Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Wer, wenn nicht Eltern, sollte mehr Einfluss bekommen? Die Zukunft von Kindern beginnt nicht erst mit ihrem 16 oder 18 Geburtstag.
Kinderkrippe, Kindergärten? Denn niemand kann sich die Verhältnisse aussuchen in die er hineingeboren wird und nicht nur daraus ergebend, startet jeder Mensch mit unterschiedlichen Voraussetzung ins Leben und in die Gesellschaft. Damit sind an der Stelle nicht nur die körperlichen und geistigen Fähigkeiten gemeint, sondern ebenso die soziale Schicht und das Elternhaus in das man hineingeboren wird. Dazu kommen dann noch Faktoren wie gut die vorschulische Betreuung in Form von Kinderkrippen und -gärten und wie stark die Bildungsbenachteiligung aufgrund der sozialen Herkunft ausgeprägt ist. Die sich daraus ergebende Sozialisation sorgt wiederrum für eine bestimmte Ausstattung mit kulturellen, sozialen, ökonomischen und symbolischen "Kapital", welches wiederrum Einfluss auf den gesamten Lebenslauf und -weg hat.
Aber da ist man auch wieder bei dem Punkt, wie sich soziale und gesellschaftliche Verhältnisse über Generation hinweg reproduzieren und welche Folgen Armut, Ausgrenzung, Präkarisierung, abgehängte Gegenden, etc. auf die Menschen haben, die nicht zur besitzenden und privilegierten Klasse gehören, sondern den Klassengegensatz tagtäglich erfahren.

Von daher ist auch diese regelmäßig von einigen vorgetragene : "Man muss nur hart schaffen, dann schafft man auch was"-Einstellung nicht nur reichlich naiv, sondern unterstellt auch erstmal prinzipiell, dass alles ja angeblich nur faule Schweine und Schmarotzer sind.

Mir hat gereicht, was ich die letzten 2,5 Jahre hören musste und bis heute höre, da brauche ich keine Doku, um ggf. noch mehr zu erkennen...
Muss eine Doku (immer) Spaß machen? Man kann hinterher ruhig miesepetriger als davor sein.
 
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Also fassen wir mal zusammen: Das hypotetische Haus - Liegt in einer Gegend, in der Niemand ein Lager braucht. Also mutmaßlich am Arsch der Welt.
- Es ist das "Familienhaus", war also mal ein Wohnhaus.
- Man kann es aber heute nicht mehr zur Bewohnung vermieten oder selber bewohnen, was dann wohl an der hoffnungslos sanierungsbedürftigen Bausubstanz liegen muss.
Wie kann so eine Ruine weit über 400000 € wert sein? Wenn an eine Familie mit mehreren Mitgliedern vererbt wird sogar ein Vielfaches davon, denn afaik gelten die Erbschaftssteuergrenzen pro Erben, nicht pro Vererbenden?
:nene: Du solltest so spät nicht mehr posten. Nichts für ungut, aber das erfassen von texten scheint dir ja schon schwer zu fallen und nur diskutieren um des diskutierens willen kann jetzt auch nicht die lösung sein.
- Wenn das Haupthaus selbst bewohnt wird und es "nur" 200 m² sind, fallen gar keine Steuern an.
Das szenario würde es treffen, nur das in meinem fiktiven beispiel noch 2 nebengebäude und haufenweise grundstück dabei ist. Du weist was nebengebäude sind?
Das muß natürlich in die wert-berechnung mit rein denn das haus schwebt nicht in der luft und hat auch nicht nur den, heute ja üblichen, metrischen grundschücksstreifen drum herum. Dazu scheinst du einfach nicht zu wissen, oder wissen wollen, wie die wertentwicklung der letzten jahre aus sah. Selbst eine bruchbude mit undichtem dach ist mittlerweile für "otto-normalo" eher unerschwinglich.
Gerade bei einem Bauernhaus mit typischerweise mehreren Eingängen lässt sich eine Teilvermietung meist leicht realisieren.
Lass mich raten... Du hast noch nie ein bauernhaus gesehen und kennst es nur aus erzählungen oder eines was schon bis zur unkenntlichkeit umgebaut wurde? Dann lass dir gesagt sein, du machst aus einem stall mit seinem eingang nicht einfach mal eine wohnung. :nene:
Da Bauland am Arsch der Welt <20 € kostet, gehe ich davon aus, dass in der Gegend prinzipiell Interesse an Wohnraum besteht.
Für 20€ bekommst du höchstens noch ein wassergrundstück direkt in der ostsee. Kommst du an land wird es schon teurer. Wie ich bereits schrieb, schon bei uns werden 80€ pro qm fällig.
- Allgemein ist es mit Eigentum von über einer halben Million als Sicherheit kein Problem, einen günstigen Kredit über 25000 € zu bekommen. Man muss also keine dieser Varianten über Nacht umsetzen oder sich auch nur im ersten Jahr entscheiden.
Also ich mache wirklich einiges mit ohne was dazu zu sagen, was auch über 200€ sprit-kosten pro monat bei unterdurchschnittlichem gehalt mit einschließt (nur für die fahrten zur arbeit), aber wenn ich einen kredit aufnehmen muß nur um die steuerschuld bei übernahme meines elternhauses zu begleichen ist es bei mir aus. :motz: Damit schafft man eine klasse die noch unterhalb von harz4 liegt (die es mit selbstständigen bauern zwar schon gibt, aber egal).
Es mag ja sein das dir das gefällt, denn wer nichts erbt muß auch keine steuern zahlen, aber mir läuft das zu wieder! Für leute die das stemmen können ist das i.O. , aber der rest sollte in ruhe gelassen werden und das geht halt nur über entsprechende freigrenzen.

