(Wir klammern mal das einzige zwingende, weil biologisch veranlagte Argument, die Periode, aus)
Meiner Ansicht nach wird dort mal wieder "zu viel" Gleichstellung gefordert.
Entweder Mann und Frau sind gleichgestellt, oder eine Seite wird bevorzugt...
Wohin der Weg in Spanien geht, sieht man ja am verlinkten Artikel.
Aber oh graus, wehe es gehen mal Männer für ihre Rechte auf die Straße.
Es entsteht jedensfalls bei mir der Eindruck, dass das Pendel in absehbarer Zeit zur anderen Seite ausschlägt, und nicht einfach in der Mitte stehen bleibt, wo es hin gehört.
Das Problem ist der Unterschied zwischen GleichSTELLUNG und GleichBERECHTIGUNG. Letztere besagt, dass der Staat jeden Menschen gleich behandelt - das haben bzw. hatten wir längst (in der BRD weitestgehend ~frühe 90er) erreicht. Ersteres dagegen besagt, dass der Staat dafür sorgt, dass es jedem Menschen gleich gut geht. Auch wenn nicht-staatliche Entitäten dagegen wirken oder wenn individuelle Vorraussetzungen und Lebensplanungen für Unterschiede sorgen. Und das heißt dann eben, dass der Staat persönliche Defizite (sowohl angeborene als auch selbst gewählte) und rechtswidrige Aktivitäten Dritter durch staatliche Gegendiskriminierung auszugleichen versucht.
Was im Prinzip ja nicht einmal ein Problem sein muss. Wenn man die richtigen Kriterien für "gut gehen" hat und individuelle Situationen ursachengerecht behandelt. In der Praxis werden aber je 50% der Bevölkerung in einen Topf geschmissen und dann nach teils wortwörtlich einseitig ausgewählte Kriterien ausgewertet. Das Ergebnis: Zunehmende Ungerechtigkeit, staatlich verordnet.
Und das ist nicht nur in Spanien ein Trend. (Genauso wie die zunehmende Prüderie. Die meisten der neuen spanischen Gesetze sind ja geschlechtsneutral und somit gerechte, allgemeine Beschränkungen für Sexualität und Interaktion, um Unerwünschtes und Übergriffiges auszuschließen. Wobei ich positiv überrascht wäre, wenn diese Neutralität sich auch bis in die Rechtssprechung hält.)
Nein. Dort geht es nur darum wie man den Spritpreis aus (volks)wirtschaftlicher Sicht senken kann.
Es geht um die Übergewinne der Mineralölkonzerne.
"Abschaffung der freien Marktwirtschaft"?
Das ist jedenfalls, neben gezielter Verarmung der Bevölkerung die einzige Möglichkeit zur Senkung der Spritpreise. Bei konstant mangelndem Angebot, fixen Bedarfskennlinien und unveränderlichem Budget auf Abnehmerseite ergibt sich nun einmal ein bestimmter Preis, wenn den Sprit nicht rationiert verteilt. Der Staat kann nur beeinflussen, wer sich diesen Preis in die Tasche steckt.
Bzw. er könnte das, wenn die FDP nicht an der Macht wäre. So schenken wir den Mineralölkonzernen sogar noch ein paar Milliarden extra, der künftige Steuerzahler hats ja.