Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Genau das meine ich mit "fertig denken". Es gibt definitiv Regelungen die eine bestimmte Sexualität und/oder Geschlecht Bevorteilen, aber die Lösung wäre halt das aufzulösen und nicht an andere Stelle Vorteile für Andere zu schaffen. Ergo ersetze Periode durch allgemein chronische Beschwerden, Catcalling durch allgemeine Belästigung (wahrscheinlich gab es das Gesetz schon) etc.
Z.B. eine absurde Regelung in Deutschland auf die wir heute wieder im Gespräch kamen: Warum ist es in Deutschland entscheidend dass ich mit der Person mit der ich eine Versorgungsgemeinschaft bilden möchte(und im Austausch für diese Verpflichtung Steuerrabatt bekomme) Sex habe?
 
Warum ist es in Deutschland entscheidend dass ich mit der Person mit der ich eine Versorgungsgemeinschaft bilden möchte Sex habe?
Quelle? :what:

Ergo ersetze Periode durch allgemein chronische Beschwerden
Die Grundlage dafür ist ja aber da. Fehlt halt nur die Anerkennung der Periode als solches.
Genau das wollte ich ja aber ausklammern!

Lese ich hier zum ersten mal.
Da verweise ich mal auf meine Signatur und verlange eine ein Erklärung auf deutsch für einen alten, weißen Mann :fresse:
 
Lebenspartnerschaften zwischen Verwandten sind ausgeschlossen und es wird nach wie vor aktiv versucht "Scheinehen" zu unterbinden (da sind dann u.A. getrennte Schlafzimmer ein Verdachtmoment).
Sollte dem Staat aber eigentlich vollkommen egal sein solang sich die Beteiligten an den "Vertrag" zur gegenseitigen Versorgung halten.
Und eine solche eingetragene Partnerschaft/Ehe bedeutet nunmal andere Steuerklassen, unabhängig von dem Vorhandensein von Kindern.
Lese ich hier zum ersten mal.
Da verweise ich mal auf meine Signatur und verlange eine ein Erklärung auf deutsch für einen alten, weißen Mann :fresse:
Hm, wie übersetze ich das Gender neutral auf Deutsch? :fresse:
Sagen wir mal "fremden Menschen die man attraktiv findet im Vorbeigehen hinterher rufen/pfeifen"
 
Der "Periodenurlaub" wird afaik auch von diversen feministischen Vertreterinnen kritisch gesehen.
Für jede Frau deren Arbeitgeber erst nach 3 Tagen eine Krankschreibung vom Arzt verlangt oder die die Krankschreibung telefonisch bekommt ist der Unterschied aber exakt 0.
 
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Hier stimme ich Sarah Wagenknecht mal voll zu.
 
(Wir klammern mal das einzige zwingende, weil biologisch veranlagte Argument, die Periode, aus)
Meiner Ansicht nach wird dort mal wieder "zu viel" Gleichstellung gefordert.

Entweder Mann und Frau sind gleichgestellt, oder eine Seite wird bevorzugt...
Wohin der Weg in Spanien geht, sieht man ja am verlinkten Artikel.

Aber oh graus, wehe es gehen mal Männer für ihre Rechte auf die Straße.

Es entsteht jedensfalls bei mir der Eindruck, dass das Pendel in absehbarer Zeit zur anderen Seite ausschlägt, und nicht einfach in der Mitte stehen bleibt, wo es hin gehört.

Das Problem ist der Unterschied zwischen GleichSTELLUNG und GleichBERECHTIGUNG. Letztere besagt, dass der Staat jeden Menschen gleich behandelt - das haben bzw. hatten wir längst (in der BRD weitestgehend ~frühe 90er) erreicht. Ersteres dagegen besagt, dass der Staat dafür sorgt, dass es jedem Menschen gleich gut geht. Auch wenn nicht-staatliche Entitäten dagegen wirken oder wenn individuelle Vorraussetzungen und Lebensplanungen für Unterschiede sorgen. Und das heißt dann eben, dass der Staat persönliche Defizite (sowohl angeborene als auch selbst gewählte) und rechtswidrige Aktivitäten Dritter durch staatliche Gegendiskriminierung auszugleichen versucht.