Und mal so zur Erinnerung: Das Medianvermögen in Deutschland liegt so bei 60000 Euro. Es ist fast unmöglich, ein nicht-baufälliges Haus zu besitzen ohne spürbar darüber zu liegen.
:klatsch: Ohne worte...
Es mag ja sein das du 2 linke hände hast, aber bis auf dach und heizung mache ich als gelernter handwerker alles selbst zumal es anders nicht geht. (gut, für mauern, putzen und fliesen hab ich jemand in der familie)
Ein gut ausgestatteter Mittelklasseneuwagen und vielleicht noch etwas Unterhaltungselektronik reichen schon, von sowas wie Wertanlagen, Schmuck,... ganz zu schweigen.
Wer sich sowas leisten kann... Bei mir war es bis jetzt 1 neuwagen (36k €) in über 26 jahren führerschein und der wird am ende vermutlich mit mir beerdigt. Davor nur gebrauchte...
Bei den Beispielen, die hier bislang genannt wurden, stellt sich die Frage, ob nicht sogar schon von "vermögend" sprechen muss.
Gleich nochmal ohne worte... Mein nachbar, ein selbständiger bauer, ist also in deinen augen reich... Gehts noch???
Der hat zwar einen traktor, ein gehöft und einen relativ neu gebauten stall, weiß aber auch nie ob am jahresende noch was über ist bzw. da überhaupt etwas schwarzes steht. Und der soll vermögend sein? Ich glaub so langsam, das du sie nicht mehr alle hast. Es gibt auch sachen die einfach nur mittel zum zweck sind, egal ob sich dir das erschließt oder nicht.
Turricans Bauernhofbeispiel ist also schon ganz klar ein Thema für die obersten 10% der Gesellschaft.
Ich kann wirklich nur noch mit dem kopf schütteln. Das passiert vermutlich wenn die eigene miethöhle zum privaten epizentrum wird und ja keiner mehr haben darf bzw. dann dafür bluten soll das er familienbesitz erhält. :nene:
 
Wobei man ja Anfang 2020 das selbst noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Ich selbst war Mitte Februar noch in den Urlaub geflogen.

Ja, "man" hatte und hat zum Thema Corona eine ganze Menge nicht auf dem Schirm. Wenn ich diesem "man" irgendwann mal begegne werde ich es nicht bei einem "habs dir ja gleich gesagt" belassen, sondern mal so richtig Anlauf nehmen...


Zuerst einmal " Tschetan" , ganz einfach.

Sorry, war keine Absicht.

Du machst immer den Fehler hochzurechnen und Wertsteigerungen einzupreisen.
Sicher hat meine derzeitige Hütte einen Preis um die 300k in Euro, aber genauso kann der Preis wieder runtergehen.

Der Wert von allem kann wieder runtergehen. Aber wo liegt jetzt bitte schön der Fehler, wenn ich mit dem aktuellen Preis rechne? Die Vergleichstatistiken rechnen auch mit "was ist", nicht mit "was könnte vielleicht enventuell sein". Der Preis kann auch genauso gut hochgehen und ich sage ja nicht, dass du für alle Zeiten ausgesorgt hast. Ich sage nur, dass du deutlich mehr besitzt, als die Mehrheit der Deutschen. Für eine genaue Aussage müsstest du hier mehr offenlegen, als gesund ist, aber mit dem bereits gesagten kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass 2/3 ärmer sind als du und möglicherweise sind es sogar 80-85%. Wenn es hier also um Umverteilung von "oben nach unten" geht, dann lautet die "schlechte" Nachricht "leider":
Du bist "oben". Du gehörst zu den Leuten, die für sozialen Ausgleich etwas abgeben müssten. Nicht ganz so viel, wie die noch weiter oben, aber mehr als nichts. Aber keine Sorge: Selbst wenn sich der Wert deines Hauses über Nacht halbiert, während alle anderen Werte in Deutschland auf wundersame Weise gleich hoch bleiben, hättest du immer noch doppelt bis dreimal so viel wie jemand mit mittelmäßigem Besitz.

Vielleicht liegen wir bei den 10%, aber wenn das der Fall ist, ist es erstaunlich wie wenig dazu reicht. Ein Kind das studiert, Nebenkosten usw lassen nicht viel übrig und ich jammer nicht, aber viele andere haben dazu jeden Grund.

Ja, das ist das wirklich traurige an der Geschichte: Wie dreckig es eigentlich richtig vielen Menschen geht. Fairerweise sollte ich hinzufügen, dass für den alltäglichen Lebensstandard das Einkommen wichtiger als das Vermögen ist und Häuser auf letzteres einen großen Einfluss haben. Man lebt also durch "Haushaben" nicht automatisch viel besser, wenn auch bis auf wenig Ausnahmen ein Bisschen, aber "Haus kaufen können" ist ein Zeichen dafür, dass es einem deutlich besser als der Mehrheit geht.

