Hey: Bauen und Energie sind ja wohl ganz große Themen der aktueleln Bundesregierung

!
Ich verstehe ja das sich alles um deine Weltanschauung dreht. Sicher hast du nach 2 Zeilen empört aufgehört?
Mach dir keine Gedanken um mich, du liegst sowieso mal wieder komplett falsch, sondern ums Thema.
Die Antwort zu den Linken hatte insofern damit zu tun, daß ihre Haltung zu Diktatoren und der Nato thematisiert wurde und ich denke das ihre Forderung nach Auflösung und Austritt nicht falsch sind.
Deine Antwort bezog sich auf irgendjemandem, der eine Auflösung der NATO mit einer globalen Friedenssicherung durch die UNO verknüpft. Das ist nicht die Position der Linken, die will ohne Bedingungen und in diesem Jahrhundert aus der NATO raus.
Dieser Abschnitt war speziell dir gewidmet, weil du das so ungewöhnlich findest.
Für heute noch lebende Leute ist es nun einmal ungewöhnlich, dass sie stark von der NSDAP bedroht waren, aber keine Probleme mit der Stasi hatten. (Ausgenommen natürlich deren Mitglieder. Aber ich hatte 1990 nicht den Eindruck, dass die repräsentativ für die Bevölkerung der nicht mehr ganz so neuen Bundesländer waren.)
Der durchschnittliche Ostdeutsche hat zu den Russen in der DDR, außerhalb der NVA / Wehrdienst, kaum erwähnenswerten Kontakt gehabt. Höhstens mal ein paar DDR-Bürger außerhalb der Kaserne geringfügig regelmäßiger zu den Offiziersrängen aufwärts, welche mehr Freiheiten besaßen.
Der gemeine russische Soldat in der Kaserne aber durfte selbige fast nicht verlassen
Ich habe nur anekdotenhaften Einblick, aber zumindest im Raum Berlin scheint es in den 60ern/ggf. 70ern normal gewesen zu sein, dass russische Soldaten mit Kindern und Jugendlichen aus der Nachbarschaft Kontakt hatten und ich bin mir ziemlich sicher, dass letztere dazu nicht in die Kaserne gekommen sind. Also hatten erstere wohl Freigang.
Und wenn ich bedenke, was die für eine Pulle Vodka eingetauscht haben sollen, dann waren es nicht diejenigen, die wegen besonders guter Führung extra Privilegien genossen
Oder halt wenn du mal irgendwo innerhalb des Ostblocks Urlaub machen konntest und dort welchen begegnet bist, was aber auch nicht so viele Ostdeutsche konnten, die ihre Urlaube in der DDR verbracht haben.
Und die, die Reisen durften, hatten mehr Interesse an Tschechien, Ungarn, solange es noch ging Jugoslawien oder mit viel Glück einen der Schwarzmeeranreiner. Moskau? Was für Studienreise von der Uni, aber sicherlich kein Traumziel der meisten DDR-Bürger.
Das also dafür anzuführen, warum in Ostdeutschland das Bild über Russland abweicht, ist schlicht nicht hinreichend und ausfüllend.
/sign. Da dürfte tatsächlich eher der Unterricht in der Schule Einfluss gehabt haben. Der war aber von Zwang und Weglassen sämtlicher negativer Aspekte geprägt, was bekanntermaßen nicht gerade in allgemeiner Liebe für das Brudervolk endete. Ehrlich gesagt habe ich in den 90ern bei Westlern sogar eine größere Aufgeschlossenheit gegenüber Russland denn bei Ostlern erlebt. Erstere sahen Chancen, letztere wussten wie leicht man verarscht werden konnte. Was zum Verständnis der heutigen Position einiger dort aber ergänzen muss: Sie hatten eine ähnliche Einstellung gegenüber dem Westen. Während die russischen Teufelsgeschichten über den Westen 1990 mehrheitlich nicht gelaubt worden sein dürften, sonst hätte es ja keine Wende gegeben, haben viele DDRler in den 90er Jahren feststellen müssen, dass keineswegs automatisch das Gegenteil galt und man von Kapitalisten genauso beschissen werden kann wie von selbsternannten Sozialisten.
Leider gab es damals noch kein Internet. Das wird heute irgendwie als dritte Entität wahrgenommen und einige der sonst eher Misstrauischen glauben scheinbar vorbehaltlos alles, was irgend ein Depp postet.
Ich wüsste nicht warum man irgendwelche Bumsbuden und die Merzsche Mittelschicht indirekt durchs Aufstocken der Löhne ihrer Beschäftigten subventionieren sollte
Ganz einfach: Weil es zahlreiche Tätigkeiten gibt, die in der kapitalistischen Logik so weit unter einem Manager stehen, dass sie ohne Subvention gar nicht mehr von Mitgliedern der gleichen Gesellschaft wahrgenommen werden können. Sondern entweder ganz unerledigt bleiben oder ins Ausland ausgelagert werden. Beides bedeutet letztlich eine Verschlechterung der Lage in Deutschland und mehr Ausgaben für den Staat für die resultierenden Arbeitslosen, deren Leben dadurch auch nicht besser wird. Wer keine Planwirtschaft will, braucht also staatlichen Ausgleich und HartzIV ist da noch das fließenste System, das bislang ausprobiert wurde. Nur die Höhe muss (wie von rot-grün geplant!) dringend angepasst werden und die Finanzierung wesentlich mehr zulasten der Profiteure in der Wirtschaft gehen. Dann wäre ich sogar für eine deutliche Ausweitung der Aufstockungsregelungen. (Verbunden mit einem Bürokratieabbau bei den Betroffenen. Das aktuelle System schreckt ja eher ab.)