Was im Prinzip ja nicht einmal ein Problem sein muss. Wenn man die richtigen Kriterien für "gut gehen" hat und individuelle Situationen ursachengerecht behandelt. In der Praxis werden aber je 50% der Bevölkerung in einen Topf geschmissen und dann nach teils wortwörtlich einseitig ausgewählte Kriterien ausgewertet. Das Ergebnis: Zunehmende Ungerechtigkeit, staatlich verordnet.
Und das ist nicht nur in Spanien ein Trend. (Genauso wie die zunehmende Prüderie. Die meisten der neuen spanischen Gesetze sind ja geschlechtsneutral und somit gerechte, allgemeine Beschränkungen für Sexualität und Interaktion, um Unerwünschtes und Übergriffiges auszuschließen. Wobei ich positiv überrascht wäre, wenn diese Neutralität sich auch bis in die Rechtssprechung hält.)


Nein. Dort geht es nur darum wie man den Spritpreis aus (volks)wirtschaftlicher Sicht senken kann.
Es geht um die Übergewinne der Mineralölkonzerne.

"Abschaffung der freien Marktwirtschaft"?
Das ist jedenfalls, neben gezielter Verarmung der Bevölkerung die einzige Möglichkeit zur Senkung der Spritpreise. Bei konstant mangelndem Angebot, fixen Bedarfskennlinien und unveränderlichem Budget auf Abnehmerseite ergibt sich nun einmal ein bestimmter Preis, wenn den Sprit nicht rationiert verteilt. Der Staat kann nur beeinflussen, wer sich diesen Preis in die Tasche steckt.

Bzw. er könnte das, wenn die FDP nicht an der Macht wäre. So schenken wir den Mineralölkonzernen sogar noch ein paar Milliarden extra, der künftige Steuerzahler hats ja.
 
Kriegen den eigentlich auch Transfrauen oder werden die als Frauen zweiter Klasse behandelt?
Transfrauen sind Frauen - da darf es keine Diskussion geben.

Ansonsten ist das was Spanien macht, der richtige Weg um das Patriarchat in der Gesellschaft zu beenden. Der heterosexuelle Mann ist heute der größte Feind einer gerechten Gesellschaft.
 
Bzw. er könnte das, wenn die FDP nicht an der Macht wäre. So schenken wir den Mineralölkonzernen sogar noch ein paar Milliarden extra, der künftige Steuerzahler hats ja.
Darum geht es ja. Den Reichen werden noch Geschenke gemacht.
Vielen Dank FDP und allen die sie gewählt haben. :schief:
 
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Gen Z - queer wie nie!

 
Für jede Frau deren Arbeitgeber erst nach 3 Tagen eine Krankschreibung vom Arzt verlangt oder die die Krankschreibung telefonisch bekommt ist der Unterschied aber exakt 0.
Jein. Sei mal bei nem privatwirtschaftlichen Arbeitgeber häufiger krank, auch immer schön mit gelbem Schein. Die Chancen stehen gut, dass Cheffe oder die Perso dich irgendwann zu nem Gespräch einlädt. Weil man entweder besorgt ist um dich oder weil man "besorgt" ist. Im letzteren Falle heißt das: "reiss dich zusammen oder du hast keine Zukunft bei uns!".
Das ist erstmal ein generelles Problem, das alle betrifft. Das wird aber verstärkt durch Symptomatik, die gesellschaftlich vglw. wenig anerkannt sind als Gründe für Arbeitsunfähigkeit. Und da kommen wir dann (unter anderem!) zu Menstruationsschmerzen.

Diese als legitimen Grund für Kranktage zu codifizieren, könnte (!) helfen, sie auch in der gesellschaftlichen Wahrnehmung ernster zu nehmen. Das wäre schon ein Vorteil.

Letztlich geht es hier wieder darum, einer Gruppe von Menschen, die sehr spezifisch von Nachteilen betroffen ist (einerseits durch ihre Biologie, aber dann wiederum auch durch den gesellschaftlichen Umgang damit) durch spezielle Förderung Ausgleich zu verschaffen. Das ist nie elegant (genau wie blöde Quoten-Regelungen) und zieht immer die Kritik von vermeintlich wohlmeinenden Idealisten auf sich, die vor lauter hehrer Gleichbehandlungsgrundsätze die gesellschaftliche Realität ausblenden.

Alles nicht optimal, halte das Werkzeug auch in diesem Falle für sehr grob. Letztlich muss sich vor allem die Arbeitskultur ändern, aber das wird sich noch laaaange hinziehen.
 