Die Leute, die wirklich Gründe zum Jammern haben, wären froh über "Waschmaschine kaufen können" - hören tut man aber eher diejenigen, die sich keinen zweiten Flugurlaub im Jahr leisten können, weil das Heizöl teurer geworden ist. Und dann wundert man sich, wieso Leute, denen es wirklich mies geht, sich nicht mehr der Gesellschaft zugehörig fühlen, nicht wählen gehen, kriminell oder radikal werden...

Ohne Werte zu generieren, wird Geld verdient und da muß man rangehen

Die Konzerngewinne sind sicherlich ein größerer Faktor. Aber der Rest ist halt nicht unbedeutend. So wie Fluggesellschaften viel mehr CO2 produzieren als jeder einzelne von uns - aber nicht soviel wie wir alle zusammen. Und deswegen macht es auch bei uns einen Unterschied, ob wir alle SUV mit 9 Litern fahren, oder was sinnvolles mit 6 Litern oder gar was ausgeklügeltes mit 3 Litern (was es im Moment praktisch nicht kaufen gibt, weil "keine Nachfrage" da ist...)

Die richtigen Dreckschleudern mit 6 Zylinder, 3-4 Liter Motoren werden weiter fahren, genauso wie die LKW Kolonnen. Tempolimit gegen den Druck der Autolobby ?
Sicher unwahrscheinlich.

Ich halte wenig von harten Verboten. Es gelingt fast nie, sie richtig zu dimensionieren. Es gibt jede Menge Leute, die nie schneller als 120 fahren und mehr Sprit verbrauchen als ich bei 140 respektive mehr als ich im Schnitt mit ab und zu auch mal 160-180-200. Ein Tempolimit würde mir letztere Option nehmen, aber wie weit würden meine bislang 6,5 l dadurch runtergehen? Auf 6,4? Bei den Leuten, die langsam verschwenden, ändert es gar nichts und ich käme ab und zu zu spät und einmal im Jahr wäre ich geschätzt eine halbe Stunde länger in den Urlaub unterwegs (mit leicht erhöhtem Unfallrisiko, wenn ich vorher eine halbe Stunde weniger Schlafe und auf den letzten Metern eben eine halbe Stunde mehr Fahrzeit in den Knochen habe). Das bringt dem Klima gar nichts. Genausowenig schadet es dem Klima viel, wenn ein paar Benzinblütler ab und zu mal Vollgas geben. Die fallen zwar vielen Leuten negativ auf, aber es sind nicht viele und sie verbrauchen in der Summe nicht so wahnsinnig viel.

Was dagegen einen großen Unterschied macht: Wenn sich alle (oder fast alle, bis auf die letztgenannten) immer Mühe geben, so sparsam wie mögich zu sein. Jeder einen halben bis einen Liter weniger macht in der Summe eine ganze Menge aus. Leider muss man über 30 Jahre nach Rio aber sagen:
Die Mehrheit macht das nicht aus Vernunft.
Es sie des Geldes wegen machen zu lassen ist der bislang beste Plan B.
 
Grundsätzlich:
Wo genau liegt das Problem, wenn eine Familie ein Haus und zwei Autos hat , insbesondere wenn beide berufstätig sind und ein Bus nur alle Lichtjahre mal im Dorf vorbeikommt?

Das grundsätzliche Problem ist, dass wir nicht die Fläche und nicht die Ressourcen haben, damit jede Familie ein Haus und zwei Autos nutzen kann. Also wender forderst du, dass der Pöbel für dein Wohlbefinden im Staub kriecht oder du musst eingestehen, dass ein Lebensentwurf gemessen an dem, was möglich ist, eine Form von Luxus darstellt.

Und Luxus muss man sich leisten können. In einer fairen Gesellschaft in dem man entweder selbst viel mehr leistet als andere oder in dem man seinerseits auf andere Annehmlichkeiten verzichtet, die andere als selbstverständlich erachten. Das ist der Hintergedanke von Ressourceneinsparung über Marktmechanismen: Jeder kann selbst entscheiden, was er sich leisten will, aber einige Dinge sind halt objektiv betrachtet teuer und es ist schwer, sich diese leisten zu können.

Wenn man nicht gerade eine faule Socke ist, ist es doch in einem marktwirtschaftlichem Umfeld/Staat fast natürlich, sich einen gewissen Wohlstand zu erarbeiten und im Idealfall an seine Kinder weitzugeben.

Nein, ein Wohlstand von deinem Format ist eben nicht "natürlich". Es ist für die Mehrheit unmöglich, ihn sich aus eigener Kraft zu erarbeiten.

Bin ich privilegiert?
Kann schon sein, aber ich sorge auch für derzeit 22 Arbeitsplätze in meinem privaten Büro und zieh nur so viel Gehalt raus, wie der Schnitt bei mir verdient, so dass 8 Mann z. T. deutlich mehr verdienen als der Chef.

Das mit dem Schnitt ehrt dich sehr und ist eine absolute Ausnahme. Weswegen ich dir an der Stelle auch gönne, dass du genauso viel wie der Durchschnitt deiner Mitarbeiter hast. Im Prinzip machst du schon genau das, was soziale Umverteilung gesamtgesellschaftlich vorsieht: Du teilst. Kein Grund mehr, mehr wegzunehmen.