Die hat man, ausnahmsweise, mal nicht von der Union geerbt, die sind nicht zuletzt das Ergebnis der Wende und dem Zusammenbruch des Ostblocks gewesen, sowie einer Bundes-, Landes- und Lokalpolitik die damals schon sehenden Auges verpennt hat die Wirtschaft mal zur Inovation und Moderinisierung anzuregen und stattdessen auf weiter so gesetzt hat, plus einen Haufen Steuergeld, welches man sinnlos als Subventionsgeschenke in die Wirtschaft, für Projekte verbraten hat, die absehbar nicht tragfähig sein würden.
Das war dann entsprechend also auch nicht nur ein Ergebnis von politischer Verfehlung der Union auf Bundesebene, sondern ebenso das von SPD, FDP, Linken und Grünen auf Landes- und Lokalpolitischer Ebene, die damals nicht mehr Kompetenz und Energie an den Tag gelegt haben, als die Union himself.
Also bei den Bundessubventionen und der gesamten länderübergreifenden Wirtschaftsplanung, insbesondere also der Treuhand und Abwicklung der ostdeutschen Wirtschaft, hat die Regierung Kohl wohl nahezu die alleinige Verantwortung. Da nützte es der SPD auch wenig, dass sie auf Länderebene doppelt so stark war. Zumal in NRW und Saarland sowieso nur den Niedergang und in Brandenburg und Sachsen-Anhalt schlichtweg gar nichts zu managen gab
(Anm.: Kudos an den Bundesrat für die gute Aufbereitung
ehemaliger Zusammensetzungen Neulandnomore!)
Ich bin gespannt was hierzulande noch auf einen zukommt, wenn die Spätfolgen der schröderschen SV-"Reformen", mitsamt Milliardengeschenken an Versicherungskonzerne durch Riester und Rürup, erst richtig greifen.
Vermutlich die eine oder andere "Rettung" von Großkonzernen und natürlich weitere Sonderzahlungen für Rentner aus dem Haushalt. Kacke nur, dass die Sache seitdem eher noch weiter verschärft wurde und es für Leute, deren Einkommen nicht für Betongold reicht, weiterhin keine Lösung gibt.
Nicht vergessen fie ganzen " Ich AGs" im Osten, die sich häufig aus der Arbeitslosigkeit gründeten und kaum Rente erhalten werden und davon ihre steigenden Krankenkassenbeiträge stemmen müssen.
Da kommt einiges suf uns zu.
Als jemand, der mal Dienstleistungen für die armen Schweine umsetzen musste, würde ich sagen: Die sind in NRW und die ganze Rheinschinee hoch weitaus häufiger vertreten als im Osten. Ist ja auch kein Wunder - das Ruhrgebiet befand sich praktisch auf dem Tiefpunkt, als das Konzept eingeführt wurde und die Ämter haufenweise zur Selbstständigkeit gedrängt haben. Im Osten kenne ich eher Fälle aus der Vertreter- und Künstlerecke, aber die sind seltener und in ersterem Fall mit eigener Blödheit, in letzterem mit eigener Überzeugung für ihre Prekarität verantwortlich und haben, im Gegensatz zu den unzähligen "Ein Mann, ein Auto"-Firmen (Kurier/Transporte/Umzüge/Entrümpelungen/Lieferdienst und heute allesamt Sub-Sub-Sub-Sub-Paketausfahrer) auch keine konventionellen Arbeitsplätze ersetzt, sondern einfach aufs falsche Pferd gesetzt. (Teils in Ermangelung anderer Reitgelegenheiten)
Aber nicht, wenn nach dem standard der letzten 30 jahre gebaut wurde. Da ist derartig viel dämmung im fußboden (wenn auch nur billiges styropor), das obendrüber kaum etwas ankommen dürfte. (bin kein estrichleger und die schule ist schon lang her, aber an die 10cm dürften es schon sein)
Da kann ich nicht mitreden. Habe in so jung sanierten Häusern bislang nur weiter oben liegende Stockwerke kennengelernt - die waren selbst ohne Isolierung der Zwischendecken so warm, dass von Heizungsbedarf gar nicht mehr die Rede sein konnte.
Ich hab hier in einem raum (eltern-WZ und darüber mein WZ) den fußboden (balkendecke) ausgedämmt und nach weiter oben (dachboden) ist ebenfalls dämmung (alles dämmwolle) drin. Das bringt schon ordentlich.
Muss ich den Typen unter mir mal fragen, ob er mir bei der nächsten längeren Abwesenheit den Schlüssel dalässt, damit ich die Schüttung ersetzen kann.
Zirkulation trocknet, stehende luft eben nicht. Man braucht nur die luftbewegung und die menge ist schon fast egal.
Also ich kenne es aus anderen Bereichen so, dass warme Luft in kalte Spalten nicht trocknet, sondern im Gegenteil Feuchtigkeit reintransportiert. Deswegen wundert mich diese Praxis ja so.
In den hohlraum schaust du eh nie wieder und kondensieren kann es nur, wenn die luft steht. Du willst ja aber mit der zirkulation die feuchtigkeit aus der mauer bekommen, die von unten auf steigt.
Ersteres stimmt so nicht (wie mein letztes Bad mit Dusche an der unisolierten Außenwand und Heizung 4 m entfernt am anderen Raumende bewiesen hat), aber ersteres ist ein gutes und von mir bislang komplett ingoriertes Argument. Isolation (und Anbringung von Feuchtigkeitssperren) an den Kellerwänden ist bei Häusern, die man nur von innen dämmt, vermutlich unüblich?