Minzoblate am Ende, aus dem Sketch mit Mr. Creosote, in Monty Pythons: The Meaning of Life.

Sehr passend, aber leider auch sehr wahr...

Umso trauriger im Grunde, das wir immer noch Klappsköpfe in dieser Republik haben, die einem "Kommunismusfantasien" andichten möchten, wenn man anmahnt, dass hier viel mehr über Verteilung und Verteilungsgerechtigeit geredet werden müsste.
 
Auch mit der Anspielung auf die Minzoblate am Ende, aus dem Sketch mit Mr. Creosote, in Monty Pythons: The Meaning of Life.
Vielleicht sollte man auch endlich das Minzblättchen reichen und die Rechnung präsentieren. :devil:

Umso trauriger im Grunde, das wir immer noch Klappsköpfe in dieser Republik haben, die einem "Kommunismusfantasien" andichten möchten, wenn man anmahnt, dass hier viel mehr über Verteilung und Verteilungsgerechtigeit geredet werden müsste.
Passend dazu auch: Die durchschnittliche kombinierte Belastung aus Körperschaftssteuer, Soli und Gewerbesteuer ist von 59,27% im Jahr 1991, auf mittlerweile 29,83% gesunken. Im gleichen Zeitraum hat sich das BIP verdoppelt und die Gewinne deutscher Kapitalgesellschaften verdreifacht.

Und als Sahnehäubchen: https://www.zeit.de/2005/37/Steuern
Mitten in der Nacht klingelte das Telefon bei Jörg Asmussen. Der Anrufer aus New York, ein Angestellter der Investmentbank Goldman Sachs, wollte von dem Referenten des deutschen Finanzministers wissen, ob er die Mitteilungen aus Berlin richtig verstanden habe. Ob es stimme, dass deutsche Kapitalgesellschaften künftig keine Steuern mehr auf die Gewinne zahlen müssten, die sie beim Verkauf von Aktienpaketen oder ganzen Tochterunternehmen erzielen. Der Beamte bestätigte die Information.
[...]
Das war aber noch die harmloseste Fehleinschätzung bei der Unternehmensteuerreform, wie sich später herausstellte. Vor allem bei den Steuerausfällen hatten sich Finanzminister Hans Eichel und seine Beamten völlig verkalkuliert. Noch im Jahr 2000 kassierte der Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften. Im Jahr darauf, nach dem Inkrafttreten des Reformwerks, brachen diese Einnahmen vollkommen weg. Per saldo mussten die Finanzämter sogar fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen – das hatte es noch nie gegeben. Bis heute bekommt der Staat weitaus weniger Gewinnsteuern als in früheren Jahren. Das Ministerium hatte unterschätzt, in welchem Ausmaß Unternehmen die neu eröffneten Chancen nutzen würden.
Fahrradfahrer-FDP und Verräterpartei zeigten sich von ihrer besten Seite. :hail:
 