Aber offensichtlich teilst du schon auf weitüberdurchschnittlichem Niveau was mal vermuten lässt, dass die Firma selbst nicht gerade ab der Grasnabe arbeitet, sondern ihrerseits auch auf den Schultern anderer steht (Zulieferer? Kunden? Externe?). Und selbst innerhalb deiner Firma verdienen, wenn ich das richtig rechne nur acht Leute mehr als du 16 Leute weniger als du. Für diese 16 Leute ist dein Wohlstand nicht "natürlich" und schon gar nicht der von den 8 noch privilegierteren. Und auch als nicht-faule Socke können sie das vermutlich nicht alle ändern: Es gibt nur 8 bessere Positionen, in die man aufsteigen könnte, wenn sie mal frei werden, aber es gibt 16 Leute, die aufsteigen wollen. Mindestens die Hälfte wird es also nie schaffen, die arbeiten Zeitlebens der "besseren" Hälfte der Firma zu.


Das szenario würde es treffen, nur das in meinem fiktiven beispiel noch 2 nebengebäude und haufenweise grundstück dabei ist. Du weist was nebengebäude sind?
Das muß natürlich in die wert-berechnung mit rein denn das haus schwebt nicht in der luft und hat auch nicht nur den, heute ja üblichen, metrischen grundschücksstreifen drum herum.

Ich weiß, was Nebengebäude sind. Und zwar keine "Wohnfläche" und nur die zählt bei den 200 m².

Dazu scheinst du einfach nicht zu wissen, oder wissen wollen, wie die wertentwicklung der letzten jahre aus sah. Selbst eine bruchbude mit undichtem dach ist mittlerweile für "otto-normalo" eher unerschwinglich.

Das weiß ich nur zu gut, spielt in der Argumentation aber überhaupt keine Rolle. Entweder etwas ist für Preis X verkaufbar, dann kann man auch Geld dafür bekommen, oder etwas ist für Preis X nicht verkaufbar, dann hat es auch keinen Wert in der Nähe von X.

Lass mich raten... Du hast noch nie ein bauernhaus gesehen und kennst es nur aus erzählungen oder eines was schon bis zur unkenntlichkeit umgebaut wurde? Dann lass dir gesagt sein, du machst aus einem stall mit seinem eingang nicht einfach mal eine wohnung. :nene:

Tipp: Wenn du bei Jauch mal nicht weiterweißt - lass das mit dem Raten. Nimm die 200 Euro und sei glücklich, aber raten ist es nicht deine Stärke.

Also ich mache wirklich einiges mit ohne was dazu zu sagen, was auch über 200€ sprit-kosten pro monat bei unterdurchschnittlichem gehalt mit einschließt (nur für die fahrten zur arbeit), aber wenn ich einen kredit aufnehmen muß nur um die steuerschuld bei übernahme meines elternhauses zu begleichen ist es bei mir aus. :motz: Damit schafft man eine klasse die noch unterhalb von harz4 liegt (die es mit selbstständigen bauern zwar schon gibt, aber egal).

Anderen komplettes Unwissen vorwerfen, wenn sie nicht blind gehorchen, und Hartzer dissen, aber selbst keine Ahnung haben.
Zur Info: Die Angemessenheitsgrenze für eine HartzIV-Familie mit 4 Mitgliedern und Wohneigentum liegt bei 130 m². Als Hartzer muss du von deinem >200-m²-Haus also nicht 10-15% refinanzieren, sondern 100% verkaufen/aufbrauchen.


Es mag ja sein das dir das gefällt, denn wer nichts erbt muß auch keine steuern zahlen, aber mir läuft das zu wieder! Für leute die das stemmen können ist das i.O. , aber der rest sollte in ruhe gelassen werden und das geht halt nur über entsprechende freigrenzen.

Ich sehe es halt nicht ein, dass auch die ärmsten mit ihrem Einkommen für die Schäden, die vergangene Generationen angerichtet haben, geradestehen müssen, aber die Gewinne auf unwiderruflich auf eine kleine Oberschicht konzentriert werden.


:klatsch: Ohne worte...
Es mag ja sein das du 2 linke hände hast, aber bis auf dach und heizung mache ich als gelernter handwerker alles selbst zumal es anders nicht geht. (gut, für mauern, putzen und fliesen hab ich jemand in der familie)

Da lernt man ja als gelernter Handwerker richtig viel, wenn man für unter 60000 € ein Haus samt Grundstück bauen kann. Demnach habe ich wohl mindestens drei linke Hände, auch wenn sie für das, was man in einer Mietswohnung machen kann, bislang immer gereicht haben.

Gleich nochmal ohne worte... Mein nachbar, ein selbständiger bauer, ist also in deinen augen reich... Gehts noch???

Ich habe dir die offiziellen Definitionen genannt. Wenn du deine eigene Sprache kreieren willst - bitte. Eigene Satzendzeichensetzung hast du ja schon.

Deinem Nachbarn schlage ich ungesehen einen Deal vor: Mein gesamtes Vermögen, sein gesamtes Vermögen. Beides in einen Topf.
Jeder kriegt 50%. Meinetwegen kannst du auch mitmachen und wir teilen durch drei.