Diese als legitimen Grund für Kranktage zu codifizieren, könnte (!) helfen, sie auch in der gesellschaftlichen Wahrnehmung ernster zu nehmen.
Nur welche Frauenärztinnen haben dem denn je widersprochen? Der Arbeitgeber bekommt doch so oder so den Schein ohne ersichtliche Erkrankung. Warum der ausgestellt wurde liegt
und lag auch vorher in Ermessen und Diskretion des Arztes.
 
Nur welche Frauenärztinnen haben dem denn je wiedersprochen? Der Arbeitgeber bekommt doch so oder so den Schein ohne ersichtliche Erkrankung.
Darum schrieb ich ja auch von "gesellschaftlicher Wahrnehmung", und nicht von "fachärztlicher". Über kurz oder lang kommt immer in etwa raus, weswegen du krankgeschrieben warst. Insbesondere, wenn das mit nachvollziehbarer Regelmäßigkeit passiert. Aber die jeweiligen Gründe werden halt nicht zwingend von allen akzeptiert. Es gibt eben nach wie vor genug Menschen unterschiedlichen Geschlechts, die auf Menstruationsbeschwerden mit "Stell dich nicht so an!" reagieren. Oder auch auf andere, geschlechtsunabhängige Erkrankungen wie z. B. Migräne.

Darum könnten (!) Menstruationskranktage ein Signal senden nach dem Motto "Fucking hell, Leute, selbst der Gesetzgeber erkennt an, dass Menstruationsbeschwerden einen ganz schön ausknocken können! Also zieht mal den Stock aus dem Poppes!"

Aber wie ich schon schrieb: letztlich müssen wir hin zu einer Arbeitskultur, in der die körperliche wie psychische Gesundheit der Beschäftigten im Mittelpunkt steht, unabhängig vom Geschlecht.

/edit: Wort vergessen
 
Zuletzt bearbeitet:
Über kurz oder lang kommt immer in etwa raus, weswegen du krankgeschrieben warst. Insbesondere, wenn das mit nachvollziehbarer Regelmäßigkeit passiert.
Der Arbeitgeber muß das nicht wissen. Und der Arzt darf ihm das nicht sagen.
Wenn der Arbeitgeber Zweifel an der Krankheit hat kann man zum Amtsarzt geschickt werden.
Aber der darf die Diagnose dem Arbeitgeber auch nicht mitteilen. So mein Wissensstand.
Nur ob man aus seiner Sicht weiter arbeitsunfähig ist oder nicht.
 
Der Arbeitgeber muß das nicht wissen. Und der Arzt darf ihm das nicht sagen.
Wenn der Arbeitgeber Zweifel an der Krankheit hat kann man zum Amtsarzt geschickt werden.
Aber der darf die Diagnose dem Arbeitgeber auch nicht mitteilen. So mein Wissensstand.
Nur ob man aus seiner Sicht weiter arbeitsunfähig ist oder nicht.

Sehr schön die arbeitsrechtliche Lage zitiert. Und jetzt bitte in die Realität ;-)

Wie gesagt: wenn du häufiger krank bist, evtl. auch wegen etwas Chronischem, dann kommt das raus. Auf inoffiziellen Wegen, über den Flurfunk, weil Partnerin/Partner von jemandem aus dem Nachbarbüro dich hat in Arztpraxis XYZ gehen sehen. Auch wenn es den AG grundsätzlich nichts anzugehen hätte. Und dann musst du darauf hoffen, dass der AG/die Personalverantwortlichen verständnisvoll sind oder nicht. In letzterem Fall bist du halt unten durch, egal ob du arbeitsrechtlich mit sauberer Weste dastehst.
 
Wie gesagt: wenn du häufiger krank bist, evtl. auch wegen etwas Chronischem, dann kommt das raus. Auch wenn es den AG grundsätzlich nichts anzugehen hätte. Und dann musst du darauf hoffen, dass der AG/die Personalverantwortlichen verständnisvoll sind oder nicht. In letzterem Fall bist du halt unten durch, egal ob du arbeitsrechtlich mit sauberer Weste dastehst.
Ja in der Realität sieht das wohl leider so aus. Zum Glück arbeite ich nicht mehr auf dem ersten Arbeitsmarkt.
 
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