Zuletzt bearbeitet:
...Egal ob Fachwerk, Sandstein, Ziegel oder Ytong ...
Poroton-ziegel an sich dämmen, je nach anforderung, schon ausreichend und Ytong (gasbeton) sowieso.
So funktioniert die Heizung in jedem Haus, wie jeder weiß, der schonmal Paterre gewohnt hat (oder bei dem die Mieter im Parterre meistens abwesen sind. Wie bei mir. Grrrrrr.) Die unterste Ebene heizt immer fleißig für den warmen Fußboden derjenigen darüber mit.
Aber nicht, wenn nach dem standard der letzten 30 jahre gebaut wurde. Da ist derartig viel dämmung im fußboden (wenn auch nur billiges styropor), das obendrüber kaum etwas ankommen dürfte. (bin kein estrichleger und die schule ist schon lang her, aber an die 10cm dürften es schon sein)
Ich hab hier in einem raum (eltern-WZ und darüber mein WZ) den fußboden (balkendecke) ausgedämmt und nach weiter oben (dachboden) ist ebenfalls dämmung (alles dämmwolle) drin. Das bringt schon ordentlich.
Aber eine sinnvolle Strategie kann man daraus nur machen, wenn man eine Gratis-Wärmequelle wie Vieh rumstehen hat - sonst ist dieser Nebennutzten für die höheren Stockwerke immer noch klein im Vergleich zur direkten Heizung.
Wohnung über mehrere etagen und unten flächendeckend fubo-heizung plus evt. leichte zirkulation zwischen unten und oben. Damit sollte die ganze hütte ausreichend warm werden, wobei ich die schlafzimmer oben sehe und die auch nicht so warm werden müssen wie WZ, Kü, bad usw.
Dreh es um: Wenn man vor allem ein energetisches Konzept präsentieren will, gibt es auch keinen Grund, viel Zeit in die optische Gestaltung zu investieren.
Die werden aber nicht gleich wieder abgerissen sondern für eine studie benutzt. Zumindest beim beton-haus hätte schon etwas putz und farbe drin sein können.
Da mal als doch-etwas-OT eine Frage, auf die ich schon immer mal eine Antwort haben wollte:
Wie kann Luftzirkulation in dieser Form helfen?
Zirkulation trocknet, stehende luft eben nicht. Man braucht nur die luftbewegung und die menge ist schon fast egal.
Aber rein technisch schafft man damit doch eine innere Isolierung,
Stehende luft isoliert. Machst du den raum zwischen wand und vorblendung komplett zu, dann hat man ein problem.
Der wärmeverlust beim zirkulieren ist zu vernachlässigen. (du bekommst kein 300 jahre-haus vernünftig/sinnvoll auf passiv oder plus getrimmt)
Das sind eigentlich 1A-Bedingungen für Kondensation und man kann diesen Hohlraum nicht einmal reinigen.
In den hohlraum schaust du eh nie wieder und kondensieren kann es nur, wenn die luft steht. Du willst ja aber mit der zirkulation die feuchtigkeit aus der mauer bekommen, die von unten auf steigt.
Intuitiv erscheint es für mich am sinnvollsten, Hohlräume an solchen Stellen auszuschließen oder zumindest vollkommen abzudichten, sodass gar keine Feuchtigkeit eindingen kann (man sollte natürlich nicht bei 100% Luftfeuchtigkeit die Bauarbeiten abschließen).
Die feuchtigkeit kommt aber von unten und nicht aus der luft. Heutige häuser sind außen herum und zwischen fundament und mauer feuchte-isoliert. Alte nicht oder nur halbwegs durch ein natursteinfundament.
Das zweitbeste wären Lüftungsöffnungen nach außen, die zwar die Isolationswirkung deutlich verschlechtern, aber dann kühle Luft zirkulieren lassen, die sich aufheizt und somit trocknende Wirkung hat. (Selbst dann wenn es draußen sehr feucht ist)
Da wird die wand nur kalt im winter und du kannst die dämmung auch genau so innen anbringen.
 
Hey: Bauen und Energie sind ja wohl ganz große Themen der aktueleln Bundesregierung :) !


Ich verstehe ja das sich alles um deine Weltanschauung dreht. Sicher hast du nach 2 Zeilen empört aufgehört?

Mach dir keine Gedanken um mich, du liegst sowieso mal wieder komplett falsch, sondern ums Thema.

Die Antwort zu den Linken hatte insofern damit zu tun, daß ihre Haltung zu Diktatoren und der Nato thematisiert wurde und ich denke das ihre Forderung nach Auflösung und Austritt nicht falsch sind.

Deine Antwort bezog sich auf irgendjemandem, der eine Auflösung der NATO mit einer globalen Friedenssicherung durch die UNO verknüpft. Das ist nicht die Position der Linken, die will ohne Bedingungen und in diesem Jahrhundert aus der NATO raus.

Dieser Abschnitt war speziell dir gewidmet, weil du das so ungewöhnlich findest.

Für heute noch lebende Leute ist es nun einmal ungewöhnlich, dass sie stark von der NSDAP bedroht waren, aber keine Probleme mit der Stasi hatten. (Ausgenommen natürlich deren Mitglieder. Aber ich hatte 1990 nicht den Eindruck, dass die repräsentativ für die Bevölkerung der nicht mehr ganz so neuen Bundesländer waren.)


Der durchschnittliche Ostdeutsche hat zu den Russen in der DDR, außerhalb der NVA / Wehrdienst, kaum erwähnenswerten Kontakt gehabt. Höhstens mal ein paar DDR-Bürger außerhalb der Kaserne geringfügig regelmäßiger zu den Offiziersrängen aufwärts, welche mehr Freiheiten besaßen.

Der gemeine russische Soldat in der Kaserne aber durfte selbige fast nicht verlassen

Ich habe nur anekdotenhaften Einblick, aber zumindest im Raum Berlin scheint es in den 60ern/ggf. 70ern normal gewesen zu sein, dass russische Soldaten mit Kindern und Jugendlichen aus der Nachbarschaft Kontakt hatten und ich bin mir ziemlich sicher, dass letztere dazu nicht in die Kaserne gekommen sind. Also hatten erstere wohl Freigang.
Und wenn ich bedenke, was die für eine Pulle Vodka eingetauscht haben sollen, dann waren es nicht diejenigen, die wegen besonders guter Führung extra Privilegien genossen :ugly:

Oder halt wenn du mal irgendwo innerhalb des Ostblocks Urlaub machen konntest und dort welchen begegnet bist, was aber auch nicht so viele Ostdeutsche konnten, die ihre Urlaube in der DDR verbracht haben.