Mein Haushalt hat ein Einkommen aus einem Bereich, in dem ständig "Fachkräftemangel" herrscht und eins aus dem höheren öffentlichen Dienst, also ziemlich gute Tarife, dazu ohne Kinder allgemein wenig Ausgaben und Teil meines Lebensstandards habe ich sogar seit HarzIV-Zeiten nicht gehoben (hier stehen z.B. noch wortwörtlich die gleichen Möbel). Beide Elternhäuser haben ebenfalls fleißig bis ans Ende des Arbeitsalters respektive Gesundheit Vollzeit gearbeitet, teils in Berufen die hohe Qualifikationen voraussetzen und/oder sehr gesucht sind. Da deiner Darstellung nach in Deutschland ja allenfalls ein paar wenige Faulenzer arm sind und mein Haushalt klar nicht dazu gehört, sondern als fleißige Stadtbewohner zu den absoluten Gewinnern, während Leute wie du und dein Nachbar bis auf die Knochen ausbeutete Opfer der Gesellschaft sind, solltest du sofort einschlagen. Ich muss verrückt sein, dass ich überhaupt so ein Angebot mache, wo ich doch haushohe Verluste machen werde...

(Es sei denn, ich bekomme auch nur den Traktor. Dann bin ich mit etwas Glück schon dick und fett im Plus. Von Grundstücken oder Häusern gar nicht zu träumen.)
 
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Wo genau liegt das Problem, wenn eine Familie ein Haus und zwei Autos hat , insbesondere wenn beide berufstätig sind und ein Bus nur alle Lichtjahre mal im Dorf vorbeikommt?
Das Problem ist, dass diese Argumentation auch von Leuten benutzt wird die, die U Bahn im 5 Minuten Takt vor der Haustür haben und/oder nur 3km zur Arbeit müssen und das am besten mit einem Auto das 12l auf 100km braucht.

Du wirst in Deutschland ja von vielen Menschen quasi ausgelacht wenn du als Mann einen Kleinwagen kaufst und ja klar "Scheiß drauf" aber das geht halt gesellschaftlich trotzdem irgendwo hin.
 
Ich finde ein Mensch, der in Deutschland Vollzeit arbeitet, sollte schon mindestens 1500 Euro Netto im Monat verdienen.
Bei 12 Euro Mindestlohn und 160 Stunden im Monat sind das 1920 Euro Brutto.
Netto wahrscheinlich ~1300 Euro. Jetzt schon zu wenig. Aldi erhöht demnächst freiwillig für alle Mitarbeiter den Mindestlohn auf 14 Euro. Das sind 2240 Euro Brutto und ungefähr 1600 Euro Netto.
Die Inflation steigt und die Mietkosten steigen auch im ländlichen Raum stark an.
Da müssen die Löhne auch angepasst werden.
 
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Das grundsätzliche Problem ist, dass wir nicht die Fläche und nicht die Ressourcen haben, damit jede Familie ein Haus und zwei Autos nutzen kann.
Nein, um das geht es auch gar nicht.
Wir wohnen tief im ländlichen Raum, nächste Gemeinde mit 1.500 EW gut 5 km entfernt, nächste Gemeinde mit weitergehenden Schulen 15 km. ÖPNV ausschließlich auf den Schülerverkehr ausgelegt (immerhin).
Insofern ist es eher ein Standortthema. Mein täglicher Arbeitsweg beträgt einfache Stecke 85km übern kleinen Alpenpass und einer Ländergrenze.
Also wender forderst du, dass der Pöbel für dein Wohlbefinden im Staub kriecht oder du musst eingestehen, dass ein Lebensentwurf gemessen an dem, was möglich ist, eine Form von Luxus darstellt.
Genau das nicht. Ob nun der angemessene Wohnraum innerstädtisch oder ländlich mit allen Vor- und Nachteilen des jeweiligen Standortes ist, ist fast Nebensache. Es geht um angemessenen und leistbaren Wohnraum.
Deutschland ist eher ein Mietland. Meine persönliche Auffassung ist aber, dass so viele wie möglich sich Eigentum zulegen können sollten.
Wir bauen ja als Firma ausschließlich für kommunale Träger Sozialmietwohnungsbau.
Mein Büro erstellt für einige Projekte (nicht alle) Architekten- , Statik- und TGA-Planung.

Die Kernproblematik ist, dass der soziale Mietwohnungsbau nichts anders als Geschäftsmodell der Kommunen ist.
Das Objekt kostet x €, hat y Mieter und ist nach z Jahren amortisiert und danach wird Geld damit verdient.
Die Mieter (meist untere Einkommensschichten) müssen einen erheblichen Anteil ihres Verdienstes in die Miete stecken, ironischer weise sogar z. T. mit Mietzuschüssen anderweitig finanziert.
Um die Menschen aus der Armutsfalle herauszuholen, fände ich es besser, wenn nach meinethalben 30 Jahren Mietdauer die Mietwohnung in Eigentum übergeht, die hernach vom Besitzer als Wertanlage weitervererbt oder auch veräußert werden kann.
Eine überschlägige Rechnung verdeutlicht, dass dies möglich wäre.
Erstellkosten inkl. aller Nebenkosten brutto für eine 75 m² Wohnung Stand 2022: 300.000 €
Miete: 75*10 € kalt = 750 €/mon=9.000 € /Jahr = 270.000 € in 30 Jahren.
Mit 12 € Kaltmiete würde die Wohnung nach 30 Jahren den Mietern gehören.
Natürlich ist das nur sehr grob, weil Zinsen, Instandhaltung pipapo da noch nicht dabei sind.
Aber von Seiten des Staates 30 Jahre lang Mietzuschuss gewähren und im Alter Dank Eigentum die Altersarmut zu vermeiden wäre ja mal was.
Unterm Strich wäre es nur eine Umverteilung und entgangener Gewinn für eine kommune nach 30 Jahren Nutzung einer Wohnung durch Mieter.
Komplexe Themen wie ich muss alle 5 Jahre umziehen weil... - lasse ich jetzt mal der Einfachheit halber weg.

Und Luxus muss man sich leisten können. In einer fairen Gesellschaft in dem man entweder selbst viel mehr leistet als andere oder in dem man seinerseits auf andere Annehmlichkeiten verzichtet, die andere als selbstverständlich erachten. Das ist der Hintergedanke von Ressourceneinsparung über Marktmechanismen: Jeder kann selbst entscheiden, was er sich leisten will, aber einige Dinge sind halt objektiv betrachtet teuer und es ist schwer, sich diese leisten zu können.
Das ist zweifellos richtig, hat auch viel mit Bildungsmöglichkeiten und Bildungszugang zu tun.

Etwas plakativ:
So lange sich alle über ein Fastfooddeliveryservice innerstädtisch freuen, dass die Pizza nur 8,50 € kostet, aber negiert, das der arme Hund im Regen vor der Haustür am Existenzminimum herumkrabbelt, sich nie Wohneigentum anschaffen wird und vermutlich in der Altersarmt endet, so lange wird sich nicht viel ändern.
Theoretisch und bei fairer Bezahlung kostet die Pizza meinethalben 25 €.
Blöd nur, dass dies dann sich wieder nur die Privilegierten leisten können und der Normalo sagt: Geht nicht
Wir sitzen also in er Niedriglohnleistungsspirale.
Anspruch allgemein: So billig wie möglich, exorbitante Preissteigerungen zur Steigerung von Einkommen in den unteren Schichten kaum umsetzbar.
Der einzig sinnige Ausweg sehe ich, wie oben, in einem staatlich unterstützen Vermögensaufbau, der dafür sorgt, dass mit den Zuschüssen für Bedürftigen nicht noch zusätzlich Kasse gemacht wird und der Bedürftige am Ende eigentlich leer ausgeht.

Aber:
Nichts darf für umsonst sein, sonst wird nur eine weitere Generation von nur Leistungsempfängern herangezogen.
Solch ein Vermögensaufbau funktioniert nur dann auch in der Gesellschaft mit Akzeptanz, wenn der Unterstützte ordentlich in die Hände spucken muss, um meinethalben nach 20-30 Jahren eine Mietwohnung als Eigentumswohnung überschrieben bekommt.

Nein, ein Wohlstand von deinem Format ist eben nicht "natürlich". Es ist für die Mehrheit unmöglich, ihn sich aus eigener Kraft zu erarbeiten.
Genau das glaube ich eben nicht.
Die faire Perspektive muss sich auftun.
Selbst wenn Geld da ist, höre ich fast vorwurfsvoll, wie kannst du dir ein 2. Häuschen leisten, aber gleichzeitig von drei Urlauben im Jahr für zig Euros erzählen.
Ja, mei, ich fahre seit 15 Jahren nicht mehr in den Urlaub, so einfach ist das.
Auch als GF fahre ich einen banalen Skoda mit 5,5 l/100km und keinen dicken BMW mit 12l/100km, auch das ist banal und einfach.
Und unser dicker US-RAM zieht fürs Benzingeld Bäume aus dem Wald und steht dreckig auf dem Hof und blockiert eben nicht als hochglanzpoliertes Statussymbol innerstädtisch 5 Parkplätze.

Unterm Strich gehts nur darum, wie sinnig gehe ich mit dem Verdienten Geld um.
Manche brauchen da schlichtweg Investitionsberatung, andere wie ich machen das intuitiv und wieder andere haben schlichtweg Glück oder eh unendlich auf dem Konto.
Das mit dem Schnitt ehrt dich sehr und ist eine absolute Ausnahme. Weswegen ich dir an der Stelle auch gönne, dass du genauso viel wie der Durchschnitt deiner Mitarbeiter hast. Im Prinzip machst du schon genau das, was soziale Umverteilung gesamtgesellschaftlich vorsieht: Du teilst. Kein Grund mehr, mehr wegzunehmen.
Danke für die Blumen.
Gute MAs bekommt man nur dann, wenn auch die Kohle passt.
Ich zahle schon seit jeher deutlich über Tarif, versuche auch die Arbeit fair und gleichmäßig zu verteilen.
Läuft dass Projekt z. b. für mein Büro gut, gibts eine ganz einfache und transparente Regelung, die jeder MA auf dem Server tagesaktuell abgreifen kann.
Da wir der erwartete Gewinn abgebildet.
Meinethalben 10% aus einem 500.000 € Planungsauftrag, wären 50.000 €
Regelung ist banal, 50% fließen ins Büro zum Reinvest, die anderen 50% gehen an jene Mitarbeiter, die am Projekt mitgearbeitet haben und zwar Verteilerschlüssel Stundenaufwand.
Da in der Regel jene MAs in eher niedrigen Positionen die meiste h Arbeit leisten müssen (klar: Arbeitsverteilung von oben nach unten), bekommt die Sekretärin oder der Zeichner immer mehr als der Projektleiter.
Da kann unterjährig nach Abschluss des Projekts durchaus mal ein 5-6.000 €/Projekt Schein aufs Konto der Sekretärin fließen. Da wir immer mehrere Projekte haben, liegt der langjährige Schnitt bei der besagten Sekretärin mit einem Grundgehalt von grob 45.000 €/a bei ca. 15.000 € Gratifikation/a.
Das mag nicht jeder MA, habe auch schon Kündigungen von Leistungsträgern genau aus diesem Grund gehabt, wer aber das soziale Prinzip mal kapiert hat, zieht mit.
Aber offensichtlich teilst du schon auf weitüberdurchschnittlichem Niveau was mal vermuten lässt, dass die Firma selbst nicht gerade ab der Grasnabe arbeitet, sondern ihrerseits auch auf den Schultern anderer steht (Zulieferer? Kunden? Externe?).
Als Planungsbüro: Nein
Als GF Baufirma: Ja, wobei wir wohl zu 90% auf langjährige Subs zugreifen, die ausschließlich aus dem lokalen Raum kommen. Gründe sind banal: Weniger Mängel, weniger Kosten, mehr Kunden.
Und selbst innerhalb deiner Firma verdienen, wenn ich das richtig rechne nur acht Leute mehr als du 16 Leute weniger als du. Für diese 16 Leute ist dein Wohlstand nicht "natürlich" und schon gar nicht der von den 8 noch privilegierteren. Und auch als nicht-faule Socke können sie das vermutlich nicht alle ändern: Es gibt nur 8 bessere Positionen, in die man aufsteigen könnte, wenn sie mal frei werden, aber es gibt 16 Leute, die aufsteigen wollen. Mindestens die Hälfte wird es also nie schaffen, die arbeiten Zeitlebens der "besseren" Hälfte der Firma zu.
Siehe Beispiel Gratifikation oben und nein, wenn einer leistet, steigt er auf.
Meine zwei besten Projektleiter sind keine Studierten, sondern Seiteneinsteiger techn. Zeichner + Klempner-Geselle.
Ich hatte noch nie ein Problem damit, einen hochqualifizierten, aber stinkefaulen Uniabsolventen die Fristlose in die Hand zu drücken und einem techn. Zeichner, der gerade so den Hauptschulabschluss schaffte, zum Projektleiter zu ernennen.
Diese Menschen rennen dann nicht, die fliegen auf der Arbeit, weil sie ganz genau wissen, Leistung wird belohnt und sie bekommen eine reale Chance.
Meine Erfahrung:
Ein Hauptschulabsolvent ist nie dümmer als einer von der Uni, er hat nur nie zuvor die Chance, aber auch den Grund bekommen, lernen zu DÜRFEN.
 
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Proletarischer Habitus ist halt durch nichts zu ersetzen. :nicken:
Na ja, die brüllen nicht irgendwo herum.
Die müssen z. B. Planungskoordination mit dem AG machen, selber in ihrem Fachbereich planen (LP2-LP5), Planungs-Jour-Fixe abhalten, Kostenmanagement führen, Miniteams führen usw. Und weil sie eben nicht den FH- oder UNI- Backgrund hatten, zwischenzeitlich Wissen aufsaugen.
 
Ein Hauptschulabsolvent ist nie dümmer als einer von der Uni, er hat nur nie zuvor die Chance, aber auch den Grund bekommen, lernen zu DÜRFEN.
Die Frage ist, was denn "Dummheit" ist?
Ich würde eher nach "Faulheit" tendieren.
Jeder, der einen Hauptschulabschluss macht (gibt es den heute eigentlich noch?) hat in unserem Bildungssystem immer noch die Möglichkeit, durch weiterführende Schulen einen höheren Bildungsabschluss zu bekommen.
Man muss aber eben auch wollen. Nichts fliegt einem zu.
Das gilt auch für den Abiturienten, der sich für 30 Semester an der Uni reinschreibt und vor sich her studiert, weil eigentlich keine Lust hat zu arbeiten.
 
Die Frage ist, was denn "Dummheit" ist?
Ich würde eher nach "Faulheit" tendieren.
Das ist eher schwierig zu beantworten.
Es gibt diverse Gründe, warum Menschen auf die Mittelschule (so heisst das zumindest in Bayern) gehen (müssen).
Soweit von mir überhaupt erkennbar und bestimmt nicht abschließend:
Bildungsferne Familien
Oftmals im Verbund mit "Hartz IV Umgebung
Migrationsherkunft meist 1. Gen.
Generelle Interessenlosigkeit an Schule/überbordendes Freizeitverhalten
Jeder, der einen Hauptschulabschluss macht (gibt es den heute eigentlich noch?) hat in unserem Bildungssystem immer noch die Möglichkeit, durch weiterführende Schulen einen höheren Bildungsabschluss zu bekommen.
Dem ist so
Man muss aber eben auch wollen. Nichts fliegt einem zu.
Ohne reale Perspektive ist das wollen schwer umzusetzen.
Das gilt auch für den Abiturienten, der sich für 30 Semester an der Uni reinschreibt und vor sich her studiert, weil eigentlich keine Lust hat zu arbeiten.
OK, so einen Langzeitstudierenden kenne ich jetzt auch nicht. :D
 