Und die, die Reisen durften, hatten mehr Interesse an Tschechien, Ungarn, solange es noch ging Jugoslawien oder mit viel Glück einen der Schwarzmeeranreiner. Moskau? Was für Studienreise von der Uni, aber sicherlich kein Traumziel der meisten DDR-Bürger.

Das also dafür anzuführen, warum in Ostdeutschland das Bild über Russland abweicht, ist schlicht nicht hinreichend und ausfüllend.

/sign. Da dürfte tatsächlich eher der Unterricht in der Schule Einfluss gehabt haben. Der war aber von Zwang und Weglassen sämtlicher negativer Aspekte geprägt, was bekanntermaßen nicht gerade in allgemeiner Liebe für das Brudervolk endete. Ehrlich gesagt habe ich in den 90ern bei Westlern sogar eine größere Aufgeschlossenheit gegenüber Russland denn bei Ostlern erlebt. Erstere sahen Chancen, letztere wussten wie leicht man verarscht werden konnte. Was zum Verständnis der heutigen Position einiger dort aber ergänzen muss: Sie hatten eine ähnliche Einstellung gegenüber dem Westen. Während die russischen Teufelsgeschichten über den Westen 1990 mehrheitlich nicht gelaubt worden sein dürften, sonst hätte es ja keine Wende gegeben, haben viele DDRler in den 90er Jahren feststellen müssen, dass keineswegs automatisch das Gegenteil galt und man von Kapitalisten genauso beschissen werden kann wie von selbsternannten Sozialisten.

Leider gab es damals noch kein Internet. Das wird heute irgendwie als dritte Entität wahrgenommen und einige der sonst eher Misstrauischen glauben scheinbar vorbehaltlos alles, was irgend ein Depp postet.


Ich wüsste nicht warum man irgendwelche Bumsbuden und die Merzsche Mittelschicht indirekt durchs Aufstocken der Löhne ihrer Beschäftigten subventionieren sollte

Ganz einfach: Weil es zahlreiche Tätigkeiten gibt, die in der kapitalistischen Logik so weit unter einem Manager stehen, dass sie ohne Subvention gar nicht mehr von Mitgliedern der gleichen Gesellschaft wahrgenommen werden können. Sondern entweder ganz unerledigt bleiben oder ins Ausland ausgelagert werden. Beides bedeutet letztlich eine Verschlechterung der Lage in Deutschland und mehr Ausgaben für den Staat für die resultierenden Arbeitslosen, deren Leben dadurch auch nicht besser wird. Wer keine Planwirtschaft will, braucht also staatlichen Ausgleich und HartzIV ist da noch das fließenste System, das bislang ausprobiert wurde. Nur die Höhe muss (wie von rot-grün geplant!) dringend angepasst werden und die Finanzierung wesentlich mehr zulasten der Profiteure in der Wirtschaft gehen. Dann wäre ich sogar für eine deutliche Ausweitung der Aufstockungsregelungen. (Verbunden mit einem Bürokratieabbau bei den Betroffenen. Das aktuelle System schreckt ja eher ab.)


Die hat man, ausnahmsweise, mal nicht von der Union geerbt, die sind nicht zuletzt das Ergebnis der Wende und dem Zusammenbruch des Ostblocks gewesen, sowie einer Bundes-, Landes- und Lokalpolitik die damals schon sehenden Auges verpennt hat die Wirtschaft mal zur Inovation und Moderinisierung anzuregen und stattdessen auf weiter so gesetzt hat, plus einen Haufen Steuergeld, welches man sinnlos als Subventionsgeschenke in die Wirtschaft, für Projekte verbraten hat, die absehbar nicht tragfähig sein würden.

Das war dann entsprechend also auch nicht nur ein Ergebnis von politischer Verfehlung der Union auf Bundesebene, sondern ebenso das von SPD, FDP, Linken und Grünen auf Landes- und Lokalpolitischer Ebene, die damals nicht mehr Kompetenz und Energie an den Tag gelegt haben, als die Union himself.