Kinderkrippe, Kindergärten? Denn niemand kann sich die Verhältnisse aussuchen in die er hineingeboren wird und nicht nur daraus ergebend, startet jeder Mensch mit unterschiedlichen Voraussetzung ins Leben und in die Gesellschaft. Damit sind an der Stelle nicht nur die körperlichen und geistigen Fähigkeiten gemeint, sondern ebenso die soziale Schicht und das Elternhaus in das man hineingeboren wird. Dazu kommen dann noch Faktoren wie gut die vorschulische Betreuung in Form von Kinderkrippen und -gärten und wie stark die Bildungsbenachteiligung aufgrund der sozialen Herkunft ausgeprägt ist. Die sich daraus ergebende Sozialisation sorgt wiederrum für eine bestimmte Ausstattung mit kulturellen, sozialen, ökonomischen und symbolischen "Kapital", welches wiederrum Einfluss auf den gesamten Lebenslauf und -weg hat.
Aber da ist man auch wieder bei dem Punkt, wie sich soziale und gesellschaftliche Verhältnisse über Generation hinweg reproduzieren und welche Folgen Armut, Ausgrenzung, Präkarisierung, abgehängte Gegenden, etc. auf die Menschen haben, die nicht zur besitzenden und privilegierten Klasse gehören, sondern den Klassengegensatz tagtäglich erfahren.

Von daher ist auch diese regelmäßig von einigen vorgetragene : "Man muss nur hart schaffen, dann schafft man auch was"-Einstellung nicht nur reichlich naiv, sondern unterstellt auch erstmal prinzipiell, dass alles ja angeblich nur faule Schweine und Schmarotzer sind.
Wer, wenn nicht Eltern und Kinder, sollte denn für eine Änderung dieses Zustandes stimmen?
 
Jeder, der einen Hauptschulabschluss macht (gibt es den heute eigentlich noch?) hat in unserem Bildungssystem immer noch die Möglichkeit, durch weiterführende Schulen einen höheren Bildungsabschluss zu bekommen.
Wurde schon 2014 abgeschafft. Aber wohl noch nicht in jeden Bundesland.
Man kann aber von einer Real oder Gesamtschule trotzdem noch mit Hauptschulabschluss runter gehen.

Ich kenne einige die von der Hauptschule gekommen sind und was aus sich gemacht haben. Ausbildung als Kaufleute. Meister im Handwerk und Selbstständigkeit. Ein Handwerksmeister ist mit einen Abitur oder Fachabitur gleichgesetzt. Damit kann man dann an der Fachhochschule studieren.

Einer der hatte Hauptschulabschluss gemacht. Dann Elektriker gelernt und Fachabi gemacht. Und arbeitet jetzt als Programmierer. Das hat der sich alles privat angeeignet.
Aber der war nie doof. Sein Vater hat eine Anwaltskanzlei. Der hatte bestimmt früher nur einen Durchhänger in der Schule oder keine Lust gehabt.
Bei uns in der Firma bewerben sich auch junge Menschen, die keinen guten Abschluss haben, aber motiviert sind.
Die wollen und darum geht es.
Und? Bekommen die bei euch eine Chance? Z.B. durch ein Praktikum?
 
Einer der hatte Hauptschulabschluss gemacht. Dann Elektriker gelernt und Fachabi gemacht. Und arbeitet jetzt als Programmierer. Das hat der sich alles privat angeeignet.
Und da sind wir wieder beim Wollen.
Es gibt faule Leute in jeder Gesellschaftsschicht mit jedem Bildungsabschluss.
Und? Bekommen die bei euch eine Chance? Z.B. durch ein Praktikum?
Natürlich. Wer zeigt, dass er willens und motiviert ist, bekommt auch Hilfe.
Gerade in Mathematik tun sich viele Lehrlinge schwer, die nur Hauptschule und co. haben, weil in der Berufsschule Mathematik gelehrt wird, die man erst mit Abitur vorgesetzt bekommt.
Da gibt es dann Nachhilfe, die wir als Firma bezahlen, da wir ein Interesse an gut ausgebildeten Fachkräften haben.
 
Natürlich. Wer zeigt, dass er willens und motiviert ist, bekommt auch Hilfe.
Gerade in Mathematik tun sich viele Lehrlinge schwer, die nur Hauptschule und co. haben, weil in der Berufsschule Mathematik gelehrt wird, die man erst mit Abitur vorgesetzt bekommt.
Da gibt es dann Nachhilfe, die wir als Firma bezahlen, da wir ein Interesse an gut ausgebildeten Fachkräften haben.
Das ist vorbildlich. In vielen anderen Firmen kommt es nicht mal bis zum Vorstellungsgespräch.
Da landen solche Bewerbungen direkt im Papierkorb.
 
Das ist vorbildlich. In vielen anderen Firmen kommt es nicht mal bis zum Vorstellungsgespräch.
Da landen solche Bewerbungen direkt im Papierkorb.
Ja, finde ich auch schlimm. Da werden Bewerbungen aussortiert, weil der Bewerber Ahmed oder Betül heißt.
Nichtsdestotrotz ist das Niveau gesunken.
Die Allgemeinbildung ist nur noch rudimentär vorhanden.
 
Wir hatten die Tage eine Bewerbung von einem jungen Mann Namens Jasmin.
Wir waren etwas verwirrt :ugly:
Abgelehnt haben wir aber, weil wir einfach keine freien Azubistellen haben.
Etliche Bewerber davor hätte man im Nachhinein doch besser aussortiert um auf Jasmin zu warten.
Aber erst hinterher ist man meißtens schlauer :-S
 
Ich habe ein paar Bewerbungen für meinen Nachfolger gesehen. Eieieiei :ugly:
Teilweise scheitert es schon an der Formatierung des Lebenslauf oder an einem grammatikalisch einigermaßen korrekten Anschreiben. Soooo schwer ist das doch nicht…
 
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