Also bei den Bundessubventionen und der gesamten länderübergreifenden Wirtschaftsplanung, insbesondere also der Treuhand und Abwicklung der ostdeutschen Wirtschaft, hat die Regierung Kohl wohl nahezu die alleinige Verantwortung. Da nützte es der SPD auch wenig, dass sie auf Länderebene doppelt so stark war. Zumal in NRW und Saarland sowieso nur den Niedergang und in Brandenburg und Sachsen-Anhalt schlichtweg gar nichts zu managen gab

(Anm.: Kudos an den Bundesrat für die gute Aufbereitung ehemaliger Zusammensetzungen Neulandnomore!)


Ich bin gespannt was hierzulande noch auf einen zukommt, wenn die Spätfolgen der schröderschen SV-"Reformen", mitsamt Milliardengeschenken an Versicherungskonzerne durch Riester und Rürup, erst richtig greifen.

Vermutlich die eine oder andere "Rettung" von Großkonzernen und natürlich weitere Sonderzahlungen für Rentner aus dem Haushalt. Kacke nur, dass die Sache seitdem eher noch weiter verschärft wurde und es für Leute, deren Einkommen nicht für Betongold reicht, weiterhin keine Lösung gibt.


Nicht vergessen fie ganzen " Ich AGs" im Osten, die sich häufig aus der Arbeitslosigkeit gründeten und kaum Rente erhalten werden und davon ihre steigenden Krankenkassenbeiträge stemmen müssen.
Da kommt einiges suf uns zu.

Als jemand, der mal Dienstleistungen für die armen Schweine umsetzen musste, würde ich sagen: Die sind in NRW und die ganze Rheinschinee hoch weitaus häufiger vertreten als im Osten. Ist ja auch kein Wunder - das Ruhrgebiet befand sich praktisch auf dem Tiefpunkt, als das Konzept eingeführt wurde und die Ämter haufenweise zur Selbstständigkeit gedrängt haben. Im Osten kenne ich eher Fälle aus der Vertreter- und Künstlerecke, aber die sind seltener und in ersterem Fall mit eigener Blödheit, in letzterem mit eigener Überzeugung für ihre Prekarität verantwortlich und haben, im Gegensatz zu den unzähligen "Ein Mann, ein Auto"-Firmen (Kurier/Transporte/Umzüge/Entrümpelungen/Lieferdienst und heute allesamt Sub-Sub-Sub-Sub-Paketausfahrer) auch keine konventionellen Arbeitsplätze ersetzt, sondern einfach aufs falsche Pferd gesetzt. (Teils in Ermangelung anderer Reitgelegenheiten)


Aber nicht, wenn nach dem standard der letzten 30 jahre gebaut wurde. Da ist derartig viel dämmung im fußboden (wenn auch nur billiges styropor), das obendrüber kaum etwas ankommen dürfte. (bin kein estrichleger und die schule ist schon lang her, aber an die 10cm dürften es schon sein)

Da kann ich nicht mitreden. Habe in so jung sanierten Häusern bislang nur weiter oben liegende Stockwerke kennengelernt - die waren selbst ohne Isolierung der Zwischendecken so warm, dass von Heizungsbedarf gar nicht mehr die Rede sein konnte.

Ich hab hier in einem raum (eltern-WZ und darüber mein WZ) den fußboden (balkendecke) ausgedämmt und nach weiter oben (dachboden) ist ebenfalls dämmung (alles dämmwolle) drin. Das bringt schon ordentlich.

Muss ich den Typen unter mir mal fragen, ob er mir bei der nächsten längeren Abwesenheit den Schlüssel dalässt, damit ich die Schüttung ersetzen kann. :ugly:

Zirkulation trocknet, stehende luft eben nicht. Man braucht nur die luftbewegung und die menge ist schon fast egal.

Also ich kenne es aus anderen Bereichen so, dass warme Luft in kalte Spalten nicht trocknet, sondern im Gegenteil Feuchtigkeit reintransportiert. Deswegen wundert mich diese Praxis ja so.

In den hohlraum schaust du eh nie wieder und kondensieren kann es nur, wenn die luft steht. Du willst ja aber mit der zirkulation die feuchtigkeit aus der mauer bekommen, die von unten auf steigt.

Ersteres stimmt so nicht (wie mein letztes Bad mit Dusche an der unisolierten Außenwand und Heizung 4 m entfernt am anderen Raumende bewiesen hat), aber ersteres ist ein gutes und von mir bislang komplett ingoriertes Argument. Isolation (und Anbringung von Feuchtigkeitssperren) an den Kellerwänden ist bei Häusern, die man nur von innen dämmt, vermutlich unüblich?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück